ESC-Songcheck kompakt (23) – San Marino: „Adrenalina“ von Senhit

Wer Senhit bisher nur von ihrem ESC-Beitrag von 2011 „Stand By“ kennt (damals noch ohne „h“ im Namen) und geglaubt hat, Senhit sei eine zurückhaltende scheue Sängerin mit einer Vorliebe für nett-belanglose Balladen, der dürfte schon bei ihrem letztjährigen Retro-Disco-Beitrag „Freaky!“ aufgehorcht haben. Der durchaus radiokompatible Discostampfer machte Laune, tönte musikalisch ein bisschen nach Mousse T und wurde optisch durch ein opulent-buntes Musikvideo unterstützt.

Schon Mitte Mai wurde vom Sender SMRTV bekanntgegeben, dass Senhit auch 2021 für San Marino an den Start gehen wird. Voller Vorfreude stürzte sie sich wie keine andere auf ihren Weg nach Rotterdam und veröffentlichte so seit Juli letzten Jahres monatlich Coverversionen ehemaliger Eurovisions-Beiträge samt knallbunten Musikvideos unter dem Hashtag #freakytriptorotterdam. So beglückte sie die Fans mit „Cheesecake“ von Teo, „Everyway that I can“ von Sertab Erener, „Ding-A-Dong“ von Teach-In, „Congratulations“ von Cliff Richard, „Rise Like A Phoenix“ von Conchita Wurst, „Amar Pelos Dois“ von Salvador Sobral, „Waterloo“ von ABBA, „Alcohol is Free“ von Koza Mostra & Agathonas Iakovidis, „Golden Boy“ von Nadav Guedj und „Roy“ von Bilal Hassani. Immer bunt, quietschig, laut und immer mit ein paar zu viel Effekte in den Videos – aber das muss ihr erstmal jemand nachmachen.

Erstaunlich, dass die 42-jährige dazwischen noch Zeit fand, an ihrem eigenen Beitrag für den diesjährigen ESC zu arbeiten – und noch erstaunlicher, wenn man bedenkt, was die Sängerin italienisch-eritreischer Abstammung da am 7. März diesen Jahres veröffentlichte: „Adrenalina“ mit dem bekannten amerikanischen Rapper Flo Rida.

Der Song

Für ihren diesjährigen Wettbewerbsbeitrag „Adrenalina“ hat sich die Sängerin eine ganze Armada an skandinavischen und ESC-erfahrenen Songwritern ins Boot geholt. Neben Senhit selbst haben Thomas Stengaard, Joy Deb, Linnea Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Kenny Silverdique, Suzi „Suzi P“ Pancenkov, Malou Linn Eloise Ruotsalainen und Chanel Tukia an dem Song mitgewirkt. Außerdem ist der US-Rapper Flo Rida an dem Uptempo-Song beteiligt – und soll sogar, wenn alles klappt, auch in Rotterdam mit auf der Bühne stehen.

Textlich ist „Adrenalina“ sehr sexy und Senhit verzehrt sich darin ziemlich ekstatisch und körperlich nach dem Objekt ihrer Begierde: „Can’t move without your eyes on me. It’s like my body’s yours only. So baby, don’t leave me lonely now – we’re like fire and gasoline. Come and light it up with me. You’re my adrenaline, just one touch and I’ll ignite“ (Ich kann mich nicht bewegen ohne deine Augen auf mir. Es ist, als ob mein Körper nur dir gehört. Also Baby, lass mich jetzt nicht einsam zurück – wir sind wie Feuer und Benzin. Komm und zünde es mit mir an. Du bist meine Adrenalin, nur eine Berührung und ich werde mich entzünden).

Passend zum Text ist „Adrenalina“ ein treibender und tanzbarer, sauber produzierter Feel-Good-Song, der auch mit folkloristischen Elementen aus Osteuropa spielt. So verwundert es nicht, dass die Fans sofort nach Veröffentlichung steil gingen und San Marino kurzzeitig gar an die Spitze der Wettquoten katapultiert wurde. Wie nachhaltig dieser Hype schlussendlich ist, werden wir in Rotterdam sehen. Klar dürfte aber spätestens nach den eigens produzierten Coverversionen und ihrer Teilnahme an den Eurovision Home Concerts im letzten Jahr sein, dass wir uns auf eine „interessante“ Performance freuen können.

Der Check

Song: 4/5 Punkte
Stimme: 3/5 Punkte
Instant-Appeal: 4/5 Punkte
Optik: 3/5 Punkte

Benny: „Adrenalina“ ist ein guter, tanzbarer Song, der mir wirklich Spaß macht. Well done! Flo Rida hätte ich persönlich jetzt nicht unbedingt gebraucht und die Zeiten dieser kurzen Rap-Parts in Pop-Songs sind eigentlich auch schon seit mindestens 10 Jahren vorbei, aber gut, wenn’s der Publicity nützt. San Marino hat in diesem Jahr wirklich alles gegeben und ich halte den Finaleinzug für ziemlich sicher – eine Platzierung ganz oben wird es aber wohl nicht werden. 8 Punkte.

Berenike: Von allen Upbeat-Dancenummern in diesem Jahr ist das sicher die zeitgemäßeste, „Adrenalina“ ist auf professionelle Art kreativ und ich verstehe, warum der Track so gut ankommt. Trotzdem frage ich mich manchmal, wie groß der Hype ohne Flo Rida mit No-Name-Rapper wäre… In dem Stück steckt aber auf jeden Fall „Fuego“-Potenzial. Trotzdem ist es nicht unbedingt mein Genre, deshalb 5 Punkte.

Douze Points: Eigentlich müsst das doch der griechische Beitrag sein. Laut, schnell, ethno und ein bisschen drüber. Gerade mit dem Rap-Teil von Flo Rida könnte das Lied auch schon ein paar ESCs in der Schublade gereift sein. Nun hat sich Senhit seiner angenommen und zeigt damit ihre Wandelbarkeit. Musikalisch geht mir das langgezogene „A-dre-na-liiiiine“ etwas auf den Geist. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass das der beste ESC-Beitrag San Marinos ever ever ever ist. 12 Punkte.

Florian: Zunächst sei gesagt, dass mir ein Song im Stil wie „Adrenalina“ eigentlich wenig zusagen sollte, diese urban-tropischen Popbeats hat man mittlerweile einfach so oft gehört, dass es auf mich nur noch nervend wirkt. Dennoch schafft Senhit es irgendwie, den Song zeitgemäß wirken zu lassen. Das Flo Rida-Feature ist ein nettes Gimmick, doch die Jubelstürme kann ich nicht so ganz verstehen – da gibt es wirklich talentiertere (und angesagtere) Kollegen, die daraus einen tatsächlichen Charthit machen könnten. Trotzdem würde es mich nicht wundern, wenn San Marino das beste Ergebnis in seiner ESC-Geschichte einfährt. 5 Punkte.

Manu: Wer hätte das vorher bitte gedacht? Bei „Adrenalina“ wummern die Bässe, die Melodie gräbt sich in meine Gehörgänge: das ist richtig satt produziert und hört sich für mich gut weg – nur der Rap von Flo Rida bringt mich etwas raus. Den hätte ich jetzt nicht gebraucht. Ich bin mir unschlüssig, ob das auch auf der Bühne funktionieren wird, da Senhit ja auch gern mal ein bisschen zu viel macht. Aber als Audio macht mir das Spaß – 8 Punkte.

Max: Fand ich ja am Anfang ganz furchtbar. Ich hab nicht verstanden, wieso das jeder so hypen muss. Flo Ridas beste Zeiten sind ja auch vorbei und der Beat ist nicht gerade innovativ. Und jetzt kommt es: mittlerweile liebe ich es. Vielleicht, weil ich es nicht so verbissen sehe wie am Anfang. Mein Gott, dann schickt eben ein Zwergstaat einen geilen Club-Banger ins Rennen mit einem 2008er-US-Star. Das ist doch so Banane, dass man es wieder feiern muss. Also wie gesagt, jetzt bin ich vollgepumpt mit Adrenalin. Finale ja, beste Platzierung San Marinos ja. Sieg? Eher nicht. 10 Punkte.

Peter: Meine anfängliche San-Marino–Euphorie ist etwas verflogen, zumal ich mit Flo Rida nicht so viel anfangen kann, aber dennoch ist dieser Song im Jahrgang 2021 locker im ersten Viertel und das Beste, was San Marino je gemacht hat beim ESC. Die ethno-inspirierten Grooves von „Adrenalina“ sind klasse, die kompakte Dynamik des Songs und die Power in der Stimme von Senhit tun ein Übriges. Clever und zeitgemäß produziert, kreativ (wenn auch etwas tacky überschminkt) inszeniert. Auch gut: Tolle stimulierende Beats! 12 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 60/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „Adrenalina“ auf Platz 2 von 39.

Wie schneidet der san-marinesische Beitrag "Adrenalina" von Senhit ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A
(16) Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Zwischenstand nach dem ersten Halbfinale

Erste Hälfte des zweiten Semis

(17) Estland: „The Lucky One“ von Uku Suviste
(18) Griechenland: „Last Dance“ von Stefania
(19) Island: „10 Years“ von Daði og Gagnamagnið
(20) Moldau: „Sugar“ von Natalia Gordienko
(21) Österreich: „Amen“ von Vincent Bueno
(22) Polen: „The Ride“ von RAFAŁ


97 Kommentare

  1. Auch wieder fürchterliche Reißbrett-Soße… geradewegs aus dem Jahr 2009 in 2021 gebeamt… Braucht niemand… Aber alle ESC-Huschen finden es natürlich wieder toll…

    • Natürlich finden den Song aus San Marino die meisten toll und für das flächenmäßig kleinste Teilnehmerland wird auch eine sehr gute Platzierung dabei herauskommen!

      Bei den Bloggern schneidet der Song auch ganz gut ab und die haben schließlich auch Ahnung von guter Musik, die Du nicht hast!

      • Andi, angesichts des Ausgangskommentars fand ich Mattys Antwort hier nicht aus dem Rahmen fallend.

      • @Thomas M.

        Ich schon. Klar, das mit ESC-Huschen ist auch daneben. Mir lag es auch fern, diesen Flo zu verteidigen. Aber sowas muss man halt auch einfach mal stehenlassen können.
        Im Übrigen macht Matty das ja ständig und auch erst gestern wieder, dass er anderen Kommentatoren hier Geschmack und Fachkenntnisse abspricht. Und zwar immer dann, wenn man anderer Meinung ist als er. Und das ist halt auch einfach scheiße.

      • Thomas M.
        Kann ich nicht nachvollziehen,was du da sagst. Flo hat ganz allgemein gesagt, dass bestimmte Leute (ESC-Huschen, was auch immer das sein soll), das Lied natürlich mal wieder gut finden. Das ist eine Aussage, die kann man bejahen, ich würde das tun, oder auch ablehnen.
        Unser Gruppen-Troll wurde hierhauf sofort persönlich beleidigend, scheinbar sieht er sich auch unter den Angesprochenen.
        Das geht meiner Meinung nach gar nicht, und das sollte man hier auch laut sagen. Warum du das hier relativierst, kann ich nicht verstehen.

      • „Aber alle ESC-Huschen finden es natürlich wieder toll…“. Da diese „fürchterliche Reißbrett-Soße“ „niemand braucht“, heißt das schon irgendwie, dass diese ESC-Huschen (ich weiß auch nicht was das ist, klingt aber nicht sonderlich nett) keinen Ahnung von guter Musik haben.

        Daher bleibe ich dabei: Ich finde Mattys Antwort in diesem Fall vollkommen ok.

      • Streiche ein „n“ von „keinen“.

        Die Schrift beim Eintippen ist viel kleiner als die Schrift, die nach dem Absenden erscheint, sodass Tippfehler erst dann in voller Pracht erstrahlen.

    • Flo – erkläre mal kurz den Begriff „ESC-Huschen“ – nicht damit es bei mir ins falsche Halsloch kommt und einen „Reflex der Verärgerung“ versehentlich auslöst.
      Ich mag San Marino dieses Jahr sehr und habe es auf Platz 6.

      • Auf der lnternetseite von Wiktionary bedeutet das Wort Husche „hysterischer Homosexueller mit femininem Gebaren“. Ursprünglich bedeutet Husche aber „kurzer Regen- oder Schneeschauer“.

      • Auch wenn sich jetzt manche über mich ärgern: Matty hat hier nicht reagiert, was ich durchaus als deeskalierendes Verhalten betrachten würde.

  2. Hätte glatt ein Beitrag für Aserbaidschan sein können und mir persönlich wäre diesmal ein Beitrag auf Italienisch lieber gewesen, aber ich bin von „Adrenalina“ sehr angetan. Es gibt auch tanzbare Nummern mit gewissem Niveau. Zudem nehme ich Senhit als Künstlerin durchaus ernst und durch den Rapteil hat das Ganze sehr viel Eigenständgkeit und auch Sommerhitqualitäten.

    Ich könnte gut mit einem Erfolg der ältesten Republik der Welt leben.

    Von mir gibt es 7 von 10 Punkten und Platz 9 in meiner Rangliste. Viel Glück !

  3. Ich bin ja so mega gespannt wie sie den Song auf die Bühne bringt. Und ob mit oder ohne Flo Rida, kann ich mir bei einer ziemlich guten Inszenierung auch tatsächlich einen Sieg vorstellen.

    Es gibt übrigens auch eine Version ohne Flo Rida.

  4. „Adrenalina“ ist einer der besten Up-Tempo Songs in diesem Jahr und wird für San Marino die beste Platzierung jemals einfahren. Meiner Meinung nach sehr verdient. Großes Lob nach San Marino.

  5. Bislang zweites Semifinale

    San Marino 7/10
    Island 5,5/10
    Griechenland 3,5/10
    Österreich 3/10
    Estland 2/10
    Moldau 1/10
    Polen 0/10

  6. Tolle Künstlerin, guter Song, allerdings kann ich die allgemeine Begeisterung nicht ganz teilen. Für mich ist das ein guter, solider Song, mehr nicht.😉
    Nichtsdestotrotz wird Senhit mit ziemlicher Sicherheit das Finale erreichen, und dort das bisher beste Ergebnis San Marinos erreichen. Wenn es gut läuft, würde ich sogar auf TOP 5 tippen.

  7. San Marino ist in meiner ESC Burg im Thronsaal. Dort schaut die Prinzessin aus der Zwergprovinz ehrfürchtig auf den goldenen Thron den sie besteigen könnte.

    Senhit ist die größte Überraschung geglückt mit Adrenalina und dem Coup mit Flo Rida. Ich liebe es und bin total gespannt auf den Auftritt in Rotterdam. San Marinos bester Act ever wird es sein

  8. Auch, wenn es viele nicht für möglich halten, ich tippe ganz stark auf einen Top 5-Platz.
    Meine derzeitige Prognose:
    Platz 1 oder 2: Malta oder Schweiz, Platz 3-5: Frankreich, Italien und San Marino – in welcher Reihenfolge entscheidet sich mit Athmosphäre und Auftritt.

    • Michi – das könnte meine Top 5 sein …..ich bin begeistert ♥♥
      Ich hoffe immer noch auf einen Sieg von Destiny – denn damit würde sie Geschichte schreiben (Gewinnerin JESC + ESC + 1. Sieg Malta). Mit der Schweiz kann ich dieses Jahr nichts anfangen. Wenn ich zwischen den Stimmen von Blas Cantó (Spanien) und Gjon’s Tears (Schweiz) wählen müsste, dann würde ich mich für Blas entscheiden – Gjon’s Stimme ist so weinerlich – ich mag das nicht.

      • Destiny als Siegerin wäre so klasse!
        Ich finde, dass Repondez-moi mich mehr angesprochen hat, allerdings passiert dieses Jahr musikalisch mehr. Das könnte den Durchschnitts-Zuschauer, der die „Show“ letztes Jahr vll gar nicht gesehen hat, schon ansprechen!
        Es bleibt also spannend!

  9. Meine, zusammen mit destiny, grösste favoritin…auf den pcn (prix cheval noir).
    Das wirkt auf mich sowas von ausgelutscht und unoriginell. Kein punkt von mir

  10. Ich finde, es riecht hier nach FFF.
    Vor allem, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass Flo Rida nicht auf der ESC-Bühne stehen wird. San Marino dann als mit Senhit, einem random Rapper und einem Song, der so in der Form tatsächlich so 6,7 Jahre zu spät kommt.

    Tut mir leid, ich sehe beim besten Willen nicht, wie das funktionieren soll. Finale? Mit viel Glück, ja. Dann Platz 23.

      • Und bitte nicht Malta als Sieger ! Da schlage ich besser einen Kompromiß vor und der ist eindeutig Litauen.

  11. Die wichtigste Frage ist wohl wieviel Stage-Charisma die gute Senhit hat. Damit steht und fällt dieser Song. Ich empfehle ein paar Nachhilfestunden auf der Eleni Fouriera Fuego Akademie. Sonst könnte das wirklich böse enden…

  12. Die Gauklerin und Urkundenfälscherin Senhit von San Marino treibt sich im Bankettsaal meiner Burg rum, wo sie den leicht angetrunkenen Hofstaat mit 10 Jahre alten Tricks unterhält und unverdrossen versucht, den anwesenden Honoratioren die Punkte aus der Tasche zu ziehen. Dabei verkleidet sie sich als Levantinerin, um die orientalistische Mode zu bedienen, die von den Königinnen Sertab I und Helena I in der Burg populär gemacht wurde, würzt das Ganze jedoch mit einer Prise Pop Art und kurzen Auftritten ihres One Trick Pony Flo Rida. Das Ganze ist schon ziemlich dreist, für die Abgesandte eines Zwerstaates aber auch eine ziemliche Leistung. In der Hoffnung, dass ein gutes Ergebnis andere fahrende Gesellen wie Anonymous von Andorra oder Lise von Monaco zurück in die Burg lockt, hoffe ich auf ein spektakuläres Ergebnis und vergebe nicht ganz objektive 7/12 Punkte. In bocca al lupo!

  13. Mir gefällts sehr. Allerdings muss man auch hier darauf hinweisen: Musikalisch gesehen ist das nichts Neues. Es klingt doch stark inspiriert von „Fuego“, mit zugegeben sehr interessanten und anderen Ethno-Tönen. Der einzige Aspekt, bei dem sich „Adrenalina“ wirklich absetzt von der Vorgängerin, ist der Rapteil. Und den finde ich auch gut gelungen.
    Sorgenkind bleibt San Marino trotzdem ein wenig, denn hier wird die Performance eine entscheidende Rolle spielen. Wie es im Text schon anklingt, Senhit mag es gern „over-the-top“, sodass der Auftritt in einem einzigen Chaos münden könnte. Ich hoffe, da wird der Zwergstaat ebenfalls gut beraten. Wenn das klappt, halte ich einen Top-10-Platz für möglich. Über einen Überraschungssieg würde ich mich besonders freuen, aber daran glaube ich auch nicht.

    Prognose: Halbfinale 2/17 (80%) (vorerst) -> Finale 6-10
    Meinung: Platz 4/39 (8 Punkte)

  14. Zumindest hat der Winzling San Marino mit dem deutlich später veröffentlichten Adrenalina den deutschen Beitrag bei den Viewzahlen im ESC Channel von Youtube überraschenderweise bei Playzahlen vor einigen Tagen überholt. Finde, dass der Song eher vom Instant Appeal lebt. Für meinen Geschmack verblasst der Song nach mehrmaligen Song doch so arg, dass ziemlich rasch eine Entfernung aus der ‚Lieblingsplaylist‘ erfolgte.

    Was mich etwas verwirrt ist, dass die Gute ja schon stolze 42 Jahre alt ist. Keine Falte bzw jedenfalls nicht die erwartbaren Falten zieren ihr eigentlich mittelalt aussehend müssendes Gesicht. Also entweder Botox Wunder mit Fadenzug bei vorheriger Fettabsaugung, und/ oder kilometerdicke Spachtelmasse im Gesicht. Will ja nix sagen, aber wenn man sie so sieht 2011 und heute. Also man könnte meinen die ist ‚jünger‘ geworden.

  15. Ich finde den Song Weltklasse. Ich tippe auf Top 5. Mein persönlicher Platz 2 hinter Litauen in diesem Jahr.
    Außerdem wurde das nächste Reaction-Video veröffentlicht und zwar des, des französischen Beitrags.

  16. Mir gefällt das Lied gut. Für SM- Verhältnisse jedenfalls ein starker Act. Für mich spannend bleibt die Frage, ob Senhit als Typ (Lady Gaga) zu so einem Sommerohrwurm passt. Die Performance wird es zeigen. Finale sollte jedenfalls drin sein.

  17. Senhit ist die wiederkehrende Interpretin mit dem wohl größten Überraschungseffekt.

    Klar erfindet der Song das Rad nicht neu, aber für mich ist es der zweite Platz dieses Jahr und ein potenzieller Gewinner. Jetzt heißt es nur noch warten auf die Performance und wir können vllt schon einschätzen wo sich „Adrenalina“ am Ende wirklich einreihen wird.

    Eins ist klar, auf dem Sofa werde ich nicht sitzen, wenn sie auf der ESC-Bühne performt.

  18. Die sympathische Schülerin hatte unsere Schule vor 10 Jahren schon einmal besucht, diese aber wegen schlechter Zensuren bald wieder verlassen.

    Letztes Jahr kam sie zurück und hat gleich zwei Abschlussarbeiten abgegeben und dem Lehrerkollegium überlassen, welche dieses annehmen wolle. Das Kollegium war von beiden nur mittelmäßig angetan und hat vorgeschlagen, den etwas verrückteren von beiden zu überarbeiten und dann dieses Jahr nochmals vorzulegen.

    Daraufhin hat sich die Schülerin mächtig angestrengt und unter anderem Nachhilfe bei einem US-amerikanischen Coach genommen, der auch bei ihrer Abschlussarbeit selbst mitwirkte. Diese ist recht gelungen. Auch wenn der behandelte Gegenstand (eine medizinische Arbeit zum Thema Hormonausschüttung) nicht besonders originell ist, wurde er doch recht fundiert ausgearbeitet.
    Allerdings hatten die diversen Klassenarbeiten, die sie während des laufenden Schuljahres schrieb (die sich allesamt mit Abschlussarbeiten früherer SchülerInnen befassten) noch mehr überzeugt.

    Eine Versetzung in die Finalklasse wird jedenfalls entschieden befürwortet.

  19. Das ist für mich die größte Überraschung. Nach dem OK-Disco-Trash Song aus dem Vorjahr, lässt sich Senhit unter anderem von Thomas Steensgard und dem US-Rapper FloRida ein Megasong auf den Leib schneidern. Von allen Latino-Dancenummern des Contest, ist dies mit Abstand die beste. Toller treibender Beat, guter Aufbau, gut gesungen und den Rap-Part steuert der Meister (bin jetzt nicht sein größter Fan, bzw. des Genres, aber hier klingt es erstaunlich gut) selbst bei. Mal schauen, ob er auch auf der ESC-Bühne in Rotterdam auftreten wird. So oder so, wenn das nicht das schon überraschend gute Ergebnis von Serhat aus 2019 nochmal deutlich verbessert, weiß ich auch nicht…
    Im Vergleich zum Vorjahr macht Senhit bei mir den größten Satz nach vorne und klettert von Platz 34 auf Platz 6. In dieser Gegend könnte sie auch durchaus landen und so vielleicht nochmal den anderen „Zwergstaaten“ wie Andorra, Monaco oder Luxemburg die Rückkehr zum ESC schmackhaft machen.

  20. San Marino haut schon was gutes raus dieses Jahr , Finale wird zu 100% erreicht und sei Ihnen auch gegönnt .
    Wo das nachher landet man wird es sehen , seh es wohl in den Top 10 , es ist aufjedenfall besser als Mata Hari , Sugar und El Diablo . Für mich aber eher kein Gewinnersong ,aber wer weiß .
    Ich wünsche San Marino ganz viel Erfolg im Finale.

  21. Ein gefälliger Song. Ich weiß jedoch nicht, warum alle hier von großer Überraschung schreiben, San Marino hatte schon öfters gute Beiträge und gegen „Crisalide“ hat das kommerziellere „Adrenalina“ bei mir keine Chance. Trotzdem höre ich’s ganz gerne, Flo Ridas Rap-Passage gefällt mir erstaunlicherweise am besten.

    6 oder 6,5 Punkte (von 10).

      • Der ist bei mir leider eher hinten, aber mit immerhin noch 5,5(10) Punkten, genau wie SMA 2018 (Jessica & Jennifer Breining) und wahrscheinlich Serhat 2019 (ich war nach 2018 zu faul, meine Datenbank zu aktualisieren) und Senhit 2020. Weniger Punkte hat nur Senhit 2011 bekommen (4,5).

      • Bei mir sind alle Valentina-Beiträge außer ‚Crisalide‘ ganz hinten.

      • Aber ich gestehe: Serhats „Say Na, Na, Na“ mag ich auch sehr gerne. Leider hat er seinen Auftritt in den Sand gesetzt. Aber der Song macht mir immer noch gute Laune.🙂

      • Für mich auch ! Da hat in der Tat Siegel in seiner Spätphase ein hervorragendes Werk abgeliefert.

  22. Ich find das für san marinesische Verhältnisse schon ziemlich sensationell und hätte es beim Hören mit geschlossenen Augen direkt in Aserbaidschan verortet. Ein ganz okayer Beitrag, der so gar nichts von den üblichen Peinlichkeiten hat (nach dem unsäglichen Vorjahresbeitrag war aber jetzt auch Wiedergutmachung angesagt), das Finale spielend schaffen wird und daselbst an der Top Ten kratzen würde. Mehr ist glaube ich in diesem Feld dann doch nicht drin.

  23. Hätte genauso der zypriotische Beitrag sein können. Ist ganz klar wertig gemacht und auch wenn Flo Rida seinen Zenit lange überschritten hat, ist auch der Rappart gefällig. Ein solider Song, der gehypt wird, weil man von San Marino eher unter Sparmaßnahmen produzierte Werke kennt, die alleine deswegen schon schwach daherkommen. Der Hype wird in der Probenwoche abflachen und am Ende wird das ein Platz zwischen 16-20

  24. Was ein Meisterstück! Ich liebe diesen Song, habe ständig einen Ohrwurm. Ja, auch ich hätte den Rappart von Flo Rida nicht gebraucht, aber hey, so passiert nochmal etwas Überraschendes. Das muss in Rotterdam unter die Top 5 und ich bin mir sicher, dass das Staging auch ohne Flo funktioniert. Genug Televotingpunkte dürfte Senhit schon so gut wie sicher haben. Mein 3.Platz mit 10-12 Punkten!

  25. Auch wenn die Ethnoklänge nicht San Marino, sondern eher östliche Herkunft vermuten lassen, gefällt mir Adrenalina von den weiblichen Uptempo- Songs am besten.
    Würde ich grundsätzlich mit Potential für Top5 bewerten.

    Wenn da nicht einige ABERs wären:
    Der Rapteil passt gar nicht zum Song- bleibt spannend, ob bei Flo Rida auch der Grundsatz gilt, dass Rap beim ESC eher abgestraft wird.
    Die #FreakyTripToRotterdam Videos und auch das Musikvideo zu Adrenalina sind komplett überladen- die Outfits maximal extravagant und bunt, Kulissen teilweise oberkitschig und dann noch viel zu hektisch geschnitten.
    In dieser Form gefällt mir keiner der Coversongs annähernd so gut wie die Originale.
    Und wenn das gleiche Team auch beim ESC verantwortlich ist, sehe ich Adrenalina auch DEUTLICH schwächer abschneiden als hier vermutet.
    Selbst ein Halbfinalaus ist drin- aber als wahrscheinlichstes Ergebnis tippe ich derzeit Platz 11-15

  26. Der Song ist guter Durchschnitt. Ins Finale wird sie es schaffen aber das war es auch schon…Senit ist sympathisch hat aber nicht unbedingt die beste Stimme, tänzerisch ist sie auch nicht unbedingt eine Kanone, das Video verspricht mehr als es dann auf der Bühne in Rotterdam zeigen wird…ich schätze mal Platz 10-15….aber das wäre ja schon mal super für San Marino.

  27. Wann ist ein FFF ein FFF? Und kann das mit San Marino passieren? Wenn Senhit nicht ins Finale kommt, dann handelt es sich eindeutig um ein FFF. Wenn Senhit im Finale auf Rang 10 kommt, würde ich sagen kein FFF. Spannend wird es.

  28. Finde den Hype um Flo Rida um einiges übertrieben. Ich meine, er hatte seinen letzten großen Hit vor ca. fünf Jahren und seitdem hat man eigentlich nichts von ihm gehört. Ist natürlich jetzt für ihn nochmal eine große Plattform, um zumindest in Europa sowas wie ein „Comeback“ zu erleben, wobei das auch eher unwahrscheinlich ist und vor allem auch nur dann klappen könnte, wenn er tatsächlich nach Rotterdam fährt.
    Es wäre deutlich beeindruckender, wenn, bezüglich (T)Rap, wirklich aktuelle (Welt-)Stars auf der ESC-Bühne stehen würden, wie z.B. Lil Nas X oder Travis Scott. Wobei solche Musiker einen Auftritt bei einem europäischen Songwettbewerb sicher nicht nötig haben, das gilt ja auch für alle weiteren Künstler, die aktuell sehr erfolgreich in den Charts stehen. Aber, dass Flo Rida evtl. beim ESC teilnimmt, finde ich nicht besonders beeindruckend, obwohl ich finde, dass der Rap-Part sehr gut zum Song passt und Senhits Passagen auch sehr gut dadurch ergänzt werden und er gegenüber stilistisch ähnlichen Songs im Wettbewerb (z.B. Moldawien oder Aserbaidschan) nochmal um einiges heraussticht.

    • Wenn jetzt schon Interpreten, die in einer Zeit nach oben kamen, in der meine modernsten Lieblinge* als „von gestern“ bezeichnet wurden, als „von gestern“ bezeichnet werden, dann fühle ich mich irgendwie ein bisschen alt …

      *Trance-Songs der frühern Nuller (als letzte „trendige“ Musikrichtung, die mich so wirklich begeistert hat)

      • „alt“ ist natürlich immer subjektiv gesehen. Ich bin Anfang 20 und für mich sind daher die großen Hits von Flo Rida im Vergleich schon ein bisschen länger her, genauer gesagt war er in meiner späten Kindheit/frühen Jugendphase extrem erfolgreich mit seinen Songs, womit sich das für mich halt schon im Vergleich „alt“ anfühlt. Tut mir leid, falls ich mit der Aussage jemanden angegriffen haben sollte, das war so nicht gemeint.

      • Nein, nein, ich habe mich nicht im geringsten angegriffen gefühlt, ich fand das eigentlich ganz lustig. Ganz abgesehen davon wurde das Wort „alt“ ja auch von mir selbst ins Spiel gebracht 🙂

        Danke auf jeden Fall für Deine netten Worte!

        Als ich Anfang 20 war, schienen mir die Titel, die zwischen 5 und 10 Jahre alt waren, übrigens auch schon eine Ewigkeit her zu sein. 😉

  29. Senhit ist mega sympathisch und liefert auch für mich den besten klassischen „Bop“ oder „Uptempo-Banger“ des Jahres 😀 Bei mir zeigt er tatsächlich auch keine Ermüdungserscheinungen. Ich kann ihn mindestens einmal pro Tag hören und er leiert sich einfach nicht aus. Das ist bei anderen Uptemposongs normalerweise anders. Ich bin selbst extrem überrascht.

    Er ist aber auch sehr abwechlungsreich! Am Anfang eine schöne Strophe zum Reinkommen, dann ein klassischer Refrain, dann eine tolle Steigerung im Teil mit „You got me to this point, don’t let go.
    No, I’m not lеavin‘, not without you.“ Ich mag die Betonung in diesem Teil sehr und es schreit geradezu nach Pyro oder sonstiger Unterstützung dabei <3 Nun der coole Rappart und am Ende noch der obligatorische lange Ton. Ich liebe es! Die Bridge aus der anderen Version ist aber auch toll, weil da wieder mehr vulnerability reinkommt <3

    9.5/10 und 4/39.
    2020: 8/10 und 15/41.

  30. San Marino hat wieder zugeschlagen! Und wie!
    Es ist ein Supersong! Wild, mitreißend und auch eines ESC-Sieges würdig.
    Und das Ganze ohne sich selbst zu verleugnen. Einmal mehr zeigt San Marino seinen wunderschön bizarren ESC-Humor. Man zaubert einfach mal einen großen Namen auf die ESC-Bühne. Und da ist es egal, wie groß dessen Karriere ist und wie lange die Erfolge, wenn es denn welche gab, zurückliegen: wenn das san-marinesische Fernsehen sagt, dass XYZ ein Weltstar ist, dann ist er oder sie ein Weltstar! Selbst wenn betreffende Person in Wirklichkeit in einer verwinkelten Seitengasse in der Istanbuler Altstadt als Zahnarzt praktiziert.
    Und Senhit ist wie ausgewechselt! Schön, dass sie auf die Pauke haut und Bock auf den ESC hat. Vielleicht wird sie sich selbst um ein paar Dutzend Punkte bringen, weil sie zu abgedreht auftritt. Aber nichtsdestotrotz freue ich mich wahnsinnig auf diesen Auftritt! San Marino bleibt auch 2021 seinem San-Trollino-Image treu, aber ist auch nicht zum Spaß hier. Das ist professionell und würde sehr gut ins Radio passen.
    Bereits 2013 wurde ja schon darüber spekuliert, ob San Marino besser als Italien abschneiden würde, aber so weit kam es leider nicht. Dieses Jahr jedoch wird dieser Fall eintreten! Hoffentlich!

  31. Ohoh,

    ich hatte mir gerade die Soloversion von „Adrenalina“ ohne Rapteil angehört (war oben in einem Kommentar verlinkt). Und da war leider „Moves“ von Suzi P vom letztjährigen Mello erwähnt. Und jetzt bin ich doch etwas entsetzt: zu 65% ist das dasselbe Lied, ganz offiziell sogar von denselben Autoren, auch wenn bei Senhit noch zusätzliche Credits dazukommen.

    Der Text ist ein anderer und diese Suzi kann gar nix, aber darum geht es nicht:

    https://www.youtube.com/watch?v=UBYDAlGj424

    Ich bin keiner, der bei ein paar ähnlichen Noten gleich Plagiat schreit, aber das geht ja gar nicht. Die EBU ist bei sowas in letzter Zeit ja immer sehr großzügig, aber ich würde die von mir sehr geschätzte Senit sofort disqualfizieren.

      • Der Schule lag das Originaldokument erst jetzt vor, deshalb plädiert sie hiermit für die nachträgliche Zurücknahme der bereits erteilten Zulassung in die Finalklasse.

      • Statt einem weiteren Schulbesuch legt das Kolleg eine Ausbildung bei einem gewissen zu Guttenberg nahe, in dessen Kunstfälscherwerkstatt sie es bei ihrem Talent sicher weit bringen wird.
        Den zwergenwüchsigen Hofnarr zu geben auf gewissen Burgen bekommt sie sicher nebenbei auch noch hin.

    • Das ist mir tatsächlich auch schon aufgefallen. Die Gesangsmelodie ist natürlich anders, aber wenn man die beiden Instrumentals vergleicht, lassen sich schon einige ähnliche oder sogar komplett identische Stellen finden.
      Die Frage ist natürlich, ob es ein Plagiat ist, wenn die Songwriter wie in diesem Fall mehr oder weniger von sich selbst abschreiben. Dennoch müsste die EBU hier eigentlich aktiv werden, da ja ganz eindeutig einzelne Songteile von „Moves“ übernommen wurden und somit vor dem 1. September 2020 erschienen sind.

    • Das Thema „Plagiat“, „Samples“, „gleicher Rhythmus“, „gleiche Songstruktur, bzw. Songidee“ und ähnliches wird in der Tat immer mehr ausgereizt. Bisher scheint man da hauptsächlich auf das Thema „Plagiat“ und „Samples“ einzugehen. Da die Melodiefolge zwar ab und an ähnlich ist, aber eben dann doch genug Unterschiede zu „Moves“ aufweist, wird die EBU da sicher nichts hinsichtlich einer Disqualifikation unternehmen.

      Sehr große Ähnlichkeiten im Beat und Instrumental sind aber definitiv nicht abzusprechen. Es gab allerdings auch in der Geschichte der Popmusik immer schon Rhythmen, Schlagzeugfolgen und ähnliches, die bei diversen Liedern auftauchen, ohne das da irgendjemand von „selbes Lied“ geredet hat.

  32. Ich kann den Hype um diesen Song gar nicht verstehen. Der übliche Dancesongbrei ohne irgendein Alleinstellungsmerkmal. Schon zigtausendmal gehört. Dazu kommt das sich Aserbaidschan und San Marino ziemlich ähneln, was den Beat betrifft. Mich überzeugt der Song nicht. Ich bin mal gespannt wie sie den Liveauftritt inszenieren. Von dem zugegeben ganz gut produzierten Video lass ich mich nicht blenden.

  33. Ich glaube, der Song wird etwas überschätzt. Aber bestimmt wird für San Marino ein sehr gutes Ergebnis herausschauen.

  34. Nächstes Jahr dann für San Marino bitte im Duett
    Der Serhat feat. Senhit
    😅

    Ich werde mit dem Song einfach nicht warm, da hat mir Say Na Na Na doch besser gefallen 😆

  35. Finde den Song super, meine Nr. 2! Offensichtlich hat hier jemand Geld reingesteckt; das Video ist ja wohl auch mit cleveren Mailänder Stylisten & Producern gedreht worden worden. Hoffe, es wird auch so viel Mühe in die Präsentation gesteckt, dann sollte locker ein AZE-Level Top Ten Platz drin sein. Flo Rida ist stylistisch eine etwas seltsame Entscheidung und der Rap-Part wirkt mit ihm leider wie ein Fremdkörper. Aber vielleicht fragt man ja mal bei den Nachbarn an und gibt ’nem Italo-Rapper ein paar Soldi, damit er den Part, idealerweise auf Italienisch, übernimmt.

  36. Großartig mit welchem Elan das kleine San Marino Jahr für Jahr hier Energie rein steckt. Respekt. Der Song ist eine gelungene Melange von ESC Erfolgs Ingredienzien. Die Strophen erinnern mich an Everything that i want von Sertab. Dann darf der Orienttouch nicht fehlen. Ok, auf den blöden Rap hätte ich verzichten können, hält sich aber in Grenzen, wobei für diesen Marketing Gag mit Flo Ryda hätte man verzichten können. Insgesamt fühle ich mich sehr gut unterhalten mit der Nummer. Etwas Bauchweh habe ich bezüglich des Liveauftritt. Nach meiner Erinnerung klappt das bei Senhit mit dem Gesang nicht so sonderlich. Wobei diesbezüglich ihr letzter Beitrag dahingehend anspruchsvoller war. Aber ich bin gespannt und wünsche San Marino ein tolles Ergebnis

  37. Wenn das san-marinesische Lied mehr nach Balkan klingt als die Balkanländer selbst.. Senhit gehört neben Natalia Gordienko für mich zu den Rückkehrer*innen, deren Lieder sich exorbitant verbessert haben in diesem Jahr. Nach dem schaurigen „Freaky!“ nun ein richtiger Upgrade: Ein catchy Uptempo-Song mit angenehmem Beat und den von mir geliebten Ethno-Einflüssen. Das Einzige, das stört, auch hier wieder das rollende Rrrr, das für mich den Flow des Liedes unterbricht. Ich denke Top 10, wenn nicht sogar Top 5 ist möglich.

    Ob jetzt Flo Rida nach Rotterdam riden wird oder nicht, ist mir egal. Letztendlich ist dieses „Namedropping“ nichts anderes als ein Publicity-Stunt. Nachdem Drake, Jay-Z und 10 andere Rapper die Anrufe von Senhits Team nicht entgegennahmen, fand man einen Rapper, bei dem das Telefon 10 Jahre nicht geklingelt hatte = Win/Win Situation. Womit sie im Mai wirklich für Furore gesorgt hätten: Auf der Bühne ein manisch wütender Eminem, der die schwedische Mello-Mafia im Stakkato- Stil verbal zerlegt. 😁

  38. Den Song an sich finde ich für so n Ethno-Disco-Ding ganz gut, gerade der Rappart verleiht ihm ein gewisses Extra. Vom Rhythmus her kann ich mir sehr gut vorstellen, in der hiesigen Tanzschule dazu die Samba zu lernen; das passt ganz gut, ist aber auch ein bisschen Klischee…
    Mit Senhit als Künstlerin kann ich leider nach wie vor garnichts anfangen. Ihre Stimme und ihr Auftreten wirkt auf mich emotionslos und antiseptisch. Das verhindert, dass ich den Act so wertschätze, wie ich es tun wollen würde.
    Finale wird wohl mutmaßlich erreicht, dort habe ich jetzt mal auf einen Platz zwischen 11 und 15 getippt.

  39. Ich mag den sanmarinesischen Beitrag 2021. Bestimmt ist ein Top-5-Platzung im Grand Final drin. Sollte (!) San Marino gewinnen, bin ich 2022 live vor Ort 😉

  40. Adrenalina ist eine richtig gute Dance Nummer, wie ich sie mir auch mal für Deutschland wünschen würde. Das macht gute Laune und der Rythmus geht einem gleich unter die Haut. Bin zwar jetzt nicht der grosse Rap-Fan, aber es stört mich in diesem Fall auch nicht. Für mich der beste San Marino Beitrag seit Valentinas „Crisalide“. Ich tippe hier im Finale auf einen sicheren Platz in den Top Ten.

    • Die Dancenummer hatten wir bereits letztes Jahr und ich konnte gut darauf verzichten. Für Deutschland wünsche ich mir künftig andere Genres, eher so Richtung Finnland oder etwas Marke „Experimentell“. Allerdings mag ich auch Jendriks Song sehr.

  41. Ich finden das grooooßartig.
    Sieg. Platz 1. San Marino 2022. Alles andere wurde gesagt. Das ist eine grandiose Überraschung aus dem Zwergstaat. Das wird ganz groß abräumen und ich freue mich riesig, dass das Startnummer 1 ist und wir nicht so lange warten müssen.

  42. Gefällt mir total und ist auch mein Favorit in diesem Jahr 🙂 Ich glaube aber nicht, dass Adrenalina im Mai in die Top 10 kommt.

  43. Song: Ohne Rap noch besser. Jetzt chancenlos, Hybridsongs funktionieren nie.
    Stimme: Besser als was wir unterwegs nach San Marino im Radio hören.
    Instant-Appeal: Ist da. Hat sich zeitweise hinter den Bäumen versteckt.
    Optik: wo hatten die Frisöre aufgemacht?

  44. Irgendwie habe ich Senhit als eher mäßige Sängerin in Erinnerung, lasse mich aber gerne positiv überraschen. Die Rappeinlage müsste meiner Meinung nach nicht sein. Ich tippe auf eine Platzierung im unteren Mittelfeld.

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