ESC-Songcheck kompakt (35) – Russland: „Scream“ von Sergey Lazarev

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Nachdem Russland dem ESC 2017 in der Ukraine ferngeblieben und beim Wettbewerb im letzten Jahr mit dem Beitrag von Julia Samoylova zum ersten Mal im Halbfinale hängengeblieben war, war abzusehen, dass man einen erfolgversprechenden Act nach Tel Aviv schicken werden würde. Frühzeitig galt dabei Sergey Lazarev als einer der wahrscheinlichsten Kandidaten.

Die Bestätigung folgte am 7. Februar. Dabei wurde auch bekannt, dass das Lied eine starke Ballade sein würde, die von einem klassischen Orchester eingespielt worden sei. Der Titel „Scream“ selbst wurde dann am 9. März im Rahmen einer Videopremiere veröffentlicht.

Der 36-jährige Sergey ist ein Ausnahmetalent und Superstar vor allem in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Mit zehn Jahren begann er seine Karriere, sang in einer Boyband, wurde Solokünstler, landete diverse Nummer-1-Hits. Als Figaro ist er auf der Opernbühne genauso selbstverständlich zu Hause wie in modernen Tanznummern mit ausufernder Choreographie. 2008 wurde er beim russischen Vorentscheid zum ESC mit „Flyer“ Vierter. Beim ESC 2016 in Stockholm wurde er Dritter, erhielt vom Publikum aber die meisten Stimmen für seinen Beitrag „You Are The Only One“.

Der Song 

Bei „Scream“ handelt sich um eine etwas düstere, bisweilen musicalhafte Ballade, die nur teilweise dem klassischen Aufbau folgt. Das macht sie einerseits etwas schwerer zugänglich, aber auch interessanter. Sie folgt außerdem dem allgemeinen Trend, im Refrain nur ein oder zwei Wörter mehrfach zu wiederholen, den man sonst vor allem von Uptempo-Songs kennt.

Das Lied wurde vom „Dream-Team“ Philipp Kirkorov und Dimitris Kontopoulos komponiert. Der Text stammt von Letzterem und Sharon Vaughn. Inhaltlich geht es bei „Scream“ um den Kampf mit den dunkleren Seiten des Lebens, den jeder mindestens einmal kämpfen muss.

Der Check

Song: 2,5/5 Punkte
Stimme: 5/5 Punkte
Instant-Appeal: 3/5 Punkte
Optik: 5/5 Punkte

Benny: Ich hatte von Sergey einen richtigen Kracher erwartet und bin dann doch ziemlich enttäuscht gewesen von diesem Lied. Allerdings habe ich es mir mittlerweile schon wieder etwas schön gehört. Ich hoffe wirklich, dass das hier nicht „Believe 2“ wird, aber von einer guten Platzierung gehe ich aus. 6 Punkte

Douze Points: Mittelmäßiges Musical-Füllmaterial, das nur vom Künstler und seiner Stimme sowie vermutlich einem grandiosen Auftritt gerettet wird. Sergey hätte einen Siegertitel mit wirklichen Hitqualitäten verdient. Vertane Chance, die dennoch ganz oben mitspielen wird. 5 Punkte

Peter: Ach Sergey. So groß. Mit meiner Lieblings-Servicekraft aus dem Blockhouse an der Dorotheenstraße in Hamburg, Olga (die aus Russland kommt), bin ich mir einig: Das könnte den ESC gewinnen. Ich hätte nichts dagegen. Klar, es ist politisch nicht gerade geboten, für Russland zu schwärmen, aber ich verbringe Nächte damit, russische Powerclips auf YouTube zu gucken – von Polina über Spatz Alex bis Vera Brezhneva. Und Sergey ist ganz vorne dabei. Diese Powerballade singt er so eindringlich, ausgefeilt und überzeugend, und der Song selbst ist so dramatisch ergreifend getragen. Toll. 12 Punkte

Gesamtpunktzahl: 23/36 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „Scream“ auf Platz 20 von 41.

Wie schneidet der russische Beitrag "Scream" von Sergey Lazarev ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Finnland: „Look Away“ von Darude feat. Sebastian Rejman
(2) Montenegro: „Heaven“ von D Mol
(3) Polen:„Pali Się (Fire Of Love)“ von Tulia
(4) Serbien: „Kruna“ von Nevena Božović
(5) Slowenien: „Sebi“ von Zala Kralj & Gašper Šantl
(6) Tschechien: „Friend Of A Friend“ von Lake Malawi
(7) Ungarn: „Az én apám“ von Joci Pápai
(8) Weißrussland: „Like It“ von Zena
(9) Zypern: „Replay“ von Tamta

Zweite Hälfte des ersten Semis
(10) Australien: „Zero Gravity“ von Kate Miller-Heidke
(11) Belgien: „Wake Up“ von Eliot
(12) Estland: „Storm“ von Victor Crone
(13) Georgien: „Sul tsin iare“ von Oto Nemsadze
(14) Griechenland: „Better Love“ von Katerine Duska
(15) Island: „Hatrið mun sigra“ von Hatari
(16) Portugal: „Telemóveis“ von Conan Osíris
(17) San Marino: „Say Na Na Na“ von Serhat

Erste Hälfte des zweiten Semis
(18) Armenien: „Walking Out“ von Srbuk
(19) Dänemark: „Love Is Forever“ von Leonora
(20) Irland: „22“ von Sarah McTernan
(21) Lettland: „That Night“ von Carousel
(22) Moldau: „Stay“ von Anna Odobescu
(23) Österreich: „Limits“ von Paenda
(24) Rumänien: „On A Sunday“ von Ester Peony
(25) Schweden: „Too Late For Love“ von John Lundvik
(26) Schweiz: „She Got Me“ von Luca Hänni

Zweite Hälfte des zweiten Semis
(27) Albanien: „Ktheju tokës“ von Jonida Maliqi
(28) Aserbaidschan: „Truth“ von Chingiz
(29) Kroatien: „The Dream“ von Roko
(30) Litauen: „Run With The Lions“ von Jurij Veklenko
(31) Malta: „Chameleon“ von Michela
(32) Niederlande: „Arcade“ von Duncan Laurence
(33) Nordmazedonien: „Proud“ von Tamara Todevska
(34) Norwegen: „Spirit In The Sky“ von KEiiNO



104 Kommentare

  1. Der Song wirkt sehr konstruiert (wie viele Songs in diesem Jahr), aber man kann sich vorstellen, dass da eine fulminante Show dazu gemacht wird. Top 5 in jedem Fall, mit einem Sieg muss man leider auch rechnen. Das Starterfeld bietet keinen klaren Favoriten, da muss man mit allem oder zumindest mit einigem rechnen.

  2. Unabhängig von allen Diskussionen über Russland oder den Künstler ist das einfach kein schönes Lied. Das Pathos wirkt aufgesetzt und falsch, es ist wirklich eine Nummer, die besser in ein Musical passen würde.

  3. Ich muss hier wirklich mal eine Lanze für Musical-Balladen brechen! Ihr schaut vielleicht die falschen (Tante-Gertrud-)Musicals, aber es gibt durchaus sehr berührende, unpathetische Musicalballaden. Ich bin dafür, den Begriff zukünftig durch Andrew-Lloyed-Webber-Musicalballade zu ersetzen.

    • Das stimmt. Ich liebe z. B. ‚Assassins‘ von Stephen Sondheim.
      Meine Tante Gertrud ist auf dem Weg, ein Internetstar zu werden. 🙂

      • @togravus ceterum (12:27): Ich habe diesen Kommentar erst heute morgen entdeckt, und ihn zunächst so interpretiert, dass Du tatsächlich eine Tante Gertrud hast. Jetzt, beim zweiten Lesen, denke ich, dass „Meine Tante Gertrud“ auch für „Meine Erfindung Tante Gertrud“ stehen könnte (also näher an meiner ursprünglichen Interpretation, nur dass ich bisher dachte, dass „Tante Gertrud“ schon lange vor meiner Zeit hier eine Metapher für einen bestimmten ESC-Musikgeschmack war). Sehr spannend!

      • Ich hatte eine Großtante Gertrud. Die Erinnerung an sie beschwört noch immer den Geruch von Mottenkugeln und Kölnisch Wasser, Bilder von Häkeldeckchen und Brokatüberwürfen sowie die Atmosphäre von Kaffee und Kuchen am Sonntag herauf. 🙂

      • @togravus ceterum (12:05): Danke für diese interessante Information! Das sind doch sicher meist schöne Erinnerungen, ganz besonders die Atmosphäre von Kaffee und Kuchen am Sonntag! Und einen tollen Musikgeschmack hatte sie ja ganz offensichtlich auch!

        Du hast in der Vergangenheitsform geschrieben, also fürchte ich, dass sie den Platz, den ich ihr in Matty ESC-Expertenkommission (im Thread zu Songcheck 36 – „S!sters“) gerne frei gemacht hätte, leider nicht mehr annehmen kann.

    • Das hier ist aber nun mal leider – bzw. gottseidank – eine lahme Disney-Bösewicht-Ballade und kein early Webber/Sondheim/Bernstein.

  4. Nanu, welches ist denn zum Beispiel eine Tante Gertrud Musical? An eine Ballade aus Evita oder einer anderen Lloyd Webber Produktion kommt Scream echt nicht ran… die Melodie ist einfach nicht schön genug.

  5. Let’s face it Leute. Es dürfte egal sein, wie neuwertig oder musicalhaft der Song ist. Sergeys Beiträge weisen nur eine geringe Qualitäts/Televotingelastizität auf. Will sagen, da gibt es andere Argumente, die dem zu einem guten Televoting verhelfen. Eines davon ist die unterschwellige Erzählgeschichte, er sei 2016 um den Sieg gebracht worden. Ein anderes, dass er DER russische Sympathieträger ist.

    Sein Songthema hat metaphorischen Charakter, welche die Auslandsrussen stark ansprechen könnte. Für mein Verständnis wurde sehr durchdacht ein mystifizierender Inhalt genommen. Ich finde das btw. nicht verwerflich, glaube, das spricht die geneigten Seelen auf der Bauchebene an und spiegelt mehr aktuelle Bezüge wider als es uns Durchschnitts-Westeuropäern klar sein mag. Gegen welchen Drachen mag der sympathische kleine Junge wohl kämpfen?

    Im Gegensatz zu 2016, gibt es den Voting-Staubsauger Ukraine nicht, wer soll den diesmal machen? Die Stimmen im Osten hatten Russland das damalige Ergebnis verhagelt. Insbesondere bei den Jurys. Und so wundert es mich nicht, dass „scream“ Osteuropa-Juryfriendly ohne Rhythmus, sehr balladesk daherkommt, hätte doch auch Polina Gagarina nicht soviel anders gesungen. …

    Natürlich habe ich keine geeichte Glaskugel. Juroren könnten theoretisch ob einer Stauballergie die Nase rümpfen, Televoter mögen unbestechlich sein, etc. – das sehen wir bei den Proben. Aktuell sehe ich den ESC aber in Moskau/Sotchi.

  6. Könnte ein wegen Qualitätsmangel herausgefallenes Lied vom „Wake of Magellan“-Album der Band Savatage sein, aber ich muss gestehen, dass mir dieser Progressive-Pop mit leichten Rockanteilen sehr gut gefällt! Ist dann mein guilty pleasure….
    Denke, hier haben wir den diesjährigen Gewinner!
    Dass ich trotzdem nicht möchte, dass dies der Sieger ist liegt daran, dass es eben hunderte Titel dieser Musikrichtung gibt, die kraftvoller, mutiger und besser gesungen sind!

  7. Ganz vorne wird „Scream“ nicht landen, aber für 6-10 reicht es allemal.

    Sergey ist mir durchaus sympathisch, musikalisch aber weniger mein Fall. Zwar gefällt mir er diesmal besser als 2016 (sorry, das war für mich viel Lärm um nichts), dennoch auch diesmal extrem hörbar „auf Erfolg gestylt“ und mir ein bißchen zu sehr pathetisch und pompös. Balladen mag ich lieber athmosphärisch und zurückgenommen, wie etwa „Arcade“.

    Es reicht für 5 von 10 Punkte.

    Falls es morgen in alphabetischer Reihenfolge weitergeht, könnt Ihr Euch bereits gefaßt machen, daß es in den nächsten vier Tagen nicht über 3/10 hinausgeht – in drei Fällen sogar noch darunter. Bei den Big 5 bin ich eben noch kritischer als sonst.

  8. Das ist für mich der Song, der am kompliziertesten zu beurteilen ist.
    1. sollte mir völlig egal sein, ob ein Song aus SWE, ESP, RUS oder Timbuktu kommt, Politik möchte ich von der musikalischen Beurteilung trennen. Konjunktiv though.
    2. liebe ich Musicals und ich mag grundsätzlich Inszenierungen, solange sie nicht zu krass aufgesetzt wirken wie Russland 2016. Das war wirklich ganz schlimm. Ich finde „YATOO“ als Song ganz schön, aber diese Show war so auf „Bang“ getrimmt (nein, kein MARUV-Vergleich!), das hat wehgetan.
    3. Ist „Sceam“ ein Song, bei dem mir die Brigde richtig gut gefällt! Dieses hymnische „Not. So. Silent and innocent“ ist wunderschön kraftvoll.
    4. Kann man bei mir immer mit *ein wenig* Pathos kommen, allerdings ist das schon auch wieder sehr dick aufgetragen und bisweilen „soulless“.
    5. Finde ich trotzdem auch den Refrain mit den langen Noten „Scream“ außergewöhnlich, emotional (wenn auch mit Pkt. 4 dabei) und einprägsam. Das bleibt schon hängen.
    Fazit: An sich sehr gemischt, war am Anfang nicht wirklich überzeugt, aber die starke Brigde und das „Scream“ haben bleibenden Eindruck hinterlassen. Würde das jemand anderes singen, dem man diese Gefühle stärker abnimmt (und evtl. eben auch für ein anderes Land, so neutral ich sein mag, aber isso), dann würde es bei mir noch besser wegkommen.
    Hier die Inszenierung mit den Tänzern (ab 3:40 der eigentliche Song). Sowas wäre cool für Tel Aviv, die Tänzer machen das klasse, unabhängig vom Song!
    https://youtu.be/cHjN6zt7NSw

  9. Zu aller erst Frohe Ostern.
    Zweitens, obwohl ich nicht befürworten kann, dass Russland einen ESC in näher Zukunft ausrichten wird, muss man den Song objektiv betrachten.
    Drittens finde ich den Song kritisch. Eine Musicalballade muss in mir wie jede andere Ballade Emotionen wecken, der Song hier weckt in mir gar nichts. Für mich ist das drei Minuten glattgebügeltes Orchestraldrama wie aus den 90ern ESCs. Natürlich wird Russland damit in die Top 10 kommen, dank Diaspora und einer zu guten Produktion. Glaube aber, dass diesmal eine ausgeglichenere Punktverteilung zwischen Jury und Zuschauer. Wird irgendwo zwischen 4-8 einlaufen.
    Ich hab immer noch den Auftritt zu Youre the only one im Kopf den ich stimmlich überraschend schlecht fand, bin von daher auf seine Gesangsleistung gespannt. Ich hätte übrigens eher einen Song wie Arcade für Sergei erwartet.

    • „Ich hätte übrigens eher einen Song wie Arcade für Sergei erwartet.“ Hmm, ich finde Sergeys Stimme passt überhaupt nicht zu dem Song oder dieser Art von Balladen. So gar nicht.

      • Kann auch sein, dass die Russen es da besser wussten, aber mit der Art Musik den ESC anno 2019 zu gewinnen ist ein gewagtes Unterfangen.

  10. Unabhängig jeglicher Weltpoltik gefällt mir Sergejs Beitrag ganz gut und ein Top-10-Ergebnis ist definitiv. Diesmal wird es auch mehr Punkte von der Jury geben. Für eine Ballade finde ich Melodieführung und Produktion sehr zeitgemäß und gelungen, wenn dieses Konstrukt auch außerhalb des ESC tatsächlich nur in Musicals funktionieren würde. Der Balanceakt zwischen Emotion und Pathos/zu gewollt klappt leider nicht ganz bei mir. Grad noch so bei mir in den Top 10.

  11. Also,zweites Halbfinale komplett

    Niederlande 10/10
    Aserbaidschan 8/10
    Albanien 8/10
    Dänemark 7/10
    Nordmazedonien 7/10
    Irland 6/10
    Schweden 6/10
    Schweiz 6/10
    Russland 5/10
    Litauen 5/10
    Österreich 4/10
    Lettland 4/10
    Rumänien 3/10
    Malta 3/10
    Armenien 2/10
    Norwegen 1/10
    Moldau 1/10
    Kroatien 0/10

  12. Russland ist dieses Mal übers Ziel hinausgeschossen. Das ist viel zu aufgesetzt und künstlich, es kommen keine Emotionen rüber und außerdem ist der Song viel zu sperrig, hat in der Audio-Version für mich überhaupt keinen Instant Appeal. Natürlich ist der ein Vehikel für eine bombastische Bühnenshow, aber ob die es so viel besser machen kann, weiß ich auch nicht. Gewinnen werden die Russen jedenfalls nicht, dafür sind mMn Diaspora-Stimmen alleine nicht genug.

  13. Ich hätte mir auch aus Russland mal einen kantigeren Act gewünscht (so etwas wie Mumyi Troll oder TATU…), man setzt nur wieder auf bewährte Komzepte. Immerhiin gibt es kein Castingsternchen als Repräsentanten und bei Sergey kann man sich sicher sein, daß man unabhängig von der Platzierung hinterher noch von ihm hören wird. Bei vielen anderen Teilnehmern bin ich mir da nicht so sicher…..

  14. Lol, ich bin ja absoluter Musical Fanatiker… Hab schon 10 Musicals live gesehen und jedes davon geliebt. Ihr seht schon, worauf das hinaus läuft… Für mich ist „Musicalballade“ kein negativer Begriff sondern das Gegenteil. Mir stimmt da eh niemand zu, deswegen zück ich für Sergey kurz die 10/10 und geh ganz schnell wieder. 😉

  15. Obwohl auf das große Gefühl hin konzipiert, ist ‚Scream‘ dermaßen kalkuliert, dass es mich vollkommen kalt lässt. Ich verstehe überhaupt nicht, warum dieser Reißbrettsong, der das Charisma eines blitzeblanken und perfekt funktionierenden Küchengeräts hat, in den Prognosen und Wettquoten so weit vorne rangiert. Weil es Sergej ist? Weil es Russland ist, das sogar letztes Jahr mit einem Beitrag, der jedem anderen Land den letzten Platz im Semi beschert hätte, fast durchgekommen wäre?
    Für Tel Aviv erwarte ich eine pompöse und bedeutungsschwangere Inszenierung, die diesem kalten und leeren Beitrag wenigstens etwas komisches Leben einhauchen könnte. Viel Glück!

  16. Wie erwartet, wollen hier die meisten keinen Sieger aus Russland und daher wird verzweifelt gesucht, was man schlecht an dem Lied finden könnte.
    Schauen wir doch mal. Die Juroren haben im letzten Jahr vor allem die guten Produktionen belohnt. Da darf sich Sergey durchaus Hoffnung auf viele Punkte machen. Bei den Zuschauern war eher das Momentum wichtig, also welches Lied in den drei Minuten am meisten fasziniert hat. Das Lied ist sehr emotional und bei entsprechender Präsentation, wird es große Aufmerksamkeit bringen. Also ich sehe es ganz weit vorn.
    Ich mag ja durchaus das Dramatische und Musical ist mir hier zu abwertend, Drama hatte in der Popmusik immer seinen Platz. Auch von der Komposition sehe ich keinen Grund es abzuwerten. Im Gegensatz zu seinem letzten Machwerk, ist diese ganz auf den Effekt des großen dramatischen Endes konzipiert, ähnlich wie bei Sisters nur besser. Strophe Refrain Strophe dramatischerer Refrain und dann in der Brigde ein wirklicher Break wo er ruhig das Thema des Refrains variiert und anschließend zusammen mit dem Backings der großen Schluss-Refrain. Also ich bin beeindruckt, und würde dann doch etwas mehr als 2,5 Punkte für den Song geben liebe Blogger.

    Jorge ich denke nicht, dass die Zuschauer so ESC-affin sind, dass sie ihm einen Bonus ob verpatzter Chance beim letzten Mal geben. Da müssten die Moderatoren schon deutlich darauf hin weisen. Ich denke eher dass es der einzige Titel dieses Jahr ist, der deutlich den Sieg will, wenn man mal die Furgo-Clone nicht beachtet, gebe denen aucH kaum Chancen.

    • Nicht jeder Zuschauer und nicht DIE Zuschauer, sondern jene an welche sich der Song richtet, werden es im Mai im Kopf haben. Und selbstverständlich wird der Song in vielen Ländern entsprechend anmoderiert werden.

  17. Ich bin mal die Abstimmungsergebnisse der zweiten Semifinalisten durchgegangen und habe einen Mittelwert errechnet. Nach derzeitigem Stand würden sich folgende Länder qualifizieren, ähnelt stark anderen Vorhersagen:

    – Niederlande
    – Schweiz
    – Schweden
    – Russland
    – Aserbaidschan
    – Norwegen
    – Malta
    – Armenien
    – Dänemark
    – Albanien

    Kroatien hat es durch manche „Scherzkekse“ noch auf Platz 11 geschafft…..

  18. Ich finde, die Kritik am russichen Beitrag ist doch sehr verhalten und objektiv. Da hatte ich deutlich mehr Kontroversen erwartet.

    • Korrekt. Gerade wo doch der Song in den Quoten so weit vorne liegt und Russland es offensichtlich wissen möchte. Hatte selbst zu dem Stück keine Lust, meine persönliche Wirkung zu schreiben oder Qualitätsmerkmale zu analysieren.

  19. Vielleicht ist es nach 3 eher kantigen Siegern aber auch wieder Zeit, dass solch ein typischer ESC-Lappen gewinnt. 🙂

  20. Der Song gefällt mir sehr gut, ich mag halt solche bombastischen, spannungsgeladenen Songs. Sergej hat mir schon 2016 gut gefallen. Auch ich lege keinen Wert auf einen ESC in Russland, und glaube auch nicht, dass dieses passieren wird, aber TOP 5 ist durchaus drin.

  21. Nicht mehr als Durchschnitt, der , z.B. von Montenegro gesungen, im Halbfinale ausscheiden würde. Da von Russland interpretiert, die (Tel Aviv lässt grüßen) die Schwulenkarte ziehen, landet der Song natürlich als Televontingsieger (es wird 12er aus dem Osten regnen) und Jury TOP 10 (höchstens) auf Platz 3,4 oder 5.
    Ich finde es einfach nur schlimm!
    Schlimm finde ich auch die „Mein Sergej, Schatzi, Liebling“-Kommentare eine Kommentators hier im Blog (Adjektiv vor Kommentator erspar ich mir mal…). Geht es nicht in erster Linie um den Song?

    • Natürlich sollte es hauptsächlich um den Song gehen, aber der Künstler ist halt auch nicht ganz unwichtig, und Sergej hat einfach eine wirklich sympathische Ausstrahlung. Ich finde die von Dir kritisierten Kommentare eigentlich ganz nett und freu mich schon auf die angekündigte Eloge!

      Mit dem Song an sich tu‘ ich mich ein bisschen schwer, ich finde ihn ok, es reicht aber nicht ganz für meine Spitzengruppe. Er ist für mich weniger eingängig als Sergejs Vorgänger (der dann m.E. vollkommen überinszeniert wurde; bin mal gespannt, was wir diesmal geboten bekommen).

      Ich finde es nur schade, dass wir beim ESC so gut wie nie Songs auf russisch zu hören bekommen, dabei ist das so eine schöne Sprache!

  22. Dabei gibt es nicht wenige, bei denen die „Schwulenkarte“ nicht ziehen wird. Zum anderen auch Auftritte, die deutlich homoerotischer präsentiert werden, allen voran Portugal.

    • Das mag sein, aber ich vermute, auch ein Sergej Lazarev, der einfach nur so da steht und singt, wird auf viele erotischer wirken als so manch homoerotisch präsentierter Auftritt (z.B. Portugal, der Titel gehört zu meinen Favoriten, den Auftritt, zumindest den, der hier im Songcheck zu sehen war, finde ich jedoch eher abschreckend).

  23. Ich bin mir nicht sicher, ob Russland im Finale das Televoting gewinnen wird. Ich rechne ganz stark mit Island und es gibt schließlich nicht nur den „Osten“…..

      • …wie umgekehrt auch „der Westen“ ein z.B. Moskaus ist; man könnte Dutzende weitere Beispiele aufführen. Ist auch nur natürlich, dass es diese Konstrukte gibt, weil man ja nicht zu jedem Landkreis eine Analyse seiner Stellung im Vergleich zu sämtlichen benachbarten Kreisen machen kann. Im ESC-Kontext werden unter dem Begriff „der Osten“ meist zwei klare Gruppen vermischt, nämlich ex-SU (hier gemeint) und ex-YU (hier nicht so relevant; haben aber wie der dritte klare Block – Nordics/Baltics – oft einen klaren Favoriten, der die Stimmen für einen Favoriten bündelt).

      • Jeder muss sich halt ein ‚Anderes‘ konstruieren, um eine kollektive Identität formulieren zu können. 🙁

    • Es gibt bloß leider genug russische Satellitenstaaten und Länder (inkl. Deutschland) mit Diaspora, die hier für 10-12 Punkte anrufen werden, während die west- und südeuropäischen Länder ihre Höchstwertungen auf mehrere Titel (NL, I, CH, CYP, SWE) verteilen werden, womit RUS hier leider dieses Jahr einen Vorteil hat.

  24. Ich nehme an da wird es ein ziemliches Ost-West-Gefälle geben. Im Osten wird Russland 100% am ersten Platz landen, vielleicht können die westlichen Jurys den Sieg Russlands verhindern. Der Song ist ja offensichtlich für die große Bühne produziert worden, also auch wenn das jetzt nicht so toll klingt, aber thematisch kann man das natürlich sehr effektvoll und emotional inszenieren. Ich rechne jedenfalls damit. Insofern halte ich einen Sieg Russlands für recht wahrscheinlich, freue mich aber, wenn es anders kommt. Ein kompletter Überraschungssieger nach völlig danebenliegenden Wettquoten wäre mal nett.

  25. Wundere mich offengestanden, dass man Laserboy keinen Uptempo-Song gegeben hat, sondern eine altbackene Disney-Musical-Nummer. Damit wird es kaum gelingen, die ohnehin vorhandenen Zielgruppen (ex-Sowjetrepubliken, Diaspora, verträumte Schwule, die ihn süüüüüüß finden) zu erweitern. Sieger Televote da er in den bekannten Ländern abräumen wird; Sieger Jury in Satelliten, da sowas dort wohl ankommt und sonst mal wieder die Botschafter von Lavrov einberufen werden; ansonsten bei den Juries eher im Mittelefeld, da es halt bemüht und unmodern ist, worüber glücklicherweise auch die bombastischte Bühnenshow nicht hinwegtäuschen kann

    • Für mich wiederum total logisch. Der will ja nicht mit seinem 2016er Song konkurrieren. Soviele Punkte wie im Juryvoting fehlen, kann man mit einem Uptempo-Dancetrack im Televoting gar nicht rausholen. Die Russen haben sich die Juryvotes der letzten Jahre angesehen. Da kamen on point vorgetragene langsame Stücke oft sehr gut weg. 2016 Dami Im (1.) (2.Jamala), 2017 Sobral (ok, da war es egal, 2. Kristian/BUL), 2018 Cézar Sampson (4. Schulte) und .. 2015 Aminata (2.) & Polina (3.).

      • Das waren aber keine Disney-Nummern – ok vielleicht Kostov aber der hat ja trotz kaum-Töne-Treffens die Herumirrenden RUS-Punkte eingesammelt. Außerdem ist Laserboy so ein süßer sexy liebevoller Instagram-Flausche-Hase, der sollte sowieso alle Punkte bekommen.

      • Denke bei Kristian das gleiche. Die tuftige Dami Im und strahlendweisse Polina Gagarina finde ich total vergleichbar mit dieser Nummer. Und wenn Sergey in einem barocken Prinzenkostüm das Prinzesschen vor den bösen“westlichen“ Mächten rettet, wird vielen total egal sein an wessen Möhrchen das Instagram-Hasi sonst so knabbert …

      • Die bösen westlichen Mächte (dürfen wir westlich auf dem Blog noch sagen oder ist das ein böses Wort?) werden sicher von einem superteuren CGI-Drachen repräsentiert, den Russendisko-Hasi im Alleingang mit einem
        Original Star Wars light sabre besiegt.

      • 4porcelli bei Kostov musst du etwas anderes gesehen haben, ich. Ich fand seinen Gesang makellos.

  26. Ich neige zu Wiederholungen: Russischer Sondermüll, der leidet ob seiner Schwülstigkeit und verlogenen Inszenierung an Zugänglichkeit, aber dennoch sein Publikum finden wird. Übrigens: Musicals sind ja auch ein ganz besonderes Genre mit einer entsprechenden Klientel… Der Blick in die Glaskugel: Kein Gewinner, dennoch überbewertet wird er in den Top 5 landen.

  27. 3.Platz (da ist mit einer starken Darbietung noch etwas Luft nach oben-könnte dann auch noch meine Nummer 1 werden) in meiner Komplett-Top 10. Finalwahrscheinlichkeit 90 %
    Da war ich anfangs ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Gut, die Erwartungen waren auch sehr hoch. Hatte gehofft, dass es wieder eine Uptemponummer wird. Ist natürlich ganz sauber produziert, hat sehr schöne Steigerungs- und Spannungsbögen…fast schon wie Musik für einen großen Kino Blockbuster. Inzwischen hat es mich erreicht. Vielleicht dann ja live noch mehr, wenn wieder die mega Show von Russland aufgefahren wird. Möglicherweise ein riesiges fahrendes Schiff, Blitze, Einsatz der Windemaschine, Rauch, Schnee. Eben alles was es für Geld zu kaufen gibt. Finale ist reine Normsache, Top 10 auch. Sieg? Ausschließen würde ich es nicht wollen. Sergej hat ja schon mal bewiesen, dass er es kann.

  28. Ich fand ja in den letzten Jahren immer eine Ballade am besten, die am Ende nicht am Kampf um den Sieg teilnahm.
    Jeg a lif (Island 2013), Dona (Mazedonien 2016), Wien we’re old (Litauen 2018) waren darunter.
    Fand es zwar immer schade, dass die nicht besser abschnitten, aber ich akzeptiere, dass ich anscheinend nicht den Mehrheitsgeschmack teile.
    Somit akzeptiere ich auch, dass meine diesjährige Lieblingsballade von Sergej nicht um den Sieg kämpfen wird, sondern vermutlich nur auf der Bühne gegen irgendwelche Hologramme (oder was sonst so an bombastischen Showelementen zum Einsatz kommt)
    Das, und weil es Russland ist, sind schon die einzigen Gründe, warum ein Top10 Ergebnis möglich ist.
    Denn wäre Scream der Beitrag von Weißrussland, würden wir hier streiten, ob sich der Song überhaupt qualifiziert.

    • Island 2013 ist eine der schönsten Balladen, die je am ESC teilgenommen haben, meiner Meinung nach. Leider sträflich unterbewertet. Und warum sich Mazendonien 2016 nicht qualifiziert hat, verstehe ich bis heute nicht.

    • Litauen war bei mir letztes Jahr auf Platz 4 (hinter Italien, Dänemark und Albanien). Kaliopi fand ich 2012 deutlich stärker.

  29. Soooo, Top 18:

    1.Niederlande 10/10
    2.Russland 10/10 (Sorry Leute 🙁 )
    3.Aserbaidschan 9/10
    4.Schweiz 9/10
    5.Albanien 9/10
    6.Armenien 8.5/10
    7.Nordmazedonien 8/10
    8.Malta 8/10
    9.Irland 8/10
    10.Dänemark 6.5/10
    —-
    11.Lettland 6/10
    12.Schweden 5.5/10
    13.Rumänien 5/10
    14.Österreich 4/10
    15.Litauen 4/10
    16.Norwegen 3/10
    17.Kroatien 2.5/10
    18.Moldawien 2/10

  30. Scream trifft meinen persönlichen Geschmack eher als You are the only one und ist auch wie ich finde eher ein Jury-Song als der Beitrag von 2016. Glaube dass es dieses mal für den Sieg reichen wird, da außer Schweden kein Song mithalten kann, und John Lundvik bei den Zuschauern vermutlich ebenso bescheiden abschneiden wird, wie seine Vorgänger

  31. Was ich noch interessant finde, ist, dass „Scream“ irgendwie so gar nicht in das bisherige „Werk“ von Kirkorov und Kontopoulos reinpasst. Am ehesten ist er noch mit BLR 2007 vergleichbar, aber ansonsten waren die nach meinem begrenzten musikalischen Sachverstand irgendwie anders aufgebaut. Da scheint es dieses Jahr doch einen klaren kompositorischen Auftag gegeben zu haben.

  32. Für ausufernd instrumentiertes musikalisches Drama bin ich doch immer zu haben! Mich hat Sergey daher nicht enttäuscht, sondern nur überrascht. Ein überwältigender Song, der bei mir auf Platz 6 steht. Wenn man sich auf diesen Sound einstellen kann oder empfänglich dafür ist, kann man sich wirklich darin verlieren und Gänsehaut ist garantiert.

  33. Komposition: Alles in drei Minuten gepackt.
    Gesang: kräftig, zugleich emotionsfrei.
    Text: Das ein-Wort-Refrän nervt.
    Finale: Ja.
    Gewinner: Nein.

    Falls dies wirklich von einem Orchester eingespielt wurde, hat man es in der Tonmischung übertrieben. Ich höre an mindestens drei Stellen ein typisch digitales quietschen und das ist einen Hinweis auf Überproduktion.

    • Dafür gibt einen langen Pre-Chorus, wenn man die zusammen nimmt, dann passt das schon. Es ist eben eine Mode zur Zeit Und
      Das emotionsfreie ist doch gerade das Besondere bei Sergey. Jeder andere würde bei Scream die Stimme überschlagen und leicht ins Schreien reinrutschen, was her ja immer sofort negativ bewertet wird. (vielleicht aber auch nur bei Frauen). Und dann kommt mal einer der singen kann und dann es ist emotionslos.

  34. Von Platz 1 – 10 ist alles möglich. Ein Ausscheiden im Semifinale wäre eine Überraschung. Ich denke aber, dass am Ende eine Frau gewinnen wird. Die großen Favoriten NL, CH, IT, RU, SWE sind ja alles attraktive Männer. Die nehmen sich die Punkte schon gegenseitig weg.

    • Nur weil es attraktive Männer sind, nehmen die sich nicht die Punkte weg, ist doch Unsinn. Es geht um den Song, die Männer haben alle sehr verschiedene Songs und bedienen nicht alle die gleiche Zielgruppe. Außerdem, welche Frau soll denn gewinnen???? Den Sieg trau ich keiner zu.

      • Ich stimme dir zu JeG, aber ich wollte nochmal sagen – ich hab Griechenland im Blut. Das ist so wunderschön „artifical“, das ist Juryfutter und die Televoter werden es mit einer tollen Bühnenshow auch mögen. Und endlich mal was Modernes und keine klischeehaften „griechischen Klänge“. Das geht weit nach vorne, mark my words, y’all 😀

      • @lumbalis31 Slowenien sehe ich in der Top 10, so wie auch Griechenland und vielleicht Zypern, jedoch sehe ich keins der Lieder gewinnen. Im Übrigen hoffe ich auf eine spannende Punktevergabe und knappe Ergebnisse. 🙂

      • Auch wenn es nicht ganz hier hineinpasst, aber erinnere mich noch an den JESC 2014 als bis auf ein Junge ausschließlich Mädchen mitgemacht haben. Wer hat am Ende gewonnen: Der einzige teilnehmende Junge Vincenzo Cantiello! So gravierend ist es hier jetzt zwar nicht, aber es müsste doch mit dem Teufel zu gehen, wenn nicht am Ende, bei der ganzen Männerdominanz, eine Frau ganz oben steht. Vielleicht sind es sogar unter Umständen zwei Frauen (Deutschland)! Aber dann fällt ESCFan2009 gestimmt vor Begeisterung in Ohnmacht. Das will ja auch Keiner! 😀

  35. Am Anfang fand ich das Lied ziemlich langweilig, zudem für meinen Geschmack viel zu dramatisch. Aber bei keinem anderen Beitrag hat das Schönhören so gut funktioniert – schon fast beängstigend. Ja, ich finde Sergej Lasarew sympathisch und würde ihm persönlich den Sieg gönnen, nein, ich möchte keinen ESC in Russland … ein Dilemma. 😉 Ich erwarte den klaren Televoting-Sieg von „Scream“, ob’s dann insgesamt reicht, bleibt abzuwarten.

    Frohe Ostern! 🐰

  36. Ich hab ja leider schon Vorurteile weil es Russland ist..Alles was aus diesem Land kommt hat immer irgendwie einen sauren Nebengeschmack.So wie dieser Song, der an Pathos und Kitsch nicht zu übertreffen ist…Der einzige Pluspunkt ist seine Stimme, die wirklich gut ist…Aber es stört mich total das jeder automatisch annimmt weil es Russland ist, das es ein guter Platz wird, besser gesagt sowieso unter die ersten 5 kommt…Wenn dieses Kitsch Lied von irgendeinem anderen Land gesungen würde, würde kein Hahn danach krähen…aber bei Russland…..Sorry der Song ist total mittelmäßig und würde unter normalen Umständen nicht ins Finale kommen Mein Platz 35 in der Gesamtwertung

  37. Um es vorweg zu nehmen: Sergey Lazarev ist mit seinem Titel „Scream“ meine absolute uneingeschränkte Nummer Eins!

    Es ist eine Powerballade der Extraklasse und sowas braucht der Eurovision Song Contest! Ich habe mir „Scream“ dreimal angehört und liebe es! Allein das Video zu diesem epischen Meisterwerk ist exzellent. Pathos gehört nun einmal dazu und in homöopathischen Dosen hat sie noch niemandem geschadet und deshalb ist der Titel davon auch nicht überfrachtet. Bedauerlicherweise wird es sich jedoch nicht eins zu eins auf die Bühne umsetzen lassen, das Regelwerk des ESC läßt keine Teilnehmer von einem bis 15 Jahren zu, dennoch bin ich überzeugt, daß das Team um Sergey etwas Beeindruckendes in petto haben wird. Ich bin mir auch sehr sicher, daß Rußland sowohl bei den Juries als auch im Televoting im vorderen Viertel landen und für mich ist „Scream“ ein würdiger Siegertitel.

    So sehr ich Douze Points schätze: „Musical-Füllmaterial“ wird dem Titel überhaupt nicht gerecht! Ich ordne es in die Kategorie „Filmtitel“ ein und stelle es auf die gleiche Stufe wie „My heart will go on“ von der tollen Celine Dion.

    Jetzt werden einige mit Sicherheit sagen, es sei vermessen, beide Titel in einen Topf zu werfen. Ich halte dagegen und bin der gegenteiligen Ansicht.

    Wie ich schon vorher in einem anderen Artikel schrieb, ist Sergey ein begnadeter Sänger, Tänzer und Entertainer. Wenn ich ihn auf dem Foto oben sehe, geht mir das Herz auf, denn ich finde ihn attraktiv und verfolge auch seine Aktivitäten auf Instagram. Er ist mit seiner derzeitigen Tour-Show erfolgreich und blüht nicht nur in diesem, sondern auch in seiner Rolle als Vater eines Sohnes richtig auf.

    Ich kann auch gut verstehen, daß sich einige von meiner Schwärmerei für Sergey in die Büsche schlagen und sich übergeben werden. Natürlich werden er und ich niemals ein Paar werden und heiraten und würde in seiner Anwesenheit keinen anständigen Satz über meine Lippen bringen. Dennoch sei folgende Frage gestattet: wer hat nich schon heimlich davon geträumt, mit einem Star, dessen Fan man ist oder war, mal die Zeit gemeinsam zu verbringen?

    • Ich nicht. Einerseits weil andere Sachen wichtiger waren als ich in der Pubertät war, das Alter um ein Fanboy-Verhalten zu entwickeln und andererseits weil ich über meine Arbeit oft mit ‚bekannten‘ Menschen zu tun habe.

    • Da ich in dieser Liebeserklärung an Interpret und Song keine Seitenstiche an andere Kandidaten vernehmen konnte, muss ich mich gar nicht mal ärgern, wie ich es noch befürchtet habe.

    • @Marko: Natürlich mag es manchmal übertrieben sein, was Matty sagt, aber ich schließe mich @Thomas M. an: Es macht Spaß und ist mir viel lieber als z. B. niveaulose Lästereien zu lesen, dafür bin ich nämlich nicht hergekommen. Positive Kommentare sind so viel schöner 😀
      Ich sage auch, dass Eliot sexy ist. Hänge ich mir ein Poster von ihm auf? Nein! Träume ich 24/7 von ihm? Nein! Darf ich ihn trotzdem cute finden? Warum nicht! 😉

  38. „Scream“ ist bei mir zwar nicht ganz vorne, aber es hat mir Spaß gemacht, Deine Eloge zu lesen!

    Übrigens gefällt mir „Scream“ besser als „My heart will go on“ („Ne partez pas sans moi“ erreicht es allerdings nicht ganz, auch wenn dieser Vergleich hier überhaupt nicht passt 🙂 ).

  39. Was ich Russland prinzipiell zugute halte: Sie wollen wirklich gewinnen. Leider gibt es nämlich inzwischen zu viele Länder, die keinen Wert auf den 1. Platz legen – so aber kann ein Wettbewerb auf Dauer nicht funktionieren. Es braucht Teilnehmer, die auch wirklich gewinnen wollen. Dafür erstmal „spasiba“. Das Problem ist aber gleichzeitig, dass Russland eben so sehr gewinnen will, dass die Songs für meinen Geschmack meist zu bombastisch, durchgestylt und anstrengend daherkommen. „Scream“ macht da leider keine Ausnahme…Lazarev an sich finde ich aber super.

  40. War beim erstmaligen Hören von Stream schon ergriffen mit Gänsehaut und Wow-Gefühl. Beim ESC zählt nun mal zumeist der erste Eindruck der Zuschauer. Ich bin ansonsten nach mehrmaligem Hören kein Fan des Liedes. Ich bin mir aber sicher es wird weit vorne landen.

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