ESC-Songcheck kompakt (14) – Rumänien: „Amnesia“ von Roxen

Auch das rumänische Fernsehen entschied sich dafür, die letztjährige Teilnehmerin Roxen nach der Absage des ESC 2020 intern für den ESC 2021 zu nominieren. Während das rumänische Publikum im letzten Jahr noch aus mehreren Titeln auswählen konnte, kürte eine intern zusammengesetzte Jury „Amnesia“ zum rumänischen Beitrag für den diesjährigen Song Contest.

Roxen, die bürgerlich Larisa Roxana Giurgiu heißt, hat im Alter von 7 Jahren mit dem Singen begonnen und bereits einige Musikwettbewerbe gewonnen. Ihren großen Durchbruch hatte sie 2019 als sie zusammen mit dem rumänischen Produzenten Sicktoy das Lied „You Don’t Love Me“ veröffentlichte, mit welchem sie den dritten Platz in den heimischen Airplay-Charts erreichte. Die Single „Ce-ti Canta Dragostea“ kletterte bis an die Spitze der rumänischen Charts. Das zugehörige Video hat mittlerweile mehr als 33 Millionen Klicks auf YouTube. Auch nach dem abgesagten ESC blieb Roxen aktiv und verbuchte unter anderem mit „Spune-mi“ einen Sommerhit.

Der Song

„Amnesia“ ist ähnlich wie „Alcohol You“ im vergangenen Jahr eine Mid-Tempo-Ballade mit ruhigeren Strophen und stärkerer Hookline. Der Song handelt davon zu vergessen, sich selbst zu lieben. Geschrieben wurde er von Adelina Stinga und Victor Bourosu; Letzterer hat „Amnesia“ auch produziert. Hinter dem Musikvideo steckt ein großes Produzententeam, angeführt von Regisseur Bogdan Paun.

Der Check

Song: 3/5 Punkte
Stimme: 4/5 Punkte
Instant-Appeal: 3/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: „Alcohol You“ fand ich im letzten Jahr ziemlich überbewertet, „Amnesia“ ist jetzt nochmal eine ganze Spur unauffälliger. Kann ich gut weghören, mehr aber auch nicht. Der Song ist insgesamt sehr unauffällig und alles in allem auch langweilig. Einzige Chance für Roxen: In Rotterdam eine Performance auf die Bühne bringen, die der im offiziellen Video ähnlich ist. 5 Punkte.

Berenike: Auf mich wirkt „Amnesia“ sehr unnahbar. Der Song will cool und modern sein, ist es sicherlich auch, ich werde mit ihm aber einfach nicht warm. Der Track wirkt auf mich unmelodisch und anstrengend und auch der Schönhör-Effekt tritt nicht ein. Ich freue mich trotzdem, dass er dabei ist und den Jahrgang diverser macht. 3 Punkte. 

Douze Points: Ich tue mich ja etwas schwer mit den jungen Nachwuchskünstler*innen, die in ihrer pseudo-intellektuellen Art den gesammelten Weltschmerz mit sich rumtragen. Aber dann sind da die moderne und mitziehende Instrumentierung sowie die interessante Stimme von ROXEN. Der Refrain hätte für mich noch etwas kraftvoller sein dürfen und beim dramatisch gedachten Finale verliere ich etwas das Interesse. Daher dann doch nur 7 Punkte.

Florian: Dankenswerterweise kommt Roxen in diesem Jahr ohne Wortspiele aus. „Amnesia“ ist (wenig überraschend?) wieder eine Ballade, die wohl Roxens Stimmfarbe in den Vordergrund stellen soll. Den Aufbau von Strophe zu Refrain finde ich hier sogar besser gelungen als bei „Alcohol You“ und auch der Break in der Instrumentation nach dem zweiten Refrain gefällt mir. Die größte Frage für mich ist, wie der Song dann letztlich performt wird, denn das Musikvideo ist ja recht aufwändig inszeniert. Sollte Roxen in Rotterdam ebenso abliefern, wird Rumänien seinen Erwartungen gerecht und wohl ein gutes Ergebnis einfahren können. 6 Punkte. 

Manu: Anfangs war ich etwas enttäuscht. Doch seitdem kämpft „Amnesia“ sich langsam weiter nach vorne. Roxen erinnert nun auch durch ihre Frisur an Billie Eilish, der Sound in „Amnesia“ entfernt sich allerdings etwas davon und geht mehr in die Poprichtung. Stimmlich ist das gut, auch der Text hat durchaus eine wichtige Aussage. „Amnesia“ ist komplett im midtempo gefangen, vielleicht wurde das Lied sogar ursprünglich als Ballade geschrieben. Im Hintergrund wummern in unterschiedlichen Geschwindigkeiten die Bässe, was dem Lied eine gewisse Spannung gibt. Nach zwei Minuten gibt es einen kleinen spärlich instrumentierten Break als Bridge zum dritten Refrain – und genau hier ist der Knackpunkt. Hier könnte „Amnesia“ durch den schneller einsetzenden und treibenden Bass an Fahrt aufnehmen und das Lied auf ein weiteres Level bringen, doch das gelingt schlussendlich nicht. Momentan liegt Roxen damit bei mir bei 5 Punkten.

Max: Ein weiterer Top-Favorit bei mir. „Amnesia“ ist für mich der beste Beitrag, den Rumänien jemals zum ESC geschickt hat. Der Text ist super, Roxens Stimme auch und das Video ist top. Das Lied ist zwar Mid-Tempo – die schnelleren Parts gegen Ende machen es jedoch sehr interessant. Ich bin gespannt was die Rumänen auf die Bühne zaubern werden, beziehungsweise gezaubert haben. Sie müssten so oder so auf alle Fälle ins Finale kommen, eine Top-5-Platzierung halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich. 12 Punkte von mir.

Peter: Ein ausdrucksstarkes, fantastisch getanztes und choreographiertes Video, ein starker Text, eine elegant-mystische Interpretin – das alles möchte ich positiv vorausschicken. Allein der Song „Amnesia“ ist (wie das Vorjahresangebot von Roxen) kein Burner, maximal Hausmannskost, selbst beim ESC mit Blick auf die jüngeren Jahrgänge in der Zeitgemäß-und-Anspruchsvoll-Kategorie eher unterdurchschnittlich. „Amnesia“ wird es beim Publikumsvoting schwer haben. 7 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 45/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „Amnesia“ auf Platz 32 von 39.

Wie schneidet der rumänische Beitrag "Amnesia" von Roxen ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX


57 Kommentare

  1. Wow, jetzt gibt es im Finale schon 156 Beiträge! Roxen kommt mit dem Song zwar ins Finale, aber einen Platz in den Top Ten und auf der linken Seite des Tableaus sehe ich nicht.

  2. Anfangs war ich auch etwas enttäuscht, aber wie bei Manu hat der Song bei mir gewonnen, allerdings noch deutlich stärker als bei ihm. Ich liebe ihre Stimme und ihren eindringlichen Gesang. Auch ihr spezielles Englisch finde ich sehr schön. Das ist in diesem superstarken Semifinale schon der dritte Titel aus meinen Jahrgangs-Top-5 (und der vierte kommt noch, der fünfte ist nicht aus dem anderen Semi, sondern ein Big-5-Lied). 8,5/10 Punkte!

  3. Sicherich zeitgemäß und bemüht anspruchsvoll, aber irgendwie fehlt da der „Aufhänger“. Zudem klingt die Gesangsstimme unangenehm verzerrt. Thematisch könnte das man schön auf der Bühne umsetzen.
    Insgesamt mir aber viel zu langweilig. Ich werte mit 3 von 10 Punkten.

    Im Finale dann so zwischen 16 und 20.

  4. Mir gefällt das Lied echt gut – aber ich sehe es so wie Karin ………wird zwar ins Finale einziehen, aber keine Chance auf die Top 10 haben. Ich kann mir aber eine Position 12-15 gutvorstellen.

  5. Das hat etwas von gewollt und nicht gekonnt. Für mich fehlt hier an allen Ecken etwas. Schwacher Song, mäßiger Gesang, pseudomodern getrimmt. Anscheinend ist das Mädel in Rumänien ein Star, sonst wäre Sie damit nicht durchgekommen. Ich finde Rumänien sehr überbewertet. Und der Versuch auf den aktuellen Zeitgeist der Musik zu setzen funktioniert beim ESC in den meisten Fällen nicht. Das gilt übrigens genau so auch für Bulgarien.

  6. Litauen 10/10
    Belgien 9/10
    Irland 7/10
    Russland 6,5/10
    Schweden 5/10
    Malta 4,5/10
    Aserbaidschan 4/10
    Rumänien 3,5/10
    Australien 3/10
    Slowenien 3/10
    Israel 2,5/10
    Norwegen 2/10
    Kroatien 1,5/10
    Nordmazedonien 1/10

  7. Puh, …. für mich ist „Amnesia“ genauso langweilig wie „Alcohol You“. Auch Roxens Stimme gibt mir nicht allzu viel. Schade, so etwas wie „Wonderland“ hätte ich für Rumänien ganz wunderbar gefunden.

    Ich denke, dass Roxen im Semi ausscheiden wird.

  8. Wenn ich m,ir Roxen im Musikvideo anschaue und das Lied höre, erinnert es mich stark an Billie Eilish. Ich hoffe das die Bühnenpeformence wie im Musikvideo ist, weil das, glaube ich zum Lied passt. Bei den Fans scheint Rumänien beliebt zu sein und ich denke dank sie, wird Rumänien es ins Finale und Platz 16 – 20 belegen.

  9. Muss hier Benny und Florian zustimmen.
    Der Song alleine wird Roxen nicht weit bringen- dazu ist er zu unauffällig und nur wegen der Ähnlichkeit zu Billie Eilish gibts auch keine Punkte.
    Da muss schon eine bemerkenswerte Performance kommen, um das Gesamtpaket als abstimmungswürdig in Erinnerung zu halten.
    Wenn ich an ihre lustlosen Auftritte beim Vorentscheid 2020 denke, kann ich mir das aber nur mit starker Unterstützung von Tänzern und LED- Atmosphäre vorstellen.

  10. „Alcohol You“ fand ich letztes Jahr ziemlich gut, auch wenn ich das nach 3x Hören schon über hatte. Aber ich glaube, das wäre beim ESC sehr sehr hübsch gekommen.

    Nun hat sie eine etwas konventionellere Nummer am Start. Melodisch find ich das gut, mir gefällt auch der letzte sehr basstreibende Teil am Ende. Aber für mich killt der Text leider alles. Ich halte ihn sogar für indiskutabel.

    Wenn ich dieses lyrische Volldesaster wegnehme, fehlt mir leider trotzdem die Idee, wie das ins Finale kommen soll. Für mich hat Roxen keine interessante Stimme und auch keine positiv Ausstrahlung (da wäre wir auch wieder beim Text) und das Lied ist halt an sich nicht spannend genug, um Rumänien ins Finale zu hieven.

  11. Ich finde den Song richtig stark. Finale ist Pflicht. Dort vermute ich wird sie irgendwo zwischen Platz 11 und 15 landen.

  12. Midtempo? Also anscheinend weist das Lied 120 bpm vor, was alles andere als Midtempo ist. Hat mich auch gewundert…

    • Zur bpm-messung werden eher die teilweise schneller-treibenden Bässe rangezogen, diese wummern aber teils schneller, als der Grundrhythmus des Liedes, dementsprechend kann man „Amnesia“ als Lied trotzdem nur im midtempo einordnen.

  13. Im Gegensatz zum letzten Jahr bin ich dieses Mal angenehm überrascht. Der Song hat Einschmeicheleffekte und wird im Finale wohl im Mittelfeld landen.

  14. Da mir „Alcohol You“ überhaupt nicht gefallen hat war meine Erwartung an den diesjährigen Song eigentlich gar nicht vorhanden.
    Umso überraschter war ich, als der Song raus kam und ich ihn tatsächlich ziemlich OK fand.

    Mein Minuspunkt: Mir fehlt da gesanglich ne Pause, da sie (das Gefühl habe ich) permanent durch singt.

  15. „Alcohol You“ hat mir besser gefallen ,da kommt der Beitrag nicht wirklich ran.
    Denke aber das es der Beitrag ins Finale schafft aber da nicht wirklich was mit den TOP 15 zutun hat .

    Ich muss ja sagen das The Wrong Place von Hooverphonic immer mehr bei mir zu meinen Lieblingssongs wird , einfach toll 🙂

  16. Irgendwo auf der Erde gibt es ein unterirdisches Kinderchor, dessen Mitglieder sich auf viele Nationen verteilen und sich jedes Jahr auf ein Festival treffen.

    Song: hinterlässt keine bleibende Schäden.
    Stimme: Die Katze 😉
    Instant-Appeal: nur wenn man unter Drogeneinfluss steht
    Optik: Land von Dracula war es doch oder?

      • Ist nicht so schwierig. Auf Youtube/ESC sind alle Beiträge gesammelt, da braucht man nur das richtiges Video zu suchen. Wir haben bis jetzt kein einzigen Song gehört, also drei Minuten anschauen und sofort bewerten.

  17. Den Song an sich finde ich eher unspektakulär; in Kombination mit dem Video kommt er aber gut rüber. Wenn die Liveperformance der im Musikvideo ähnelt, sehe ich Rumänien im Finale im soliden Mittelfeld.

  18. Ich glaube Rumänien wird für eine Überraschung sorgen, und zwar es nicht ins Finale zu schaffen. Der Song ist zu unauffällig und wer soll dafür großartig voten?! Tippe auf Platz 11-12 im SEMI

  19. Ich kann mit diesen Dupstepbeats nix anfangen, da passiert bei mir nix, was Emotionen angeht. Deshalb denke ich wird es im Semi kleben bleiben.

  20. Auch dieses Lied finde ich großartig.
    Definitiv unter meinen persönlichen Top 3 dieses Jahr.
    (Letztes Jahr war Roxen unangefochten meine Nummer1)

    Das Lied brauchte bei mir etwas, bis ich einen Zugang gefunden habe, aber es geht dann einfach unter die Haut und hat mich dann mit Gänsehaut und Tränen zurück gelassen.
    Ich bin echt gespannt, wie es international ankommt, aber ich bin dennoch begeistert. 😍😍😍

  21. Das Lied nervt einfach schon nach nur 1 Minute hören, ob es an ihrer schlechten Gesanfsstimne oder am Lied an sich liegt, keine Ahnung. Für mich ist es nicht finalwürdig.

  22. Der Name passt wie die Faust aufs Auge. Dieses Lied bleibt bei mir nur halbwegs hängen und ist noch ein Tick langweiliger als der slowenische Beitrag. Ein Refrain ist erkennbar, aber ansonsten zieht dieses Lied vorbei und ist dann auch schon wieder vergessen. Und dass die drei auf „Amnesia“ folgenden Lieder alle laut und schwungvoll sind, macht die Sache nicht besser.
    Und somit könnte Rumänien den Finalaus-Hattrick perfekt machen. Und das, nachdem Halbfinals, ausgenommen der Vorausscheidungen von 1993 und 1996, für die Rumänen nie größere Probleme darstellten. Die Luft scheint da wohl raus zu sein.

  23. Einer meiner persönlichen Favoriten.
    Wahrscheinlich die beste Lyrics 2021!
    Ich lehne mich mal jetzt weit aus dem Fenster und sag das dass Lied bei dem Televoting in die Top 5 kommt.

    12 Punkte von mir und mein Platz 4.

  24. das hat Roxen jetzt aber einen ungaren Mash-Up von ihrem eigenen 2020er Song und dem Beitrag von Australiens Montaigne gezimmert. Das packt mich nun so gar nicht mehr. Ihre Autotune überprägte Stimme mit diesem gewollt britisch klingenden Akzent nimmt zusätzlich Glaubwürdigkeit raus. Das ist bei dem wieder sehr guten von Roxen selbst geschrieben Text sehr Schade. Im Video finde ich positiv, dass sie sehr natürlich rüber kommt, aber es ist mir ein wenig zu viel Ausdruckstanz zu sehen. Damit rauscht Rumänien bei mir von Platz 10 im vergangenen Jahr runter auf Platz 21, was aber für eine Finalqualifikation reichen würde. Auch wenn es knapp wird, ich denke sie kommt ins Finale, dort aber dann nur ins hintere Mittelfeld.

    • ich muß Dich berichtigen: Roxane hat den Song nicht selbst getextet, sondern Viky Red und Adelina Stinga. Möglicherweise ist sie der englischen Sprache auch gar nicht übermäßig mächtig. Auch einer der Gründe, warum das Werk nicht gerade überzeugt.

  25. „Alcohol You“ war letztes Jahr untypischerweise einer meiner Lieblingssongs, diesen Platz nimmt dieses Jahr bei mir Belgien ein. „Amnesia“ zündet bei mir ähnlich wie Bulgarien einfach nicht so wirklich, für das Finale wrid es wohl trotzdem reichen.

  26. Roxen hat eine fantastische Stimme und ihren Ve Song Cherry Red mochte ich ..Alcohol you hatte ich mir schöngehört , Amnesia auch inzwischen ,,,aber ein Meisterwerk ist es nicht ..Das ist ein klassicher Mittelfeld Song..Ich tippe auf Platz 13-17 im Finale

    Mein Fazit des 2021 Esc ist , das die Sänger mit den besten Stimmen ( Ana Soklic , Vasil , Roxen , Victoria etc)

    absolut nichts dafür getan haben ,auch nur einen Hauch von Siegeschance zu bekommen , wo sind die Melodien ?=

    Es klingt alles irgendwie unfertig,in 3 Minuten reingepresst ohne Steigerung

    Dann lieber so etwas wie Moldau und Natalias „Sugar“ , das wenigstens Spaß macht und einem ein Lächeln
    hervorbringt

  27. Letztes Jahr behandelte die Schülerin in ihrer Abschlussarbeit ganz offen ihre Alkoholsucht, heuer sucht sie ihr Heil im Vergessen.

    Ihre eher depressiven Themen kommen bei den MitschülerInnen sehr gut an. Uns im Lehrerkollegium ist das alles etwas zu verquast, aber wir müssen bekennen, dass wir halt doch großenteils schon etwas älter sind und eine mögliche Relevanz für Jüngere durchaus vorhanden zu sein scheint, zumal die Schülerin ihre Themen auch in Jungendsprache verhandelt (soweit wir alles zu Verstehen in der Lage sind) und mit Können (und ein paar technischen Tricks) umsetzt.

    Ganz überzeugt ist das Kollegium allerdings dennoch nicht, eine Versetzung in die Finalklasse wird aber erwogen.

  28. Rumänien ist in meiner ESC Burg im Gesindetrakt. Obwohl die Küchenmagd dem Alkohol abgeschworen hat merkt man bei ihr eine anfangende Gedächtnisstörung weshalb man sie aus der Küche genommen hat und dir zum Stube fegen bestellte.

    Amnesia plätschert so dahin langweilig und unscheinbar dahin. Wird es schwer haben das Finale zu erreichen

  29. Vom aktuellen Jahrgang habe ich keinen Titel häufiger gehört als „Amnesia“. Großartig und ohne Frage volle 12 Punkte. Roxen ist für mich die größte positive Überraschung. Mit ihren letztjährigen Beitrag konnte ich nicht viel anfangen. Beim ESC rechne ich mit einem sicheren Finaleinzug und einer Platzierung in der oberen Tabellenhälfte. Wo genau wird von ihrer Liveperformance abhängen. Möglich ist alles, vielleicht sogar ein Überraschungssieg.

  30. Bin da irgendwie schon wieder ganz beim Song.
    Hab ich im letzten Jahr unter Alkoholeinfluss das Lied sogar irgendwann mögen müssen , hab ich’s in diesem Jahr schon wieder vergessen.
    Wenn ich mich recht erinnere war es irgendwo ganz weit hinten bei mir. Sicher bin ich mir nicht …
    Man muss auch mal vergessen können!

  31. Den Song an sich finde ich in Ordnung, aber ich kaufe Roxen ganz einfach nichts ab, was sie in englischer Sprache vorträgt, weil sie nur eine ganz ungefähre Ahnung davon hat, wie die Sprache ihrer gesungenen Wahl klingt. Deshalb muss ich auch jedes Mal gackern, wenn ich einen ihrer bedeutungsschwangeren Liedvorschläge höre. Das ist sehr, sehr schade, weil ich „Amnesia“ auf Rumänisch oder in irgendeiner anderen Sprache, deren Aussprache ich nicht beurteilen kann, durchaus gelungen fände. 6/12

    • Ja, auf Rumänisch hätte man den Murks, den sie da singt, wenigstens nicht verstanden.
      Wie du schon sagst, musikalisch ist das vollkommen in Ordnung.

      • Bei ihrer Aussprache verstehe ich auch so nur die Hälfte. Ich versteh immer nur ‚Golfball im Mund‘ …

  32. lasse hat eine mittelschwere autotune allergie! 😀
    das „autorumtunen“ häuft sich immer mehr.
    was soll das eigentlich?
    die musik geht jedenfalls stark in richtung billie eillish und könnte bei den eher jüngeren ganz gut ankommen.
    obwohl wir schon bei songcheck nr.14 angekommen sind,wird nicht erwähnt erwähnt,in welchen semi der jeweilige song denn ran muß.
    rumänien muß im stärkeren semi 1 ran und das wird hart – verdammt hart!
    ich denke trotzdem,daß der song (sofern autotune live keine probleme bereitet) das finale erreichen wird (möglicherweise sehr knapp als nr.9 oder 10) und dort sich dann zwischen platz 10-20 plazieren wird.
    der song könnte im übrigen in der tat auch von billie eillish sein. (4/12)

    • „obwohl wir schon bei songcheck nr.14 angekommen sind,wird nicht erwähnt erwähnt,in welchen semi der jeweilige song denn ran muß.“

      Alle bisherigen 14 Songchecks gehören zum ersten Semi in alphabetischer Reihenfolge.

  33. Nahezu jedes Jahr gibt es diesen einen Beitrag, der im Vorfeld nicht wirklich im Favoritenfeld genannt wird und dann am Ende weit vorne landet. Dieses Jahr kann ich mir durchaus vorstellen, dass Rumänien das ist. Optisch lehnt sich Roxen mehr an Billie Eilish heran, musikalisch entfernt sie sich jedoch. Der Song ist etwas kraftvoller und einprägsamer, eingängig aber nicht repetitiv. Für mich das Dark Horse des Jahrgangs.

  34. Roxen hat doch einen völlig anderen Gesangsstil als die hauchende Billy Eilish. Ich versteh nicht, wieso so viele da Ähnlichkeiten hören. Genauso(wenig) könnte ich sie mit Cher vergleichen, die hat doch auch mal Autotune gemacht.

    • Bezüglich gesangsstil gebe ich dir Recht, aber ihre letztjährigen Songs hätten alle ursprünglich für Billie Eilish gemacht sein können. Victoria aus Bulgarien ist da gesanglich deutlich näher dran, (die aber etwas wärmer als Billie, aber ebenso hauchend).
      Cher hat Autotune quasi im Alleingang populär gemacht^^

  35. „Mental Health“ ist eines DER gesellschaftlichen Schlüsselthemen des 21. Jahrhunderts (selbstverständlich auch schon vorher, allerdings durch social media etc. heutzutage in gestiegener Intensität). Roxen gelingt hier vorbildlich die glaubwürdige Beschäftigung damit (durch die Geschichte mit ihrem Ex-Freund), textlich präzise formuliert („self-love amnesia“ ist eine großartige Metapher – ich hätte fast den Song so genannt, damit es noch deutlicher wird) und inszenatorisch interessant im Musikvideo. Der Beat und die eingängige Melodie tragen ihr Übriges zum äußerst gelungenen Gesamtpaket bei.

    8.5/10 und 10/39.
    2020: 9/10 und 7/41.

  36. Roxen fand ich letztes Jahr einfach nur grausam, deswegen standen meine Erwartungen ungefähr bei 0. Überraschenderweise gefällt mir „Amnesia“ sogar etwas (zumindest besser als jeder Song vom VE letztes Jahr). Ich könnte es mir nicht ständig anhören oder würde dafür im Halbfinale im Mai anrufen, aber in diesem Jahrgang gehört das für mich noch in die obere Hälfte. Allerdings finde ich es auch ein wenig unauffällig, sodass der Halbfinaleinzug keine Selbstverständlichkeit sein wird.

    Prognose: Halbfinale 12/16 (60%)
    Meinung: Platz 17/39 (6 Punkte)

  37. Amnesia hat bei mir eine Weile gebraucht um zu zünden, für mich ein sogenannter Grower. Das Video find ich auch sehr gelungen und ausdrucksstark. Ich hoffe sie kann das im Mai ebensogut transportieren, dass die Leute auch dafür anrufen.

  38. Ich kann „Amnesia“ so oft hören, wie ich will, ich finde dazu einfach keinen Zugang. Das packt mich an keiner Stelle, ist mir insgesamt einfach viel zu langweilig…

  39. Starker Song aus Rumänien, leider nicht ganz so gut wie im letzten Jahr, da ihre super Stimme nicht ganz so gut zur Geltung kommt. Der Refrain ist trotzdem sehr gut, die Strophen gut. Macht 8 Punkte.

  40. Ich weiß warum der Titel „Amnesia“ heißt: Nach kurzer Zeit verschwindet er schon aus meinen Kopf.

    Gegenüber der vertonten Langeweile 2020 ist das schon ein ganzes Stück besser, aber so richtig reißt es mich auch nicht mit, ihre miserable Aussprache stört mich auch, obwohl ich was verstümmeltes Englisch anbelangt sonst stark abgehärtet bin.

    Wird ins Finale kommen, aber nicht an die guten Ergebnisse die Rumänien früher erzielt hat ranreichen.

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