ESC-Songcheck kompakt 2022 (7) – Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear

Bild: Instagram @marius.bear

Auch dieses Jahr hat das Schweizer Fernsehen SRF die ESC-Zügel in der Hand. Da sich eine Auswahl hinter verschlossenen Türen in den vergangenen drei Jahren absolut bewährt hat, ist man auch 2022 diesem Konzept treu geblieben. Hierbei hat wieder ein 100-köpfiges Zuschauer-Panel, das bereits vor einem Jahr ausgewählt wurde, gemeinsam mit der internationalen Jury alle teilnehmenden Acts schrittweise bewertet. Am Ende haben sich die Mitglieder für Marius Bear und seine Ballade „Boys Do Cry“ entschieden. Teil der internationalen Jury waren unter anderem ehemalige ESC-Acts wie PAENDA aus Österreich, Ovi aus Rumänien oder auch Helga Möllers, die Island bei seinem Eurovision-Debüt 1986 vertreten durfte.

Nach Luca Hänni 2019 und Gjon’s Tears (2020 und 2021) haben sich die Eidgenossen mit Marius Bear erneut für einen Solo-Mann entschieden – wohl gemerkt der einzige (!) männliche Solo-Act im ersten ESC-Halbfinale am 10. Mai. Marius Bear heißt eigentlich Marius Hügli und kommt aus dem Schweizer Kanton Appenzell Innerrhoden. Der 28-Jährige ist nicht nur Singer-Songwriter, sondern auch gelernter Baumaschinenmechaniker. In den Schweizer Charts konnte der Sänger bereits zwei seiner Alben platzieren. Zudem hat er bereits im deutschen Fernsehen an der RTL-Show „I Can See Your Voice“ teilgenommen.

Der Song

Der ESC-Beitrag „Boys Do Cry“ wurde von Marius selbst gemeinsam mit Martin Gallop geschrieben, der vor allem auch durch seine Zusammenarbeit mit Annett Louisan bekannt ist. Der Song ist während der Corona-Pandemie entstanden, nachdem Marius mehrere Konzerte absagen musste und viel Zeit zuhause verbrachte. Laut eigenen Aussagen liebt Marius den ESC schon immer, den er letztes Jahr übrigens mit seiner Ex-Freundin am TV verfolgt hat.

Während Slowenien dieses Jahr auch im Jazz-Bereich angesiedelt ist, kommt Marius‘ jazzige Ballade dann doch deutlich ruhiger und entspannter daher und kann sich so von der slowenischen Schülerband-Diskonummer abgrenzen. Die bisherigen Kritiken zum Schweizer Song 2022 sorgen allerdings für berechtigte Zweifel eines erneuten Erfolges. Für eine Final-Qualifikation könnte der Beitrag nämlich zu unspektakulär, monoton und schläfrig sein. Als Pluspunkt kann jedoch die Thematik des Songs angesehen werden.

Textlich geht es im Schweizer ESC-Beitrag für Turin nämlich um Mut zur Emotionalität. Jeder Mensch sollte seine Gefühle zulassen, eben auch Jungs bzw. Männer. Ein sehr aktuelles Thema, das Selbstliebe und Akzeptanz vereint und sicher vielen Menschen aus der Seele spricht, die bereits Ausgrenzung erlebt haben und ihre wahren Gefühle nur ungern zulassen. Zudem handelt es sich um eine Thematik, die in ähnlicher Form bereits von erfolgreichen Künstler:innen wie Ed Sheeran oder Lady Gaga besungen wurde. Das könnte für eine erneute gute Jurywertung sorgen.

Im Video sieht man einen kleinen Jungen, der eine Art „Außenseiter-Rolle“ verkörpert und der sich nicht zugehörig fühlt. Er trägt eine Ritterrüstung, die dafür sorgt, dass man ihn emotional nicht verletzen kann. Laut Marius spiegelt dieses Kind ihn selbst wider, da er in seiner Kindheit oft das Gefühl hatte, eine Rüstung tragen zu müssen, um seine echten Gefühle nicht zu zeigen. Am Ende realisiert der Junge, dass es in Ordnung ist, auch mal zu weinen. In Turin kann sich Marius übrigens vorstellen, barfuß zu performen. Wie auf seinem Instagram-Account zu sehen ist, wird die schwedische Choreografin Sacha Jean-Baptiste erneut für die Schweizer ESC-Inszenierung zuständig sein.

Der Check

Song: 2/5 Punkten

Stimme: 4/5 Punkten

Darbietung: 3/5 Punkten

Instant Appeal: 1/5 Punkten

Benny: Hier habe ich ein paar Hördurchgänge gebraucht, bis ich den Song ins Herz geschlossen habe. Allerdings fürchte ich nach wie vor, dass er für den ESC keine besonders gute Wahl ist, weil er insgesamt zu getragen ist und keinen richtigen Höhepunkt (oder ESC-Moment) hat. Das Video ist natürlich süß und ich bin gespannt, wie die Schweizer das auf die Bühne bringen werden. 8 Punkte.

Berenike: Für mich hört sich „Boys Do Cry“ immer wie ein Weihnachtslied an. Wie dafür gemacht, es am warmen Kamin zu hören, während draußen Schnee liegt. Ob das dann im Mai aber noch so passt? In den ersten 30 Sekunden mag ich den Song, da fällt mir Marius warme Stimme und die angenehme Ruhe, die „Boys Do Cry“ ausstrahlt, positiv auf. Danach jedoch beginnt sich der Song immer mehr und mehr und mehr zu ziehen… Es wird immer nur die gleiche Melodie wiederholt, es gibt keine Steigerung und in mir kommt der Drang auf, den Geschwindigkeitsregler nach oben zu drehen. Deshalb nur 4 Punkte.

Douze Points: Für mich bleibt’s auch nach mehrmaligem Hören des Schweizer Beitrags dabei: „Boys don’t cry“. Da bin ich ganz klar Team The Cure. Wirklich schöne Stimme, die mich durch die Instrumentierung an „What A Wonderful World“ denken lässt. Klar ist die Aussage gut und richtig. Aber ich finde, die Schweiz könnte nach Gjon’s Tears und jetzt Marius Bear nächstes Jahr ruhig wieder Luca Hänni ranlassen. 6 Punkte.

Flo: Ja, „Boys Do Cry“ hat eine emotionale und schöne Botschaft. Aber Punkte werden bekanntermaßen nicht allein für einen guten Songtext vergeben. Der Song baut sich für mich über die drei Minuten einfach zu langsam auf, es passiert viel zu wenig. Das ist schade, weil Marius Bear eine angenehme Stimmfarbe hat und definitiv das Potenzial gehabt hätte, an Gjon’s Tears Erfolg anzuknüpfen – so sehe ich zwar eine Finalqualifikation nicht ausgeschlossen, dann doch aber deutlich geringere Erfolgsaussichten als im letzten Jahr. 5 Punkte.

Manu: „Boys Do Cry“ und ich haben schon ein kleine Reise hinter uns beiden. Beim ersten Hören konnte ich überhaupt nichts mit Marius Bears Jazzballade anfangen und fand das Lied unglaublich schmalzig. Es wirkte auf mich viel zu gewollt – dabei aber trotzdem belanglos und unkreativ. Mittlerweile hab ich den Vibe und den Reiz des Liedes gefunden und höre es ganz gern mal. Ich bin sehr auf das Staging gespannt, da ich es mir im Grunde nur sehr reduziert vorstellen kann (und bitte, bitte keine Kinderbilder im Hintergrund): 6 Punkte.

Max: Hierfür bekomme ich wohl viel Hate, aber ich mag den Schweizer Beitrag sehr; sehr, sehr, sehr sogar. Und dabei bin ich nicht der Fan von Balladen oder eben ruhigeren Klängen. Ab und zu schaffen es manche Lieder dann doch in mein persönliches Ranking ganz weit nach vorne. Hier passen für mich einfach Melodie und Stimme perfekt zueinander. Der Text ist super und das Video ist auch sehr cool gemacht. Leider kommt es generell nicht so pralle an aber gut, Marius Bear hat mich als Fan. 10 Punkte.

Peter: Ich weiß, dass dieser Song polarisiert, aber für mich hat er einen starken überzeugenden „instant appeal“. Da sind zum einem die wunderschöne Melodie, die zurückhaltende magische Songdramaturgie und die berührende ungewöhnliche, leicht kantige Stimme von Marius. Zum anderen packt mich der sensible, defensiv-emotionale Text und das melancholische Video gefällt mir auch sehr gut. Ich wünsche mir einen Finalplatz für die Schweiz. 12 Punkte.

Rick: Ich mag die zeitgemäße Thematik des Songs sehr und auch die visuelle Umsetzung im Video gefällt mir. Die Schweizer könnten uns also dank einer tollen Inszenierung in Turin doch noch überraschen. Den Song an sich kann ich jedoch leider nicht besonders positiv bewerten, denn mir fehlt die Wiedererkennbarkeit und Eingängigkeit völlig, auch wenn Marius eine tolle Stimme hat. Jedenfalls glaube ich, dass die Schweiz mehr drauf hat. Das haben sie in den vergangenen Jahren ja auch bewiesen; umso größer die Enttäuschung über „Boys Do Cry“. Ich vergebe gut gemeinte 2 Punkte!

Gesamtpunktzahl: 53/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Titel“ auf Platz 31 von 40.

Wie schneidet der schweizer Beitrag "Boys do cry" von Marius Bear ab?

  • Bleibt im Halbfinale hängen (61%, 383 Stimmen)
  • Platz 16-20 (13%, 82 Stimmen)
  • Platz 21-25 (11%, 67 Stimmen)
  • Platz 11-15 (7%, 41 Stimmen)
  • Platz 6-10 (5%, 30 Stimmen)
  • Top 5 (3%, 21 Stimmen)

Total Voters: 624

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Bisher erschienene Songchecks:

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10



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77 Comments
Der Thorsten von der Küste
Der Thorsten von der Küste
4 Jahre zuvor

Ein Lied von der bekannten Marke „Scharch & Gähn“ ….. nein danke….der Nächste bitte. Dass die Schweiz es besser kann, das haben sie in den letzten Jahren ja bewiesen.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Textlich bin ich natürlich voll auf Marius Seite. Natürlich dürfen/sollen Männer Gefühle zeigen, und auch weinen, wenn ihnen danach ist.

Aber der Song spricht mich von der Komposition überhaupt nicht an. Finde ich sehr langweilig. Ich finde, auch eine Ballade kann man mitreißend gestalten. Läßt mich irgendwie, trotz gutem Text, total kalt.

Tut mir leid, liebe Schweizer, aber ich fürchte, diesmal könnte es schwierig werden, das Finale zu erreichen.

Jofan 💙💛
Jofan 💙💛
4 Jahre zuvor
Reply to  Gaby

Da stimme ich dir zu @Gaby! Auf den Text achten beim Auftritt auf der ESC-Bühne die wenigstens und einzig und allein seine raue Stimme reicht da nicht aus. Bisher hat mir die Schweiz immer gefallen, dieses Jahr zum ersten Mal nicht. Schade! 3-4 Punkte und aktuell Platz 32 bei mir.

Thomas O.
Thomas O.
4 Jahre zuvor

3 Minuten können ja auch weh tun, hier schläft man wenigstens nur sanft ein

TG5
TG5
4 Jahre zuvor

Schweiz – 6/12 Punkte

4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4 Jahre zuvor

Todlangweilig. Hoffe, unsere Schweizer Kommentatoren sind nicht so fanatisch wie ihre Nachbarn im Osten, die sofort alle steinigen, die ihren Beitrag kritisieren, Das ist wirklich eine der öderen unter den ganzen Männerballaden dieses Jahr.

Thomas O.
Thomas O.
4 Jahre zuvor

Platz 2 für Ö im ESC-Barometer immer noch nicht verdaut?
Armer Pingu 😀

4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4 Jahre zuvor
Reply to  Thomas O.

LOL ich finde das wirklich surreal. Kann mir kein Szenario vorstellen, wo irgendjemand außer Ukraine und Italien die Top 2 sind.

ESC-Thom
ESC-Thom
4 Jahre zuvor

@porcelli: Ich bin Österreicher und sehe die Kritik am österreichischen Beitrag völlig gelassen. Auch wenn LUMIX & Pia Maria im Halbfinale hängen bleiben sollten, bekomme ich keinen Puls. Ich freue mich, dass zwei junge Leute Österreich vertreten und in Turin für Stimmung sorgen werden.

Also nicht gleich alle Kommentatoren aus Österreich in einen Topf werfen… Außerdem bin ich immer wieder verwundert, wie verbissen hier einige kommentieren – völlig egal woher sie kommen.

4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC-Thom

@ESC-Thom – es hat etwas faszinierendes an sich; die Deutschen kritisieren ihren Beitrag fast durch die Bank; viele Österreicher, die sonst rational sind, switchen in den Strache-Modus. Könnte eine Doktorarbeit sein ;-).

ESC-Thom
ESC-Thom
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC-Thom

@porcelli: Und du wechselst in den Bernd äh Björn Höcke Modus. Wie da Strache geendet hat, wissen wie ja. 😅

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Dem stimme ich mal zu. In der Tat, mit den fanatischen Austria-Fans wird es demnächst hier ziemlich anstrengend…..

Jaws
Jaws
4 Jahre zuvor

Mariposa…das musst du aushalten, du zwingst ja auch jedem deine wunderbaren Punkte Statistiken auf.Die ich mir sogar gerne durchlese und fast immer unkommentiert lasse.Jeder verteidigt halt das was er gerne mag…

Jan Wehner
Jan Wehner
4 Jahre zuvor

Wobei es zumindest an der Studioversion von Halo nix zu bemängeln gibt. Eigentlich war ich dafür eher dankbar, weil es nicht so öde ist.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor
Reply to  Jan Wehner

@ Jaws

Ach Göttchen… Glaube mir, da gibt es wahrlich Schlimmeres. Keine Angst !

Du kannst gerne etwas zu meinen Kommentaren schreiben. Dafür ist schließlich so ein Forum da.

Warum denn so dünnhäutig ?

usain1
usain1
4 Jahre zuvor

Für mich die schönste Ballade im großen, weiten Balladenmeer dieses Jahres.

4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4 Jahre zuvor
Reply to  usain1

Is‘ klar, Ihr Bären haltet zusammen.

Rainer 1
Rainer 1
4 Jahre zuvor

Der song ist nach dem zweiten hören ganz schön aber völligst ungeeignet für so einen wettbewerb. Ich fürchte das da nicht viele punkte zusammenkommen, wenn überhaupt.
Kein guter start für yves schifferle

Alex
Alex
4 Jahre zuvor

Das ist eines von den Liedern bei dem es extrem auf die Präsentation ankommt. Wenn das rüberkommt wie Michael Schulte ist Top 10 drin. Sonst nicht mal Finale.

goynen67
4 Jahre zuvor

Ich konnte die letzten Jahre mit den Songs von Victoria schon nichts anfangen, da kommt jetzt Marius um die Ecke mit dem gleichen Rezept. Anspruch mit Langeweile zündet bei mir leider nicht. Eine wunderbare Stimme hat er ja, warum dann so wenig Herausforderung. Und dann noch die unwillkürlichen Weihnachtsgefühle passen so garnicht in den Mai.

Steffen
Steffen
4 Jahre zuvor

Kommt leider nie richtig in Fahrt.
Finale ? Wenn ja, dann nur auf einem der Plätze jenseits der Top 20.
4/10

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor

Ich bin ganz bei Berenike, oder hat sie bei mir abgeguckt? 🤔

byJannik
byJannik
4 Jahre zuvor

Nein ihr seid nicht allein, ich schließ mich an.

Jule
Jule
4 Jahre zuvor

Ich liebe diesen Song, 12/12 von mir, aber ich glaube nicht, dass er es ins Finale schafft.

Michi
Michi
4 Jahre zuvor

Also ich mag den Schweizer Beitrag sehr. Finde seine Stimmfarbe sehr schön und genau die reduzierte Instrumentalisierung gefällt mir hier. Ja, ein „Grande finale“ im Song wäre schön gewesen, aber ich glaube fest daran, dass wir dieses Jahr zum ersten Mal seit 2014 wieder alle DACH-Länder im Finale sehen werden.
Gerade dass Marius der einzige männliche Solo-Artist im 1. HF ist, wird ihn zum „Damit hab ich nicht gerechnet“-Finalisten machen. Ihr werdet schon sehen… 😉

Timo1986
Timo1986
4 Jahre zuvor

Das Lied an und für sich finde ich sehr schön. Melodie und Textbotschaft sind eindeutig konform. Denn die Botschaft, dass alle Menschen Emotionen zeigen sollen, wenn ihnen danach ist, würde glaube ich keine Steigerung in der Melodie vertragen. So gesehen passt alles und mir gefällt es.

Allerdings hat die Schweiz sich keinen Gefallen damit getan den Song englischsprachig singen zu lassen. Ein sicherer Finaleinzug, wenn der Song auf französisch oder sogar italienisch gesungen wäre, wäre Marius Bear so gut wie sicher gewesen. Jetzt auf englisch könnte der Finaleinzug eine Zitterpartie werden.

Pablo
Pablo
4 Jahre zuvor

Dieser Song bringt das Maximum an Intimität und Feinfühligkeit.
Kann mich kaum daran erinnern, dass beim ESC jemals ein Song so sweet und melancholisch gleichzeitig war.
Langatmig und wiederholende Elemente gibt es auch, deshalb wird es auch nicht für ganz vorne reichen.

Die männliche schweizer Norah Jones hat eine samtig-bearige Stimme, der Text spricht (nicht nur) uns Zielgruppe sowieso aus dem Herzen und Sasha Jean Baptiste wird sich nicht nehmen lassen, diesen Moment zu kreiren, den der Song für den ESC braucht. Durch das Visuelle wird er wohl gehievt werden, und ich kann mir gut vorstellen, dass das relativ weit nach vorne kommen kann.

(Auch wenn ich SJB nicht besonders mag, bei Balladen kriegt sie es mE meistens besser hin, etwas Modernes und Passendes zu erzeugen)

In meinem Ranking auf Platz 17 aktuell.

Tippe in Turin auf Platz 11-15.

Jaws
Jaws
4 Jahre zuvor

Ich mag den Schweizer Beitrag,er hat eine super Stimme,ist total sympathisch und ich wünsche Ihm das er ins Finale kommt.von mir gibt es einige Anrufe für die Schweiz.

Tamara
Mitglied
4 Jahre zuvor

Swieris, swieris. Ich finde seine Stimme sehr schön, kommt allerdings nicht an seinen Vorgänger ran. Der Song ist hübsch, aber leider zu unspektakulär. Würde er für sich allein stehen, könnte man ihn sich in aller Ruhe immer wieder anhören und sich drauf einlassen, but don’t forget: Das tut er nicht. Und deshalb fürchte ich, dass im Semi schon wieder Schluss sein könnte, weil der Instant Appeal halt einfach zu gering ist und der Song daher untergehen könnte.

Rainer 1
Rainer 1
4 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Swieris?

Tamara
Mitglied
4 Jahre zuvor
Reply to  Rainer 1

Laut vorlesen 😀 Schwierig, mit den Fingern zwischen den Zähnen ausgesprochen. Weil: Schwierig.

ag9
ag9
4 Jahre zuvor
Reply to  Rainer 1

Schade, ich dachte, das bedeute „Schweiz“ in einer mir unbekannten (Fantasie-)Sprache…

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Mein Tipp: Diesmal scheiden die Eidgenossen aus.

Der Song ist zwar bemüht jazzig-anspruchsvoll, führt aber melodisch nach nirgendwo. Klingt letztendlich wie ein Weihnachtslied.

Selbst das Alleinstellungsmerkmal (einziger männlicher Soloact im ersten Semi) kann da wohl nichts retten. Beim Televoting könnten sogar null Punkte drin sein.

Ich werte lediglich mit 3 von 12 Punkten.

Gab es da wirklich keine besseren Bewerber ? Wir werden es nie erfahren…

Patrick
Patrick
4 Jahre zuvor

Wunderschön….! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Bislang erstes Semi

Niederlande 12/12
Litauen 9/12
Moldau 7,5/12
Lettland 5/12
Albanien 4/12
Schweiz 3/12
Bulgarien 1,5/12

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor

Wenn Arcade und Tears Getting Sober ein gemeinsames Kind hätten, würde das genau so klingen. Mir gefällt vor allem die exquisite Instrumentierung und ganz besonders der effektive Einsatz der Holzbläser. Außerdem bin ich ja generell für ruhige Balladen zu haben, und deshalb drücke ich der Schweiz ganz fest die Daumen.

Wie das im Mai ausgehen wird, kann ich nicht sagen. Falls es an Bühnenpräsenz und/oder stimmlicher Präzision und Subtilität fehlt, wird die Schweiz im Halbfinale untergehen, aber wenn Marius es schafft, einen magischen Moment à la Salvador zu schaffen, kann ich mir auch ein TOP 10-Ergebnis vorstellen. Viel Glück!

stefanohh
stefanohh
4 Jahre zuvor

28/40 mit 4 Punkten, kein Finale

Amion
Amion
4 Jahre zuvor

Ich mag es gar nicht ,aber an Weihnachten vor einem Kamin käme es wohl in meine Playlist….Ich gebe mal gnädige 3/10

Amion
Amion
4 Jahre zuvor

Ps Ich denke es wird knapp im Halbfinale scheitern . Platz 8 bei den Juries ..Platz 14 beim Televoting

Gesamt 11.oder 12 .im SEMI

Rainer 1
Rainer 1
4 Jahre zuvor

Portugal hatte letztes jahr 75% “ bleibt im halbfinal hängen“.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Rainer 1

Dabei war es letztes Jahr klar wie Kloßbrühe, dass Portugal ins Finale segeln würde …
Ist dieses Jahr mMn übrigens nicht anders.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Das wäre schade, aber leider nicht unrealistisch.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Gaby

Was wäre schade, Gaby? Ich meinte doch, dass Portugal auch dieses Jahr wieder ohne Probleme ins Finale kommen wird. 🙂

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Ach so, ups… sorry.😡

Das wäre natürlich toll, liebe dieses Lied.😍

Thomas2000
Thomas2000
4 Jahre zuvor

Es hat eine Zeit gedauert, aber jetzt mag ich dieses Lied sehr. Gerade das was sehr oft kritisiert wird ist die Stärke des Liedes: die Feinheit, die fast schon radikale Einfachheit. Hoffentlich keine Startnummer 2 bis 4. Finale sehe ich durchaus gegeben.

ESC1975
ESC1975
4 Jahre zuvor

Ach ja, wäre das Lied von Tom Waits würde ich ich es wohl lieben, weil ich wüsste, dass es durchaus mal eine Sonderportion Schmalz sein darf, weil das nächste Lied auf der LP wieder rau, gebrochen oder ganz anders ist.
So gesehen passt es gut zum ESC, aber ob es das Semi übersteht ist eben auch ungewiss.

4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4 Jahre zuvor

Noch öder als NL für mich, sehe nicht, dass es ins Finale kommt.

Jan Wehner
Jan Wehner
4 Jahre zuvor

Benny hat schon viel dazu geschrieben. Man kann sich nach dem zehnten Mal Hören dafür begeistern. Aber schlussendlich ist das nur was für Leute, die, Blues, Jazz, Swing und was weiß ich noch was lieben. Mit anderen Worten: der breiten Masse wird es egal sein.
Wenn ein Wow-Moment ausbleibt, dann wird das Finale leider unerreichbar sein. Natürlich sind solche Lieder leicht zu unterschätzen, aber der Schweizer ESC-Höhenflug ist erst einmal beendet.

Thomas O.
Thomas O.
4 Jahre zuvor
Reply to  Jan Wehner

I love blues, jazz und swing aber das nicht

Eurovisionismus, der
Eurovisionismus, der
4 Jahre zuvor

Sind Szenografie und Kameraführung apart, kann das eine Black Mamba werden (kein Dark Horse).
Der Vintage-Song allein – ich habe derlei massenweise auf Schellack fürs Grammophon – wird’s wohl nicht richten. Baerli jedenfalls viel Glück; das in seine Stimme gelegte Gemüt kommt bei mir komplett authentisch an.
👍, obwohl das Lied in keiner meiner Playlists steckt.

Btsv1895
Btsv1895
4 Jahre zuvor

Einer der schlimmsten Songs im diesem Jahr. Letzter Platz bei mir 40 Platz.

ag9
ag9
4 Jahre zuvor

Langweilig, laangweilig, laaangweilig, oh, halt, toll, tolll, tollll, gut, schön, vielleicht doch ein bissi zäh, nein, toll, schön………

Bin mal gespannt, wie es in mir mit dem Lied weitergeht???

Er hat ne außergewöhnliche (mir sehr gefallende) Stimme, aber das Lied braucht, um sich zu entfalten. Hat beim ESC aber nur eine Chance. Deshalb fürchte ich, es ist im Halbfinale raus, außer es wird eine Inszenierung gezaubert, die einen gleich bei diesem ersten Mal in den Bann zieht.

escfan05
escfan05
4 Jahre zuvor

Langweilig und nervig. Kein Wunder das die Jungen weinen. Da schmerzen ja einem die Ohren.

elkracho
Mitglied
elkracho
4 Jahre zuvor

Der Schweiz muss es gelingen,das der Zuschauer beim Auftritt dran bleibt.
Beim Song biste schnell mit den Kopf woanders.
DIe Choreographen werden richtig was leisten müssen.
Glaub aber trotzdem,das die Schweiz gerade noch so ins Finale rutschen könnte.
Dort kann man es sich dann aber auf den Stammplatz von Spanien,Deutschland,und England kuschelig machen.
Die wird man ja dieses Jahr woanders sehen.

ag9
ag9
4 Jahre zuvor

P.S.: Im Gegensatz zum albanischen Bärchen mit außergewöhnlicher Stimme (und mit Instant Appeal) haben wir jetzt zumindest ein Schweizer Bärli…

Andi
Andi
4 Jahre zuvor

Für mich ist die Schweiz ein klarer Ausscheider im Semi. Das Lied ist einfach zu langweilig und der Interpret wirkt nun nicht wie eine Rampensau. Zusätzlich sind ähnliche Acts im Rennen, die allerdings lebendiger klingen. Die Schweiz könnte sogar letzter werden.

Cali
Mitglied
Cali
4 Jahre zuvor

So, bin jetzt auch endlich dabei, es hat einige Tage gebraucht, ehe ich meine Top 40 fertig hatte (die stelle ich im Laufe des Tages mal in mein Profil) und eine halbwegs plausible Prognose erstellen konnte. Und es geht los mit unseren Eidgenossen.

Der Song zeigt mir einmal mehr, warum ich eine gewisse Abneigung gegenüber Jazz habe. Gerade das Ende finde ich so furchtbar nervtötend. Und der Anfang, bei dem man das Gefühl hat, man muss ihm jedes Wort auf der Nase ziehen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das irgendeine Rolle im Televoting spielen wird, und deswegen wird wohl im Halbfinale bereits Schluss sein.

Prognose: Halbfinale 17/17 (20%)
Meinung: Platz 36/40 (4 Punkte)

ESC1994
ESC1994
4 Jahre zuvor

Nachdem ich die Beiträge von Luca und Gjon sehr mochte hatte ich große Erwartungen an die Schweiz. Tja, leider ist das ein ziemlicher Schritt zurück. 🙁

Ich bin ja normalerweise ein großer Balladenfan, aber dieser Song ist seeehr zäh. Man wartet die ganze Zeit dass irgendwas passiert aber leider bleibt es in dieser sehr behäbigen Schunkelstimmung. Hatte schon nach kurzer Zeit eigentlich keinen Bock mehr, lediglich seine schöne Stimme hat mich abgehalten den Song vorzeitig zu beenden.

Der Text überzeugt mich ehrlich gesagt auch nicht, finde ihn sogar sehr phrasendrescherartig, die Zeile mit dem absürzenden Flugzeug finde ich immer noch sehr schlimm.

Ne, ist leider nicht wirklich meins das Ganze. Könnte vielleicht mit Hilfe der Juries ins Finale kommen und dort dann im hinteren Mittelfeld versauern, oder aber es läuft für die Schweiz dieses Jahr wie 2019 für Österreich, also Aus im Semi . Ich persönlich allerdings sehe den Song nicht im Finale.

Tja Schweiz, vielleicht nächstes Jahr.

JoBi
JoBi
4 Jahre zuvor

Das Video ist gut. Vorallem gefällt mir das Dosentelefongespräch der Eltern, das zeigt, das die Eltern nur reden statt zu zuhören. Ich kann mir beide Szenarien vorstellen, Finale und Halbfinalaus. Ich wage aber Halbfinalaus.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor

Ich habe jetzt die Hoffnung abstimmen lassen und 6 bis 10 angeklickt …

Karin
Karin
4 Jahre zuvor

schön sentimentaler Song, aber eher was für den Absacker an der Bar, als für den ESC, befürchte SEMI Aus

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

Ich mochte den Titel am Anfang nicht so besonders, aber das hat sich geändert. Von den Männerballaden wohl meine Nummer 1 (bzw. Nummer 2, falls man den polnischen Beitrag auch zu dieser Kategorie zählt).

doredo
doredo
4 Jahre zuvor

Ich mag es nicht. 😕 Ich mag auch die Stimme nicht. Weihnachten mag ich auch nich so.
Mir wär lieber der Trenulețul im Finale als das. Sorry.

ESC-Thom
ESC-Thom
4 Jahre zuvor

Im Gegensatz zu vielen hier, gefällt mir der Schweizer Beitrag gut. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass unsere Nachbarn damit ins Finale kommen. Ich drücke die Daumen.

Indigo
Indigo
4 Jahre zuvor

Also auch wenn ich den Song nicht besonders mag, kann ich mir schon gut vorstellen, dass er es ins Finale schafft.

murzel2003
Mitglied
4 Jahre zuvor

Ich fand das Lied beim ersten hören ganz nett. Je öfter ich es gehört habe, desto langweiliger finde ich es. Es könnte also durchaus eine Chance auf den Finaleinzug haben. Aber den sehe ich persönlich nicht.

Gerd Geomax
Gerd Geomax
4 Jahre zuvor

Was ich an diesem Beitrag mag: die grundsätzliche Botschaft und vor allem die tolle Stimme von Marius.
Allerdings ist abgesehen von der Botschaft der Text dann voller Plattitüden und enthält teilweise Assoziationen, die ich als zynisch empfinde. Dazu ist der Aufbau der Ballade einfach viel zu träge. Am schlimmsten….zumindest im Video nimmt mich Marius trotz der tollen Stimme überhaupt nicht mit. Ich vergebe vor allem dank der Stimme noch 5 von 10 Punkten. Damit landet Marius bei mir im vorläufigen Ranking auf Platz 28, würde aber als 10. im ersten Semi noch knapp den Einzug ins Finale schaffen. Mein Tipp allerdings geht eher in Richtung, dass eine Qualifikation sehr, sehr schwer erreichbar ist und die erfolgreiche Phase der Eidgenossen nach zwei Wettbewerben wieder zu Ende geht.

konstantin berlin
Mitglied
konstantin berlin
4 Jahre zuvor

Grossartig ! Aktuell meine Nummer 3 .

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
4 Jahre zuvor

Eine sehr sehr schöne Stimme hat der Marius und das Lied mochte ich auch von Anfang an. Ganz unaufgeregt – hör ich besonders gerne nach einem stressigen Tag, einfach mit diesem Song runterkommen, tief durchatmen und man kommt zur Ruhe☺️

Elektro Renate
Elektro Renate
4 Jahre zuvor

Ich finde: Für den neuen Edeka-Weihnachtswerbespot sicher großartig. Trauriger, einsamer Junge vor traurigem Fenster bei traurigem Wetter, aber dann kommt die Weihnachtsgans auf den Tisch, lachende Gesichter, funkelnde Augen und alles ist gut. Für den ESC ist das leider so gar nichts. Schade.