
Alles auf Anfang. Dieses Motto nahm sich Tschechien in diesem Jahr bei der Auswahl des Beitrags für den Eurovision Song Contest zu Herzen. Statt den Vorentscheid ESCZ weiterzuführen, entschied sich der tschechische Rundfunk für eine Auswahl hinter verschlossenen Türen. Mehrere Experten- und Fachjurys wählten unter allen Einsendungen ADONXS aus, der seine Heimat nun in Basel vertreten wird.
Tschechien ist allerdings nur die „aktuelle Heimat“ des Musikers, der ursprünglich aus der benachbarten Slowakei stammt. Hier nahm er bereits als Kind Gesangsunterricht und widmete sich später vor allem dem Tanzen und Schauspielern. Mit seinem Umzug in Tschechiens Hauptstadt Prag begann er wieder, mehr Musik zu machen. Später konnte ADONXS die tschechisch-slowakische Variante von Deutschland sucht den Superstar gewinnen und wurde so der breiten Masse bekannt. Mehrere Hits, Auszeichnungen und TV-Auftritte sollten folgen. Nun kommt aber ein besonders großer Meilenstein auf ihn zu: Die Teilnahme am ESC 2025.
ADONXS, der eigentlich Adam Pavlovčin heißt, hat zwischendurch auch in London gelebt und dort am British and Irish Modern Music Institute studiert. Zwischenzeitlich arbeitete der Künstler auch immer wieder als Model. Seine vielseitigen Interessen kommen auch in seiner Musik durch, die meistens auch visuell gedacht ist. So sind seine Affinität zum Tanzen und das Modegespür auch in vielen seiner Auftritten spürbar.
Das Lied
ADONXS präsentierte seinen ESC-Song „Kiss Kiss Goodbye“, nach mehreren Teasern auf Social Media, beim maltesischen Vorentschied. Hier performte er lediglich eine Akustik-Version der Nummer, die jedoch schon verraten hat, wohin es musikalisch für Tschechien dieses Jahr gehen wird. Die endgültige ESC-Fassung ist dann Anfang März mit einem aufwendigen futuristischen Musikvideo präsentiert worden.
Der diesjährige Beitrag aus Tschechien besticht vor allem durch ADONXS‘ vielseitige Stimme. Die Nummer beginnt mit sehr tiefen Blues/Soul-Tönen, doch auch opernhafter Gesang und klassischer Pop ist in „Kiss Kiss Goodbye“ zu hören. Es kann zudem wohl ohne Zweifel von einer sehr hochwertig produzierten Nummer gesprochen werden. Ein polarisierender Teil des Songs ist der Dancebreak, der inzwischen auch live performt wurde und dabei dann doch positive Kritik erzeugte.
Thematisch geht es im Song um ADONXS‘ eigene Geschichte, die er als Kind erleben musste. Sein Vater verließ die Familie relativ früh und der Sänger zeigt sich in seinem ESC-Beitrag enttäuscht von den nicht ernst gemeinten Entschuldigungen seines Vaters, der offenbar auch Probleme mit Alkohol hatte. Die Nummer wurde, neben ADONXS selbst, unter anderem vom tschechischen Songwriter Ronald Janeček mitgeschrieben, der bereits an Österreichs Beitrag „Who The Hell Is Edgar?“ im Jahr 2023 beteiligt war.
ADONXS wird im zweiten Halbfinale am 15. Mai auf dem 12. Startplatz antreten.
Der Check
Song: 3,5/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten
Instant Appeal: 2,5/5 Punkten
Benny: Die Akustik-Version von „Kiss Kiss Goodbye“ hat mir sehr gut gefallen, der tatsächliche Studiomix ist mir ein bisschen zu viel von allem. Ein wilder Stilmix, bei dem mir der rote Faden fehlt. Der Dancebreak reißt mich dann endgültig raus. ADONX ist aber ein toller Performer und ich gehe davon aus, dass der Liveauftritt in den Beitrag nochmal deutlich aufwerten wird. 4 Punkte
Chris: Definitiv ein Mitfavorit, besonders wenn es ein knappes Rennen zwischen mehreren Songs werden sollte. Wirkt der Dancebreak in der Studioversion noch deplatziert, führt er in der Liveversion zu Begeisterung. 10 Punkte
Giulia: Schade. Die Version aus dem maltesischen Vorentscheid ist so toll. In dieser Version kommt die herausragende Stimme von Adonxs hervorragend zur Geltung und man hört gebannt zu. Außerdem hat das Lied so eine Spannungskurve. Die richtige Version ist eher eine generische Popballade, die mich nicht allzu sehr packt. 5 Punkte
Laureen: Der Award für den unnötigsten Dance-Break des Jahres geht an… Adonxs. Der Song an sich taugt mir total, aber ich kann einfach nicht verstehen, was diese Tanzeinlage soll. Somit finde ich die Akkustik-Version aus dem maltesischen Vorentscheid deutlich besser. 6 Punkte
Rick: Nichts klingt in diesem Jahr, wie dieser Song. ADONXS bringt soulige Blues-Einflüsse in den Wettbewerb, die aber dank Pop-Elementen wirklich eingängig sind und auch die breite Masse abholen können. Mir gefällt zudem die Thematik des Songs, aber um richtig weit vorne landen zu können, muss das Staging extremst gut sein. Irgendetwas fehlt mir bei der Nummer in der reinen Studio-Version nämlich noch. Ich bin mal großzügig und vergebe knapp: 7 Punkte
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Berenike: 4 Punkte
- Danio: 7 Punkte
- Douze Points: 5 Punkte
- Manu: 8 Punkte
- Max: 7 Punkte
- Peter: 5 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 68/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Kiss Kiss Goodbye“ auf Platz 12.
Wie schneidet der tschechische Beitrag "Kiss Kiss Goodbye" von ADONXS ab?
- Platz 6-10 (35%, 154 Votes)
- Platz 11-15 (29%, 127 Votes)
- Platz 16-20 (15%, 67 Votes)
- Top 5 (11%, 47 Votes)
- Bleibt im Halbfinale hängen (6%, 27 Votes)
- Platz 21-26 (4%, 17 Votes)
Total Voters: 439
Bisher erschienene Songchecks:
Erstes Halbfinale
- (1) Estland: „Espresso Macchiato“ von Tommy Cash
- (2) Island: „Róa“ von VÆB
- (3) Polen: „GAJA“ von Justyna Steczkowska
- (4) Portugal: „Deslocado“ von NAPA
- (5) Slowenien: „How Much Time Do We Have Left“ von Klemen
- (6) Schweden: „Bara Bada Bastu“ von KAJ
- (7) Ukraine: Bird of Pray“ von Ziferblat
- (8) Albanien: „Zjerm“ von Shkodra Elektronike
- (9) Aserbaidschan: „Run With U“ von Mamagama
- (10) Belgien: „Strobe Lights“ von Red Sebastian
- (11) Kroatien: „Poison Cake“ von Marko Bošnjak
- (12) Zypern: „Shh“ von Theo Evan
- (13) Niederlande: „C’est la vie“ von Claude
- (14) Norwegen: „Lighter“ Kyle Alessandro
- (15) San Marino: „Tutta l’Italia“ von Gabry Ponte
Zweites Halbfinale
- (19) Armenien: „Survivor“ von PARG
- (20) Australien: „Milkshake Man“ von Go-Jo
- (21) Österreich: „Wasted Love“ von JJ
- (22) Griechenland: „Asteromáta“ von Klavdia
- (23) Irland: „Laika Party“ von EMMY
- (24) Lettland:„Bur man laimi“ von Tautumeitas
- (25) Litauen: „Tavo Akys“ von Katarsis
- (26) Montenegro: „Dobrodošli“ von Nina Žižić
Finale
- (16) Italien: „Volevo essere un duro“ von Lucio Corsi
- (17) Spanien: „ESA DIVA“ von Melody
- (18) Schweiz: „Voyage“ von Zoë Më
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Bei der INFE-Umfrage gibt’s aus Georgien vier Punkte für ADONXS:
https://eurovoix.com/2025/04/23/georgia-infe-poll-2025/
Kiss Kiss goodbye ist ein modern produzierter Popsong, den ich richtig gerne höre und der hoffentlich ins Finale kommt😇. Es gibt eigentlich nichts daran, was ich nicht mag – nicht mal den Dance Break empfinde ich als störend, im Gegenteil, ist für mich eher ne Dance Bridge, die dem Song nochmal ordentlich Schub verleiht – das könnte in der Bühnenshow sicher ein Hingucker werden🤩. Ich bin sehr gespannt und drücke ganz fest den Finaldaumen.
Tschechien
Als nächstes berät das Kollegium über den Schüler aus dem Dorf Tschechien.
Ursprünglich kommt er zwar aus einem anderen Dorf, das allerdings nicht (mehr) im Einzugsgebiet der ESC-Schulen liegt, weshalb er vor kurzem noch umziehen musste. Erster Streitpunkt ist sogleich die Aussprache seines Namens, an der die Schulsekretärin verzweifelt.
Mit seinem Rhythmusgefühl konnte der Schüler sowohl in der Tanzeinheit des Sportlehrers als auch im Musikunterricht punkten.Begeistert zeigt sich auch die Physiklehrerin, denn der Schüler verfüge über ein ausgeprägtes Wissen über die Entwicklungen in der Raumfahrt und sei – im Gegensatz zur Schülerin aus dem Dorf Irland – auch noch sehr faktensicher.
Kritik gibt es hingegen vom erzkonservativen Deutschlehrer. Die Klausuren des Schülers sind für ihn ein Rätsel: Sie beginnen zwar immer auf sehr hohem Niveau, lassen aber am Ende immer stark nach, weil der Schüler – gerade wenn es sich um eine Interpretation handelt – krampfhaft versuche, noch etwas Besseres und Besonderes zu schreiben. Leider verliere er sich dabei immer, worunter seine Gesamtnote dann zwangsläufig leiden muss.
Die Klassenleitung stellt ebenfalls noch eine Verhaltensauffälligkeit beim Schüler fest, denn still sitzen zu bleiben, gehöre nicht gerade zu seinen Stärken. Daraufhin berichtet die Schulpsychologin von unzähligen bereits stattgefundenen Gesprächen mit dem Schüler, doch liefen diese alle erfolglos ab. Er sei jedes Mal erst dann wieder gegangen, wenn sie mit ihm eine Tanzeinlage abgehalten hatte.
Insgesamt spricht sich das Kollegium dennoch mehrheitlich für eine Versetzung des Schülers aus. Der Schulleiter vergibt 6 von 12 Punkten.
Bravo. 🥳
Die ESC-Schule ist zurück ! 😊
Pavlovtschjin oder Adoneksess oder Adonis.
Schulsekretärin braucht Nachhilfe.
Sächsische Aussprache Adongs. 🤓
Ach Malge, 😂
Unser Dialekt ist zwar echt toll, aber wenn man ihn sich so anschaut und singen hört, ist es wohl doch eher ein Adonis, als ein Adongs 🤣 Das klingt, als würde er volle Möhre gegen einen Laternenpfahl laufen. 🤣😂🤣😂
👍 😂 😂
Die Schulpsychologin ist etwas ratlos, denn sie ist der Ansicht, dass man ein frühkindliches Trauma nicht einfach wegtanzen könne.
Und der Sportlehrer sähe den Schüler aufgrund seiner Körpergröße gerne in der schulischen Basketballklasse, nebenbei würde dort elegantes Herumtänzeln gar nicht weiter störend wirken.
Kiss Kiss Goodbye
Inzwischen an jeder guten Grundschule ihres Vertrauens notwendig: die kiss-kiss-goodbye-Zone für die Helikopter-Eltern, damit diese mit ihren SUV nicht andererseits die Schulweg-Kinder der Raben-Eltern samt Schülerlotsen von den Zebrastreifen rammen. Soweit, so schlecht, jetzt also zu Tschechien mit Adonis, ach nein, ADONXS. Bei seiner Körpergröße und dem vielstimmigen Gesang vermute ich ein wenig, dass er die Hülle für ein aufeinander gestapeltes Trio ist. Gewagt, oder?
Nein, er macht das schon ganz ordentlich, ich mag die Melodie und den Beginn des Beitrages, die Tanzunterbrechung kisskisskisskiss muss nicht zwingend. Finalqualifikation und dort Platz 14.
Eine sehr gute Soul-Ballade kommt aus Tschechien. Guter Text, toller und charismatischer Sänger, sehr gut produziert. Auch das Video ist sehr gut anzusehen. Das ADONXS gut live singen kann hat er auch schon bewiesen. Was soll also schief gehen? Bei mir jedenfalls nicht und so gebe ich dem slowakischen Adonis satte 9,4 von 10 Punkten (der Abzug hauptsächlich wegen dem auch ansonsten hier im Forum viel kritisierten Dancebreak). Damit liegt „Kiss Kiss Goodbye“ auf Platz 2 im zweiten Semi und insgesamt immerhin auf der Bronze-Position 🥉🤩. Ich glaube fest an einen Finaleinzug und dort an ein gutes Ergebnis in den Top 10. Eventuell holt ADONXS auch die beste Platzierung für Tschechien!
Ich wusste, in Sachen Tschechien muss ich einfach warten, was die bessere Hälfte von Team Rheinland schreibt! 😎🫶👍👏 Ich sag was Gerd sagt, lediglich die Punktzahl würde ich leicht niedriger ansetzen, aber mit einem guten Top10 Resultat bin ich komplett einverstanden.
🥳🤩🫶
Ich zähle mich zu jener Gruppe, die die akustische Version, wie sie beim Malta Eurovision Song Contest präsentiert wurde, bevorzugt. In der Fassung für Basel fehlt mir persönlich ein wenig das gewisse Etwa, das die ursprüngliche Interpretation noch hatte. Besonders der Dancebreak wirkt auf mich etwas deplatziert – fast so, als wäre er mit aller Kraft hineingepresst worden. Der abrupte Wechsel von Beat und Melodie reißt mich jedes Mal aus dem Setting, den der Song zuvor aufgebaut hat.
Aber ich möchte nicht zu kritisch klingen. Trotz allem gefällt mir der Beitrag. Es handelt sich um eine solide Ballade mit einem einprägsamen Refrain, und die stimmliche Leistung, die hier gut in Szene gesetzt wird, überzeugt auf ganzer Linie.
Wenn ein Dancebreak gut genutzt wird auf der Bühne, hab ich da ehrlich gesagt gar nix gegen. Aber ich würde auch sagen, bei dem Song „überrascht“ dieser Break zunächst erstmal… 😁
Der Dancebreak ist für mich gerade das geniale daran. Ich glaube sogar, dass der Song ohne Dancebreak bei mir nicht funktionieren würde.
Exakt so sehe ich das auch. Ich steh eh total auf Breaks und Breakdowns. Das dürfte erklären, wieso mir der kroatische Beitrag dieses Jahr so taugt und meine Nummer 1 ist.
😀 Sehr schön.
Ich habe übrigens Dirtsa von 2 Videos von der Band Revnoir gepostet. 😀
https://esc-kompakt.de/songcheck-esc-2025-28-daenemark-hallucination-von-sissal/comment-page-1/#comment-575252
Have a break.
Wenn euch alle der Dancebreak stört.
Man könnte ihn ja bei Tschechien ausbauen, und bei
Portugal wieder einbauen.
Beide Songs würden davon profitieren.
😂👍🏻
Ich gehöre zur Fraktion: Was soll der Dancebreak??? Er passt weder musikalisch noch inhaltlich. Nicht, wenn man den Song als Liebes(-abschieds)lied sieht, aber auch nicht, wenn es wie wohl intendiert um den Auszug des Vaters geht.
Ansonsten finde ich den Song aber toll und seine beiden Stimmlagen ganz großartig, auch wie sie kombiniert sind. Und ich finde die Komposition auch kein bisschen generisch.
Ohne den Dancebreak wäre Adonxs (über die etwas alberne Schreibweise sehe ich wegen der Ansehnlichkeit des Namensträgers etwas großzügig hinweg) bei mir in den Top 5, mit reicht es gerade mal so für die Top 10.
In Basel landet er ziemlich sicher im Finale, dort dann mit ner 1 vorne, natürlich mit einer zweiten Ziffer dahinter, abhängig vom Staging.
Vielleicht verlief der Auszugs des Vaters etwas hektisch?
tja,komische nummer aus tschechien,die jetzt genau wohin will?
gefällt mir nicht aber kopfstimmenfreunde wähnen sich hier bestimmt im kopfstimmenhimmel.
habe für platz 16-20 gevotet.
wir haben dieses jahr wohl zuviele acts,die sich bemüht künstlerisch geben und da wird es sicher votingverlierer geben.
song: 0/5
stimme: 3/5
darbietung: 1/5 (?)
instant appeal: 2/5
Winner Vibes🇨🇿🇨🇿🇨🇿
Szene: Ich schaue das 1. Halbfinale des maltesischen Vorentscheids. Als Intervall Act tritt ADONXS an. Seine Akustikversion sweines Songs Kiss Kiss Goodbye ist interessant und lässr mich auf die eigentliche Version warten.
Und die eigentliche Version klingt er für mich wie ein James Bond Song. Ich habe das Gefühl, vor allem wenn ich den Song höre, dass Tschechien dieses Jahr von der Jury viele Punkte bekommt. Vor allem wegen seiner Stimme. Ich denke das daher das Tschechien Platz 11-15 im Finale belegt. In meinem Rankin belegt Tschenien Platz 20/37.
Übrigens: Ich finde ich das Musikvideo interessant und sehenswert.
Songcheck #27
ADONXS vertritt Tschechien 🇨🇿 mit „Kiss Kiss Goodbye“
Miss Kiss Kiss B…. – ach ne, das war ja was anderes. Tschechien schickt einen der für mich spannendsten Beiträge dieses Jahr. Das ist Mainstream, aber mit gut gemachten, interessanten Passagen. Hat etwas Bondhaftes. Das Instrumental sagt mir zu, genauso wie die Gesangsstimme. Erinnert mich an Stefan (Hope, 2022). Ich ziehe für den EDC-Teil ersteinmal nichts ab. Eine runde Nummer, es fehlt mir aber der Aha-Moment.
Ich gebe 8 von 12 Punkten. Top 10 bei mir.
Ich denke im Finale ist die linke Seite des Scoreboards durchaus realistisch. Ich tippe mal optimistisch auf Top 10.