Live-Blog: Das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest 2022

Foto: EBU / NATHAN REINDS

Happy Eurovision everybody. Die Fieberkurve steigt. Heute Abend wird im PalaOlimpico in Turin das erste Semifinale des diesjährigen Eurovision Song Contest stattfinden, moderiert von Laura Pausini, Alessandro Cattelan und Mika, den meine Co-Bloggerin Berenike mal als Fangirl verehrte.

Wird Mika einen guten Job machen? Werden sich die DACH-Länder Österreich und Schweiz für das Finale qualifizieren? Wer wird vom Publikum den größten Applaus bekommen? Wie wird der Auftritt von Intervall-Act Diodato (Sanremo-Gewinner 2020) ausfallen, den die Pandemie traurigerweise um seinen Auftritt auf der internationalen ESC-Bühne gebracht hat? Fragen über Fragen, heute Abend werden sie beantwortet.

Diese 17 Songs und Interpreten stellen sich heute Abend dem Wettbewerb:

  1. Albanien: Ronela Hajati – Sekret
  2. Lettland: Citi Zêni – Eat Your Salad
  3. Litauen: Monika Liu – Sentimental
  4. Schweiz: Marius Bear – Boys Do Cry
  5. Slowenien: LPS – Disko
  6. Ukraine: Kalush Orchestra – Stefania
  7. Bulgarien: Intelligent Music Project – Intention
  8. Niederlande: S10 – De Diepte
  9. Moldau: Zdob și Zdub & Frații Advahov – Trenulețul
  10. Portugal: MARO – saudade saudade
  11. Kroatien: Mia Dimšić – Guilty Pleasure
  12. Dänemark: REDDI – The Show
  13. Österreich: LUM!X feat. Pia Maria – Halo
  14. Island: Systur – Með hækkandi sól
  15. Griechenland: Armanda Georgiadi Tenfjord – Die Together
  16. Norwegen: Subwoolfer – Give That Wolf A Banana
  17. Armenien: Rosa Linn – Snap

Hier könnt Ihr Euch den ESC-kompakt-Wertungszettel downloaden und diesen ausdrucken.

Am Ende des Abends qualifizieren sich durch einen 50/50-Mix aus Jury- und Publikumsabstimmung zehn Beiträge für das große Finale am kommenden Samstag. Welche das sein werden, könnt Ihr noch bis 21 Uhr in unserem Tippspiel vorhersagen.

Falls Ihr Euch schon vorab auf die Sendung einstimmen wollt (Vorsicht Spoiler!): Unsere Berichte zu den Einzelproben findet Ihr hier und hier; unseren Live-Blog der gestrigen ersten Durchlaufprobe findet Ihr hier.

Bereits ab 19:30 Uhr könnt Ihr unsere ESC kompakt LIVE Pre-Show zum ersten Halbfinale im Stream auf YouTube sehen.

Das erste Halbfinale des ESC 2022 beginnt heute Abend um 21:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit und wird in Deutschland auf ONE, in Österreich in ORF 1 und in der Schweiz bei SRF 2 zu sehen sein. Wir bloggen die Show an dieser Stelle live und Ihr habt die Möglichkeit, die Geschehnisse vor, während und nach der Sendung unter diesem Beitrag zu kommentieren.

 

Happy Eurovision, liebe ESC kompakt Leserinnen und Leser. Aus HH Hohenfelde melden sich Douze Points und Peter. Endlich, endlich, endlich ist es soweit. May the show begin.

Es geht los. Der erste Song, den wir hören, ist von Puccini. Kennt man aus der Werbung. Und aus dem UK Supertalent: Nessun Dorma. Gerne auch von Pavarotti.

Es startet der Opening Act „The Sound Of Music“, ein Mix aus Hardrock, schlagereskem Pop, Space-Ballett mit großen Posen und Akrobatik.

Wie gehabt, Ihr Lieben, konzentrieren wir uns hier auf die emotionalen und gnadenlos subjektiven Elemente der Show, vieles andere setzen wir mal als bekannt voraus. Und wir geben Punkte, jeweils zwischen 0 und 10. Same procedere as every year…

Laura, Alessandro und Miko betreten die Bühne. Laura in pink, die Jungs in schwarz. Mika looks fabulous. Die drei zelebrieren Musik als Volkerverständigung und beschwören die Sehnsucht nach Frieden in Europa.

„Let the Eurovision Song Contest begin“.

Die Drohne, die die Postcards filmt, heißt übrigens Leo. Nice, ich mag den Namen sehr – aus ganz verschiedenen, auch sehr familiären Gründen.

 

Albanien: Ronela Hajati – Sekret

„Europe, make some noise.“ gröhlt Renela. Aber ein guter Start, viel Haut, viel Sex, viel Energy und eine gute Portion Trash. Die Kamera reduziert in den CloseUps die Größe der Bühne.

Das Zopfwedeln ist großartig. Die Sexclub-Choreo ist auch sexy, mglw etwas too much für Europe. Wir sind zufrieden mit dem Start.

15 Punkte (davon 6 von Douze Points – 4 allein für die Tänzer)

 

Lettland: Citi Zêni – Eat Your Salad

Cool, der Leadvocalist Janis singt nicht die zensierte erste Chorus-Zeile, sondern lässt das geschulte Publikum „pussy“ krakelen. Sehr schlau.

Sehr bunt, sehr MTV-Style. Toll, wie der Saxophonist vor grellem Weiß als Silhouette inszeniert wird. Jeder von der Band hat seine individuellen Kameramomente, das ist sympathisch.

Peter Urban nennt das Retrofunk. Nicht sonderlich innovativ, aber sehr funfunky.

14 Punkte von uns, 6 davon von DP.

 

Litauen: Monika Liu – Sentimental

Hier vermissen wir die Sonne das erste Mal, die hätte dem Song gut geholfen. Das vorausgeschickt ist das Licht sehr stylish.

Aber die Bühne wirkt manchmal doch „wie bei ein Kessel Buntes“ (DP), das ganze TamTam, dass die RAI um das Bühnenkonzept gemacht hat, ist dann doch übertrieben.

Spätestens nach zwei Minuten ist der Song durchgehört und auserzählt.

8 Punkte von uns beiden (zusammen).

 

Schweiz: Marius Bear – Boys Do Cry

Marius „Cool“ Bear kommt super rüber. Wir sind geflasht. Weniger ist eben manchmal mehr.

Marius schwitzt stark auf der Stirn, vermutlich trägt die lässige Lederjacke dazu bei. Das Herz auf der Wange wäre nicht notwendig gewesen, um die Intensität des Songs zu transportieren.

Der Drachen auf der LED Wand erinnert mich an „Heroes“ von Monz, aber insgesamt ist die zurückgenommene Bildregie  mit vielen CloseUps sehr wirkungsvoll.

11 Punkte, DP findet es nicht wirklich glaubwürdig, ich schon (9 Punkte von mir)

 

Slowenien: LPS – Disko

Fataler Fehler von Peter, der von „fünf Jungs“ spricht. Dafür, dass es beim NDR für die Moderationstexte extra einen Redakteur gibt, ist das gar nicht gut.

Der supersmart aussehende Leadsänger Filip wirkt ein bisschen schüchtern – immer noch – man sollte meinen, er hätte sich besser aklimatisiert.

Trotz Discokugel und viel Licht wirkt das immer noch wie ein Schülerbandauftritt, aber an einen Schule, auf die man seine Kids gerne schicken würde.

Das klingt nach Platz 17, sorry, so sympathisch die Kinder sind.

9 Punkte von uns, 7 davon von mir

 

Ukraine: Kalush Orchestra – Stefania

Zum Krieg in der Ukraine findet Peter Urban in seiner Anmoderation die richtigen Worte. In der Tat ist dieser Auftritt viel viel mehr als ein Song Contest Beitrag.

Hier stimmt die Inszenierung – top notch, vor allem gleich zu Beginn die Schatten auf dem Bühnenboden. Auch die mütterlichen Augen auf der LED Wand wirken eindringlich. Hier sind die Sonne und das übrige Licht tatsächlich harmonisch aufeinander abgestimmt, vor allem, wenn das Licht von blau auf rot auf orange wechselt.

Das Publikum geht super mit, diese Schnitte sind die schönsten Bilder bei diesem Auftritt. Das hat viel mit der Ukraine aber genauso viel mit dem schmissigen Song zu tun.

„Thank you for supporting Ukraine“ sagt die Band zum Schluß, als die Bühne in die ukrainischen Fahnen getaucht ist. Gänsehaut.

16 Punkte, erstmals die Höchstpunktzahl von Peter

 

Erste Schalte in den Greenroom, eher beliebig, fast langweilig, selbst für Smalltalk-Texte, die in solchen Fällen üblich sind. Keine Interaktion der Moderatoren untereinander und erst Recht nicht mit den Künstlern.

 

Bulgarien: Intelligent Music Project – Intention

Oh, ein Super-Intro mit gesplittetem Screen und viel Hardrock-Klischees in a good way.

Hier passt das Licht, hier passen die Schnitte – sehr gut auch, dass die Sonne als Halbkreis mit Kreisen beleuchtet wird.

Die Inszenierung ist gut, allein der Song ist an Schlichtheit kaum zu toppen. Stimmlich auch eher dritte Bundesliga.

Der langsame Part und die Bridge inklusive des Guitarrensolos sorgen endlich für die notwendige Abwechselung. Das Beste ist die Lichtregie einschließlich der Friedenstaube als Duftmarke am Schluß.

Wir sind positiv überrascht, 7 Punkte von mir, 5 von DP, macht 13 Punkte

 

Niederlande: S10 – De Diepte

Ihr Kleid hier ist ungefähr siebezehntausendmal besser als der furchtbare Wolkenkratzer-Pastellfrack auf dem Red Carpet. Auch die weißen Schuhe sind stark.

Die Inszenierung ist allerdings eher konventionell und stimmlich ist das auch nicht so überwältigend wie erwartet.

Als S10 sich bewegt, kommt etwas mehr Drive rüber, aber wir vermuten hier jetzt den ersten FFF. Da können nur die Jurys helfen.

„Eine Hommage an die Traurigkeit“ sagt Peter Urban. Naja

Erstmals gibt 12P mehr Punkte als ich, insgesamt 10, 4 davon von mir.

 

Moldau: Zdob și Zdub & Frații Advahov – Trenulețul

Hier also der Partyfavorit vom Juryfinale. Ballermann-Klischees bis zum Anschlag, angefangen bei der Wayfarer des Leadvocalisten.

Das ist mal in erster Linie bunt und ausgelassen und Hau-den-Lukas-freestyle.

Aber auch konzeptlos kann man eine gefällige mitreissende und sympathische Show abliefern. Die Ethno-Elemente veredeln diesen Rumptata-Hit ein wenig.

Es wird hier bekanntlich die „Wiederveröffentlichung einer Bahnverbindung“ gefeiert (so die Wortwahl von Peter). Und bei solcher Musik wäre eine Zugverspätung ok. Nun, Peter, finde ich nicht, pünktliche Züge haben etwas sehr sympathisches.

11 Punkte aus Hamburg, 5 davon von 12P

 

Portugal: MARO – saudade saudade

Jetzt also der Faro, wo ich am Ende ans Finale glaube, den ich aber ganz persönlich mega-langweilig finde.

Und die fünf zurückgenommenen Damen im Kreis, die trällern und trällern und trällern… Ich weiß es nicht.

Der Song profitiert davon, dass er direkt hinter dem Moldau-Let´s-Go-Stück eine intensive intime Alternative ist. Aber so richtig ergreifend ist das nicht, oder doch?

Wir sind echt unentschlossen. Das hat sicher seine euphorischen Fans, aber nicht überall…

10 Punkte, 7 von DP („ich war am Anfang kurz gecatcht“)

 

Kroatien: Mia Dimšić – Guilty Pleasure

Nun also der Eye Candy Favorit des gesamten Wettbewerbs – in seiner Funktion als Tänzer.

DANKE an Berenike an dieser Stelle, die vom Turkoise Carpet einen sehr persönlichen Videogruß mitgebracht hat.

Mia ist anfangs nicht zu sehen, das Intro ist quasi schwarz. Danach setzt aber eine sehr stilvolle, lässige Inszenierung ein, faszinierende Lichteffekte und hier wirkt auch erstmals der Brunnen als integraler Bestandteil richtig klasse.

Toll ist der kroatische Songteil, wiewohl das Englisch von Mia exzellent ist, beneidenswert. „Viel besser auf kroatisch“ schreibt Purzelbärchen in der WhatsAppGruppe und recht hat er.

12 Punkte von uns, doppelt so viele von mir wie die von DP

 

Dänemark: REDDI – The Show

Einer der wenigen Songs, bei denen ich das Gefühl habe, ihn schon fast zu oft gehört zu haben.

Der Übergang vom balladesken zum Pseudo-Rock-Part ist stark inszeniert, wie beim MGP ist das plakative Licht hier wirkungsvoll und macht den Song stärker als er ist.

Die Drummerin gibt es alles, 12P ist richtig begeistert. Die Performance der Mädels ist besser als erwartet, sehr Joan-Jett!

Peter Urban nennt die Schlagzeugerin die „wilde Hilde“. Kann man machen, muss man aber nicht.

8 Punkte von uns, wir sind uns diesmal einig.

 

Green-Room Mika in türkis – sehr stylish. „We are gorgeous“. Stimmt für ihn auf jeden Fall.

Insgesamt haben die Moderatoren einen Touch von Kindergeburtstag.

 

Österreich: LUM!X feat. Pia Maria – Halo

Jetzt heißt es nochmal Daumen drücken für Pia und Luca.

Der Song startet mit einem Ballermann-Shout von Luca. Er animiert das Publikum mehrfach und klatscht dabei in die Hände. Finde ich persönlich selbst für eine Silbereisen-Show too much.

Pia stimmlich unauffällig, das ist schon etwas im Vergleich zu dem, was wir im Vorfeld gelsen haben.

Die Show mit dem weiß-rot strahlenden Scheinwerferkreis rund um das DJ Pult von Luca wirkt stark, aber seine Ballermann-Animation ist ein gewagtes Experiment.

Die Schnitte im Publikum zeigen entgeisterte Gesichter.

Wir geben 14 Punkte für die großen glaubwürdigen Anstrengungen, jeder 7

 

Island: Systur – Með hækkandi sól

Nun also der Geheimtipp der ESC kompakt Blogger. Schon einmal ganz viele Herzen für die Landessprache.

Das Wasserfall-Intro funktioniert großartig, der Chorus im warmen Licht ist zwar „belanglos“ laut Douze Points aber auch catchy und knuddelig und auf eine gewisse dezente Art sogar sexy.

Der Drummer in weiß ist smart und liebenswert, die Mädels sind zu beneiden. Und er für diese drei sympathischen Schwestern.

Die CloseUps mit den drei Mödels in orange nebeneinander sind stark, stark, stark. Ein Festival in orange, I like it a lot.

15 Punkte aus Hohenfelde, ein Drittel davon von Douze Points

 

Griechenland: Armanda Georgiadi Tenfjord – Die Together

Oops, Armanda ist stark überschminkt und glänzt sicher stärker als geplant.

Die Kamerafahrten von oben mit den sich bewegenden Stühlen sind ein mega-eindrucksvoller Effekt. Überhaupt ist die optische Inszenierung eine der besten des Abends, wenn nicht sogar die beste, auch in den Totalen mit den weißen Lasern.

Und sie lächelt zauberhaft zum Abschluß. Das reicht, so macht man das in Sachen Publikums-Interaktion, lieber Luca.

17 Punkte von uns, die erste 9 von 12P – bislang unser Favorit (einen Song lang)

 

Norwegen: Subwoolfer – Give That Wolf A Banana

Hier passt alles. Es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem – eine perfekte Inszenierung mit einem Fun-Disco-Drums-Hit für jeden Dancefloor.

Pyro bis zum Anschlag, das ist ESC at it´s best. Klar, die Stil-Elemente sind jetzt nicht die Neu-Erfindung des Tanztheaters, aber das ist perfekt perfekt perfekt – vor allem auch wegen der Graphics „Grandma“ etc.

18 Punkte von uns – damit der Sieger aus HH Hohenfelde, ohne dem, was noch kommt, unangemessen vorzugreifen.

 

Armenien: Rosa Linn – Snap

Jetzt also der Post-It-Abschluß. Ein Mödel mit weißer Guitarre eröffnet sitzend, woran erinnert uns das?

Das ist so ein bissel wie ein gefälliges Mittagessen, wo man laufend das Gefühl hat, nachwürzen zu müssen. Und nochmal Pfeffer. Und Salz auch. Vielleicht sogar noch ein Spritzer Maggi.

Rosa wirkt supersympathisch, aber dieses Abreißen der Post-Its wirkt sehr verkrampft, tut mir leid. „Hat sie dieses ganzes Klopapier aus der Corona-Krise?“ fragt ein lieber Freund via WhatsApp.

8 Punkte von uns, 5 (wohlwollend) vom Autor dieser Zeilen.

Zum Schnelldurchlauf meldet sich Peter kurz ab zur Snackpause, 12P übernimmt…

 

Und wir sind schon im Pausenact: die besten italienischen Disco-Hits. Da war in den 80ern und 90ern einiges Gutes dabei. Das Getrommel ist schon penetrant, aber dazwischen kommen immer wieder die tollen Melodien der Disco-Hits durch. Und prompt beginnen auch die Leute mitzuklatschen. Und dann taucht die angekündigte Sängerin mit ihrem roten Haupthaar auf und singt.

Jetzt wird an Raffaella Carrà erinnert. Sie war der Grund, warum Laura Pausini tanzen gelernt hat. Mit Recht! Und schwups kommt der zweite Schnelldurchlauf, wie immer mit kürzeren Ausschnitten. Wir können uns gut vorstellen, dass Bulgarien weiter ist. Und Rosa Lina küsst die Kamera. Ist das Post-Corona-konform?! Und dann kommt der Hinweis auf den Merch. Angeblich gibt es auch eine Kassette mit den diesjährigen ESC-Beiträgen.

Der Voting-Countdown ist heruntergezählt. Das Voting ist vorbei. Dann kommt das große Highlight: Diodato. er beginnt ganz ruhig und allein am Klavier. Es laufen Leute durch das Bild. Und das Publikum singt beim Pre-Chorus mit. Und beim Refrain natürlich auch. Es sieht aus, als trüge er einen Pyjama. Nein, hätte aber sein können. Zur zweiten Strophe kommt er nach vorn. Dort haben sich Tänzer/innen aufgestellt, die sich wie Mumien nicht bewegen. Er singt sie an. Bewegend. Dazu Bodennebel. Zum zweiten Refrain kommt Pyroregen und die Tänzer/innen tanzen. Toll. Sie heben ihn in der Brücke hoch. Peter meint: Stimmlich besser als das meiste, was wir heute gehört haben. Die Tänzer/innen sind alle sehr eng beieinander. Und jetzt bewegt sich auch die Sonne. Sie kann es! Ein großer Song!

In „Eurovision Confidencial“ unternehmen wir einen Ausflug in frühere ESCs. Immer gern genommen. Es ist immer wieder herrlich zu sehen, was es schon alles beim ESC zu erleben gab. Selbst Michael Schulte ist dabei!

Unvermeidbar ist der Auftritt des bzw. der Gewinner/in des JESC. So auch in diesem Fall. Und dieses Jahr geht es nach Eriwan. Sie bewirbt das leckerste Essen, die freundlichsten Menschen und die zauberhaften Plätze des Landes.

 

Und hier meldet sich Peter zurück. Was war das großartig, als Diodato „Fai Rumore“ singen durfte. Definitiv der beste Moment des Abends.

Wir erleben zwei der Big Five, Frankreich und Italien. Beide werden mit Probenausschnitten vorgestellt. Der Italien Clip ist etwas befremdlich, Mahmoods Mantel erinnert an unausprechliche Zeiten. Im Interview ist er maximal sympathisch, aber sein geplantes Outfit ist ein Abturner. Wollen die Italiener nicht noch einmal?

 

Und wir gehen auf den Zieleinlauf.

Wer ist im Finale?

Wow, die Schweiz zuerst. Was für eine tolle Dramaturgie der EBU

Armenien

Island, ja ja ja ja

Litauen, noch eine Überraschung

Portugal

Norwegen – klar gesetzt

Griechenland – auch keine Überraschung

Ukraine – „wohlverdient und nicht unerwartet“ sagt Peter Urban

Moldau

Jetzt wird es eng für die Niederlande.

Für Österreich sowieso.

Doch nicht, S10 ist im Finale!!

Niederlande ist der zehnte Qualifier!

Das war mega-spannend! Mega-Mega-spannend!

 

Wir waren uns zuletzt sicher, dass Bulgarien es doch noch schafft. Ein Super-Ausschnitt im Schnelldurchlauf, eine klare Positionierung als Balladenalternative, eine Super-Bildregie – aber das war alles nicht genug.

Und für Ronela vergießen wir ein paar Tränen.

Das ist ein Ergebnis, das noch für viel Gesprächsstoff sorgen wird.

Ganz liebe Grüße an dieser Stelle an Luca und Pia. Wir feiern Euch no matter what. Egal, was Euch jetzt gerade durch den Kopf schwirrt, in der Bubble seid Ihr Helden für immer!!

Für heute verabschieden sich Douze Points und Peter aus Hamburg Hohenfelde. Wie immer war es ein Fest mit Euch. Wir sind schon megagespannt auf Donnerstag. Serbien und Georgien MÜSSEN MÜSSEN MÜSSEN ins Finale, wenn ich das noch sagen darf.

Danke, dass Ihr dabei wart und bis sehr bald an dieser Stelle. Happy Eurovision!

Wir bloggen jetzt noch live die Pressekonferenz nach dem ersten Semi. Den Blog könnt Ihr hier nachlesen. Das Ergebnis des ersten Semis und die Videos der Qualifikaten findet ihr hier.



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346 Comments
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Chupacabra
Chupacabra
4 Jahre zuvor

Griechenland wirklich stark. NL hat mich am meisten berührt. Österreich noch in meinen 10, da Semi wirklich schwach.

Matty
Matty
4 Jahre zuvor

Ich frage mich wieviele Klopapierrollen für das Bühnenbild von Armenien verschwendet wurden! Auch hier paßt die Inszenierung nicht zum Song.

TiVogel
TiVogel
4 Jahre zuvor

Wie unglaublich toll ist diese Niederländerin. WOW.Sehr schöne Melodie,in Landessprache. Mein Geheimfavorit.Natürlich sehr gut: Ukraine.Moldau würd Ich auch sehr gern im Finale sehn.Die machen einfach Party auf der Bühne.Austria darf auch gern weiter.Norwegen sowieso.Schweiz bitte diesmal nicht, nur langweilig.

running3000
Mitglied
4 Jahre zuvor

Warum hängt bei Armenien überall Klopapier rum?

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Armenien – das Lied gibt mir nach wie vor nicht viel, finde ich eher langweilig. Aber Rosa Linn hat schon eine tolle Ausstrahlung, finde ich.🙂

Alemino
Alemino
4 Jahre zuvor

Rosa Linn legt die Gitarre weg und sie spielt von alleine weiter. An welchem anderen Beitrag erinnert mich das? Ansonsten ganz solide, auch wenn die Kamera nicht unbedingt noch einmal extra an das Herz hinter dem Klopapier zoomen muss

inga
inga
4 Jahre zuvor

Armenien ist mein Grower.

LoicLover
4 Jahre zuvor

Was ich vom Ergebnis halte schreib ich morgen. Ich werde es erstmal scken lassen, außerdem muss ich morgen um sechs aufstehen 🙁
Aber nun erst mal die letzten 5, bevor es richtig spannend wird (Die Startnummern 13-17):
13:Oh man, er tut es schon wieder und ihre Stimme ist echt nicht gut. Tänzer hätten vielleicht noch etwas ablenken können aber so fühl ich mich leider leicht an No Angels erinnert (tut so weh so was schreiben zu müsenn, aber so fühlt es sich leider für mich an)
14: Schööön. Bei dem Lied kann ich immer gut entspannen und runterkommen und die drei (4) wirken toll auf der Bühne Irgendwie macht hier auch das Wasser mal etwas Sinn
15: Das Kleid find ich nachwievor schrecklich und ich hätte mir die verzerrte Stimme irgendwie anders präsentiert gewünscht (durch einen Chort oder so) aber durch die Performance gewinnt dieses Lied wirklich. Kann den Hype jetzt drumm besser verstehen – klar weiter
16: Neben der Ukraine meine Favs in diesem Semi. Einfach nur cool. Love it
17: Schönens Lied aber die Performance? Weiß nicht was ich davon halten soll. Die Idee ist ja ganz süß aber irgendwie zerstört sie das Lied – weiß nicht wie ich es besser formulieren soll vielleicht einfach damit, dass sie nicht zusammen harmonieren?
Eins noch Ich fand die Bühne teilweise zu groß bzw. die Künstler wirkten oft so räumlich distanziert vom Publikum
So jetzt verabschied ich mich erstmal und wünsch euch allen eine gute Nacht und bis morgen

DerKai
DerKai
4 Jahre zuvor

Armenien drücke ich die Daumen für das Finale! Gefiel mir vielleicht heute sogar am besten, was ich nie erwartet hätte.

inga
inga
4 Jahre zuvor

Ich hab grad ein bisschen Angst um Portugal. Griechenland und die Niederlande werden es schaffen, da bin ich sicher.

Bonello
Bonello
4 Jahre zuvor

Ich fand das Semi insgesamt durchwachsen

Bonello
Bonello
4 Jahre zuvor
Reply to  Bonello

Mal gucken welche Überraschungen es gibt

Matty
Matty
4 Jahre zuvor

Der Song von Armenien ist genauso schwach wie derjenige, der im letzten Jahr den JESC gewann und ich hoffe, Rosa fährt heute Abend wieder nach Hause.

Benner
Benner
4 Jahre zuvor

Und ich mache Pause während Griechenland mag überhaupt nicht. Norwegen nein danke und Armenien recht nicht
Will aber wissen wer weiter kommt shit

Christliches
Christliches
4 Jahre zuvor

Ich freue mich schon so riesig auf Diodato

inga
inga
4 Jahre zuvor

Wieviele Jeanette Biedermanns passen wohl in die Discokugel?

Alemino
Alemino
4 Jahre zuvor

Meine Favoriten: Ukraine, Niederlande, Portugal und Norwegen

Aufsteiger des Abends ist für mich Lettland, Absteiger Albanien

Matty
Matty
4 Jahre zuvor

Meine Top Five des heutigen Abends:

1. Ukraine
2. Niederlande
3. Portugal
4. Norwegen
5. Moldawien

Cedric
Cedric
4 Jahre zuvor

Meine Top 17:

01 🇦🇱 Albania
02 🇬🇷 Greece
03 🇦🇲 Armenia
04 🇸🇮 Slovenia
05 🇱🇻 Latvia
06 🇳🇴 Norway
07 🇮🇸 Iceland
08 🇱🇹 Lithuania
09 🇨🇭 Switzerland
10 🇵🇹 Portugal

11 🇦🇹 Austria
12 🇧🇬 Bulgaria
13 🇳🇱 Netherlands
14 🇲🇩 Moldova
15 🇭🇷 Croatia
16 🇩🇰 Denmark
17 🇺🇦 Ukraine

Meine Qualifier Prediction: 🇦🇲🇳🇴🇬🇷🇦🇹🇵🇹🇲🇩🇳🇱🇺🇦🇱🇻🇦🇱

Julia
Julia
4 Jahre zuvor

Ah deswegen fehlt Klopapier in meinem Lidl…

Aaron Rodgers
Aaron Rodgers
4 Jahre zuvor

Ukraine, Niederlande, Norwegen und Griechenland heute mit den stärksten Auftritten. Ansonsten war wenig Überzeugendes dabei.

Florian
Mitglied
Florian
4 Jahre zuvor

Meine Top 10:

1. Schweiz
2. Österreich
3. Island
4. Portugal
5. Griechenland
6. Niederlande
7. Ukraine
8. Kroatien
9. Armenien
10. Bulgarien

inga
inga
4 Jahre zuvor

Ich versteh nicht, wer hier immer vom ’schlechten Jahrgang‘ spricht. Das war doch alles großartig.

tenor78
tenor78
4 Jahre zuvor

Sodala, habe für Ukraine, Portugal und Kroatien abgestimmt.

Übrigens machen die Moderatoren ihre Sache sehr gut…

stefanohh
stefanohh
4 Jahre zuvor

1. NORWEGEN
2. ÖSTERREICH
3. KROATIEN
4. PORTUGAL
5. GRIECHENLAND

DerKai
DerKai
4 Jahre zuvor

Für die älteren aus Norddeutschland: Sah die rechte Syster nicht aus wie junge Heidi Mahler?

Uwe71
Uwe71
4 Jahre zuvor
Reply to  DerKai

Danke!!! Jetzt weiß ich endlich an wen Sie mich die ganze Zeit erinnert. Gleich wieder Ohnsorg Vibes bekommen.

DerKai
DerKai
4 Jahre zuvor
Reply to  Uwe71

👍🏻😃 Gern geschehen! Ohnsorg forever!

inga
inga
4 Jahre zuvor
Reply to  DerKai

Hehe, jaaaaa.

Tamara
Mitglied
Tamara
4 Jahre zuvor

Griechenland eindeutig der beste Auftritt.

Aussie
Aussie
4 Jahre zuvor

Niederlande definitiv die positive Überraschung des Abends. Bulgarien besser als erwartet. Könnte es vielleicht doch schaffen. Armenien war auch auffallend stark. Ansonsten sehr durchwachsenes Semi. An der Ukraine führt kein Weg vorbei. Gewinnen heute deutlich und am Samstag wohl ebenso. Die Sympathiewelle deutlich spürbar auch am TV.

inga
inga
4 Jahre zuvor

1 Niederlande
2 Griechenland
3 Portugal

torstenschubert1
torstenschubert1
4 Jahre zuvor

Für mich eineindeutig: an Norwegen führt kein Weg vorbei. Klare Nummer 1.

kuestensocke
kuestensocke
4 Jahre zuvor

OMG der Pausen-DJ ist langweilig, die Trommer reissen das auch nicht raus… lahm.

Nika
Nika
4 Jahre zuvor

Die besten Auftritte hatten für mich Norwegen und Griechenland. Mehr berührt haben mich aber die Ukraine und die Niederlande.

frank0141
4 Jahre zuvor

Wer wählt denn nur die Ausschnitte des Schnelldurchlaufs aus? Oder lautet die Regel: nimm einfach die schlechtesten paar Sekunden? Das ist ja wirklich bei einigen Ländern total abschreckend, obwohl der Auftritt gut war (außer bei Albanien, das war wirklich schlecht intoniert).

inga
inga
4 Jahre zuvor
Reply to  frank0141

Eigentlich wird das von den Delegationen festgelegt, soweit ich weiß.

Matty
Matty
4 Jahre zuvor

An Raffaela Carra wird auch erinnert, wie schön

Amion
Amion
4 Jahre zuvor

ich fand Östererich richtig gut.

Niederlande
Portugal
Dänemark
Österreich müssen weiter

Julian
Julian
4 Jahre zuvor

Niederlande und Moldau waren top!

meckienrw
4 Jahre zuvor

Österreich und Schweiz leider beide live total furchtbar…. aber vielleicht reicht es ja doch.

Griechenland? Klar kommt weiter, ohne Frage. Aber die Begeisterung hierfür kann ich nicht nachvollziehen… wird am Samstag dann eher hinten landen.

Moldau fand ich stark, Ukraine live auch …. und (!) Litauen auch… wird aber schwer für Litauen.

Niederlande ganz toll finde ich…. liebe den Song.

Norwegen auch klar weiter.

Nika
Nika
4 Jahre zuvor

Wie findet ihr bisher die Moderatoren? Ich werde noch nicht so richtig mit ihnen warm.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Ein verdammt starkes Semi.😊

goynen67
4 Jahre zuvor

Litauen Moldau Island und Armenien haben mich positiv überrascht. Auch Portugal, Griechenland und Norwegen gut. Österreich enttäuschend. Und ganz ehrlich. Ukraine ist für mich kein Gewinner. Und ich bin damit überhaupt nicht glücklich. Ich wünsche der Ukraine alle Unterstützung, Gesundheit, Glück und Frieden. Aber warum muss der ESC jetzt zum Politikum werden. Und so wird es die Presse am Ende auch darstellen….

Tamara
Mitglied
Tamara
4 Jahre zuvor

Sagt mal, steht bei Euch auch nur „voting lines are open“ aber kein Nummerndurchlauf? (Ich hab den Stream auf der Tube)

Matty
Matty
4 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Bei mir steht „Deutschland ist erst am Donnerstag beim zweiten Halbfinale stimmberechtigt“

Christian
Christian
4 Jahre zuvor

Die Niederlande waren GROSSARTIG!!! Ebenfalls super: Griechenland, Norwegen, Dänemark, Moldau, Ukraine und Portugal. Österreich – bin erleichtert. Wird knapp, mit Glück gehts durch.

Amion
Amion
4 Jahre zuvor

Monika aus Litauen wird es leider schwer haben , Die Startnummer 3 war total unpassend.Schade

Matty
Matty
4 Jahre zuvor
Reply to  Amion

Die Moderatoren machen einen guten Job heute Abend

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Irgendwie tun mir die KünstlerInnen immer leid, die schon so früh die Heimreise antreten müssen.😢

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Diodato😍😍

J-129
J-129
4 Jahre zuvor

Dieser Sound, der beim Kurzintro läuft, das ist doch der aus den deutschen Vorentscheiden der letzten Jahre, oder? Ich überlege schon die ganze Zeit, woher mir das so bekannt vorkommt 😅

Chupacabra
Chupacabra
4 Jahre zuvor

1) NED 2) GRE 3) UKR 4)POR 5)CRO 6)NOR 7)AUT 8)MOL 9)ARM 10)?

Henning
Henning
4 Jahre zuvor

Das Lied aus er Ukraine war eines der Schlechtesten. Nur aufgrund der Situation wird das Lied weiterkommen. Schade, nder haben es mh
Ehr verdient

Matty
Matty
4 Jahre zuvor

Diodato und das Publikum singen „Fai Rumore“

J-129
J-129
4 Jahre zuvor

Diodato ❤️ Wäre auch im Finale schon gewesen …

Amion
Amion
4 Jahre zuvor

Och wie schön DIODATO