ESC-Songcheck kompakt (15) – Ukraine: „SHUM“ von Go_A

Während sich die Gruppe Go_A 2020 noch in der ukrainischen Vorentscheidung Vidbir ihr Ticket für den später ausgefallenen Eurovision Song Contest ersingen musste, wurde sie bereits im März 2020 für den diesjährigen ESC direkt wieder nominiert. Nach einigem Hin und her wurde im Januar 2021 bekannt, dass eine fünfköpfige Jury entscheiden würde, mit welchem Lied Go_A nach Rotterdam fahren solle. Dieser Jury gehörte auch die ESC-Siegerin Jamala an.

Ein paar Tage später kam dann schon vom ukrainischen Fernsehen UA:PBC die Bestätigung, dass die Entscheidung über den Beitrag gefallen worden wäre. Und am 4. Februar wurde die erste Version von „SHUM“ veröffentlicht. Allerdings wurde ein Revamp notwendig, weil die ursprüngliche Version des Liedes eine Minute zu lang war und weil große Teile des Texts vom ukrainischen Folkloresong „A v nashoho shuma” (А в нашого шума)“ übernommen worden waren. Für die neue Fassung wurde dann auch die Melodie recht stark verändert, die Steigerung des Liedes von Anfang bis Ende bleibt allerdings erhalten.

Die Band Go_A besteht aus Kateryna Pavlenko, Ihor Didenchuk, Taras Shevchenko und Ivan Hryhoriak. Sie entstand ursprünglich aus der Idee heraus, moderne elektronische Musik mit ethnischen Einflüssen zu kombinieren.

Der Song

Die Musik zu „SHUM“ wurde von Taras Shevchenko und Kateryna Pavlenko geschrieben, der Text stammt nur von ihr. In dem Lied geht es um einen traditionellen Tanz (wörtlich übersetzt „Der Lärm“) aus Polesien, der zur Beschwörung bzw. Begrüßung des Frühlings diente. Im weiteren Sinne kann diese Bedeutung auch auf die aktuelle Corona-Situation übertragen werden, denn immerhin warten alle auf den Tag, an dem wieder alles normal ist und man jubeln kann.

Go_A geht es außerdem darum, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu erzeugen. Musikalisch knüpft die Band an ihren Vidbir-Siegersong „Solovey“ an, denn wieder dominieren elektronische Klänge sowie der weiße Gesang von Kateryna.

Der Check

Song: 4/5 Punkte
Stimme: 3/5 Punkte
Instant-Appeal: 4/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: So hatten wir das dann doch auch noch nicht, dass als Revamp einfach ein ganz neuer Song präsentiert wurde, der einfach nur denselben Titel trägt. Immerhin haben es Go_A aber sehr gut hinbekommen, auch in „SHUM 2“ eine faszinierende Steigerung einzubauen. Und nachdem meine Enttäuschung über den Verlust von „SHUM 1“ nun etwas abgeklungen ist, kann ich auch aus vollem Herzen 10 Punkte geben.

Berenike: Ich finde die Mischung aus Folklore, weißem Gesang und Elektro unheimlich faszinierend. „Shum“ ist ein wahres Feuerwerk an elektronischen Sounds, die Flötenmelodie und das monotone Piepen üben einen hypnotischen Sog aus und es ist fantastisch, wie das Tempo immer mehr anzieht und das Lied so energetischen Druck aufbaut. 12 Punkte. 

Douze Points: Interessant, exotisch, modern – und wahnsinnig anstrengend. Diese Mischung ist für den ESC gar nicht mal verkehrt. Mein Nervenkostüm sieht das aber ganz anders, zumindest wenn ich nur das Lied höre. Das ist kaum auszuhalten. Letztlich will ich aber wissen, wie das Lied ausgeht. Und diese Neugier reicht dann doch für 3 Punkte.

Florian: Zugegebenermaßen brauchte ich ein paar Anläufe, bis der Revamp bei mir gefruchtet hat. Dennoch muss an dieser Stelle gesagt werden, dass Go_A im diesjährigen Teilnehmerfeld wohl unumstritten hervorstehen und ich freue mich, dass sie dabei sind. Die Komposition hat mir direkt beim ersten Hören gefallen, gerade die Verschmelzung aus Folklore und Dance finde ich besser gelungen als noch bei „Solovey“. Auch die förmliche Explosion der Instrumentation zum Ende bringt noch einmal neuen Wind in den Song, der damit hoffentlich gute Aussichten in Rotterdam haben wird. 8 Punkte.

Manu: Ähnlich wie bei The Roop aus Litauen, nutzt auch GO_A den hauseigenen Sound, entwickelt diesen aber in eine etwas dunklere Richtung weiter als noch beim Vorgänger „Solovey“. Ich liebe den Sog, in den „Shum“ den gewillten Zuhörer zieht. Was bei anderen Liedern die altbekannte Rückung ist, ist bei „Shum“ nun der immer schneller werdende Bass. Hinzu kommt die schöne Aussage, die ich gerade in der jetzigen Zeit sehr clever eingesetzt finde. Über allem thront aber der hypnotische Gesang – im nötigen Revamp ist dieser an eingen Stellen allerdings etwas kreischiger geworden. In meinem Empfinden wirkte die Originalversion samt Video stimmiger. Der Revamp fällt bei mir auf 8 Punkte.

Max: Nee, auch dieses Jahr ist die Ukraine nichts für mich. Der Schrei-Gesang ist einfach nichts meins. Electro-Folk hört sich prinzipiell immer interessant an, aber häufig geht das jedoch an mir vorbei. Kann das Lied auch nicht wirklich zu Ende hören, schade! 2 Punkte gibt es von mir.

Peter: Maruv ist „a tough act to follow“, aber Go_A rocken das. Zwei Jahre in Folge liefert die Band spektakulär herausragende Beiträge. Und ich mag, wie tief verankert die Bandmitglieder in der Ukraine und in/mit den heimischen musikalischen Wurzeln sind. Der weiße Gesang von Kateryna Pawlenko ist so beschwörend eindringlich, dass man sich dem nicht entziehen kann, dazu der einzigartige Folklore und Elektro-Mix mit treibenden Beats. Die Flötenpassage ist genial. Einziges Manko: Easy listening ist das nicht, zu gewissen Tageszeiten kann das Zuhören anstrengend sein. 12 Punkte

Gesamtpunktzahl: 55/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „SHUM“ auf Platz 8 von 39.

Wie schneidet der ukrainische Beitrag "SHUM" von Go_A ab?

View Results

Loading ... Loading ...

Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen


94 Kommentare

  1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei den Jurys gut abschneiden wird, beim Televote wohl auch nicht so toll. Vielleicht schaffen sie es ins Finale, aber da wird kein besonders guter Platz drin sein.

  2. „Shum“ mag ich sehr gerne, kann aber schon gut verstehen, dass der Gesang als anstrengend empfunden wird.🙂

    Ich tippe einfach mal, dass GO_A ins Finale kommen werden, und dort zwischen Platz 11 und 15 kommen werden.

  3. Laß uns in den Frühling tanzen ! „Shum“ setzt einen kräftigen Farbtupfer in die Europopwelt und fällt definitiv auf.

    Die Band ist extrem cool und dieser Ethnoelektrostil sehr angesagt, leider nur zum Schluß hin ein wenig hektisch- Die Gesangsstimme ist nicht jedermanns Geschmack

    Solche Sachen sind beim ESC meist recht gut gelaufen, auch diesmal könnte ein Achtungserfolg drin sein.

    Ich bewerte Ukraine mit 8,5 von 10 Punkten . Viel Glück !

  4. Ich denke mal, allzu sehr werden es die Jurys nicht vermasseln. Vorstellen kann ich mir ein Ergebnis wie Ungarn 2017 beispielsweise.

  5. Wegen solcher Beiträge bin ich übrigens nach wie vor ESC-Fan. 08/15-Schlagerpop oder Chartkost kann ich mir auch anderswo anhören-

    • Langsam habe ich das Gefühl, Mariposa, Du bist ESC-Fan geworden, um avantgardistische Beiträge wie jenen zu hören und sehen, anstatt für populäre Unterhaltungsmusik weiblicher Mitmenschen. 😉

  6. Tippe auf Platz 6-10.
    GO_A sind einfach cool , haben mir letztes Jahr schon sehr gut gefallen und dieses Jahr fast noch ein bißchen mehr auch nach dem Revamp.
    Toller Beat im ganzen Song . Das klingt Modern und wird sicher viel besser ankommen als Polen , obwohl das nicht vergleichbar ist .

    Es wird auch sicher ein Uptempo Song gewinnen . Die Leute brauchen Partystimmung .

  7. Ich finde den Song gut. Finale ist gesetzt. Dort vermute ich werden sie damit irgendwo zwischen Platz 6 und 10 landen.

  8. Bislang Semi 1

    Litauen 10/10
    Belgien 9/10
    Ukraine 8,5/10
    Irland 7/10
    Russland 6,5/10
    Schweden 5/10
    Malta 4,5/10
    Aserbaidschan 4/10
    Rumänien 3,5/10
    Australien 3/10
    Slowenien 3/10
    Israel 2,5/10
    Norwegen 2/10
    Kroatien 1,5/10
    Nordmazedonien 1/10

    Morgen muß ich leider ziemlich böse werden….. Es geht um ein Allzeithaßlied.

    • …machs doch einfach wie heute – Liste und fertig. Boshaftes und Hass haben wir doch schon genug auf der Welt ♥️♥️♥️ 😉

      • Du hast ja Recht. Aber bei diesem Machwerk aus Zypern bekomme ich eben nur ganz schlimme Zustände.

    • Ich stimme mit deiner Liste fast zu 100 % überein. Ich würde bloß Australien weiter oben ansiedeln. Und zu dem zypriotischen Opus haben wir auch dieselbe Meinung.

  9. SMACK♥️Smack♥️Smack♥️
    .
    Mein Platz 1 bis 2 (neben CH)
    .
    Hoffe aufs Finale, dann aber vermutlich leider nur Platz 15 bis 20
    Wegen dieser ganzen Banausen …

  10. Die Ukraine ist in meiner ESC Burg auf den Mauern zu finden. In einer Doppelfunktion ersetzt der weiße Gesang die Fanfaren und dient gleichzeitig als Abwehr von Feinden.

    Go—A sind absolut faszinierend und gleichzeitig nervig. Das revamp gefällt mir weniger einzig die Flötenmelodie begeistert mich wirklich

    • Ein wirklich einzigartiger ESC-Song mit einer herausstechenden Stimme und einer unfassbaren Vielfalt an Instrumentalik. Die Staffelung des Liedes in mehrere Teile, die immer weiter aufeinander aufbauen und sich im Tempo erhöhen, sind sehr ungewöhnlich und verdammt schwer zu komponieren.
      Ich hoffe, dass es dieser Song ins Finale schafft, alles andere wäre nicht verdient!

  11. Kurz und bündig. Das ist gar nicht meine tasse tee, der sound ist mir viel zu hektisch und leider ist mir die sängerin auch total unsymphatisch. Von mir gibts keinen punkt, kein final und zweitletzter platz, knapp vor portugal.

  12. Ich weiß zwar nicht, in welchem Jahrzehnt ich diesen Musikstil einordnen soll, aber ganz sicher ist, dass betreffender Zeitraum in einer weit entfernten Zukunft liegt.
    Die erste Version von „Shum“ hatte gute Gründe dafür geliefert, alle möglichen Regeln auszusetzen, ganz besonders die Zeitbegrenzung. „Shum“ wirkte zwar eher wie ein Pausenfüller als wie ein Wettbewerbsbeitrag, aber es war rasant, mitreißend und irgendwie außerirdisch.
    Durch die Überarbeitung kam eine Menge Charme abhanden. Doch was heißt hier Überarbeitung? Schließlich handelt es sich hier fast schon um ein neues Lied.
    Ich mag zwar die neue Version nicht so sehr wie die erste mit „See you, we you, see you, we you, konopelechky“, aber dennoch gehören Go_A nach wie vor zu denen, die ein besseres Lied als im letzten Jahr haben. Außerdem haben sie das Glück, die vorletzte Startposition in einem Halbfinale zu haben, in dem Länder abstimmen werden, die mit dieser Musik eher etwas anfangen können als die Westeuropäer. Außerdem sind Go_A in ihrem Genre beim ESC 2021 konkurrenzlos. Ich glaube, dass die Ukraine ins Finale kommt.

  13. Die Ukraine bleibt sich immerhin treu verglichen mit 2020 🙂

    2/10 und 38/39.
    2020: 2/10 und 39/41.

    Ich mag aber durchaus Ukrainisch! In Mélovins neuer Single z.B 😍

    • Ihr seid alle Musikbanausen. Hauptsache die 15 billig Pop-Nummern, gesungen von Hinternwackelnden Weibern, kommen allesamt weiter, was?

      • Warum schreibst du das? Der song kommt doch, für mich überraschend, hier ziemlich gut an.
        Mit den 15 billigen pop-nummern von hinterwackelnden frauen hast du natürlich recht, aber die werden sich eh gegenseitig neutralisieren.

      • @Robert:
        Er hat einen anderen Musikgeschmack als du. Aber deswegen ist er kein Musikbanause. Was sollen ständig diese Herabqualifizierungen von anderen Meinungen und Geschmäckern?

      • Es gab da mal zwei österreichische Pos, denen ich nicht gerne beim Wackeln zugeschaut habe, obwohl der eine davon sogar hübsch war.

  14. Ich war großer Fan der ersten Version.
    Die zweite, nunja, Version klingt nun gefälliger. Ich mag diese Art Musik, ich will sowas auch beim ESC und für mich gehört das zwingend ins Finale.
    Ich fürchte aber: das wird in diesem ersten Semi ganz schwer.

  15. Die Ukraine ist einer meiner großen Favoriten dieses Jahr. Genauso wie letztes Jahr. Ich mag den Song und die Melodie und die Band. 12 Punkte von mir. Ich hoffe das sie die Top 5 erreichen.

    • Da auf mittelalterlichen Burgen ja die meisten nicht lesen und schreiben können, würden sie sich in deiner Burg möglicherweise als singende Mathelehrer bewähren…

  16. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Energie-Folklore-Nummern plötzlich in diesem Jahr gut punkten. Sind dann doch etwas zu speziell und anstrengend. Finaleinzug steht beim mit auf der Kippe.

  17. Das ist einer der drei Beiträge in diesem Jahr, die ich sofort weiterskippe. Schreigesang ist nicht jedermanns Sache – entweder man mag das total oder eben überhaupt nicht. Diese Stimme ist zumindest in meinen Ohren äusserst unangenehm und auch das Video mit diesen Militär-Fahrzeugen löst bei mir eher Unbehagen aus. Ich bin mir wirklich nicht sicher ob der Song den Sprung ins Finale schaffen wird, dafür könnte dieser Weisse Gesang vielen doch etwas zu wenig zugänglich sein.

  18. Gefällt mir besser als Polens weißer Gesang vor ein paar Jahren und auch besser als letztes Jahr. Wenn ich 6 – 10 tippe, ist da also auch der Wunsch ein wenig Vater des Gedankens.

  19. Genauso wie in dem Video stelle ich mir die erste Post-Covid Party vor.
    Wobei ich das erste Video, also vor dem Revamp sogar noch lustiger fand.

    Wenn sowas auf der Bühne dargeboten wird bekommen sie meine 20 Anrufe

  20. Fantastisch, inzwischen gefällt mir der Revamp oder besser gesagt die ESC Version noch besser als die Ursprungsversion. Wenn es darum gehen würde, Eigenständigkeit und Originalität zu zelebrieren müsste „Shum“ das Starterfeld zerborsten. Wo es am Ende landen wird? Bei keinem Song tue ich mich so schwer, hoffe aber auf Top Ten

  21. Für mich ganz klar ein Paradebeispiel dafür, dass die Drei-Minuten-Regel überholt ist. Meiner Meinung nach war die vier Minuten lange Version deutlich stärker und ist besser aufgebaut als die – Achtung – verdichtete Version (Grüße an Levina).

    Seine Fans wird der Titel finden, ich tippe auf oberes Mittefeld.

  22. Wie schon im vergangenen Jahr bei соловей, hatte ich mit шум zunächst meine liebe Mühe. Beim Nachtigallengesang wie auch beim diesjährigen Lärm finde ich aber den Mix aus Folklore und Elektrobeats sehr interessant. Während ich aber im Vorjahr den Song nur schwer ein zweites Mal hintereinander ertragen konnte, ist es vor allem nach dem Revamp in diesem Jahr anders. Die Kürzung und die Neue Melodieführung haben dem Song sehr gut getan und der weiße Gesang von der lieblichen Katy ist noch eindringlicher, nervt aber weniger. Wenn jetzt der gesungene Sirenenton schon beim ersten Drop kommen würde….aber man kann ja nicht alles haben. Go_A stürmen bei mir nach Platz 20 in 2020 hoch auf Platz 9 und ich könnte mir gut vorstellen, dass sie auch tatsächlich in der unteren Hälfte der Top 10 landen werden, denn ihr Beitrag ist einzigartig im diesjährigen Wettbewerb.

  23. Letztes Jahr haben die Schüler eine sehr überzeugende ornithologische Arbeit abgeliefert (über das Leben von Nachtigallen).

    Heuer haben sie sich den Märchen und Sagen ihrer Heimat gewidmet. Leider hatten sie in ihrer ursprünglich abgegebenen Abschlussarbeit lediglich ein dort seit langem bekanntes Märchen einfach nacherzählt, wenn auch hübsch ausgeschmückt. Deshalb kam das Lehrerkollegium überein, diese zur Überarbeitung zurückzugeben. Das ursprüngliche Märchen ist in der neuen Fassung immer noch etwas zu stark dominierend, es wird jedoch anerkannt, dass der kreative Eigenanteil der Schüler jetzt deutlich größer und alles sehr originell bearbeitet ist. Da das Märchen in deren archaischem Heimatdialekt geschrieben ist und auch in diesem verhandelt wird, ist nicht jedes Wort zu verstehen, aber die Kraft des Märchens und dessen gleichzeitige Übertragung in die Neuzeit vermitteln sich doch sehr deutlich.

    Manche im Kollegium finden das Thema recht anstrengend und bekommen dazu keinen Zugang, aber die überwiegende Mehrheit ist sehr entschieden für eine Versetzung in die Finalklasse.

    Zum Engagement außerhalb des Unterrichts sei noch angemerkt: Während der Recherche und zur Bestätigung ihrer Thesen veranstalteten sie für Mitschüler und Lehrer eine ausgelassene Party in Tschernobyl.

  24. Nachdem mir Solovej leztes Jahr sehr gut gefallen hatte, komme ich an die aktuellen Kompositionen nicht ran.
    Trotzdem hoffe ich allein für das Genre, dass eine Finalquali drinne ist.

  25. Es war abzusehen, daß es bei Ukraine den meisten Zoff hier gibt. Morgen wird es wohl so ähnlich weitergehen, wenn auch dann „vertauscht“.

  26. Bei mir schwingt es immer je nach Stimmungslage zwischen genialem Elektropop und nervigem Sing Sang. Letztlich sehe ich den Song als tolle Bereicherung des ESC. Mir gefällt der Song besser als der aus dem Vorjahr. Denke im Finale ein Platz zwischen 10 und 20.

  27. Wenn es nach dem Geschmack der User hier geht (also alle Kommentare zusammen), wären bislang folgende Länder im Finale:

    1. Litauen
    2. Malta
    3. Russland
    4. Belgien
    5. Irland
    6. Ukraine
    7. Schweden
    8. Australien
    9. Rumänien
    10. Zypern oder Slowenien – morgen wissen wir mehr

    Bei der objektiven Einschätzung (also nach den abgegebenen Tipps) sähe es so aus:

    1. Malta
    2. Litauen
    3. Schweden
    4. Aserbaidschan
    5. Russland
    6. Ukraine
    7. Rumänien
    8. Kroatien
    9. Australien
    10. Zypern oder Irland

    In beiden Fällen liegt Nordmazedonien auf dem letzten Platz. Für mich persönlich auch der einzige Beitrag in diesem Semi, der in der Tat komplett chancenlos sein dürfte.

  28. Was lese ich gerade im Text. Laß uns grünen Hanf pflanzen ! Anscheinend hat der Song noch eine andere Bedeutung ….

  29. ich habe mal optimistisch top 5 gevotet,weiß aber,daß schon das erreichen des finals eine verdammt hohe hürde sein wird.
    semi 1 ist halt um einiges stärker – wie jemand oben schon anmerkte,die 3 minuten regel ist von gestern!
    das killt die kreativität denn version 1 wäre mit sicherheit top 10 geworden – bei version 2 ist das sehr unsicher – mir gefallen beide aber die erste noch mehr.
    das sich einige hier,auch schon 2020 und überhaupt so über den weißen gesang echauffieren,ist wahrsten sinn des wortes boardfolklore. 😀
    anbei mal die katya mit einem alten hut aber normaler stimme. 🙂

    • und noch ein bißchen werbung für den weißen engel mit der bandura von 2020. 🙂
      erinnert mich äußerst angenehm an alte trip-hop zeiten.
      ist sperrig aber so klingt moderner avantgarde pop.

    • Auch nicht schlecht; ihre Version von „Dancing Lasha Tumbai“ hat mir auch sehr gefallen. Aber beim weißen Technosound hat sie noch mehr ein Alleinstellungsmerkmal.

      • Knurr, mein Kommentar sollte nicht unter die auch sehr schöne Krutb, sondern zwei höher unter Katya…

  30. Um einiges besser als im letzten Jahr, aber immer noch nicht mein Geschmack. Zum Glück ist der Weiße Gesang diesmal nicht so dominant wie bei Solovey. Ich muss allerdings die vielen Eindrücke vom Lied erst einmal verdauen, deshalb gibt’s 5 Punkte von mir.

  31. Interessante Gruppe , cooler Song. Meine Entdeckung im letztem Jahr.
    Hoffe inständig aufs Finale. Macht sich doch zwischen den oben genannten Powackelnden Damen mega gut.
    Wenn’s nach meinem Bruder ginge, müsste Efendi eh alle ESC Lieder singen. Ist halt ein Hetroknallfrosch!

  32. Hervorragend! 10/10 Punkte, mein Platz 2 in diesem Semifinale und auch mein Platz 2 im Gesamt-39er-Feld!

    Wenn das ausscheidet, werde ich sehr sauer sein und womöglich beleidigte Überlegungen anstellen, nie wieder ESC zu schauen. Da ich eher zum Pessimismus neige und dieses erste Semifinale dazu noch sehr stark ist, fürchte ich, dass ich in der ESC-Woche sehr sauer sein und womöglich beleidigte Überlegungen anstellen werde, nie wieder ESC zu schauen.

    • Ich glaube (hoffe), Du wirst dem ESC auch weiterhin treu bleiben.🙂

      Mir gefällt „Shum“ auch sehr gut, und hoffe, dass „GO_A damit ins Finale kommt. Allerdings ist Polen mit dem Weißen Gesang ausgeschieden, also, so ganz sicher bin ich mir nicht. Daumen drücken!

      • Polen ist damals nur aufgrund des Fehlers einer Jurorin aus Tschechien ausgeschieden und konnte immerhin 120 Punkte für sich verbuchen – in anderen Semis wäre das ein sicheres Finalticket. Könnt ’ne enge Kiste werden für Go_A, aber für’s Weiterkommen sollte es reichen.

    • Ich wünsche mir ja auch sehr, dass die Ukraine das Finale schafft, aber andererseits mag ich auch die enttäuschten Drama Queen-Kommentare à la „ich schaue nie wieder ESC“, „ich werde hier nie wieder kommentieren“ etc. sehr. 😀
      Also muss ich nach Deinem Kommentar noch mal neu priorisieren. 😉

    • Hilfe Thomas. Ein Matty reicht hier der ständig heult. Ich hoffe du hast das Augezwinker Smiley vergessen 😉

    • Danke für Eure netten Kommentare, an die werde ich im Falle des Ausscheidens von „Shum“ einfach denken, was mich bestimmt schnell von „Ich schau nie wieder ESC“-Trotzreaktionen abbringen wird 😉

  33. Dieses Lied trifft nun definitv mal in keinster Weise meinen Geschmack und ich ziehe ohne zu zögern das 0-Punkte-Täfelchen.

  34. Habe mich inzwischen von Shum Original abgenabelt, und die Ukraine bleibt in meibnen Top 5. Das Ausbrechen und Abtanzen entspricht meinem derzeitigen Bedürfnis. Alleinerkennungsmerkmal im positiven Sinne. Bin mir sicher, dass Quali drinnen ist. Fans werden sicher anrufen.

  35. Ach herje, Thomas M ist eine Drama Queen. Nur weil sein Lieblingslied evt nicht in das Finale kommen könnte, schreit die Diva. Was bin ich froh, dass ich ganz entspannt den ESC genieße. Selten bzw fast nie gewinnen meine Lieblingslieder. Na und! 2007 kamen meine 2 Favoriten nicht einmal ins Finale. Ich habe es überlebt.

    Zu Ukraine. Bin sehr gespannt wie dieser Act bei der Masse ankommt. Ich glaube einfach wird es nicht. Denke da an Polen 19. Wobei die Ukraine kommerzieller ist und Gott sei Dank nur ein Weib kreischt.

    • Ich frage mich immer wieder, was es einem Menschen gibt solch unappetitliche Kommentare zu schreiben …

      • Und daran anschließend frage ich mal, ob dass dem Corona-Frust geschuldet ist, oder ob wir seit ca. einem Jahr eine immer stärkere Radikalisierung von Sprache auch hier auf dem Blog erleben. Also, lästern, diskutieren, Spaß haben, alles super, aber manche Sachen magst du echt nicht mehr lesen 🙈😂 Fällt mir in den letzten Tagen iwie vermehrt auf ^^

    • Offensichtlich war mein Vorsatz, mit Emoticons aller Art, also auch mit Zwinkersmileys, etwas sparsamer umzugehen, doch keine so gute Idee. Immerhin habe ich’s zur schreienden Diva gebracht, das klingt irgendwie ein bisschen netter als kreischendes Weib.

  36. Ich mag Go_A und wünsche ihnen alles Glück. Solovey hat mir besser gefallen, aber egal. Ich freu mich, dass die dabei sind. Es ist halt musikalisch schon speziell, aber genau etwas, das ich sehr mag.

    Seit Längerem verfolge ich einige Künstler/Bands aus dem osteuropäischem Raum, die in Deutschland so gut wie gar nicht gehört werden. Schön, wenn sowas auch endlich mal von einer *hüstel* breiteren Mehrheit wahrgenommen wird.

    Kennt jemand noch Másfél? Kommt mir vor, als wär es ewig her, und da ganz oben schreibt jemand was von „Zukunftsmusik“.

  37. Es ist auf jeden Fall ein ganz besonderer Song aber der Gesang ist schon ein bisschen speziell und nervt einfach nach einer gewissen Zeit. Aber trotzdem wünsche ich der Ukraine den Einzug ins Finale.

  38. Ach, irgendwie tue ich mich damit schwer. Ich will „Shum“ wirklich lieben, aber es klappt einfach nicht. Ich habe irgendwie gar keine rechte Meinung zu, es plätschert für mich einfach dahin, ohne wirklich kleben zu bleiben. Mir war zwar klar, dass „Solovey“, mein Gewinner vom Vorjahr, kaum getoppt werden kann, aber die Ernüchterung trat indes ein. Für mich Russendisco mit traditionellen Elementen, aber irgendwie komme ich nicht dahinter. Schade. Trotzdem wünsche ich mir einen Einzug ins Finale, und vielleicht tätige ich auch einen Anruf – für „Solovey“! 😉

    Prognose: Halbfinale 6/16 (70%) -> Finale 6-10
    Meinung: Platz 21/39 (5-6 Punkte)

  39. Mir gefällt Shum wesentlich besser als Solovey, für mich fusioniert hier der weiße Gesang mit den Electroelementen sowie der Volksweisen-Melodieführung zu perfektem Elektro-Folk. Oft stört mich diese Singweise, hier garnicht, weil es sich für mich angenehm einpasst. I like!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.