
Conan Osíris (bürgerlich Tiago Miranda) ist 30 Jahre alt, kommt aus Lissabon und ist eigentlich studierter Grafikdesigner. Besonders gerne wird in der Presse aber auch die Geschichte erzählt, dass er früher in einem Sexshop gearbeitet hat. Conan hat bislang drei Alben und eine EP veröffentlicht. Besonders charakteristisch für ihn sind sein ausgefallener Style sowie die gemeinsamen Auftritte mit dem Tänzer João Reis Moreira.
Für das diesjährige Festival Da Canção wurde Conan zunächst als Komponist angefragt, entschied sich dann aber dazu, seinen Song auch selbst zu singen. Das war die richtige Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte: Conan galt schon als Favorit, bevor die erste Sendung überhaupt ausgestrahlt wurde, und am Ende gewann er das Finale mit den Höchstwertungen sowohl vom Publikum als auch von der Jury.
Der Song
„Telemóveis“, das – wie gesagt – von Conan Osíris selbst geschrieben wurde, ist ein Gesamtkunstwerk, das man nur schwer beschreiben kann und das vor allem auch erst im Zusammenspiel mit der Performance sein gesamtes Potenzial entfaltet. Musikalisch liegt der Song irgendwo zwischen Fado, Elektro und orientalischen Klängen.
„Telemóveis“ heißt übersetzt übrigens „Handys“, was auch erklärt, warum Conan teilweise zu klingeltonähnlichen Sounds tanzt. Er singt dazu von seinem Handy, das er kaputt gemacht hat, um der Welt und dem Weltschmerz zu entkommen. Ein typisches Fado-Thema also, verpackt in ein sehr modernes Bild.
Der Check
Song: 3,5/5 Punkte
Stimme: 3/5 Punkte
Instant-Appeal: 5/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte
Benny: „Telemóveis“ hat bei mir eine Entwicklung durchgemacht. Anfangs habe ich keinen Zugang zu dem Lied gefunden und auch jetzt schreie ich nicht „Hurra“, wenn der Song mich zufällig im Shuffle-Modus überrascht – den Auftritt von Conan kann ich mir aber sehr gut anschauen und das Lied bekommt für mich dadurch sind und kommt erst vollständig zur Geltung. Es ist dann eben nicht mehr sperrig und seltsam, sondern erzählt eine Geschichte. 7 Punkte
Douze Points: Die Volkshochschule Porto-Süd hat ihren Kreativworkshop der unmusikalischsten Mitbürger der Stadt abgeschlossen und dabei ist „Telemóveis“ rausgekommen. Für den aufgesetzten Hahnentanz konnte aus dem Nachbarstadtteil noch der Sieger des Ugly-Dance-Contests gewonnen werden. Nö, von so einer vermeintlich modern-anspruchsvollen Mogelpackung lasse ich mich nicht einfangen. Hurz! 1 Punkt
Peter: Was die sich wohl dabei gedacht haben? Fado auf Speed, inszeniert bis an die Grenze zur Lächerlichkeit. Ich wohne in HH im Portugiesenviertel, ich muss mich demnächst mal erkundigen, was die portugiesische Nachbarschaft dazu sagt. Auf Salvador waren sie megastolz, aber hier habe ich Zweifel? Bei mir lösen Conan und sein Tänzer eine morbide Faszination aus. Aber ohne Bild ist das kaum erträglich. Aus Liebe zu Portugal 8 Punkte
Gesamtpunktzahl: 16/36 Punkte
Beim ESC-kompakt-Index landet „Telemóveis“ auf Platz 16 von 41.
Wie schneidet der portugiesische Beitrag "Telemóveis" von Conan Osíris ab? Total Voters: 345
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Bisher erschienene Songchecks:
Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Finnland: „Look Away“ von Darude feat. Sebastian Rejman
(2) Montenegro: „Heaven“ von D Mol
(3) Polen:„Pali Się (Fire Of Love)“ von Tulia
(4) Serbien: „Kruna“ von Nevena Božović
(5) Slowenien: „Sebi“ von Zala Kralj & Gašper Šantl
(6) Tschechien: „Friend Of A Friend“ von Lake Malawi
(7) Ungarn: „Az én apám“ von Joci Pápai
(8) Weißrussland: „Like It“ von Zena
(9) Zypern: „Replay“ von Tamta
Zweite Hälfte des ersten Semis
(10) Australien: „Zero Gravity“ von Kate Miller-Heidke
(11) Belgien: „Wake Up“ von Eliot
(12) Estland: „Storm“ von Victor Crone
(13) Georgien: „Sul tsin iare“ von Oto Nemsadze
(14) Griechenland: „Better Love“ von Katerine Duska
(15) Island: „Hatrið mun sigra“ von Hatari
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Kein Platz in meiner Komplett-Top 10. Finalwahrscheinlichkeit 45 %
Herzlichen Dank und Glückwunsch an Portugal. Wir haben einen der allerschlimmsten ESC Beiträge aller Zeiten und den schlechtesten diesen Jahres gefunden.
Wollen die uns verarschen? Ich kann damit nichts anfangen. Der Auftritt verstört mich irgendwie. So stelle ich mir ein Kunstprojekt in der Psychiatrie oder Walldorfschule vor.
Ich freue mich grundsätzlich, wenn der ESC mir etwas zeigt, was meinen Hör (und auch Seh-) Gewohnheiten nicht entspricht, denn ich lerne gerne Neues kennen. Das bedeutet aber nicht, dass mir dieses Neue dann auch gefallen muss. Andersartigkeit ist kein Wert an sich. Ich finde es toll und mutig, dass Portugal diesen Beitrag schickt (in Deutschland wohl undenkbar, da käme so etwas gar nicht erst in den Vorentscheid), aber ich mag es nicht. Finaleinzug oder nicht? Ich habe keine Ahnung, aber ich weiß nicht, wo die Punkte herkommen sollen.
Ich finde es phantastisch! Supergeiles Lied und ein toller Tänzer (nicht nur optisch)
Portugal ist für mich eines der Farbtupfer in diesem Jahr und ich bin gespannt wo er landen wird. Kann mich absolut für ihn begeistern und steht bei mir unter den Top 5! Originell sind vor allem die Bewegungen des
Tänzers, wie er es zu verstehen vermag auf den Zehenspitzen zu stehen,oder sich darauf zu bewegen. Die jungen Leute dürfte Portugal auf seiner Seite haben.
Ich finde den Beitrag Portugals einfach genial und sehr außergewöhnlich! Exzellenter experimenteller Pop, den man beim ESC nicht alle Tage hat! Portugal hat alles richtig gemacht und einen Beitrag gewählt, der deutlich heraussticht. Für mich ist das Land ein sicherer Finalist und wird auch einen Platz in den Top Ten erreichen! Bei den Juries wird Conan auf jeden Fall viele Punkte holen und auch bei den Televotern wird er seine Fans finden.
@ Jawohl Matty. So muss es sein! Außergewöhnliche Beiträge bereichern den ESC ungemein!! 🙂
Ganz großes Tennis, mein Platz 2 hinter Italien. Beim Auftritt kommt bei mir allerdings tatsächlich die Frage auf, ob er uns sanft verschaukeln will. Aber egal, ab und zu werde ich ganz gern mal veräppelt.
Hmmm… Also anfangs konnte ich damit wirklich nix anfangen. Es wirkt in der Tat einfach nur unfreiwillig komisch und zu gewollt künstlerisch. Allerdings ist es in der Kombination aus Bild und Ton tatsächlich ein Grower. Der Tanz passt wirklich außerordentlich gut zum recht sperrigen Beat. Ich würde es mir mittlerweile auch im Finale wünschen. Ein Beitrag, dessen Erfolgschancen ich wirklich 0 einschätzen kann. Also Top10 oder eben FFF. Gut, ich hätte aber auch nie im Leben gedacht, dass Slavador Sobral 2017 hätte gewinnen können.
Ist das kunst oder kann das weg? Keine ahnung! Ich schaue es lieber ohne ton weil ich die performance faszinierend finde aber die musik und den gesang fürchterlich. Sowas braucht ein grand finale und ich hoffe, conan osiris kann sich qualifizieren
Also mein Ranking wäre damit:
01. Ungarn 10/10
02. Slowenien 9/10
03. Griechenland 9/10
04. Island 8,5/10
05. Belgien 8,5/10
06. Tschechien 8,5/10
07. Polen 6,5 / 10
08. Finnland 6/10
09. Portugal 5/10
10. Estland 5/10
11. Serbien 4,5/10
12. Zypern 4/10
13. Australien 3,5/10
14. Montenegro 2/10
15. Weißrussland 1/10
16. Georgien 1/10
Komposition: diese Mischung der Stilen könnte besser sein, weniger elektronisch vielleicht – Sänger: oft schwer zu verstehen – Text: kein Liebeshymne und damit erfrischend zwischen alle anderen – Auftritt: hyperaktiv – Finale: ja – Gewinner: nein.
Mein Platz 38: Portugal
„Das hat etwas sehr Künstlerisches und es wurden ein paar ausgefallene Geräusche eingebaut, aber meins ist es am Ende des Tages nicht.
4/10“
Und wenn jetzt einer sagt „aber ESCFan2009, wieso rankst du Island und Portugal so tief, das ist ja frech, die sind ja mein Platz 1/2 etc.“, dann sage ich nur „und Australien ist mein Platz 1, den wiederum viele andere so tief ranken. Müssen wir alle gegenseitig mit leben“ 😀
Da man ja (leider) nicht gegen ein Lied anrufen kann und es viele gibt, die Telemoveis so richtig toll finden, wird es wohl mindestens auf Top 10 rauslaufen – oder tatsächlich der jährlich gehypte und am Ende abgestrafte FFF.
Mir selbst bleibt der Zugang leider trotz mehrmaligem hören und sehen komplett verwehrt. Ich finde es nur schräg und unmelodisch und seltsam – und bin somit nicht scharf darauf, dies im Finale nochmal hören und sehen zu müssen. Die Wahrscheinlchkeit ist aber wohl mehr als gering.
Ich hoffe eher auf einen FFF, der Zypern heißt….
Nee, Norwegen !
Danke an Douze Points für diese sehr schöne Einschätzung! Für mich ist das auch „Der Wolf – das Lamm – Hurz!“ 2.0. Wann offenbart uns Conan, dass das Ganze eine inszenierte Comedy-Nummer ist? Ich hab überhaupt nix gegen kontroverse Beiträge, aber das ganze Werk ist von vorne bis hinten einfach nur blöd und klingt grauenhaft.
In dem Fall ist allerdings eher davon auszugehen, dass es keinesfalls eine inszenierte Comedy-Nummer ist – auch wenn der Auftritt vielleicht darauf schließen lässt. 😉
Objektiv betrachtet ist das ohne Zweifel der interessanteste und anspruchsvollste Beitrag des Jahrgangs. ‚Telemoveis‘ hat Einflüsse aus Fado, arabischer Musik und Elektro … und wahrscheinlich noch andere, die ich aufgrund meines musikalischen Bildungsdefizits nicht ausmachen kann. Der Anders (hat Musik studiert und früher manchmal auf PB kommentiert) hat neulich auf ET balinesische Einflüsse ausgemacht. 🙂
Andererseits ist anspruchsvoll meist nicht der beste Freund von leicht zugänglich oder unterhaltsam im Sinne von Party. Deshalb ist der Beitrag eher für die Nische (Menschen die z. B. Zwölftonmusik mögen oder Musica Viva-Konzerte in München besuchen). Andere finden es wahrscheinlich nur anstrengend, verwirrend, bemüht und/oder prätentiös. Ich kann beide Seiten verstehen.
Auch wenn ich den Auftritt im FdC-Finale überkandidelt fand (der Semiauftritt gefiel mir besser), hoffe ich dennoch auf ein Top 10-Ergebnis. Viel Glück!
Das Lied mag ich sehr. Dass so viele für das Aus im Halbfinale stimmen, verstehe ich nicht wirklich. Ich glaube Portugal hat dieses Jahr wieder Chancen auf Top 10 / Top 5 (ich tippe auf Platz 6 im Finale).
16. Finnland (0/10)
15. Georgien (0/10)
14. Island (0/10)
13. Slowenien (2/10)
12. Montenegro (2/10)
11. Serbien (4/10)
10. Polen (4/10)
9. Estland (4/10)
8. Tschechien (7/10)
7. Griechenland (7/10)
6. Ungarn (7/10)
5. Belgien (8/10)
4. Weißrussland (8/10)
3. Australien (9/10)
2. Portugal (9/10)
1. Zypern (10/10)
Dieses Gewimmer verstört mich irgendwie. Kann damit einfach nichts anfangen. Portugal wird damit allerdings ins Finale kommen, da der Song anscheinend viele Fans hat und polarisiert. Schon mal ein gutes Zeichen. Entweder man liebt oder hasst ihn. Im Finale Platz 10 – 15, denke ich.
Der “Des Kaisers neue Kleider“ des ESC 😉
Just in dem Moment, als feststand, dass Conan das Festival do Canção gewonnen hatte, habe ich mir heimlich gewünscht, ich wäre als Portugiese auf die Welt gekommen. Die Euphorie des Publikums war so ansteckend, dass ich selber mitgejubelt habe.
Das erste Mal, als „Telemóveis“ über meine Köpfhörer lief, wusste ich, das ist ein Anwärter für meine persönliche #1 dieses Jahr und so ist es auch bis heute geblieben.
Der Song spiegelt einfach alles wieder, wofür Portugals Musik steht: westliche und orientalische Einflüsse, Fado, Urban Music und thematisch darf Saudade natürlich nicht fehlen. Wobei diese von den besungenen Handys abgemurkst wurde. Fremdkörper, die an unserem Körper quasi festgewachsen sind (so erkläre ich mir Conans und dessen Tänzers Accessoires). Immer auf Erreichbarkeit. Wer braucht dann noch Saudade?
Was bleibt mir noch zu sagen, außer muito obrigado, Portugal! Força!
Dem schließe ich mich gerne an ! Zudem ist laut meinen portugiesischen Bekannten Conan im Fernsehen sehr omnipräsent, noch stärker als Salvador vor zwei Jahren. Er hat dort auch angekündigt, daß seine Performance anders sein wird als beim FdC.
Natürlich kann er auch im Semi rausfliegen, aber gibt es wirklich zehn bessere Songs ? Hm……
…. „Saudade“ taucht ja trotzdem im Text auf.
Schöner Kommentar!
Danke 🙂
Nur Georgien ist noch schlimmer…
Fands am Anfang entsetzlich, habs mir aber inzwischen schöngehört. Manchmal ertappe ich mich sogar dabei, wie ich einige Melodiefetzen vor mich hinsumme. Bin auf den Auftritt in Tel Aviv sehr gespannt und würde mich über ein gutes Ergebnis freuen.
Ich fand den Song zunächst auch sehr gewöhnungsbedürftig. Hat aber geklappt und nun bin ich von der Originalität überrascht und freue mich über diesen ausgefallenen Farbtupfer im Teilnehmerfeld.
Vielleicht klappt es ja mit dem Finale, aber dann wird es schwer.
15/17, kein Finale
Okay, beginnen will ich diesen Kommentar damit. zu sagen, dass ich zu 100% verstehe, warum man mit Telemoveis nix anfangen kann. Wenn man das Lied sch**** findet, dann ist man weder „zu doof um die Kunst zu verstehen“, noch hat man dann einen schlechten Musikgeschmack. Das ist meine Meinung und ich sage das, obwohl ich das Lied liebe, denn ich weiß, dass es sehr gewöhnungsbedürftig ist und das gar nix für die breite Masse sein KANN. Ich möchte hier bitte keine selbsternannten Hüter des elitären Musikgeschmacks sehen, die hier irgendwen abwerten, weil sie das Lied nicht mögen.
Als die Songs des Vorentscheids veröffentlicht wurden, da habe ich auch erst nach dem dritten/vierten Hören zu dem Song gefunden und habe ihn vorher als pseudo Kunst abgetan. Man muss sich wirklich erst reinhören bevor man es toll findet. Jetzt finde ich es toll, jedoch nur in der Studio Version… Live is das alles nix, da passiert genau das Gegenteil dessen, was eigentlich passieren sollte. Es wirkt halt wie ne Zirkusshow alles und Herr Osiris ist wohl ein zu freier Künstler, um bei der Melodie zu bleiben. Man sollte alles nur auf den Song und den Sänger reduzieren und es sollte alles minimalistisch, sehr dunkel & ruhig sein. Außerdem wünsche ich mir hauptsächlich Nahaufnamen von einem bitte still stehenden Sänger. Im Drop kann man meinetwegen mit Licht und Sonstigem spielen, sonst nicht. Telemoveis ist schon unzugänglich genug. Mit der derzeitigen Performance verschlimmert man das nur und der Zuschauer wird vom eigentlichen Lied nicht viel mitbekommen. Es sollte darauf gebaut werden, den Song nur als Song zu verkaufen und kein Gesamtkunstwerk draus zu machen, auch wenn Herr Osiris das wohl gern NOCH exzentrischer haben wollen würde. Telemoveis entfaltet nur seine Wirkung, wenn man es wirklich erfährt und sich ganz auf den Song konzentrieren kann. Die richtige Atmosphäre muss da sein. So wie es jetzt ist, ist das problematisch…
Finale? Ja. Je nach Staging zwischen Platz 10 und 20, denke ich. Wenn man alles noch schlimmer macht, fliegt es vielleicht sogar gleich raus.
Ich auf jeden Fall habe mein Telemoveis auch ohne Weltschmerz abgemeldet und zucke ekstatisch die Treppe bei uns rauf und runter – sehr zur Freude meiner Nachbarn, Und diese Scherenhand ist beim Zwiebelschälen sehr nützlich, weil man sich mit der anderen dann noch am Hintern kratzen kann. Und wer meine Begegnungen mit Kieferbrüchen nach entglittenen Laptops und Tablets erinnert, wird nachvollziehen können, wie sehr ich mich über den güldenen Mundschutz freue
Tolle Analyse!!! Als ich das erste Mal den Live-Auftritt gesehen habe, habe ich am Schluss mit einem Lachkrampf auf der Couch gelegen – und für mich war das so eine Verka-Serduchka-Nummer mit grauenhafter tonaler Untermalung. Dann hat irgendjemand der Blogleser empfohlen, mal in die Studio-Version reinzuhören. Und dann fand ich den Song zwar immer noch nicht „schön“ – im Sinne meines persönlichen tonalen Ästhetikempfindes, und als Karaokenummer will ich den Song schon gar nicht haben … wo war ich? Ach ja, aber in der Studio-Version hat sich mir dann erschlossen, dass der Song musikalisch total spannend ist. Und dann hatte ich auch das Gefühl, dass diese Inszenierung dem Lied an sich nicht gerecht wird – so wirkt das einfach wie eine überdrehte Trash-Nummer, was es einfach nicht ist. Ich hätte auch nicht wirklich gewusst, wie man das inszenieren sollte, aber ich finde Deine Ideen eigentlich sehr stimmig. So käme der Song völlig anders rüber.
Aber rausfliegen im Halbfinale?!? Hallo? Niemals! Das glaubt hier echt die Mehrheit? Nee, Finale definitiv!
Empfinde ich ähnlich.
Keine Kostümierung, ruhiger (dunkler) inszeniert, aber schon mit hibbelndem Tänzer im Hintergrund, der die Sounds einfängt. Würde ich sehr viel spannender finden als den jetzigen Auftritt.
Iss nix…..kann weg
Hätt‘ ich fast vergessen, Top 16:
1.Island 10/10
2.Slowenien 10/10
3.Belgien 9.5/10
4.Portugal 9/10
5.Griechenland 9/10
6.Ungarn 8.5/10
7.Finnland 7/10
8.Serbien 7/10
9.Polen 7/10
10.Estland 6/10
11.Tschechien 5.5/10
12.Zypern 5.5/10
13.Australien 4/10
14.Weißrussland 3/10
15.Georgien 2.5/10
16.Montenegro 2/10
Tja, was soll ich sagen ? Mein Favorit und ich komme als Portugal-Fan voll auf meine Kosten. Es könnte das zweitbeste Ergebnis des Landes überhaupt herausspringen. Ich beschäftige mich gerade mit dem Text, das ist schon eine Klasse für sich. Allerdings sollte Conan ein anderes Outfit auswählen, er wäre ja nebenbei auch eine geile Schnitte…..
Genau so hört sich ein zeitgemäßer und mutiger ESC-Beitrag an, fast schon wie aus dem Jahr 2059. Aber klar, daß so etwas polarisiert.
FORÇA CONAN E PORTUGAL
Was ist eigentlich „zeitgemäß“? Für mich ist dieser Begriff mittlerweile total beliebig. Denn letztlich gibt es derzeit in der Nische doch eh praktisch alles, und vieles gab es so oder so ähnlich auch schon vor 10, 20, 30 oder 50 Jahren. Ich hoffe, dass alles das, was im Mainstream-Radio oder in den Charts läuft, nicht der Maßstab für einen „zeitgemäßen ESC-Beitrag“ ist, da ich das meist ziemlich gruselig finde.
Aus meiner Sicht gib es dann doch eher drei Arten von Songs: 1. Die, die aktuell imTrend sind und auch unabhängig vom ESC (im Moment) erfolgreich sind, 2. diejenigen, die einem Trend Jahre später hinterher laufen und 3. solche Songs, die unabhängig von der Zeit immer irgendwie gehen, sämtliche Moden und Trends überleben und generationsübergreifend begeistern können. Letztere sind mir am liebsten 🙂
MIr auch…….
Über Urteile wie „der Song ist zeitgemäß/nicht zeitgemäß“ bzw. „das wäre vor 10 Jahren gut gewesen, aber doch jetzt nicht mehr“ ärgere ich mich auch immer wieder.
Portugal 10/10
Slowenien 9/10
Island 8/10
Ungarn 8/10
Griechenland 7/10
Estland 6/10
Serbien 6/10
Belgien 5/10
Georgien 4/10
Polen 3/10
Zypern 3/10
Tschechien 2/10
Finnland 2/10
Weißrussland 1/10
Montenegro 0/10
Australien 0/10
Portugals Conan Osíris ist einer der wenigen ESC-Teilnehmer, die auch über den Wettbewerb hinaus Anerkennung in der internationalen Musikkritik bekommen haben und er hat das mit diesem Song am Puls der Zeit (Stichwort: Deconstructed Club) absolut verdient.
Nun sind solche Musikkritiker zum Teil auch mal in den Reihen der Juroren zun finden. Es wäre schön. wenn dann auch so abgestimmt werden würde. Die Zahl der klassischen Jurylieblinge ist im ersten Semi ja überschaubar (also wenn man es daran mißt, wie etwa letztes Jahr abgestimmt wurde… – also den typischen Mainstreampopschlager oder Castingsternchensongs, wir haben ja hier schon oft darüber debattiert).
Meine aktuelle Nummer 3 im gesamten Feld. Ich bin überzeugt das Conan einen guten Platz machen wird.Es ist sehr speziell und die Präsentation ist einzigartig.Sag mal zwischen Platz5 und Platz10 im Finale
Die Running Order beider semis ist da!!!! 🙂
Hat sich ganz langsam bei mir in die Top 10 geschlichen. Beim ersten Hören war ich noch ziemlich verwirrt und ich befürchte, dass es nicht nur mir so gegangen ist. dementsprechend finde ich es ganz schwer einzuordnen, wo das wohl landen wird. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn Portugal im Finale vertreten wäre.(derzeit Platz 8 in meinem Ranking)
Und was mich bei euch Bloggern heute und bei der bewertung des isländischen Beitrags überrascht hat: Peter rettet die Ehre der Non-Mainstream Songs??? Dat is ein Ding….
Sehr interessant die Textzeile: „A chibaria nunca viu nascer ninguem“ …. Kann man etwa übersetzen mit „das Denunziantentum hat niemals jemand geboren werden sehen“.
Conan mit dem Pfeil des Cupido („a flecha“) vom Planeten Portugal düst durch alle Welt (Brasilien, Afrika, Indien, Fernost – schlichtweg eben Länder, in denen Conquistadores ihre Spuren hinterlassen haben), zerbricht sein Mobiltelefon und landet demnächst in Tel Aviv. Alleine schon die Story ist genial…. Jetzt muß es nur noch mit der Umsetzung funktionieren, jedenfalls bitte ein anderes Outfit als dieses Vogelgefieder.
Soeben gecheckt …. Portugal tritt als Drittletzter auf, nach Estland und vor Griechenland und San Marino.
Die unglückliche Startnummer zwei haben Montenegro und Irland bekommen….
Und Kate ist zwischen Georgien und Island eingequetscht… Hoffentlich kann sie da richtig strahlen und wird nicht vom isländischen Auftritt danach wieder komplett weggebrüllt, äh überschattet. Meine 1 gegen meine 41, das wird ja spannend…
Ich fand den Song bereits beim ersten Hören faszinierend. Klar ist es schwere Kost, auf die man sich einlassen kann oder eben nicht. Ich kann: Platz 4!
Nun gut, ich kann mir das aktuelle Abstimmungsergebnis schon erklären: Die Hater haben allesamt auf Semiaus gedrückt, während die Liebhaber sich auf drei Kategorien verteilen….
Es gibt übrigens einen aktuellen Liveauftritt von Conan, da wirkt er wie ein Hiphopper….. Er ist eine Rampensau, der die Bühne liebt und das könnte beim Tel Aviv ein großes Plus sein.
Telemoveis finde ich wirklich schwer zu beurteilen. Als ich es die ersten Male gehört habe, konnte ich überhaupt nichts damit anfangen, viel zu sperrig und unzugänglich. Mittlerweile ist es besser geworden, aber ein Lied, das ich gerne höre wird es sicher nicht mehr. Was die Performance angeht bin ich definitiv für „das kann weg“, die passt nur wirklich gar nicht, weder zum Song noch zu sonst irgendwas. Deswegen kann ich auch die 5/5 beim Instant Appeal nicht. nachvollziehen, gerade daran hapert es für mich beim „Gesamtkunstwerk“ ganz gewaltig.
Mein Platz 35/41 (14/17)
Wichtig ist, dass das ins Finale kommt bei diesem leicht nach Osten verrutschten Semi. Zwar können die Halbwilden in diesen Ländern mittlerweile eine Banane von einer Gurke unterscheiden, aber für solche Art Musik ist es vielleicht noch ein bisschen zu früh.
Der zivilisierte Westen, der (halb-)barbarische Osten. Geht’s noch platter?
Portugiesischer Poetry-Slam persifliert portables Problemverhalten.
12 Punkte. Ich liebe Alliterationen.
Ich weiss, extra für dich! <3
Ein hochinteressanter Titel, der den ESC sehr bereichert. Zuerst war meine Anerkennung für diesen Beitrag mehr eine Kopfsache, ich habe gemerkt, dass der was ganz Besonderes ist, aber emotional hat er mich nicht so berührt, dass ich ihn dauernd hören wollte. Das hat sich nun nach einer längeren Hörpause geändert, ich freue mich jedes Mal mehr auf „Telemóveis“, was inzwischen zu meinen ständig laufenden Top-10-Kandidaten gehört.
P.S. Ich habe hier bewusst immer von „hören“ gesprochen, die hier zu sehende Darbietung ist nicht so mein Ding, aber beim Kennenlernen der Lieder versuche ich mich ausschließlich auf das Akustische zu konzentrieren, alles andere interessiert mich erst beim ESC selbst.
Die Klingeltonwerbung ist wahrscheinlich der bei mir höchstgelistete portugiesische Beitrag ever, trotzdem nicht ganz in meiner Spitzengruppe (eher so 8-11). Cool sind die minimalelektronische Untermalung, die Asthmaanfälle des Backgroundchors und dass sich Conan nicht um Konventionen schert. Die säuselnden Singsanganfälle sind eher nichts für meine Ohren – ist mir zu spirituell überladen. Und im Gegensatz zur Suggestion des Songs, haben doch vor allem Mobilfunknutzer mit diesem geografischen Bezug einen weit höheren durchschnittlichen Schalldruck. 😉
OK, auf seinen esoterischen Elektrosmog-Schutzschild wird er nicht verzichten wollen, aber vielleicht geht es ohne „balzender Bibo“-Kostüm beim postmodernen Expressionstanz. Erzeugt bei mir immer wieder Lachkrämpfe. Bei meiner 10-25J. Vergleichsgruppe fiel der Beitrag komplett durch (3,5/10P). Ist halt borderline und die Finalquali kein Selbstläufer.
Ich mag ja den experimentellen Charakter des portugiesischen Beitrags, ein sehr interessanter Stilmix, der aber nicht jedem zugänglich ist und vermutlich auch gar nicht sein möchte. Ich kann es auch nicht ständig und in Dauerschleife hören, aber bei mir landet es gerade noch so in den Top 10.
??? Ist das Kunst oder kann das weg? Es ist nicht schlecht, es ist nicht gut, aber wenigstens hat arte jetzt eine neue Hymne. Lässt mich etwas ratlos zurück – ebenso wie Island dann nur Mittelfeld für mich.
Semi 11/17
Qualifikation 4/17 (90%)
Gesamt 29/41
Versteht hier irgendjemand die Zahlenkabbala die im Gewande von X/Y daherkommt? Ich brauche einen Beipackzettel, um das zu verstehen. 😉
Und ich mache nicht mal Matheabitur. 😉
Ich mag das Lied sehr gerne, lediglich dieses „ooohh“ „ahhh“ Gestöhne ist ziemlich schrecklich. Trotzdem ist es in meinen persönlichen Top 5… aber ich befürchte, dass Conan den Sprung ins Finale nicht schafft, weil das Lied und sein Gesamtkonzept zu sperrig sind. Gerade mit seinem Federoutfit und der Maske könnte es ungewollt wie ein Gag wirken.
Letztes Jahr war Portugal schon schlimm, das ist nach schlimmer….Das kann weg…
Ich finde es immer etwas schade, wenn ungewöhnliches als „zu gewollt“ abgetan wird, nur weil man selbst vielleicht keinen Zugang dazu findet.
Portugal ist dieses Jahr wohl der Beitrag der am meisten spaltet (wahrscheinlich sogar noch mehr als Island, bei denen eigentlich nichts zu hören oder zu sehen ist, was man nicht schon irgendwie kennt und der Reiz eher daran liegt, das „sowas“ zum ESC geschickt wird).
Musikalisch wirkt es auf mich wie ein Fado, der sich in ungestümen und hypnotischen Sounds verliert, dabei aber nicht seine Message vergisst. Ich hätte es sicher anders inszeniert, aber das ist einer der Beiträge auf die im Mai am meisten geschaut wird (auch wenn er nach erstem Hype momentan bei den Fans ein bisschen aus dem Blick fällt.
Finalchance sehe ich nahezu bei 100 %, da es bei Jury und Publikum genügend Leute gibt, die der Beitrag so sehr anspricht, dafür dann auch wirklich zu voten.
Wo es im Finale dann landet bleibt aber abzuwarten, wie der Auftritt dann wirklich aussehen wird. Zwischen Platz 3 bis 15 kann da meinem empfinden nach alles passieren.
Bei einem Tanzwettbewerb ohne Gesang wäre Telenoveis bestimmt ein großer Favorit. Dumm nur, das Conan, der Tonzerstörer leider anfängt zu singen. Und das ist eigentlich für jeden, der ein halbwegs funktionierendes Gehör hat, leider eine Qual. Einfach nur grauenvoll. Er sollte lieber sich bei der Waldorfschule als Vortänzer bewerben.
Tja, hier weiß einer wieder alles anscheinend besser…… Daß Conan ein Vollblutkünstler ist, der alles selbst macht, sollte zumindest respektiert werden.
Während einige der Konkurrenten sich ein Stelldichein in Amsterdam gegeben haben, waren Conan und sein Tänzer in portugiesischen Clubs unterwegs und haben das Publikum mächtig eingeheizt. Vor allem trug er nicht dieses Bibo-Kostüm und keinen Dutt und sah ziemlich scharf aus.
Tja, Portugiesise müßte man sein….. Aber ich mache die Begeisterung für einen ESC-Teilnehmer ganz bestimmt nicht von meiner zufälligen Staatsbürgerschaft anhängig.