ESC-Songcheck kompakt (31) – Malta: „Chameleon“ von Michela

Als am 27. Januar die erste Staffel von X-Factor Malta zu Ende ging, stand fest, dass Michela Pace als Siegerin das Land beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv vertreten würde. Da es keinen originären Siegersong gab, gab es auch noch keinen Beitrag für den ESC. Dieser wurde am 10. März veröffentlicht.

Die 18-jährige Michela kommt von der Insel Gozo. Sie ist Schülerin an der Bishops Conservatory Girls School in Victoria. Ihr Pate bei X-Factor Malta war Howard Keith Debono. Zuvor hatte sie schon an Musikwettbewerben im Baltikum teilgenommen. Ihre Stimme wird als auffällig und kräftig beschrieben. Musikalisch interessiert sie sich für diverse Genres von Pop über Country bis Soul.

Der Song 

„Chameleon“ ist ein moderner Uptempo-Song, der jedoch mit angezogener Handbremse fährt. Dabei bedient er unterschiedliche Musikstile und Instrumentierungen, von R’n’B-Country über Eurodance bis hin zu Clubbeats. Der Ein-Wort-Refrain entspricht klar dem aktuellen Trend. Text und Musik stammen von dem Symphonix-International-Team Joacim Perrson, Paula Winger, Borislav Milanov und Johan Alkenäs.

Inhaltlich geht es darum, sich nicht einsperren zu lassen und Herausforderungen anzunehmen. Was genau die Wandlungsfähigkeit eines Chamäleons damit zu tun hat, kann mindestens auf zwei Arten interpretiert werden und ist damit genauso (un)logisch wie die Kombination der Musikstile.

Der Check

Song: 3,5/5 Punkte
Stimme: 4/5 Punkte
Instant-Appeal: 3/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: Dieser Song ist für mich DER Grower der Saison. Aktuell läuft er bei mir auf Repeat und ich muss sagen, dass er im Zypern-Schweiz-Malta-Vergleich mein Favorit ist. Das könnte außerdem mein allerliebster Euroclub-Hit 2019 werden. Love it! Deshalb: 12 Punkte

Douze Points: Eigentlich müsste „Chameleon“ ziemlich genau meine Tasse maltesischer Tee sein. Tatsächlich ist es aber nur die Brücke, die mir schmeckt, vielleicht auch weil sie ziemlich an „Fuego“ erinnert. Der Refrain ist mir zu dünn und passt nicht so recht zum Rest. Irgendwie wirkt das Lied ohnehin wie aus drei unterschiedlichen Stücken zusammengeschustert. Für die Modernität und den Rhythmus werden’s aber noch 6 Punkte.

Peter: Michela liefert – einen überdurchschnittlich funky produzierten Popsong mit solidem Basisbeat und stimmlich stark in guten Englisch vorgetragen. Das ist jetzt nix für die Ewigkeit, aber prima ESC-Hausmannskost, irgendwo im Mittelfeld des diesjährigen Jahrgangs. Die Rhythmuswechsel und der Key Change sind nix besonderes, aber glaubwürdig und der Song hat einen authentischen Spannungsbogen. 6 Punkte

Gesamtpunktzahl: 24/36 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „Chameleon“ auf Platz 11 von 41.

Wie schneidet der maltesische Beitrag "Chameleon" von Michela Pace ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Finnland: „Look Away“ von Darude feat. Sebastian Rejman
(2) Montenegro: „Heaven“ von D Mol
(3) Polen:„Pali Się (Fire Of Love)“ von Tulia
(4) Serbien: „Kruna“ von Nevena Božović
(5) Slowenien: „Sebi“ von Zala Kralj & Gašper Šantl
(6) Tschechien: „Friend Of A Friend“ von Lake Malawi
(7) Ungarn: „Az én apám“ von Joci Pápai
(8) Weißrussland: „Like It“ von Zena
(9) Zypern: „Replay“ von Tamta

Zweite Hälfte des ersten Semis
(10) Australien: „Zero Gravity“ von Kate Miller-Heidke
(11) Belgien: „Wake Up“ von Eliot
(12) Estland: „Storm“ von Victor Crone
(13) Georgien: „Sul tsin iare“ von Oto Nemsadze
(14) Griechenland: „Better Love“ von Katerine Duska
(15) Island: „Hatrið mun sigra“ von Hatari
(16) Portugal: „Telemóveis“ von Conan Osíris
(17) San Marino: „Say Na Na Na“ von Serhat

Erste Hälfte des zweiten Semis
(18) Armenien: „Walking Out“ von Srbuk
(19) Dänemark: „Love Is Forever“ von Leonora
(20) Irland: „22“ von Sarah McTernan
(21) Lettland: „That Night“ von Carousel
(22) Moldau: „Stay“ von Anna Odobescu
(23) Österreich: „Limits“ von Paenda
(24) Rumänien: „On A Sunday“ von Ester Peony
(25) Schweden: „Too Late For Love“ von John Lundvik
(26) Schweiz: „She Got Me“ von Luca Hänni

Zweite Hälfte des zweiten Semis
(27) Albanien: „Ktheju tokës“ von Jonida Maliqi
(28) Aserbaidschan: „Truth“ von Chingiz
(29) Kroatien: „The Dream“ von Roko
(30) Litauen: „Run With The Lions“ von Jurij Veklenko



44 Kommentare

  1. 10.Platz in meiner Komplett-Top 10 (mit Malta-Bonus). Finalwahrscheinlichkeit 65%
    Frische und gut produzierte Nummer. Klingt für mich sehr international. Stimmlich gut und charmant vorgetragen. Aber hat auch Schwächen. Die Textstellen mit dem „Chamäleon“ passen meiner Meinung überhaupt nicht zum restlichen Lied. Klingt wie ein musikalischer Fremdkörper in der Komposition. Und hinter der Inszenierung auf großer Bühne mache ich auch noch ein großes Fragezeichen. Da hat ja Malta in der Vergangenheit ab und an mal was in den Sand gesetzt. Ich drücke Malta die Daumen.

  2. Zusammengeschustertes flickwerk. Ich hör da n bisschen groupie(samir och victor) dua lipa und noch was anderes. Könnte trotzdem mit ost-hilfe knapp top-10 werden.

  3. Mein Platz 9: Malta
    „Was für ein Knaller! Passend zum Songtitel eine Komposition aus sehr eingängigen Strophen
    mit lyrischen „Farbspielchen“, einer klasse Bridge und einem Refrain, der ganz anders ist,
    aber sich ins Gesamtpuzzle ziemlich cool einfügt. Richtig tolle moderne Nummer!
    8/10“
    Add: DAS Dark Horse 2019! Müsste ich eigentlich sogar mit Verbeugung die Top 5 nachschmeißen, aber meine Top 10 mag ich alle sehr gerne 😂

  4. Malta mag ich dieses Jahr sehr gerne, was mich überrascht, denn sonst dümpelt Malta immer in meiner Bottom 10 rum. Modern, frisch, eingängig und immerhin ist der Text nicht so komplett unsinnig wie bei der Schweiz. 😉 Ich finde die Strophe, den Drop und die Bridge super. ABER der pre-chorus („When life brings me trouble…“etc.) ist mir viel zu beliebig und ruiniert für mich ein bisschen den sehr coolen Sound des Songs. Finale sehr wahrscheinlich, dort dann vorderes Mittelfeld.

    1.Schweiz 9/10
    2.Aserbaidschan 9/10
    3.Albanien 9/10
    4.Armenien 8.5/10
    5.Malta 8/10
    6.Irland 8/10
    7.Rumänien 6.5/10
    8.Dänemark 6.5/10
    9.Lettland 6/10
    10. Schweden 5.5/10
    11.Litauen 4.5/10
    12.Österreich 4/10
    13.Kroatien 2.5/10
    14.Moldawien 2/10

    Okay, in Semi 2 kommen noch drei Songs, die ich toll finde und einer, den ich schlimm finde. Welcher das ist, ist bei mir glaub ich klar… 🙂

  5. So, hier ist er nun – der Uptempo-Song, der für mich persönlich am besten mit den Beats spielt, der nicht die vom Komponisten-Navi vorgeschlagene Abfahrt nimmt, sondern wo die Hook spontan den Umweg über Miami(-Clubsound) einschlägt, statt einfach loszuklappern. Irgendwo bei Clean Bandit, Dua Lipa & Co (musikalisch), bzw. Rita Ora oder Ava Max (stimmlich R’n’B) angesiedelt.

    Man könnte fast den Verdacht haben, dass man mit Michela exakt diese Klangfarbe für den Song gesucht hatte. Lustig btw., wie viele Songs dieses Jahr Orientsamples oder Gesang beimengen, passt hier ganz gut zum R’n’B und Latin. Und durch das Bläsersolo (dies ist kein Sexblog @4porcelli) ist der Song auch leichter heraushörbar. Hatte es früher auch schon wie Benny gschrieben: Chameleon darf sich gerne in den Top10 einsortieren und sollte eigentlich auch jüngeres Publikum als SUI/CYP ansprechen. Wie sie es live bringt? I Dunno …

  6. Klingt recht eingängig und hat durch den bunten Töne-Mix und den Text etwas durchgeknalltes an sich.
    Finale mit einer guten Platzierung ist durchaus drin.

  7. Gefällt mir besser als Zypern und Schweiz, in deren Territorien es ja ebenfalls unterwegs ist. Vor allem textlich und gesanglich klar besser als SUI. Ich finde den Song interessant und ihre Stimme ist auch sehr gut. Der Refrain ist originell, nimmt aber auch ein wenig den Drive raus. Finde nämlich den Pre-Chorus ganz catchy, wenn auch etwas zu berechnend. Die Stückwerk-Kritik ist aber schon auch gerechtfertigt, denn irgendwie wirkt das Ganze ziemlich zusammengeschustert. Die Symphonix-Leute haben da wahrscheinlich ein „Reste“-Archiv angehäuft, aus dem sie sich von Zeit zu Zeit bedienen (Immerhin ist es 100 mal besser als als das Stück von der Tomas G:son-Resterampe, das Malta letztes Jahr in Lissabon präsentierte).

    Man muss Chameleon wohl mehrmals gehört haben, damit einem der Refrain nicht irritiert. Ich denke, es sollte aber trotzdem knapp fürs Finale reichen.

    Von mir gibt es 7/10 und damit ist es ein Borderline-Qualifyer.

  8. ‚Chameleon‘ ist der erste maltesische Beitrag seit ‚Coming Home‘, den ich bis zum Ende aushalte. Von all den Sommerhitnummern hat Micaela die frischeste und interessanteste zu bieten. Dagegen sind die Beiträge aus der Schweiz und aus Zypern alte Hüte (Luca pun intended …). Mir gefällt besonders, dass man auf den Bang!-Refrain verzichtet hat und dass die Instrumentuerung immer wieder (wie Jorge bereits geschrieben hat) überraschende Wendungen nimmt. Das Lied wurde nicht auf Autopilot komponiert und dann mit Singen nach Zahlen koloriert, sondern auf Grundlage einer klaren Idee komponiert und auf Micaelas Stimme zugeschnitten. Kompliment! Ich würde mich freuen, wenn Malta es in die Top 10 schafft und habe dieses Ergebnis auch optimistisch getippt. Viel Glück!

  9. Mein Lieblingslied des Jahres <3 Mir gefällt einfach alles an Maltas Beitrag!

    31. Finnland (0/10)

    30. Georgien (0/10)
    29. Island (0/10)
    28. Österreich (1/10)
    27. Litauen (1/10)
    26. Slowenien (2/10)

    25. Lettland (2/10)
    24. Montenegro (3/10)
    23. Serbien (4/10)
    22. Kroatien (4/10)
    21. Polen (4/10)

    20. Irland (5/10)
    19. Ungarn (6/10)
    18. Aserbaidschan (6/10)
    17. Rumänien (6/10)
    16. Estland (6/10)

    15. Moldau (6/10)
    14. Tschechien (7/10)
    13. Griechenland (7/10)
    12. Schweden (7/10)
    11. Armenien (7/10)

    10. San Marino (8/10)
    9. Belgien (8/10)
    8. Weißrussland (8/10)
    7. Australien (9/10)
    6. Albanien (9/10)

    5. Dänemark (9/10)
    4. Portugal (9/10)
    3. Zypern (10/10)
    2. Schweiz (10/10)
    1. Malta (10/10)

  10. Hat einige Elemente, die mir gefallen; leider sind sie völlig überproduziert zusammengewürfelt, so dass ich das ganze primär anstrengend finde. Glaube, das könnte vor allem Im Osten abräumen – Finale, dort im Mittelfeld.

    • Auch Rainer1 erwartet Punkten aus dem Osten und da zweifle ich. Die Sendung ist recht spät, vielleicht zu spät für die Zielgruppe ‚kreisendes Fangirl‘, weil am nächsten Tag noch Schule ist. Der Sprung ins Finale ist für mich keine Selbstverständlichkeit.

  11. Ja ich weiß, ich bin in der Beziehung ein Spielverderber. Aber wenn der ESC immer mehr aus frisch gecasteten schönen, jungen Menschen besteht, die das Lied von den immer gleichen Autoren singen, dann ist das nicht mehr ein Songwettbewerb sondern zeigt eher wo die fähigeren Produzenten sitzen, die aus dem Mix einen Hit machen können. Ist natürlich auch eine Entwicklung, die hier immer wieder angefordert wurde mit dem dummen Satz: „Der ESC muss moderner werden“. Denn innovativ ist moderne Musik nur ganz selten und schon gar nicht von den ESC-Autoren-Teams. Gutes Beispiel sind die von Jorge so gelobten Bläsersätze, die es dieses Jahr in zahlreichen Liedern gab, scheinbar ist das gerade in der Pop-Musik in.
    Hoffe daher, dass der Zuschauer zuhause, dann doch orginärere (warum macht das Rechtschreibprogramm daraus ordinärere?) Musik auswählt, hat in den letzten Jahren zumindest hin und wieder geklappt.
    Ok von den ESC-Popliedern ist es eines der besseren, auch weil es nur im Precorus an Fuego erinnert.

    • Ich habe oben zwar nur Bezug auf die Wiedererkennbarkeit vom angespielten BläserSOLO genommen, aber ich liefer dir gerne zu einem anderen Beitrag einen (wie du meinst) dummen Aufhänger für deine Kritik am Zeitgeist. Die verfemten Bläsersätze finden sich ja immerhin auch in so neumodischen Orchesterveranstaltungen.

      • Och Jorge, laufen wir heute mit Schlips rum? Das war keine Kritik an deiner Meinung, sondern nur ein Beispiel ob der Beliebigkeit einiger ESC-Beiträge. Dass mit den Bläser-Samples ist mir auch schon bei den Vorentscheiden aufgefallen, anfangs war das noch spannend, aber irgendwann eben auffällig gehäuft.

      • @bb: Wenn die Beispielnennung Bezug auf den vorigen Satz mit dem Attribut nimmt, ist das offensichtlich genug. Keine Angst, ich weiss wo ich mich hier bewege und kann damit umgehen.

  12. Ich finde ja, dass wir in diesem Jarh doch erschreckend viele dieser Nummern am Start haben. Ich habe mich dann für eine entschieden, und das ist Zypern, hauptsächlich wegen der Bläser. (zumindest habe ich dann ein wenig Maruv-Vibes)
    Da ich eh nicht der größte Freund solcher Billig-Pop-Produktionen bin, kann das gerne im Semi schon hängen bleiben. Und ich versuche wirklich seit Jahren zu verstehen, warum so viele Menschen auf solch ein Gedudel abfahren und bislang habe ich mich mit Kritik zurückgehalten, besonders bei dem prunzdummen Ding aus der Schweiz! Aber das war dann jetzt zu viel des Guten…
    Und wer mir jetzt mit Party kommt: ich kann gar nicht so viel saufen, um diesen textalischen Dünnpfiff zu überhören.
    In diesem Sinne: ein Prost auf die Eleni-Pest!

    PS: wird Zeit das der Fastenzeit-Almdudler-Inwertee-Bernd wieder zum guten alten Alki wird, sonst fühle ich mich hier so seltsam einsam….

    • Maruv-vibes und nicht der grösste freund von billig-pop-produktionen?? Das passt aber nicht so wirklich. Billiger in jeder beziehung als der siren-song geht jetzt wirklich nicht.

      • Ich schrieb ja, dass ich mir einen dieser Songs ausgesucht hatte, da ich auch gerne Vielfalt hätte, was in diesem Fall dann nun Maruv gewesen wäre! Insofern passt das sehr wohl…

      • Siren song würde ich wirklich nicht als billig-Produktion bezeichnen; vor dem Hintergrund der Krisensituation in der Ukraine ist das eher Performance Art einer – für den ESC – extremen Art, wie sie ja auch aus dem Berlin der 20er und frühen 30er bekannt ist.

  13. Und ach ja, außerhalb des ESC würde ich mir ein Lied wie ‚Chameleon‘ nicht anhören, aber beim ESC muss man eben nehmen, was einem geboten wird. Und dieses Jahr gibt es immerhin 6 bis 8 Lieder, die es wahrscheinlich in meine Playlist schaffen werden. Letztes Jahr waren es nur 3. Ist also ein gutes Jahr für mich. 🙂

  14. Ich bin dieses Jahr sehr positiv von Malta überrascht. Das Teil wirkt echt frisch. Kann auch gar nicht die Kritik mit den drei Teilen und Musikstilen verstehen. Ist für mich genau so, wie es ist, absolut ne runde Sache. Vom Aufbau erinnert es mich an das letztjährige Hvala, ne. Ist sicher eher was für die jüngere Fraktion, doch das soll keine Kritik sein. Cooles schräges Video, bin mal gespannt, wie das auf der Bühne umgesetzt wird. Ob es am besten innerhalb des Gespanns MAL/CH/ZYP abschneidet, muss man sehen. Zumindest ist es für mich am eigenständigsten von den dreien. Top-10-Kandidat!

  15. Wenn man sich mal mit der Tatsache abgefunden hat, dass wir es hier mit einem dieser Liedchen zu tun haben, die ständig „Hör doch, wie modern, wie zeitgemäß, wie ‚in‘ ich bin“ rufen, dann ist es eigentlich gar nicht so schlecht. Ich höre es jedenfalls erstaunlicherweise gar nicht so ungern. Aber inzwischen habe ich mir ja sogar schon Zypern einigermaßen schön gehört (und bei der Schweiz fand ich die „Chico Solo“ Passage ja schon immer sehr gelungen).

  16. Komposition: mehrdeutig-unentschieden anstatt heiter-aufgeregt. Bläsersolo habe ich kurz nachgeschaut und auch der ist digital entstanden, da die Töne abbrechen statt ausklingen.
    Sängerin: Hat sie in der Regel eine heisere Stimme? Hier ist zuviel nachgeholfen, ein Roboter könnte dies auch hinbekommen und wo das nicht passiert ist, wirkt ihre Stimme schwach. Entweder sie hat kleine Lungen oder noch nicht den richtigen Gesangsunterricht gefunden/bekommen.
    Text: Ähm … ähm … Gute Frage! Der Refrain hat sogar vier Silben! Nächste Frage, bitte?
    Auftritt: Unbekannt, das Video lässt schon einiges Vermuten. Ob Malta sich damit abhebt, weiß ich nicht.
    Finale: Wackelkandidat. Nur wenn der Auftritt nicht ertrinkt in Lichteffekten.
    Gewinner: Nein.

    Sohnemann beklagt sich über schmerzende Ohren bei diesem Lied.

  17. Wird gehypt und kommt ins Finale, ich finde das Liedchen leider ziemlich zusammengeschustert und nervig.

    Mir gefallen die Quietscherentchenstimme und der unterirdische Text so überhaupt nicht..

    Ich werte mit 2 von 10 Punkten.

  18. Aserbaidschan 8/10
    Albanien 8/10
    Dänemark 7/10
    Irland 6/10
    Schweden 6/10
    Schweiz 6/10
    Litauen 5/10
    Lettland 4/10
    Österreich 4/10
    Rumänien 3/10
    Malta 2/10
    Armenien 2/10
    Moldau 1/10
    Kroatien 0/10

  19. Endlich wieder etwas Erfrischendes aus Malta! Dieses Jahr wird die Mittelmeerinsel klar das Finale erreichen und die Entscheidung, einen neuen Weg in Sachen Teilnehmerfindung zu gehen, ist glänzend gelungen. Im Vergleich zu Zypern und der Schweiz zwar die gleiche Musikrichtung, aber von der Inszenierung her durchaus mit Potenzial.

  20. Ich freue mich ja prinzipiell, dass man als Malta-Fan dieses Jahr nicht in der absoluten Minderheit ist. Wie zu erwarten eine gute Produktion; außerdem eingängig aber gleichzeitig durch den Drop im Refrain „untypischer“ als die Schweiz und Zypern. Muss auf jeden Fall ins Finale, Top 10 wird aber schwer.

    Platz 11 von 41 (tatsächlich schlechter als letztes Jahr…)

  21. Für mich ebenfalls ein Grower. Von ursprünglich Platz 36 auf Platz 20 hochgeschossen. Klingt aufgrund des Stilmixes auch – glücklicherweise – erstaunlich wenig nach Symphonix. Passt auch gut zu Malta. „Chameleon“ ist ein legitimer Nachfolger solcher Trash-Perlen wie „Vertigo“ oder „Vodka“. Nur eben in zeitgemäß. Und in gut. Viel Erfolg, Malta!

    • Uhh, Vertigo ist mein Gewinner 2007 und ist Vodka ebenfalls ganz weit oben bei mir. Da bekomme ich doch glatt wieder Lust, mir die Songs anzuhören. Vielen Dank für die Erinnerung!

      • „Vertigo“ war auch meine Nummer 1, so ein tolles Lied! Leider haben die Televoter das damals nicht erkannt.

  22. Jau, um in den Worten meiner Eltern zu reden: Mal keine dicke Frau mit Kreischballade am Start! 🙂
    Ja, Malta hat mal Modernes am Start (auf die Diskussion, die schon bei Kroatien entfacht ist, werde ich mal nicht draufspringen…) – verglichen mit der Schweiz aber ein deutlicher Abfall der Qualität. Auch wenn er recht interessant aufgebaut ist und mir der letzte Teil echt gut gefällt, wird das wohl ums Finale kämpfen müssen.

    Semi 9/18
    Qualifkation 7/18 (70%)
    Gesamt 20/41

    Persönlich fast interessanter als das eigentliche Lied finde ich ja den Neologismus „Technicolour“; gerade im Zusammenhang mit dem Chamäleon. Darüber grübel ich immer den ganzen Song lang nach, anstatt richtig zuzuhören. Vielleicht kommt ja der Songtext in meinem Deutschabi in 2 Wochen ran…

    Technicolour…

    • * lächeln * Technicolour ist mittlerweile fast wieder vergessen. Diese Firma korrigierte die Farben in analogen Filmen. Heute hat man Adobe / Photoshop / andere Software dafür.

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