Heute Abend wird es nun endlich spannend – wer ergattert im Vorentscheid „Das deutsche Finale 2024“ das Ticket für den Eurovision Song Contest 2024 in Malmö? Seit Woche begleiten wir Euch bereits mit unserer Berichterstattung durch die aufregende Zeit voller Informationen und Spekulationen. Aus anfänglich 693 Einreichungen für den deutschen Vorentscheid wurden in einem aufwendigen Verfahren acht Beiträge für die Liveshow ausgewählt und bereits am 19. Januar bekanntgegeben. Ein neunter Startplatz konnte über die zwischengeschaltete Wildcard-Runde mit der Docutainment-Serie „Ich will zum ESC!“ gefunden werden, in der Musiker Rea Garvey und Tom Neuwirth alias Conchita Wurst 15 Talente coachten.
Getreu dem Motto „Gespielt wird auf dem Platz“ geht es heute nun aber ums Ganze. Durch den Vorentscheid führt erneut Barbara Schöneberger, auf dem Talk-Sofa nehmen die mehrfache ESC-Teilnehmerin Mary Roos, Entertainer Riccardo Simonetti, Schlagerstar Florian Silbereisen und Sängerin Alli Neumann Platz. Auch die deutschen Vertreter des letzten Jahres Lord of The Lost werden in der Show zu sehen sein und sicher von ihren Erfahrungen in Liverpool erzählen.
Zur Wahl stehen heute Abend folgende Acts in dieser Startreihenfolge:
- „Love On a Budget“ von NinetyNine
- „Undream You“ von Leona
- „Always On The Run“ von Isaak
- „Katze“ von GALANT
- „Scars“ von Floryan
- „Tears Like Rain“ von Bodine Monet
- „Oh Boy“ von Ryk
- „Naiv“ von Marie Reim
- „Forever Strong“ von Max Mutzke
Auch in diesem Jahr kann natürlich wieder mit abgestimmt werden: In diesem wie schon im letzten Jahr werden acht internationale Jurys für die Hälfte der Punktzahl die Verantwortung tragen. In jeder Jury sitzen fünf Musik-Professionals, die die Auftritte bis zum Höchstwert von 12 Punkten bewerten. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können per Tele- und Onlinevoting abstimmen. Es ist davon auszugehen, dass beim Online-Voting nur einmal abgestimmt werden kann; per Telefon und SMS sind aber voraussichtlich wieder bis zu 20 Votes möglich. Die Punkte der Jury und des Televotings werden am Schluss getrennt von einander in das ESC-Schema bis 12 Punkte umgerechnet und dann aufaddiert. Genauere Informationen veröffentlichen wir im Laufe des Tages auf ESC kompakt.
Die meisten Blogger*innen von ESC-kompakt werden live im Studio Berlin in Berlin-Adlershof für ordentlich Stimmung sorgen. Das hat ja bereits beim Finale von „Ich will zum ESC“ hervorragend geklappt und ist heute Abend so wichtig wie selten zuvor: Denn heute geht es nicht nur um unseren persönlichen Musikgeschmack – heute geht es um nichts weniger als die nationale Aufgabe, den besten und erfolgversprechendsten Beitrag für den ESC in Malmö zu finden. Welcher Beitrag hat die Kraft eine weitere schlechte Platzierung zu verhindern? In ein paar Stunden werden wir zumindest unsere Wahl kennen.
Das Finale von „Ich will zum ESC!“ startet aufgrund eines ARD Brennpunktes verspätet um 22:20 Uhr. Geplant ist die Show dann bis etwa 00:20 Uhr. Live übertragen wird das Finale in der ARD, zudem gibt es einen Stream auf eurovision.de. Wir werden die Show in diesem Live-Blog mitverfolgen. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr die Geschehnisse unter diesem Beitrag kommentieren.
Herzlich willkommen zum Live-Blog zum deutsche Vorentscheid, dieses mal wird live aus der heimlichen ESC-Hauptstadt Hannover gebloggt! 😉
Nun ist es also endlich soweit – schiebt alle Prognosen und erhitzten Diskussionen beiseite, lehnt Euch zurück und wir schauen zusammen, was uns die neun Teilnehmenden bieten werden. Die große nationale Aufgabe in Malmö mindestens Platz 25 zu erreichen, soll und muss doch bitte mal wieder gelingen!
Was erwartet Euch? Nun – allen voran ein erneut gut gelaunter Blogger, der relativ unvoreingenommen das Finale von „Das deutsche Finale 2024“ für Euch begleitet. Wie für unsere Live-Blogs üblich, werde ich die Auftritte kurz beschreiben und mit Punkten zwischen 1 bis 10 bewerten. Bestimmt kann ich mir auch die ein oder andere persönliche Einschätzung über eine „ESC-Tauglichkeit“ nicht verkneifen.
Auch heute ist mein Glas wieder halbvoll – allerdings ist der Wein ebenfalls kalt gestellt. Man weiß ja im Vorfeld nie, ob beim deutschen Vorentscheid Alkohol benötigt wird. Erneut gelobe ich, den Abend wertschätzend, aber ehrlich zu begleiten. Übrigens erhoffe ich mir das von Euch auch. Viele Menschen rund um den Vorentscheid und vor allem unsere Teilnehmenden geben sich alle Mühe ihr Bestes zu geben. Das verdient erstmal Respekt, selbst wenn das Ergebnis nicht gefallen sollte.
So, in ein paar Minuten geht es los – ich flitz nochmal (schon ein bisschen aufgeregt) aufs Tütü und bin gleich wieder für Euch da.
ES IST SOWEIT!!!! Schock – Applaus, Jubel. CHAKKA!
Für einen ganz kurzen Moment dachte ich, sie hätten tatsächlich Loreen eingeladen – aber es war doch „nur“ Barbara, die sich aus einer Sonnenbank schälte. Kann man machen – und irgendwie muss die Show ja eröffnet werden. Barbara erzählt auf jeden Fall erstmal wieder von ihrem guten Gefühl, dass sie aber ja auch jährlich beseitzt und stellt dann bereits fix unsere Teilnehmenden vor.
Die Stimmung in der Halle scheint schonmal hervorragend zu sein – zumindest so lang, bis Barbara „Ein bisschen Frieden“ anstimmte. Auch die heutigen Sofagäste werden kurz vorgestellt – danke an dieser Stelle an meinen Arbeitskollegen Tizian. Dank ihm weiß ich jetzt auch wer eigentlich Alli Neumann ist.
Hmm… während Florian und Babsie über ihre Zahnprobleme sprechen (*wtf), schaue ich mal durch das Publikum und suche unsere lieben Blogger*innen. Habt ihr sie schon entdeckt? … Und warum ist eigentlich Florian Silbereisen schon wieder auf dem Sofa? … Ich versteh es nicht. Mary Roos ist allerdings mal wieder zum knuddeln süß und Riccardo ist einfach Fan Riccardo.
So, endlich der erste Auftritt.
1. NinetyNine – Love On A Budget
Der fast zwei Meter große Daniel alias NinetyNine aus Hamburg macht uns den Anfang – und er ist nicht allein auf der Bühne. Um ihn herum hat sich eine kleine Band aus einem Schlagzeuger, einer Bassistin und einem Gitarristen formiert. Wer davon ist wohl sein angeküdigter Bruder? Auch wenn das nicht unbedingt kreativ oder neu ist, passt die Band durchaus zum fröhlich-relaxten Lied. Auf dem Backdrop sehen wir die Skyline einer Stadt im Sonnenuntergang, dazu werden auf die Häuser schwarz-weiß Bilder projiziert, die Fans im Vorfeld einsenden konnten. Das hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber so findet sich vielleicht der ein oder andere von Euch auf der Bühne wieder. Vor dem letzten Refrain wurde das versprochene Gitarrensolo eingefügt, welches gut funktioniert und das Lied ein kleines bisschen mehr Dynamik verleiht. Gesanglich war da noch Luft nach oben und ich sehe „Love On A Budget“, selbst wenn ich es selbst sehr liebgewonnen habe, auch weniger beim ESC als im Radio. Alles in allem wünsche ich Daniel eine tolle Zeit mit und rund um den deutschen Vorentscheid, einen hoffentlich weiteren und großen Schritt in seiner Karriere – kann aber leider keine Empfehlung für den ESC aussprechen. Insgesamt komme ich auf wohlwollende 4 Punkte.
2. Leona – Undream You
Und schon wird es zum ersten mal sehr ruhig heute: Das von der norwegischen Sängerin und Songwriterin Elsie Bay mitgeschriebene „Undream You“ von Leona beginnt sehr ruhig. Anfangs nur von einer akustischen Gitarre begleitet, singt Leona von ihrem Liebeskummer. Auf dem Backdrop sehen wir in bräunlich abgesetzten Tönen das Gesicht von Leona, während sie uns in weiß-beigem kurzen Kleid mit Kopfüberwurf von ihrem Liebesleid singt. Ansonsten ist die Bühne in dunkler, blauer Farbe getaucht. Dazu kommt Bodennebel und drei Lichtstrahler, die auf Leona gerichtet sind. Das Besondere an diesem Auftritt: Es wird nahezu auf stationäre Kamerabilder verzichtet, stattdessen kommt eine Steady Cam ähnlich zu ihrem Musikvideo zum Einsatz. Dadurch wirkt der Auftritt etwas natürlicher und nahe an ihr dran. Das ist definitiv ein guter Einfall und sollte auch in Malmö beibehalten werden, sofern sie es schafft, den Vorentscheid zu gewinnen. Ich fühle mich ein kleines bisschen verzaubert, störe mich aber leider weiterhin an der kontraproduktive Rückung zum letzten Refrain. Für den ESC entdecke ich ausser der schön eingefangenen Performance leider wenig, weshalb Jurys und Televoting zu Punkten greifen sollten. 5 Punkte
Nun wird wieder ein bisschen auf dem Sofa gequatscht und ein paar Stationen aus der Karriere von Mary Roos gezeigt, das nutze ich mal kurz dazu, um Euch vorzuwarnen: Falls ich mal eine Weile nicht reagiere, liegt das eventuell an Ladeproblemen. Die entstehen aufgrund der vielen Zugriffe zur Zeit ab und an. Aber ich bleibe hartnäckig und zusammen stehen wir das schon durch!
3. Isaak – Always On The Run
Schluss mit der Ruhe, hier ist Isaak! Das musikalische Vorgeplänkel fiel der Schere zum Opfer und so werden wir quasi direkt in das kraftvolle Lied geworfen. Daran muss man definitiv nochmal nacharbeiten. Das YouTube-Casting „Show Your Talent“ konnte der authentische Musiker im Jahre 2021 bereits gewinnen, folgt nun der nächste große Sieg? Stimmlich ist das schonmal großes Kino und kann mit musikalischen Größen wie beispielsweise James Arthur und Lewis Capaldi durchaus mithalten. Isaak hat keine Choreographie auswendig gelernt, was bei dieser Art von Musik auch sicher nicht geeignet wäre. Auf dem Backtrop fliegen verschiedene Rechtecke und Linien von Lichtern heran, die im Refrain wie eine Großstadt wirken. Das sieht gut aus, fast schon dreidimensional, dynamisch und gibt dem Hintergrund Tiefe. Aber auch hier könnte man für Malmö sicher noch ein passenderes Staging finden (vielleicht angelehnt an sein Musikvideo?). Das Lied selbst ist für den ESC vielleicht ein bisschen zu glattgebügelt und zum Ende hin wird etwas zu redundant (hier könnte man sicher das ein oder andere „run-run-run“ cutten), sollte aber von Radiostationen unbedingt aufgegriffen werden. Das Publikum ist zum ersten mal richtig begeistert: Insgesamt gebe ich überzeugte 7 Punkte.
4. Galant – Katze
Ist das jetzt eine Hommage oder angelehnt an die Neue Deutsche Welle der 80er? Ganz egal, der eigenwillige Elektrosound gefällt und fällt erstmal auf. Auch das Bühnenbild ist wohlüberlegt: Im Hintergrund stehen mehrere alte TV-Röhren aufeinander, Paul und Mona stehen mit zwei Mikrofonständern direkt davor. In dunkler und roter Farbwelt getaucht kommt auch Nebel zum Einsatz, der wie Dampf hinter der TV-Installation ausschaut. Paul und Mona geben Gas, haben Spaß und auch Monas Tatzen-Performance sitzt genauso wie ihr Gesang. Das kommt richtig gut rüber! In meinen Augen kommt das eigentlich elektronisch etwas unterkühlte Lied durch den Liveauftritte noch viel viel besser rüber als nur in der Audiovision. Mir gefällt das sehr, ich schaue gerne zu, die beiden versprühen Charme und haben Ausstrahlung und ich gebe hier ebenfalls richtig gut gelaunte 7 Punkte.
5. Floryan – Scars
Nun ist der überraschende Wildcard-Gewinner Florian Rößler alias Floryan auf der großen Bühne des deutschen Vorentscheides. Und das ist sicher schonmal ein Erlebnis für den sympathischen ESC-Fan. Ich drücke ihm sämtliche Daumen, dass er diesen Auftritt extrem genießen kann und sich nach dem Vorentscheid viele Türen für ihn öffnen werden. Gesanglich wirkt das auf mich heute sicherer als noch im Finale von „Ich will zum ESC“ (die hohen Stellen werden auch von einem anderen Sänger unterstützt), leider versickert das Lied „Scars“ aber weiterhin in seiner ausbaufähigen Produktion. Auch die Bühne tut leider nicht viel für Floryan (ganz im Gegenteil) und spart mit Höhepunkten. Vielleicht wäre mit einer längeren Vorlaufzeit hier mehr drin gewesen. Ein grauer Backdrop, ein paar Lichter, in der Mitte Floryan, eine Kamerafahrt zum Ende hin, das war’s. Es wirkt, als wäre vergessen worden, das auch „Scars“ eine gewissen Inszenierung benötigt hätte – nichtmal ein Backgroundchor unterstützt Floryan, obwohl das Audio dieses nahelegen würde. So kann das definitiv nicht nach Malmö geschickt werden, um einen guten Platz zu erreichen. Mit größter Sympathie für Flo, aber im fairen Vergleich, kann ich dafür nur 3 Punkte vergeben.
6. Bodine Monet – Tears Like Rain
Bodine beginnt singend im Blätterwald. Das finde ich sehr schön eingefangen. Irgendwann wird der Blätterwald allerdings hochgefahren, das wirkt etwas merkwürdig. Nach dem ersten Refrain kommen vier Backgroundsängerinnen zusammen auf die in warmen rot-gold getauchten Bühne. Ihr helles Flower-Power Kleid mit Tulpenärmeln verdeckt ihre Füße. Ist sie barfuß auf der Bühne? Egal, das ist ein sehr beschwingter guter Auftritt, der durchaus gute Laune macht. Der Refrain brennt sich schnell in die Gehörgänge, Bodennebel und von der Decke fallender Goldregen unterstützen das optisch ansprechende Bühnenbild. Bodine singt gut, kommt sympathisch rüber und spielt ein wenig mit der Kamera. Zum großen Wurf fehlen dem Lied vielleicht noch ein paar Trommeln und Flöten, aber das kann sich durchaus so sehen lassen. Ein sympathischer Auftritt, mit dem sowohl vereinzelte Jury-, als auch Televoting-Punkte möglich wären. Ich vergebe gut gelaunte 6 Punkte.
7. Ryk – Oh Boy
Ich bin ein bisschen überrascht, das Ryk bei den internationalen Wetten so gut darsteht, wie es aktuell der Fall ist. Das heißt allerdings gar nichts, wenn es um das deutsche Televotingpublikum geht. Hier fallen schwere und ruhige, fast schon künstlerisch interpretierte Klänge gerne mal komplett durch. Dafür muss diesmal eine Performance und ein Staging her, die die Zuschauer an das Lied bindet. Für mich gelingt das durchaus mit kleinen aber effektiven Lichtspielen, die sehr gut die Atmosphäre des Liedes unterstützen. Anfangs sehen wir nur die angeleuchteten Augenpartie von Ryks Gesicht. Im Hintergrund wabern goldene Schallwellen, die weiter entfernt auch wie farblose Nordlichter wirken. Zum auftürmenden Refrain erhebt sich hell-gleißendes Licht. Sehr beeindruckend, auch wenn es live wahrscheinlich noch beeindruckender ist und nicht komplett gut von der Kamera eingefangen wird. Bodennebel tut sein übriges und stimmlich ist Ryk gut. Es kommen noch rötliche und magentafarbende Farben hinzu, die wie pink-rote Nordlichter wirken. Es ist kein Geheimnis, dass ich „Oh Boy“ schon vom Audio mindestens als Juryfutter empfinde – zusammen mit der Inszenierung glaube ich aber sogar auch an Televotingpunkte. Mein bisher klarer Favorit und meines Erachtens auch die bisher klar beste Chance auf eine gute Platzierung in Malmö. Trotzdem bin ich mir unsicher, ob Ryk auch vom Publikum gewählt wird. Es wurden in der Vergangenheit schon so einige Chancen liegengelassen. Zu recht sehr großer Applaus und Standing Ovations: 9 Punkte.
8. Marie Reim – Naiv
Sozusagen das schmissige Gegenprogramm erleben wir jetzt bei Marie Reim, die auf einer hellen Treppe beginnt, durch deren Ritzen Licht strahlt. Das ist durchaus wirkungsvoll. Marie inszeniert sich als Schlagerdiva, auch das passt, trotz ihrer jungen Jahre. Mit ihr zusammen sind noch vier Tänzer auf der Bühne, die anscheinend gern ihre Brust zeigen. Die Zielgruppe ist also auch versorgt. Mutter Michelle sitzt im Publikum und darf mit diesem Auftritt sehr zufrieden sein, auch wenn gesanglich noch Luft nach oben ist. Insgesamt ein sehr vernünftiger Auftritt, auch hier wird mit guten Lichteffekten gearbeitet (vielleicht kommt die Performance aber ca. 20 Jahre zu spät). Im Verlaufe des Liedes lassen die Tänzer ihre Westen fallen. Passt soweit. Mir persönlich wirkt die Produktion des Liedes weiterhin zu „alt“, zusätzlich in den Strophen nicht satt genug und hat nicht viel mit heute modernem deutschen Schlager zu tun. Der Text bringt mich persönlich zur Verzweiflung, aber den würde in Malmö eh kaum jemand verstehen. Ich persönlich denke aus den zuletzt genannten Gründen nicht, dass „Naiv“ die beste Wahl für Malmö ist. Aber man kann wohl sagen, dass Marie das beste aus dem Lied herausgeholt hat und heute auch Chancen auf den Gewinn des Televotings besitzt. Insgesamt gebe ich 5 Punkte – auch im Hinblick darauf, dass ich denke, dass sich außerhalb der Schlager- und ESC-Bubble nicht viele Fans für „Naiv“ generieren lassen. Aber, ich lasse mich auch sehr gern vom Gegenteil überzeugen.
9. Max Mutzke – Forever Strong
Max kommt mit perfekter Story zum deutschen Vorentscheid – 20 Jahre nach seinem großen ESC Hit und Karrierestart kehrt er zurück auf die Bühne des Vorentscheides und will noch einmal zum ESC. Mit Hut, dunklem Anzug und weißen Sneakern steht Max anfangs auf dunkler Bühne im Licht eines Scheinwerfers. Im Laufe des Liedes färbt sich die Bühne in rot und schwarz, und auf dem Backdrop werden die Worte „Forever Strong“ eingeblendet. Sonst passiert eher wenig – aber tatsächlich muss es das nicht. Max trägt durch seine Ausstrahlung und seiner starken Stimme das komplette Lied und schafft es, selbst ein so generisch vor sich hinfließendes Lied zumindest vernünftig zu verkaufen. Allerdings scheint er auch aus „Forever Strong“ mehr herausholen zu wollen, als das Lied eigentlich hergibt, das wirkt ab und zu übertrieben. Auch hier kommt wieder die Steady Cam zum Einsatz um Max noch näher zu kommen. Allerdings – Max war letztes Jahr vom reduziertem Finalauftritt des italienischen Superstars Marco Mengoni begeistert. Da kommt er mit seinem relativ eilig komponierten und produzierten „Forever Strong“ für mich überhauot nicht nicht ran. Sollte er nach Malmö gelangen, könnte ich mir vorstellen, dass es vielleicht vereinzelte Jurypunkte für seine Stimme gibt. Ich habe aber Angst, dass das nicht ausreicht, um annähernd in die Top 20 zu gelangen. Als Pausenact hätte ich mich über diesen Auftritt gefreut, innerhalb des Wettbewerbes bin ich allerdings skeptisch und vergebe leider nur 4 Punkte.
So, wie schauts bei Euch aus? Werden schon Wetten angenommen, wieviele Schnelldurchläufe wir heute zu sehen bekommen?
Meine persönliche Überraschung des Abends waren ganz klar Galant, nach Malmö schicken würde ich wohl Ryk. Ich glaube das Juryvoting könnte Ryk oder Max gewinnen, das Televoting Marie oder Max. Was denkt ihr?
Endlich: Mit Lord of the Lost sind endlich auch mal letztjährige Teilnehmer*innen beim Vorentscheid eingeladen. Danke lieber NDR, es geht doch. Die warmen Worte von Chris und Band machen auch wirklich Mut, dass vielleicht auch andere Musiker*innen es mal mit dem ESC versuchen. Es folgt allerdings kein neuer Song oder Auftritt der sympathischen Hamburger, sondern Schnelldurchlauf Nummer 2.
Oha, es folgt an dieser Stelle bereits das Juryvoting – und das noch während weiter abgestimmt werden kann. Das hatten wir auch noch nicht oft.
Schweiz (mit Luca Hänni)
12 P.: Ryk, 10 P.: Isaak, 8 P.: Marie Reim
Kroatien
12 P.: Bodine Monet, 10 P.: Leona, 8 P.: Max Mutzke
Spanien (mit Alvaro Soler)
12 P.: Marie Reim, 10 P.: Galant, 8 P.: Isaak
Litauen
12 P.: Max Mutzke, 10 P.: Galant, 8 P.: Isaak
Großbritannien (mit Kathrina von Kathrina & The Waves)
12 P.: Isaak, 10 P.: NinetyNine, 8 P.: Max Mutzke
Island
12 P.: Galant, 10 P.: Bodine Monet, 8 P.: Isaak
Österreich (mit Cesar Sampson)
12 P.: Isaak, 10 P.: Max Mutzke, 8 P.: Bodine Monet
Schweden
12 P.: Ryk, 10 P.: Isaak, 8 P.: Galant
Was für ein wildes Juryvoting! Vorn liegt Isaak, dahinter Max Mutzke und Bodine Monet. Es folgt Galant und dann kommt erst Ryk. Ein durchaus überraschendes Ergebnis, findet ihr das auch? Für Galant freue ich mich sehr, das maue abschneiden von Ryk ist für mich sehr überraschend, aber Geschmäcker sind halt verschieden. Momentan scheint für mich alles auf einen Sieg von Max Mutzke zu deuten. Ich glaube (noch) nicht, dass Isaak auch das Televoting für sich entscheiden kann (auch wenn ich es ihm gönnen würde) – aber was weiß ich schon!
Nun also ein ABBA-Medly. Sehr kreativ. Nicht! Ob diese „Playbackshow“ mit einigen der größten ABBA-Hits nun wirklich sein musste, mag jede*r für sich entscheiden. Auf mich wirkte das sehr befremdlich.
Barbara drückt auf die Tube – nach dem Medly (wo war eigentlich Ryk dabei?) nun schon das Televoting:
1 P.: Leona (insgesamt 3 Punkte)
2 P.: Floryan (insgesamt 3 Punkte)
3 P.: NinetyNine (insgesamt 6 Punkte)
4 P.: Bodine Monet (insgesamt 12 Punkte)
5 P.: Galant (insgesamt 11 Punkte)
6 P.: Marie Reim (insgesamt 10 Punkte)
8 P.: Ryk (insgesamt 13 Punkte)
10 P.: Max Mutzke (ingesamt 20 Punkte)
12 Punkte für Isaak! Ich glaubs ja nicht!
Damit gewinnt Isaak doch relativ überraschend den deutschen Vorentscheid „Das deutsche Finale 2024“ mit insgesamt 24 Punkten! Jetzt lass ich aber die Sektkorken knallen (meine armen Nachbarn) und freue mich sehr für ihn! Meine Glaskugel habe ich allerdings an die Wand geworfen.
Meinen herzlichsten Glückwunsch!
Ich freue mich wirklich sehr für Isaak – für einen so sympathischen Musiker kann man sich nur freuen! Ein Radiohit dürfte geboren sein und mit einem guten Startplatz und einem guten Auftritt könnte das auch in Malmö hoffentlich auch ankommen. Nur bitte, bitte nochmal das Lied neu kürzen. Der schnelle Anfang – das funktioniert vielleicht in einer Show wie dem deutschen Vorentscheid, aber nicht in einer so großen Show wie dem ESC!
Vielen Dank an alle, die mit dabei waren. Auch wenn mir der Live-Blog immer wieder abgeschmiert ist, hoffe ich, dass ihr viel Spaß hattet. Gute Nacht aus Hannover, schlaft gut und seid nett zu- und übereinander!
Über den Siegersong „Always On The Run“ von ISAAK und die Sendung „Das deutsche Finale 2024“ sprechen wir auch am Samstag um 11:15 Uhr in einem ESC kompakt LIVE.
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Okay, gleich eskaliert’s hier.
Isaak und Galant waren bis jetzt die besten. Bodine gefällt mir die Studio leider besser. Bodine ist trotzdem meine Favoriten
Skandal, wenn Ryk nicht gewinnt!
Skandal, wenn er gewinnt.
Atemberaubend. Wow wow wow!!!
Was für eine große Sch……e. Last es doch gleich ganz und hört auf solchen Mist den Leuten vorzusetzen .
Wieso muss das so ei Rotz dein schaut euch die anderen Länder an die stecken ❤️ Blut rein aber dashier ist wirklich das letzte .
Mein Tipp. Schau Bibel TV
Gibt mir nichts.
So und das war jetzt eher Favorit?????
Na dann gute Nacht.
Ich fand es ziemlich grauenvoll, damit hat er dann beste Siegvoraussetzungen.
Wird schwer für Max, Ryk stimmlich outzuperformen.
Kommt gut rüber, ohne Schnickschnack
Normalerweise würde ich sagen,das Ding ist gelaufen.
Wenn Max nicht käme.
Ok durch die Live Version verstehe ich was alle in Oh boy sehen.
Naja für mich fehlen noch 10% Stimme, aber es ist trotzdem unser bestes Song für Malmö
Ryk komplett kaputtgeleuchtet
Ich war kein Fan der Studioversion, aber das ist mit ABSTAND das Beste. Uns ist nicht zu helfen, wenn wir das nicht nach Malmö schicken.
Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen, aber ganz stimmig fand ich Ryk nicht. Er muss trotzdem gewinnen.
Der vmbeste Auftritt de Abends!
Also bodine fand ich besser als Ryk und selbst Isaak ist fast auf gleicher Höhe.
Startnummer 7 BRAVO 👏👏 MUSS ZUM ESC
Ok Ryk hat mich heute richtig bekommen…. bei großen Finale Pipi in den Augen. WOW , er hat um sein Leben gesungen 😍
7.ryk
solide gut gesungene ballade aber auch keine neuerfindung in dieser hinsicht – 5/10
Da gibt es nix zu deuten, Ryk hat geliefert.
Wow. Aber reicht es?
Ryk sehr beeindruckend, bisher hat mich der Song nicht so richtig gepackt, aber jetzt hat es klick gemacht. Klasse!
Das war nen Auftritt.
Sehr Epochal. Gefällt mir.
Ich ändere meinen tip und sag jetzt max gewinnt
Das war einfach nur schön. Toll gesungen, tolles minimalistisches Staging passend zum Song. Sogar die Lichteffekte und der Nebel waren passend. Definitiv bisher das beste
Gut abgeliefert ryk. Mal schauen ob das reicht.
Der vmbeste Auftritt des Abends!
Guter Auftritt von Ryk. Da gibts nichts zu meckern. Von der Inszenierung hätte ich mir nach den euphorischen Probeberichten mehr erwartet.
jetzt wird der standardzuschauer sicher verwirrt sein.😃
Der Song hat eine besondere Spannung. Ich bin die ganze Zeit an seinen Lippen geklebt.
Also ganz ganz starker Auftritt
Ich war so berührt und hatte Gänsehaut bis zur Decke😍😍😍
Ryk nimmt mich leider nicht so mit. Die Bühne ist super, aber das Lied und der gesamte Auftritt sind mir zu gewollt. Das ist was für die Bubble, aber es wird Deutschland nicht erobern. Schade. Da fand ich Isaak und Galant wesentlich besser.
Hm. Hab mir das irgendwie anders vorgestellt.
Naja, die Startreihenfolge wurde mit Sicherheit nicht gelost.
Ryk, Damit kann ich mich nicht anfreunden
„Tears Like Rain“ von Bodine Monet – 1/10
„Oh Boy“ von Ryk – 2,5/10
Gesanglich am besten bisher, aber das Lied ist für mich auch in der Livedarbietung zu schwach. ALso irgendso ein Moment wo es funkt gibt es nicht, es plätschert 3 Minuten im Hall vor sich hin mit überleuchtung. Glaube überraschenderweise werden meine Stimmen daher an Katze gehen, fand es hatte Live den meisten Charme.
Kann es sein, dass die Musik bei Ryk nicht so gut aus gesteuert war? 🤔 Ich empfand die Soundeffekte waren leider teilweise lauter als sein Gesang. Der Gesang hätte etwas lauter ausgesteuert werden müssen.
Trotzdem mein Favorit!
Nun das Michelle-Double und diese Bezeichnung verdient sie vom ganzen Herzen.
Wow Ryk. Gänsehaut!
Ryk war atemberaubend.
Ryk, toll gesungen, ein attraktiver Mann und definitiv mehr Emotionen vermittelt als 2018. Von der Inszenierung ähnlich wie bei Bodine, da hat was gefehlt, da konnte bisher nur Galant überzeugen fand ich.
Eric Philippi im Hintergrund beim Interview von Michelle, da er eben mit Michelle in einer Beziehung ist! Den Eric würde ich auch gerne mal in einem Vorentscheid sehen.
Boah geht mir das auf den Keks wie hier die ganze Zeit die beiden großen acts beworben werden, jetzt auch noch von Mami. Das ist doch schon Wettbewerbsverzerrung
dieses ganze: ich kennen diesen oder jene nervt. Vitamin B ist kein Auswahlkriterium…was machen die gleich bei Max? 😀
Stefan Raab?
Jetzt die Tochter von. Marie: das ist too much!
7) Ryk: Ja, das war in der Tat gut. Sehr stimmungsvoller Titel und toll gesungen. Auch die Effekte gefielen mir sehr gut.
Wäre ebenfalls ein würdiger Vertreter für Deutschland. Da haben die Blogger nicht zu viel versprochen.
Wenn nicht Marie oder Max, dann Bodine.
ist das jetzt ein umgestalteter gardinenvorhang oder der mir völlig unbekannte orangefetisch?
das muß definitiv noch geklärt werden. 😆
Also tut mir leid, aber was soll der gefühlt 20-minütige Talk mit Michelle? Wie viel Geld ist da in die Kaffeekasse des NDR geflossen?
Mal schauen, wie lange Max angekündigt wird.
Hätten sie Reim einfach gleich nominieren soll.
Ryks Auftritt war das erste mal bei einem deutschen Vorentscheid, dass mit Staging und Lichteffekten etwas erzeugt wurde.
Oje,die ersten Töne von Marie klingen ja schon schlimm.