Unser Lied für Liverpool: So läuft das Auswahlverfahren für die deutsche Vorentscheidung zum ESC 2023

Bild: NDR/André Kowalski

Endlich ist es soweit: Nachdem in der letzten Woche bekannt wurde, dass es am 9. November erste Informationen zum deutschen Auswahlverfahren für den Eurovision Song Contest 2023 gibt, wurden nun die Details in einer Pressemitteilung des NDR veröffentlicht. Für 2023 setzt der NDR auf „Unser Lied für Liverpool“ als deutsche Vorentscheidung zum ESC.

Nachdem Malik Harris mit seinem Song „Rockstars“ nur 6 Punkte und damit den letzten Platz einfahren konnte, gab es einiges aufzuarbeiten. So ist es wenig überraschend, dass der deutsche Vorentscheid zum ESC 2023 ein paar Änderungen enthält.

Doch schauen wir zunächst auf das Auswahlverfahren, das dem Vorentscheid vorgeschaltet wird: Das offizielle Bewerbungsportal auf eurovision.de ist seit heute geöffnet. Künstler*innen und Bands können sich dort per Video mit einem potenziellen ESC-Beitrag bewerben. Der Fokus liegt also – wie schon in diesem Jahr – auf den Liedern, die von den Interpreten bereits mitgebracht werden.

Außerdem finden bereits direkte Gespräche mit Künstler*innen statt und auch mit Plattenfirmen, die gezielt Acts für den ESC-Vorentscheid vorschlagen sollen. Die Erfolge von Måneskin und Rosa Linn in diesem Jahr sind hoffentlich starke Signale an die Musikindustrie, dass der ESC ein Sprungbrett sein kann, um eine internationale Karriere zu starten. Die Resonanz von Seiten der Labels wird nach ersten bereits stattgefundenen Gespräch NDR-intern als sehr positiv bewertet. Dies sei übrigens nicht zuletzt auch aufgrund des lang anhaltenden Radio- und Charterfolgs von Malik Harris der Fall, der sich trotz des letzten Platzes beim ESC lange in den Top 100 der deutschen Single-Charts halten konnte. „Rockstars“ läuft bis heute in der Rotation der Radiowellen.

Aus allen Bewerbungen sucht ein Team aus Fachleuten die Acts für den Vorentscheid aus. Zu diesem Team gehören beratend Expertinnen und Experten aus der Musikbranche, der deutschen ESC-Delegation, der internationalen ESC-Welt sowie der ARD-Popradios. Besonders beachtet werden soll in diesem Jahr, dass der Vorentscheid eine größere musikalische Diversität abbildet, als das in diesem Jahr der Fall war. Von Mainstream-Pop über Schlager bis Metal – es soll für alles eine Bühne geben. Die letztendliche Entscheidungsgewalt über die Zusammensetzung der Vorentscheidung liegt beim NDR.

Dazu hat man sich auch personell verstärkt: Mit Stefan Leidner vom Hessischen Rundfunk kommt nicht nur ein ausgewiesener ESC-Experte, sondern auch jemand mit viel Show- und TV-Erfahrungen in das Team. Er soll neben der Mitwirkung im Auswahlverfahren auch das Rahmenprogramm für den Vorentscheid maßgeblich mitgestalten.

Einer der Vorentscheidungsacts soll außerdem über TikTok gefunden werden. Dort sollen sich Sängerinnen und Sänger über eine TikTok-Challenge unter dem Hashtag #UnserLiedFürLiverpool für den Vorentscheid bewerben. Die aussichtsreichsten Titel sollen dann noch einmal zur Abstimmung gestellt werden, ehe der Act feststeht, der in die Vorentscheidung einzieht. Offizieller Einsendeschluss für alle Bewerbungen ist der 28. November.

Nach Abschluss des Auswahlverfahrens sollen etwa 8 bis 10 Acts verbleiben, die dann im Vorentscheid „Unser Lied für Liverpool“ antreten. Endgültig festgelegt wird die Teilnehmerzahl nach Sichtung aller Bewerbungen. Produziert wird die Show wieder von Bildergarten Entertainment. Voraussichtlich wird die deutsche Vorentscheidung Anfang März stattfinden, einen endgültigen Termin gibt es zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht.

Das Auswahlverfahren hat auch Konsequenzen für die Zusammenarbeit mit den ARD-Radiowellen. Zur Erinnerung: Die Popwellen waren stark in die diesjährige Vorentscheidung involviert und maßgeblich für die Besetzung des Line-Ups verantwortlich. Im kommenden Jahr wird dies geändert: Der Vorentscheid soll zwar auf den Radiowellen beworben werden und natürlich sollen diese auch dazu angeregt werden, die Vorentscheidungstitel zu spielen – eine Vereinbarung, dass alle Titel gleichermaßen in die Rotation aufgenommen werden sollen, ergibt sich daraus jedoch ebenso wenig wie ein Mitspracherecht darüber, welche Acts es in die Vorentscheidung schaffen.

Allerdings werden die ARD-Popwellen – Antenne Brandenburg, BAYERN 3, Bremen Vier, hr3, MDR Jump, NDR 2, SR 1, SWR3 und WDR 2 – wieder dazu aufrufen, für den Lieblings-Act online abzustimmen. Das Ergebnis dieser Abstimmung fließt dann wie in diesem Jahr in die Gesamtwertung mit ein. Wie genau das Votingverfahren bei „Unser Lied für Liverpool“ aussieht, wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben – ein Televoting soll es aber in jedem Fall geben.

ARD ESC-Chef Andreas Gerling kommentiert die Bekanntgabe des deutschen Auswahlverfahrens wie folgt:

„Dieser Wettbewerb, Europas größte Musikshow, liegt uns sehr am Herzen. Und wir treten an, um vorn mitzuspielen. Wer sich also zutraut, mit hoher Qualität Deutschland musikalisch wieder nach vorn zu bringen, ist uns herzlich willkommen. Ich freue mich auf einen hoffentlich sehr bunten, sehr spannenden Wettbewerb.“

Über die heutige Bekanntgabe zum deutschen Auswahlverfahren für „Unser Lied für Liverpool“ sprechen wir heute Abend um 19 Uhr ausführlich in einem ESC Kompakt LIVE auf YouTube. Schaltet gerne ein und diskutiert mit uns! 

Wie bewertet Ihr die Pläne zum Auswahlverfahren für „Unser Lied für Liverpool“? Seid Ihr der Ansicht, dass aus den Fehlern in diesem Jahr die richtigen Schlüsse gezogen wurden, um 2023 wieder eine erfolgreiche Platzierung einzufahren? Schreibt uns gerne Eure Eindrücke in die Kommentare! 


325 Kommentare

  1. Also ich habe den Vorentscheid letztes Mal nicht mitverfolgt, aber eine Online-Radio-Abstimmung, die stattfindet, bevor die Leute einen Live-Auftritt gesehen haben, ist wirklich nicht gut. Denn mit dem Live-Auftritt steht oder fällt ja ein Lied. Bestes Beispiel Österreich mit Halo. Das Lied kam im Vorfeld so gut an, aber konnte Live einfach nicht abliefern.

    Ich möchte noch darauf hinweisen, dass ich auch dafür bin, dass es mal einen Vorentscheid nur für Lieder auf Deutsch gäbe oder zumindest, dass man mehr für Deutsche Lieder aufruft. Denn man hat ja in den letzten Jahren gesehen, dass Lieder in der Landessprache sehr gut ankommen und sich mehr von der Masse hervorheben. Ausserdem lese ich ständig von ausländischen Fans, dass sie sich wünschen, dass Deutschland mal wieder ein Lied auf Deutsch zum ESC schickt.

    • Wir können uns zur Zeit eigentlich nicht erlauben, da großartig wählerisch zu sein und müssen an starken Songs nehmen, was wir kriegen können.
      Wären wir in einer Lage wie z.B. Schweden, wo der Sender ohne großes Zutun jedes Jahr an die 3000 Songs eigereicht bekommt, von denen, konservativ geschätzt, mindestens 50 beim ESC gut abschneiden würden, könnte man solche Experimente ruhig mal machen; im Moment können wir uns das nicht leisten.
      Außerdem halte ich die oft geäußerte Annahme „Ein deutscher Song würde beim ESC gut ankommen, weil Songs in Landessprache in den letzten Jahren gut angekommen sind“ für einen Trugschluss.
      Ich möchte gar nicht abstreiten, dass auch ein deutscher Song beim ESC gut ankommen kann; das Probem sehe ich vor allem im Zustand der deutschsprachigen Musikindustrie, die kaum bis gar keinen internationalen Appeal hat: Der Schlager ist oft zu altbacken, Deutsch-Pop zu unscheinbar oder zu abgegriffen. Deutsch-Rap (oder sowas in der Art von „Urban Pop“) wäre wahrscheinlich der beste Ansatz, z. B. gerappte Strophen, gesungener Refrain. Da braucht es dann aber einen Top-Interpeten, der live auf den Punkt abliefern kann und eben auch einen starken Song, der auch für die Bühne gemacht ist und nicht, wie so gut wie alles aktuelles aus dem Bereich, fürs Streaming.

      Aber das ist auch nur meine Meinug, vielleicht liege ich völlig daneben. Es gibt ja auch im Deutsch-Pop-Bereich immer mal wieder Lichtblicke. „Ana“ von Gregor Hägele (übrigens mitgeschrieben von Madeline Juno) wäre so ein Beispiel, das auch für jemanden, der den Text nicht versteht, musikalisch etwas zu bieten hat und das sich sicher gut live umsetzten ließe.

      • @floppy1992

        Abgesehen davon dass die meisten Rapper einen den Vogel zeigen würden wenn man sie nach dem ESC fragen würde kann man den Großteil dieser Songs live praktisch gar nicht aufführen so sehr wie das mit Autotune und Hall zugekleistert ist.

        Außerdem muss man leider auch sagen dass Deutsch nun mal nicht so melodisch wie Französisch und Italienisch ist, ein Song wie „Voilá“ hätte auf Deutsch überhaupt nicht funktioniert finde ich.

      • @ESC94

        Das Melodie-Argument kann man nicht so annehmen.
        jede Sprache hat ihre eigene (meist interessante, aber leider nicht immer) Melodie.
        Wenn sogar RAMPAMPAM ihre (viele!) Fans hat, in finnischer Sprache….

        Ausserdem: Rammstein funktionieren hervorragend auf Weltebene. Ein bisschen weniger bekannt aber mit ganz vielen Fans im Ausland sind AMK.
        Auch wenn man nicht auf die Vergangenheit schaut (Trio, Falco, Nina Hagen, Nena, usw usf)

      • @italojeck

        Mag sein, aber bevor Rammstein Interesse haben friert die Hölle zu.

        Und Nena möchte ich nach ihrem Rumgeschwurbel nirgendwo mehr sehen!!

      • @ESC1994
        Deswegen schrieb ich ja, dass man einen Song speziell auf eine ESC-Liveperformance zuschneiden müsste und es nicht irgendein Rap-Song von der Stange sein darf.
        So wahnsinnig tief bin ich im aktuellen Deutsch-Rap-Millieu zugegeben nicht drin, deswegen habe ich jetzt direkt niemanden als gutes Beispiel zur Hand, aber beim Interpreten denke ich auch nicht an solche zwielichtigen Schießbudenfiguren wie Azet, Sero, Mero, Ferrero und wie sie alle heißen, sondern jemanden mit gewissen „künstlerischen Sendungsbewusstsein“ (blöder Ausdruck, ich hoffe, man versteht, was ich meine) in Richtung Moses Pelham, Dendemann, junger Clueso oder auch Cro, nur eben 15-20 Jahre jünger und dazu idealerweise mit Fähigkeiten in Richtung Kollegah (für die Juries) und dem Selbstbewusstein eines Casper oder Bausa. Vielleicht ein bisschen viel verlangt, aber irgendwen in der Richtung muss es doch geben 😀

        @italojeck
        Abgesehen davon, dass beide Gruppen wohl eher noch zu Silbereisen gehen würden als zum ESC, habe ich in erster Linie vom Song an sich her gedacht.
        Rammstein haben sich über Jahre eine Fanbase aufgebaut, auch, weil die Art von Gesamtkunstwerk, das sie machen, ziemlich einzigartig ist und nicht, weil sie regelmäßig große Hits im Ausland haben. Außerdem stehen sie in dieser Position aktuell auch ziemlich alleine da.
        Wenn man abseits von Rammstein (deren entsprechende Single-Erfolge aber auch schon 15 Jahre zurückliegen) wirklich nach einem deutschsprachigen Song sucht, der über den DACH-Bereich hinaus nenneswert gechartet ist, muss man, wenn ich mich nicht völlig vertue, bis in die 90er zu Blümchen (Schweden) und Tic Tac Toe (Niederlande) zurückgehen, wenn wir gar von einem internationalen Hit sprechen wollen, sogar bis zu Falco in die 80er.
        Das spricht leider Bände.

      • @floppy1992:

        Wie kommst Du darauf, dass Rammstein seit 15 Jahren keine Single-Hits mehr hatten? Die waren 2022 mit vier verschiedenen Songs in den deutschen Top 20, davon zwei Nummer-1-Hits und eine Nummer 5.

        Ich bin kein Fan von Rammstein, das ist mir viel zu gewollt auf Skandal und Aufmerksamkeit gebürstet. Aber gerade weil es dieser Band ausschließlich um Aufmerksamkeit geht, würden sie gut in den ESC passen. Die würden zwei Wochen lang ganz Europa beschäftigen, wenn sie der deutsche Act wären. Und sie würden Hatari mal zeigen, wie man Skandale provoziert.

        Ihre Europa-Tour startet übrigens am 22.05. in Vilnius, die hätten also bis Mitte Mai noch ein paar Termine frei (die Show wird ja sicher frühzeitiger durchgeplant). Und irgendeinen unveröffentlichten Schrott haben die bestimmt in der Schublade rumliegen. Sicher gibt es in Liverpool auch genügend Feuerwehrleute, um nach dem Auftritt die Halle zu retten.

        Aber wir brauchen nicht weiter darüber zu diskutieren, selbst wenn Rammstein bereit wären, wäre der NDR viel zu feige, sie auch nur zum Vorentscheid zu bitten (der natürlich dann eine reine Formsache wäre).

      • @Haraldur: „Aber gerade weil es dieser Band ausschließlich um Aufmerksamkeit geht, würden sie gut in den ESC passen. Die würden zwei Wochen lang ganz Europa beschäftigen, wenn sie der deutsche Act wären. Und sie würden Hatari mal zeigen, wie man Skandale provoziert.“

        Bloß nicht! Ich hoffe, der ESC ist noch nicht so weit den Bach runter, dass es nur noch um Skandale und Aufmerksamkeitserregung geht.

        Wie ESC1994 schreibt, gibt es bestimmte Bands, die den ESC nicht ausstehen können, wahrscheinlich würden sie bei einer Teilnahme auch ein Glaubwürdigkeitsproblem mit ihren Fans bekommen. Das war auch schon in den 80er Jahren so – und das ist einer der Gründe, warum ich Grand-Prix-Fan geworden bin: Ich wusste, ich würde von solchen Bands verschont bleiben.

      • @Haraldur

        Bevor Rammstein Interesse zeigt friert die Hölle zu, allein deshalb erübrigt sich jede Spekulation darüber.

      • Rammstein finde ich schrecklich, um ehrlich zu sein. Mag sein, dass sie international beliebt sind, und sie würden bestimmt eine spektakuläre Show machen (mit Pyrozauber und so), aber mir sind sie zu aggressiv, mag es zwar ab und zu ganz gern ein bißchen härter, aber das ist mir doch zu unmelodisch.

        Aber die Frage stellt sich eh nicht, sie würden wohl nie beim ESC auftreten…

      • @Gaby

        Rammstein ist auch nicht meins, mein Vater hat die gerne gehört.

        Einen Song allerding finde ich auch gut, und dass ist „Ohne Dich“. Meine Mutter musste als sie den mal gehört hat sehr weinen und auch mir wurde ganz schwummrig.

    • Hab‘ gerade mal geguckt, wann welches Land zuletzt zumindest teilweise in seiner/einer offiziellen Landessprache gesungen hat/hätte. Jendriks gesprochenes Outro auf Deutsch habe ich nicht mitgezählt.

      2022: Albanien, Australien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Litauen, Malta, Moldawien, Niederlande, Portugal, San Marino, Serbien, Slowenien, Spanien, Ukraine, Zypern

      2021: Aserbaidschan, Dänemark, Russland, Schweiz

      2020: Weißrussland

      2019: Georgien, Norwegen, Polen, Ungarn

      2018: Armenien, Griechenland, Montenegro

      2016: Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Nordmazedonien

      2015: Finnland, Rumänien

      2014: Israel, Lettland

      2013: Estland

      2012: Österreich

      2010: Slowakei

      2009: Andorra, Tschechien, Türkei

      2007: Deutschland

      2006: Belgien

      1998: Schweden

  2. Ich setze definitiv wieder auf Planschemalöör.
    Mir ist es immer noch ein Rätsel, weshalb sie nicht im Live-Vorentscheid dabei waren.
    Daumen sind gedrückt!

    • Weil das was absolut Regionalbezogenes ist. Die versteht man ja in Hamburg oder Berlin nicht mal mehr. Ich finde die auch cool und das könnte sogar beim ESC ganz gut abschneiden, aber deutschlandweit bekommt man damit wohl ein Problem und die Leute wählen das nicht.

  3. Bis auf die Idee, dass der Beitrag jetzt auch über TikTok gesucht werden soll, sehe ich beim jetzigen Verfahren keine Probleme. Es werden halt erstmal Songs eingereicht, das war vor einigen Jahren auch schon so. Die Frage ist ja, wie wählt man diese zehn Lieder aus und vor allem, wie verhindert man, dass solche Acts wie Jendriks mit 98% Zustimmung dann auch tatsächlich gewählt werden, obwohl sie gar nicht beim Publikum ankommen? Solch eine Frage muss gestellt werden.

    • Die Auswahl der Kandidaten hat mit TikTok eigentlich nichts zu tun. Im Gegensatz zu den letzten Jahren hat sich der NDR hier wieder klar zur eigenen Verantwortung bekannt, es gibt zwar beratenden Gremien aber das letzte Wort hat der NDR. Wobei nicht klar ist, ob das dann Alexandra Wolfslast oder Andreas Gerling ist oder gar der nun für den Vorentscheid zuständige Stefan Leidner. Es gibt bisher nur ein Statement, wie man die Auswahl treffen will und das ist musikalische Diversität, also mehr als nur Pop, obwohl letztes Mal ja auch Rock und Rap dabei war.

    • Nö.
      Jendrik wurde nicht über TikTok gefunden, sondern hat allgemein via Social Media (auch TikTok) Werbung für sich gemacht und ist so in den Pool des Auswahlverfahrens gekommen. das hat nichts mit dem diesjährigen Ansatz zu tun
      Bitte nicht Äpfel und Birnen vergleichen

    • Was du unrund nennst, nenne ich jetzt Mal einfach ein cooler Song mit Ecken und Kanten.

      Hip-Hop irgendwo zwischen Rap, Breakdance und Graffiti ❤️ !!! Besser geht ’s schon fast nicht mehr. Wenn dieser Song von den richtigen Typen performt wird, der Klamotten-Style Niveau hat und das Bühnendesign passt, dann ist sogar die Deutsche Sprache ein echter Pluspunkt.

      Ich glaube die 12 Punkte beim Televoting könnten aus Osteuropa und teilweise auch aus Südeuropa bei diesem Song ohne Ende reinfliegen. ❤️ 😀

      • Fürchte das würde aber bei den Jurys komplett durchfallen. Wäre zwar was Polarisierendes, aber musikalisch nicht besonders genug, um auch die Jurys zu überzeugen…

      • @Udo Schmidt

        Ich glaube nicht nur bei den Jurys, auch die (nicht deutschsprachigen) Zuschauer würden da maximal einen Typen sehen der in einer für sie nicht verständlichen Sprache etwas aggresiv ins Miko brabbelt. Und bevor mir jetzt jemand mit Konstrakta kommt die hatte wenigstens noch einen Rhythmus zum Mitklatschen im Refrain.

      • Das Problem bei dem Rap-Pop aus Deutschland ist, dass der ja obercool daherkommen will. Wirkliche Emotionen oder gar Höhepunkte gibt es da kaum, also eher flach und daher genau das was wir eigentlich nicht suchen, eben ein Auftritt mit Wow-Effekt.

  4. @floppy
    Es ist auch eine „kulturelle“ Entscheidung .
    Man könnte sonst fragen, wann letztes Mal ein Lied auf Isländisch top 5 in Europa war, und trotzdem….
    Ich finde es einfach schade, daß es nicht mal ernsthaft versucht wird, ein Lied auf deutsch für den ESC zu finden (wo deutsche Lieder doch gerne in Deutschland gehört werden).

    • nur mal so die letzten beiden Sieger waren in der Landessprache. Und Ukrainisch klingt jetzt nicht viel melodischer als Deutsch.

    • Ein Lied auf Deutsch wäre sicher auch mal einen Versuch wert. Was haben wir schließlich zu verlieren? Mit englischen Songs sind wir ja oft genug „baden“ gegangen.
      Das Problem, was ich nur sehe, ist aber, dass diese Songs oft zu textlästig sind, und weniger Wert auf Rhythmus und Melodie gelegt wird.
      Solche Acts wie z. B. Max Giesinger, Revolverheld oder Mark Forster halte ich eher ungeeignet für den ESC, wobei ich persönlich Letztgenannten gar nicht mal so schlecht finde. Nur für dem ESC wäre seine Musik mMn nichts.
      Ehrlich, mir fällt im Moment kein etablierter deutschsprachiger Act ein, dem ich einen Erfolg beim ESC zutrauen würde, und der bereit wäre, beim ESC aufzutreten.
      Und Schlager wird ja hierzulande auch eher verrissen, wobei ich mir schon vorstellen könnte, dass er international punkten könnte, bei guter Darbietung (nein, ich meine nicht dieses „Leyla“😉) Muss sagen, den Schlager, der heutzutage populär ist, mag ich aber auch nicht mehr so, aber rein sachlich betrachtet, würde ich ihn nicht als komplett chancenlos einschätzen.

      • @Gaby

        Landessprache allein ist aber auch kein Erfolgsgarant, siehe Spanien vor 2022. Außerdem hat Deutschland ja auch auf Deutsch schon so manche schlimme Pleite erlebt, ich sage nur 1995.

        Kann dir aber wenigstens sagen dass mein Fuß nicht mehr wehtut und ich voraussichtlich am Montag wieder zur Arbeit kann.

      • @ESC1994

        Ja, das stimmt, ein Erfolgsgarant ist Landessprache natürlich nicht. Spanien ist dafür ein gutes Beispiel, dabei ist das doch so eine schöne Sprache. Sie hatten sich halt vorher für austauschbare, langweilige Songs entschieden. Aber das Benidorm Fest dieses Jahr hat ja gezeigt, was mit der Sprache alles möglich ist.

        P. S. Freut mich echt, dass es Deinem Fuß wieder besser geht. Wünsche Dir einen guten Start am Montag.😊

  5. Anhören auf eigene Gefahr – der Ohrwurm ist wirklich extrem hartnäckig. Wenn Roberto Blanco und Jendrik ein Kind hätten …

    Mein Fazit: ja, aber nein.

  6. Das sich Künstler mit deutschprachigen Lieder bewerben, ist ja das eine, es fragt sich nur, wer davon tatsächlich und wenn überhaupt, ins Finale kommt.

  7. Hat schon jemand den Namen Ryk in den Raum geworfen? Fand ich beim Vorentscheid suboptimal, aber dann kam mal ein Song von ihm, den fand ich dann tatsächlich klasse. Hat sich quasi festgesaugt im empfindlichen Öhrchen.. 😁 ‚Why‘ oder so?

  8. lasse schaut jetzt im nachgang den verpassten ESC-kompakt stream von gestern an – mal sehen,ob das glas wieder halb voll oder doch mal halb leer ist – tippe auf ersteres. 🤡

      • Nichts für ungut, aber wir müssen nun wirklich nicht jeden Pups auf TikTok kommentieren und hier verlinken.

      • @ ESC1994

        Ich werte das als Versuch, sachliche und hochqualifizierte Beurteilungen zu potenziellen deutschen ESC-Beiträgen zu unterbinden.

      • @Nils

        Sorry falls es so rüberkam. Ich wollte nur sagen dass man nicht alles was bei TikTok zum Thema hochgeladen wird wirklich aussichtsreich ist und sich viele Trittrettfahrer dort aufhalten denen es wirklich nicht um den ESC geht.

      • Alles gut, ich mach doch nur Spaß. Weiß ja selber, dass ich hier gerade sehr penetrant nerve. Bin aber aktuell auch einfach noch ziemlich gehypt, obwohl die bisherige TikTok-Ausbeute sehr dürftig ist.

    • Das Problem ist, dass man beim Durchklicken von TikTok schon von so Zeug genervt ist und dann noch mal hier darauf klickt, weil man denkt, andere hätten was Taugliches gefunden.

      • @Nils:

        Willst Du nicht selbst mal was bei TikTok hochladen? Ein Ticket wird doch dort auf jeden Fall vergeben.

      • Nee, danke, ich bin komplett unmusikalisch. Nicht, dass das nicht auf einige der Einreichungen auch zuträfe (der wirklich ganz, ganz üble Kram hat’s ja noch nicht mal hier ins Forum geschafft), aber … nee, danke.

    • Es mag zwar sehr lustig für dich sein, sowas vorzuschlagen. Aber ich bitte drum, wenn einem ernsthaft ein Lied gefällt auf Tik-Tok da kann man das ja hier, wenn man will, verlinken, aber nicht sowas. Dann wirds irgendwie nicht mehr lustig, sondern nur noch ärgerlich.

  9. Ich schieb mal Paula Douglas dazu. Das find ich gar nicht schlecht und bringt auch mal ne andere Farbe rein. Sie ist mit „Spiegelbild“ unter dem Hastag bei tiktok vertreten. In der Studioversion gefällt mir das sogar. Allerdings hab ich noch Bedenken wegen des Gesangs. Der Livegesang müsste schon sehr auf dem Punkt sein sonst hört es sich sicher ziemlich übel an. Aber die anderen Songs sind auch nicht soo schlecht von ihr. Ich sehe Potenzial.

    https://www.youtube.com/channel/UCrxMi5ZiBDTrBut03xa-IaQ/videos

    • Ich muss ja gestehen, die bislang eingereichten Rap- und R’n’B-Sachen hören sich für mich alle sehr ähnlich an. Ihr Song ist instrumental vielleicht noch einen Tick stärker.

  10. Im Vergleich zu den hier oben geposteten Beitraegen war Rockstars ein Meisterwerk.
    (im Prinzip bleibt Rockstars ein guter Song, der letzte Platz war definitiv ungerecht….)

  11. Ich muss gestehen, ich finde das Tick Tock Zeugs eigentlich ganz erfrischend.
    Da schwappt eine Seite bunter Alltagsrealität rein die der NDR sonst gerne beim ESC ausblendet.

    Da tummeln sich halt nicht nur gutbehütete musikalische Mittelstands-Zöglinge rum.

    Das könnte vielleicht helfen damit der NDR endlich mal den Stock aus dem A**** bekommt

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