Songcheck ESC 2025 (30) – Georgien: „Freedom“ von Mariam Shengelia

Bild: Instagram@mariam_shengeliaa1

Georgien ließ sich Zeit, viel Zeit. Der georgischen Sender GPS suchte seine ESC-Teilnehmerin in aller Ruhe aus und gab schließlich bekannt, dass Mariam Shangelia Georgien beim Eurovision Song Contest 2025 vertreten wird. Damit stand am 14. März auch die letzte aller Teilnehmer*innen für den Eurovision Song Contest in Basel fest.

Das Kaukasus-Land hat sich intern dafür entschieden, die 22-jährige Sängerin Mariam Shangelia mit dem Lied „Freedom“ zum ESC zu schicken. Georgien schwankte in den vergangenne Jahren immer wieder zwischen einer internen Auswahl und einer Auswahl durch Castingshows wie The Voice. Die richtige Strategie scheint noch nicht dabei gewesen zu sein, denn seit 2016 gelang es dem Land lediglich im vergangenen Jahr durch Nutsa Buzaladze mit dem Song „Firefighter“, in das ESC-Finale einzuziehen. Ob es dieses Jahr mit Mariam Shangelia und ihrem Lied „Freedom“ für das Finale reicht? Die Buchmacher sagen jedenfalls ganz klar: „Nein“.

Mariam hatte ihren ersten großen Auftritt bereits im Alter von 14 Jahren, als sie 2018 an der georgischen Ausgabe von X-Factor teilnahm und es bis ins Halbfinale schaffte. Danach hat sich die Sängerin dem georgischen TV-Publikum fortlaufend präsentiert und war dabei sehr überzeugend. Sie versuchte ihr Glück bei Georgian Idol, hielt sich dort bis zur fünften Woche und belegte den sechsten Platz. Es folgte 2021 eine Teilnahme bei The Voice of Georgia, welche erneut im Erreichen des Halbfinals gipfelte. Schließich bewies Mariam 2024, dass sie vielseitig talentiert ist und tanzte sich in das Finale von Dancing with the Stars Georgia.

2020 sollte eigentlich das Jahr sein, in dem die Sängerin zum ersten Mal ESC-Luft schnuppert, denn sie war als Backgroundsängerin für Tornike Kipiani mit „Take Me As I Am“ vorgesehen. Allerdings führte die Pandemie dazu, dass der ESC und damit auch Mariams Auftritt gecancelt wurde. Das heißt aber nicht, dass die 22-Jährige nicht schon persönliche Berührungspunkte mit dem ESC hatte. Ihre erste Erinnerung an den Eurovision Song Contest ist der junge Norweger Alexander Rybak, der sie total gefesselt hat. Herausragend findet Mariam außerdem Conchitas Sieg und die Art und Weise, wie Conchita ihre Individualität selbstbewusst zelebriert.

Das Lied

Mariams ESC-Beitrag „Freedom“ ist ein kraftvoll inszenierter Popsong, der sich durch seine emotionale Intensität auszeichnet. Der auffällige Einstieg in den Song wird durch mystische Chor-Stimmen erzielt, die auf Georgisch die drei Worte „Sonne“, „Himmel“ und „Freiheit“ singen. Damit wird sofort klar, wo die Reise hingeht. Wir werden mitgenommen an einen idyllischen Ort voller Hoffnung auf Freiheit. Dabei rückt immer wieder das Thema „Heimat“ in den Mittelpunkt.

Musikalisch beginnt der Song nach dem Einstieg ruhig und gefühlvoll, getragen von sanften Klavierakkorden und einer sphärischen Klangkulisse. Im Verlauf des Songs steigert sich die Dynamik deutlich: Der Refrain ist kraftvoll und anklagend, unterstützt von orchestralen Elementen und Hintergrund-Stimmen, die dem Song eine dramatische Wirkung verleihen. Seinen Höhepunkt erreicht das Lied, wenn der Refrain am Ende auf Englisch gesungen wird. Bis zum letzten Ton bleibt die entstandene Dramatik aufrechterhalten. Komponiert wurde das Lied von Keti Gabisiani, der Text stammt von Buka Kartozia.

Georgien wird im zweiten Halbfinale am 15. Mai auf Startplatz 10 antreten.

Der Check

Song: 2/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 3/5 Punkten
Instant Appeal: 1/5 Punkten

Benny: Zu diesem Beitrag finde ich keinen Zugang. Mariams Stimme ist extrem stark, das war es dann aber auch schon. Dem Lied fehlen komplett die Struktur und ein guter Refrain. Ich weiß nicht, was es eigentlich sein möchte. Bond-Ballade vielleicht? Schade, hier wurde viel Potenzial verschenkt. 2 Punkte

Berenike: Ich mag die Melodieführung sehr, die nicht typisch kontinentaleuropäisch ist, sondern sehr typisch georgisch. Mit ähnlichen Melodien war man ja schon oft erfolgreich beim JESC. Auch der Chor ist mit diesem Mix aus sehr verschiedenen Stimmhöhen interessant. Allerdings nehme ich Mariam nicht ab, dass sie wirklich meint und fühlt, was sie da singt. 6 Punkte

Douze Points: Ich mag, wie Georgien beim ESC seinen Weg geht und sich nicht von Trends oder vermeintlichen Erfolgsformeln leiten lässt. Dazu kommt, dass Mariam Shengelia eine begnadete Sängerin ist. Leider ist „Freedom“ ein zu großes musikalisches Durcheinander, dass den Zugang zum Song unnötig erschwert und so das Finale in weite Ferne rücken lässt. 4 Punkte

Giulia: Für mich dieselbe Kategorie wie Montenegro: Pathetisch, melancholisch, aber träge. Die Parts mit den mystischen Stimmen im Hintergrund finde ich aber cool. 2 Punkte

Manu: „Freedom“ beginnt äußerst spannend, die durch verschiedene Stimmgeräusche getragene erste Strophe lässt mich aufhorchen und fasziniert hinhören. Und dann … kommt der Refrain. Ach du grüne Neune, wer hat den denn bitte verbrochen? Der einsetzende Beat klingt, als befinde sich das Lied noch in einer Demo-Version und auf einmal klingt das Lied, nach einem 0-Punkte-ESC-Disaster der 90er Jahre. Es tut mir leid: 2 Punkte

Punktzahlen der anderen Blogger*innen:

  • Chris: 1 Punkt
  • Danio: 5 Punkte
  • Laureen 1 Punkt
  • Max: 2 Punkte
  • Peter: 5 punkte
  • Rick: 3 Punkte

Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 33/132 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Freedom“ auf Platz 35.

Wie schneidet der georgische Beitrag "Freedom" von Mariam Shengelia ab?

  • Bleibt im Halbfinale hängen (91%, 398 Votes)
  • PLATZ 21-26 (3%, 15 Votes)
  • TOP 5 (2%, 10 Votes)
  • PLATZ 11-15 (2%, 8 Votes)
  • PLATZ 16-20 (1%, 3 Votes)
  • PLATZ 6-10 (0%, 2 Votes)

Total Voters: 436

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Bisher erschienene Songchecks:

Erstes Halbfinale

Zweites Halbfinale

Finale



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207 Comments
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elkracho
Mitglied
elkracho
11 Monate zuvor

1

ESC1994
ESC1994
11 Monate zuvor
Reply to  elkracho

Ha, du hast ihn um eine Sekunde geschlagen!! Glückwunsch!! 🙂

elkracho
Mitglied
elkracho
11 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Danke Danke.
Dafür tut jetzt mein Zeigefinger weh.
Vom andauernden Aktualisieren.

Aber die Bloguhr geht falsch.
Der Artikel ist nie Punkt 10 online.

Matty
Matty
11 Monate zuvor
Reply to  elkracho

Manchmal aber schon

ESC1994
ESC1994
11 Monate zuvor
Reply to  elkracho

So ging es mir auch immer, klicken klicken klicken. 🙂

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
11 Monate zuvor
Reply to  elkracho

… zwei … drei … 💪

Malge1985
Malge1985
11 Monate zuvor

Vier … Fünf … Sechs … 😎

Matty
Matty
11 Monate zuvor

Georgien leider kein Finale

Last edited 11 Monate zuvor by Matty
elkracho
Mitglied
elkracho
11 Monate zuvor

Komischer Song.
Werde ich absolut nicht warm mit.
Auch wenn sie ne gute Stimme hat.
Aber Georgien ist für mich ein sicherer Ausscheider.
Hätte man besser Feuerschwanz nominiert

SvenEsc
SvenEsc
11 Monate zuvor

Wird nichts mit dem Finale zutun haben. Danke und Tschüss.

ESC1994
ESC1994
11 Monate zuvor

Wow, das ist glaube ich die bisher niedrigste Wertung, oder??

Last edited 11 Monate zuvor by ESC1994
Malge1985
Malge1985
11 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Ja. Slowenien hat die rote Laterne mit 34 los. Kroatien hat 35 Punkte. 🙂

PeterX
PeterX
11 Monate zuvor

OT:
Wann kommt eigentlich das „A Little Bit More“ Video von Abor & Tynna!?

Ich warte drauf 🤪

Momo
Momo
11 Monate zuvor
Reply to  PeterX

Das habe ich mich auch schon gefragt. Wahrscheinlich können sie die auch nicht produzieren, solange Tynnas Stimme nicht mitmacht. Aber wäre schon ärgerlich, wenn dadurch da auch gar nichts kommen kann. ☹️ Werde bitte schnell wieder gesund Tynna! 🍀

Nilou
Nilou
11 Monate zuvor
Reply to  PeterX

Zwar nicht für die „A Little Bit More“-Videos, aber die beiden haben vor kurzem eine ungarische Akustik-Version von Baller rausgebracht sowie eine akustische Version ihres Songs „Parallele Linien“.

Nilou
Nilou
11 Monate zuvor
Reply to  Nilou

Jetzt kann ich hinzufügen: Die ungarische Akustik-Version von Baller wird tatsächlich noch einmal seperat als ALBM-Video hochgeladen.

Ist übrigens auch sehr zu empfehlen, wenn ich das mal so persönlich anmerken darf. 😉

Nilou
Nilou
11 Monate zuvor

Puh, Georgien finde ich auch schwer zu beurteilen, da die ganze Sache mit „Freedom“ und allem irgendwie etwas undurchsichtig zu sein scheint. Das Lied ist musikalisch auf jeden Fall kompliziert und es fordert einen schon etwas heraus, was eigentlich an sich nichts Schlechtes sein muss. Aber leider kann ich mir die Komposition nicht wie bei anderen Liedern (z.B. Zari) nach und nach erschließen, sondern bleibe immer beim selben Punkt hängen, bei dem der Song auch bei mir gestartet hat.

Dabei hatte das Lied schon Potenzial, die einzelnen Ideen sind ja auch nicht ganz schlecht. Die georgische Sprache verleiht dem Song eine ganz eigene Identität und die Instrumentalisierung ist auch sehr einzigartig. Ihre Stimme kann man auch nicht beklagen, da sitzen alle Töne. Der tragende Refrain ermüdet mich aber leider einfach nur und ich vergesse auch immer, wie genau der Großteil des Songs eigentlich geht.
Georgien macht eben Dinge, die Georgien so macht beim ESC. Bloß wird das höchstwahrscheinlich nicht für das Grand Finale reichen. Momentan sehe ich wirklich keinen Weg, wie so ein Song das Televote-Semi überstehen soll.

Ich mache mir auch schon ein bisschen Sorgen, was die Zukunft von Georgien beim ESC und vor allem natürlich in der Politik angeht.
Wer weiß, vielleicht könnte das erstmal der letzte Beitrag sein, den wir von Georgien zu hören bekommen. Hoffen würde ich es nicht.

Timo1986
Timo1986
11 Monate zuvor

Optisch und vom ganz leichten Ansatz musikalisch ist Mariam Shangelia mit ihrem Lied „Freedom“ so etwas wie die italienische Giorgia aus Georgien.

Und das ist natürlich gut. 😀

Finaleinzug ja, im Finale dann eine Platzierung im sehr schlechten Mittelfeld.

4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
11 Monate zuvor

Chaotisches Machwerk aus allen möglichen Versatzstũcken, dazu mögliche Russland-Nähe der Sängerin, zurecht hinten. Schade, Georgien war früher oft originell und positiv.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor

„Mögliche“ Russland-Nähe ist als Bewertungskriterium ein bisschen seltsam. Gibt’s für diese Nähe Beweise?

Last edited 11 Monate zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Micha
Micha
11 Monate zuvor

Quelle?

4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
11 Monate zuvor
Reply to  Micha

Ist hier auf dem Blog schon öfter thematisiert worden.

Micha
Micha
11 Monate zuvor

Blog ist doch keine Quelle.

Hieronymus
Hieronymus
11 Monate zuvor

😱😱😱 DAS ist doch wirklich kein Argument

Häsle
Häsle
11 Monate zuvor

So entstehen Gerüchte und shitstorms…😤

Gaby
Gaby
11 Monate zuvor

Da muss ich jetzt aber auch sagen: ich beurteile einen Beitrag in allererster Linie nach musikalischen Gesichtspunkten (ob mir die Stimme, der Song gefällt etc.).
Wenn ich bei jedem Künstler oder Künstlerin nach moralischen Verfehlungen suchen wollte, hätte ich viel zu tun… Könnte man, wenn man es darauf anlegt, bei vielen etwas finden…

P. S. Bambie Thug und Joost Klein fand ich auch extrem unsympathisch (hat man aber erst bei der Veranstaltung gemerkt). Aber mir haben die Songs auch überhaupt nicht gefallen.

Komval
Komval
11 Monate zuvor
Reply to  Gaby

Oh ja, Bambie Thug war so extrem unsympathisch und unangenehm. Ich erinnere mich noch, wie sie damit drohte, wegen Israel nicht mitzumachen und nach deren Qualifikation hat sie gesagt „Ich habe mit meinem gesamten Team geweint“. Was hat sie am Ende getan? Gar nichts, weil sie dafür doch zu feige war. Ihren Song mochte ich aber trotzdem, deswegen lasse ich die Person meistens nicht in meiner Bewertung miteinfließen, außer wenn es beim Auftritt selbst einen Unterschied macht.

Last edited 11 Monate zuvor by Komval
Marko +++
Marko +++
11 Monate zuvor

Wie jeder Künstler hält Mariam sich bedeckt zur Lage im Land.
Außerdem: wer Russland und ehem. USSR-Staaten verstehen möchte, sollte unbedingt Literatur lesen. Mit diesem Song ist es genauso. Den Text zwischen den Zeilen lesen, ist klug.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor

Als der Titel damals neu vorgestellt wurde, hat er mir überhaupt nicht gefallen, seitdem habe ich ihn nur sehr selten gehört und er lief die ganze Zeit als Kandidat für den letzten Platz.

Jetzt, beim Anhören nach längerer Zeit, empfinde ich „Freedom“ gar nicht mehr als so schlecht. Den Beginn sehe ich durchaus positiv, Manu beschreibt es oben ganz gut. Auch sein Urteil, dass der Refrain abfällt, teile ich, mir ist er zu pathetisch, aber so schlimm wie bei den ersten Hördurchgängen finde ich ihn nun doch nicht mehr.

Georgien rückt damit aus meinen Bottom Five ins hintere Mittelfeld vor und überholt dabei u.a. das vor ein paar Tagen besprochene Tschechien, das mich immer mehr nervt.

Micha
Micha
11 Monate zuvor

Wieder einmal bin ich Team Berenike und lege noch ein paar Punkte drauf. Wahrscheinlich bin ich hier in der absoluten Minderheit, aber mir gefällt der georgische Beitrag außerordentlich gut und mMn. ist es einer der besten in diesem ESC Jahr. Der jazzige Mittelteil könnte noch wesentlich länger dauern. Die Stimme ist großartig und ich hoffe auf eine bombastische Inszenierung. Wahrscheinlich wird Mariam es nicht ins Finale schaffen, das wäre im Sinne der Genrevielfalt sehr bedauerlich. Georgien hat Platz in meiner persönlichen TOP 10!❤️

Hieronymus
Hieronymus
11 Monate zuvor
Reply to  Micha

Guck, da sind wir wieder beisammen 🥰🥰🥰

Amion
Amion
11 Monate zuvor
Reply to  Micha

Ich hoffe auf einen Finaleinzug

Micha
Micha
11 Monate zuvor
Reply to  Amion

Hoffe ich mit dir zusammen!

Tim S.
Tim S.
11 Monate zuvor

Wer hat denn hier mit „Top 5“ abgestimmt? 😅

Alex John
Alex John
11 Monate zuvor
Reply to  Tim S.

Vielleicht hat sich jemand an 2017 erinnert.
Die Top 2 damals erzeugen bei mir ähnliche Vibes…sperrig und ich finde bis heute keinen Zugang.

RichardESC1997
RichardESC1997
11 Monate zuvor

Georgien, Stimmlich Top, der Rest Flop. Kann mir einfach niemanden vorstellen, der dafür sein Geld verschwenden würde. Eigentlich Schade, mit einen anderen Song, hätte sie mehr Chancen.
Mein Platz 32.
Meine Lieblingsbeitrag aus Georgien sind
2007, 2011 und 2015

Mein Ranking:
01.Österreich🇦🇹
04.Finnland🇫🇮
05.Schweden🇸🇪
06.Norwegen🇳🇴
07.Island🇮🇸
08.Schweiz🇨🇭
09.Albanien🇦🇱
10.Litauen🇱🇹
11.Niederlande🇳🇱
12.Australien🇦🇺
13.Tschechien🇨🇿
15.Lettland🇱🇻
16.Ukraine🇺🇦
18.San Marino🇸🇲
19.Belgien🇧🇪
20.Polen🇵🇱
21.Italien🇮🇹
22.Estland🇪🇪
23.Aserbaidschan🇦🇿
24.Griechenland🇬🇷
25.Portugal🇵🇹
26.Kroatien🇭🇷
28.Slowenien🇸🇮
29.Montenegro🇲🇪
31.Irland🇮🇪
32.Georgien🇬🇪
33.Zypern🇨🇾
34.Spanien🇪🇦
35.Armenien🇦🇲
36.Denmark🇩🇰

Hieronymus
Hieronymus
11 Monate zuvor

Song: 5/5 Punkten
Stimme: 5/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten
Instant Appeal: 2,5/5 Punkten

Mein Platz 7 von 37 (10/10)

Tipp:

Platz 16 und somit letzte im zweiten Semi

Micha
Micha
11 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Wieder nach beieinander!

Hieronymus
Hieronymus
11 Monate zuvor
Reply to  Micha

Hihi, schrieb ich gerade weiter oben an dich 🤭🥰

Micha
Micha
11 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

🤗

Malge1985
Malge1985
11 Monate zuvor

Heute Georgien.

Ein Lied was für mich einfach mit dabei ist, was weder wirklich schlecht ist noch gut ist. Ich finde einfach keinen Zugang zu dem Lied. Allerdings ist sie nicht mehr Bottom 5 bei mir.

Teampunkte gibt es für Benny (Jawoll sein 2.Teampunkt) 🥳 🥳 🥳 , Giulia, Manu, Max. Guilia ist jetzt einen Punkt hinter Berenike. Ich bin bei dem Lied bei 1,92 Punkten.

Voting Halbfinal aus. Da brauche ich leider keine Glaskugel dazu, dass ist meiner Meinung nach so sicher wie das Amen in der Kirche.

2.Halbfinale
1: Armenien (keine Teampunkte)
2: Griechenland (Laureen, Chris, Rick, Manu)
3: Montenegro (keine Teampunkte)
4: Tschechien (Chris)
5: Dänemark (Chris, Douze Points)
6: Australien (Max, Berenike)
7: Finnland (keine Teampunkte)
8: Lettland (Max, Guilia, Chris)
9: Georgien (Benny, Giulia, Manu, Max)
10: Irland (Manu)
11: Österreich (keine Teampunkte)
12: Litauen (Chris)

Ranking nach 30 Songchecks
1: Schweden (Chris, Laureen, Max, Berenike, Douze Points)
2: Albanien (Laureen)
3: Armenien (keine Teampunkte)
4: Ukraine (Danio, Peter)
5: Griechenland (Laureen, Chris, Rick, Manu)
6: San Marino (Laureen, Peter, Rick, Berenike)
7: Portugal (Berenike)
8: Montenegro (keine Teampunkte)
9: Tschechien (Chris)
10: Aserbaidschan (Peter, Rick)
11: Dänemark (Chris, Douze Points)
12: Italien (Benny, Danio)
13: Schweiz (Rick)
14: Australien (Max, Berenike)
15: Finnland (keine Teampunkte)
16: Niederlande (Manu, Douze Points, Berenike)
17: Slowenien (Peter)
18: Polen (Douze Points)
19: Zypern (Peter)
20: Norwegen (Guilia)
21: Kroatien (Guilia, Max, Douze Points)
22: Belgien (Laureen, Manu)
23: Lettland (Max, Guilia, Chris)
24: Georgien (Benny, Giulia, Manu, Max)
25: Spanien (Danio, Berenike)
26: Irland (Manu)
27: Estland (Berenike)
28: Österreich (keine Teampunkte)
29: Litauen (Chris)
30: Island (Guilia)

Meine Top 3 Freedom-Songs

Platz 1: DJ BoBo https://www.youtube.com/watch?v=FenKVtzRr0I

Platz 2: George Michael https://www.youtube.com/watch?v=diYAc7gB-0A

Platz 3 David Hasseldoff mit Looking For Freedom https://www.youtube.com/watch?v=iFS_lAg_tSo

So jetzt wisst ihr es.

Ciao

Last edited 11 Monate zuvor by Malge1985
Malge1985
Malge1985
11 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

P.S. Es kommen jetzt nur noch bis auf ein Lied, wo die Lieder in meinen Top 20 liegen. 😎

Hieronymus
Hieronymus
11 Monate zuvor

Georgien 🇬🇪

18 Beiträge

6 gefallen mir.

  1. 2023: Iru (10/10)
  2. 2025: Mariam Shengelia (10/10)
  3. 2011: Eldrine (9/10)
  4. 2021: Tornike Kipiani: You (8,5/10)
  5. 2020: Tornike Kipiani: Take me as I am (8/10)
  6. 2008: Diana Gurtskaya ( 7,5/10)

Drei mag ich gar nicht (0/10)

16 . 2022: Circus Mircus
17 . 2024: Nutsa Buzaladze
18 . 2010: Sofia Nizharadze

Nils
Nils
11 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Und die besten tauchen bei dir gar nicht auf: Sopho Khalvashi, Nika Kocharov & Young Georgian Lolitaz, Iriao.

Joey99
Joey99
11 Monate zuvor

Wegen den ganzen Vorwürfen bezüglich Mariam Shengelia und diesem Beitrag sollte jeder selbst recherchieren und eigene Schlüsse ziehen. Fakt ist, die georg. ESC-Fans wollten Nini Iris mit „Release Me“ und nicht diesen Song.
Nie Nummer berührt mich Null, ist zu eklektisch und teilweise schlecht produziert.
Ich geh davon aus, wir werden Georgien sowieso bald nicht mehr beim ESC sehen, sondern bei Putins Intervision, sollte es wirklich zustanden kommen.

Hieronymus
Hieronymus
11 Monate zuvor
Reply to  Joey99

Für deinen „Fakt“ gibt es sicherlich seriöse Quellen… ?

Marko +++
Marko +++
11 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Sind nur Gedanken einige georgische ESC-Fans.

Zu Intervision:
Aus dem ehem. USSR haben angeblich Aserbaidschan, Belarus, Kazachstan und Tadschikistan zugesagt.
Nachdem ein Kommittee ins Leben gerufen wurde, hat man nichts neues gehört.

Jan Wehner
Jan Wehner
11 Monate zuvor

Georgien tanzt fast immer aus der Reihe und tut das natürlich auch diesmal, allerdings eher auf konservative Art und Weise und nicht so cool und humoristisch wie mit Circus Mircus beispielsweise.

Es ist nicht der erste georgische Beitrag, bei dem man nach dem ersten Hören Schwierigkeiten hat, ihn zu beschreiben und natürlich ist er schwer zugänglich, aber „Freedom“ hat so eine Art Wiedererkennungswert. Wenn man einen typisch georgischen Beitrag beschreiben will, dann kann man „Freedom“ heranziehen. Aus musikalischer Sicht gibt es außer fehlender Eingängigkeit nicht viel zu bemängeln.

Das Musikvideo sieht wie KI-generiert aus, nur hat man wohl vergessen, ein Publikum hineinzuarbeiten.

Die größere Hürde ist die Politik. Mariam Shengelia wird eine gewisse Nähe zur Partei „Georgischer Traum“ nachgesagt, die sich mehr und mehr in Richtung Russland orientiert hat, daher ist sie als „Pro-Putin“ abgestempelt, obwohl sie es abgestritten haben sollte. Dennoch wirkt sie sicher auch dadurch so, als würde sie überhaupt nicht dazugehören. Bei „Eurovision in Concert“ gab es für sie wenig Applaus und sogar auch einige Buhrufe. Die Stimmung während ihres Auftritts war gespenstisch.

Mariam Shengelia ist zwar solide und das Gesamtpaket ist sehr elegant, aber leider ist sie chancenlos.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor
Reply to  Jan Wehner

Das Rumbuhen scheint sich auf Eurovisionsveranstaltungen leider immer mehr zu etablieren.

Gaby
Gaby
11 Monate zuvor

Finde ich auch eine absolute Unart.🙁
Wenn einem das Lied oder die Künstlerin nicht gefällt, kann man mit Applaus sparsam sein, völlig okay, man muss nicht alles toll finden. Aber Ausbuhe geht gar nicht, ich denke, jeder Mensch möchte mit Respekt behandelt werden, dann sollte man sie auch anderen zuteil werden lassen. Sorry, aber das geht für mich nicht.🙁

Hieronymus
Hieronymus
11 Monate zuvor
Reply to  Gaby

Richtig. 👍 Ich mochte 2011 das Lied aus Belarus. Anastasyia Vinnikova wurde auch von einigen ausgebuht. Und ich war eine der wenigen Personen die damals aufgestanden ist und gejubelt hat. Uiuiui, die Bemerkungen der „Fans“ um mich herum… widerwärtig. Hat mir natürlich knapp die Hälfte gemacht. 🤭

Jofan
Jofan
11 Monate zuvor
Reply to  Jan Wehner

Immerhin hat sie sich auf den Pre Parties mit Claude und NAPA angefreundet. Ist doch auch etwas. 🙂

Franny
Franny
11 Monate zuvor
Reply to  Jan Wehner

Georgien tanzt fast immer aus der Reihe

Deshalb bin ich jedes Jahr auf dessen Beiträge gespannt. Im positiven Sinne.

Circus Mircus

Die fand ich super! 😀 Die Bubble leider nicht. Ich mag ja so spezielles Zeug. Mein georgischer Favorit ist und bleibt allerdings Nika (2016).

Inge Periotte
Inge Periotte
11 Monate zuvor

Das ist so schade! Das Lied ging los, und ich hatte sofort Sopho-Debüt-Vibes. „Visionary Dream“ ist ja nach wie vor mit Abstand mein liebster georgischer Beitrag. Und dann bricht der vielversprechende Part einfach so ab und es kommt dieses Drama, das sich irgendwo zwischen angejazzter Lounge-Musik und Disney-Ballade bewegt aber sich für nix irgendwie so richtig entscheidet. Da hat man ja leider ordentlich Potenzial verschenkt.

Tamara
Mitglied
Tamara
11 Monate zuvor

Der heurige Song der Grusinen
Erschließt sich wahrscheins nicht mal ihnen
Ich sags Euch, wie’s ist:
Die Aussichten: Trist.
Welch‘ Klientel soll das bedienen?

Tamara
Mitglied
Tamara
11 Monate zuvor

Georgien. Puh. Schwierige Kiste. Nicht umsonst nenne ich Georgien bei uns auf dem Blog immer „die Wundertüte aus dem Kaukasus“. Im Gegensatz zur Wundertüte vom Balkan, die ja leider schon lange nicht mehr mitmacht (Petition! Crowdfunding! Holt endlich die Bosnier zurück!!) sind sie dabei aber eher mäßig erfolgreich und noch nie über Platz 9 hinausgekommen. Auch dieses Jahr wird sich das nicht ändern. Eine Einteilung in Top und Flop ist hier kaum zu bewerkstelligen, es gibt keine richtigen Tops, aber auch keine wirklichen Flops, jeder Beitrag hat auf seine Weise was.

Am besten gefallen mir:
2014 (jawohl, und nicht nur, weil sie so nah bei mir wohnen)
2016
2018

Eher weniger was für mich:
2011
2012 (obwohl Anri glaub ich ein echt toller Musiker ist)

Gaby
Gaby
11 Monate zuvor
Reply to  Tamara

2011 ist einer meiner liebsten georgischen Beiträge (neben 2015 und 2016. Dafür finde ich 2013 schrecklich.

Tamara
Mitglied
Tamara
11 Monate zuvor
Reply to  Gaby

Ouuuh, ja, 2013 war schlimm – und wenn man sich mal überlegt, dass das sechs Plätze vor Cascada gelandet ist, doppelt schlimm. Wenn man sich dann weiter überlegt, dass wir mit Nica & Joes „Elevated“ in der VE einen ähnlich schlimmen Breitwandschlonz am Start hatten, der dennoch um Längen besser ist als „Waterfall“, dann ist es dreifach schlimm.

Cali
Mitglied
Cali
11 Monate zuvor
Reply to  Tamara

Aus Georgien finde ich viele Sachen toll, vom visionären Debut angefangen über die Eldrine-Rocker oder den Joker oder Otos großartiges „Keep on Going“.

Gaby
Gaby
11 Monate zuvor

Gefällt mir gut.👍

Aber ich befürchte auch, dass der Song das Semifinale nicht überstehen wird, was ich sehr schade fände. Das ist doch ein gut gesungener, powervoller Song. Ich finde, der Song würde das Finale bereichern. Drücke trotzdem die Daumen. Viel Glück.🍀

ESC1994
ESC1994
11 Monate zuvor
Reply to  Gaby

Na ja, „guter“ Gesang allein ist für mich kein Grund einen Song im Finale sehen zu wollen. Oder sind wir doch bei „The Voice of Europe“??

Gaby
Gaby
11 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Guter Gesang alleine natürlich nicht – stimmt. Aber es sind im Finale wohl sehr viele stark inszenierte Beiträge zu erwarten, da tut mal ein „ganz normaler“ Popsong zwischendurch ganz gut (und könnte deshalb auch positiv auffallen). Aber ich glaube ja selbst nicht wirklich dran…

Tamara
Mitglied
Tamara
11 Monate zuvor
Reply to  Gaby

Das Problem dürfte nur sein, dass das hier eben kein „ganz normaler“ Popsong ist, sondern einer, der sich den meisten Hörern extrem schwer erschließen wird.

ESC1994
ESC1994
11 Monate zuvor
Reply to  Gaby

Aber hört man so „ganz normale Popsongs“ nicht schon oft genug im Radio??

Gaby
Gaby
11 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Stimmt, nur sooo normal finde ich ihn dann auch wieder nicht, also, als „Radiogedudel“ würde ich ihn jetzt nicht bezeichnen…

Tjure
Tjure
11 Monate zuvor
Reply to  Gaby

Gefällt mir auch gut. Dann sind wir ja schon mindestens zwei.
Es passiert mir übrigens immer öfter, dass mein Musikgeschmack in die entgegengesetzte Richtung zu der Bewertung der Blogger geht.

Micha
Micha
11 Monate zuvor
Reply to  Tjure

Wir sind 3!

Hieronymus
Hieronymus
11 Monate zuvor
Reply to  Micha

4

Micha
Micha
11 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Ach ja, natürlich!

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor
Reply to  Micha

5 !!

funtasticc
Mitglied
funtasticc
11 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

5

rainer1
rainer1
11 Monate zuvor

Wahrscheinlich der letzte platz.

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied
Danya | דניה | 🎗️
11 Monate zuvor

Ich finde irgendwie gar keinen Zugang zu dem Lied – das ist mir viel zu sperrig und unstrukturiert. Der Anfang klingt eigentlich noch vielversprechend und weckt mein Interesse, aber leider kann der Song dieses Niveau nicht halten. Die zahlreichen Wechsel im Song wirken auf mich eher unharmonisch als bereichernd. Es bleibt wirklich nichts im Kopf hängen, und Gänsehaut bekomme ich zumindest auch nicht. Die opulente Orchestrierung fällt zwar auf, wirkt in meinen Ohren aber eher überladen als beeindruckend. Insgesamt finde ich den Song anstrengend. Ich rechne mit einem eindeutigen Ausscheiden im Halbfinale.

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
11 Monate zuvor

Mir geht es 1:1 wie dir Danya – der Song kommt einfach nicht zu mir durch und ergibt für mich keine stimmige Einheit. Freedom lässt mich ziemlich ratlos zurück🤷‍♂️

ESC1994
ESC1994
11 Monate zuvor

Georgien und ich werden beim ESC einfach keine Freunde mehr.😐

Der Song weiß einfach nicht wohin er will. Am Anfang macht er einen auf „Bond-Ballade“ auf Georgisch, dann klingt es irgendwie wie ein Musical mit ganz vielen Wechseln im Rhythmus wo sie dann auch plötzlich „Englisch“ singt was man wegen ihres starken Akzents kaum versteht. Und zum Schluss kommt dann dieser merkwürdige Herrenchor dazu und der Song kriegt so eine martialische Note. 😵

Für mich klingt das wie drei verschiedene Songs aneinandergeklebt die einfach nicht zueinander passen. Von der Simme her kann man Mariam nichts vorwerfen, aber irgendwie transportiert ihr Gesang für mich keinerlei Emotionen, es klingt sehr steril, was bei einer Ballade schon mal kein gutes Zeichen ist. 😕

Insgesamt ist mir das viel zu unstrukturiert um ein angenehmes Hörerlebnis zu schaffen. Die Jurys könnten eventuell ihre stimmliche Leistung gut bepunkten, da es die aber im Semi nicht gibt sehe ich kaum Chancen für Georgien das Finale zu erreichen, zumal das Land jetzt auch nicht gerade mit vielen Verbündeten ausgestattet ist. Habe daher für „bleibt im Halbfinale hängen“ gestimmt. Falls sich das Lied doch qualifizieren sollte dann sehe ich höchstens Platz 20.

Last edited 11 Monate zuvor by ESC1994
Prometheus
Prometheus
11 Monate zuvor

Eigentlich kein so schlechter Song, aber Georgien ist in diesem Jahr wirklich der Außenseiter. Nicht nur, weil das Lied gravierend aus der Reihe tanzt, sondern auch wegen dem politischen Kontext. Eine Unterstützerin der populistischen und EU-kritischen Regierungspartei „Georgischer Traum“, die von Freiheit singt. Das hat fast schon etwas orwellianisches. Die Rundfunkanstalt Georgiens hatte sich ja angeblich schon für Nini Iris entschieden, bis die Regierung einen Riegel vorschob und ihnen Mariam aufgedrückt hat.

Die Lyrics sind bewusst vage gehalten. Das Wort „Freedom“ soll vielleicht Zuschauer auf die falsche Fährte locken. Ansonsten kommt im Text ein so starkes ökologisches Bewusstsein und Naturverbundenheit zum Ausdruck, dass man fast schon von Esoterik sprechen kann. Vor allem im georgischen Teil, von dem man ausgeht, dass die allermeisten ihn nicht verstehen, geht es aber auch oft um das Heimatland, und letztlich wird es eine sehr konservative Hymne auf das eigene Land („And just like our life. The homeland is the one and only.“). Manche Zeilen können als EU- oder globalismuskritisch verstanden werden („We will never give up this sky and mountains.“), während manche Zeilen so wirken, als würde man der Diaspora versöhnlich die Hand ausstrecken wollen. Letztlich ist es für mich ein zu großes Geschmäckle. Der englische Teil ist semantisch und grammatikalisch komplett sinnbefreit. Das wirkt, als hätte man Georgisch schlecht ins Englische übersetzt, und so hört es sich leider auch an.

Musikalisch finde ich das Lied jedoch wirklich sehr interessant. Das Intro ist wirklich sehr opulent und vielversprechend, auch wenn der Rest dieses Versprechen leider nicht vollständig einlöst. Diese Kombination aus klassischem Orchester und volkstümlichen Klangteppichen finde ich sehr ansprechend, vor allem der Hintergrundchor ist ein Alleinstellungsmerkmal. Teils hört es sich an wie eine kraftvolle Soul-Ballade und teils wie entschleunigter, entspannender Jazz. Ich persönlich finde das Lied in den ruhigen, klavierbegleiteten Passagen deutlich stärker als in den lauten, imposanten Refrains. Dort ist es fast schon zu viel des Guten. Die ständigen Wechsel in den Tempi sind jedenfalls überfordernd und oftmals scheint das Instrumental gegen Mariam zu arbeiten, die zwar eine umwerfende Stimme hat (mit eine der besten im Jahrgang), aber bei dem Lied leider oft verloren wirkt.

Eins steh für mich jedoch fest: Wirklich langweilig ist das Lied nie, und es gibt dieses Jahr kein anderes Lied, welches sich so anhört. Trotz der politischen Brisanz (vielleicht interpretiert man dort auch zu viel hinein) würde ich „Freedom“ im Sinne der Genre-Vielfalt gerne im Finale haben. Aber eigentlich ist es ein Kampf auf verlorenem Posten, der wohl auch damit enden wird, dass Georgien sich aus dem Wettbewerb gänzlich zurückzieht und nur noch beim JESC antritt. Übrigens habe ich irgendwo eine Sympathie für Underdogs.

Meine Platzierung: 26/37

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor
Reply to  Prometheus
  1. Woher weiß man, dass die Sängerin eine Unterstützerin der Regierungspartei ist?
  2. Ist es schlimm, eine Unterstützerin einer Partei zu sein, welche bei den letzten Wahlen eine (relative) Mehrheit in der georgischen Bevölkerung gefunden hat?
  3. Ist diese Partei nur durch ihre Russlandnähe definiert und somit nur von Putinisten gewählt worden oder gibt es womöglich auch andere politische Programmpunkte, für die sie – womöglich auch von russlandkritischen Georgiern – Stimmen bekommen haben könnte?

Schwerwiegender wäre tatsächlich ein Austausch der Sängerinnen durch die Regierung, aber wie Dein „angeblich“ sagt, scheint dies nicht bewiesen zu sein.

Prometheus
Prometheus
11 Monate zuvor

Da muss man etwas tief in den Quellen graben. Ich werde es versuchen, aber nicht jetzt, sondern später. Nur, um zu zeigen, dass ich es gelesen habe und darauf eingehen will. Vielleicht wird mir bei der Recherche ja auch klar, dass die Dinge vielleicht nicht so einfach sind, wie sie scheinen

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor
Reply to  Prometheus

Danke!

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
11 Monate zuvor

Punkt 1: Sie scheint zumindest nicht kritisch mit dieser Partei oder wenigstens unpolitisch zu sein. Das zeigt ja schon das Vorgehen des Fernsehsenders, weil sich wohl auch die in New York lebende Sängerin Nini Iris für den ESC beworben hat, dann aber nach einer Kritik von ihr am „georgischen Traum“ nicht berücksichtigt wurde.

Punkt 2: Ganz klar ja – denn diese Partei bekämpft die Werte, für die der ESC steht. „Georgischer Traum“ ist nationalistisch, neofaschistisch und homophob. Ich finde die Fragestellung etwas merkwürdig, sorry….

Punkt 3: Sie gilt als russlandnah, die die vorherige prowestliche Staatspräsidentin stark bekämpft hat

Last edited 11 Monate zuvor by Schlippschlapp71
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor

zu 2. Was ist an meiner Fragestellung komisch? Wenn das so stimmt, wie Du es schreibst, dann hat also die (relative) Mehrheit der georgischen Bevölkerung kein Problem damit, eine Partei, die sich hauptsächlich durch Nationalismus, Neofaschismus und Homophobie auszeichnet, in die Regierung zu wählen.

zu 3. (Da bist Du auf meine Frage, in der es auf das „nur“ ankam, nicht wirklich eingegangen) Diese Partei hat also die Staatspräsidentin von der anderen Partei „bekämpft“. Es kommt natürlich drauf an, wie sie dies getan hat, aber grundsätzlich ist es in einer Demokratie normal, dass Opposition und Regierung sich streiten.

Ich will nicht bestreiten, dass an der aktuellen georgischen Regierung sehr viel zu kritisieren ist, mich ärgert aber diese zuspitzende, vereinfachende Sichtweise, in der es keine Zwischentöne, sondern nur gut (prowestlich, prodemokratisch) versus böse (russlandnah, und damit selbstverständlich nationalistisch, neofaschistisch und homophob) zu geben scheint. Aber vielleicht ist Freund-Feind-Denken ja auch etwas, das von einer Bevölkerung, die zunehmend „kriegstüchtig“ werden soll, erwartet wird?

Wenn denn die Russlandnähe des georgischen Traums überhaupt das Entscheidende war, warum viele Georgier diese Partei gewählt haben, könnte es nicht auch einfach der Wunsch nach halbwegs friedlichen Beziehungen zum übermächtigen direkten Nachbarn gewesen sein, bzw. der Wunsch, zu verhindern, dass für die „Verteidigung westlicher Werte“ auch hier Tausende Menschen ihr Leben lassen müssen und das Land zerbombt wird?

ESC1994
ESC1994
11 Monate zuvor

Warum überrrascht mich so ein Kommentar gar nicht??

Last edited 11 Monate zuvor by ESC1994
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Mich leider auch nicht…

ESC1994
ESC1994
11 Monate zuvor

Mein Kommentar dazu war ursprünglich sogar noch drastischer, habe ihn extra noch entschärft.

ESCFrank
ESCFrank
11 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Entbehrt nicht einer gewissen Naivität und Realitätsverdrängung 🤷‍♂️

Anmey
Anmey
11 Monate zuvor

What?? Also wenn man den „Georgischen Traum“ verteidigt, ist man von demokratischen Werten ganz weit weg. Wahlfälschung, Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten und Einschüchterung der Opposition haben mit einer normalen demokratischen Auseinandersetzung nichts zu tun. Ganz abgesehen davon, dass Dein letzter Absatz lupenreine russische Propaganda ist.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Ich verteidige den „Georgischen Traum“? Wo genau?

Es ist also „lupenreine russische Propaganda“, wenn ich die Angst in der georgischen Bevölkerung vor möglichen russischen Kriegsgelüsten thematisiere?

Last edited 11 Monate zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Anmey
Anmey
11 Monate zuvor

Die Verteidigung westlicher Werte in Anführungszeichen hatte ich anders verstanden. Ich bitte um Entschuldigung.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Kein Problem, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor

Wenn diese Angst vorrangig wäre, dann hätte wohl der „Georgische Traum“ keine Mehrheit bekommen. Recht einfache Erklärung.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor

Was ich meine: Man hat aus Angst vielleicht eher die Partei gewählt, von der weniger „Reibungen“ mit Russland zu befürchten sind. Ich hatte da auch ein wenig Taiwan im Kopf, gibt es da nicht auch eine Partei, welche die Unabhängigkeit des Landes stärker betont und eine andere, deren Schwerpunkt es diesbezüglich eher ist, die chinesische Regierung nicht in zu große Missstimmung zu bringen? Der Unterschied ist sicherlich, dass dort keine der beiden Parteien die Demokratie deutlichen einschränken oder gar abschaffen will.

Delta
Mitglied
Delta
11 Monate zuvor

„Aber vielleicht ist Freund-Feind-Denken ja auch etwas, das von einer Bevölkerung, die zunehmend ‚kriegstüchtig‘ werden soll, erwartet wird?“

Hier kommt schon wieder so ein ganz unangenehmer Vibe durch. Ich weiß nicht, ob du das so gemeint hast, aber das kann ich so dann doch nicht stehen lassen.

Man sollte hier nicht vergessen, wer wen angreift. Wir befinden uns in einer Situation in der eine europäische Macht versucht, anderen ihren Willen aufzuzwingen. Und auch dazu bereit ist bis zum äußersten und darüber hinaus zu gehen. Nicht nur militärisch, sondern in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft. Dort bereits auch schon aktiver, als anderswo. Dass DE in der Lage sein muss sich dagegen zu verteidigen ist vor dem Hintergrund mMn zwangsläufig.

Jofan
Jofan
11 Monate zuvor
Reply to  Delta

Dass DE in der Lage sein muss sich dagegen zu verteidigen ist vor dem Hintergrund mMn zwangsläufig.

Das wiederum kann ich so nicht stehen lassen. 🙂 Auch wenn ich deine gut begründete Position durchaus nachvollziehen kann, sehe ich eine vom Verteidigungsminister ausgerufene „Kriegstüchtigkeit“ nicht als zwangsläufig an. Ich beobachte einfach gerade nur eine starke Militarisierung der Gesellschaft: „Kriegstüchtigkeit“, der Verteidigungsminister als aktuell (mit Abstand!) beliebtester Politiker, die wahrscheinliche Wiedereinführung einer (wie auch immer gearteten) Wehrpflicht, extrem hohe Verschuldung für Aufrüstung usw…
Ich würde mir wünschen, dass sich Deutschland mehr für die europäische (und nicht die nationale) und insbesondere die ukrainische Verteidigungsfähigkeit einsetzt, anders die Gelder in die eigene Bundeswehr zu stecken, denn im Gegensatz zu den osteuropäischen (teilweise auch Nicht-Nato-)Staaten wird Deutschland definitiv nicht direkt militärisch angegriffen werden (NATO-Schutz, zentrale geografische Lage etc. als Gründe).
Sorry, dass die Ausführungen etwas länger wurden (soll keine Kritik an deinem Kommentar sein), aber das wollte ich einmal gesagt haben – auch weil mir diese Position in der Öffentlichkeit zu wenig beleuchtet wird.

Delta
Mitglied
Delta
11 Monate zuvor
Reply to  Jofan

Ich glaube grundsätzlich wollen wir beide das gleiche. Ich meine natürlich auch, dass Europa sich verteidigen können soll. Ich verstehe die Bedenken durchaus. Gerade vor möglichen Militarismus, der in der Geschichte Deutschlands, in der Rolle als Aggressor, häufig nicht gut geendet ist.
DE wird irgendeine Form von Mannstärke bereitstellen müssen. Nur mit Gulasch hält man niemanden auf – Beziehungsweise viel wichtiger von etwas ab. Ob in Brandenburg, Warschau oder Vilnius. Ob das National oder International gedacht wird, darüber lässt sich streiten. Vor 10 Jahren hätte ich anders geantwortet, aber in der aktuellen politischen Situation hätte ich kein Vertrauen in eine EU-Armee oder ähnliches. Das kann man aber natürlich anders sehen. Wir beobachten jetzt ja schon (leider!) eine wachsende Abkapslung vom europäischen Gedanken :/

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor

Sorry, die Diskussionen mit Dir sind leider immer sehr anstrengend, Aber nix für ungut….

Findest Du es nicht beängstigend, daß solche Parteien gewählt werden ?

Mittlerweile wird ja alles verharmlost, was aus dieser Ecke kommt. Sogar bei den angeblich so linken Öffis hierzulande.

„Normal“ sind politische Auseinandersetzungen in Demokratien durchaus. Wenn aber versucht wird, eine westliche Orientierung durch autokratische Strukturen zu ersetzen, dann ist das zu kritisieren.

Was „kriegstüchtig“ angeht (wenn Du schon das Faß aufmachst), bitte schön: Niemand muß eine Waffe aus Gewissensgründen in die Hand nehmen, um sich zu verteidigen. Es aber anderen verbieten zu wollen, ist eine Frechheit (solche Forderungen waren leider auch wieder bei den Ostermärschen zu hören).

Last edited 11 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
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11 Monate zuvor

Damit hast Du leider garantiert, dass Thomas 20 mal fûr Georgien anruft, er liebt Orkland.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor

Auch hier wieder: Zwischen „Liebe“ und „Hass“ scheint es nichts zu geben.

Marko +++
Marko +++
11 Monate zuvor

Benimm dich mal, Pinguin.

Anmey
Anmey
11 Monate zuvor

1. siehe unten, die Quellenliste der englischen Wikipedia ist ganz hilfreich

2. Ja, wenn man weiß, wofür diese Partei steht.

3. Sie zeichnet sich neben ihrer Russlandfreundlichkeit durch eine massiv anti-europäische Haltung, heftigste Queerfeindlichkeit, Demokratiefeindlichkeit, Wahlfälschung, Einschränkung der Meinungsfreiheit und Polizeigewalt aus. Das Schüren von Ressentiments ist gerade bei der konservativen georgischen Landbevölkerung sehr erfolgreich, zumal es keine freie Medienlandschaft gibt.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Danke für die Hinweise, das ist in der Tat sehr unsympathisch. Trotzdem scheint es mir eine sehr zusgespitzte Sichtweise zu sein, dass allein diese Punkte diese Partei auszeichnen oder genauer, dass Menschen, die diese Partei wählen oder unterstützen, alle auch so drauf sein sollen. Was die nicht-freie Medienlandschaft angeht: Immerhin konnte sie nicht verhindern, dass in früheren Wahlen auch „prowestliche“ Parteien an die Regierung kamen; und ich hoffe sehr, dass das auch in Zukunft noch möglich sein wird.

Last edited 11 Monate zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Anmey
Anmey
11 Monate zuvor

Entschuldigung, aber ich glaube, Du hast wirklich überhaupt nicht verstanden, in was für einer Situation Georgien sich befindet und was der „Georgische Traum“ für eine Partei ist. Andere Parteien werden da jedenfalls in Zukunft keine Rolle spielen; die Regierung bereitet gerade ein Gesetz vor, das alle Oppositionsparteien verbieten würde.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Das wusste ich nicht, das ist natürlich wirklich schlimm.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor

Mir geht dieses „Ja, aber…“ tierisch auf den Keks.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor

Also nur „Ja“ und „Nein“ und sonst nichts.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor

Es ist langsam Mode, daß ständig Fakten (nicht Meinungen) relativiert werden. Der „Georgische Traum“ ist eben eine nationalistische Partei, die nichts Gutes im Schilde führt. Daß sie von einer Mehrheit der Menschen gewählt wird, ändert nunmal nichts daran.

ESC1994
ESC1994
11 Monate zuvor

Eben, in den 30ern wurde eine gewisse Partei ja auch von vielen gewählt.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor

Es ist auch Mode geworden, bestimmte Meinungen oder Annahmen als unhinterfragbare Fakten hinzustellen, oder, wie in diesem Fall, allein schon den Versuch zu verstehen, warum so viele Menschen eine Partei wählen, die „nichts Gutes im Schilde führt“ (dass sie tatsächlich recht viel Schlechtes im Schilde führt, ist hier inzwischen gut und sachlich aufgeführt worden), als Parteinahme für diese Partei zu werten.

Last edited 11 Monate zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
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11 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Danke!!

Prometheus
Prometheus
11 Monate zuvor

Zur 1. Frage:

Woher weiß man, dass die Sängerin eine Unterstützerin der Regierungspartei ist?

=> https://x.com/escsakartvelo/status/1898097968823013485

Ein Thread auf X (ehem. Twitter), in dem mehrere Quellen zusammengetragen werden, die zeigen, dass sie GD (Georgian Dream) unterstützt.

https://www.facebook.com/share/v/12L8dd9AToc/

Der eindeutigste Beweis ist dieses Wahlvideo von Oktober 2024 während des Parlamentswahlkampfes.

Ebenfalls ist sie mehrmals auf dem staatsnahen, parteitreuen bis hin zu propagandistischen Fernsehsender Imedi TV aufgetreten, der seine Aufgabe darin sieht, die Opposition von der Macht fernzuhalten (https://info.imedi.ge/en/elections/3100/imedi-tv-owner-highlights-tv-companys-raison-dtre-as-not-to-allow-united-national-movement-party-its-affiliates-to-return-to-power).

Es sollte also nicht mehr zur Diskussion stehen, welche Partei sie unterstützt. Es ist ein Unterschied, eine Partei nur zu wählen, oder eine Partei so direkt mit dem eigenen Gesicht zu unterstützen, wie sie es tat.

Zum Rest:

Es gibt gute Gründe, davon auszugehen, dass der Pro-Russland und Homophobie-Vorwurf gestreut wurde, um Mariam zu diskreditieren, da sie bereits vor dem ESC viele Gegner in der Öffentlichkeit hatte. Aber selbst wenn man die Russland-Thematik außer Acht lässt, ist es immer noch eine Regierung, welche gegen Teile der eigenen Bevölkerung vorgeht und das Land immer mehr in einen antirechtsstaatlichen und autoritären Staat entwickelt. Dazu das Anti-LGBTQI-Gesetz sowie das „Agentengesetz“, welches genauso auch aus Russland oder Ungarn stammen könnte.

„2024 verabschiedete das Parlament ein Gesetz zur Brandmarkung der Zivilgesellschaft und unabhängiger Medien als ‚ausländische Agenten‘, bzw. nach einer semantischen Abänderung als ‚Organisationen, die die Interessen einer ausländischen Macht vertreten'“

„Nach einer neuen Gesetzesinitiative sollen sich georgische zivilgesellschaftliche Organisationen bald um staatliche Gelder bewerben können. Dieses Verfahren, das Parallelen zur russischen ‚Stiftung zur Vergabe von Fördermitteln des Präsidenten‘ (Fond presidentskich grantow) aufweist, lässt befürchten, dass auch in Georgien ein System von zahmen, ausschließlich im Interesse der autoritären Regierung handelnden Organisationen geschaffen werden soll. Weitere repressive Gesetze, die unter anderem die Einschränkung der Medienfreiheit, politische Kontrolle der staatlichen Theater und eine Verschärfung des Agentengesetzes beinhalten, sind bereits im parlamentarischen Prozess. Die fortlaufenden demokratischen Proteste in Georgien wurden zunächst durch die Polizei brutal niedergeschlagen, inzwischen gehen auch die Gerichte hart gegen die Protestierenden vor“

Mehr zu lesen hier: https://www.boell.de/de/2025/03/11/georgien-und-russland-im-selben-zug-mit-der-besatzungsmacht

Das ist keine Partei, mit der ich mich assoziieren würde und danach noch in der Lage wäre, mich im Spiegel anzugucken. Zudem richtet sich die Politik der Regierung gegen die Grundwerte des ESC (https://eurovision.tv/about/rules)

Zum Auswahlprozess:

https://www.youtube.com/watch?v=95nu3smRB4E

In diesem Interview (ganz gut, um sie auch persönlich besser kennenzulernen) redet sie kurz über den Auswahlprozess. Sie meinte, dass bei Georgia Public Broadcasting (GPB) 18 Songs eingereicht wurden und in diesem internen Prozess dann ihr Song ausgewählt wurde.

Aber die Tatsache, dass es wirklich bis zum letzten Drücker dauerte, dass irgendwas veröffentlicht oder auch nur kommuniziert wurde, zeigt ja, dass es da hinter den Kulissen einiges an Stress gab.

Viele munkeln, dass eigentlich Nini Iris mit „Release Me“ von der GPB ausgewählt wurde.

https://x.com/escGeoegia/status/1830600464125284681

Hier ein Screenshot vom September 2024, der zeigt, wie der Broadcaster, der für den georgischen ESC-Beitrag verantwortlich ist, Nini Iris auf Instagram folgte. Dann wurde Iris jedoch entfolgt und es wurde sich für Mariam, die ja, wie bekannt, der Regierungspartei nahesteht, entschieden. Deswegen vermuten viele, dass die Regierung dort großen Einfluss auf die interne Auswahl ausgeübt hat, um einen heimatbewussten, traditionellen (manche würden auch sagen nationalistischen) Song für den ESC zu entsenden.

Vielleicht hatte GPB aber auch andere Gründe. Denn Nini Iris hat „Release Me“ bereits am 23.08.2024 öffentlich performt (https://www.youtube.com/watch?v=kugGFSYA5u8), und nach den ESC-Regularien darf der Beitrag nicht vor dem 01.09.2024 veröffentlicht oder öffentlich performt worden sein. Vielleicht war das auch der Grund für die internen Probleme.

Also letztlich haben wir hier ganz viel Spekulation. Fakt ist jedoch, dass sie die Partei „Georgischer Traum“ unterstützt. Was man dann daraus macht, ist jedem selbst überlassen.

Last edited 11 Monate zuvor by Prometheus
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
11 Monate zuvor
Reply to  Prometheus

Danke für die Recherche!

Prometheus
Prometheus
11 Monate zuvor

Kein Problem. Es war auch für mich ganz interessant, mehr über dieses Thema zu erfahren. Letztlich muss man akzeptieren, dass Georgien dabei ist, weil sie nicht gegen die EBU-Regeln verstoßen. Steht ja jedem frei, ob er dafür seine Vote(s) gibt oder nicht.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor
Reply to  Prometheus

„Entfolgt“ ist gut formuliert, danke ! Auf Nini Iris hatte ich bereits hingewiesen.

Himmel. es geht ja bereits schon heute mächtig ab. Morgen wird es definitiv noch schlimmer. denn der Songcheck Israel steht an….

Last edited 11 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
ESC1994
ESC1994
11 Monate zuvor

Na ja, die „alteingesessenen“ Userinnen und User hier wie du, Toggie, Gaby, 4porcelli oder ich wissen sich ja zu benehmen. Schlimmer sind da diese „Fans“ mit Klarnamen die sich noch nie hier haben blicken lassen und nur auftauchen um die Stimmung zu vergiften. 🙄

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied
Danya | דניה | 🎗️
11 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Die Kommentare werden sicher kommen … 😕

Cali
Mitglied
Cali
11 Monate zuvor

Irgendwie alles sehr seltsam. Diese seltsame und plötzliche Nominierung von Mariam, die aus dem Nichts kam. Irgendwie hat man versucht, das alles dieses Jahr so knapp und kurz wie möglich zu machen, und so wirkt auch der Beitrag sehr provisorisch, wie eine Notlösung. In der Tat sehr georgisch in der Melodieführung und damit haben sie beim Junior ESC auch große Erfolge, die ich wirklich NIE verstehen werde. Ich fand „Mzeo“ schon furchtbar, und das hat sich in den letzten Jahren bei ähnlichen Beiträgen nicht gebessert. „Freedom“ ist etwas besser, ich mag die schnellen Rhythmen, die so gar nicht hineinpassen wollen. Aber es ist alles sehr chaotisch. Und ein Lied mit dem Titel „Freedom“ aus einem Land, welches zerrissen ist von ihrer Politik…ich weiß ja nicht. Hat schon ein Geschmäckle.

Prognose: Halbfinale 15/16 (20%)
Meinung: Platz 36/37 (3 Punkte)

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
11 Monate zuvor

Wie ich vor ein paar Tagen bereits schrieb, ist das für mich einer der musikalisch interessanteren Beiträge des Jahrgangs. Andererseits hatte ich noch immer keine Zeit zu recherchieren, ob es sich hierbei um einen Putinmarionettenpüppchenbeitrag à la RUS13 bis RUS15 handelt.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
11 Monate zuvor

Hm, darüber wurde schon reichlich spekuliert….

Unabhängig davon gibt es keine Finalteilnahme. Ich sehe keinerlei Chancen, wie so ein Song das Semi überstehen könnte.
Der Anfang ist noch recht spannend. Wenn es dann zu pompös wird, bin ich raus. Insgesamt eine konfuse Angelegenheit.

Ich werte mit 4,5 von 12 Punkten und Platz 25 von 37. Sollte sich der Verdacht bestätigen, fliegt Georgien aus meiner Wertung. Propagandabeiträeg haben dort nichts zu suchen.

Last edited 11 Monate zuvor by Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
11 Monate zuvor

Bislang zweites Semifinale

Griechenland 10,5/12
Litauen 10/12
Tschechien 8,5/12
Lettland 7/12
Australien 6/12
Finnland 5,5/12
Montenegro 5/12
Georgien 4,5/12
Dänemark 3,5/12
Österreich 2,5/12
Armenien 1,5/12
Irland 1/12

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
11 Monate zuvor

Ich gebe in solchen Fällen nichts auf Gerüchte und agiere nach dem Motto innocent til proven guilty. Vielleicht finde ich ja am WE Zeit für die Recherche.

4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
11 Monate zuvor

Thomas kann dir sicher relevante Infos geben.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
11 Monate zuvor

Was soll das denn?

Hieronymus
Hieronymus
11 Monate zuvor

Ich bin mir sehr sicher, dass auch die Teilnehmer von 2016 bis 2019 nicht ohne das „Go“ des Kremls hätten teilnehmen können.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Natürlich, ganz klar. Allerdings hat sich Sergey Lazarev mittlerweile distanziert und wurde daraufhin bedroht.

Marko +++
Marko +++
11 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Falls du Russland meinst: das gilt für jedes Jahr.

Quintus
Mitglied
Quintus
11 Monate zuvor

Irgendwie so ein typisch georgischer Beitrag, der sich eher gegen die allgemeinen ESC-Trends stellt, anstatt ihnen zu folgen. Leider hat man mit dieser Strategie nur selten den europäischen Nerv getroffen. Da passt es auch ins Bild, dass ausgerechnet der formelhafte Beitrag aus dem letzten Jahr die lange Negativserie brechen konnte.
Freedom platziert sich bei mir im soliden Mittelfeld mit Tendenz nach oben.Die Struktur des Liedes ist sehr interessant und die Stimmen im Hintergrund verleihen dem Beitrag eine gewisse Faszination. Gesanglich gehört Mariam zweifelsohne zu den stärkeren Teilnehmern dieses Jahrgangs. Ich hoffe mal, dass man ihr in Basel ein paar georgische Tänzer an die Seite stellt, so wie bei Sopho damals. Das würde den Beitrag ganz sicher aufwerten. Allerdings fehlt mir der Glaube daran. Wahrsacheinlich wird sie ganz allein auf der Bühne stehen und im Semifinale chancenlos ausscheiden.
Wäre auch gar nicht so tragisch, wenn sie dann im Finale gemeinsam mit Tornike Take me as I am als Interval-Act zum Besten geben würde. Das wäre ein Träumchen.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor
Reply to  Quintus

Ich bin persönlich gerne für Beiträge jenseits des Mainstreams zu haben, sogar Schweden gehört dieses Jahr in diese Kategorie. Aber im Fall von Georgien bleibt irgendwie ein fader Beigeschmack….

🌅 Jacqob'99 🎗 Senza Pietà 💪
🌅 Jacqob'99 🎗 Senza Pietà 💪
11 Monate zuvor

Sorry, gibt mir hochgradige Podolskaya-Vibes! Und was aus Little Erika geworden ist, haben wir ja gerade bei Finnland gehört und gesehen … Würde mich allerdings nicht wundern, wenn the one and hopefully only Nemo ausgerechnet von „Freedom“ eine Coverversion einsingt. 🚀🦩

Apropos, die aktuelle Doppel-CD zum ESC 2025 ist gerade bei uns eingetroffen – originelle Beilage: ein Einweghandschuh. Die gute Nachricht lautet, daß kein etwaiger Interval Act von Nemo enthalten ist und im Booklet keinerlei Schweizer Kühe auftauchen. 🐮 Vom Design her wirkt sie logischerweise wie eine Rotkreuz-Ausgabe, die von „I love Milka“ gesponsert wird, nur eben mit flamingo- statt lilafarbenen Herzchen. Wobei mein Göttergatte ohnehin immer zuerst über die eingereichten Pressephotos lästert. Spontan gefiel ihm das von Parg am besten, mir das von Justyna. Deutschösterreichs Abor und Kehli stehen übrigens kurioserweise an irgendeinem Geländer rum. Mein Göttergatte: „Ist das die Backbord- oder die Steuerbordseite der Titanic?“ 🚢

Jofan
Jofan
11 Monate zuvor

Georgien

Mache Lehrer des Kollegiums an der Basler Gesamtschule hätten gar nicht mehr mit einer Ankunft einer Schülerin aus dem Dorf Georgien gerechnet, weil die Eltern der Schülerin fast die Frist für die Abgabe der Anmeldeunterlagen verpasst hätten.

Als erstes meldet sich der Politiklehrer zu Wort und erzählt aus seinem Unterricht. Beim Üben von Stellungnahmen und Erörterungen argumentiere die Schülerin zwar immer mit dem Wert der Freiheit, führe diesen aber nie weiter aus. Als er sie deshalb mal fragte, was sie denn unter dem Ideal von Freiheit versteht, wusste sie nicht, was sie antworten sollte. Folglich sei die Schülerin für ihn eher ein Luftloch in diesem Jahrgang. Dasselbe Problem habe die Schüler auch im Fach Werte und Normen, wie der Lehrer dafür berichtet.

Die mürrische Englischlehrerin führt außerdem noch die schwachen Englischkenntnisse der Schülerin an, welche nicht würdig für eine Versetzung seien.

Tatsächlich entscheidet sich das Kollegium dann ach einstimmig gegen eine Versetzung der Schülerin. Der Schulleiter gibt 5 von 12 Punkten.

ag9
ag9
11 Monate zuvor
Reply to  Jofan

Die Musiklehrerin lobt die Leistungen der Schülerin in ihrem Fach außerordentlich. Da die Lehrerin aber eine rotgrünschwäche hat und die Schülerin ausnahmslos rot trägt, könne sie diese gar nicht sehen und weiß nicht, ob diese am Ende gar nur ein schwer zu greifendes Phantom ist…

undeuxtrois
undeuxtrois
11 Monate zuvor
Reply to  ag9

Ihr seid ein tolles Team.
Light up my morning, again!
(Wie bewerte die mürrische Englischlehrerin diesen Satz wohl?)

ag9
ag9
11 Monate zuvor
Reply to  undeuxtrois

Mit einem strengen Blick natürlich, egal wie gut deine Aussprache ist.
Die Englischlehrerin ist natürlich von jofan, aber ich stelle mir sie hager mit einem spitzen Kinn vor.

Lakeside
Lakeside
11 Monate zuvor

Georgien-ich kann gar keine Verbindung zu diesem Lied aufbauen, leider. Die Sängerin hat eine sehr schöne Stimme, aber irgendwie vergesse ich das Lied recht schnell wieder.
Glaube nicht an einen Finaleinzug.

chris
chris
11 Monate zuvor

Ich fürchte, dass der Titel nicht das Finale erreichen wird. Ungerades Taktmaß (7/8?) ist aber durchaus eine Seltenheit beim ESC. Das erinnert mich an einen Song von Vasil, der damals als sein ESC-Beitrag gehandelt wurde: https://www.youtube.com/watch?v=wEn0j4GWwj8

Dennoch, das Lied ist für das „westliche“ Publikum zu schwer zugänglich und folgt keinem massentauglichen Konzept. Mit Jurys im Halbfinale würde der Song zweifellos besser abschneiden als mit Zuschauern allein.

Was die merkwürdigen Kommentare gegenüber Mariam im Internet angehen, so habe ich das die ganze Zeit nie richtig verstanden. Da wird irgendwas von Politik, Russlandfreundlichkeit und Homophobie gefaselt, ohne richtig konkret zu werden. Auf Nachfragen gibt es keine Antwort. Ich gehe davon aus, dass sich hier irgendwelche „Fans“ auf etwas eingeschossen haben, was ja öfters mal der Fall war (insbesondere zum einen Land letztes Jahr) und alle möglichen Leute drauf anspringen. Das schließt auch Berenikes merkwürdige Anspielung im letzten Satz mit ein.

Tamara
Mitglied
Tamara
11 Monate zuvor
Reply to  chris

Der 7/8-Takt (wenn er denn einer ist, ich verzähl mich bei diesem Lied immer – aber Chris Harms hats ja auch nicht hinbekommen 🙂 ) ist ja an sich noch nicht mal ein Problem. Wir hatten den schon mehrfach, zB Sti fotia von Alex Panayi, Life von Tose Proeski und Mojot svet von Karolina Gocheva, und von den Beiträgen war keiner auch nur annähernd so sperrig wie dieser hier. Hier liegt noch viel, viel mehr im Argen. Musikalisch sicher irgendwie interessant, aber „interessant“ heißt nicht zwingend „gut“.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor
Reply to  Tamara

7/8 ! Darauf wäre ich nicht gekommen, danke.

Hieronymus
Hieronymus
11 Monate zuvor
Reply to  chris

👍👍👍

Zumal man sich diese Anspielungen verkneifen könnte wenn man keine seriösen Quellen dafür benennen kann. 🤷🏼‍♂️

Das einzige was wohl tatsächlich belegbar ist, ist das sie mal auf irgendeiner Veranstaltung gesungen hat, die angeblich regierungsnah gewesen sein soll.

Und wenn?

Ich verabscheue dieses verurteilen im Bezug auf die Politik in anderen Ländern so sehr.
Ich lebe dort nicht. Ich weiß auch nicht wie ich handeln würde wenn ich in solch einem Land Künstler:In wäre.

Gaby
Gaby
11 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Ich lebe dort nicht. Ich weiß auch nicht wie ich handeln würde wenn ich in solch einem Land Künstler:In wäre.“

Daran habe ich auch schon gedacht. Die Vorwürfe (sollten sie denn überhaupt zu zutreffen) sind schon heftig. Auf der anderen Seite: Wer bin ich, dass ich das Recht dazu habe, über andere Menschen, die nicht in einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft leben, den Stab zu brechen? Habe ich mir auch oft schon oft in Bezug auf die russischen Kühnsterinnen gedacht, die ziemlich starke Anfeindungen beim ESC erleiden mussten. Wer weiss denn schon, was ihnen blühen könnte, wenn sie sich offen gegen die Staatsmacht auflehnen? Ich möchte es mir nicht ausdenken…Es ist sehr schwierig, allein deshalb halte mich mit solchen Urteilen lieber zurück…

Marina.
Marina.
11 Monate zuvor

Hm ja, Georgien… Irgendwie ist das nichts. Mariam kann singen, die Instrumente klingen toll, aber hier passt gar nichts zusammen.
Das Lied heißt „Freedom“, aber irgendwie bekomme ich beim Hören des Liedes eher ein beklemmendes Gefühl, statt dem der Freiheit.
Das georgische Gesamtpaket wirkt so, als hätte man auf Zeitdruck noch schnell etwas in die Pfanne geworfen und dann gehofft, dass es schmeckt. Naja, es ist leider nicht passend gewürzt.
Das Musikvideo wirkt auch, als wäre es der Siegersong einer Castingshow.
Georgien wird im Halbfinale hängen bleiben.

Die Bewertung meiner Mama:
Sie hat sehr schnell den orientalischen Touch angemerkt und dass man direkt erkennen kann, woher das Lied stammt.
Ihr gefällt die Musik des Liedes, die Instrumente mag sie, aber „Freedom“ ist ihrer Meinung nach absolut kein ESC-Lied, auch hier passt das Lied eher als Filmmusik.
Je länger das Lied ging, desto nervöser und unruhiger hat es sie gemacht und sie war froh, als es dann zu Ende war.

Delta
Mitglied
Delta
11 Monate zuvor

Nur den Song betrachtet gebe ich 4 von 12 Punkten. Der Rest ist Spekulation. Ich wüsste gerne mehr.

Achso, und einen Beitrag namens „Freedom“ zu schicken, während einer immernoch anhaltenden Protestwelle… mMn schwierig.

Last edited 11 Monate zuvor by Delta
Anmey
Anmey
11 Monate zuvor

Der schwierigste Beitrag des Jahres. Musikalisch finde ich den ersten Teil sehr spannend und interessant, den zweiten weniger. Das ist für mich hier aber nicht entscheidend.

Wenn der Staats-Propaganda-Sender einer aggressiv anti-europäischen und pro-russischen Regierung, die gerade dabei ist, die Demokratie und die Bürgerrechte im Land zu beseitigen, ein Lied mit dem Titel „Freedom“ zum ESC schickt, dann halte ich das für extrem problematisch. Das patriotische Gesülze aus dem georgischsprachigen Teil bekommt vor diesem Hintergrund auch eine ganz andere Bedeutung. Wenn dann noch dazukommt, dass die Interpretin dieses Liedes besagte anti-demokratische Regierung offen unterstützt, kann ich diesen Beitrag nur extrem kritisch sehen, unabhängig von der Musik.

Dieses Lied wird klar im Semi ausscheiden und es wird dann wohl leider der letzte georgische Beitrag für längere Zeit gewesen sein.

Semi: 14/16
Gesamt: 31/37
Tipp: Semi-Aus

Anmey
Anmey
11 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Edit: Wer nach Quellen zu Mariams politischen Einstellungen sucht: Ich empfehle die Quellenliste des englischen Wikipedia-Artikels zu ihr, da gibt es mehrere (vor allem ukrainischsprachige) Artikel, die ihren Wandel von der Regierungskritikerin zur Regierungsunterstützerin nachzeichnen.

Marko +++
Marko +++
11 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Um die Hälfte der Quellen in besagtem Wiki-Lemma basiert auf Spekulation.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Möglicherweise auch der letzte georgische Beitrag….

Espresso Macchiato
Espresso Macchiato
11 Monate zuvor

Off topic

Heute wurden die Punkte der OGAE von Rumänien, Schweiz, Portugal und Litauen verkündet.

Österreich hat Schweden überholt und Deutschland hat von Rumänien, Schweiz und Litauen Punkte bekommen und hat jetzt insgesamt 16.

Und weil wir hier im Georgienthread sind: Georgien hat wie 12 weitere Länder weiterhin 0 Punkte

Andi
Andi
11 Monate zuvor

Portugal hat toll gewählt. 12 Punkte für Österreich und nur 2 für Schweden.

elkracho
Mitglied
elkracho
11 Monate zuvor

und Deutschland hat von Rumänien, Schweiz und Litauen Punkte bekommen und hat jetzt insgesamt 16.

👍👍👍

Timo1986
Timo1986
11 Monate zuvor

„Österreich hat Schweden überholt……“

Ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl für
ESC 2026 in Graz oder Wien. 😀

Malge1985
Malge1985
11 Monate zuvor
Reply to  Timo1986

Spanien überholt doch noch Österreich. 😉🍾

SvenEsc
SvenEsc
11 Monate zuvor

Freut mich auch für Deutschland ♥️♥️

SvenEsc
SvenEsc
11 Monate zuvor
Reply to  Matty

Hier aber auch 😉

Marko +++
Marko +++
11 Monate zuvor
Reply to  Matty

Hier lese ich es zum ersten Mal. 😉

sam
sam
11 Monate zuvor

OT:
Heute hat unsere Deutsche Junior ESC Teilnehmerin von 2023 Fia einen neuen Song veröffentlicht und ich persönlich finde den richtig gut.

Hier bitteschön:

https://youtu.be/q8rOEuxLYa0?si=8nGsMogKx-0socTG

Last edited 11 Monate zuvor by sam
Andi
Andi
11 Monate zuvor

Ich bleibe dabei Georgien hat neben Portugal die besten Chancen für den letzten Platz.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
11 Monate zuvor

Georgien steckt seit ein paar Jahren in einer Song Krise, aus der sie mit diesem Lied schon gar nicht raus kommen. Total seltsamer auf 3 Minuten Komprimierter Mischquark ohne Substanz.
Semiaus ist denke ich mal jedem klar,oder?

4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
11 Monate zuvor

Pro-Israel Demo/ Markt hier. Ich bin noch im Resto, werde gleich hingehen. Ein verwirrt aussehender Typ kam auf mich zu und sagte “die sind kriminell und die Polizei schützt die,” meinte die Israelis. Ich scheuch ihn weg. Ich warte mal auf mein Essen – eingeschränkter Appetit und geh dann rüber.

4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24
11 Monate zuvor

Eben haben sie Hallelujah gespielt.

Alex John
Alex John
11 Monate zuvor

OT

Heute Abend erfolgt die TV Livepremiere von JJs Wasted Love im österreichischen Fernsehen in der Sendung Dancing Stars ab 20.15 Uhr:

https://www.instagram.com/stories/orf/3618042906762600418?utm_source=ig_story_item_share&igsh=MTQwYjBrOHF5ajBlaQ==

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
11 Monate zuvor

im netz bekam georgien aus politisch aktivistisch motivierten gründen zusammen mit israel und na klar dem „bösen“ tommy cash von anfang an bei den sogenannten eliminationsspielen (auf den 2 großen internationalen ESC-brettern) des jahrgangs 2025 den popo voll.
da kommt man in diesen zeiten einfach nicht gegen an. 🥴

Malge1985
Malge1985
11 Monate zuvor

Morgen kommt 18:00 bringt Mariam Shengalia ein Cover zu Claude’s ESC-Song C’est La Vie heraus.

Nilou
Nilou
11 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Kann es sein, dass sich in den Link aus Versehen Baller reinverirrt hat, oder sieht das nur bei mir so aus? 😝

Aber in der Tat hast du Recht, es kommt eine Cover-Version von C’est La Vie von Mariam Shengelia raus.

Malge1985
Malge1985
11 Monate zuvor
Reply to  Nilou

Ja du hast Recht. 🙈 Ich habe vergessen die Youtube Seite zu aktualisieren, da hat er sich noch Baller gemerkt.

Nilou
Nilou
11 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Ja, ist ja ok, kann mal passieren. Ist ja toll, dass du uns immer was die ALBM-Videos angeht auf dem Laufenden hälst.

Jofan
Jofan
11 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Passt ja auch, da die beiden mittlerweile ziemlich enge Freunde sind.

Marko +++
Marko +++
11 Monate zuvor
Reply to  Malge1985
Amion
Amion
11 Monate zuvor

Ich finde den Song nostalgisch und spannend . Mir gefällt er sehr und ist in meinem Gesamtranking derzeit 13/37

Er erinnert stellenweise an das Meisterwerk „For your Eyes only “ von Sheena Easton

Dieser Bond Song ist aber natürlich um Klassen besser.

Rusty
Mitglied
Rusty
11 Monate zuvor

Georgien ist dieses Jahr einfach zu schwere Kost. Tolle Sängerin, phasenweise gefällt mir der Song, aber dann auch wieder nicht. Ich befürchte ein sicheres Halbfinalaus.

SanomiKedvesem
SanomiKedvesem
11 Monate zuvor

Dafür, dass Georgien uns so lange hat warten lassen, nicht mal den leisesten Mucks von sich gab, dafür, dass das Land schon vier Mal den Junior-ESC gewonnen hat, dafür, dass die Sängerin ihre erste ESC-Erinnerung in einem Jahr hatte, in dem ihr Heimatland gar nicht teilnahm (weil „We don’t wanna put in“ zu sehr nach einem Politiker klang) – dafür dürfte die Enttäuschung über ein weiteres (vermutlich sehr deutliches) Halbfinal-Aus umso größer sein.

Aber immerhin, sie dürfen den Junior-ESC austragen. Die EBU muss es aber endlich mal bestätigen, wahrscheinlich tut sie es spätestens in der ESC-Woche in Basel…

Nils
Nils
11 Monate zuvor

Müsste man nicht befürchten, dass die antidemokratische Regierung mitgeschrieben hat, wäre der Song ja gar nicht mal schlecht.

Mit dem Finale könnte es mit sehr viel Glück noch klappen, mehr auch aber nicht, da Georgien einfach keine Lobby hat.

Jofan
Jofan
11 Monate zuvor

Off-Topic:

https://youtu.be/BE40mlVtf4M?si=rZkpyNDP-yxypJUZ

Neuer Song von Queen Marina Satti! 😍🇬🇷💃💃

Malge1985
Malge1985
11 Monate zuvor
Reply to  Jofan

Marina Satti hat sogar ein ganzes Album mit den Namen „POP Too“ herausgebracht.herausgebracht. Neben den 3 bisher veröffentlichten Singles sind da 7 neue Songs drauf. 😎

https://open.spotify.com/intl-de/album/7rCuHJjGvaBNKMbPiUavHw?si=VqlsU4TkQPmcB9EYxOcSWw

Last edited 11 Monate zuvor by Malge1985
Jofan
Jofan
11 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Huch, da warst du leicht schneller als ich. 😉 Doppelt hält besser!
Das Album wird bei mir gleich erstmal durchlaufen und dann wird schön durchs Wohnzimmer getanzt (hoffentlich sehen es die Nachbarn nicht 😬). 💃

Malge1985
Malge1985
11 Monate zuvor
Reply to  Jofan

Viel Spaß beim durchhören. 😀

Jofan
Jofan
11 Monate zuvor
Reply to  Jofan
ag9
ag9
11 Monate zuvor

Puh, ich bemühe mich ja immer, die politische Haltung der TeilnehmerInnen außen vor zu lassen, so folglich auch bei Mariam ebenso wie bei einigen anderen 2025. Wenn aber im Text des Songs Zeilen vorkommen wie „Und so wie unser Leben Ist das Heimatland das Einzig wahre“ betrifft das den vorgestellen Song selbst und kann von mir leider nicht ignoriert werden, Nationalistische Ka**e will ich da einfach nicht hören.
Andererseits hat Mariam eine fantastische Stimme und ich finde auch die Komposition ganz grandios.

Also bei mir: Text Platz 37, Stimme Platz 5 und Komposition Platz 8. Da ich auch nicht weiß, wie ich das zusammenaddieren soll, kommt „Freedom“ halt auch in meine Kiste der 20 Songs auf Platz 30.

Ich finde den Song eher zeitlos als altbacken, sehen aber wohl fast alle anders, kommt Georgien halt nicht ins Finale…

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
11 Monate zuvor
Reply to  ag9

Ich habe eine Übersetzung gefunden. Es werden wohl die Naturschönheiten besungen.

ag9
ag9
11 Monate zuvor

Naja, eben leider nicht nur (siehe meinen Auszug oben)!