Schwedens Beitrag für den ESC 2021: „Voices“ von Tusse

Tusse vertritt mit dem Titel „Voices“ Schweden beim Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam. Der Beitrag setzte sich am Samstagabend beim Finale des Melodifestivalen 2021 in einem engen Rennen gegen die anderen elf Beiträge durch und verwies Eric Saade und The Mamas auf die Plätze. Hier der Live-Blog vom Finale.

Am Ende kam es so, wie es die Buchmacher vorausgesagt hatten: Tusse holte sich mit deutlichem Abstand den Sieg des Melodifestivalen 2021. Schon bei den internationalen Juroren hatte Tusse vorn gelegen. Es galt für Eric Saade, mindestens zehn Punkte mehr zu holen. Das gelang ihm nicht. Denn 96 Punkte bekam Tusse von den Zuschauern, Eric hatte hier nur 49 Punkte bekommen. Damit war der Sieg von „Voices“ ein Faktum.

„Voices“ ist ein moderner Popsong mit RnB-Einsprengseln. Geschrieben wurde er von Joy Deb, Linnea Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt und Anderz Wrethov.

Der 18-jährige Tusse Chiza gewann 2019 das schwedische DSDS, das dort Idol heißt. Bereits damals soll Christer Björkman als Gast-Juror gesagt haben, dass Tusse jederzeit beim Melodifestivalen willkommen sei. Im Sommer 2020 hat Tusse an verschiedenen Songwriting-Camps für das Melodifestivalen teilgenommen. Laut Aftonbladet hätten die Mello-Produzenten auch ganz gezielt nach Liedern für den Idol-Sieger gefragt. Nun hat er also das gesamte Festival gewonnen.

Beim Melodifestivalen traten in vier Halbfinalen zunächst jeweils sieben Acts gegeneinander an (hier geht es zu Halbfinale 1, Halbfinale 2, Halbfinale 3 und Halbfinale 4). Die beiden Erstplatzierten erhielten sofort ihren Platz im Finale. Die jeweils Dritt- und Viertplatzierten musst hatten in der Andra Chansen eine zweite Chance. Im Finale standen damit zwölf Beiträge.

Das Finale wurde in diesem Jahr ebenfalls ohne Publikum aus dem Annexet, einer Eventhalle im Süden Stockholms, vom schwedischen Fernsehen SVT produziert. Die Moderation übernahmen der ESC-Sieger Måns Zelmerlöw und die Schauspielerin Shima Niavarani – und natürlich Christer Björkman.

Schweden geht beim Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam in der ersten Hälfte des ersten Halbfinales am 18. Mai an den Start. Sollte sich das Land mit dem gewählten Beitrag dort für das Finale qualifizieren, kämpft es am 22. Mai um den ESC-Sieg.

ESC-Barometer

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ESC-Barometer: Wie gefällt Dir der schwedische Beitrag „Voices“ von Tusse?

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150 Kommentare

  1. Der Song ist die Blaupause eines schwedischen ESC-Beitrages; glatt, kalkuliert und berechenbar bis in jede Note. Nicht so mitreißend wie die schlageresken Songs von ’17, ’19 und ’20, aber auch nicht so eigensinnig-unsympathisch wie ’16 und ’18, eben irgendwie die goldene Mitte: Gefällig, hallt aber nicht lange nach. Das Staging ist auch ein bisschen 2019 reloaded (da war es aber mehr auf dem Punkt) und speziell für schwedische Verhältnisse geradezu einfallslos.
    Ein Diversity-Probelm hatte gerade Schweden beim Mello ja eigentlich nie, schon gar nicht in den letzten Jahren, als All-Black-Act ist das natürlich trotzdem sehr zeitgeistig und die Inszenierung lässt sich ja auch ein wenig in Richtung BLM interpretieren; schön wäre da jetzt aber auch ein kantigerer Song gewesen, der der Thematik auch gerecht wird. Bei der Juries sichere Top 3, im Televoting eher Platz 10 abwärts.

    • Ich finde auch, dass Schweden so einen glatten Song nicht nötig hat. Das typische ESC Songwriter Team hat eben einen typischen ESC song mit bereits ESC getesteter Phrase zusammengebaut. Ich hätte mich ja über die Mamas gefreut, die hatten wieder einen echt eingängigen Song.
      Glaube auch, dass es hier eher die Sympathie war. Ist ja auch in Ordnung…

      Kurzer Zwischenstand: sowohl die ganz schlimmen, mittelmäßigen und krass guten Songs sind dieses Jahr vertreten, mit dem Schwerpunkt im Mittelmaß. Aber sehr bunte, unterschiedliche Beiträge und teilweise gar nicht so hochmoderne Songs erinnern mich an einen ESC, wie er vor 10 Jahren hätte aussehen können.

  2. Ein kleiner queerer Junge aus dem furchtbaren Herz der Finsternis Kongo flieht ohne seine Eltern übers Meer nach Schweden steigt märchenhaft wie ein Phönix auf und gewinnt mit einem Lied über die Einheit der Welt. Mei, ist dat schön…

    • das ist aber verdammt harter tobak,leider nur fernab der realität wenn ich mir die real existierende situation in einigen größeren schwedischen (vor)städten genauer anschaue.
      da liegt vieles im argen und ich habe manchmal das gefühl,daß der ESC quasi eine abstrakte kompensation dieser eigentlich selbst geschaffenen probleme darstellt.
      man tut wohl buße oder so was ähnliches.
      darf ich solch ketzerische sätze hier noch schreiben oder steigt mir gleich der aktivistenbunker schwer auf’s dach?
      @“wokster“ hier: jehova,jehova – ich hoffe,euch ist der humor noch nicht ganz abhanden gekommen. 😀

  3. Mein schwedischer Freund hat mich zuerst beim Melodifestivalen Schauen erwischt – weil er den ESC und vor allem das Melodifestivalen ganz schlimm findet, verheimliche ich ihm das ja lieber. Als er aber Tusse gesehen hat, war er plötzlich auch interessiert, den findet er nämlich „very very sympathic“. Das Lied war ihm egal („quite ugly“), aber er wollte unbedingt, dass Tusse gewinnt. Schließe daraus, dass die 96 Punkte im Televoting vor allem Sympathiepunkte waren, und Tusse wohl wirklich ein feiner Kerl ist.

  4. Kürzlich habe ich schon erwähnt, dass der maltesische Beitrag erst am Montag veröffentlicht wird. Wie ich nunmehr erfahren habe, ist man damit aber nicht alleine: Auch Aserbaidschan hebt sich die Veröffentlichung von Efendis Song für den kommenden Montag auf. https://eurovoix.com/2021/03/13/mata-hari-efendi-eurovision/

    Und dann weiß man ja auch noch nicht genau, ab wann man vom georgischen Beitrag mehr als nur den ersten Ausschnitt hören kann. Hoffentlich kommt das ganze Lied nicht erst, nachdem das nächste ESC-Barometer veröffentlicht wurde. Sonst ärgert sich wieder jemand Schwarz, so wie im letzten Jahr, als Russland uns hat warten lassen.

    Nicht, dass man sich jetzt genau deswegen einen Wettlauf liefert. Und wie gesagt, es ist ja im Grunde genommen nur ein Datum. Dass diese Lieder erst als Allerletztes veröffentlicht werden, lässt zwar erahnen, dass sie etwas Besonderes sein könnten. Automatisch besser werden sie aber dadurch nicht. Ich hoffe es aber trotzdem, dass es dann etwas Gutes zu hören gibt.

  5. die aussagen hier und anderswo kollidieren etwas mit dem bis jetzt sehr guten votingzwischenergebnis.
    schweden generiert. 😀

  6. Wird wohl auf irgendwelchen Radiosendern zu hören sein, die ich nicht höre. 😈
    Und das ist gut so.
    Bin verblüfft, dass es doch nicht wieder die Mammas wurden. Hätte es ihnen zugetraut. Nuja, Schweden halt. Die einen finden’s toll, für die anderen funktioniert das Leben auch ohne.

  7. Für mich zu aalglatt auf Erfolg produziert, ein netter Song mit gutem Sänger, emotionalem Hintergrund um dem Text Tiefe zu geben und dennoch kommt bei mir absolut nichts an. Ja, gut halt, hab ich morgen aber sofort wieder vergessen. Da erwarte ich ein ähnliches Ergebnis wie in den letzten Jahren für Schweden, von den Jurys überschüttet mit Punkten, dem Zuschauer schnell wieder raus aus dem Ohr.

  8. Furchtbar langweilig und generisch; mal wieder eine Reissbrettnummer. Dass Paul nicht el Rey werden würde war mir schon im Vorfeld klar; dass die Televoter ihm aber nur 1/5 der Punkte der Perelli-Selbstparodie gaben, ist grotesk. Meiner Ansicht nach hätten die Schweden mit mit el Saade die besten Chancen gehabt; der Song hat was hypnotisches und er ist ein echter Profi (auch wenn Styling und Bühnenshow etwas verunglückt waren).
    Highlight der Sendung – die im Gegensatz zu San Remo bei aller Professionalität leider meist auch wie eine Corona-Show wirkte – war das Bye Bye Christer Medley; crazy und voller Energie. Tack så mycket an Schwedens ESC-Svengali!

  9. Sehr, sehr gut: Finnland, Frankreich, Österreich😊😊😊😊😊

    Sehr gut: Portugal, Italien, Schweiz, Deutschland, Nordmazedonien😊😊😊😊

    Gut: Litauen, Belgien, Albanien, Irland, UK, Griechenland, Ukraine, Russland, San Marino, Spanien😊😊😊

    Gut hörbar: Dänemark, Norwegen, Niederlande, Schweden, Moldawien, Niederlande, Australien, Polen
    😊😊

    Geht so: Estland, Rumänien, Island, Israel, Slowenien😊

    Nicht mein Fall: Serbien, Kroatien, Lettland, Tschechien, Zypern

    Alles in allem ein recht abwechslungsreiches Feld, gefällt mir. Ich bin auf die restlichen Songs gespannt, besonders auf Georgien.🙂

  10. Das ist das beste, was das Mello für den ESC zu bieten hatte? Es tut mir wirklich leid, aber diesem Song kann ich leider gar nichts abgewinnen. Die Schweden hatten lange Jahre wirklich gute und erfolgreiche Songs, irgendwann hatten sie auch den Abba-Sound überwunden, aber das hier geht für mich leider in die falsche Richtung.
    Voices finde ich auch wirklich langweilig, obwohl sich Tusse erkennbar viel Mühe auf der Bühne gibt und versucht das Beste aus dem Lied hervorzusingen. Nur gelingt das bei dem schwachen Song leider nicht.
    Eigentlich möchte ich Musik ja nicht vergleichen, aber das fällt für mich in die Sisters-Kategorie. Belanglos.

  11. Also, mir ist so etwas lieber als der pseudomoderne Sound von dem Unsympathen Ingrosso beispielsweise…
    Natürich in keinster Weise progressiv, aber das muß auch nicht immer sein.

    • Also pseudomodern war Ingrossos Song nicht, sondern sehr modern. Genauso wie dieses Jahr Eric Saade. Muss man allein deswegen nicht gut finden, aber mir fallen andere Songs ein, die das Prädikat Pseudomodern verdient haben als „Dance You Off“

    • @Mariposa

      Da stimme ich Dir zu. Benjamin Ingrosso und auch Robin Bengtsson hatten für mich so ziemlich die schlimmsten schwedischen Beiträge überhaupt. „Voices“ finde ich eigentlich sehr angenehm zu hören.
      Tusse wirkt auf mich auch wesentlich sympathischer als die beiden obigen Herren.

  12. so wirklich progressiv ist Schweden nie …. man muß nur mal dort sein um die Bevölkerung zu verstehen …. b keine großes Risiko eingehen – dafür steht der „Schwede“ an sich …… daher auch meist die guten Plätze für klassischen Pop beim Melo …..

    • Also diesen, auf die schwedische Bevölkerung und „den Schweden an sich“ beziehenden Kommentar kann ich so gar nicht nachvollziehen und stehen lassen. Dafür, dass sie keine großen Risiken eingehen, sind sie gerade zuletzt nicht bekannt geworden. Popkulturell meinetwegen, aber doch nicht auf die anderen Felder münzbar. Im Gegenteil steht Schweden für sehr viel Progressivität auf verschiedensten Feldern. Und wenn einem popkulturell da einem etwas nicht progressiv genug vorkommt, liegt es oft daran, dass es schlicht massenfähig werden konnte.

  13. Okay, wie ich sehe ist das Schweden-Bashing mal wieder voll im Gange. Mir egal.
    Toller Song, genau richtig für einen ESC, auch wenn ich traurig für Eric Saade bin, das wäre noch einen Tick besser gewesen.

  14. Hm, es stehen ja nicht mehr so viele Beiträge aus. Einen richtig klaren Favoriten kann ich (noch) gar nicht erkennen. Am ehesten würde ich (im Moment) The Roop den Sieg zutrauen.
    Aber es kann auch sein, dass es eine ruhigere Nummer wird, wie z. B. Frankreich. Die relativ vielen Uptemp-Nummern könnten sich gegenseitig die Punkte wegnehmen.🙂

    • Mir geht’s auch so, dass ich noch keinen Favoriten hab. DAS Gewinnerlied ist für mich noch nicht dabei. The Roop würd ich bisher auch als potentiellen Sieger neben Zypern und San Marino sehen – die beiden Länder werden im Fandom sehr gehypt.

  15. Kein schlechter Song aber für mich im Verhältnis zum Aufwand in Schweden um diesen Song zu „finden“ etwas zu austauschbar. Seine Bewegungen zum Song sind teilweise nervig und sehr ungeschickt.
    Fazit , ganz nett aber mit Clara wäre es etwas mutiger und interessanter gewesen.
    Ich akzeptiere aber die sich nie irrenden internationalen Jurys *hüstel*und den Wille des schwedischen Volkes was mir egal welchen Interpreten sie jedes Jahr senden immer symphytisch bleibt!

  16. Ich hatte gestern auch mit meiner Vermutung Recht, daß Dotter, Eric Saade, Tusse und The Mamas von allen acht internationalen Juries bepunktet werden. Gleiches gilt für Klara Hammarström und Soßen-Daniel.

    Noch ein Nachtrag zur singenden klingenden Clara: „Klingenström selbst gab an, dass das Lied u. a. von ihrem Aufbruch aus einem Leben mit Alkohol und Drogen handeln würde.“ Hättet Ihr das gewußt?

  17. Ich freu mich😀 dachte immer, es muss unbedingt Tusse oder Eric werden, obwohl ich auch Clara und Paul herrlich finde. Tusse gönn ich den Sieg aber fast noch mehr als Eric, weil es für Tusse eben ganz was Neues ist, Schweden vertreten zu dürfen. Nach den Mamas, die letztes Jahr nicht so mein Fall waren, gefällt mir Schweden nun endlich wieder mal ganz ausgezeichnet😉. Dieses Jahr ist für mich irgendwie ein Jahr, in dem mir einige Lieder extrem gut gefallen (Norwegen, Griechenland, Österreich, Schweden und Litauen) dafür packt mich aber das Grauen um so mehr bei Italien, Finland, Russland und Ukraine (von Belarus ganz zu schweigen).Am meisten hat mich dabei Italien geschockt, weil ich eben schon immer ein grosser Fan italienischer Musik bin und da im Laufe der Jahre ein ganzes Arsenal an Lieblingsliedern zusammengekommen sind, gerade auch von San Remo, dieses Jahr bin ich z.B. riesegrosser Fan von La rappresentante di Lista mit dem Song „Amare“, das hat sich bei mir wirklich zum absoluten Ohrwurm entwickelt☺️

    • Gibt eben auch noch andere Genres auf dieser Welt als die in der „Bubble“ heißgeliebten Stangenwaren-Popsongs und Ethno-Titel. Ich finde den ukrainischen und finnischen Beitrag klasse.

  18. off topic:
    Herr Lukaschenko hat gestern höchstpersönlich angekündigt, einen neuen Song zum ESC zu schicken. Ob man dem Glauben schenken soll? (Quelle: eurovoix.com )

  19. Voices ist in Schweden der verdiente Gewinner. Grundsätzlich liefert Schweden immer ab. Ich finde aber es ist doch mittlerweile alles sehr vorhersehbar. Und auch die Schweden merken für einen ESC Gewinner braucht es mittlerweile mehr. Ich finde gut das Christer Björkmann abtritt. Es wäre den Schweden zu wünschen mit mehr Mut an das Projekt ESC heran zu gehen. Potenzial ist in Ihrem Land definitiv vorhanden.

  20. Hält eigentlich irgendwer wirklich dieses Lied für modern? Das ist so altbacken, das hätte Schweden auch in den 90ern schon schicken können. Klar, es kommt alles irgendwann wieder. Aber kein junger Mensch wird außerhalb der ESC-Blase und außerhalb Schwedens bzw. Skandinaviens Notiz von diesem Machwerk nehmen.

    Die leise Hoffnung auf ein Semi-Aus der Schweden lebt.

    • Mach dir keine Hoffnung, das werden zumindest die Jurys locker ins Finale durchwinken. Und ich bin mir auch gar nicht sicher, ob das Televoting dieser doch recht sympathischen Darbietung widerstehen kann – da ist der Song ja fast nur noch Beiwerk …

      • Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Zuschauer dieses emotionale Brachland durchschauen. Aber ja, ich glaube auch nicht wirklich an ein Semi-Aus. Für vollkommen unrealistisch halte ich es aber auch nicht.

      • Bei dem Halbfinale bin ich mir überhaupt nicht sicher, dass der Beitrag locker durchgewunken wird, zumal ja dieses Mal der standardmässige Schwedenbeitrag für Irland auch im ersten Halbfinale startet.

      • Wir werden sehen. Wie schwedisch auch immer Maps sein mag, würde es mich doch überraschen (zugegeben auch ein bisschen amüsieren), wenn am Ende ausgerechnet Irland die Nase vorn hätte und Schweden im Halbfinale rausfliegen würde.

    • Warum muss ein ESC-Beitrag eigentlich immer modern sein? Warum ist nur wichtig, wie JUNGE Televoter(innen) abstimmen? Und warum sollen nicht auch junge Leute in der Lage sein, ab und zu auch mal Notiz von guter Musik zu nehmen? 😉

      • Nicht immer, aber wenn er modern sein will, dann sollte er auch modern sein. (Sagt die Person, die den 80er Retrosong auf der 1 hat)

      • Ich finde es sehr löblich, wenn junge Menschen gute Musik hören. Die Unterstellung, sie täten es per se nicht, find ich aber schon frech, und was hat das noch mal mit Schweden zu tun? 😁
        Uund Flucht..

      • Bleib ruhig da, Doredo 🙂 Das war natürlich nicht ernst gemeint (mit „das“ meine ich das, was ich weiter oben geschrieben hatte; also bitte fang nicht wieder an, zu fliehen …), deswegen hatte ich ja auch den Zwinkersmiley gesetzt. Es hat mir halt Spaß gemacht, diesem „Wird damit der Geschmack von jungen Leuten, erreicht?“, das so ähnlich ja doch immer wieder mal als Hauptqualitätskriterium eines Songs hier mitzuschwingen scheint, etwas entgegenzusetzen.

        Und nein, „Voices“ ist auch bei mir nicht GANZ vorne, ich weiß noch gar nicht, ob es in meine Top 10 reichen wird. Trotzdem finde ich’s einen angenehmen Song.

      • Sorry, doredo, nicht Doredo.

        Und ich hatte noch vergessen, eccehomo42 nach dem 80er-Retro-Song zu fragen. Ich nehme an, Du meinst Dänemark, denn manche haben ja auch Polen mit diesem Etikett versehen.

        Ich finde allerdings schon, dass es auch Zwischendinger geben darf, ein Song muss nicht gleich allen signalisieren: „Hey, ich bin jetzt ganz bewusst retro. Ich weiß schon, dass das nicht der moderne Sound ist, aber weil retro ist gerade cool ist, zieh ich das voll durch.“

        „Voices“ ist für mich im Grunde eine traditionelle ESC-Hymne. wenn auch ein wenig modernisiert, und das finde ich vollkommen ok.

      • @Vondenburg: Jetzt wäre es noch ein Ziel, die andere Hälfte auf Retro-90er, Retro-70er und Retro-60er zu bringen, „Celebrate Diversity“! Dazu gehört natürlich auch der eine oder andere Song, der nach 21. Jahrhundert klingt, ich bin ja tolerant 😉

      • Cool. Und wir schicken dann Max Raabe mit einem 20-er Retro Schlager. 🙂
        Ohne Ironie.Ich fände es richtig interessant ihn zu schicken.

      • Gerne, das klingt wirklich intereressant! Ich wollte keinesfalls schöne vor-60er-Musik ausgrenzen. Vielleicht sollten wir dann schauen, dass der Anteil der 80er ein klein wenig sinkt, so sehr ich sie normalerweise auch mag.

  21. Noch keine Thronanwärter*innen für mich. Hängt eh vom Live-Abliefern ab. Da haben es manche schon vergeigt, andere das Momentum vermittelt.
    Schweden und Island wären bei mir um den Platz 10 herum.

    Vorne: Frankreich, Ukraine, Finnland, Litauen, Rumänien, Belgien, Tschechien, Israel, Irland, San Marino

    Vordere Mitte: Bulgarien, Schweiz, UK, Deuschland, Russland, Island, Schweden, Molawien, Serbien, Lettland, Griechenland

    Hintere Mitte: Albanien, Italien, Australien, Estland, Österreich, Slowenien, Portugal

    Hinten: Zypern, Spanien, Norwegen, Nordmazedonien, Dänemark, Niederlande

    Schaffot Belarus, eh weg

  22. Geht für mich in Ordnung. Durchaus massenkompatibel. Damit kann man nichts falsch machen. Klar wäre mir Eric lieber gewesen, aber Tusse kann sich genug Punkten sicher sein. Die Jurys sind Schweden ohnehin sehr wohlgesonnen.

  23. Einfallsloses Lied und typische ESC Mucke aus Schweden mit billigen Textzeilen die Jury wird es lieben und die Zuschauer abstrafen.

  24. Leider war gestern klar das Clara nicht gewinnt , aber soweit ist gelesen habe ist Sie bei den Televotern auf Platz 3 🙂 verdient würde ich sagen :).

    Tusse war einer meiner Favoriten in Schweden , also kann ich mit Ihm sehr gut leben . Der Song gefällt mir gut und bin mir sicher das er Top 10 kommt . 96 Punkte bei den Zuschauern ist schon ne menge und an Stimmen über 1,5 Millonen votes mehr als Eric also verdient .

  25. Jo gut Tusse war ja schon im Vorfeld in der Kommerzverwertung mit Abstand der erfolgreichste der diesjährigen Melodifestivalensongs. Der Sieg beim Zuschauer-Voting kam daher nicht wirklich überraschend. Dem Lied bescheinige ich eine in musikalischer Hinsicht ziemlich konservative, schlagerlastige Zielrichtung (optimiert für die Radioverwertung), die in der Person des Darstellers jedoch quasi konterkariert wird. Das könnte man so deuten, dass das ein geschickter Schachzug ist, oder auch so, dass das ein vielleicht doch schwerer verdaulicher Widerspruch ist. Glaube, die Leute, die diesen Song mit diesem Künstler gebracht haben, die haben sich das alles von A bis Z sehr genau durchdacht. Der Song ist konservativ genug für die biestigen 40 bis 60jährigen, die Herkunft des Sängers aus Afika spricht die diverse Großstadt- und Vorstadtjugend an, die sich durch Tusses Sieg möglicherweise nun ‚integrierter fühlt‘, bzw die durch Tusses Sieg ihre wirkmächtige Existenz plakativ vor Augen führen können. Sein Aussehen/Styling und sein Gesang bei dem ja schwer auf Anhieb festzumachen ist, ob das jetzte ein Mann, oder eine Frau ist spricht das aktuell vieldiskutierte Gender Thema auf garnichtmal so unsubtile Weise an. Insgesamt ist damit der Song für mich sowas wie der Versuch einer ’schwarz-grünen Koalition‘ sozusagen 🙂

    • Also ich hätte jetzt einfach gesagt, dass sich das Komponistenteam einfach von The Weeknd“ haben inspirieren lassen. Dazu dann noch die Eurovisionsrückung und fertig.

  26. Das Lied mag ich leider gar nicht. Hab an anderer Stelle schon gesagt, dass ich den Hype nicht verstehe, weil das für mich fürchterlich schief gesungen klingt und vor allem der Refrain richtig heftig in meinen Ohren nervt (aber nicht als Ohrwurm, er klingt einfach nur schlimm). Tusse war mein persönlicher Platz 11 gestern, nur Baila Baila fand ich schlimmer. Alle anderen Songs waren gut bis sehr gut, was es umso frustrierender für mich macht, dass ausgerechnet das Lied gewonnen hat – auch wenn es natürlich absehbar war.

  27. Auch wenn es keinen interessiert 🤷‍♂️
    Meine top 15 bisher:
    1 Lithuania🇱🇹
    2 Croatia 🇭🇷
    3 Latvia 🇱🇻
    4 San Marino 🇸🇲
    5 France 🇨🇵
    6 Ukraine🇺🇦
    7 Belgium 🇧🇪
    8 Bulgaria 🇧🇬
    9 Switzerland 🇨🇭
    10 Sweden 🇸🇪
    11 Israel 🇮🇱
    12 Spain🇪🇦
    13 Cyprus🇨🇾
    14 Albania🇦🇱
    15 United Kingdom 🇬🇧

    18 Germany 🇩🇪

  28. Ich hab das Melodienfestivalen bisher noch nie verfolgt, sondern mir lediglich dann den Gewinner angeschaut. Hab ich gestern auch gemacht, und wenn ich dann im Internet drauf aufmerksam gemacht wurde, das es eine „Diversity“ Nummer sein soll, hätte ich das nicht gedacht. Für mich war es beim ersten Sehen und Hören einfach eine Frau mit einen merkwürdigen Namen, die ein total mittelmäßiges Lied singt… und das äußerst übel schlecht.

    • erstaunlich ist aber, dass der Tusse Song die meisten Televotes eines Melodifestivalensongs ever erhalten hat und auch kommerziell überraschend eindeutig mit hohem Vorsprung die Nr 1 in den schwedischen Single Charts belegt. In Schweden also kommt der Song aus irgendwelchen Gründen sehr gut an. Man sollte hier nicht die Sondersituation vergessen, dass Tusse vor nicht allzulanger Zeit bei gleich zwei beliebten schwedischen Musik Castingshow mitgemacht hat. idfol hat er gewonnen. Er genoss daher relativ akute Bekanntheit. Er war daher mitnichten ein Underdog.
      Auf schwedisch wird Tusse Tü-ßäh ausgesprochen (nicht Tuße). Ist scheinbar ein tatsächlich schwedischer Vorname, aber sehr selten. Die deutsche Bedeutung hat der natürlich in Schweden nicht.
      Schwer herauszufinden sind Tatsachen über Tusses Lebenslauf. Bis jetzt ist noch unzureichend erklärt bzw erzählt, wie ein Dreizehnjähriger von Familie unbegleitet von Zentralafrika nach Schweden kommen konnte. So ohne weiteres geht das ja nicht. Dafür muss man ja entweder ordentlich Geld haben und/oder von irgendeiner Organisation protegiert worden sein. Stammt er überhaupt aus dem Bürgerkriegsgebiet im Osten des Landes? Unbekannt. Wenn es darum geht, dass er 13 war und nach Europa wollte, ist er in der DR Kongo sicher nur einer unter Hunderttausenden, die auch alle gerne nach Europa auswandern würden wollen. Doch Tusse hat es geschafft. Warum?

  29. Schecklich altbacken und öde… Im Grunde genau die gleiche Soße, die sonst immer Jon Henrik Fjällgren auf schwedisch gesungen hat…

  30. Meine Top 10
    1.Schweden
    2.Litauen
    3.Zypern
    4.Frankreich
    5.Griechenland
    6.Russland
    7.Lettland
    8.Dänemark
    9.Polen
    10.Norwegen

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