ESC-Songcheck kompakt 2022 (9) – Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Nach dem hervorragenden 5. Platz für „Shum“ von Go_A beim ESC im vergangenen Jahr, waren die Erwartungen an die ukrainische Vorentscheidung Vidbir groß. Und der Sender Suspilne lieferte: Sowohl die vorab veröffentlichte Liste von 27 potenziellen Vorentscheidungsteilnehmern als auch das intern ausgewählte letztendliche Final-Line-Up aus acht Acts wussten zu überzeugen.

Im turbulenten Vidbir-2022-Finale konnte sich schließlich zunächst Alina Pash mit „Tini zabutykh predkiv“ durchsetzen, musste sich aber vier Tage später wegen Unklarheiten im Hinblick auf ihre Reiseunterlagen für die Krim zurückziehen. So kam das zweitplatzierte Kalush Orchestra schließlich doch noch zum Zug und konnte sich seither in den Wettquoten sogar noch deutlich besser platzieren als Alina Pash: Die Ukraine steht aktuell klar auf dem ersten Platz.

Kalush ist eine Gruppe, die 2019 von dem Rapper Oleh Psiuk gegründet und nach seiner Geburtsstadt Kalush benannt wurde. Sie besteht neben Oleh aus den Mitgliedern Ihor Didenchuk sowie MC Kilimmen. Ihor ist auch Mitglied der Elektro-Folk-Band Go_A, die die Ukraine im letzten Jahr in Rotterdam vertreten hat. Im Jahr 2019 veröffentlichte die Band ihren ersten Titel auf YouTube. Zwei Jahre später, im Februar 2021 erschien das erste Album, im Sommer desselben Jahres folgte bereits das zweite.

In Turin wird die Band in erweiterter Besetzung als Kalush Orchestra auftreten. Dazu zählen normalerweise zusätzlich die Mitglieder Tymofii Muzychuk und Vitalii Duzhyk; beim ESC wird die Gruppe sogar wie in der Vorentscheidung Vidbir zu sechst auf der Bühne stehen. Und dem Krieg in ihrem Heimatland zum Trotz: Nach aktuellem Stand wird die ukrainische Delegation wie geplant zum Eurovision Song Contest nach Italien reisen.

Der Song

„Stefania“ ist ein Cross-Over-Titel, der sich sowohl typischer folkloristischer als auch Rap-Elemente bedient. Dabei kommt es zu deutlichen Brüchen zwischen dem sehr dynamischen Rap-Teil und dem etwas ruhigeren, aber dennoch rhythmischen Ethno-Teil und den uns schon aus dem vergangenen Jahr bekannten Flöten-Soli auf der Sopilka. Komponierst wurde „Stefania“ von Ihor Didenchuk, Tymofii Muzychuk und Vitalii Duzhyk; für den Text zeichnen Ivan Klymenko und Oleh Psiuk verantwortlich.

Auch visuell wird dem Cross-Over Rechnung getragen und es sind folkloristische Instrumente zu sehen. Gleichzeitig wird im Hip-Hop-Stil getanzt. Während des Auftritts bei der Vorentscheidung war mehrfach Olehs Mutter Stefania im Bild zu sehen, um die es in dem Lied geht und der das Lied gewidmet ist.

Der Check

Song: 5/5 Punkten

Stimme: 5/5 Punkten

Darbietung: 4/5 Punkten

Instant Appeal: 5/5 Punkten

Benny: Ein Hammer-Song. Wirklich stark wie hier folkloristische Klänge mit modernem Hip-Hop kombiniert werden. Und dann noch diese Go_A-Flöte aka Sopilka. Zusätzlich noch ein toller Refrain. Zurecht weit vorne in den Wetten und hoffentlich kann die Ukraine auch wirklich im Mai antreten. 12 Punkte.

Berenike: Einer meiner Favoriten in diesem Jahr. Aus irgendwelchen Gründen scheine ich ukrainischen Rap zu mögen, ich fand auch Greenjolly (ESC 2005) total genial. In Kombination mit dem sehr melodischen und sehnsuchtsvoll klingenden Refrain und den geschickt eingebundenen folkloristischen Instrumenten entsteht etwas ganz wunderbar Eigenständiges. Ich hatte lange Zeit befürchtet, dass wir Kalush Orchestra am Ende nicht in Turin sehen werden, weil die gerade ganz andere Sorgen als einen der Unterhaltung dienenden Musikwettbewerb haben. Jetzt deutet sich aber doch an, dass wir sie per voraufgenommenen Video erleben werden und weiß ich gar nicht, ob ich mir eine (sehr) gute Platzierung wünsche oder nicht. Musikalisch auf jeden Fall, aber gleichzeitig wird es dann immer nur heißen, dass das nur politische Sympathiepunkte waren. Was sicher nicht unberechtigt ist, leider werden wahrscheinlich zu viele Menschen vergessen, dass es beim ESC um Musik geht und Sympathiebekundungen woanders ihren Platz haben. Und das hat dieser tolle, mutige und innovative Song nicht verdient. 12 Punkte.

Douze Points: Die Ukrainer haben’s einfach drauf. So kann man glaubwürdig die Brücke von Folkmusik zum heutigen Rap schlagen und gleichzeitig die Leute unterhalten. Das würde auch ohne die äußeren Umstände auf der linken Tabellenhälfte im Finale landen. Auch wenn ich das anerkenne, heißt das nicht, dass mir persönlich das besonders zusagt. 5 Punkte.

Flo: Die Ukraine ist für mich eines der Highlights in diesem Jahr – und das sage ich bewusst aufgrund der musikalischen Qualität von „Stefania“, denn darum geht es beim ESC und danach bewerte ich auch die Beiträge. Die Kombination aus Rap und traditioneller Instrumentation ist einfach unheimlich gut gelungen. Sie knüpfen damit irgendwo da an, wo Go_A im letzten Jahr aufgehört haben, und bringen gleichzeitig einen Song mit, der völlig anders klingt. Das ist einfach unheimlich spannend und ich bin mir sicher, dass der Song nicht nur in den osteuropäischen Ländern Anklang finden wird – bei mir haben Kalush das jedenfalls schon erreicht. 10 Punkte.

Manu: Auch wenn der Juror Yaroslav Lodigin im ukrainischen Vorentscheid das Kalush Orchestra als „Menschen aus Wäldern und Bergen“ bezeichnete und mit nur 3 Punkten abstrafte – mein musikalisches Herz schlug von Anfang an für den folklorischen Hip-Hop-Ohrwurm „Stefania“. Dass der ukrainische Beitrag derzeit als Gewinner des Contests gehandelt wird, ist sicher dem Krieg in der Ukraine geschuldet – ein weiteres Top 5-Ergebnis wäre aber meiner Meinung nach auch ohne die schlimmen Umstände fast sicher. Von mir gibt’s dafür gute 10 Punkte.

Max: Auch dieser Beitrag ist in meiner Gunst gestiegen in den vergangenen Wochen – und das hat nicht wirklich etwas mit dem Krieg im Land zu tun. Der Refrain geht in den Kopf und die Flöten-Einlagen, hach, das trifft auch voll meinen Geschmack. Zudem sind gute Deep-Bass-Elemente hinterlegt. Bei „Stefania“ stört mich auch der Rap nicht wirklich, weil die Hintergrundmusik eben so eingängig und gut produziert ist. Ob die Ukraine damit gewinnt, ist für mich trotz des guten Songs und der großen Solidarität noch nicht gegeben. Man sollte sich jedoch darauf einstellen, dass die Ukraine nicht schlechter als Platz fünf belegen wird – und für mich zurecht. 10 Punkte!

Peter: Es ist aus nachvollziehbaren Gründen anspruchsvoll und schwer, sich beim diesjährigen ESC-Titel aus der Ukraine allein auf den Song zu konzentrieren. Ein Drittel der Besetzung vom Kalush Orchestra (Ihor Didenchuk) kennen wir von Go_A, die 2021 mit einem genialen Signature-Song ESC-Geschichte geschrieben haben. Dies positiv vorausgeschickt sind die Stärken von „Stefania“ der brillante und wahrhaftige Crossover-Mix aus Rap und Folklore, der durchgängige Vortrag in Landesprache, die Ethno-Instrumentation sowie vor allem die textliche Verbeugung vor der Mutter (Stefania) als emotionaler und weiser Anker in einer komplexen Welt. 12 Punkte.

Rick: Ich gehöre zu den Personen, die sehr froh waren über die Nachnominierung der Band. „Stefania“ überzeugt durch eine moderne Produktion, authentischen Rap und eine kreative Unterbringung verschiedener Elemente. Ich liebe es, komplett unabhängig von „politischen Sympathien“ zur Ukraine – 12 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 83/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Stefania“ auf Platz 5 von 40.

Wie schneidet der ukrainische Beitrag "Stefania" von Kalush Orchestra ab?

  • Top 5 (81%, 562 Stimmen)
  • Platz 6-10 (12%, 84 Stimmen)
  • Platz 11-15 (3%, 19 Stimmen)
  • Bleibt im Halbfinale hängen (3%, 18 Stimmen)
  • Platz 16-20 (2%, 12 Stimmen)
  • Platz 21-25 (0%, 3 Stimmen)

Total Voters: 698

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Bisher erschienene Songchecks:

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS



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105 Comments
DerKai
DerKai
4 Jahre zuvor

Natürlich wird der Song gut abschneiden und vielleicht sogar als Sieger von der Bühne gehen. Der Song hat vieles, auf das ich immer abfahre, wie die Ethno-Klänge, die Flöte und einen guten Refrain. Der Rap-Part gefällt mir hier weniger gut. GoA habe ich letztes Jahr absolut geliebt, dieser Beitrag ist für mich Top5 und das verdient, aber nicht mein persönlicher Sieger.

Jofan 💙💛
Jofan 💙💛
4 Jahre zuvor
Reply to  DerKai

@DerKai Nachdem ich mir alle Songs nun gestern angehört habe, kann ich dein Urteil fast eins zu eins wiedergeben. Sowohl die markante Stimme des Frontsängers als auch der Flötenpart gefallen mir richtig gut und sogar der Rapteil stört mich überhaupt nicht. Bei mir aktuell Platz 7 mit 7 Punkten.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
4 Jahre zuvor

Kaum das MARUV-Trauma überwunden, kommt das Alina-Pash-Trauma. So lange ich das nicht ebenfalls überwunden habe, kann ich den Song leider nicht fair bewerten…

Okay, ich versuche es trotzdem: War in Vidbir in meinen Top 3 und jetzt sicher auch ganz weit oben, wenn sie den Vorentscheid direkt gewonnen hätten. Also beide Daumen hoch.

togravus ceterum
Mitglied
4 Jahre zuvor
Reply to  Porsteinn

Ich mag beide Lieder sehr gerne, glaube inzwischen aber, dass Kalush Orchestra besser abschneiden werden als Alina Pash es getan hätte. Wir werden das natürlich nie wissen, aber ich habe das Gefühl, dass Alinas Klagesong in der derzeitigen Situation vielleicht zu starker Tobak für die Televoter gewesen wäre. Und ich meine Klage überhaupt nicht negativ. Rilkes ‚Duineser Elegien‘ sind ja auch eine einzige lange Klage, aber tzrotzdem mein Lieblingstext in der deutschen Sprache.

ESC1975
ESC1975
4 Jahre zuvor

Denke eher dass die Ukraine mit Alina Pash ein wirklich hymnisches Lied gehabt, das so gut in diese schwere Zeit gepasst hätte.
Ansonsten bin ich ganz bei Porsteinns Trauma und bin deswegen wohl nicht fair zu Kalush Orchestra und werde es deswegen nicht bewerten.

togravus ceterum
Mitglied
4 Jahre zuvor

Kalush Orchestra waren auf meiner Liste ganz, ganz lange auf dem ersten Platz, aber dann ist plötzlich doch noch ein richtiges Meisterwerk aufgetaucht, wie man es beim ESC nur alle paar Jahre sehen und hören darf, und hat die Ukraine auf einen immer noch sehr guten 2. Platz verwiesen. Der Beitrag hat alles, was ich mag: Energie, Tempo, Landessprache, Rap, folkloristische Elemente. Da mag ich gar nicht mehr zu sagen, da mag ich vielmehr 💃💃💃 Viel Glück!

P.S. Vielen Dank an Berenike, die Greenjolly erwähnt hat. Der ukrainische Beitrag von 2005 ist seit 17 Jahren ein fester Bestandteil meiner Playlist.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Kann es sein, daß Dein Favorit bei mir auch ziemlich weit oben ist ? Ich tippe mal ein Land aus dem zweiten Semi….

togravus ceterum
Mitglied
4 Jahre zuvor

Korrekt. 🙂

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Die Titelzeile von U$ 2005 ist zudem zu einer Parole geworden – sie wurde auch kürzlich von der Bundestagsvizepräsidentin zitiert.

Festivalknüller
Festivalknüller
4 Jahre zuvor

Eine gute Platzierung ist drin. Ich halte einen Sieg trotz aller Sympathien nicht unbedingt für sicher.
Wer bis zu dem etwas zu lang geratenen Flötenschlussteil noch nicht in den Bann gezogen wurde, geht spätestens dann verloren.

Halore
Halore
4 Jahre zuvor

Leider gehört dieser Song nur zum Durchschnitt. Klar es gibt zeitgenössische angehauchte Ethno-Rap-Parts, aber es ist nicht viel innovatives, irgendwo schon gehört. klar gut gemacht, aber es haut nicht vom Hocker.
sorry, nur Mittelfeld bei mir.
Wird leider gewinnen, um der Solidaritäts Willen.
Wir sollten uns von einem SONG-Contest verabschieden, was es eigentlich ja sein sollte und eher ein Solidäritäts-Event gg. Krieg und Unterdrückung veranstalten.

Eine richtige realistische Bewertung durch die Blogger scheint mir dies nicht so zu sein, da ist sehr viel Blase und Wunschgelenktes, aber nicht viel realistisches…

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor
Reply to  Halore

Tja, mitunter ist es ja ein Show-Contest und das hat manchen Fan auch nichts ausgesmacht…

Bankster
Bankster
4 Jahre zuvor

Also bei eurovisionworld in der umfrage sind sie aktuell nur auf platz 7 und die umfragen der seite waren die letzten jahre 5/6 mal richtig also hoffe ich das es auch diesmal richtig liegt und italien oder schweden gewinnen wird.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor
Reply to  Bankster

Schweden als Sieger ? Muß ich echt nicht haben… Da gäbe es sicherlich noch ganz andere Kandidaten.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor
Reply to  Bankster

Schweden wird schon vorne mitspielen, das glaube ich auch. Wie ich finde, diesmal auch zu Recht. Sie waren schon mit ganz furchtbaren Songs in den TOP 10 gelandet, meiner Meinung nach. Dieser gefällt mir schon gut. Drücke Schweden diesmal die Daumen.Aber an einen Sieg glaube ich irgendwie nicht.

tination8
4 Jahre zuvor

Alina Pash hatte ich tatsächlich schon als Siegerin in Turin gesehen. Aber Kalush Orchestra hab ich nun auch gern. Und ich muss sagen, die werden auch gewinnen. Schon aus Prinzip. Da wird es dann nicht erstrangig um die Musik gehen.

ESC1975
ESC1975
4 Jahre zuvor

Mit Krach meinst du welche Lieder? (Späßle gmacht, du wärst ja der Letzte, der dies täte)
Kann mich aber auch nicht mehr erinnern, dass es letztes Jahr einen besonderen gegeben hätte.

togravus ceterum
Mitglied
4 Jahre zuvor

Und selbst wenn jemand aus Solidarität für den ukrainischen Beitrag stimmen würde, was wäre denn so schlimm daran? Manchmal frage ich micht echt, was manche Leute dort haben, wo wir unser Hirn und Herz haben.

Außerdem scheint es kein Problem zu sein, wenn Leute aus anderen Gründen, die nichts mit Musik zu tun haben, für Beiträge stimmen, z. B. weil sie den Sänger oder die Sängerin superhot finden … Dessen habe ich mich übrigens auch schon schuldig gemacht. Nobody’s perfekt …

Tamara
Mitglied
Tamara
4 Jahre zuvor

Soso, warst DU also derjenige, der Victor Crone ins Finale telefoniert hat? *duck und weg*

togravus ceterum
Mitglied
4 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

🤣

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Geschickte Kombination. Normalerweise bin ich kein Hip-Hop-Fan, aber dieses Crossover-Stück aus Folklore und Rap-Elementen gefällt mir wirklich sehr gut.🙂

Der Song ist ein TOP-5-Kandidat, davon bin ich überzeugt. An einem Sieg glaube ich aber im Moment nicht.
Ich denke auch nicht, dass jetzt für die Ukraine aus Mitleid oder Sympathie gebotet wird, ganz ehrlich, davon hätten die Leute dort auch nichts. Nein, ich glaube, dass die Musik viele, vor allem Televoter*innen ansprechen wird.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor
Reply to  Gaby

Ups, „gevotet“ wird, sorry.😉

Gerd Geomax
Gerd Geomax
4 Jahre zuvor

Jetzt bin ich ja wirklich nicht der allergrößte Freund von Rap, schon gar nicht beim ESC.
Dennoch gibt es immer wieder Ausnahmen und „Stefania“ gehört dazu.
Insgesamt bietet der Song eine frische Mischung aus Rap, Soul und Folklore, der man sich nur schwer entziehen kann.
Gestern habe ich alle 40 Songs noch einmal durchgehört und meine Bewertungen etwas angepasst.
In diesem neuen Ranking erhält Kalush immer noch 8,5 von 10 Punkten, rutscht aber leicht auf Platz 6 ab.
Trotzdem, ganz klarer Finalist und alles andere wäre eine Frechheit. Ob der Song allerdings wirklich gewinnen sollte? Ich habe dann doch fünf Songs gefunden, die mir besser gefallen. Europa wird den Song aber in jeden Fall in die Top 5 hieven, wenn er nicht sogar gewinnt.
Hier noch die angepassten Bewertungen der bisherigen Beiträge des ersten Semi.

S10 – De diepte 🇳🇱 8,5/10 (vorher 8/10) und Platz 3 (vorher 4)
Kalush Orchestra – Stefania 🇺🇦 8,5/10 (vorher 9/10) und Platz 6 (vorher 3)
Monica Liu – Sentimentai 🇱🇹 8/10 (vorher 7,5/10) und Platz 7 (unverändert)
Ronela – Sekret 🇦🇱 6/10 (vorher 5,5/10) und Platz 22 (vorher 26)
Zdob si Zdub – Trenuletul 🇲🇩 5,5/10 (unverändert) und Platz 23 (vorher 25)
LPS – Disko 🇸🇮 5,5/10 (vorher 4,5/10) und Platz 25 (vorher 33), wäre bei mir jetzt doch im Finale
IMP – Intention 🇧🇬 3,5/10 (vorher 4/10) und Platz 36 (vorher Platz 34)
Marius Bear – Boys do cry 🇨🇭3,5/10 (vorher 5/10) und Platz 37 (vorher Platz 28) und damit bei mir jetzt raus dem Finale
Citi Zeni – Eat your salad 🇱🇻 3/10 (vorher 2/10) und Platz 39 (unverändert)

Andi
Andi
4 Jahre zuvor

Mir gefällt der Song sehr gut und die Darbietung in der VE war sehr unterhaltsam. Das macht mir großen Spaß. Besonders der Sänger mit dem pinken Hut ist sehr cool.

inga
inga
4 Jahre zuvor

Gefällt mir richtig gut. Aktuell mein Platz 5 im Gesamtranking der 40 Beiträge.

Jan Wehner
Jan Wehner
4 Jahre zuvor

Naja, dass es vorrangig die kriegsbedingte Solidaritätswelle war, die die Ukraine auf den ersten Platz der Wettquoten spülte, ist nicht von der Hand zu weisen. Kurz vor der Invasion pendelten die Ukrainer zwischen fünf und sieben. Aber dennoch ist „Stefania“ ein cooler Song, auch wenn er nicht an das grandiose „Tini zabutykh predkiv“ herankommt.
Das ist eine Alternative zu den Pop-Plattitüden, die aus allen Himmelsrichtungen nach Turin kommen werden. Auch wenn die Ukraine im Verdacht stehen wird, Sympathiepunkte zu bekommen: auch in friedlichen und normalen Zeiten käme das Kalush Orchestra locker ins Finale und dort sicherlich unter die ersten zehn.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor
Reply to  Jan Wehner

„Pop-Plattitüden“ – sehr treffend formuliert !

manu
Editor
4 Jahre zuvor
Reply to  Jan Wehner

Ich glaube, dass es gar nicht die „kriegsbedingte Solidaritätswelle“ ist, die dafür gesorgt hat, dass „Stefania“ mit so großem Abstand die Wettquoten anführt, sondern eher der Glaube, dass es die „kriegsbedingte Solidaritätswelle“ beim Contest geben wird und die sich auch in Punkten niederschlägt.

Daran glaube ich allerdings nicht wirklich – so viel Sympathien das Kalush Orchestra auch auf sich vereinen werden, die meisten voten aber für die Lieder, die sie auch wirklich überzeugen.

Funicula
Mitglied
Funicula
4 Jahre zuvor

Ich bin ja in den letzten zwei jahren so richtig zu einem Go_A Fanboy mutiert, aber „Stefania“ finde ich als Song tatsächlich noch ein Tickchen besser „Shum“. Keine Ahnung, ob Kalush Orchestra nun gewinnen oder „nur“ fünfte werden. Da muss man auch abwarten, ob sie nun wirklich live in turin auftreten können und dann ein ukrainetypisch starkes Staging im Gepäck haben. Aber für mich mit Abstand der beste Song des Jahres.

escfan05
escfan05
4 Jahre zuvor

Ich bin auch kein großer Rapfan. Aber bei diesem Lied stimmt einfach alles. Sehr eingängig, die Tanzperformance ist toll. Gesanglich auch ganz weit vorne. Der Song ist einfach nur herausragend gut. Für mich Top 5 und dieses Lied wird um den Sieg kämpfen, da bin ich ganz sicher. Mal sehen, wie die Juries das Lied bewerten.

Karin
Karin
4 Jahre zuvor

Mir gefällt Stefania nicht besonders, hat die Ukraine sonst immer so klasse Songs für mich, bin ich schon enttäuscht von der diesjährigen Wahl.
.
Nachdem ich gestern Bilder auf dem TV-Sender Welt gesehen habe, die vermutlich leider ein realistischeres Bild vom Ukraine-Krieg zeigen als bei ÖR, bin ich mir nicht mehr sicher wie der diesjährige ESC aussehen wird.
Erinnere an den Ausfall von Karneval wegen des Golfkriegs. Hoffe inständig auf baldigen Frieden, aber wenn nicht, will Europa im Ernst ESC feiern während die Ukraine zerbombt wird ?

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor
Reply to  Karin

„…will Europa im Ernst ESC feiern während die Ukraine zerbombt wird?“ Berechtigte Frage, auf der anderen Seite ist der ESC nicht irgendein Volksfest. Die Show steht für kein anderes Event für Völkerverständigung, Frieden und Nächstenliebe. Vielleicht wäre genau dies das richtige Signal in die Welt.

escfan05
escfan05
4 Jahre zuvor
Reply to  Karin

Der ESC wird nur dann wegen Krieg abgesagt, wenn Russland die NATO angreift. Ich hoffe das der Spinner im Kreml noch ein Fünktchen Grips in seinem Nazi-Hirn hat und das nicht tut.

Karin
Karin
4 Jahre zuvor
Reply to  escfan05

Es ist sicherlich noch etwas verfrüht, aber wem dass dann noch Spass macht …
.
Die erwähnten Bilder haben bei mir einiges ausgelöst. Ich kann auf jeden Fall auf einen Betroffenheits-ESC verzichten. Bin betroffen, brauch ich deswegen nicht auch noch.

ESC1994
ESC1994
4 Jahre zuvor
Reply to  escfan05

@Karin

Dann guck es halt nicht, keiner zwingt dich dazu!!

Außerdem: Wurde der ESC in den Neunzigern während ders Krieges in Jugoslawien abgesagt?? Ich glaube nicht.

ESC1994
ESC1994
4 Jahre zuvor
Reply to  Karin

@Karin

Also den ESC besser gleich absagen oder was?? Gerade in der jetzigen Situation ist er wichtiger denn je finde ich.

LoicLover
LoicLover
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC1994

Dito

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC1994

Absolut ! Sollte man nur irgendwelchen belanglosen Sülzkram zeigen ? Ich denke nicht-

TG5
TG5
4 Jahre zuvor

Ukraine – 8/12 Punkten

ESC-Thom
ESC-Thom
4 Jahre zuvor

Mir gefällt der ukrainische Song am besten von allen 40 Songs, dicht gefolgt von Italien. Daher kann ich mir sowohl die Ukraine als auch Italien als diesjährigen Sieger vorstellen. Beeindruckend finde ich, dass Stefania in der Ukraine auf Rang 2 war und dennoch absolutes Siegerpotential beim ESC hat.

togravus ceterum
Mitglied
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC-Thom

The Hardkiss kamen bei Vidbir 2016 mit „Helpless“ auf den zweiten Platz, und ich bin mir sicher, dass auch dieser Act den ESC 2016 gewonnen hätte.

ESC-Thom
ESC-Thom
4 Jahre zuvor

Danke für die Info! Höre ich mir gerne an.

manu
Editor
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC-Thom

… wobei zu bemerken ist, dass „Stefania“ recht eindeutig das Televoting gewann und „nur“ Zweiter aufgrund der Jury wurde.

JoBi
JoBi
4 Jahre zuvor

Ich mag den Song. Ich denke er wird in die Top 5 landen, ich glaube auch mit Solitaritätspunkten. Der Mix aus Rap und Folklore gefällt mir. Außerdem sticht der Song durch sein Uptempo heraus.

murzel2003
Mitglied
4 Jahre zuvor

Mir tun eigentlich nur alle die Interpreten leid, die ihr Herzblut und ihren Enthusiasmus in ihre Performance legen, obwohl sie von Anfang an wissen, dass sie gar nicht gewinnen können, weil der Sieg längst vergeben ist.

ESC-Thom
ESC-Thom
4 Jahre zuvor
Reply to  murzel2003

Die RAI wird wohl froh sein, wenn der Sieger nicht Italien heißt. Ein Sieg der Ukraine würde mich riesig freuen, weil ich den Song absolute Spitze finde. Ich vote für die Ukraine, nicht wegen dem Krieg, sondern weil mir der Song so gut gefällt. Italien bekommt ebenfalls meine Stimme…

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC-Thom

Mir gefällt „Stefania“ viel, viel besser als dieses „Brividi“. Mit dem italienischen Beitrag werde ich einfach nicht richtig warm, sorry.
Nichtsdestotrotz könnte es schon auf einen erneuten Sieg von Italien hinauslaufen. Aber ob sie erneut Gastgeber sein wollten… hm, steht auf einem anderen Blatt. Wären sie ja auch nicht zu verpflichtet.😉

ESC-Thom
ESC-Thom
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC-Thom

@Gaby: Da hast natürlich vollkommen Recht. Italien könnte bei einem erneuten Sieg die Austragung abgeben. Auch wenn diese Entscheidung wohl nicht leicht fallen würde.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC-Thom

Dem schließe ich mich gerne an….

Micha HH
Micha HH
4 Jahre zuvor

Ich gehöre wohl zu den wenigen, die diesem Beitrag rein gar nichts abgewinnen können. Sorry. Normalerweise gefällt mir Crossover sehr gut, aber musikalisch lässt mich der Titel komplett im Regen stehen. Unmelodischer Hip Hop, gepaart mit einfallslos komponiertem Folklorelied. Dennoch bin ich mir sicher, dass die Ukraine damit gut abschneiden wird.

ag9
ag9
4 Jahre zuvor

Elektrofolk Top: 12 Punkte; Rapteil Flop: 0 Punkte. Rap hat es bei mir ja generell schwer, aber Greenjolly damals mochte ich sehr.
Für mich passen auf jeden Fall die beiden Teile nicht zusammen und ergeben auch kein organisches Ganzes, deshalb bei mir im Mittelfeld.

Das Erdbeerlampenschirmhütchen a la Gabrielius und die Kostüme allerdings gefallen mir sehr.

ESC1994
ESC1994
4 Jahre zuvor

Über die politische Lage wurde ja schon ausgiebig gesprochen, ich klammere das jetzt mal aus und bewerte allein den Song.

Ist leider nicht so meins. Ich finde es schön dass sie traditionelle Elemente einbringen und auch wieder in Landessprache singen, leider kann ich weder mit der Stimme noch mit dem Rap sonderlich viel anfangen. 🙁

Wird sicherlich sehr weit vorne mitspielen, mit der Ukraine als Sieger wäre ich allerdings aus rein musikalischer Sicht nicht sonderlich glücklich.

meckienrw
4 Jahre zuvor

Ist so gar nicht meins. Aber wird natürlich haushoch gewinnen… muss man sich nix vormachen. Find ich auch vollkommen okay so.

philipp19965
philipp19965
4 Jahre zuvor

Zu dem Alina Pash and Maruv „Trauma“ an dem einige hier anscheinend leiden.

Alina hat sich mit illegalen Reisen in die Krim selbst disqualifiziert. Es war ein Fehler sie nicht von Anfang an zu disqualifizieren.

Zu Maruv, zuerst dachte ich ebenfalls, dass die Reaktion der Ukraine und vor allem Jamala zu übertrieben sind, aber wenn man jetzt Maruvs Telegram liest, wird klar, dass sie sich nicht auf Seiten der Ukraine positioniert. Indirekt beschuldigt sie auch die Ukraine der falschen Kriegspropaganda und schafft es nicht (oder will nicht), direkt die russische Invasion zu kritisieren.
Von daher, absolut richtig, dass sie die Ukraine 2019 nicht vertreten hat.

philipp19965
philipp19965
4 Jahre zuvor
Reply to  philipp19965

Anmerkung: Maruv teilt auch pro Russische Verschwörungstheorien auf ihren Telegramkanälen und gibt Interviews mit russischen Magazinen.
Tja, war 2019 wohl die richtige Entscheidung des ukrainischen Senders.

Timo1986
Timo1986
4 Jahre zuvor

Dass ich der größte Italien-Fan sowie ein „glühender Verehrer“ von Mahmood, Blanco und deren Song bin, ist ja nun nichts Neues. Normalerweise fällt es mir auch nicht schwer meine Statements zielsicher zu formulieren. Aber bei der Ukraine sowie bei Kalush Orchestra und ihrem Song fällt es mir echt schwer zu begründen warum letztendlich es doch nur zu einem Platz zwischen 4 und 8 kommt:

Ich bin erst seit rund zwei Monaten Teilnehmer bei ESC kompakt. Zuvor habe ich mich bei http://www.eurovision.de aufgehalten. Wenn ich mich jetzt an die Statements zurück erinnere als im Jahr 2016 Jamala den ESC in Stockholm gewann, dann war die Reaktion bei den Fans (m/w/d) doch sehr zwiegespalten. Und da drücke ich mich noch sehr zurückhaltend aus. Jamala musste sich mit ihrem Song „1944“ berechnendes Verhalten, das Fahren auf der Mitleidsschiene mit kriegerischen Erlebnisse ja sogar Verlogenheit vorwerfen lassen, weil sie angeblich nicht die Größe und Charakterstärke besessen habe in ihrem Song die Anexion der Krim sowie die Besetzung der Ost-Ukraine klar beim Namen zu benennen und anstelle dafür verlogenerweise die Erfahrungen ihrer Urgroßeltern und Großeltern haben herhalten müssen.

Ich glaube während es bei der Show in Turin bzw. in der Halle die dort anwesenden Fans (m/w/d) mit ihrer Unterstützung für die Ukraine und Kalush Orchestra in Form des Applauses keine Grenzen kennen, werden genau diese Fans (m/w/d) in der Halle und zu Hause vor dem Bildschirm dann beim Voting doch sehr viel nüchterner und sachlicher agieren. Die Anzahl der Telefonanrufe für die Ukraine wird sicherlich weit über dem Durchschnitt liegen bzw. im hohen Bereich, aber jene Telefonanrufe im Voting werden für die Ukraine sicherlich keine astronomischen Ausmaße annehmen.

Erstens weil sich viele Leute wieder an ihre Reaktion bezugnehmend auf den ESC-Sieg von Jamala im Jahr 2016 zurück erinnern werden Und zweitens weil vielleicht der ein oder anderen Person bewusst wird, dass sich Solidarität mit der Ukraine wohl weniger durch unzählige Telefonanrufe im Voting beim ESC ausdrückt, sondern eher mit der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen (m/w/d), dem Spenden einer Geldsumme an eine Organisation, die sich genau dem Thema Kriegsflüchtlinge (m/w/d) aus der Ukraine annimmt oder einfach Mal die persönliche Selbstreflektion, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland im Rahmen der Gasversorgung von deutscher Seite – egal ob von der Politik oder aus eigener Bequemlichkeit – nämlich die Angst nicht mit genügend Gas aus Russland versorgt zu werden katastrophal falsch waren.

Auch das wäre durchaus Mal als solidarisches Verhalten mit der Ukraine zu verstehen.

Nichtsdestotrotz werde ich der Ukraine mit meinem größtem Respekt, den ich habe gratulieren, sollte sie den ESC gewinnen. Das wäre eine Selbstverständlichkeit. Aber dennoch glaube ich nicht, dass die Ukraine den ESC 2022 gewinnt.

Steffen
Steffen
4 Jahre zuvor

Alles andere als ein erdrutschartiger Sieg für die Ukraine wäre für mich eine Überraschung.
Der Song ist ohnehin eine Klasse für sich. Finde ihn auch wesentlich besser als den Beitrag von Alina Pash, da er melodisch eingängiger ist.
9/10

Josi
Josi
4 Jahre zuvor

Dass die Ukraine einen Moment kreieren kann, der die Televoter dann dazu bewegt, sie mit Punkten zu überhäufen, halte ich für gut möglich.
Ich denke aber, dieser Moment viel mehr als bei anderen Beiträgen von der Startplatzierung abhängen wird, denn man darf eben erst voten, wenn alle Acts aufgetreten sind. Und ob der Wunsch zur Solidaritätsbekundung sich dann so lange präsent hält, ist schwierig sind zu sagen.
Allerdings wäre der Beitrag sehr wahrscheinlich auch ohne den schlimmen Krieg in die Top 10 gekommen. Und meine Daumen sind für die Ukraine dieses Jahr gedrückt (auch wenn ich den Song persönlich nicht vorne sehe) 🙂

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor
Reply to  Josi

Natürlich wäre es das, da sind gar keine „Solidaritätsanrufe“ notwendig. Das ist auch musikalisch erste Sahne. Für einen schlechten Beitrag aus der Ukraine würde ich nicht anrufen.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Der wohl am meisten beachtete und diskutierte Beitrag dieses Jahr.

Mein Tipp: Top 5, die Jury könnte es aber herunterwerten. Das erste Semi wird die Ukraine wohl gewinnen.

Ich lasse mal die derzeitige Situation außen vor und bewerte ausschließlich nach musikalischen Kriterien.
Unter der Flagge des Himmels und der Kornfelder gibt es erneut aktuelle und landestypische Musik zu hören, diesmal eine Mixtur aus Folklore und Rap, ein richtig cooler Sound. Der Text hat zudem auch eine Botschaft und könnte noch unfreiwillihg zur Hymne mutieren (und zwar völlig unabhängig von der Platzierung).

Jetzt wollen wir alle hoffen, daß die Jungs in Turin auftreten können. Es würde auch ein Zeichen setzen. Schlimstenfalls ist wohl die Einspielung einer Aufzeichnung zu sehen.

Bei mir derzeit auf Platz 3 und ich werte mit 11 von 12 Punkten.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Könnte natürlich gewinnen, aber der ESC 2023 kann wohl kaum in der Ukraine stattfinden (muß er auch nicht zwangsläufig). Da wird die EBU einen Plan B in der Tasche haben.

Niederlande 12/12
Ukraine 11/12
Litauen 9/12
Moldau 7,5/12
Slowenien 6/12
Lettland 5/12
Albanien 4/12
Schweiz 3/12
Bulgarien 1,5/12

Alki Bernd
Alki Bernd
4 Jahre zuvor

Hear my plea an read my hips: Wir werden im Mai 2023 ein großes Fest in Kiew feiern, uns alle in den Armen liegen und auch die Russen werden dabei sein mit einem Duett von Dima Bilan und Sergey Lazarev, in den sie gegenseitig ihre schönen Körper anschmachten.

Und ein gewisser Herr P aus M. wird i eine kleine Zelle in Den Haag umgezogen sein

togravus ceterum
Mitglied
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Das wäre schön …

Tamara
Mitglied
Tamara
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Amen to that!

Rocco
Rocco
4 Jahre zuvor

Ich kann manche Kommentare hier gut nachvollziehen. Letztendlich ist der ESC ein Songcontest. Die Politik hat bei dem Wettbewerb nichts zu suchen. Wenn die Ukraine antreten sollte, worüber wird dann z.B. in den Interviews oder bei der Pressekonferenz gesprochen? Alles wird sich um die momentane Situation drehen (was auch sehr schlimm ist 😞) ABER: Die Musik (und darum geht es letztendlich) bleibt im Hintergrund stehen.

Das Lied bekommt von mir 10 Punkte, ich mag es sehr gerne.

Thilo mit Bobby
Mitglied
4 Jahre zuvor

Beim Vidbir waren Kalush bei mir auf Platz 3 davor waren Alina Pash und Wellboy. Nun fahren Kalush Orchestra nach Turin und mir gefällt der Song immer besser. Viel Glück und alles gute Kalush Orchestra

stefanohh
stefanohh
4 Jahre zuvor

35/40 mit 2 Punkte, Finale 6-10

Daniel
Daniel
4 Jahre zuvor

Wenn ich NUR das Lied bewerte, stelle ich fest, dass mir Rap/Hip-Hop zwar immer noch nicht so ganz gefällt, aber „Stefania“ es trotzdem in meine Top 30 schafft und das ist immerhin schon mal eine Leistung. Beim ESC sehe ich die hintere Top 10 für durchaus realistisch und allemal verdient.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor
Reply to  Daniel

Was ist das denn bitte für ein Kommentar ?

Daniel
Daniel
4 Jahre zuvor

Was stört dich denn an meinem Kommentar ?

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

Schlippschlapp71, ich glaube, Du hast beim Lesen die Betonung auf „hintere“ gesetzt und Dir womöglich ein „nur“ hinzugedacht (anders und etwas verzerrt ausgedrückt: „Der Titel hat es verdient, hinten zu landen“). Wenn Du dagegen die Betonung auf „Top10“ setzt, dann heißt sein Kommentar wohl einfach, dass das Kalush Orchestra es verdient hat, die Top 10 zu knacken, und ich denke, das wird Daniel gemeint haben. Ich meine das auch, halte aber ein Erreichen der Top 10 keinesfalls für selbstverständlich (das Gleiche gilt übrigens für „Brividi“, dem von manchem hier ja auch ein haushoher Sieg vorhergesagt wird).

So, jetzt hoffe ich mal, dass ich mit meinem Mutmaßungen über Schreibintention bzw. davon abweichende Lesart nicht total daneben liege.

Tobiz
Mitglied
Tobiz
4 Jahre zuvor

Gewinnen wird der Song hoffentlich nicht. Da gibt es weitaus Besseres dieses Jahr.

Hendi
Hendi
4 Jahre zuvor

Dieses Lied ist Shum viel zu ähnlich für meinen Geschmack. Es ist in Ordnung, aber es kommt selten gut, wenn ein Land zweimal das Gleiche hintereinander versucht. Die Phrasierung (richtiges Wort?) ist genau so wie bei Shum, und wieder ist diese Flöte dabei. Ich würde mir etwas mehr Abwechslung wünschen.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Tja, hat bei anderen Ländern doch bestens funktioniert (zum Beispiel Schweden) und in der Regel auf weitaus niedrigerem Niveau.

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
4 Jahre zuvor

Die gesungenen Parts und die Flöten find ich eigentlich gar nicht schlecht, aber durch die Rap-Einlagen ist das leider so gar nicht mein Fall. Im Televoting seh ich das ziemlich weit vorne, nicht aber bei der Jury – von dem her glaube ich auch nicht, dass die Ukraine wirklich gewinnt. Ich vermute es gibt einen Sieger der womöglich wieder keines der beiden Votings gewinnt, aber insgesamt eben doch so viel Stimmen sammelt, dass es für den Sieg reicht.

ESCFrank
ESCFrank
4 Jahre zuvor

Ich kann ja auf diesen Sprechgesang aka Rap überhaupt nicht, egal welche Sprache, Aussage, Hintergrund.
Ich kann den Hype für den Song definitiv nicht nachvollziehen
Mein Stimme bekommt das nicht
Ich will einfach nur, dass sie dabei sein können 🙏🏻🙏🏻 Bitte 🥺

Tamara
Mitglied
Tamara
4 Jahre zuvor

Ich habs ja schon verschiedentlich auf verschiedenen Seiten gepostet, aber ich poste es hier nochmal in Kurzform, auf die Gefahr hin, dass ich bald Fusseln an die Finger kriege:

1. Die Aussage, die Ukraine möge doch bitte nicht gewinnen, denn das sei ungerecht den anderen gegenüber, wenn ein Beitrag nur wegen des Krieges gewinnt, ist zum Kotzen, beschämen und eines Eurovisions-Fans nicht würdig.

2. Man kann den Leuten nicht in den Kopf gucken. Warum Person XY einem Beitrag ihre Stimme gibt, wird man nicht rauskriegen, wenn sie es einem nicht sagt.

3. Kein Song gewinnt einen ESC aus Mitleid. Wenn der Song nicht gut ist, kann Mitleid gar nix ausrichten. Und dieser Beitrag IST gut und wäre ein würdiger Sieger.

4. Wettquoten, Schmettquoten. Grau is alle Theorie, maßgebend is aufn Platz.

ESCFrank
ESCFrank
4 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Ich finde ja diese Diskussion auch unsäglich. Das Wichtigste ist doch, dass die Junx aus der Ukraine es einfach schaffen und teilnehmen können.
Ob ich den Song mag oder nicht, ist für mich erstmal egal 😑

Tamara
Mitglied
Tamara
4 Jahre zuvor
Reply to  ESCFrank

Genau so isses.

manu
Editor
4 Jahre zuvor
Reply to  ESCFrank

… am schönsten wäre es sogar, wenn es keinen Grund mehr gäbe, wieso „die Junx“ nicht in Turin sein sollten.

goynen67
4 Jahre zuvor

Ich bin auch kein Rap Fan aber der Folklore/Flöten Teil ist schon cool. Ein guter Beitrag, für mich musikalisch nicht der Gewinner. Aber sollte es so kommen wäre es als Statement der Europäer zu werten. Ich tue mir damit etwas schwer da es den Wettbewerb „Song Contest“ schon schwer strapaziert. Und die Italiener freuen sich das sie nicht ein zweites Mal hintereinander gewinnen…..

scallop555
scallop555
4 Jahre zuvor

Ich bin kein Freund von Rap. Ich bin kein Freund von Flötenmusik. Ich bin ziemlich immun gegen Folkmusik. Ich finde trotzdem das Lied ist nicht schlecht. In einen normalen Jahr würde ich sagen Top 10 und wenn es gut läuft Top 5, aber diesmal schaut es nach eine Sieg für die Ukraine aus.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Danke Tamara ! Ich hätte es nicht besser formulieren können.

Cali
Mitglied
Cali
4 Jahre zuvor

Herrje, die Ukraine. Toller Refrain, das ist ja schon mal was, aber das war’s auch schon. Ich mag die längeren Instrumentalpassagen zum Ende hin nicht und nochmal schlimmer ist der Rap. Ich freue mich ja, dass es endlich (mehr) Rap beim ESC gibt, aber der kann wenigstens halbwegs erträglich sein. Der ukrainische Rap klingt für mich wie vertonte Raufasertapete. Und die Bedeutung hinter dem pinken Hut werde ich wohl nie verstehen. Insgesamt betrachtet für mich hinteres Mittelfeld, aber ich kann zumindest den innovativen Aspekt nachvollziehen, sodass ich von einer Go_A-Platzierung ausgehe. Also, ausginge. Es ist absehbar, was im Mai passieren wird.
Das Wichtigste ist jedoch, dass die Jungs unbeschadet nach Turin kommen und auftreten können (und bestenfalls sich die Situation auch schon beruhigt hat, auch wenn dem wohl leider nicht so sein wird).

Prognose: Halbfinale 1/17 (100%) -> Finale Top 5
Meinung: Platz 30/40 (5 Punkte)

PS: Wir alle sind mit unseren Nerven am Ende, aber das berechtigt hier niemanden dazu, sich zum Moralapostel aufzuschwingen.

standswithukraine
standswithukraine
4 Jahre zuvor
Reply to  Cali

An die Ausgabestelle von Berechtigungsscheinen für Moralapostel
.
Lieber Herr Cali,
.
bitte lassen Sie mir einen Berechtigungsschein zukommen. War schon lange auf der Suche nach der zuständigen Stelle, die ich ja jetzt ihrem letzten Post zufolge, glücklicherweise gefunden habe.

Vielen Dank und hochachtungsvoll
.
standswithukraine

TiVogel
TiVogel
4 Jahre zuvor

Ich fand letztes Jahr GoA zusammen mit Maneskin und Barbara Pravi am besten, und dieses Jahr hab ich wieder 2Favs: Italia und Ukraine und hoff auf einen spannenden 2kampf bei den Votings.Viele finden ka auch Schwedens Beitrag super, ich zwar nicht,aber die werden auch vorn dabei sein.Wenn keines von den erwarteten Siegern,den Contest 2023 austragen kann oder will,könnte doch Deutschland mit Köln einspringen, Lanxess Arena ist doch super dafür geeignet mit 18000 Zuschauern.Deutschland hätte ich lieber mal mit AnNa von Rosenstolz gesehn, das neue Lied,,Ich tanz allein “ wäre Ideal gewesen. schade drum.

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
4 Jahre zuvor
Reply to  TiVogel

Danke für deinen Tipp mit Anna R.🤗Bin seit ewigen Zeiten Fan von ihr und Peter/ Rosenstolz. Ja du hast Recht. Damals (Herzenschöner) wie heute wäre es eine gute Wahl für den ESC. Anna‘s Stimme ist noch immer unvergleichlich☺️

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor
Reply to  TiVogel

Ich finde Schweden so überhaupt nicht super, dagegen könnte in der Tat auch UK ein Wörtchen mitreden, wenn es um die Spitzenplatz.

4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4 Jahre zuvor

Unabhängig von der Situation – eine unsägliche Diskussion hat in den Kommentaren – mein Lieblingssong, zusammen mit Frankreich und Italen ganz oben bei mir. Ich mag die Folk und Rap Kombi, der Sänger drückt Sehnsucht aus und ich mag das choreographierte Chaos (was Frankreich auch hat).
Da sicher weder die Ukraine noch Italien 2023 austragen wollen kann/will, wird es sicher ausgeschrieben und geht nach Paris oder London. Wenn die Ukraine 🇺🇦 gewinnt, könnte ich mir vorstellen, dass ev Polen anbietet, den ESC als co-Gastgeber in Warschau auszutragen. In dem Fall sollte Deutschland die Kosten der Ukraine zahlen, wir finanzieren ja beschämenderweise maßgeblich Russlands Krieg.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Das ist leider wahr…..

At1982
At1982
4 Jahre zuvor

Das Ergebnis sollte klar sein….wenn die Ukraine antritt, wird sie gewinnen – egal mit welchem Song. Ohne Kriegssituation wäre der Song für mich ein 10-15 Kandidat. Er hätte bei den Jurys normalerweise eher einen schweren Stand.

Persönlich finde ich den Song knapp überdurchschnittlich. Er geht gut ins Ohr, ist interessant aber ohne echte Highlights, Ich mag aber auch absolut keinen Hip-Hop. Dafür gelingt es dem Song – jedoch vorallem dem Folkpart ganz gut mich mitzunehmen.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

„.wenn die Ukraine antritt, wird sie gewinnen – egal mit welchem Song“

Ich kann’s langsam nicht mehr lesen. Man tut der Gruppe, deren Teilnahme ich mir so sehr wünsche, keinen Gefallen, wenn man ihr einen sicheren Sieg prophezeit, dem dazu auch noch jeder Zusammenhang zu dem tollen Song abgesprochen wird. Wenn es tatsächlich der erste Platz werden sollte, wäre es dann nichts Besonderes mehr, wenn es nicht der erste Platz werden sollte, müsste man das nach dieser Logik als Enttäuschung bzw. als „Nicht-Solidaritätserklärung“ Europas deuten, und das wäre doch einfach Unsinn.