Live-Blog: Das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest 2022

Foto: EBU / NATHAN REINDS

Happy Eurovision everybody. Die Fieberkurve steigt. Heute Abend wird im PalaOlimpico in Turin das erste Semifinale des diesjährigen Eurovision Song Contest stattfinden, moderiert von Laura Pausini, Alessandro Cattelan und Mika, den meine Co-Bloggerin Berenike mal als Fangirl verehrte.

Wird Mika einen guten Job machen? Werden sich die DACH-Länder Österreich und Schweiz für das Finale qualifizieren? Wer wird vom Publikum den größten Applaus bekommen? Wie wird der Auftritt von Intervall-Act Diodato (Sanremo-Gewinner 2020) ausfallen, den die Pandemie traurigerweise um seinen Auftritt auf der internationalen ESC-Bühne gebracht hat? Fragen über Fragen, heute Abend werden sie beantwortet.

Diese 17 Songs und Interpreten stellen sich heute Abend dem Wettbewerb:

  1. Albanien: Ronela Hajati – Sekret
  2. Lettland: Citi Zêni – Eat Your Salad
  3. Litauen: Monika Liu – Sentimental
  4. Schweiz: Marius Bear – Boys Do Cry
  5. Slowenien: LPS – Disko
  6. Ukraine: Kalush Orchestra – Stefania
  7. Bulgarien: Intelligent Music Project – Intention
  8. Niederlande: S10 – De Diepte
  9. Moldau: Zdob și Zdub & Frații Advahov – Trenulețul
  10. Portugal: MARO – saudade saudade
  11. Kroatien: Mia Dimšić – Guilty Pleasure
  12. Dänemark: REDDI – The Show
  13. Österreich: LUM!X feat. Pia Maria – Halo
  14. Island: Systur – Með hækkandi sól
  15. Griechenland: Armanda Georgiadi Tenfjord – Die Together
  16. Norwegen: Subwoolfer – Give That Wolf A Banana
  17. Armenien: Rosa Linn – Snap

Hier könnt Ihr Euch den ESC-kompakt-Wertungszettel downloaden und diesen ausdrucken.

Am Ende des Abends qualifizieren sich durch einen 50/50-Mix aus Jury- und Publikumsabstimmung zehn Beiträge für das große Finale am kommenden Samstag. Welche das sein werden, könnt Ihr noch bis 21 Uhr in unserem Tippspiel vorhersagen.

Falls Ihr Euch schon vorab auf die Sendung einstimmen wollt (Vorsicht Spoiler!): Unsere Berichte zu den Einzelproben findet Ihr hier und hier; unseren Live-Blog der gestrigen ersten Durchlaufprobe findet Ihr hier.

Bereits ab 19:30 Uhr könnt Ihr unsere ESC kompakt LIVE Pre-Show zum ersten Halbfinale im Stream auf YouTube sehen.

Das erste Halbfinale des ESC 2022 beginnt heute Abend um 21:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit und wird in Deutschland auf ONE, in Österreich in ORF 1 und in der Schweiz bei SRF 2 zu sehen sein. Wir bloggen die Show an dieser Stelle live und Ihr habt die Möglichkeit, die Geschehnisse vor, während und nach der Sendung unter diesem Beitrag zu kommentieren.

 

Happy Eurovision, liebe ESC kompakt Leserinnen und Leser. Aus HH Hohenfelde melden sich Douze Points und Peter. Endlich, endlich, endlich ist es soweit. May the show begin.

Es geht los. Der erste Song, den wir hören, ist von Puccini. Kennt man aus der Werbung. Und aus dem UK Supertalent: Nessun Dorma. Gerne auch von Pavarotti.

Es startet der Opening Act „The Sound Of Music“, ein Mix aus Hardrock, schlagereskem Pop, Space-Ballett mit großen Posen und Akrobatik.

Wie gehabt, Ihr Lieben, konzentrieren wir uns hier auf die emotionalen und gnadenlos subjektiven Elemente der Show, vieles andere setzen wir mal als bekannt voraus. Und wir geben Punkte, jeweils zwischen 0 und 10. Same procedere as every year…

Laura, Alessandro und Miko betreten die Bühne. Laura in pink, die Jungs in schwarz. Mika looks fabulous. Die drei zelebrieren Musik als Volkerverständigung und beschwören die Sehnsucht nach Frieden in Europa.

„Let the Eurovision Song Contest begin“.

Die Drohne, die die Postcards filmt, heißt übrigens Leo. Nice, ich mag den Namen sehr – aus ganz verschiedenen, auch sehr familiären Gründen.

 

Albanien: Ronela Hajati – Sekret

„Europe, make some noise.“ gröhlt Renela. Aber ein guter Start, viel Haut, viel Sex, viel Energy und eine gute Portion Trash. Die Kamera reduziert in den CloseUps die Größe der Bühne.

Das Zopfwedeln ist großartig. Die Sexclub-Choreo ist auch sexy, mglw etwas too much für Europe. Wir sind zufrieden mit dem Start.

15 Punkte (davon 6 von Douze Points – 4 allein für die Tänzer)

 

Lettland: Citi Zêni – Eat Your Salad

Cool, der Leadvocalist Janis singt nicht die zensierte erste Chorus-Zeile, sondern lässt das geschulte Publikum „pussy“ krakelen. Sehr schlau.

Sehr bunt, sehr MTV-Style. Toll, wie der Saxophonist vor grellem Weiß als Silhouette inszeniert wird. Jeder von der Band hat seine individuellen Kameramomente, das ist sympathisch.

Peter Urban nennt das Retrofunk. Nicht sonderlich innovativ, aber sehr funfunky.

14 Punkte von uns, 6 davon von DP.

 

Litauen: Monika Liu – Sentimental

Hier vermissen wir die Sonne das erste Mal, die hätte dem Song gut geholfen. Das vorausgeschickt ist das Licht sehr stylish.

Aber die Bühne wirkt manchmal doch „wie bei ein Kessel Buntes“ (DP), das ganze TamTam, dass die RAI um das Bühnenkonzept gemacht hat, ist dann doch übertrieben.

Spätestens nach zwei Minuten ist der Song durchgehört und auserzählt.

8 Punkte von uns beiden (zusammen).

 

Schweiz: Marius Bear – Boys Do Cry

Marius „Cool“ Bear kommt super rüber. Wir sind geflasht. Weniger ist eben manchmal mehr.

Marius schwitzt stark auf der Stirn, vermutlich trägt die lässige Lederjacke dazu bei. Das Herz auf der Wange wäre nicht notwendig gewesen, um die Intensität des Songs zu transportieren.

Der Drachen auf der LED Wand erinnert mich an „Heroes“ von Monz, aber insgesamt ist die zurückgenommene Bildregie  mit vielen CloseUps sehr wirkungsvoll.

11 Punkte, DP findet es nicht wirklich glaubwürdig, ich schon (9 Punkte von mir)

 

Slowenien: LPS – Disko

Fataler Fehler von Peter, der von „fünf Jungs“ spricht. Dafür, dass es beim NDR für die Moderationstexte extra einen Redakteur gibt, ist das gar nicht gut.

Der supersmart aussehende Leadsänger Filip wirkt ein bisschen schüchtern – immer noch – man sollte meinen, er hätte sich besser aklimatisiert.

Trotz Discokugel und viel Licht wirkt das immer noch wie ein Schülerbandauftritt, aber an einen Schule, auf die man seine Kids gerne schicken würde.

Das klingt nach Platz 17, sorry, so sympathisch die Kinder sind.

9 Punkte von uns, 7 davon von mir

 

Ukraine: Kalush Orchestra – Stefania

Zum Krieg in der Ukraine findet Peter Urban in seiner Anmoderation die richtigen Worte. In der Tat ist dieser Auftritt viel viel mehr als ein Song Contest Beitrag.

Hier stimmt die Inszenierung – top notch, vor allem gleich zu Beginn die Schatten auf dem Bühnenboden. Auch die mütterlichen Augen auf der LED Wand wirken eindringlich. Hier sind die Sonne und das übrige Licht tatsächlich harmonisch aufeinander abgestimmt, vor allem, wenn das Licht von blau auf rot auf orange wechselt.

Das Publikum geht super mit, diese Schnitte sind die schönsten Bilder bei diesem Auftritt. Das hat viel mit der Ukraine aber genauso viel mit dem schmissigen Song zu tun.

„Thank you for supporting Ukraine“ sagt die Band zum Schluß, als die Bühne in die ukrainischen Fahnen getaucht ist. Gänsehaut.

16 Punkte, erstmals die Höchstpunktzahl von Peter

 

Erste Schalte in den Greenroom, eher beliebig, fast langweilig, selbst für Smalltalk-Texte, die in solchen Fällen üblich sind. Keine Interaktion der Moderatoren untereinander und erst Recht nicht mit den Künstlern.

 

Bulgarien: Intelligent Music Project – Intention

Oh, ein Super-Intro mit gesplittetem Screen und viel Hardrock-Klischees in a good way.

Hier passt das Licht, hier passen die Schnitte – sehr gut auch, dass die Sonne als Halbkreis mit Kreisen beleuchtet wird.

Die Inszenierung ist gut, allein der Song ist an Schlichtheit kaum zu toppen. Stimmlich auch eher dritte Bundesliga.

Der langsame Part und die Bridge inklusive des Guitarrensolos sorgen endlich für die notwendige Abwechselung. Das Beste ist die Lichtregie einschließlich der Friedenstaube als Duftmarke am Schluß.

Wir sind positiv überrascht, 7 Punkte von mir, 5 von DP, macht 13 Punkte

 

Niederlande: S10 – De Diepte

Ihr Kleid hier ist ungefähr siebezehntausendmal besser als der furchtbare Wolkenkratzer-Pastellfrack auf dem Red Carpet. Auch die weißen Schuhe sind stark.

Die Inszenierung ist allerdings eher konventionell und stimmlich ist das auch nicht so überwältigend wie erwartet.

Als S10 sich bewegt, kommt etwas mehr Drive rüber, aber wir vermuten hier jetzt den ersten FFF. Da können nur die Jurys helfen.

„Eine Hommage an die Traurigkeit“ sagt Peter Urban. Naja

Erstmals gibt 12P mehr Punkte als ich, insgesamt 10, 4 davon von mir.

 

Moldau: Zdob și Zdub & Frații Advahov – Trenulețul

Hier also der Partyfavorit vom Juryfinale. Ballermann-Klischees bis zum Anschlag, angefangen bei der Wayfarer des Leadvocalisten.

Das ist mal in erster Linie bunt und ausgelassen und Hau-den-Lukas-freestyle.

Aber auch konzeptlos kann man eine gefällige mitreissende und sympathische Show abliefern. Die Ethno-Elemente veredeln diesen Rumptata-Hit ein wenig.

Es wird hier bekanntlich die „Wiederveröffentlichung einer Bahnverbindung“ gefeiert (so die Wortwahl von Peter). Und bei solcher Musik wäre eine Zugverspätung ok. Nun, Peter, finde ich nicht, pünktliche Züge haben etwas sehr sympathisches.

11 Punkte aus Hamburg, 5 davon von 12P

 

Portugal: MARO – saudade saudade

Jetzt also der Faro, wo ich am Ende ans Finale glaube, den ich aber ganz persönlich mega-langweilig finde.

Und die fünf zurückgenommenen Damen im Kreis, die trällern und trällern und trällern… Ich weiß es nicht.

Der Song profitiert davon, dass er direkt hinter dem Moldau-Let´s-Go-Stück eine intensive intime Alternative ist. Aber so richtig ergreifend ist das nicht, oder doch?

Wir sind echt unentschlossen. Das hat sicher seine euphorischen Fans, aber nicht überall…

10 Punkte, 7 von DP („ich war am Anfang kurz gecatcht“)

 

Kroatien: Mia Dimšić – Guilty Pleasure

Nun also der Eye Candy Favorit des gesamten Wettbewerbs – in seiner Funktion als Tänzer.

DANKE an Berenike an dieser Stelle, die vom Turkoise Carpet einen sehr persönlichen Videogruß mitgebracht hat.

Mia ist anfangs nicht zu sehen, das Intro ist quasi schwarz. Danach setzt aber eine sehr stilvolle, lässige Inszenierung ein, faszinierende Lichteffekte und hier wirkt auch erstmals der Brunnen als integraler Bestandteil richtig klasse.

Toll ist der kroatische Songteil, wiewohl das Englisch von Mia exzellent ist, beneidenswert. „Viel besser auf kroatisch“ schreibt Purzelbärchen in der WhatsAppGruppe und recht hat er.

12 Punkte von uns, doppelt so viele von mir wie die von DP

 

Dänemark: REDDI – The Show

Einer der wenigen Songs, bei denen ich das Gefühl habe, ihn schon fast zu oft gehört zu haben.

Der Übergang vom balladesken zum Pseudo-Rock-Part ist stark inszeniert, wie beim MGP ist das plakative Licht hier wirkungsvoll und macht den Song stärker als er ist.

Die Drummerin gibt es alles, 12P ist richtig begeistert. Die Performance der Mädels ist besser als erwartet, sehr Joan-Jett!

Peter Urban nennt die Schlagzeugerin die „wilde Hilde“. Kann man machen, muss man aber nicht.

8 Punkte von uns, wir sind uns diesmal einig.

 

Green-Room Mika in türkis – sehr stylish. „We are gorgeous“. Stimmt für ihn auf jeden Fall.

Insgesamt haben die Moderatoren einen Touch von Kindergeburtstag.

 

Österreich: LUM!X feat. Pia Maria – Halo

Jetzt heißt es nochmal Daumen drücken für Pia und Luca.

Der Song startet mit einem Ballermann-Shout von Luca. Er animiert das Publikum mehrfach und klatscht dabei in die Hände. Finde ich persönlich selbst für eine Silbereisen-Show too much.

Pia stimmlich unauffällig, das ist schon etwas im Vergleich zu dem, was wir im Vorfeld gelsen haben.

Die Show mit dem weiß-rot strahlenden Scheinwerferkreis rund um das DJ Pult von Luca wirkt stark, aber seine Ballermann-Animation ist ein gewagtes Experiment.

Die Schnitte im Publikum zeigen entgeisterte Gesichter.

Wir geben 14 Punkte für die großen glaubwürdigen Anstrengungen, jeder 7

 

Island: Systur – Með hækkandi sól

Nun also der Geheimtipp der ESC kompakt Blogger. Schon einmal ganz viele Herzen für die Landessprache.

Das Wasserfall-Intro funktioniert großartig, der Chorus im warmen Licht ist zwar „belanglos“ laut Douze Points aber auch catchy und knuddelig und auf eine gewisse dezente Art sogar sexy.

Der Drummer in weiß ist smart und liebenswert, die Mädels sind zu beneiden. Und er für diese drei sympathischen Schwestern.

Die CloseUps mit den drei Mödels in orange nebeneinander sind stark, stark, stark. Ein Festival in orange, I like it a lot.

15 Punkte aus Hohenfelde, ein Drittel davon von Douze Points

 

Griechenland: Armanda Georgiadi Tenfjord – Die Together

Oops, Armanda ist stark überschminkt und glänzt sicher stärker als geplant.

Die Kamerafahrten von oben mit den sich bewegenden Stühlen sind ein mega-eindrucksvoller Effekt. Überhaupt ist die optische Inszenierung eine der besten des Abends, wenn nicht sogar die beste, auch in den Totalen mit den weißen Lasern.

Und sie lächelt zauberhaft zum Abschluß. Das reicht, so macht man das in Sachen Publikums-Interaktion, lieber Luca.

17 Punkte von uns, die erste 9 von 12P – bislang unser Favorit (einen Song lang)

 

Norwegen: Subwoolfer – Give That Wolf A Banana

Hier passt alles. Es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem – eine perfekte Inszenierung mit einem Fun-Disco-Drums-Hit für jeden Dancefloor.

Pyro bis zum Anschlag, das ist ESC at it´s best. Klar, die Stil-Elemente sind jetzt nicht die Neu-Erfindung des Tanztheaters, aber das ist perfekt perfekt perfekt – vor allem auch wegen der Graphics „Grandma“ etc.

18 Punkte von uns – damit der Sieger aus HH Hohenfelde, ohne dem, was noch kommt, unangemessen vorzugreifen.

 

Armenien: Rosa Linn – Snap

Jetzt also der Post-It-Abschluß. Ein Mödel mit weißer Guitarre eröffnet sitzend, woran erinnert uns das?

Das ist so ein bissel wie ein gefälliges Mittagessen, wo man laufend das Gefühl hat, nachwürzen zu müssen. Und nochmal Pfeffer. Und Salz auch. Vielleicht sogar noch ein Spritzer Maggi.

Rosa wirkt supersympathisch, aber dieses Abreißen der Post-Its wirkt sehr verkrampft, tut mir leid. „Hat sie dieses ganzes Klopapier aus der Corona-Krise?“ fragt ein lieber Freund via WhatsApp.

8 Punkte von uns, 5 (wohlwollend) vom Autor dieser Zeilen.

Zum Schnelldurchlauf meldet sich Peter kurz ab zur Snackpause, 12P übernimmt…

 

Und wir sind schon im Pausenact: die besten italienischen Disco-Hits. Da war in den 80ern und 90ern einiges Gutes dabei. Das Getrommel ist schon penetrant, aber dazwischen kommen immer wieder die tollen Melodien der Disco-Hits durch. Und prompt beginnen auch die Leute mitzuklatschen. Und dann taucht die angekündigte Sängerin mit ihrem roten Haupthaar auf und singt.

Jetzt wird an Raffaella Carrà erinnert. Sie war der Grund, warum Laura Pausini tanzen gelernt hat. Mit Recht! Und schwups kommt der zweite Schnelldurchlauf, wie immer mit kürzeren Ausschnitten. Wir können uns gut vorstellen, dass Bulgarien weiter ist. Und Rosa Lina küsst die Kamera. Ist das Post-Corona-konform?! Und dann kommt der Hinweis auf den Merch. Angeblich gibt es auch eine Kassette mit den diesjährigen ESC-Beiträgen.

Der Voting-Countdown ist heruntergezählt. Das Voting ist vorbei. Dann kommt das große Highlight: Diodato. er beginnt ganz ruhig und allein am Klavier. Es laufen Leute durch das Bild. Und das Publikum singt beim Pre-Chorus mit. Und beim Refrain natürlich auch. Es sieht aus, als trüge er einen Pyjama. Nein, hätte aber sein können. Zur zweiten Strophe kommt er nach vorn. Dort haben sich Tänzer/innen aufgestellt, die sich wie Mumien nicht bewegen. Er singt sie an. Bewegend. Dazu Bodennebel. Zum zweiten Refrain kommt Pyroregen und die Tänzer/innen tanzen. Toll. Sie heben ihn in der Brücke hoch. Peter meint: Stimmlich besser als das meiste, was wir heute gehört haben. Die Tänzer/innen sind alle sehr eng beieinander. Und jetzt bewegt sich auch die Sonne. Sie kann es! Ein großer Song!

In „Eurovision Confidencial“ unternehmen wir einen Ausflug in frühere ESCs. Immer gern genommen. Es ist immer wieder herrlich zu sehen, was es schon alles beim ESC zu erleben gab. Selbst Michael Schulte ist dabei!

Unvermeidbar ist der Auftritt des bzw. der Gewinner/in des JESC. So auch in diesem Fall. Und dieses Jahr geht es nach Eriwan. Sie bewirbt das leckerste Essen, die freundlichsten Menschen und die zauberhaften Plätze des Landes.

 

Und hier meldet sich Peter zurück. Was war das großartig, als Diodato „Fai Rumore“ singen durfte. Definitiv der beste Moment des Abends.

Wir erleben zwei der Big Five, Frankreich und Italien. Beide werden mit Probenausschnitten vorgestellt. Der Italien Clip ist etwas befremdlich, Mahmoods Mantel erinnert an unausprechliche Zeiten. Im Interview ist er maximal sympathisch, aber sein geplantes Outfit ist ein Abturner. Wollen die Italiener nicht noch einmal?

 

Und wir gehen auf den Zieleinlauf.

Wer ist im Finale?

Wow, die Schweiz zuerst. Was für eine tolle Dramaturgie der EBU

Armenien

Island, ja ja ja ja

Litauen, noch eine Überraschung

Portugal

Norwegen – klar gesetzt

Griechenland – auch keine Überraschung

Ukraine – „wohlverdient und nicht unerwartet“ sagt Peter Urban

Moldau

Jetzt wird es eng für die Niederlande.

Für Österreich sowieso.

Doch nicht, S10 ist im Finale!!

Niederlande ist der zehnte Qualifier!

Das war mega-spannend! Mega-Mega-spannend!

 

Wir waren uns zuletzt sicher, dass Bulgarien es doch noch schafft. Ein Super-Ausschnitt im Schnelldurchlauf, eine klare Positionierung als Balladenalternative, eine Super-Bildregie – aber das war alles nicht genug.

Und für Ronela vergießen wir ein paar Tränen.

Das ist ein Ergebnis, das noch für viel Gesprächsstoff sorgen wird.

Ganz liebe Grüße an dieser Stelle an Luca und Pia. Wir feiern Euch no matter what. Egal, was Euch jetzt gerade durch den Kopf schwirrt, in der Bubble seid Ihr Helden für immer!!

Für heute verabschieden sich Douze Points und Peter aus Hamburg Hohenfelde. Wie immer war es ein Fest mit Euch. Wir sind schon megagespannt auf Donnerstag. Serbien und Georgien MÜSSEN MÜSSEN MÜSSEN ins Finale, wenn ich das noch sagen darf.

Danke, dass Ihr dabei wart und bis sehr bald an dieser Stelle. Happy Eurovision!

Wir bloggen jetzt noch live die Pressekonferenz nach dem ersten Semi. Den Blog könnt Ihr hier nachlesen. Das Ergebnis des ersten Semis und die Videos der Qualifikaten findet ihr hier.


346 Kommentare

  1. Ich habe es von Anfang an geahnt……wird nichts mit Österreich. 7 von 10 Qualifikanten unter meinen Top 10, bin zufrieden.

      • Der ESC ist nicht transparent. Und die Ukraine wird dieses Jahr gewinnen, ganz klar. … Daher nicht wundern.

  2. Was war das für ein komisches Voting?

    Schweiz,Armenien,Island,Litauen, sind im Finale?

    Aber Albanian,Lettland,Bulgarien sind draußen?

  3. Yeah, Litauen, Niederlande und Island. Ich freu mich so. Und so viel dann auch einfach mal zu Wettquoten 🙃🙃🙃

  4. Yes! Herzliche Gratulation an Marius! Tolle Leistung und jetzt fürs Finale Hopp Schwiiz🇨🇭🇨🇭🇨🇭

  5. Bisschen traurig bin ich, dass es Albanien nicht geschafft hat. Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden.
    Gute Nacht zusammen, hat Spaß gemacht, freue mich auf Donnerstag.🙂

  6. Gott sei Dank ist der pornosong nicht im Finale
    Ebenso der salat-quatsch…
    Ebenso der „ich kann nicht singen-dj-song“….weg

  7. Habe 8/10 richtig, habe Österreich und Albanien weiter getippt.

    Na ja, wenn die Schweiz am Samstag kommt habe ich immerhin meine Toilettenpause gefunden.

  8. Und da ist das erwartbare Aus für Österreich! Finde ich persönlich gut da mir der Song gar nichts gibt…..den Hype im deutschsprachiigen Raum konnte ich nicht verstehen….schön dass es für Island gereicht hat!

  9. Ein enttäuschendes Ergebnis. Dass Litauen, Island und die Schweiz ins Finale kamen, ist völlig unverständlich…
    Hatte dann doch gehofft, dass es Österreich schafft. Wurde wohl von der Jury abgestraft.

    • Halore, ich weiß nicht, was so ein Kommentar soll. Ich nehme an, Du hast noch nie einen Menschen durch Selbstmord verloren. Bitte schreib so etwas nicht mehr, das tut so weh.

  10. Unglaublich was Europa für gut empfindet. Boah. Sorry, Schweiz, aber das Jammerlied geht gar nicht. Ansonsten Schnarch songs. Eins fader als das andere.

    • Ich auch, aber wenn wir ehrlich sind, dann war der Auftritt ziemlich schlecht. Vor allem die Sängerin wirkte wir eine besoffene Milf auf Ibiza mit ihrem Gefuchtel und Gehampel. Dann das Outfit. Sie war sehr schlecht beraten. Wäre die Performance besser gewesen, dann wäre ein Platz im Finale drin gewesen. Denn das Lied ist nicht schlecht. Ich bin eher von Island und Schweiz überrascht, dass dies im Finale ist.

  11. Ich habe beim Tippspiel sieben Richtige. Schade, daß Österreich draußen ist, hätte es lieber statt Island im Finale gehabt.

  12. Das ist ja mal interessant. Die ruhigen Songs sind überwiegend weiter. Litauen wie toll und Portugal wo ich gezittert hab das sie es nicht schafften ist das Weiterkommen ein Traum. Ganz wunderbar das Ukraine und Moldau weiter sind. Für die Schweiz und Island freue ich mich ich mich für Holland noch mehr. Norwegen und Armenien ganz großartig.
    Schade für Österreich und alle anderen. Albanien ist selber schuld, man hat Zuviel riskiert, traurig der Song hätte mehr verdient als diese Inszenierung

  13. Niederlande weiter, yeah, yeah, yeaaaaaahhhhh !
    .
    Freu mich total für die Schweiz, netter Typ dieser Bär, äh Bear

  14. Heuer scheint gutes Lied mit durchwachsener Stimme nicht zu ziehen. War oft nicht so. Trauer will nicht verdrängt werden außer bei NOR und MDV. Am meisten berührt hat mich NED.

  15. Ich habe es für Österreich fast befürchtet nach dem Auftritt. Sehe schade. Bedaure auch das Aus für Albanien.

  16. Ich bin glücklich😍 Hatte zwar statt Litauen auf Albanien getippt, bin aber auch mit Monika super zufrieden. Kann die Qualifikanten zu 100% so unterschreiben😍

  17. Ich schätze mal die Chancen für Spanien sind gestiegen , bei dem Balladenüberschuss

    und Deutschland wird nicht Letzter

  18. Positive Überraschung war für mich Moldawien, hätte nicht gedacht, dass die mit den Brüdern Adahov einen so dynamischen Auftritt hinbekommen, könnte im Finale auch vor Norwegen landen. Ukraine war stark wie erwartet und auch Griechenland konnte völlig überzeigen. Amanda könnte Samstag Jurysiegerin werden. Enttäuscht haben mich Albanien (Auftritt war klar schlechter als im Vorentscheid) und Niederlande. Mir tuts leid um Kroatien, aber das Ausscheiden war zu erwarten. Ich werde Mia Dismic trotzdem als Künstlerin weiter verfolgen. Österreich und Dänemark waren die schwächsten Auftritte des Abends.

  19. Man hatte LUM!X ja gewarnt, lass das mit dem Reingegröhle. Ging noch nie gut und so kam es auch heute. Das Ausscheiden Österreichs ist wahrlich keine Überraschung.

  20. Kannte bis jetzt fast keinen Beitrag und auch keine Performance, habe alles live zum ersten Mal gesehen / gehört. Wie in den guten alten Zeiten. Für Österreich tat es mir leid, fand den Auftritt sehr unterhaltsam. Albanien ebenso. Portugal und Niederlande habe ich erwartet. Aber ich stimme Urban zu: es sind so viele ruhige Lieder weitergekommen, die vor 2-3 Jahren ausgeschieden wären. Ändert sich der Geschmack Europas? Steht man auf anspruchsvollere Lieder? Nur mit Griechenland und Armenien kann ich nichts anfangen. 08/15 pur.

  21. Wow, das war richtig spannend am Ende. Dass Ronela nicht weiterkommt ist schöne eine Überraschung, dachte echt kurz, dass es für s10 knapp werden könnte, da ihr Auftritt alles andere als perfekt war gesanglich.

    Ich muss hier aber noch ganz klar SRF UND auch das ORF Fernsehen vor den Bus werfen….. Wie kann man Werbung schalten, wenn das maximale Highlight des Abends läuft???? Diodato’s magistraler Auftritt musste ich auf ONE nach der Entscheidung suchen, um es zu sehen. Schande von SRF & ORF!!!!

  22. Bin froh und überrascht, dass mein Gewinner des Halbfinales, die Schweiz, weiter ist, aber traurig, dass meine Nummer 2, Österreich raus ist. Von meinen Top 7 sind 6 weiter. Das ist eher selten. Völlig ohne Verständnis bin ich für das Weiterkommen von Moldawien, aber das ist nichts Neues. Auch Norwegen kann ich nichts abgewinnen. Die einzigen Krawallsongs der Abstimmung, die weiter sind, sonst wurden die angenehm ruhigen weitergewählt, was sehr für die Nerven hilft am Samstag. Aber wirklich sehr überraschend. Litauen ist mit ähnlich ruhigen Songs schon oft gescheitert. Auch Island und Portugal wären in der Vergangenheit leider oft nicht weitergekommen. Vielleicht will man doch etwas mehr Ruhe in Kriegszeiten.

  23. Albanien ist Shock für mich gerade mein Lieblingslied mit Niederlande aber wer weiß was Jury da fabriziert hat
    Guten Nacht

  24. Okay, ruhigere Songs weiter. Heißt für Malik? Mehr Konkurrenz oder gute Chancen für ruhigere Songs? Ich habe absolut keine Ahnung! Schlaft alle schön und am Donnerstag geht es weiter. 👍🏻😘

  25. Bis auf Island (und Portugal) geht das für mich so weit in Ordnung. Maneskin hat vielleicht nur gewonnen, damit Diodato heute endlich auf die ESC – Bühne durfte.
    Das Schlimmste heute Abend: ich LIEBE fast alle Songs von Laura Pausini. Aber als Moderatorin? Nein danke…

  26. Gutes Ergebnis, freue mich total für die Schweiz, Marius ist einfach ein großartiger Sänger👍🏻👍🏻
    Albanien hat enttäuscht, der Liveauftritt war eher semigut bis gewollt, schade.
    Litauen, Portugal, Griechenland mega!
    Am schlimmsten heute Abend Österreich und Bulgarien, gingen garnicht.

  27. …und ach ja, Peter Urban gehört jetzt wirklich in den verdienten Ruhestand. Es reicht, mehr sage ich zum deutschen Kommentar nicht🫢

  28. Es ist ganz klar, dass die Ukraine den ESC gewinnen wird. Meistens aus Mitleid oder Statement. Schade, der ESC ist seit Jahren , unabhängig von der aktuellen Situation, zu einem politischen Abrechnungsopfer geworden. Das merkt man am deutschen verhalten und den Reaktionen anderer Länder, willkürlichen Entscheidungen zu Songs und deren Inhalten usw. Spätestens, seit vor einigen Jahren Dänemark gewann und in der Sendung schon versehentlich vom Bau einer Halle für den ESC im darauffolgenden Jahr gesprochen wurde, bin ich ausgeflippt und schaue seitdem nicht mehr den ESC, weil er nicht mehr transparent und ehrlich ist. Ich wäre dafür, dass sich JEDES Land qualifizieren muss, nicht dass einige Länder sich aus Arroganz für wichtiger halten, nur weil sie Geber sind wie z.B. Deutschland. Dann würde Qualität kommen.

  29. Weiß nicht woran es lag, aber Rosa Linn und Snap haben mich gekriegt, was für ein schöner Song und Auftritt 🥰

    War leider das letzte mal dass ich mir Peter Urban angehört hab, so viele Fehler, dämliche Witzchen (Bruder von Joko? Enkel von Mireille Mathieu?) und noch in die Beiträge reinquatschen -_-

    • Ich weiß es nicht genau, aber es war in den letzten Jahren so, dass Künstler*innen, deren Länder beim jeweiligen Semi abstimmen abstimmen, vorgestellt werden. Die Auftritte von der Generalprobe wird im Internet in voller Länge zeigt. Ich weiß nicht genau warum.

    • Die Big 5 wurden doch schon zuletzt mit der Präsentation im Semi freigeschaltet.
      Frankreich sollte also auch jetzt zu sehen sein

      • Ich finde das ungerecht den Qualifikanten gegenüber und außerdem auch total sinnlos, die komplette aktuelle Performance schon vor dem Finale der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

  30. Peter und 12P: Was habt Ihr getrunken, dass Ihr S10 so niedermacht? Ich habe den Auftritt gerade nochmal angeschaut und habe wieder geheult wie ein Schlosshund. Das war für mich neben Diodato DER Moment in Semi 1. Habt Ihr gar kein Herz? Ich meine diese Frage ernst.

    Mein Nickname legt sicher nahe, dass ich mich für die isländischen Sisters wahnsinnig freue. Ich habe es kaum zu hoffen gewagt, dass sie es schaffen. Ich liege bei 8/10, aber die einzige Überraschung war doch das Ausscheiden von Albanien.

  31. Also im Tippspiel hab ich 6 von 10 richtig. Anstatt Moldau hatte ich Lettland (befürchtet und) getippt. Armenien, Litauen und die Schweiz waren die anderen 3, von denen ich ausgegangen bin, dass sie draußen sind und dafür Albanien, Kroatien und Dänemark drinn gesehen. Aber ich freu mich riesig, dass ich bei allen 4 so daneben lag, denn anders als Peter sehe ich das Glas meistens halbleer und nicht halbvoll und dachte daher nicht, dass meine persönliche Top10 aus dem 1. Semi tatsächlich komplett weiter kommt, sondern hab das schlimmste angenommen. Ich kann also prima mit diesem Ergebnis leben

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