ESC-Songcheck kompakt (33) – Nordmazedonien: „Proud“ von Tamara Todevska

Tamara Todevska Nord-Mazedonien 2019 Eurovision

Über eine interne Auswahl wurde Tamara Todevska als erste Repräsentatin des Landes unter dem neuen Namen Nordmazedonien ausgewählt. Das wurde am 25. Januar bekanntgegeben. Ihr ESC-Beitrag „Proud“ wurde passend zum Thema am 8. März, dem Weltfrauentag veröffentlicht.

Die Tochter einer Opernsängerin und eines Professors an der Musikakademie in Skopje stand als Sechsjährige erstmals auf der Bühne. Sie hat bereits zwei Soloalben und mehrere Singles in ihrem Heimatland veröffentlicht und ist eine der erfolgreichsten Sängerinnen ihres Landes. Tamara ist Mutter zweier Kinder.

Bereits drei Mal stand die 33-Jährige auf der ESC-Bühne: 2004 als Background-Sängerin für Toše Proeski, 2008 als ein Teil des Trios Tamara, Vrčak & Adrijan sowie zuletzt 2014 als Hintergrundsängerin für ihre Schwester Tijana.

Der Song 

„Proud“ ist eine Powerballade mit einer über weite Strecken recht zurückhaltenden Instrumentierung. Selbst der dramatische Höhepunkt wird deutlich von Tamaras Stimme dominiert. Komponiert wurde das Stück von Robert Bilbilov, Lazar Cvetkoski und Darko Dimitrov. Der Text stammt von Kosta Petrov und Sanja Popovska.

Wie bereits vorab angekündigt, thematisiert der Song die Rechte und Stärken der Frauen. Die Sängerin nimmt dabei Bezug auf ihre Tochter, auf die sie stolz ist, weil sie selbstständig und frei ist (bzw. sein soll).

Der Check

Song: 2/5 Punkte
Stimme: 4/5 Punkte
Instant-Appeal: 2/5 Punkte
Optik: 3/5 Punkte

Benny: Berührt mich leider gar nicht. Klar, ich verstehe, dass der Song für ihre Tochter sein soll, aber als Zuhörer fühle ich mich trotzdem wie in der Schule, während mir Tamara das Leben erklärt. Dazu kommt, dass ich den Song auch musikalisch nicht spannend finde, er tut aber zumindest nicht weh. 4 Punkte

Douze Points: Wenn Empowerment-Songs textlich so klingen wie ein Manifest, ist das eindeutig übers Ziel hinausgeschossen. So gut und relevant das Thema ist – das ist mir schlicht zu viel und zu gewollt. Und auch musikalisch gibt mir das nicht viel. 4 Punkte

Peter: Tamara hat eine wunderbare Stimme, aber dieser Song klingt so, als wäre er vor vier, fünf, sechs Jahren schon mal im Halbfinale hängengeblieben. Nach Netta wirken die MeToo-Wiedermal-Titel im diesjährigen Wettbewerb (unsere Schwestern inklusive) etwas „kann man wieder machen, muss aber man aber nicht.“ Was hier die Emotionen bewegt, ist die große Stimme von Tamara. Stimme toll, Song belanglos. 4 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 12/36 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „Proud“ auf Platz 14 von 41.

Wie schneidet der nordmazedonische Beitrag "Proud" von Tamara Todevska ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Finnland: „Look Away“ von Darude feat. Sebastian Rejman
(2) Montenegro: „Heaven“ von D Mol
(3) Polen:„Pali Się (Fire Of Love)“ von Tulia
(4) Serbien: „Kruna“ von Nevena Božović
(5) Slowenien: „Sebi“ von Zala Kralj & Gašper Šantl
(6) Tschechien: „Friend Of A Friend“ von Lake Malawi
(7) Ungarn: „Az én apám“ von Joci Pápai
(8) Weißrussland: „Like It“ von Zena
(9) Zypern: „Replay“ von Tamta

Zweite Hälfte des ersten Semis
(10) Australien: „Zero Gravity“ von Kate Miller-Heidke
(11) Belgien: „Wake Up“ von Eliot
(12) Estland: „Storm“ von Victor Crone
(13) Georgien: „Sul tsin iare“ von Oto Nemsadze
(14) Griechenland: „Better Love“ von Katerine Duska
(15) Island: „Hatrið mun sigra“ von Hatari
(16) Portugal: „Telemóveis“ von Conan Osíris
(17) San Marino: „Say Na Na Na“ von Serhat

Erste Hälfte des zweiten Semis
(18) Armenien: „Walking Out“ von Srbuk
(19) Dänemark: „Love Is Forever“ von Leonora
(20) Irland: „22“ von Sarah McTernan
(21) Lettland: „That Night“ von Carousel
(22) Moldau: „Stay“ von Anna Odobescu
(23) Österreich: „Limits“ von Paenda
(24) Rumänien: „On A Sunday“ von Ester Peony
(25) Schweden: „Too Late For Love“ von John Lundvik
(26) Schweiz: „She Got Me“ von Luca Hänni

Zweite Hälfte des zweiten Semis
(27) Albanien: „Ktheju tokës“ von Jonida Maliqi
(28) Aserbaidschan: „Truth“ von Chingiz
(29) Kroatien: „The Dream“ von Roko
(30) Litauen: „Run With The Lions“ von Jurij Veklenko
(31) Malta: „Chameleon“ von Michela
(32) Niederlande: „Arcade“ von Duncan Laurence



43 Kommentare

  1. Stilvolle Ballade, hübsche Umsetzung des Themas und im Gegensatz zu einem noch zur Diskussion stehen Beitrag auch authentisch. Sehe ich derzeit im Finale und da so bei 16.-0.

    Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

  2. Einerseits gute Ausgangsposition für Tamara, andererseits katastrophale Voraussetzung.
    Startplatz 17 ist für eine ruhige Ballade, die wenig Anhaltspunkte bietet, natürlich ideal.
    So bleibt sie jedenfalls ein bisschen in Erinnerung.
    Jedoch singt sie ihre Ballade nach der deutlich eingängigeren und vermutlich stimmlich perfekt vorgetragenen Ballade von Duncan.
    Im direkten Vergleich wird „Proud“ also keine Chance haben- auch wenn sie alle Töne perfekt trifft.
    Die einzige Chance wird wohl in einer außergewöhnlichen Bühnenshow liegen, woran wir bei Nordmazedonien berechtigte Zweifel haben dürfen.
    Denn da war in den letzten Jahren kaum etwas gut umgesetzt- vielleicht noch Crno i belo

  3. Niederlande 10/10
    Aserbaidschan 8/10
    Albanien 8/10
    Dänemark 7/10
    Nordmazedonien 7/10
    Irland 6/10
    Schweden 6/10
    Schweiz 6/10
    Litauen 5/10
    Lettland 4/10
    Österreich 4/10
    Malta 3/10
    Rumänien 3/10
    Armenien 2/10
    Moldau 1/10
    Kroatien 0/10

  4. Kein Platz in meiner Komplett-Top 10. Finalwahrscheinlichkeit 50 %
    Berührt mich nicht. Dennoch nicht schlecht. Bin halt einfach kein Freund klassischer Balladen. Keine Ahnung, ob es ins Finale kommt.

  5. Da habe ich doch glatt Nordmazedonien vergessen, das Land heißt ja auch noch nicht lange so. Ich bin kein großer Fan des Beitrags, aber mir kommt der bei den Bloggern doch ein wenig zu schlecht weg. Könnte so auf 13-16 landen, aber auch im Semi kleben bleiben und da die Matedonische Bilanz in den letzten Jahren mit guten Songs verhalten war, glaube ich eher an letzteres.

  6. Die Stimme gefällt mir sehr gut, aber der Song berührt mich nicht wirklich. (Nord)-Mazedonien hatte in den vergangenen Jahren schon wesentlich bessere Beiträge. Für das Finale wird’s nicht reichen, fürchte ich.

  7. Es ist eine Drama-Ballade (auch wenn ich nicht verstehe, warum es bei diesem Thema das große musikalische Drama sein muss), hat also von daher bei mir schon recht einfach: Mein Platz 11 derzeit.

    Wie das weit oben landen soll, ist mir allerdings nach wie vor ein Rätsel.

    • Komposition: klassisch und das Cello kann man immer hören.
      Gesang: stark und zurückhaltend zugleich
      Text: Endlich mal richtiges englisch
      Finale: Wäre verdient
      Gewinner: nein

      Vermutlich ist das leise ‚Girl‘ am Ende Grund warum dieser Song nicht richtig hängen bleibt. Schade. Im Vergleich zu anderen FrauenPower-MeToo-Songs wirkt alles viel starker, überzeugender – Man hört sofort dass hier jemanden singt über etwas wovon sie Ahnung hat.

      Ach, da hat noch jemanden eine Meinung. * Reicht das Gerät weiter *
      Sohn: 50 Mal besser als Deutschland. Fertig. Aus.

      • Das Cello finde ich auch sehr schön, Zustimmung auch bei „richitges Englisch“. Was da im Gegensatz bei einer Reihe anderer Beiträge textlich so geboten wird, ist es kein Wunder, daß nicht wenige Fans Landessprache bevorzugen….

      • Ich gebe zu, dass die Sängerin fast wie ein amerikanischer „native speaker“ klingt. Trotzdem ist es letztendlich die Sprache, die mich daran hindert, vollauf begeistert von diesem Lied zu sein, denn die Melodie ist in der Tat schön und der Text auf jeden Fall beachtenswert.

        Allerdings finde ich, dass Sängerinnen (seltener Sänger) osteuropäischer Beiträge oft übertrieben stark auf American English machen, und das in Kombination mit einer oft irgendwie „hart“ klingenden Aussprache (ich versteh das gar nicht, slawische Sprachen erscheinen mir in der Regel sehr „weich“) trübt meinen Hörgenuss. Bei Tamara Todevska ist das hier Beschriebene zugegebenermaßen nicht so extrem, aber doch so, dass es mich irgendwie stört.

        „Proud“ steht bei mir in diesem Jahrgang am Übergang von vorderem Mittelfeld zur erweiterten Spitze, in der Landessprache wäre es bestimmt ein paar Plätze weiter vorne.

  8. Direkt nach Duncan aufzutreten ist nicht ganz ideal, sag ich mal… Ich mag das Lied gerne, mit (nicht zu viel) Drama und Balladen bekommt man mich recht leicht überzeugt. Klar, das Lied ist nicht innovativ oder besonders modern, aber ich finde es richtig gut. Jedoch weiß ich nicht so recht, ob das ins Finale kommt oder nicht. Momentan glaube ich nicht ganz dran…

    1.Niederlande 10/10
    2.Schweiz 9/10
    3.Aserbaidschan 9/10
    4.Albanien 9/10
    5.Armenien 8.5/10
    6.Nordmazedonien 8/10
    7.Malta 8/10
    8.Irland 8/10
    9.Dänemark 6.5/10
    10.Lettland 6/10
    11.Schweden 5.5/10
    12.Rumänien 5/10
    13.Litauen 4/10
    14.Österreich 4/10
    15.Kroatien 2.5/10
    16.Moldawien 2/10

    Morgen dann das „Grauen“ 😛

  9. Was ist denn jetzt los? Ich bin kein automatischer BalladenFan, meistens finde ich so etwas stinkenlangweilig, aber DAS ist gerade durch die ganz weiche, harmonische Instrumentalisierung in Kontrast zur starken Stimme ein richtig eingängiger Beitrag. Empowerment at its best! Viel besser als Toy und Sister, natürlich für mich nicht so genial wie Srbuk und Scilla, aber wirklich ein klasse Beitrag aus Nordmazedonien!

  10. „Proud“ ist einer meiner liebsten Beiträge dieses Jahr und einer der seltenen Anlässe beim ESC, bei denen es sich lohnt, mal kurz innezuhalten und nachzudenken. Ich verstehe überhaupt nicht, warum so viele ESC-Fans hier „Ist noch ’ne Frauenempowermenthymne“ sagen. Ich höre so ziemlich das Gegenteil; es klingt als ob Tamara hinter jeden Satz, hinter jede Aufforderung ein Fragezeichen setze. Der an die Tochter adressierte Wunsch ist von Zögern und Zweifeln umstellt, besonders in der ersten Hälfte des Liedes: Da sind die leichht jazzigen Harmonien im Klavier, die Brüche in der Melodie und das introvertierte und traurige Cellointermezzo. Außerdem steigt Tamara auf das ‚proud, proud, proud‘ zunächst hinab und nicht hinauf. Es ist, als ob dem Proud die Luft ausgehe. Im zwieten Teil kommen dann die lauten, kräftigen und selbstaffirmativen Prouds, denen meinen Ohren nach aber auch ein Hauch von Verzweiflung anhaftet. Persönlich hätte ich mir stattdessen mehr Zusammenspiel von Stimme und Cello gewünscht, aber ich verstehe, dass das Lied diese Signaltöne benötigt, wenn es beim ESC gehört werden will. (Das ist keine generelle Aussage, wie Salvador bewiesen hat, aber ich denke, dass es für MAK19 zutrifft). Nach dem großen Aufbäumen endet der Beitrag mit einem zerbrechlichen ‚Girl‘, das auf den Beginn des Liedes verweist. Wir stehen wieder auf Los. Das alles mag für Frauen in West- und Nordeuropa ein wenig nach altem Hut klingen, aber ich denke, dass die Situation für Frauen in Mazendonien eine andere ist als in Deutschland, den Niederlanden oder Schweden. Das war zumindest mein Eindruck, als ich vor ein paar Jahren durch das Land gereist bin. Mich berührt der Beitrag sehr, weil mir Ehrlichkeit stets lieber ist als kopfloser Optimismus, und wenn wir uns so umschauen, sehen wir wie der reaktionäre Unsinn allerortens um sich greift, auch und gerade in Mittel- und Nordeuropa. Ich denke, dass das erbarmungslose 2. Halbfinale und der Auftritt unmittelbar nach den Niederlanden die größten Hürden sind. Wenn Nordmazedonien das Halbfinale überlebt, rechne ich mit einem respektablen Mittelfeldplatz. Vielen Dank, Tamara, und viel Glück!

  11. Könnte eine Überraschung werden und durchaus das beste Ergebnis Nordmazedoniens ever bringen.
    Wäre schade, wenn sowas rausfliegt und dafür z.B. Dänemark weiterkommen würde.

    • Dänemark hat Potential zum Guilty Pleassure aber der Song ist sicher nicht 3/5 Punkten, wenn man bedenkt, dass Mazedonien 2/5 bekommen hat.

    • Was steht denn morgen zur Abstimmung? Russland? Da hab ich heute eine Liveperformance mit so einer Tanzgruppe gesehen, die haben ne klasse Choreo hingelegt, Song hin oder her… Werde ich dann posten 🙂

  12. 12 Punkte von den Bloggern, das erscheint mir doch sehr wenig. Aber gut, die 36 Punkte für Schweden haben genauso wenig Sinn gemacht. Hauptsache wir sind uns bei Rotterdam-Süd einig.
    Ich finde ‚Proud‘ ist eine schöne leidenschaftliche Ballade ohne dabei im Kitsch zu versinken. Mein Lieblingsbeitrag aus den Ex-Yu-Ländern. Vielleicht färbt ja der Gewinner-Vibe ihres Vorgängers im Halbfinale auch etwas auf sie ab. Zu wünschen wäre es ihr.

  13. Die dritte und schwächste Balkan-Ballade des Jahres. Die letzten beiden mazedonischen Beiträge haben mir sehr, sehr gut gefallen. Dieses Jahr ist Mazedonien aber leider wieder auf dem Niveau von vor 2017 angekommen. Das wird vermutlich nichts mit dem Finale, besonders da Tamara nach Duncan, dem haushohen Favoriten, startet.

    33. Finnland (0/10)
    32. Georgien (0/10)
    31. Island (0/10)

    30. Österreich (1/10)
    29. Mazedonien (1/10)
    28. Litauen (1/10)
    27. Slowenien (2/10)
    26. Lettland (2/10)

    25. Montenegro (3/10)
    24. Serbien (4/10)
    23. Kroatien (4/10)
    22. Polen (4/10)
    21. Irland (5/10)

    20. Ungarn (6/10)
    19. Aserbaidschan (6/10)
    18. Rumänien (6/10)
    17. Estland (6/10)
    16. Moldau (6/10)

    15. Tschechien (7/10)
    14. Griechenland (7/10)
    13. Schweden (7/10)
    12. Armenien (7/10)
    11. Niederlande (8/10)

    10. San Marino (8/10)
    9. Belgien (8/10)
    8. Weißrussland (9/10)
    7. Australien (9/10)
    6. Albanien (9/10)

    5. Dänemark (9/10)
    4. Portugal (10/10)
    3. Zypern (10/10)
    2. Schweiz (10/10)
    1. Malta (10/10)

  14. Toppt alle bisher besprochenen um Inhalt bemühten Titel noch, indem diese „Frauenpower-Hymne“ mit DSDS-Gewinner-Level Text an die Tochter gerichtet ist. Von der wir dann kurz vor dem Semi wahrscheinlich erfahren, dass sie von ISIS entführt wurde. Kann bitte einfach mal jemand einfach performen, ohne großes Tamtam um die Sinnhaftigkeit des Beitrages zu machen? Immerhin stimmlich und von der Aussprache her nicht peinlich, im Gegensatz zu den meisten mazedonischen Beiträgen. Glaube trotzdem, dass es im Semi knapp hängen bleibt.

  15. Für mich ist Nordmazedonien dieses Jahr ein Finalist. Der Song ist melodisch und sie singt ihn perfekt. Von der Thematik her wird der Song nicht untergehen und das Video dazu ist gut gemacht.

  16. Ich finde Tamaras „Brod shto tone“ von 2015 immer noch absolut großartig, sie hätte damals definitiv gewinnen müssen. Insofern ist es schön, dass sie jetzt ihre Chance bekommt, obwohl „Proud“ nicht ganz so super ist. Ich mag den Song trotzdem sehr gerne, auch die Message kommt gut rüber und ich traue Mazedonien durchaus das Finale zu. Allerdings muss man sich bei ihnen auch immer Sorgen um die Inszenierung machen, deshalb bin ich noch etwas skeptisch.

    Platz 15 von 41

  17. Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Song Mega nervtötend finde… nie war ein Song über „female empowerment“ so öde und langweilig und dann ist der Text auch noch alles andere als subtil, sondern übelst klischeehaft. „Proud“ ist dann etwa auch ein so toller Songtitel wie z.B. „Shine“. Auch frage ich mich, warum alle hier von Authenzität sprechen. Sie hat den Song nicht selbst geschrieben, sie scheint auch, ein recht privilegiertes Leben (Professorentochter, 4 mal ESC) gehabt zu haben. Diese Dramatik wirkt einfach total übertrieben und unech mt und mir geht diese Leier einfach auf die Nerven.

    3/10

  18. Girl, they will try to tell you what to do – Dabei tu ich das doch gefälligst.

    Unangenehmes Beispiel für Schneepflug-Eltern (die Weiterentwicklung der Helikopter-Eltern), das nordmazedonische Jugendamt sollte das Blag bei Pflegeeltern unterbringen. Und der Schneeraupen-Seich erstickt jedes zarte Pflänzchen von musilkalischem Zwischenton

  19. Der Song hat durchaus seine Momente, allerdings auch das selbe Problem wie viele Balladen dieses Jahr: Sie sind beim ersten Hören ein bisschen schwer zugänglich. Es wird also umso mehr auf ein stimmiges Staging ankommen und gerade da hat Mazedonien in der Vergangenheit ehrlich gesagt noch nie überzeugen können. Aber vielleicht ist ja mit dem Namenswechsel auch auf diesem Gebiet frischer Wind eingezogen.
    Mit Wohlwollen der Jury könnte es knapp reichen, aber im Finale wird es dann über das letzte Drittel nicht hinausgehen, was für das Land trotzdem noch ein Erfolg wäre.

  20. Den Song kann man für schmales Geld in der 2h Langfassung unter ‚Yentl‘ streamen. Den Streisand/Dion-Fanclub wird es freuen. :rolleyes: ‚Proud‘ ist ein Auftragsgesang, bei dem gefühlt 20x die Steigerungskeule zuschlägt und der nach einem Phoenix müffelt – das Strickmuster lässt grüßen. Und 50 Cent für den ersten, der eine valide tiefgründige (klischeefreie) Strophe ausgräbt. Das Cello mag ich immerhin, ansonsten für mich pure Verschwendung ihrer Stimme.

    Das Video wirkt wie Shampoo-Werbung, die Lyrics stereotypisierend, dazu !sic! Orchesterschmalz, statt aus einem konkreten Aufhänger eine persönliche/intime Geschichte zu machen – etwa, dass in der Region tendenziell ja immer noch mehr Mädchen (als kleine ‚Prinzen‘) abgetrieben werden, weniger gewollt sind. Aber was weiss ich als mitteleuropäischer Mann ohne Familienplanung schon …

  21. Eine Ballade, gut gemeint vom Ansatz her, aber in der Umsetzung letzten Endes enttäuschend, langweilig und austauschbar. Bei mir kommt da gar nichts an. Weiß gar nicht so recht, was ich mit diesem Teil soll. Schade um Tamara, die sicherlich eine patente Künstlerin ist.

  22. „Proud“ will als Selbstbewusstseinsballade für die Frauenbewegung daherkommen, ist als Song dann aber doch nur Agitation mit pädagogischem Zeigefinger. Sowas funktioniert nur mit berührenden Beispielen und nicht wie hier als Lehrstück. Mich berührt der Song gar nicht, nicht einmal ihre markante Stimme und das dominierde Cello kann mich dazu bewegen, diesen Beitrag Nordmazedoniens als Gelungen zu kennzeichnen.Tamara wird sicher nicht das Finale „bereichern“.

  23. WARUM

    Tamara ist eine FANTASTISCHE Sängerin und wäre wohl ohne Probleme meine Gewinnerin in diesem Jahr geworden…wenn der Sender ihr nicht so einen öden Song aufgedrückt hätten. Für mich zu gewollt auf das MeToo-Thema gesetzt, die Instrumentalisierung bleibt schwach. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie enttäuscht ich war, als der Song rauskam und ich ihn gehört habe.
    Da blutet mir wirklich das Herz, Nordmazedonien.

    Semi 13/18
    Qualifikation 17/18 (20%)
    Gesamt 25/41 (davon fast alles nur Tamara zu verdanken)

    Können sie nicht einfach Tamara drei Minuten lang auf die Bühne stellen und die Musik einfach nicht starten lassen? Die Qualifikationschancen wären durchaus höher als mit…

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