Unser Star für den ESC 2021: Eure Wünsche und Vorschläge (2)

 

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Vor Kurzem haben wir Euch an dieser Stelle gefragt, welche Künstler Ihr gerne für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2021 sehen würdet. Neben den Acts, die wir bereits im vergangenen Jahr in irgendeiner Form auf der Liste hatten, habt Ihr einen bunten Strauß an unterschiedlichen Namen und Stilen genannt, der zu schön ist, um ihn in den Kommentaren verwelken zu lassen. Deshalb präsentieren wir diese Namen aktuell in insgesamt fünf Artikeln in alphabetischer Reihenfolge. Vielleicht ist für Euch noch die eine oder andere spannende Neuentdeckung dabei und/oder für die deutschen ESC-Verantwortlichen sowie die Eurovisions-Jury noch die eine oder andere Empfehlung. Los geht’s mit Teil 2 – falls Ihr den ersten Teil verpasst habt, findet Ihr ihn hier.

Chefboss

Deutscher Dancehall von zwei Frauen – Deutschland könnte beim ESC mit Chefboss richtig überraschen. Die Band hat bislang ein Album und zwei EPs veröffentlicht, aber der ganz große Erfolg ist noch ausgeblieben. Ein Geheimtipp sind Chefboss aber auf jeden Fall.

Cosby

Cosby zählt zu meinen ganz persönlichen Lieblingsneuentdeckungen des Jahres – aber bis jemand von Euch die Münchner Band für den ESC vorgeschlagen hat, wusste ich nicht, dass die vierköpfige Gruppe aus Deutschland kommt. Mir gefällt der Elektropop von Cosby jedenfalls richtig gut, deshalb hätte ich auch nichts dagegen, wenn die Band zum ESC fahren würde.

Dendemann

Dendemann ist einer der bekanntesten deutschen Rapper; sein letztes Album „Da nich für!“ landete auf Platz 1 der deutschen Albumcharts. Bekannt wurde der Musiker mit dem Hip-Hop-Duo Eins Zwo, seit 2003 ist Dendemann solo unterwegs. Seine Lieder zeichnen sich vor allem auch durch die klugen Texte aus.

ela.

Ela Steinmetz kennen wir alle als Sängerin der Band Elaiza, die 2014 beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen für Deutschland mit „Is It Right“ den 18. Platz belegt hat. Mittlerweile ist sie unter dem Namen ela. solo unterwegs und hat Anfang des Jahres ihr erstes Album „Liebe & Krieg“ veröffentlicht. Ob sie sich wohl vorstellen kann, nochmal zum ESC zu fahren?

Deichkind

Deichkind sind in der deutschsprachigen Hip-Hop-Szene seit 1997 eine echte Institution und überzeugen neben ihrer Musik vor allem auch durch ihre unterhaltsamen Liveshows. Um eine packende Inszenierung für den ESC müssten wir uns bei dieser Band sicherlich keine Sorgen machen.

EMMA6

EMMA6 ist eine Indie-Pop-Band, die mittlerweile drei Alben veröffentlicht hat und sich über die Jahre eine treue Fanbasis aufgebaut hat. Auch wenn die Band vielleicht nicht den ganz großen Durchbruch erreichen konnte, haben sich alle drei Alben zumindest kurzzeitig in den deutschen Albumcharts platziert.

FASO

FASO ist noch ein Newcomer und hat bislang noch kein komplettes Album veröffentlicht – dafür aber zahlreiche Singles, die einen Einblick in sein musikalisches Schaffen geben. Deutsche Texte, Radiopop und Unterstützung unter anderem von Peter Plate von Rosenstolz. Es wäre nicht verwunderlich, wenn wir seine Lieder demnächst häufiger im Radio hören – und vielleicht auch beim ESC?

Felix Jaehn

Felix Jaehn ist nach Alle Farben der zweite DJ, den wir in dieser Reihe vorstellen. Oder besser gesagt, präsentieren, denn vorstellen muss man den erfolgreichen Musiker wohl nicht mehr wirklich. Felix Jaehn ist für sage und schreibe drei der von Spotify auserkorenen Sommerhits 2020 (mit-)verantwortlich. Zahlreichen der hier vorgestellten Künstlern hat der DJ übrigens voraus, dass er auch Hits außerhalb des deutschsprachigen Raums hatte.

Get Well Soon

Etwas sperriger wird es mit Get Well Soon. Hinter diesem Namen steckt der Musiker Konstantin Gropper, der mittlerweile auf sechs Alben kommt, und sich – obwohl er nicht gerade im Mainstream zu Hause ist – auch häufig in den deutschen Charts platzieren konnte. Live-Konzerte von Get Well Soon sind ein echtes Erlebnis, aber es bleibt die Frage nach der ESC-Tauglichkeit – was meint ihr?

Glasperlenspiel

Glasperlenspiel haben schon Wettbewerbserfahrungen, denn das Duo hat sowohl am Bundesvision Song Contest als auch am FreeESC teilgenommen. Die Band ist für ihren seichten und gefälligen Radiopop bekannt, ob das wohl reicht, um international Aufmerksamkeit zu generieren?

Herbert Grönemeyer

Herbert Grönemeyer ist einer der absoluten deutschen Megastars und deshalb ist es wohl auch eher fraglich, ob er sich tatsächlich für eine Teilnahme am ESC entscheiden würde. Falls doch, kann er eine große musikalische Bandbreite vorweisen, von schnelleren und rockigen Songs bis hin zu sehr emotionalen Balladen. Was wäre wohl die richtige Wahl für seinen ESC-Beitrag?

Wie gefallen Euch die hier vorgestellten Künstler und welchen davon könntet Ihr Euch beim ESC vorstellen?

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47 Kommentare

  1. Ich könnte mir sehr gut Glasperlenspiel beim ESC vorstellen. Die Songs sind gut. Die Frage ist aber funktioniert ein deutscher Song noch beim ESC. Da habe ich eher Zweifel.

  2. Ne, irgendwie ist das alles nicht so das Wahre. Wobei mich Grönemeyers „Der Weg“ nach dem Tod meines Vaters wirklich sehr berührt hat.

    • Nur das Grönemeyer niemals beim ESC für Deutschland antreten wird. Ich weiß nicht, ob seine Art zu singen international gut ankommen würde.

      • Abgesehen davon hatte er sich damals beim Fiasko mit Xavier Naidoo direkt an die Spitze des Protestes gestellt. Ich glaube eher gefriert die Hölle, als das Groenemeyer über eine ESC-Teilnahme überhaupt nachdenkt.

  3. Bloss kein deutschsprachiger Rap oder Hiphop. Das wäre einfach nur peinlich. Grönemeyer ist international nicht kompatibel. Und Get Well Soon wäre Perlen vor die Säue.
    Von den hier vorgestellten wären Cosby und Faso meine Wahl.

  4. Ich denke ich werde mir erst dann Gedanken um den deutschen Beitrag 2021 machen, wenn sicher ist, dass der ESC auch stattfindet. Ich habe da ehrlich gesagt ziemliche Zweifel.

    • Ich bin eigentlich recht zuversichtlich, dass der ESC, in welcher Form auch immer, stattfinden wird.
      Sie haben ja jetzt Zeit genug, sich Konzepte zu überlegen, ich denke, da sind die Verantwortlichen auch schon dran.🙂

  5. Das Video von Deichkind ist ja witzig.😀
    Ansonsten gefällt mir Faso ganz gut, auch Get Well Soon, cooler Song, etwas düster, genau mein Geschmack. Ela wäre eventuell noch eine Option, mit einer schönen deutschsprachigen Ballade könnte ich sie mir sehr gut beim ESC vorstellen.🙂
    Das war’s eigentlich auch schon. Herbert Grönemeyer war in den 80ern mal supergut. Auch sein Comeback mit „Mensch“ war noch eine gute Nummer. Aber seine Musik hat schon nachgelassen, meiner Meinung nach.
    Er würde wohl sowieso nicht antreten, und wenn, glaube ich nicht, dass er den Erfolg hätte beim ESC, da seine Musik eher für den deutschsprachigen Markt gemacht ist. Glasperlenspiel finde ich irgendwie belanglos, sorry. Felix Jaehn, okay, nicht schlecht, aber solcher Sound ist schon öfter beim ESC abgeschmiert. Käme natürlich auf den Song und das Arrangement an, das ist klar. Also ich bin da eher skeptisch.

    • Mir gefallen hier einige der vorgestellten Künstler und Lieder und erst einmal vielen Dank für diese Serie!
      Genau deswegen mochte ich den deutschen Vorentscheid immer so gerne, weil man neue Künstler kennen gelernt hat.

      Ich wusste gar nicht, dass Get Well Soon aus Deutschland kommen. 😱😱
      Das fänd ich beim ESC irgendwie mega. 😍😍

      Deichkind wäre auch der absolute Knaller, wie ich finde, wobei ich mir gar nicht mehr so sicher bin, wie die damals beim BuViSoCo abgeschnitten hatten. 🤔

      Chefboss, Cosby und Ela könnte ich mir auch alle irgendwie beim ESC vorstellen.

      Ich werfe einfach nochmal Fayzen mit z.B. Vater in den Raum, weil es hier alphabetisch rein passt.

      Danke auch für den Tipp Emma6. 😀😍

  6. Erstaunlich, es lohnt sich doch auch im Sommer hier mal reinzuschauen, zwischen Männer-Bademoden und Roland Kaiser gibt es dann doch noch ein kleines Juwel zu finden. Get Well Soon ist bei mir bisher noch nicht auf dem Radar aufgetaucht, mit den Jahren wird man auch leicht phlegmatisch und denkt, dass eh keine gute Musik mehr kommt. Zieht einen genauso runter wie Nick Cave und Blixa Bargeld zu ihren besten Zeiten und ist produktiontechnisch wie musikalisch wirklich sehr gut.
    ESC, gab es da schon mal einen Deprisong der gut abgeschnitten hat, vielleicht Nocturne?

  7. Von all den genannten käme lediglich Felix Jaehn infrage. Er weiß wie man international musikalisch gut ankommt. Sein Gespür für Megahits ist beispielhaft. Seine Musik kommt nicht nur europaweit sehr, sehr gut an. Schon seit längerer Zeit wünsche ich ihn mir.

  8. Wie viele andere Kommentatroren hier bin auch ich sehr unsicher, welche Künstler eine Teilnahme beim ESC wirklich in Betracht ziehen würden. Ich möchte nur ungern erneut Drangsal ins Spiel bringen (bin kein Fan), doch gehört der für mich eigentlich eher zu der Sorte Künstler, die solche Veranstaltungen meidet, weshalb mich seine Bewerbung damals so positiv überraschte und seine Ablehnung durch das Panel in meinen Augen ein ganz schlechtes Signal für sperrige Künstler sendet. Aus diesem Grunde halte ich es leider auch für ziemlich aussichtslos, solche Leute wie Get Well Soon, Provinz, Die Heiterkeit, Isolation Berlin oder Ilgen-Nur vorzuschlagen (was mich natürlich trotzdem nicht davon abhielt, sie zu nennen;).
    Selbst für leichtfüßigen Deutschpop von Yvon im Kreis der Liebe sehe ich ziemlich schwarz:

    • Ich hätte Drangsal unheimlich gerne beim ESC gesehen und glaube auch, dass er was Interessantes abgeliefert hätte. Ich bin auch überzeugt davon, dass Drangsal oder auch Get Well Soon sehr gute Chancen beim ESC hätten, weil sie automatisch herausstechen würden und beide auch in der Lage dazu sind, ohrwurmige (Indie-)Popsongs zu schreiben (auch wenn sich Konstantin Gropper da in letzter Zeit ein bisschen verweigert, aber der könnte das schon noch wenn er wollte). Klar, besonders realistisch ist das jetzt alles nicht. Freut mich aber auf jeden Fall, dass Get Well Soon hier in den Kommentaren teilweise so gut ankommen.

    • Conan Osiris und Georgien 18/19 z.B. sind allerdings das perfekten Fanal dafür, wo in Landessprache gesungenes „Sperriges“ so landet. Ich kann schon verstehen, dass man Deutschland musikalisch mit gewissem Anspruch vertreten sehen möchte, aber man sollte sich auch bewusst machen, dass man damit höchstwahrscheinlich keinen Blumentopf gewinnen wird.
      Und zu Drangsal: Der hat sich durch sein kindisches Social-Media-Verhalten während und nach der Auswahl schon selbst zur genüge disqualifiziert und damit leider jegliches „Ich bin ein großer Künstler“-Klischee perfekt bestätigt!

      • Er gibt sich jetzt nicht immer so wahnsinnig sympathisch, ja. Mir ist das persönlich aber lieber, jemanden mit „Ich bin ein großer Künstler“-Attitüde zu schicken, der diesen Anspruch auch ganz gut einlösen kann, als den nächsten mediokren Popsong von der Stange von einem netten Mädchen singen zu lassen. Wäre halt mal was Spannendes gewesen.

        Drangsals Song wäre übrigens auf Englisch gewesen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Sein erstes Album ist ja auch fast komplett auf Englisch.

  9. Kommen sowohl Sarah Connor (wäre mal ein deutscher Top-Act) als auch Daniel Schumacher (war doch vor der Bekanntgabe von Ben Dolic heiss gehandelt für 2020) erst unter dem Buchstaben S?

  10. Apropos Träumen.. Ich habe gestern Abend ein wunderschönes Konzert auf Deutschlandfunk Kultur gehört:
    Love Tree Ensemble
    (Aufzeichnung vom 28.04.2018 in der Marienkirche Flensburg)

    Sängerin dabei ist Etta Scollo. 😀

    Die hätte ich dann auch gerne mal für Italien..

    • Das kann man so aber nicht wirklich verallgemeinern: Jowst ist immerhin Zehnter gewordern und Gromee und Darude hatten halt schwache Songs, die dann auch nur mäßig gut gesungen wurden.
      Das Problem dürfte vor allem sein, dass DJs meist Musik nur zum Hören machen, die sich dann live auf der Bühne schwer präsentieren lässt, besonders wenn der DJ selbst noch irgendwie eingebunden werden soll.

      • @floppy1992

        Na ja, Jowst verdankt den 10. Platz aber auch hauptsächlich den Juries, bei den Zuschauern gab es nur Platz 15 mit 29 Punkten, und dass es mit dieser niedrigen Punktzahl überhaupt noch für Platz 15 gereicht hat lag daran dass die Punktevergabe im Televoting so stark auf die Top 10 und vor allem auf dei Top 5 konzentriert war.

      • Solche Argumente klingen immer so als seien Jury-Punkte minderwertiger als Televoting-Punkte. Für die Ergebnisfindung sind sie allerdings vollkommen gleichwertig!

      • @Porsteinn

        Sehe ich genauso. Man kann die Jurys ja kritisieren, aber es gibt die Kombi-Wertung nun mal, deshalb zählt allein das Endergebnis.

  11. Und dann will ich jetzt auch noch Yasmine Hamdan, weiß nich, vielleicht für Libanon. 🙂 ?
    ne, die war aus Marokko, oder?
    oh, das gibt Ärger..

  12. Es wird vermutlich niemand mehr lesen und es wird auch nicht passieren, aber Elif mit Aber wo bist du ist mein Traum-Beitrag für 2021

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