Kommentar: Erneut kein Chart-Erfolg für den deutschen ESC-Beitrag – woran liegt das?

Wer erinnert sich noch an die Zeiten, als deutsche ESC-Songs in den Top Ten der deutschen Singlecharts waren? Und zwar schon vor dem eigentlichen ESC? Dafür braucht gar nicht lange in die Vergangenheit geschaut werden, schließlich landeten Elaiza 2014 mit „Is It Right?“ einen großen Radioerfolg und auf Platz 4 der Charts – der Song wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Das wird „Violent Thing“ von Ben Dolic aller Wahrscheinlichkeit nach nicht schaffen – und das ist sehr schade, da der Song großes Potential hätte, zum Sommerhit 2020 zu werden.

Natürlich kann argumentiert werden, dass sich die Zusammensetzung der Charts geändert hat – physische und digitale Verkäufe fallen immer weniger ins Gewicht, dafür umso mehr die Abrufzahlen über die zahlreichen Streamingportale, wo Poptitel sich bisher immer schwer getan haben. Doch gerade hier offenbart sich ein Problem, das letztendlich dazu führt, dass „Violent Thing“ über ein gewisses Niveau nicht hinauskommen wird: Der Song ist kaum in Playlisten wiederzufinden. Als Beispiel sei genannt die Playlist „Top Hits Deutschland“ auf Spotify, der über zwei Millionen Menschen folgen. Der DSDS-Gewinner Ramon Roselly, der bis dato komplett unbekannt war, ist mit seinem Schlager (!) „Eine Nacht“ direkt auf die Playlist gewandert. Zwar befindet er sich am Ende der Liste, dem Shuffle-Algorithmus wird das aber recht egal sein und so konnte Ramon Platz 1 der Singlecharts zelebrieren. Auch Michael Schulte hat es seit seiner ESC-Teilnahme immer häufiger auf diese Listen geschafft.

Dass die Verantwortlichen sich dieses Umstands durchaus bewusst sind, konnte unter anderem daran erkannt werden, dass „Violent Thing“ nach Veröffentlichung in den YouTube-Trends zu finden war und nach ziemlich genau einer Woche die Aufrufzahlen einbrachen. Eine solche Art der Promotion wählen immer wieder Künstler, um ihre Videos auf der Plattform zu pushen. Warum also findet das auf Spotify, Apple Music, Amazon Music und so weiter so wenig statt?

In der vergangenen Woche wurden neue GIFs von „Violent Thing“ für die Instagram-Stories veröffentlicht, dazu kam der Aufruf zu einem ESC-Quiz mit Ben, bei dem Fans ihre ESC-Kenntnisse anhand ausgewählter ESC-Lieblingstitel von Ben testen können. Das sind alles tolle Ideen, die gerade in Corona-Zeiten den einen oder anderen beglücken werden, doch das Grundproblem löst das nicht. Und gleichzeitig kommen wir damit auch schon zum nächsten Problem.

Die Corona-Pandemie hat nicht nur dem ESC einen Strich durch die Rechnung gemacht, auch viele Künstler können ihre Promoaktionen nicht durchführen. Künstler wie Lady Gaga verschieben sogar schon ihre Albumveröffentlichungen. Aber gerade im Streaming ist es doch möglich, unabhängig von solchen Entwicklungen Songs über die Plattenfirmen zu bewerben und eine Online-Kampagne zu starten?

Viele junge Menschen hören kaum noch Radio, somit hilft die Airplay-Platzierung von „Violent Thing“, die im Vergleich zu den Vorjahren durchaus positiv zu werten ist, auch verhältnismäßig wenig. Dennoch zeigt gerade die gute Rezeption des Titels durch die Radiosender, dass viel Potential vorhanden ist.

Mit Michael Schulte lief es vor dem ESC ähnlich ruhig, erst mit dem tollen Ergebnis in Lissabon kam der Charterfolg – heute stehen fast 50 Millionen Streams auf Spotify auf dem Zettel. Der tragische Umstand, dass Ben der Auftritt in Rotterdam verwehrt bleibt, führt natürlich dazu, dass ihm eine große Plattform verloren geht, um „Violent Thing“ zu bewerben. Gerade eine gute Platzierung hätte vielleicht auch für ihn viel rausholen können.

Allerdings ist festzustellen, dass „Violent Thing“ besonders im Streaming-Bereich viel zu viel Potential verschenkt. Wie es funktioniert zeigt beispielsweise Jeangu Macrooy mit seinem Song „Grow“, der sich dort auf der größten niederländischen Playlist befindet und den deutschen Titel trotz späterer Veröffentlichung in den Abrufzahlen auf Spotify bereits deutlich überholt hat. Schade, dass Ben Dolic ein solcher Durchbruch bisher nicht ermöglicht werden konnte. Ob sich das nach dem 16. Mai ändern wird?

Die Hoffnung gebe ich nicht auf, aber meine Erwartungen halten sich in Grenzen – dafür wurde dieser immer wichtiger werdende Promotion-Zweig bisher zu sehr vernachlässigt. Und das finde ich besonders deshalb schade, weil „Violent Thing“ so gut in der jungen Zielgruppe funktionieren könnte und alles dazu mitbringt, im Sommer rauf und runter zu laufen.

Aktuell droht Ben leider dasselbe Schicksal wie den S!sters, die es ebenfalls nicht in die Singlecharts geschafft haben. Hoffentlich kommt in nächster Zeit noch etwas, denn Ben und sein toller Song „Violent Thing“ hätten es wirklich verdient. Ein passendes Zitat dazu von Katja Ebstein aus ihrem ESC-Titel von 1970: „Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie geschehen!“


105 Kommentare

  1. Der Song wird hier total überbewertet
    Er ist absolut nichts besonderes
    Waere auch beim contest sicherlich untergegangen zumal ich dem saenger
    eine gute Performance nicht zutraue
    Viel zu brav und farblos

    • Ist zwar eine eher unpopuläre Meinung hier, ich stimme Dir aber zu.

      Der deutsche Musikhörer bevorzugt Schlager oder Hiphop, in den Albumcharts sind auch mal Rock oder experimentelle Acts vertreten. Insofern mag „Violent thing“ zwar nach internatiomalen Maßstäben produtiert worden sein, nur eben nicht nach dem Geschmack des Publikums.

    • Song und Interpret werden noch von ganz anderer Warte fehleingeschätzt, aber dort wird kaum jemand zu erkennen bereit sein, dass das einfach nur symptomatisch ist, was gerade passiert. Findet 2021 ein ESC statt, wird Ben Dolic wohl eine neue Chance bekommen. Ob die dann endlich mal wieder die Möglichkeit eröffnet, Europa abholen zu können, (und wenn überhaupt, nicht zufällig, sondern gezielt), darf heute schon gerechtfertigt bezweifelt werden.

  2. Ich finde es schade, dass der Song wieder donnerstags veröffentlicht wurde. Freitags beginnt ja die neue Chartwoche und so teilen sich die download- und streamingstarken ersten zwei Tage auf zwei Wochen auf.

  3. Weil es der NDR einfach nicht schnallt und niemals schnallen wird.
    Die Zuschauer werden bei der Auswahl nicht mitgenommen.
    Der Vorentscheid, wenn es denn überhaupt einen gibt, dann wird er irgendwo im Programm versteckt.
    Es ist ja keine Comedy, wenn Sky Dumont ein Lied im Lobor zusammenmixt. Nicht weil es einfach überhaupt nicht lustig ist, sondern weil es in vielerlei Hinsicht leider die Realtät ist. Die alten Herren des NDR kaufen und stellen sich irgendetwas zusammen, von dem man denkt, das es Potential hat. Aber es ist nix echtes daran. Und dann wird noch die Choreo zusammengekleistert, von einem Star-Choreografen. Das alles ist total gruselig und kann nicht funktionieren.

  4. Die Antwort ist ganz einfach: weil der Song bestenfalls Mittelmaß ist und der Sänger eine nicht vorhandene Ausstrahlung besitzt (kein Wunder, dass die Schweiz den Song 2018 in einer Schublade verschwinden ließ)

  5. Ganz einfach: Der Song ist nicht schlecht, aber auch nicht gut genug. Niemand hat auf diesen Song gewartet, sonst wäre die Begeisterung schon irgendwie da.
    Es ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Vielleicht kann man es nächstes Jahr wieder mit Ben Dolic versuchen – er ist charismatisch – dann aber bitte mit deutschen Songwritern, die an sich nichts mit dem ESC zu tun haben. Zur Zeit gibt es doch tolle deutsche Musik, die auch authentischer ist als dieser Einheitsbrei, der keinem wehtut.

    Eventuell hätte Ben beim ESC eine gute Platzierung geschafft. Doch wenn man sich auch einen nationalen Charterfolg wünscht, dann muss man sich mehr am derzeitigen Musikgeschmack der Menschen hierzulande richten. Das würde gleichzeitig auch die Identität mit dem ESC und die Begeisterung steigern.

      • Ben ist sicher sympathisch, aber charismatisch würde ich jetzt auch nicht sagen. Eher ein wenig zu brav für den Song.
        „Violent Thing“ ist auch nicht mein Geschmack, aber das gilt für die meisten anderen Songs auch, die aktuell durch die Charts geistern. Obwohl: An die Stimme habe ich mich mittlerweile gewöhnt, finde ich jetzt gar nicht mehr so schlimm. Er hätte vermutlich etwas besser abgeschnitten, als S!sters, aber wohl nicht so gut, wie es sich viele Fans erhoffen. Der NDR hat leider selten ein gutes Händchen für die Inszenierung gehabt, und Ben wirkt auf mich auch nicht wirklich so, als wenn er seine eigenen Vorstellungen durchsetzen könnte. Wie der Michael Schulte (der schon eine klare Vision hatte).
        Aber gerne kann der NDR Ben nächstes Jahr wieder direkt nominieren, das würde auf jeden Fall Rückgrat beweisen, und dass sie endlich mal zu ihren Künstlern stehen.

  6. Ich denke außerhalb der Bubble wird Ben Dolic kaum wahr genommen. Anders als Roman Roselly der vor Millionen Dsds gewonnen hat hatte Ben nicht mal einen VE Auftritt. Am Samstag war er bei der spanischen pre Home Konzert Party dabei und hat sich eher schlecht verkauft. Es bleibt also tatsächlich zu hoffen das er am 16 Mai einen besseren Auftritt hat denn der Song ist wirklich gut

  7. Ich seh das ähnlich wie @Thilo. Hier zeigt sich ein großes Problem der fehlenden VE. Ich hab das jetzt nicht überprüft, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Sisters letztes Jahr nach ihrem Sieg wesentlich mehr mediale Aufmerksamkeit bekommen haben als Ben dieses Jahr nach der völlig verunglückten Präsentation in dem Kino. Wenn man in der Öffentlichkeit nicht präsent ist, kann man auch keinen Charts-Erfolg haben. Der ESC-Ausfall ist hier dann doppelt schade, weil der zu erwartende Erfolg garantiert den Michael-Schulte-Effekt ausgelöst hätte. Denn daran, dass der Song enormes Hit-Potential hat, besteht kein Zweifel.

    • Naja, die letztjährige VE war auch nicht gerade der Knüller und Quotenbringen und es gab reichlich Fremdschämmomente. Das Konzept von 2014 bis 2016 gefiel mir dagegen gut, es wurden nur immer die falschen Songs gewäht…..

  8. Kurze Antwort:
    Bis heute hat der Künstler nicht bewiesen, dass er den Song live so singen kann wie auf dem Audio – und damit fehlt ein wichtiger Hebel in Sachen Glaubwürdigkeit.

    Das Lied ist i.O., aber nicht mehr. Der NDR trägt mit seiner konsequenten Geheimniskrämerei in diesem Jahr sein Übrigens zum alljährlichen Drama bei. Warum soll man das unterstützen?

    Und die Bubble ist wohl nicht gross genug, um das Lied überhaupt über die Wahrnehmungsschwelle zu hieven.

  9. Wer den Auftritt am Samstag gesehen hat dem wird sicherlich klar sein warum der Song und der „Künstler“
    ganz schnell in der Vergessenheit verschwindet.

  10. Du meinst, Deutschland kann froh sein, daß „uns“ diesmal die Blamage erspart bleibt ?

    Mein Geschmack ist „Violent thing“ zwar nicht, ich hätte dem Liedchen aber immerhin einen Achtungserfolg zugetraut.

  11. Ich finde den Song super, der geht wirklich ab, die Funky-Gitarre ist klasse. Leider landen die Songs, die ich super finde nie auf den vorderen Plätzen. Schade, warum nur ?😕

  12. Das Bedürfnis nach androgyner Musik wird von Asiaten bedient. Die könnten singen UND tanzen, sie haben immer eine tolle Choreographie – und sie produzieren meistens tolle Videos, die man gerne weiter verbreitet. Und live sind die genauso gut. Asien setzt neuerdings die Maßstäbe. Auch diese Shows mit Masken kommt aus Asien, aber dort können die Teilnehmer sogar singen, während das bei uns nur eine Verkleidungsshow ist.

    • Ich weiß nicht, ob man das pauschal so sagen kann. Klar war Michael Schulte schon vor dem ESC einer Hörerschaft vor allem online bekannt, die Radiohits und ausverkaufte Tourneen kamen aber erst nach dem ESC! Und auch Ela Steinmetz von Elaiza ist gerade dabei, sich als Solokünstlerin im Deutschpop einen Namen zu verschaffen. Wer natürlich beim ESC schlecht abschneidet, hat kaum noch kommerzielle Chancen, das stimmt sicherlich.

      • Texas Lightening 2006 waren super erfolgreich. Beim ESC nur Platz 15, auch hinterher haben alle hier den Song geliebt….na ja, ist auch lange her 🤷‍♂️

      • Wer schlecht abschneidet, hat kaum kommerzielle Chancen? Wohl kaum, wenn man die Karriere von Roger Cicero nimmt. Er landete 2007 auch im hinteren Drittel, war aber danach sehr erfolgreich.

      • Das stimmt natürlich, ich dachte vor allem an Sisters, Levina, Jamie-Lee, Cascada, Alex Swings Oscar Sings etc. die Liste lässt sich fortführen, von daher stimmt es im Grundsatz schon

  13. Sehr schade, Violent Thing hat so großes Potenzial zum Hit zu werden. Aber zumindest bei RTL hört man den Song ab und zu im Hintergrund. Zuletzt bei Let’s Dance

  14. Ich weiß nicht, ob man es so erklären kann. Der ESC mag vielleicht nicht gerade so cool für das breite Publikum sein, aber leider hat man dieser Tatsache mit meist sehr biederen Liedchen Voschub geleistet. Bei Ben Dolic bestünde die Gefahr, als „Bieber-Abklatsch“ durchzugehen und der einstige Teeniestar hat zumindest hierzulande auch nicht mehr so den Riesenerfolg (ich verfolge die Charts aber nicht so genau).

    Stellt Euch vor. Roman Roselly wäre kurz nach seinem DSDS-Sieg für den ESC nominiert worden. Da hätte es sich wohl nicht so negativ auf die Verkaufszahlen ausgewirkt. Ist aber alles nur Spekulation.

  15. Der Song ist mir abgesehen von der eher nervigen Stimme überhaupt nicht in Erinnerung geblieben; er ist einfach nicht besonders doll, sonst wäre es ja bei irgendwelchen Leuten ausserhalb der Bubble hängengeblieben. Dolic ist dazu völlig uncharismatisch und wirkte beim Interview verängstigt, also auch kaum geeignet, das Liedchen zu promoten – das geht gerade heutzutage gar nicht. Und b is jetzt fehlt der Beweis, dass der das Ding live singen kann – also kein Wunder, dass der Erfolg ausbleibt.
    Nächstes Jahr bitte auf jeden Fall Künstler/Song mit Bezug zur deutschen Musikszene und kein Recycling!

  16. Es gibt eine Abstimmung zum ESC 2020 auf dem youtube kanal say eurovision, schon interessant, mit Länderjuries und Televoting
    Wenn es jemand noch anschauen will nicht weiterlesen wegen der Spannung

  17. 1. Platz Litauen 2. Schweiz 3. Bulgarien immerhin 11. Deutschland und die üblichen Verdächtigen auf den letzten Plätzen UK, FRA, ESP

  18. Der ESC ist in Deutschland einfach uncool…. Michael Schulte hat einfach die Nische zwischen Betroffenheit und Schlager „mit in nicht deutsch gesungen“ getroffen 🤷‍♂️
    Sorry, die Charts in D sind echt das letzte, nachdem man sich orientieren sollte. Wahlweise billiger deutschRap, aggrodeutschRap, billiger Schlager oder irgendwas mit Betroffenheit.
    🤮🤮🤮

    • Volle Zustimmung, ESC Frank. Wobei es hin und wieder auch mal ein guter Titel in die Charts schafft.

      Vielleicht sollte man Charts-Erfolge eines ESC-Titels einfach nur als überraschende und erfreuliche Zugabe sehen. Weil m.E. der Charts-Erfolg nebensächlich ist, ist es mir auch egal, ob ein Sänger/eine Sängerin geeignet ist, einen Titel zu promoten. Er/sie soll den Song gut darbieten, darum geht’s. Im Übrigen finde ich Ben Dolics schüchterne Art sympathisch.

      Auch früher war ein Chartserfolg keineswegs immer ein Automatismus. In der Zeit, in der ich mit dem ESC „aufgewachsen“ bin (1984 bis 1997), war eine Platzierung in den Top 30 für einen deutschen Beitrag ein Riesenerfolg, viele kamen nicht in die Top 100 rein (auch so manche Siegertitel nicht, z.B. Celine Dions „Ne partez pas sans moi“).

      • @Mariposa: Ok, „viele“ war in der Tat übertrieben, zumindest was die deutschen Beiträge angeht (Du hattest allerdings Leon vergessen, und Mekado waren nur eine Woche auf 100). Ich hatte wohl zu sehr die internationalen Vertreter im Kopf: Wenn ich da richtig informiert bin, waren die Sieger 88, 89, 91, 92, 94, 95 und 96 nicht in den deutschen Charts.

    • Das Betroffenheitsgewinsel find ich am allerschlimmsten; in der Breite glaube ich ein sehr Deutschland-spezifisches Genre.

      • Ich mag’s auch gar nicht. Aber dann bitte Vorsicht bei Sätzen wie diesem:
        „Nächstes Jahr bitte auf jeden Fall Künstler/Song mit Bezug zur deutschen Musikszene und kein Recycling!“ 😉

      • ALach, der war gut! Aus meiner Sicht dann eher einer der hier vielgescholtenen Rapper – aber es ist natürlich auch sonst viel musikalisch viel im Angebot im Lande.

    • Leider war das nunmal die einizige Glücksgriff. Das ist nunmal die bittere Qualität und erkundige Dich mal, wer sich in Deinem Vorfeld als ESC-Fan outet…. „Cool“ sind da wohl eher andere Sachen.

      Ich persönlich richte mich übrigens nicht oder kaum nach den Charts, dennoch mag ich alle deutschen Beiträge seit 2013 außer Schulte und mit Abstrichen noch Elaiza nicht, zum Teil sind sie mir auch verhaßt, weil wertvolle Zeit damit verschwendet wurde. „Ghost“ war als Song durchaus OK. aber eben nur für TVOG, aber nicht für den ESC.

      • @Mariposa: Es ging heute ja in einem anderen Thread um den „wahren ESC-Fan“ (muss der fast alles zur ESC-Geschichte wissen oder nicht?). Vielleicht könnte man, wenn man unbedingt „wahre ESC-Fans“ definieren wollte, ja Folgendes als Kriterium nehmen: Mag jemand den ESC nur, weil sein eigenes Land gerade erfolgreich ist bzw. weil es einen nationalen Hype gibt, oder steht jemand auch zum ESC in Zeiten, in denen das als uncool gilt?

    • @Frank Was auch daran liegt, dass die Künstler und Label Streaming und soziale Medien effektiv einsetzen. Das es auch Pop-Künstler schaffen können zeigen Leute wie Billie Eilish oder Ariana Grande, die beim jungen Publikum sehr gut ankommen und auch noch in vielen Jahren in den Charts sein werden – das sieht im Rap-Business anders aus, welches viel schnelllebiger ist und ich nicht glaube, dass viele Künstler in fünf Jahren noch relevant sind. Bei guter Promotion hätte ich erwartet, dass Violent Thing in den Playlisten besser platziert wird, dann verselbstständigt sich das ganze durch den Algorithmus..

      • @Flori: natürlich is Pop nicht tot und Lena schafft es auch immer wieder in die Charts. Da stecken aber auch große Labels dahinter und das wird gepusht.
        Bei den Charts relevanten Zielgruppen spielt der ESC in Deutschland einfach keine Rolle und was da so relevant ist, finde ich nur zum brechen.
        Das ist in einigen anderen Ländern anders…warum auch immer 🤷‍♂️
        Darum sollten wir ESC-Beiträge nicht an hiesigen Charterfolgen messen…meine Meinung 🙋‍♂️

  19. Hach Deutschland. Das wäre das beste deutsche Uptempo-Ergebnis seit Lena geworden (so zähle ich Roman Lob und Michael Schulte nicht dazu; 4. Platz wäre mir für Ben auch zu hoch gewettet). Was auch nicht schwer wäre, zugegeben 😀
    Und bei Ben darf man eins bitte nicht vergessen: die ESC-Bühne hat ordentlichen Sound, da wären Backings, Tänzer und mutmaßlich Backdrop/Requisiten/Pyro, irgendwas Ansprechendes dabeigewesen. Das wäre auf keinen Fall ein „2 Frauen laufen auf der Bühne einmal von links nach rechts. Ende.“ geworden. Und das wäre für unsere Maßstäbe schonmal ein Quantensprung.
    Ich freue mich, dass ein „Bop“ beim ESC auch mal aus Deutschland kommt. Leider im falschen Jahr. Aber ich höre ihn gerne 🙂

  20. Meine Favoriten wären dieses Jahr folgende gewesen:

    1. Schweiz
    2. Niederlande
    3. Litauen
    4. Slowenien
    5. Italien

    Den von eingen hochfavorisierten Beitrag aus Malta mag ich nicht sonderlich.

  21. „weil „Violent Thing“ so gut in der jungen Zielgruppe funktionieren könnte und alles dazu mitbringt, im Sommer rauf und runter zu laufen.“ Euer Ernst??? Welche junge Zielgruppe meint ihr denn, wahrscheinlich die über 30 Jährigen??? Kenne keine junge Zielgruppe, die diesen Song abfeiern würde. Sorry, Jungs… aber ich glaube, ihr liegt da falsch mit der Einschätzung! Oder ihr kennt die junge Zielgruppen von heute nicht.

    • Der Song kam anscheinend bei keiner Zielgruppe an außer bei einigen Bubbleheads.

      • Sag mal, Dir hat doch auch kein deutscher Beitrag seit 2013 mehr gefallen, nicht mal Schulte ?

      • Elaiza fand ich ganz OK; an Schulte hatte ich mich durchs Radio gewöhnt, ist aber auch nicht wirklich mein Ding. Ansonsten genau, wirklich ein Tiefpunkt nach dem anderen mit dem Produkt „Perfect life“ ganz ganz unten.

    • Ich gehöre ja auch noch zu der berüchtigten Altersgruppe und habe viel positives gehört (national sowie darüber hinaus) und auch auf TikTok läuft es nicht schlecht für Ben, von daher glaube ich schon, dass der Song eher an dem jungen Publikum ist als einige deutsche Beiträge der letzten Jahre

  22. Ich hab neben den ganzen esc-songs die ich höre, und neuerdings ESCape sowieso keine zeit mehr für was anderes. Von daher ist mir eh wurst, was in den charts, spotify,airplay und was es nicht so alles gibt, vorne ist oder läuft. Wichtiger ist doch, wer sich wo aufhält. Ich würde sagen, der esc ist eher für 30/35 jahre+ und das ganze andere eher für -20/25 jahre.

  23. In den Top 100 tummelt sich doch nur Streaming-freundlicher Quark. Rapkünstler, die über Soziale Medien ihre Fans dazu aufrufen, ihre Musik auch über Nacht streamen zu lassen, nur damit sie bessere Chartpositionen erreichen. Die Charts lassen sich heutzutage leichter manipulieren als zu Gracias Zeiten und haben null Aussagekraft mehr.
    Das Problem mit Bens Song ist, dass er außerhalb der Bubble nichts reißen wird. Seine Stimme hat kaum Wiedererkennungswert und vom Sound kommt er leider auch ein paar Jährchen zu spät. Trotzdem viel Erfolg!

  24. Sehe gerade das Video von „Say Eurovision“ und mußte dreimal hinschauen, als Aserbaidschan an den deutschen Beitrag 12 Punkte vergab! Sowas wäre beim richtigen ESC niemals der Fall!

      • Was mich jedoch maßlos geärgert hat: Schweden wurde – trotz eines schwächeren Titels als der von John Lundvik im letzten Jahr – wieder einmal von einigen Juroren mit 12 Punkten verhätschelt und ist in der Endabrechnung auch noch vor Deutschland gelandet. Vielleicht sollten die nationalen Juries nächstes Jahr so besetzt sein, daß Schweden seinen Status als Juryliebling endlich verliert. Irland war in den 90er Jahren von den Juries ebenfalls jedes Jahr mit Punkten überhäuft worden und mit der Jahrtausendwende hörte das plötzlich auf.

    • Ich höre gerade ‚Violent Thing‘, weil ich meine Punkte für den Ersatz-ESC auf ET zusammenschustern muss. Leider kann ich mit Bens Singstimme gar nichts anfangen. Hoffentlich ist es bald vorbei …

      • Das wünsche ich Dir. Bei mir ist der Song schon kurz nach der Absage im Nirvana verschwunden.

      • Jetzt läuft Italien. Was für ein qualitativer Quantensprung. (Und ja, ich mag Alliterationen … 🙂 …)

    • Ich glaube, das ist unser gemeinsamer Tiefpunkt aller ESC-Songs. Dagegen wirkte Dustin the Turkey geradezu clever.

      • Bei euch hat man das Gefühl, es muss alles schlecht gemacht werden, weil es aus Deutschland kommt.
        Fakt ist, die Reaktionen zum Song waren durchweg positiv, siehe Quoten, Rankings, Abstimmungen und Kommentare. Die kritische Stimmen kommen (mal wieder) aus Deutschland.
        Bei manchen ist wahrscheinlich so viel Stolz dabei, dass sie, selbst wenn ihnen der Song gefiele, dies nie zugeben würden.

      • Ist ja schön, dass die reaction video Vlogger den Song toll fanden; Tatsache ist aber, dass das Ding null Impact außerhalb der Bubble hatte.
        Und es ist nun wirklich etwas absurd zu sagen „Ihr findet den Song schlecht, weil er aus Deutschland kommt.“ Das ist ein österreichisch-bulgarischer Song mit einem slowenisch-schweizerischen Sänger; ein Paket, das Deutschland gekauft hat – was ich eher als Kritikpunkt sehe als „doof weil aus Deutschland.“

      • Das ist wohl etwas ungerecht. Der Titel hat tatsächlich Hitpotential.
        Er geht sofort ins Ohr und in die Beine.
        Allerdings fehlt die Bühne, um zu zeigen, dass er den Song tatsächlich performen und singen kann.
        Die bisherigen Auftritte bei den stay at home-Varianten und bei der ersten Vorstellung waren wenig überzeugend.
        Er ist auch nicht gerade der charismatische Typ, der da die super Aufmerksamkeit erhält. Leider.

      • Hallo Shane54, sorry, mariposa und ich sind da etwas hin- und hergesprungen; Tiefpunkt bezog sich auf „Perfect life“, nicht auf „Violent thing“. Die Probleme bei Ben Dolic als Performer sehe ich genauso wie Du.

    • Wow, was für ein konstruktiver und inhaltlich wertvoller Kommentar. Bestimmt kannst du deine Gedankengänge aber noch etwas ausführlicher darstellen.

      • Ich habe gerade keine Lust auf Streit. Warum kannst Du nicht akzeptieren, daß es tatsächlich Leute gibt, die mit dem Song nichts anfangen können ?

        „Produkt“ bezogen 4porcelli und ich auf „Perfect life“, falls daß der Stein des Anstoßes war.

      • Und mir kann man sowieso nichts vorwerfen weil ich sogar DEU09 mochte. 😀
        Und danach alles bis 2013. Lena 2011 ist sogar meine persönliche Siegerin. 🙂

  25. Abstimmungen und Kommentare sind leider vollkommen irrelevant. Wie denn Ben Dolic abgeschnitten hätte, werden wir niemals erfahren. Alles nur Spekulatius.

    • Inwiefern sollen sie bitte irrelevant sein?
      Nicht ohne Grund gibt es das ESC Kompakt Barometer, Wettquoten, die Wiwi-Jury und Youtube Kommentare/Reactions.
      Aufgrund dieser Bewertungen kann definitiv ein Trend erkannt werden.
      Die Sisters hat im letzten Jahr keiner gut bewertet. Ebenso waren die Wettquoten im Keller.
      Dieses Jahr war es eben andersrum, die Bewertungen waren positiv, und dies sogar in der Mainstream Presse.
      Sorry, aber solche Indizien als nichtig abzutun, ist einfach vollkommen realitätsfremd.
      Natürlich haben wir nicht erfahren, wie er abgeschnitten hätte. Liegt auch einfach daran, dass niemand die Performances kennt.

      Ist auch vollkommen egal wie er abgeschnitten hätte, denn kann man immer noch Aussagen über die Songs treffen.
      Und nur weil dir der Song nicht gefällt, ist das noch lang nicht repräsentativ.

      • „Repräsentativ“ ist überhaupt nichts, nicht nur meine persönliche Meinung, sondern die von allen.

        Was Du mit „Mainstreampresse“ meinst, weiß ich nicht. Ich lese FR und taz und da wurde nicht unbedingt euphorisch über das Liedchen (allerdings auch über den ESC generell) berichtet.

      • Wiwi-Jury? *inohnmachtfall*
        Die waren doch letztes Jahr am rumänischen Beitrag beteiligt, und das war ja ein großer Erfolg. 😉
        Und bitte verstehe mich nicht falsch. Ich mag ‚On a Sunday‘ sehr gerne. 🙂

      • @Max Gegenfrage: inwiefern soll es nach VÖ relevant sein, nach Indizien für einen Trend zu schielen? Nützt auch herzlich wenig, weil zu diesem Zeitpunkt das Kind dann bereits Richtung Brunnenboden unterwegs wäre. Ob Songs, Künstler, Verbindungen, Ideen, etc. für höhere Weihen bestimmt sind, muss man VORHER erkennen, schon bei der allerersten Auslese. Die einzig relevanten Indikatoren können nur die sein, die ein mögliches Potenzial bei den genannten Komponenten aufzeigen. Werden die nicht klar definiert, wird die Chose noch subjektiver, als sie es eh schon ist.

        „Sister“ wurde gut bewertet und nicht unbedingt zu Unrecht. Leider fast exklusiv von denen, die ihm bei aller Qualität eine Contestuntauglichkeit hätten bescheinigen müssen, desgleichen gilt für die Visualisierung. Die beiden talentierten Mädels werden ihre Fähigkeiten haben, für das nicht mehr zu rettende Paket war das da schon ohne Bedeutung.

        „Violent Thing“ liegt genau anders. Gestus und Habitus von Ben Dolic harmonieren nicht mit dem Song und dessen Botschaft, soweit ist er einfach noch nicht. Und er kämpft sichtlich in den schwierigen Passagen, auf Kosten von Präsenz und Authentizität.
        Im Studio und theoretisch mag das funktionieren, auf der Bühne wird das hartes Brot. Es wird andere Songs geben, die ihm besser zu Gesicht stehen werden.

        Es ist nicht überliefert, ob diese Mankos bei den Buchmachern bereits eingepreist wurden und wir deshalb im Ranking „nur“ um Platz Zehn oszillierten, was kein Grund zum Frohlocken ist. Denn Fakt bleibt, dass der Wettbewerbsgedanke nur im Kontext mit dem nationalen Erwartungshorizont zieht und keine Extranase jenseits der Kernschichten krabbelt hinter dem Ofen hervor, wenn man hierzulande nicht wenigstens zur Phalanx eines Favoritenkreises zählt.
        Es sei denn, man wüsste oft genug mit Originalität und kreativen Geniestreichen zu überraschen, wofür viele Ebenen geeignet wären. Diese Disziplin fristet bei uns aber ein stiefmütterliches Dasein (warum eigentlich?) und wird deswegen auch nicht beherrscht. Jeder konditioniert seine Zuschauer eben auf seine Weise.

        Apropos: Letztgenannter hätte gern die Nation nach seinen Vorstellungen repräsentiert gesehen. Nicht nach meinen, nicht nach Mariposa’s und schon gar nicht nach denen eines Unterhaltungschefs.

  26. Ich finde das Lied okay, aber Ben Dolic wirkt einfach viel zu unauffällig und blass, ich sehe da kein Charisma oder Showmanship. Er wird im Video als hipper Aufreisser inszeniert, aber das kommt nicht authentisch rüber. Die einzige Action, die das ‚violent thing‘ in Bens Bude erwartet, wird FIFA 20 sein. Ich weiss nicht, vielleicht ein Hotelzimmer verwüsten oder ein Sextape leaken, sowas hilft mit dem Bad Boy-Image.

    • Lach das hast Du mal wieder wunderbar gesagt, Dina – der Kommentar lässt mich hoffen, dass es Dir auch in diesen absurden Wochen soweit OK geht?

      • Hey brother from another mother, danke, soweit geht es mir gut. Die Lage ist ähnlich wie in Europa. ‚Social distancing‘ ist das Motto und auf bessere Zeiten hoffen. Stay safe! Bin jetzt zu müde um deutsch zu denken, sorry. Übersetzung folgt morgen 😉

  27. Ich bin auch froh, daß genügend Fans nicht ihre gute Laune verloren haben. Zu meinem persönlichen Erstaunen habe ich das ESC-Aus relativ schnell verkraftet. Denn momentan gibt es nun wirklich wichtigere Sachen, die wohl alle betreffen.

  28. Es fehlt einfach die große Bühne. Inszwischen wird Violent Thing auch kaum noch im Radio gespielt. Schade da wurde Ben Dolic eine große Chance genommen, sich zu präsentieren. Egal wie er gefunden wurde, ich finde man sollte ihm eine zweite Chance im nächsten Jahr geben. Da könnte man mit ihm einen kleinen Vorentscheid mit 3 oder 4 Songs in der Gartenlaube von Barbara Schöneberger veranstalten, wenn die Präsentation in dem Flohkino von diesem Jahr doch noch zu teuer war. Oder wenn der NDR besonders hip, trendy und groovy sein will, 3 oder 4 Songs auf der Website eurovision.de online stellen und dann die User entscheiden mit welchem Song Kleinben in Rotterdam oder wo auch immer antreten kann für Deutschland.

    • Oder im Fahrstuhl vom NDR, noch kostengünstiger wegen kurzer Anfahrt, und Fahrstuhlmusik ist auch ein Trend der Öffentlich-rechtlichen Sender.

  29. Ich finde „violent thing“als song sehr gefällig aber leider passt ben dolic überhaupt nicht zum song. Mit ausnahme seiner stimme. Und ob seine bühnenpräsenz, seine ausstrahlung und sein talent dazu angebracht sind, ein petition für #bendolic21 zu starten, würde ich verneinen. Neues jahr, neues glück, neue diskussionen. Ich hätte neuerdings gerne gil ofarim.auf deutsch.

    • ich finde ja auch nicht, das er im wahren Leben der Ladykiller ist, wie im Video so suggeriert wird. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, das er auf der Bühne ne Rampensau ist. Oft sind Künstler im wahren Leben total zurückhaltend und schüchtern und drehen nur auf der Bühne so richtig auf. Ich bin mir sicher, das er in Rotterdam deutlich besser abgeschnitten hätte als die Sisters. Wir sind gerade in einer besonderen Situation, da Ben ohne eigenes Verschulden, um den Auftritt beim ESC gebracht worden ist, sollte man ihm im nächsten Jahr eine weitere Chance gegen. Unabhängig davon wie Ben ausgesucht worden ist. Aber er kann ja am wenigstens dafür.

      • Man hat ihn doch jetzt ein paar mal live on stage gesehen. Da haben wir aber eine komplett andere vorstellung was eine rampensau ist.

  30. Einzige Lied die mir gefallen hat wahr Lena und als ich für 3 Tage in Albanien wahr lief in Tirana überall in jeden caffe und trotzdem gab nur 10 Punkte und nicht 12! und das ist etwas besonderes wenn andere Länder das gerne hören bevor ESC bevorsteht, und sowas müsste doch möglich sein !

  31. Gut, dass jetzt – wo der große Trubel erstmal abgeklungen ist – die Maßstäbe bezüglich des deutschen Beitrag von einigen Fans endlich wieder etwas gerade gerückt werden.

    Nich falsch verstehen: „Violent Thing“ ist aktuell und professionell produziert und hätte uns in Rotterdam sicherlich einen Achtungserfolg beschert, aber der ganz große Ohrwurm – sorry, das ist er nicht. Dafür ist die Hookline viel zu sperrig und das Arrangement – wie gesagt, zwar modern – aber auch irgendwie zu beliebig und dudelig.

    Für eine okaye ESC-Platzierung mag das vielleicht reichen, aber damit so klassische Radio- und Spotify-Playlist-Mucke auch kommerziell reüssieren kann, benötigt sie m.E. einen bekannten bzw. bekannteren Namen, z.B. Maroon 5, Justin Timberlake, oder vielleicht im deutschen Kontext Lena oder Nico Santos.

  32. Ich finde den Song eigentlich sehr stark, er ist nicht wirklich modern, vielleicht schafft er es deshalb nicht in die Charts. Es fehlte auch der große TV Auftritt. Das Manko ist sicherlich der Sänger, der einfach keine Ausstrahlung und vor allem keine Bühnenpräsenz hat. Deshalb glaube ich auch nicht, dass der NDR an Ben Dolic festhalten wird.

  33. Der Song ist gut…aber nur für den ESC. Da hätte er funktioniert und einen guten Platz erreicht, so zwischen 10 und 15… aber in den normalen Charts hat der Song keine Chance, einfach zu einfach gestrickt ohne Ecken und Kanten wie der Sänger auch…

  34. Ich finde den deutschen Beitrag besser als die Songs, mit denen wir 2013, 2017 und 2019 angetreten sind und es gibt auch erfreuliche Neuigkeiten. Nachdem Ben beim Wettbewerb von „Say Eurovision“ als Elfter nur knapp an den Top Ten vorbeischrammte, sieht es beim XTRA VOTE 2020 der Internetplattform ESCXTRA deutlich besser aus, denn da wurde Deutschland Fünfter:

    https://escxtra.com/2020/04/12/iceland-xtra-vote-2020-eurovision-final-results/

    Den Sieg holte sich Island vor Litauen und der Schweiz, das Bulgarien im Kampf um den dritten Platz um einen Punkt hinter sich ließ. Letzter wurde Österreich.

    • Das kann ich nun gar nicht nachvollziehen, das Österreich letzter wurde. Russland hätte ich verstanden, aber Österreich. Der Song ist doch gut. Kann auch gar nicht verstehen, warum der langweilige Stuss aus der Schweiz so hochgepuscht wird.

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