Was wäre wenn … Electric Callboy Deutschland beim ESC 2022 in Turin vertreten hätten?

Am Samstag, den 14. Mai fand nicht nur das große Finale des Eurovision Song Contest in Turin statt. In der Lena-Stadt Hannover traten am selben Abend in der Swiss Life Hall (früher Stadionsporthalle) Electric Callboy auf (Aufmacherbild). Die Band, die mit ihrer Bewerbung für die Teilnahme an der deutschen ESC-Vorentscheidung für viel Aufsehen gesorgt hatte, nutzte die Gelegenheit, filmte ihren Auftritt von „Pump It“ und postete das Video mit dem Gruß „Hier ist unser ’nicht radiotauglicher‘ Song „Pump It“ live in Hannover vor fast 5.000 Menschen.“ Bleibt die Frage: Was wäre gewesen, wenn die Band an dem Abend nicht in Hannover, sondern in Turin auf der Bühne gestanden hätte?

Die Band aus Castrop-Rauxel befindet sich gerade auf der komplett ausverkauften „Hypa Hypa European Tour 2022“ durch Deutschland und – genau – Europa. Ihr Insta-Post vom 14. Mai deutet aber darauf hin, dass sie wirklich gern für Deutschland beim ESC aufgetreten wären und sie die Absage des NDR doch noch schmerzt. Offiziell war ihre Bewerbung für die Vorentscheidung am 6. Dezember geworden, damals noch unter dem Namen Eskimo Callboy. Die Single „Pump It“ war bereits drei Tage zuvor veröffentlicht worden. Im Anschluss wurde u.a. diskutiert, ob der NDR für ihren Vorentscheid überhaupt an der Band vorbeikäme oder ob das alles ein PR-Stunt sei und man stattdessen „anderes, spannendes und idealerweise auch erfolgversprechendes Song-Material bei der ESC-Vorenscheidung“ präsentieren könne.

Die Band arbeitete dann stark auf die Vorentscheidteilnahme hin, suchte einen neuen Namen, nahm an den internen Castings teil und kam auch recht weit. Allerdings wurde die Band letztlich doch von der Radiomacher-Jury ausgesiebt. Und so war die Band nicht unter den sechs Beiträgen, die bei der Vorentscheidung auftreten durften. Das war dann doch ein gehöriger Paukenschlag, der entsprechende öffentliche Resonanz erzeugte. Eine Wildcard für die Band wurde dennoch abgelehnt, da half auch eine Petition mit über 100.000 Unterschriften nichts. Daraufhin ging es für Deutschland bei den Wettquoten bergab.

Der Rest ist bekannt: Bei der Vorentscheidung holte sich Malik Harris mit „Rockstars“ den Sieg. In Turin landete er dann allerdings mit nur sechs Punkten aus dem Televoting auf dem letzten Platz im Finale. Dabei waren das Lied und der Auftritt nicht schlecht, aber letztlich doch zu schwach, um besser abzuschneiden.

Nach dieser langen Geschichte steht nun die Frage aller Fragen: Wie hätten wohl Electric Callboy beim ESC in Turin abgeschnitten? Natürlich werden wir das nie wissen. Wir kennen nicht ihren Auftritt, den sie dort präsentiert hätten, noch wissen wir, ob sie nicht sogar einen Startplatz in der zweiten Hälfte des Finales gezogen hätten. Und doch haben sie mit ihrem Post am 14. Mai und dem Verweis: „Hier ist unser ’nicht radiotauglicher‘ Song „Pump It“ live“ die Diskussion wieder eröffnet.

Electric Callboy – Pump It (Live in Hannover am 14. Mai 2022)

Daher möchten wir diese Frage an Euch weitergeben – in unserer bekannten Antwort-Logik von unseren Songchecks. Wir gehen hier von ansonsten gleichen Bedingungen aus (ceteris paribus), wie sie auch für Malik Harris zugetroffen haben, also dieselben Finalist/innen und derselbe Startplatz für Deutschland. Der Auftritt so wie im Video oben.

Wie hätten Electric Callboy mit "Pump It" beim ESC 2022 in Turin abgeschnitten?

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133 Kommentare

  1. Also der Artikel ist so überflüssig wie ein Stück Brot. Die Jungs hätten live ganz schlimm gewirkt. Das hat man doch bei Schlag den Star gesehen. Ganz schlimme Geschichte. Damit wären wir genauso hinten gelandet. Vermutlich ähnlich wie Malik.

    • Ich las irgendwo am Rande, dass das aber nicht ihre Schuld war, sondern die von Pro 7 – die haben da angeblich den Ton versemmelt und die Sänger hörten sich selbst nicht richtig. Irgendwie sowas, habs nicht weiter verfolgt. Klingt im Video da oben ja letztlich auch ganz in Ordnung.

      • Wie hätten Rammstein, Sarah Connor oder Nico Santos angeschnitten? Alles zu theoretisch. Es war Malik für uns dabei und gut ist.

    • klar, pro 7 versaut den ton, aber EC sind schuld xD Die Spielen seit Jahren erfolgreich live überall auf der Welt, abersie sind ganz schlimm live, ist klar xD

      • Naja, The Rasmus spielen auch seit Jahren auf der ganzen Welt live und der Frontmann kann trotzdem nix.

        Aber gut, EC haben ihre Live-Qualitäten tatsächlich schon oft genug bewiesen.

  2. Nichts für ungut, aber so hypothetische Fragen a la „Was wäre wenn…“ bringen einen überhaupt nicht weiter. Es ist nicht so gekommen und gut ist.

  3. Das Sommerloch hat begonnen……

    Es ist müßig darüber zu diskutieren, wo EC gelandet wären. Aber dank EC wurde das totale Versagen des NDR offenkundig! Diese Nummer nicht für den Vorentscheid zu nominieren, stattdessen 6 gleichförmige Lieder, war ein Armutszeugnis dieser sonderbaren Jury. Der NDR hat es wirklich geschafft, dass Künstler die von sich was halten, alles tun, nur nicht sich für den ESC zu bewerben.

  4. Ok, Letzter wird man damit vermutlich nicht, aber so richtig geil ist das doch auch nicht. Da treten jedes Jahr in Wacken, beim Summer Breeze oder Full Force viele Bands an, die es besser drauf haben. Ich würde ja gerne sehen, dass die Ukraine Jinjer schickt. Das sind Welten

    • … ich vermutlich auch … das Ding ist, diese EC sind einfach NICHT witzig (genug) und musikalisch farblos(er Rock). Da nützt es auch nichts, sich beim Karnevalslädchen um die Ecke ‚was Buntes‘ zu kaufen und dann im Video auf „Glam Rock“ zu mimen… Gott war/ist das schlecht…

      • Der farbloseste Rock dieses Jahr war ja wohl Bulgarien. Da sind EC Welten unterhaltsamer.

  5. Ich habe diesen Beitrag bereits letzte Woche mal Facebook gepostet und ich stehe da immer noch hinter:

    Also Malik hat es gut gemacht und ich finde auch dass er ein toller Künstler ist, nur leider ist er wirklich etwas untergegangen. Als langjähriger ESC Fan muss ich aber dazu sagen dass es dieses Jahr extrem schwer war durch solche Acts nach vorne zu kommen.
    Hätten wir dieses Jahr Michael Schulte mit seinem Top 4 Song (2018) geschickt, wären wir nur knapp in die Top 20 gekommen, weil seine Popballade genauso untergegangen wäre, leider.
    Genauso bin ich ehrlich gesagt froh dass wir nicht Electric Callboy hingeschickt haben und nicht den ähnlichen Fehler wie 2013 und 2019 gemacht haben, nämlich etwas hinzuschicken was Sound, Text oder Interpret vom Vorjahr ähnelt.
    Abgesehen davon dass Rockbands beim ESC grundsätzlich in den letzten 8 Jahren nicht gut funktioniert haben (abgesehen von 2021) hat man es in diesem Jahr wieder gesehen, von 4 Acts die man als „rockig“ bezeichnen würde sind 3 im Halbfinale entsorgt worden und der letzte Beitrag hat ebenfalls die Top 20 verfehlt (was mir im Vorfeld bereits klar war).
    Und auffallen um jeden Preis hat bei Achille Lauro ebenfalls nicht funktioniert und genau das wäre bei Electric Callboy ebenfalls der Fall gewesen, hinzu kommt leider dass die Band schon bei ner kleinen Studiobühne (Schlag den Star) Tonprobleme hatte und es sich echt furchtbar angehört hat und wenn sie so in den Vorrunden im Vorentscheid performt haben kann ich die Entscheidung von den Juroren (unabhängig von der bösen „Radiotauglichkeit“) leider verstehen.
    Hinzu kommt dass mich der Verdacht beschleicht dass Electric Callboy nur beworben haben um den selben Erfolg wie Maneskin zu bekommen. Viele ihrer Fans haben wirklich gedacht sie fahren hin und gewinnen das ganze einfach, als wäre es ein Bandcontest auf einem Dorf. Und wäre das ausgeblieben hätten ihre Fans den gesamten Contest verteufelt. Ich glaube, sie hätten sich mit „The Rasmus“ die Punkte geteilt und wären dementsprechend zwischen Platz 21 und 25 gelandet. Weil weder The Rasmus nur Electric Callboy „exzellent“ in ihrem Genre sind, anders als Maneskin oder Dark Channel.
    Das Problem Vorentscheid bleibt aber auch bestehen. Jeder möchte einen Vielfältigen Vorentscheid, aber alle die schon ein paar Jahre den ESC und die deutsche Vorentscheidung verfolgt haben wissen dass wir von 2013 bis 2016 die vielfältigsten Vorentscheide (die Schnelldurchläufe sind auf Youtube) hatten und was hat es uns genützt? Richtig nöscht, am Ende haben die Zuschauer immer ne Popnummer ausgewählt, bei Cascada und Elaiza waren noch leichte andere Einflüsse mit drin aber im Grunde war es Popmusik. Bringt also auch nix. Und jetzt nochmal was zum Thema „Radiotauglichkeit“ in den heutigen Top 10 kann man gut und gerne 7 Songs perfekt im Radio spielen, also dass ein Song nicht radiotauglich sein darf (und das auch als etwas schlechtes definiert wird) ist kompletter Bullshit. Ich denke viele wünschen sich einfach mal was anderes außer die klassische Popnummer und das kann ich auch verstehen, aber es muss auch Qualität haben, denn sonst könnte es uns mit nem „mutigen“ Beitrag gehen wie Georgien, es wird einfach cringe und wir landen trotzdem auf dem letzten Platz…. Was haben wir noch für Optionen?!? Das wird vielen vielleicht nicht passen aber Mit Lena und Roman Lob hatten wir richtig gute Ergebnisse erzielt und sie sind aus einer extra für den Vorentscheid angelegten Castingshow hervorgegangen. Um die Vielfalt trotzdem abzudecken sollte man nicht nur Solo Künstler sondern auch Duette, Gruppen und Bands am Casting teilnehmen lassen und manierliche Sendungen produzieren. Dass die öffentlich rechtlichen das Potenzial und das Zeug dazu haben Künstler so zu pushen dass sie mit ihrer Musik Erfolg in der Branche haben können, zeigt ja jetzt beispielsweise Malik. Er hat 4 Jahre hart gearbeitet und hatte es nie in die Charts geschafft, mit „Rockstars“ ist er jetzt seit Wochen in den offiziellen Charts, wird in den Radios (teilweise zensiert, weil wohl doch nicht so radiotauglich – durch den Rap part) gespielt, ist in den Download und Streaming Charts vorhanden, das ist doch was. Also nächstes Jahr ne neue Staffel „Unser Star für..“ mit diversen Newcomer Künstlern und mehreren gut Produzierten Shows, damit die Zuschauer die Künstler kennen lernen und auch ihre Favoriten und am Ende den ESC Act unterstützen wollen und weniger (gehässig) beim Final Abend hoffen dass Deutschland 0 Punkte bekommt. Denn am Ende bekommen wir nur das zurück was wir den Wald hineinrufen.
    PS Ganz liebe Grüße an das gesamte ESC Kompakt Team, ihr macht echt einen tollen Job und es macht Spaß euren Blog zu lesen und eure Livestreams anzuschauen 😊

    • Punkt 1: Malik hat es nicht gut gemacht. Denn als Künstler ist er auch für die Bühnenperformance mitverantwortlich. Und das war mal garnix. Leere Instrumente auf Teppichen? Beim ESC? Come on.
      Punkt 2:EC als „ähnlich“ zu Maneskin zu bezeichnen ist so, als wenn mensch einen Lada mit einem Ferrari vergleicht. Hat beides 4 Räder, ein Lenkrad und fährt.
      Punkt 3: Tonprobleme auf den Kopfhörern sind für eine Band oder einen DJ tödlich, weil er / sie dann mit Verzögerung den aus der Halle zurückgeworfenen Schall hört und es unmöglich ist, das timing hinzubekommen. Ich habe EC gestern – ohne Tonprobleme – live gesehen und das sind richtig gute Musiker. Das hatte Pro7 verkackt.
      Punkt 4:EC haben sich nur beworben, weil ein paar Fans der Band das vorgeschlagen haben. Die Band hat dann gesagt „cool, das kann lustig werden, machen wir“. Nix von wegen „wir wollen profitieren, wie Maneskin“ oder ein paar mehr Follower bekommen, was ja wohl das einzige Ziel von Jendrik war.
      Punkt 5: „Dark Channel“? Really? Du willst eine Band benennen, die besser ist, als EC und kennst nicht mal deren Namen? Du meinst wohl Blind Channel. Die sind – genau wie EC – derzeit auch auf Europtournee. Und zwar als VORGRUPPE von EC! Nachdem sie beim ESC gut abgeschnitten hatten. Nur mal so, um den internationalen Stellenwert von EC zu erklären. Btw. Blind Channel sind live ebenfalls eine Hammerband.
      Punkt 6:Das Problem der Vorentscheide ist, dass zum einen kaum bekannte Bands / Künstler*innen dabei sind und es dann die Ewiggestrigen gibt, die 100 Mal anrufen, um einen außergewöhnlichen Beitrag zu verhindern, oder eine „Fachjury“, die den mutigen Beitrag verhindert, wie bei LaBrassBanda. Dieses Jahr hat die „Fachjury“ alle mutigen Beiträge eben schon vor dem Vorentscheid verhindert.
      Punkt 7:Wenn Du auf die Top10 schaust, solltest Du die Albumcharts mit einbeziehen. Viele Bands funktionieren eher über Alben und Streamingdienste, als über die Singlecharts. Top1 in den Albumcharts waren in diesem Jahr z.B. schon Feuerschwanz und Versengold. Huih, bei denen würde sich die „Fachjury“ aber auch in die Hose machen… Und Radiotauglich für die verschnarchten Popwellen sind die auch nicht.
      Punkt 8:Die Castingshows für Lena und Roman Lob. Richtig, denn solche Castingshows werden auch international beachtet und damit die Künstler*innen auch schon vor dem ESC im Ausland wahrgenommen. Und dieser extrem lieblose und grottenschlecht gemachte Vorentscheid in Deutschland wurde eben auch im Ausland wahrgenommen. Und damit auch, wie wenig sich Deutschland wohl um den ESC schert. Das hat Malik sicher auch Sympathien gekostet.
      Punkt 9: Naja, die Chartplatzierungen von „Rockstars“ sind aber eher bescheiden. Platz 57 war – glaube ich – die höchste Platzierung. Da schaffen EC ohne den ESC bessere Platzierungen.

      • zu Punkt 2: Beides sind Autos und das reicht für mich.

        zu Punkt 8: Bitte nie wieder Casting-Shows

        zu Punkt 9: Platz 8 inzwischen, und das nach vielen Wochen in den Top 100. Das ist schon ein bisschen mehr als Platz 31 und dann raus (evtl. nach einer Zwischenlandung in den 90ern), aber gut, die Single-Charts zählen ja anscheinend eh nichts mehr.

        Die Leistung der Konkurrenz herabwürdigen (Punkt 1 und „jammernder Jugendlicher“ in einem anderen Kommentar von Dir), Kritiker als „Ewiggestrige“ bezeichnen (Punkt 6), und dann diese Gönnerhaftigkeit, mit der verkündet wird, dass EC mit ihrem internationalem Renommee doch nur eine gutes Werk für den darbenden ESC tun wollten, das bestärkt leider mein Bild von EC-Fans, das ich bisher bekommen hatte (auch wenn man nie verallgemeinern sollte – und gegen die Gruppe an sich habe ich eigentlich nichts: für Autos, äh, Musik der Sparte Rock, sind die gar nicht mal so schlecht).

  6. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Deutschland besser abgeschnitten hätte, wenn EC angetreten wäre. Gewonnen hätten sie nicht, aber es hätte definitiv mehr Punkte und ne bessere Platzierung gegeben.
    Dadurch, dass es in diesem Jahr extrem viele langsame Nummern gab, wäre die Nummer ECs mit Wumms ne tolle Abwechslung gewesen.
    Dass die Zuschauer eine schnelle, lustige und bunte Nummer gerne angenommen haben, hat man ja am Ergebnis Moldaus gesehen.
    Es bleibt sich nur zu wünschen, dass es nächstes Jahr besser wird, schlechter kanns ja kaum noch werden. 😄 (Das ist auf das deutsche Ergebnis bezogen, nicht auf Künstler und sein Lied.)

  7. Da die einzige direkte Konkurrenz Finnland gewesen wäre und das sehr schwach war, hätten Sie echt glänzen können. 99% sicher ist, dass sie mehr als 6 Punkte geholt hätten.

  8. Also, meine Einschätzung ist die, dass dieser Titel von den Jurys noch eine höhere zweistellige Punktewertung bekommen hätten, dafür aber etwa doppelt so viel von den Zuschauern. Und das reichte noch für die Top 10. Ganz nach oben hätten sie es wohl eher nicht geschafft, da dürften sich manche zu sehr an Maneskin erinnert fühlen. Aber ob es genau so gekommen wäre, oder tatsächlich besser oder doch schlechter, das verliert sich im Paralleluniversum…

  9. Danke für den Beitrag! Ich finde es interessant, zu spekulieren, was mit EC möglich gewesen wäre. 😁

    Nehmen wir an, EC wären mit „Pump It!“ im hinteren Starterfeld angetreten und hätten einen guten Auftritt mit ordentlicher Bühnenshow und viel WUMMS hingelegt. Wenn ich mir die diesjährige Platzierung anschaue, so denke ich, dass EC dann durchaus gute Chancen gehabt hätten, über Moldau zu landen, also Platz 7. Von den Jurys hätte es nicht so viel gegeben, aber sicherlich mehr als für Malik. Beim Televoting hingegen hätte es mich nicht gewundert, wenn sie nach der Ukraine den zweiten Platz geholt hätten. Je nach Jury-Wertung wäre durchaus auch ein Platz in den Top 5 möglich gewesen.
    EC hätten im Finale eigentlich keine direkten Konkurrenten gehabt, höchstens vielleicht noch Finnland. Ansonsten gab es nichts Vergleichbares. Dadurch hätten sie bestimmt viele Punkte von Hardrockfans auf sich vereinen können. Zudem hätten sie die erreicht, die Spaßbeiträge favorisieren und die, die sämtliche ruhigere Nummern als „Schnarchmusik“ verachten (und davon hatten wir dieses Jahr ja viele).

    Mit „We Got The Moves“ hätten EC einen noch besseren Song mit mehr Kultpotential gehabt. Damit wären die Top 5 oder Top 10 noch sicherer drin gewesen.

    Ich kann mich natürlich auch total irren, aber eins ist sicher: EC hätten deutlich besser abgeschnitten als Malik. Und das muss jedem eigentlich immer klar gewesen sein, weswegen es so eine krasse Fehlentscheidung vom NDR war, sie nichtmal zum Vorentscheid zuzulassen.

    Ich hoffe inständig, dass EC es nächstes Jahr nochmal ernsthaft versuchen und mit einem vielversprechenden Song an den Start gehen. Wenn sie das tun, hat der NDR überhaupt keine andere Wahl, als sie zumindest für den Vorentscheid zu nominieren und den werden sie dann vermutlich auch gewinnen, wenn es keinen absoluten Übersong in der Konkurrenz gibt.
    Ich befürchte aber, dass sie entweder keinen Bock mehr haben oder aber einen enttäuschenden Song vorschlagen, den dann doch keiner so richtig haben will.

      • Eine EC-Fanbrille? Ich bin aber ja gar kein Fan von EC. Ich kannte die vor der Vorentscheid-Diskussion gar nicht und höre sonst auch nichts von der Band, nur „We Got The Moves“ und „Pump It!“ finde ich wohl ganz gut. Daher kann ich also nicht ganz ausschließen, dass ich die beiden Songs besser einschätze, als sie sind. Aber besser abgeschnitten als „Rockstars“ hätten sie sicherlich.

      • Na ja, bei sechs Punkten und dem letzten Platz ist die Messlatte aber wirklich sehr niedrig angesetzt.

    • EC haben in einem Interview vor ein paar Tagen gesagt, dass das Thema ESC für sie durch ist. Und das halte ich auch für richtig. Zum einen, weil es nach der Aufregung vor dem letzten Vorentscheid sicher viele Kritiker*innen geben würde, die – sollte EC dann in den Vorentscheid kommen – behaupten würden, man habe sich den „Fans“ diesmal gebeugt. Und zu anderen, weil der verschnarchte NDR eine grandiose Band wie EC gar nicht verdient hat.

  10. Wenn EC Deutschland vertreten hätten, dann hätten die Producer wegen der Startreihenfolge noch mehr Kopfschmerzen gehabt. Ein weiterer High Energy Song für die erste Hälfte…

    • @4porcelli

      Ja, das Sommerloch ist damit wohl eröffnet. Bin gespannt wann die jährlichen Comebackgerüchte um die Türkei auftauchen.

      Ich habe den diesjährigen ESC soweit abgehakt. War heute das erste Mal nach ner Ewigkeit wieder auf nem Volkfsfest, der Maidult in Regensburg. War richtig cool, habe mir in den Fahgeschäften die Seele aus dem Leib gebrüllt vor Freude.

      Bin insgesamt gut 85 € heute losgeworden, besonders der Bietzeltbesuch ist ziemlich teuer mittlerweile, habe für halbes Hendl, Maß Bier und Riesenbrezel tatsächlich 27,70 € bezahlt!! Einmal im Jahr als Einzelperson kann man es machen, aber mehrmals oder als Familie ist das echt happig.

      • @ESC1994, freut mich – es ist nach Corona wichtig, wieder ins Leben zurückzukommen. Die Preise sind natürlich heftig. Mir ist es eigentlich nie aufgefallen, wenn die Preise geschwankt haben, aber die letzten 4 Wochen sind echt markant.

  11. „Pump it“ wäre allerdings der schwächere der beiden eingereichten Songs gewesen. Den hätte ich nur im Mittelfeld gesehen.

    Trotzdem muss auch ich sagen: Diesen Artikel hätte es tatsächlich nicht wirklich gebraucht. Gibt hier ja genügend Leute, denen inzwischen schon bei der bloßen Erwähnung des Bandnamens der Kamm schwillt.
    Und sollte der NDR auch den nächsten Vorentscheid wieder versammeln, wird EC hier eh noch oft genug durchs Forum schwirren.

  12. Ja, das sind halt echte Rockstars 😛
    Das die Jungs deutlich besser abgeschnitten hätten war glaube ich sogar den Schnarchnasen vom NDR + Radio von Anfang an klar

  13. „Was wäre wenn … Electric Callboy Deutschland beim ESC 2022 in Turin vertreten hätten?“

    Es muss nicht unbedingt ein auf „Teufel komm raus“-Artikel aufgesetzt werden…Füllmaterial für’s Sommerloch vom Feinsten Güteklasse Premium 1A.

    Ich dachte, das diese längst ausgelutschte Diskussion um die E.C. beendet wäre und jetzt diese zum fremdschämen der Peinlichkeit „Was wäre wenn…“

  14. Hmm, einige scheinen hier schon schwer an einer Post ESC Depression zu leiden so wie sie sich hier über diesen unterhaltsamen Sommerloch-Artikel echauffieren LOL

  15. Was wäre wenn, nun ja angenommen, sie hätten dann ebenso erste Hälfte gezogen, wären sie von den Produzenten schon mal nicht hinter die Ukraine auftreten gelassen worden. Wahrscheinlich hätten sie sie vor oder nach Italien auftreten lassen. Kommt ja natürlich auch darauf an, was sie für ein Staging geplant hätten. Aber vielleicht hätten sie höchstens so wie Finnland letztes Jahr am Ende landen können. Denke, Jurys hätten sie bisschen abgestraft. Dafür wären Moldawiens Punkte im Televote kleiner ausgefallen, dafür Deutschlands Televoters Punkte entsprechend höher. Auf jeden Fall am wahrscheinlichsten wären sie vor Finnland, aber hinter Moldawien beim ESC 2022 gelandet.

  16. Interessiert außer den Leuten, die da in der VE-Saison über das Stockchen gesprungen sind, keinen Menschen !

    • Also laut Petition nur ca. 130000 Menschen.

      Stimmt, die ESC-Kompakt-Blogger:innen sollten sich schämen, so einen unnötigen Beitrag zu posten, den wir ja alle genötigt werden, zu lesen. [Ironie aus]

      Ich versteh echt nicht, wie man sich so über einen Blogeintrag aufregen kann, der einen nicht interessiert. Lest ihn halt nicht. 🙄

    • Was auf dem Blog interessiert die Leute außerhalb der Bubble denn eh? Quasi nichts.
      Und auch innerhalb der Bubble gibt es wenig Themen, die alle interessieren.

      Wenn ich es hinkriege die meisten Lesergame-Beiträge zu meiden, schaffst du das auch bei vielleicht noch 2 kommenden EC-Beiträgen.

  17. Man hätte sie auf jeden Fall mit We got the Moves, mit dem sie sich ja auch zusätzlich beworben hatten, schicken müssen. Ist der bessere Song für den ESC.

    Also Stimmung hätten sie gemacht. So hatte allein Moldau so viele Publikumspunkte für einen energiegeladenen Stimmung machenden Song bekommen, mit EC hätten sie halt ein bisschen was davon abgeben müssen.

    Professionelles Staging hätten sie sich nicht nehmen lassen, davon gehe ich aus.

  18. Na ja, … vielleicht zwischen 10 und 15? Keine Ahnung, ist auch müßig drüber zu diskutieren. Meiner Meinung nach ist es nicht sehr geschickt, im Folgejahr nach Måneskin erneut mit einem Rocksong aufzuwarten. The Rasmus sind ja auch eher hinten gelandet, die haben mir viel besser gefallen.

    • Ich behaupte aber mal: The Rasmus‘ Problem waren nicht Måneskin, sondern The Rasmus. Nach der mauen Halbfinal-Performance hatte ich schon so ein vages Gefühl, dass die sich wohl doch eher nach unten orientieren müssen. Und dass der Finalauftritt (wie allerdings bei ziemlich vielen) dann noch mal deutlich schwächer war, hat’s dann endgültig besiegelt. Schade um den sehr gefälligen Song.

  19. Mal vom eigentlichen Thema weg. Ich bin immer wieder erstaunt, wie man Electric Callboy, The Rasmus, Maneskin und Blind Channel als identische Musik bezeichnen kann. Das sind vier verschiedene Arten von Rockmusik. Und zwar vier grundlegend verschiedene.

    • Nun, für Ohren mit anderen Hörgewohnheiten klingt das eben bisweilen ein bisschen ähnlich, so wie andere z.B. bei Dance-Musik alles in einen Topf werfen oder bei Chansons.

      Lustige ESC-Welt, in der sich einige Fans darüber aufgeregt haben, dass beim Concours Eurovision de la CHANSON Frankreich letztes Jahr doch tatsächlich ein Chanson ins Rennen geschickt hat, und in der wohl aktuell von einem Grand-Prix-Fan erwartet wird, sämtliche Verästelungen der Rockmusik zu kennen.

      • @Thomas M. (mit Punkt)

        Du weißt aber schon dass „Chanson“ auf Französisch ganz einfach „Lied“ bedeutet?? Kann zwar auch diese Musikrichtung damit gemeint sein, aber prinzipiell ist es einfach nur ein „Lied“. Demzufolge gab es 2021 gleich 39 Chansons, auch aus Italien und Finnland. 😉

        Aber ich weiß, als eher altmodischen Fan tun einem die Veränderungen wohl immer noch ziemlich weh.

      • „Aber ich weiß, als eher altmodischen Fan tun einem die Veränderungen wohl immer noch ziemlich weh.“

        Du bist also auch ein eher altmodischer Fan? Willkommen im Club!

        Nein, im Ernst: Natürlich tun mir bestimmte Veränderungen weh, und das darf ich hier auch schreiben. Und Du darfst mich dafür gern altmodischer Fan nennen; ich wüsste nicht, was daran so schlimm ist. Besser jedenfalls, als immer genau das gut zu finden, was gerade angesagt oder hip ist.

        Der Witz, in dem Du den finnischen und den italienischen Beitrag 2021 als „Lied“ bezeichnet hast, wird mich für den Rest des Tages erheitern, danke 🙂

      • @Thomas M. (mit Punkt)

        Ähm, nein?? Ich habe mich lediglich versucht in dich hineinzuversetzen, tatsächlich muss ich ehrlich gesagt bei vielen deiner Kommentare die über die „gute alte Grand Prix-Zeit“ ziemlich die Augen verdrehen.

        Nichts für ungut, aber was den ESC anbelangt leben wir auf ganz anderen Planeten.

      • Ok, ich hätte vielleicht nicht nur den ersten Teil deines Kommentars lesen sollen.

        Was daran schlecht sein soll?? Na ja, ständig der alten Zeit hinterhertrauern bringt einem finde ich überhaupt nicht weiter, weder beim ESC noch im Leben allgemein. Natürlich erinnere ich mich gerne an schöne Dinge aus meiner Kindheit zurück, bin mir aber auch sehr wohl im Klaren drüber dass dies halt Vergangenheit ist und nicht mehr zurückkommt.

      • @ESC1994:

        So sehr es Dir auch missfallen mag: Unsere Planeten näher beieinander, als Du denkst. Ich sag‘ nur Polen 2022 (und Frankreich oder Serbien, ich weiß nur nicht mehr, welches von beiden auch bei Dir vorne war) 😉

        Mir ist schon klar, dass der ESC nicht mehr genauso werden wird, wie er früher war, trotzdem habe ich das Recht, Fehlentwicklungen zu kritisieren, und nicht automatisch alles gut zu finden. Und natürlich darf ich darauf hoffen, dass das eine oder andere wieder mehr so wird wie früher, d.h. z.B. weniger Gigantismus, weniger Pyro- und Lasershows (was da alles für Geld sinnlos verschleudert wird), wieder mehr Lieder auf französisch oder in anderen Landessprachen vorne (da sieht es ja gerade etwas weniger trostlos aus als noch vor ein paar Jahren).

        In gar nicht so ferner Zukunft ist man vielleicht hoffnungslos altmodisch, wenn man dem Live-Gesang hinterhertrauert oder der Regel, dass nur eine bestimmte Anzahl von Menschen auf der Bühne erlaubt ist, oder der Verkündung der Punkte durch die einzelnen Länder. Und auch dann wird es wieder Leute geben, die über solch altmodische Kommentare die Augen verdrehen (Augengymnastik soll ja gesund sein).

      • @Thomas M. (mit Punkt)

        Darfst du, ich persönlich schaue aber lieber nach vorne.

  20. Wenn ich mir die ganzen Kommentare hier durchlese, verstehe ich, warum keiner, der einen Namen hat, für DE antreten möchte. Fast nur die typisch deutsche Miesmach-Mentalität hier. Hätte es nicht gebraucht, Sommerloch, nutzlos wie Brot usw… Mein Gott, wenn mich was nicht interessiert, dann lese ich es nicht. Die Betreiber hier geben sich die größte Mühe, uns zu unterhalten. Und das machen sie verdammt gut und absolut professionell. Ich weiß es nicht aber ich vermute sogar, dass sie das als Hobby in ihrer Freizeit machen. Daher finde ich persönlich solche Kommentare absolut respektlos. Alle sind hier Experten und fühlen sich berufen, andere zu degradieren. Der deutsche Beitrag ist scheisse, der NDR ist scheisse, alles immer nur negativ. Macht es doch besser!

    Sicherlich hat der NDR kein glückliches Händchen gehabt die letzten Jahre. Aber das kann man nie vorher wissen. Sie haben nach besten Wissen und Gewissen Künstler und Songs ausgewählt, neue Konzepte ausprobiert. Mit Schulte hat es funktioniert, mit anderen halt nicht. Ben Dolic fanden alle toll. Ist der NDR Schuld an Corona und dass es ausgefallen ist? Und Jendrik war letztes Jahr ein Versuch, mal was anderes zu schicken. Hat nicht funktioniert. Gut, Pech gehabt.

    Das einzige, was ich dem NDR vorwerfe, ist dass sie nicht Einsicht gezeigt haben und EC doch ne Wildcard gegeben haben, nachdem klar war, wie viele Menschen die gerne dabei gehabt hätten. Das war sturr und unverständlich. Sogar die anderen 6 hatten nichts dagegen.

    Ich freue mich auf 2023. Neues Jahr, neues Glück.

    • Lustig, beschwerst dich über den Ton in den Kommentaren und bist selber am rummotzen.

      Wie war das noch gleich mit dem Glashaus und den Steinen??

    • „Sicherlich hat der NDR kein glückliches Händchen gehabt die letzten Jahre“

      Ich denke eher die Auswahl war einfach nicht gut, Auch der NDR oder die Radiosender hätten erkannt, wenn da ein ESC-Banger dabei gewesen wäre. Daher wohl auch die Idee mit den Radiosendern, damit sich vielleicht nächstes JAhr mehr angesprochen fühlen. Ob das wirklich reicht, ist die Frage, in Holland bekommt man mit einem kleinen Aufruf seit Jahren gute Titlel, in Deutschland scheinbar nur den Nachwuchs, bei dem man immerhin wie dieses JAhr den tallentiertesten ausgewählt hat.
      Wenn die guten Titel nicht freiwillig kommt, muss man sie eben suchen und zwingen.

    • Und Du fühlst Dich offenbar berufen, die MitkommentatorInnen zu beschimpfen? Die allermeisten üben sachliche Kritik, die ja wohl auch angebracht ist, da der Enthusiasmus schon seit geraumer Zeit abhanden gekommen ist. Irgendwie ist man als Fan da langsam frustriert.

      Aber, auch wenn ich Deinen Ton nicht gerade angemessen finde, ich stimme Dir zu: Es steht jedem frei, sich Artikel, die einem nicht interessieren, zu überspringen. Und dass die BloggerInnen einen tollen Job machen ist unbestritten.

  21. Ich habe keine Ahnung, wie EC in Turin abgeschnitten hätte.Für mich wäre es wohl der erste ESC gewesen, bei dem ich während des deutschen Auftrittes zur Toilette verschwunden wäre.Über Geschmack läßt sich halt streiten,mein Geschmack ist es ganz und gar nicht.Also denke ich jetzt nicht weiter darüber nach.

    • Ich bin schon bei einigen deutschen Beiträgen auf der Tolilette verschwunden, in den letzten zehn Jahren gab es das schon öfter….

  22. Keine Ahnung, wo EC gelandet wären. Was ich aber ahne, ist, dass die ganze Nummer ein Kapitel aus dem Marketinglehrbuch ist. Was Besseres als der letzte Platz von Malik hätte der Band gar nicht passieren können und es ist sicher keine Überraschung, dass sie ausgerechnet jetzt die ganze Sache nochmal aufwärmen, über die in den letzten sechs, acht Wochen eigentlich kaum noch jemand geredet hat. Wie ernst es EC mit dem ESC wirklich ist, können sie 2023 beweisen.

    • Ja klar. EC ist auf ausverkaufter Europatour (die schon VOR der Bewerbung um die ESC-Teilnahme ausverkauft war). Sie hätten diese Tour unterbrochen, um beim ESC mitzumachen. Alles nur Marketing? Sicher nicht. Die Band braucht den ESC nicht, sie hätten für Deutschland aber mal ein gutes Zeichen beim ESC setzen können. So hatten wir halt einen Jugendlichen, der über die gute alte Zeit jammert.

  23. Ich hatte ja gehofft, dass die EC-Enthusiasten, die sich hier seit einigen Monaten tummeln, bald weiterziehen würden, aber wenn sie Nahrung wie diesen Artikel finden, werden sie wohl noch eine Weile verweilen …

    • Ich frage mich manchmal, ob EC oder Ronela die toxischere Fanbase haben. Richtig übel.
      Ich habe mir die erste Minute von Pump It angehört und finde es zum Davonlaufen. Ein ganz übles Stück Musik und fast genau so übler Auftritt.
      Ich verstehe den Hype um die Typen nicht.

      • Schön und gut, dass du das zum Davonlaufen findest. Aber man konnte ja noch nicht mal dafür abstimmen. Es geht ja nicht um den Geschmack des Einzelnen, sondern der Masse und bei einer Petition mit 130.000 Stimmen zeigt sich, dass viele das Lied mögen und es nicht zum Davonlaufen finden.

  24. Ich fand die Videos toll, aber was ich von denen live gesehen habe eher zum fremdschämen. Sie schaffen es nicht den Witz, den sie mit den zwei konträren Musikstilen haben, auf der Bühne auszuspielen. Vielleicht hätten sie ja einen guten Choreographen bekommen, der das dann irgendwie besser umgesetzt hätte.
    Ich denke Punkte hätten sie so vielleicht von einem Hardcore-Metall Fans bekommen, ob das für mehr als Platz 20 gereicht hätte, bin ich mir nicht sicher.

    Aber immerhin haben wir dieses Jahr gelernt, dass 12pt doch ein versteckter Rocker ist, vielleicht doch wieder die Haare zum Headbanging wachsen lassen, ein paar werden schon noch da sein. (Nicht böse sein, habe auch nicht mehr alle)

    • Ich habe EC gestern live gesehen und sie haben den Witz sehr gut auf die Bühne übertragen. Insbesondere bei „We Got The Moves“. Was im Rahmen eines kompletten Konzerts nochmal schwieriger ist, als bei einem Einzelauftritt beim ESC, wo Alles auf diesen Moment zugeschnitten ist.

  25. Ich finde die Frage, wie EC beim ESC in Turin abgeschnitten hätten interessant. Nicht nur für uns bei ESC kompakt, sondern insbesondere für den NDR. Denn ist der NDR fähig zu einer ehrlichen Selbstanalyse und selbstkritischen Aufarbeitung, dann müsste er sich genau diese Frage so ziemlich als erstes stellen.

    A pros pros Sommerloch. Ich finde Sommerlöcher toll, weil sie die Wartezeit zum nächsten ESC mit Diskussionen überbrücken, bei denen jeder weiß, dass der Gesprächsstoff nie ernst zu nehmen ist und man auch einfach mal drauf los labern kann, ohne dabei jedes Wort auf die Goldwaage legen zu müssen bzw. auf deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

    Folgende Sommerloch-Themen wünsche ich mir daher für die kommenden Sommermonate:

    Erstens: Kronprinzessin Victoria aus Schweden moderiert den ESC 2023 in Stockholm, nachdem die EBU Stockholm den Zuschlag als Austragungsstandort gegeben hat.

    Zweitens: Mahmood will es erneut wissen. Beim Festival di Sanremo 2023 tritt Mahmood erneut an und würde im Falle eines Sieges einen dritten Versuch starten den ESC 2023 endlich zu gewinnen.

    Drittens: Russische Öl-Oligarchen bieten der Ukraine die Übernahme der gesamten Kosten für den ESC in Kiew an, nachdem das russische Militär und der russische KGB Wladimir Putin gestürzt haben und der NATO ein sofortiges Ende des russischen Angriffskriegen gegen die Ukraine und eine bedingungslose russische Kapitulation erklärten.

    Während zwei Sommerloch-Themen einfach nur total belanglos wären, wäre das letztgenannte Sommerloch-Thema das Schönste, Größte und Beste was der Ukraine, der Welt und aus langfristiger Perspektive auch Russland passieren könnte.

    In diesem Sinne liebe Leser (m/w/d) wünsche ich Euch eine gute Nacht. 😀

    • Früher begann das Sommerloch wirklich erst im Sommer, Die Wochen nach dem ESC waren höchst spannend, weil man dann häppchenweise Daten wie Jury-Votes bekam. Heute bekommt man das sofort und damit kann man nur noch darüber diskutieren, wie man es nächstes Jahr besser macht. Aber selbst das passierte ja praktisch schon seit dem Vorentscheid, ist nun also auch nicht mehr wirkiich wichtig.

      Apropos Mahmood, über den FFF müssen wir noch sprechen…

  26. Viele vergessen anscheinend, dass es nichts bringt, den letztjährigen Sieger zu kopieren. Hat 2013 mit Cascada schon nicht funktioniert (sowohl genretechnisch als auch kompositorisch gab es so einige Ähnlichkeiten zwischen Glorious und Euphoria – sogar der Titel ähnelt) und würde es mit den Callboys wieder nicht. Letztes Jahr hat ein Rocksong gewonnen – wo sind die diesjährigen Rocklieder gelandet? Dänemark Semi raus, Lituaen Semi raus, San Marino Semi raus, Finnland mit ach und Krach weiter aber das vermutlich wegen der bekannten Band. Oder ich erinnere mich ganz gut an Greta aus Island, mit Call My Name oder so. Ein Jahr nach Emmily de Forest. Ähnliches Lied, ähnliche Performance, ähnliche Handbewegungen. Direkt ein Jahr nach Forest. Ging komplett in die Hose. Würden sie in 3-4 Jahren kandidieren, könnte was draus werden. Aber dieses Jahr wäre nichts drauf geworden.

    Diese These kann jeder selbst überprüfen, einfach mal gucken welche Art von Lied die letzten Jahre gewonnen hat und wo die ähnlichen Tracks im nächsten Jahr gelandet sind.

      • Greta Salomes „Call my Name“ (aka „Hear them calling“) war ja auch keine Kopie von Emmelie de Forest, sondern von Måns Zelmerlow. Trotzdem ist an der Theorie grundsätzlich schon was dran – wenn man über Sertab Erener -> Ruslana -> Helena Paparizou hinweg sieht.

        Nur – und es erstaunt mich, dass man das immer noch sagen muss: Electric Callboy haben genauso viel Ähnlichkeit zu Måneskin, wie die Kastelruther Spatzen zu Helene Fischer. Ist halt alles irgendwas mit Tönen, ne?

        Bei manchen Kommentaren hier gewinnt man echt den Eindruck, dass die Leute reflexartig auf die Stummtaste drücken, sobald sie eine E-Gitarre auf der Bühne sehen. Anders kann ich mir das nicht mehr erklären.

      • Er meinte mit Sicherheit den Song aus Bulgarien, der im Halbfinale ausgeschieden ist.

    • Sry, statt Litauen meinte ich Lettland. Und Bulgarien ist ein weiteres Beispiel das meine Liste ergänzt, danke für den Tipp. Gretas Auftritt war eine Mischung aus Mans und Emmelie: Effekte + Handbewegungen. Und dass EC nichts mit Maneskin zu tun hat stimmt nicht, allein genretechnisch Fischen sie im selben Teich. Gitarre bedeutet ja nicht gleich Rock, was Sam Ryder bewiesen hat.

      Ich stehe zu meiner These – und genau darum geht es ja in diesem topic. Wir werden nie wissen wer recht hat, das sind alles hypothetische Aussagen – EC hätte in einem anderen Jahrgang Erfolg gehabt, aber nicht dieses Jahr.

      • Natürlich deutet ein Gitarrensolo auf das Genre Rock hin. Auch die intensive sehr emotionale Nutzung der Stimme bis hin zu exzenssiven Tönen (hier gerne als Geschrei bezeichnen) ist ein Anzeichen von Rock.
        Pop-Musik ist ja letztlich immer nur der Obergriff des zur Zeit vorherrschenden Musik-Genre in einer eher abgeschwächten Version für ein noch größeres Publikum gemacht wird. Der Platz 1 der deutschen Charts wird Rap genannt, auch wenn er mit dem ursprünglichen Genre nur noch den Sprechgesang gemeinsam hat.
        Sam Ryder hat in diesem Sinn Pop-Musik aus den 70er-80er Jahren gemacht, und das war eben eine Musik, die auf Rock basierte. Daher ist dieses Jahr durchaus ein Rocksong (rockiger Popsong) Zweiter geworden, auch wenn er sehr wenig mit dem letzjährigen Gewinner gemein hat.

    • Alles, was aussortiert wurde, wurde nicht aussortiert weil es Rock ist, sondern weil es belangloser Rock ist. Die einzige Ausnahme ist San Marino. Das wirkte in der Tat wie eine übertriebene Maneskin-Kopie.

  27. EC hätten auch nicht besser abgeschnitten als Megastar Achille Lauro für San Marino im ersten Semifinale. Das Resultat ist bekannt.

    • Kann man so nicht sagen. Wir wissen nicht wie Achille Lauro im Finale abgeschnitten hätte. EC wären aber fürs Finale qualifiziert gewesen. Wir können nur vermuten da Achille im Halbfinale ausgeschieden ist EC auch eher hinten gelandet wäre

      • „auch eher hinten gelandet wäre“

        Das wollte ich damit ausdrücken, Thilo.

  28. Kurze Zwischenfrage: Gibt’s eigentlich nur zwei, drei unterschiedliche Musikgenres? 😅
    Rock, Up-Tempo-Pop/Schlager und ruhige Balladen? 🤔
    Anders kann ich mir nicht erklären, wieso EC so oft mit Måneskin gleichgesetzt wird und deswegen als vermeintliche Vorjahressieger-Kopie nicht hätte gut abschneiden können. Ich sehe da keine Ähnlichkeiten, außer, dass beides keine Balladen und keine Popschlager sind.
    Zudem ist der Blick nur auf den jeweils Erstplatzierten des Jahres zu kurz: Im Contest nach „Arcade“ (2019) kam „Tout l’univers“ (2021) immerhin auf Platz 3 und die Lieder sind fernab der Sprache doch ne recht ähnliche Richtung. Beides sich langsam steigernde Piano-Popballaden mit sehr hohen Männerstimmen und viel „aaaaah“ gegen Ende. Auch nicht unbedingt gleich, aber sicher ähnlicher als die Musik von EC und die von Måneskin.

    • Ich entdecke auch keinerlei Ähnlichkeiten zwischen Maneskin und EC, außer daß sie kein ESC-Mainstream sind.

    • Den Vergleich sollte man auch nicht wortwörtlich nehmen und jeden Takt, jedes eingesetzte Instrument miteinander vergleichen. Es gibt die großen bzw.. populärsten Genres Pop, Rock, HipHop, Rap, Elektro, Art, Metal, Soul etc. Dann gibt es nochmal Subgenres, die man diesen Genres unterordnen kann (vgl. Wiki). Und bei einem Vergleich schaut man zuerst auf das Genre. Sind die beiden Vergleichssongs im selben Genre vorzufinden? Wenn ja, kann man nach weiteren Vergleichs Aspekten schauen. Wenn nein, dann macht der Vergleich ohnehin keinen Sinn (wie die beiden aaaaahs von Duncan und Gjon. Sie singen auch auf Englisch und benutzen Buchstaben aus dem lateinischen Alphabet. Super ähnlich :-D).

      Aber ich führe die Gedanken zu Arcade und Tout l‘universe fort: die beiden haben tatsächlich eine Ähnlichkeit: der Komponist. Und dass beide eher (Power-)Balladen bzw. langsame Nummern sind ist eine weitere Ähnlichkeit. Aber das war’s dann auch schon, weder Aufbau, noch Tempo, noch eingesetzte Instrumente zeigen eine hohe Ähnlichkeit auf. Tout l‘universe legt ne Schippe drauf und ist dramatischer gestaltet, während Arcade konstant bleibt. Btw, bei Gjon gab es vor den Proben die Befürchtung bei den Fans, dass er auf der Bühne durchgehend am Klavier spielt wie bei einem Auftritt vor dem Contest. Da wurden auch Vergleiche zu Arcade laut. Aber dank Sacha war der Auftritt dann ganz anders und hat dem Song einen gänzlich anderen Anstrich verpasst.

      Btw, mir fällt noch Destiny mit Je Me Casse ein. Kann mich noch gut an die Kommentare erinnern, sie erinnere einen zu sehr an Netta aus Israel. Beide Popsongs, beide selbes Thema (female empowerment), beide etwas fülligere Frauen. Ergebnis: Je Me Casse blieb hinter den Erwartungen und war eine große Enttäuschung für Fans (und Malta).

  29. So leid es mir tut es war genau richtig, dass dies mit electric callboy passiert ist. Durch diese fehlentscheidung des NDR wurde nun mehr publik als sonst all die Jahre, dass etwas gewaltig schief lief im Auswahlverfahren der Künstler und des dt vorentscheid. Nun steht der ndr mit dem Rücken zur Wand und kann sich nicht nochmal mit ,, wir kündigen eine neue Ausrichtung an und machen uns intensiv gedanken“. Ich denke wenn für 2023 wieder der letzte Platz sein sollte wird es das letzte mal sein das der ndr die rechte für den esc hat. Denn nochmal wird sich der Zuschauer dies nicht bieten lassen, dafür stehn die Fehler zu sehr im Fokus und dies wird sicherlich keine egal-Haltung weiterhin sein vom zuschauer.
    Ich frag mich ob man den ndr bzw eurovision deutschland juristisch belangen könnte, schließlich sind das ja unsere gleder die all die Jahre ins nix Verlaufen.

    • Ich fürchte, ein erneuter letzter Platz wird den NDR nicht davon abhalten, die deutsche Teilnahme beim ESC zu „organisieren“.
      1. Es generiert ihm immer noch eine vergleichsweise hohe Zuschauerquote. Dem könnte man eigentlich nur entgegenwirken, in dem man den ESC über die ARD boykottiert, sondern über andere Kanäle schaut.
      Das würden wahrscheinlich dann doch nicht so viele Leute machen, da wir Fans nur einen relativ kleinen Teil der ZuschauerInnen ausmachen. Die meisten schauen aus Gewohnheit.
      2. Es hat bisher kein anderer Sender sich angeboten, ich glaube, es möchte niemand übernehmen. Möglicherweise fehlt das Interesse, oder es ist ihnen zu aufwändig und/oder zu teuer, ein gescheites, nachhaltiges Konzept auf die Beine zu stellen. Dafür braucht es schon Leute, die richtig von dem ESC begeistert (und zwar auch als Wettbewerb, nicht nur als eurovisionäre Party.
      3. Die meisten Zuschauer interessiert die deutsche Platzierung nicht so arg, und wenn, dann nur um zu lamentieren, dass „Deutschland ja so unbeliebt“ ist und die „Nachbarn sich die Punkte zuschieben“.
      Wir Fans sind doch in der Minderheit, denke ich, führen da doch eher ein „Nischendasein“. Klar kann man Petitionen organisieren, würde ich sofort unterschreiben, wenn ich die realistische Chance sehen würde, dass sich endlich mal Gedanken gemacht wird, und das sich was ändert.

      Ich würde mir wirklich wünschen, dass Frau Wolfslast hier mal vorbeischaut, dann würde sie mitbekommen, wie „angefressen“ mittlerweile doch die meisten von uns sind. Ich wäre an einem Austausch sehr interessiert.

    • Noch eine kurze Anmerkung zu Deinem letzten Satz: Bin zwar keine Juristin, aber ich denke mal ganz stark, dass eine Klage direkt abgeschmettert würde. Die Gelder werden ja nicht nur für den ESC ausgegeben, der öffentlich-rechtliche Rundfunk erfüllt ja noch andere Aufgaben. (In Sachen Information bin ich froh, dass es ihn gibt, für gute Unterhaltung hat zumindest der NDR kein Händchen (mehr).😉

      • Zum Glück haben die allermeisten von uns andere Favoriten, mit denen wir mitfiebern können,
        weil, wenn ich alles nur aus „deutscher Brille“ sehen würde, wäre ich schon lange kein Fan mehr…

  30. Ich blicke in die Zukunft und frage: Was wäre wenn Electric Callboy Deutschland beim ESC 2023 -in welcher Stadt auch immer dieser dann stattfinden wird- vertreten würde? Würde sich das der NDR trauen?

    • Es gibt sogar eine Petition dafür. Ich habe sie unterschriebenen. Hoffe electric Callboy fahren zum ESC 2023

      • Du hattest aber registriert, dass a) Pump it in 2023 nicht mehr startberechtigt ist und b) wegen ihrer großen Tour eh keine Zeit haben?
        Falls ja wundert es mich, dass du immer weiter auf diese blamable Petition verweist!

      • Bei allem nötigen Respekt, aber ich kann wirklich keine Petition ernst nehmen bei der die Ersteller nicht mal die ESC-Regeln kennen.

    • Es gibt sogar schon eine Petition dafür. Ich habe sie schon unterschrieben. Ich hoffe dass electric Callboy 2023 zum ESC fahren.

      • LOL Ihr redet ja immer gerne über die Petition, aber dass Du das jetzt 2x in 4 Minuten machst, ist sicher ein Rekord ;-).

  31. Mit dieser „normalen“ Konzert-Inszenierung wäre definitiv nicht viel mehr heraus gekommen als unteres Drittel.
    Aber wir können natürlich auch davon ausgehen, dass die Band sich für die TV-Bühne mehr überlegt hätte als auf Tour oder bei Pro7. Und dann wäre vielleicht auch Platz 10-15 drin gewesen.
    Mit We got the moves wäre bei einem passenden Staging auch noch mehr drin gewesen (5-10).
    Habe wegen des geposteten Videos mal 15-20 ausgewählt.

    So, jetzt ist meine Glaskugel heißgelaufen und braucht erstmal wieder Pause.

    • Du denkst wohl das ich blöd bin. Ich kenne mich mit dem ESC sehr gut, und kenne auch die Regeln. Bin seit Jahren mit dem ESC vertraut. Malik war sehr schlecht, der Song auch auch das Stating. Da war der letzte Platz logisch. Electric Callboy sind um Längen besser, egal mit welchem Song sie antreten. Ob sie 2023 sich bewerben werde wir ja sehen. Gib doch bei anderen Sachen deine Senf dazu.

      • Vielleicht wird es kein Bewerbungsaufruf geben, sondern der NDR frägt „Electric Callboy“ direkt! Also eine Art interne Entscheidung wäre dies dann wieder! Wäre zumindest eine Möglichkeit!

      • Warum war Malik schlecht, hat er schief geungen? Wenn alle EC-Fans so sind, dann hoffe ich, dass dieser Kelch auch zukünftig an uns vorüber geht.

        @Frank B.Es ist zu vermuten, dass EC auf der ESC-Bühne anders aussehen. Aber sie haben zu mit der zeitgleichen Veröffentlichung des Videos, schon einen Vergleich zu Malik erzeugen wollen. Daran darf man sie dann auch messen.
        Und ich sage es noch mal, wenn so die Präsentation vor den Rundfunkmenschen aussah, dann kann zumindest ich nachvollziehen, dass die Begeisterung sich in Grenzen hielt.

  32. Wenn manche Leute sich immerzu über die Fernsehrgebühr aufregen, kringel ich mich am Boden. Die wissen wahrscheinlich gar nicht, was wir an den ÖR haben. Außerdem sind 18 EURO irgendwas im Monat nun wirklich kein Betrag, der es dem Einzelnen erlaubt, das Programm zu bestimmen. Dafür bekommt man gerade mal 1 KG Käse oder 2,5 Schachteln Zigaretten. Ach ja, wahrscheinlich denken die Fernsehgebührdauererregten, dass sie für alle Menschen in Deutschland sprechen. 🤣

    • Die Fernsehgebühr an sich ist bei den meisten nicht das Problem, sondern unser System mit den Landesrundfunkanstalten (BR, MDR, NDR, WDR etc.) und dann auch noch dem ZDF sowie Deutschlandradio!
      Wir haben also anstatt EINE öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt -sowie dies in den meisten europäischen Ländern der Fall ist (BBC, RAI, TVP etc.) MEHRERE! Dadurch müssen Entscheidungen oft von viel mehr Leuten abgenickt werden, als wie wenn dies nur bei einer Rundfunkanstalt der Fall ist! Außerdem verschwendet unser System eine Menge Geld. So etwas wie das Melodifestivalen ist bei unseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk -zumindest ohne die Zuhilfenahme eines Privatsenders- nicht möglich! Bestes Beispiel herfür ist natürlich die Zusammenarbeit mit ProSieben gewesen! Sobald diese 2013 beendet wurde hatte man wieder nur eine Vorentscheidshow (Unser Star für Malmö) und an dieser wurde auch gleich Kritik geübt. Passt auch wunderbar in dieses Jahr, denn bei „Unser Star für Malmö“ waren auch die Radiosender beteiligt gewesen!

      Und ja, mir ist bewusst, weshalb bei uns die Bundesländer für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verantwortlich sind, deswegen finde ich sollten sich die öffentlich-rechtlichen auch mehr öffnen und mehr mit den privaten zusammen arbeiten! Vor allem beim ESC!

      • Warum setzt Du denn am Ende eines jeden Satzes ein Ausrufezeichen? 🤔

        Ich finde es gut, dass wir regionale Rundfunkanstalten haben (genauso wie ziemlich eigenständige Bundesländer). Ich war noch nie ein Fan von Zentralisierung.

  33. Danke für den Artikel. Ist ganz amüsant das zu lesen besonders die vielen Kommtare dazu bringen einen zum schmunzeln. Aber eine Diskussion dazu zu führen bringt genauso wenig wie darüber nachzudenken wen der Vatican wohl ins Rennen schicken würde wenn er zum ersten Mal teilnimmt was er darf aber wahrscheinlich nicht wird

  34. Ich denke, es hätte nicht geschadet eine Gruppe zu schicken, die eine riesige Fanbase hat. Diese Fanbase hatte die Gruppe ja erst überhaupt auf die Idee gebracht sich zu bewerben. Aber nicht nur der NDR wollte die nicht, die Mehrheit der ESC Fans auf ESC Kompakt sind auch enthusiastisch dagegen gewesen und sind es noch. Insofern lieber Douze Points verstehe ich nicht, warum du euren Lesern das Thema nochmals vorlegtest? Die Mehrheitsmeinung hier war und ist dagegen. Also kommt raus, was rauskommen soll: Einigkeit der Meinung.

    • Woraus liest Du das ab? Ich lese, dass eine Mehrheit für die Plätze 1-10 gestimmt hat. Jetzt mag ich nicht ausschließen, dass es hier auch Leute gibt, die sagen, dass EC sehr gut angeschnitten hätten, sie die Band aber trotzdem nicht hätten schicken wollen, aber bei dem Mittelfeldplätzen könnte es ja genau umgekehrt sein.

      • Schwierig zu sagen, zwischen den Plätzen von ähnlich herausstechenden Songs liegen dieses Jahr Welten. Ich hätte es im Mittelfeld gesehen. An dieser Stelle sei einmal angemerkt, dass sich die Jungs ja auch mit „We Got The Moves“ beworben hatten, das in meinen Augen noch etwas bessere Erfolgschancen beim ESC gehabt hätte – möglicherweise Top 10.

      • Hast du auch wieder recht, ich hatte nur die Kommentare gelesen und gar nicht das Abstimmergebnis angeschaut, was vielleicht nicht representativ für die meisten aktiven ESC Kompakt KommentarSchreiber ist und verfälscht ist von EC Fanbase Abstimmern, die hier eher unwillkommen geheißen werde von einigen Kommentarschreibern.

        Ich gehöre nicht zur EC Fanbase, fand es aber cool, dass die sich beworben hatten.

  35. Hießen die nicht mal Eskimos? Oder ist dieser Name auch der moralischen Erhabenheit zum Opfer gefallen?

    EC hätten dieses Jahr nix gerissen, wäre genauso hinten gelandet. Wäre dieses Jahr aber auch komplett unpassend gewesen. Diese „Begeisterung“ für EC rührte doch eh nur daher, weil sie im gähnend langweiligen NDR-Angebot immerhin was „Anderes“ gewesen wären. Besser allerdings ehrlich gesagt auch nicht.

  36. Eben in einem YouTube-Video eine interessante Forderung gehört: Der NDR sollte auch gegenüber den Künstlern so fair sein, sie nur dann aufzustellen, wenn man ausschließen kann, dass sie hinten landen. Ist natürlich leichter gesagt als getan. Aber im Kern keine ganz falsche Aussage, würde ich sagen.

    • Hm… ausschließen kann man es leider nie. Hätte auch nicht gedacht, dass Frankreich mit dieser innovativen Nummer weit abgeschlagen auf dem vorletzten Platz landet. Man kann und sollte nur alles dafür tun, die VEs so zu gestalten, dass jeder einzelne Act die Chance hat, international zu bestehen. Klar liegt das auch zum Teil an der Auswahl der KünstlerInnen, z. B. einem Max Giesinger würde ich gar keinen Erfolg auf internationaler Bühne zu trauen. Seine Musik ist doch eher für den deutschsprachigen Raum gemacht.

    • Und was, wenn alle europäischen Sendeanstalten den Künstlern gegenüber so fair sind, „sie nur dann aufzustellen, wenn man ausschließen kann, dass sie hinten landen“? Dann wird es dennoch hintere Plätze geben.

      Daher mein Wunsch: Die Fans sollten gegenüber den Künstlern so fair sein, sie (und ihre Songs) auch dann noch zu akzeptieren, wenn sie hinten landen (oder zumindest ihre Sympathie nicht von der Platzierung abhängig machen), und das Gleiche gilt für die Sendeanstalten, welche danach nicht so tun sollten, als würden sie diese Künstler nicht kennen.

  37. Ich hätte Electic Callboy auch nicht mit „Pump It“ zum ESC geschickt – ich hätte die Jungens mit „We Got The Moves“ dort hingesandt – denn das ist „ein Brett“ wie man in Rockkreisen zu einem außergewöhlich gutem Song sagt. In Turin hätten wohl viele (wie bei Moldova) mitgesungen:

  38. Platz 24 Frankreich, Platz 25 Deutschland … wir haben doch einen öffentlich-rechtlichen Sender, der sich der Kultur verschrieben hat. Warum wendet sich der NDR nicht mal an ARTE?

    Der Gedanke stammt nicht von mir:
    „Fernsehen für alle“, Episode vom 20.05.2022
    https://fernsehenfueralle.podigee.io/145-ep145
    Um den ESC geht es ab Minute 50, ARTE etwa Minute 60.

    • Ich finde, dass ARTE und auch 3SAT die falschen Sender für den ESC sind. Frühere Austragungen ja, aber spätere wurden zu trashig und seit den letzten 20 Jahren steht immer mehr die Show im Mittelpunkt.

  39. Tja, über das Thema kann man natürlich diskutieren, bis der Kopf raucht, aber wir wissen dennoch nicht, was rausgekommen wäre. Ich hab 11-15 getippt, aber keine Ahnung, wie das tatsächlich ausgegangen wäre.

    Das ist hier aber gar nicht der Punkt. Ich finde diesen Artikel nämlich trotzdem sehr, sehr wichtig und richtig – nicht wegen EC, sondern um die Diskussion um den Vorentscheid und die Beitragsauswahl hochzuhalten! Wenn wir da jetzt nachlassen, zur Tagesordnung übergehen und darauf warten, was nächstes Jahr passiert, dann wird wieder genau dasselbe passieren wie dieses Jahr. Die Fan-Wut ist inzwischen groß, aber noch lange nicht groß genug. Und deshalb ist es gut, an dem Thema weiter dranzubleiben!

  40. Das Ergebnis wäre sicher besser gewesen als das von Malik Harris und nicht besser als das von Moldau. Alles andere ist Spekulation. Die Jurys hätte sicher nicht viele Punkte springen lassen aber Moldau hat gezeigt, dass mitreißende Spassbeiträge beim Publikum immernoch punkten können.
    Die Chance EC beim ESC zu bekommen dürfte aber vorbei sein und deshalb ist die Spekulation sinnlos und man sollte sich darauf konzentrieren wie die Kandidatenauswahl im nächsten Jahr musikalisch vielfältiger erfolgen kann.
    Dass EC in den Vorentscheid gehört hätten, dürfte nach dem Ergebnis des NDR Vorentscheidkonzepts eindeutig sein.

  41. Hätten EC viel besser abgeschnitten als Malik? Nein. In diesem Jahren waren vier Rocksongs am Starts. Nur eines ist ins Final gekommen und dann gerade mal Platz 21. Also das war wirklich nicht viel besser als Malik. Zwar nicht letzter, aber Platz 21 ist jetzt auch kein Ergebnis worauf man hätte stolz sein können. Der NDR hat vieles falsch gemacht, aber das er sich von diesem Internetmob nicht hat erpressen lassen und nicht nachgegeben hat, war absolut richtig. Das war vorher richtig und ist jetzt danach auch richtig. Vor mir aus kann durchaus ne Rockband versuchen Deutschland zu vertreten, aber EC? Auf die und ihre toxische Fans kann ich gerne verzichten.

    • „Rock“… interessant, wie hier die Musik von EC eingeordnet wird. Vielleicht hilft ein Tipp: Die Musikrichtung geht in Richtung der finnischen Sieger von 2006. Durch deinen Kommentar hast du dich schon selbst disqualifiziert.

      Das einzig toxische an dieser Situation ist tatsächlich, dass der NDR seit Jahren fast immer nur langweilige Lieder hinsendet, ohne dass die irgendeine Chance hätten. Und wie auch in diesem Jahr gibt es keinerlei personelle Konsequenzen, obwohl die das alles mit den Geldern der Bürger finanzieren.

      Die Kritik ist vor allem, dass aus 1000 Liedern 6 Popsongs rausgesucht wurden und der Publikumsliebling knallhart übergangen wurde. Stattdessen wurde es dreisterweise so dargestellt, als hätte das Publikum die freie Wahl gehabt.

      Setzen 6

    • Das ist nicht nur eine Sache des Genres, sondern auch des Songs. Da war keiner bei vom Kaliber „Dark Side“ oder „Zitti e buoni“.

  42. Obwohl ich persönlich kein großer Fan von EC bin wäre es musikalisch definitiv einzigartig gewesen. Zumal es wohl der erste Metalact überhaupt beim ESC gewesen wäre.
    Außerdem sollte man bedenken, dass EC ein absoluter YouTube Hype ist und international gefeiert wird und dabei etliche 10 Millionen Aufrufe generiert (auf dem eigenen Kanal, aber vor allem auf nahezu jedem Reaction Kanal).
    Also ich wage die Prognose Top5

  43. Ich mag allen Nörglern, die verstimmt sind, dass wir das Thema „Electric Callboy“ nicht loslassen, die folgende Antwort geben:
    .
    Solange der NDR in einem Jahr, welches (eigentlich) einen Neu-Aufbruch (mit pathetischer Ansage) markieren sollte, in der Pre-Show einen Käseigel auf einen Nierentisch stellt, in einer Gesprächsrunde, die eine gähnend spröde Aneinanderreihung von klischeetriefenden Belanglosigkeiten austauscht, solange sollten wir hier ALLE Ansätze und Chancen diskutieren, die tatsächlich für einen Neu-Aufbruch gestanden hätten.
    .
    Der Auftritt von Jamala hat überschattet, dass das deutsche Finale nicht nur wegen des gefällig-unaufälligen Songangebots fade war, sondern insgesamt maximal unoriginell und gestrig konzipiert war und das gilt leider auch für alles, was danach kam inkl. der Käseigel-Show und leider auch inkl. des biederen Wohnzimmerteppich-Stagings in Turin.
    .
    „Hauptsache, nicht Erster!“ Hat ja geklappt.

      • Spoiler: Planschemalöör hätten ebenfalls besser abgeschnitten als Malik – zumindest ohne die russische Invasion in der Ukraine. Frau Teodosiu … nun ja, wenigstens sie selbst fand sich ja offenbar besser als Malik. Womöglich genügt ihr das bereits.

  44. Was wäre wenn …

    Dieses Jahr haben wir beim ESC kein einziges Mal die Musik leise gestellt. Aber wäre der Song ‚Pump It‘ in diesem Version dabei gewesen, wäre es doch passiert. Also ist unser Fazit: auch mit dieser Gruppe wäre D letzter geworden.

    • Ohne es böse zu meinen, ist es mir sowieso ein Rätsel, warum man als erwachsener Mensch keine 3 Minuten eines Songs durchhalten kann, den man nicht so mag. Wir reden hier ja nicht von Radio sondern dem ESC, der nur einmal im Jahr stattfindet.

      Aber gut, ich muss net alles verstehen. Kuss und Gruß

      • Wir hören sofort ob jemanden richtig singen kann und das ist hier nicht der Fall. Und da der ESC nun einmal ein Gesangswettbewerb ist …

      • Der ESC ist in erster Linie ein Song Wettbewerb nicht ein reiner Gesangswettbewerb. Beispiel Brividi: ist nur in die Top Ten gekommen weil der Song Mega war. Gesanglich war das mehr schlecht wie Recht und hätte, wäre es ein Gesangswettbewerb, hinten landen müssen. Mittlerweile ist Songwettbewerb eigentlich auch nicht mehr richtig. Es müsste Gesamtpaketwettbewerb heißen

      • Beispiel Brividi: Am Freitag haben sie den Ton getroffen, am Samstag war es 2 Minuten schief. Bewertung: 158 Jury-Punkten (Freitag) und 110 vom Publikum (Samstag).

        In den Video hier oben passiert etwas ganz anderes: man schreit. In absehbare Zeit werden die Herrschaften einen Stimmbänder-Operation brauchen. So etwas kommt beim ESC immer schlecht weg.

        Gesamtpaketwettbewerb passt. Aber da muss alles zusammen passen und im Einklang sein. Wer nicht richtig singen kann (das ist eine Technik, die Stimmbänder sind wie Musikinstrumente), wird erfolglos nach Hause gehen.

  45. Die beiden Songs sind extreme Ohrwürmer, und ich würde auch Thomas Mohr widersprechen und behaupten, dass sie in diesem ziemlich speziellen Genre (Metalcore mit Scooter- und 80s-Pop-Anleihen) tatsächlich exzellent sind (mindestens mal in der Studioversion). Ich wüsste jetzt echt nicht, wie man das, was die machen wollen, besser machen könnte als in diesen beiden Songs. Kann man natürlich scheiße finden (meine Musik ist es jetzt nun auch nicht zu hundert Prozent), aber der entscheidende Unterschied zu The Rasmus oder erst recht dem Intelligent Music Project ist, dass man bei Electric Callboy sicher nicht denkt: Das hab ich so ähnlich schon in viel besser gehört. Die meisten hätten wohl entweder gedacht: „Sowas hab ich noch nie gehört und will ich auch nie wieder hören“ oder direkt „Dö dö dö döp“ mitgegrölt, und das ist ja fürn ESC jetzt echt nicht das schlechteste. Davon abgesehen würde ich das aber überhaupt nicht mit irgendwelchen früheren ESC-Rockbands der letzten Jahre vergleichen wollen (Maneskin ist doch echt ne völlig andere Baustelle), sondern wenn dann eher mit Little Big, was auch vom Humor her in die Richtung geht. Und die standen ja zumindest wettquotenmäßig auch ganz gut da.

    Allerdings: Man hätte das Ganze definitiv nicht als halbwegs normalen Metalband-Auftritt inszenieren dürfen, wie das jetzt in dem Video oben zu sehen ist. Das funktioniert natürlich bei einem Liveauftritt (und sie scheinen das auch gesanglich ganz gut rüberbringen zu können, was beim tontechnisch vergurkten Pro7-Auftritt jetzt nicht so klar rauszuhören war), aber beim ESC wär das der falsche Ansatz gewesen. Wenn sie es geschafft hätten, z. B. das We-Got-The-Moves-Video so ähnlich auf die Bühne zu kriegen (natürlich mit weniger Leuten) und das auch von den Schnitten und der Mimik her so gut gewirkt hätte wie im Video, dann wär das aus meiner Sicht zu 100% in die Top 5 gekommen. Einfach wär das vermutlich nicht gewesen, und vielleicht wärs auch schiefgegangen. Aber das Potential wär sowas von da gewesen, und es ist schon schade, dass wir jetzt nie erfahren werden, was draus geworden wäre.

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