
Zwei Österreicher singen für Deutschland beim Eurovision Song Contest in der Schweiz – die Chefsache ESC 2025 unter der Leitung von Stefan Raab hat es möglich gemacht. Der Song „Baller“ von Abor & Tynna (Aufmacherbild) besetzt im diesjährigen ESC-Startfeld eine eigene Nische und hat etliche Fans im In- und Ausland gewonnen. Der ganz große Durchbruch ist bisher allerdings noch ausgeblieben, dafür ist der Beitrag womöglich zu polarisierend. Aber vielleicht ist genau das das Erfolgsrezept für den nun anstehenden ESC in Basel.
Auch im letzten Jahr seiner Verantwortung für den ESC in Deutschland verzichtete der NDR auf jedwede Vorentscheid-Kontinuität und setzte wie in den Erfolgsjahren 2010-2012 auf eine Kooperation mit Stefan Raab. Dieser erklärte die Suche nach dem deutschen ESC-Beitrag zur Chefsache, und so durfte der NDR im weiteren Verlauf dem Geschehen genauso ohne Entscheidungshoheit zusehen, wie die TV-Zuschauer zumindest bei 3,5 der 4 Sendungen des Vorentscheids.
Denn sowohl bei den drei Vorrunden, die auf RTL übertragen wurden, wie auch in der ersten Hälfte des Finales, was in der ARD zu sehen war, entschied allein eine weitgehend ESC-fremde Promi-Jury unter Leitung von Raab über den Verbleib der Beiträge im Wettbewerb. Die Entscheidung über die letzten fünf Acts im Televoting war am Ende vergleichsweise knapp: Auf „Baller“ entfielen 34,9% der Stimmen. Dahinter landete LYZA mit 31,1% der Stimmen auf Platz 2. Die weiteren Plätze belegten Moss Kena 22,6%, LEONORA 7,0% und The Great Leslie 4,4%. Alle vier Liveshows wurden von Barbara Schöneberger (Aufmacherfoto) moderiert und aus Hürth bei Köln gesendet.
Hinter dem Duo Abor & Tynna stehen die Geschwister Tünde und Attila Bornemisza aus Wien. Die beiden stammen aus einer musikalischen Familie. Ihr Vater, Cellist bei den Wiener Philharmonikern, prägte sie von klein auf, sodass beide bereits früh klassische Instrumente erlernten. Die ersten gemeinsamen Songs entstanden 2016. Ihre musikalische Laufbahn führte sie von familiären Klassenzimmerabenden zu Auftritten in Wien, Berlin und Hannover. 2024 waren sie als Support-Act auf der Tour von Nina Chuba dabei. Ihr Debütalbum „Bittersüß“, auf dem auch ihr Vorentscheidungsbeitrag zu finden ist, erschien diesen Februar.
Das Lied
Der Text von „Baller“, der bis auf eine Zeile vollkommen auf Deutsch ist, beschreibt, wie die Protagonistin das Ende einer Beziehung verarbeitet. Sie lässt (ballert) all ihre Gefühle heraus und löst sich so von ihrem Ex-Partner. Es tut zwar immer noch weh, aber es ist endgültig vorbei und es gibt kein Zurück. Die Protagonistin gewinnt an Kraft und ist am Ende die Stärkere der beiden Ex-Partner. Sie ist jetzt bereit für ein neues Leben und greift nach den Sternen.
Der Song ist ein flotter Elektrotrack mit sehr eingängiger Melodie. Insbesondere die „la-la-la“-Silbendopplungen in „ballern“ und „fallen“ und der Einstieg ins Lied gleich mit dem Refrain ermöglichen ein sofortiges Mitsingen. Das elektronische Arrangement des Tracks ist sehr voll und arbeitet mit vielen Melodiespuren. In den Strophen hört man Tynnas natürliche Stimme, im Refrain wird mit leichten Stimmverzerrungen gearbeitet.
Abor & Tyanna werden im zweiten Halbfinale am 15. Mai 2025 zwischen Startplatz 14 und 15 auftreten, sind aber als Repräsentanten eines Big-5-Landes schon für das Finale gesetzt.
Der Check
Song: 3,5/5 Punkten
Stimme: 3/5 Punkten
Darbietung: 2/5 Punkten (auf Basis des Vorentscheid-Auftritts)
Instant Appeal: 4/5 Punkten
Chris: Ballert einfach richtig. In einer gerechten Welt würde das mehr Erfolg als „Always on the run“ haben. Es bleibt zu hoffen, dass Tynna rechtzeitig gesund wird, und die Probleme im Chorus sowie mit dem Staging zufriedenstellend gelöst werden können. 10 Punkte
Giulia: Ich finde es richtig, dass Deutschland diese Art von Musik schickt. Das ist das, was in Deutschland gerade von jungen Leuten gehört wird. Eine Mischung aus Nina Chuba und Ski Aggu. Ich glaube, das Lied würde auf einem deutschen Festival gut ankommen, aber es wäre nicht so gut, dass es zur Prime-Time laufen würde. Klar, Tynnas Stimme muss sich noch verbessern. Aber es ist aus dem Lied und aus Tynnas Ausstrahlung etwas herauszuholen. Nur weiß ich jetzt schon, dass es keine coole Inszenierung geben wird, weil Deutschland gar nicht weiß, was Inszenierung bedeutet. Das einzige, was wir haben werden, ist ein belangloses Bühnenbild. 6 Punkte
Laureen: Ich mag den Beitrag gerne und er hat es sogar in zwei meiner Playlists geschafft: In die für den ESC und in die Playlist für deutschsprachige Musik, die ich liebevoll „Görmany“ getauft habe (für die, die es interessiert). Der Beitrag ist modern, clever und macht Laune. Sorgen bereiten mir noch die Live-Auftritte. 7 Punkte
Peter: Selten habe ich bei einem deutschen Song so eine krasse Diskrepanz zwischen Inlands- und Auslands-Wahrnehmung empfunden. Während der Titel bei den Fans in Europa häufig gefeiert wird, gibt es hierzulande sehr oft Schulterzucken oder Egaligkeit. Ich mag „Baller“ sehr und feiere den Song. Zwei Dinge beunruhigen mich: „Baller“ ist nicht unique im Jahrgang, es gibt vieles, was damit verglichen werden wird – von Belgien über Österreich und Finnland bis Australien. Und ich befürchte, Stefan Raab wird die Inszenierung verschlimmbessern. Die Zertrümmerung eines Cellos zum Beispiel finde ich persönlich „Trümmer“, wie mein Freund Daniel sagen würde. Geschmacklos und unpassend, es will mir nicht in den Sinn, was daran gut sein soll, ein klassisches Instrument zu zerschlagen. 10 Punkte
Rick: Diese Nummer ballert einfach. Und das würde ich sogar sagen, wenn der Song nicht „Baller“ heißen würde. Ein frischer Sound, der das aktuelle Deutschland musikalisch perfekt widerspiegelt und dabei extremst eingängig ist. Ich feier‘ den Electro-Sound und Abors Cello bringt die nötige Wiedererkennbarkeit rein. Auch wenn ich genauso unsicher Richtung Basel blicke, wie alle anderen, war ich schon lange nicht mehr so „positiv aufgeregt“, einen deutschen Beitrag auf der ESC-Bühne zu sehen. 12 Punkte
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Benny: 8 Punkte
- Berenike: 10 Punkte
- Danio: 12 Punkte
- Douze Points: 8 Punkte
- Manu: 10 Punkte
- Max: 12 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 105/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Baller“ auf Platz 4.
Wie schneidet der deutsche Beitrag "Baller" von Abor & Tynna ab?
- Platz 11-15 (23%, 365 Votes)
- Platz 21-26 (21%, 335 Votes)
- Platz 16-20 (21%, 327 Votes)
- Platz 6-10 (18%, 278 Votes)
- Top 5 (17%, 264 Votes)
Total Voters: 1.569
Bisher erschienene Songchecks
Erstes Halbfinale
- (1) Estland: „Espresso Macchiato“ von Tommy Cash
- (2) Island: „Róa“ von VÆB
- (3) Polen: „GAJA“ von Justyna Steczkowska
- (4) Portugal: „Deslocado“ von NAPA
- (5) Slowenien: „How Much Time Do We Have Left“ von Klemen
- (6) Schweden: „Bara Bada Bastu“ von KAJ
- (7) Ukraine: Bird of Pray“ von Ziferblat
- (8) Albanien: „Zjerm“ von Shkodra Elektronike
- (9) Aserbaidschan: „Run With U“ von Mamagama
- (10) Belgien: „Strobe Lights“ von Red Sebastian
- (11) Kroatien: „Poison Cake“ von Marko Bošnjak
- (12) Zypern: „Shh“ von Theo Evan
- (13) Niederlande: „C’est la vie“ von Claude
- (14) Norwegen: „Lighter“ Kyle Alessandro
- (15) San Marino: „Tutta l’Italia“ von Gabry Ponte
Zweites Halbfinale
- (19) Armenien: „Survivor“ von PARG
- (20) Australien: „Milkshake Man“ von Go-Jo
- (21) Österreich: „Wasted Love“ von JJ
- (22) Griechenland: „Asteromáta“ von Klavdia
- (23) Irland: „Laika Party“ von EMMY
- (24) Lettland:„Bur man laimi“ von Tautumeitas
- (25) Litauen: „Tavo Akys“ von Katarsis
- (26) Montenegro: „Dobrodošli“ von Nina Žižić
- (27) Tschechien: „Kiss Kiss Goodbye“ von ADONXS
- (28) Dänemark: „Hallucination“ von Sissal
- (29) Finnland: „ICH KOMME“ von Erika Vikman
- (30) Georgien: „Freedom“ von Mariam Shengelia
- (31) Israel: „New Day Will Rise“ von Yuval Raphael
- (32) Luxemburg: „La Poupée Monte Le Son“ von Laura Thorn
- (33) Malta: „Serving“ von Miriana Conte
- (34) Serbien: „Mila“ von Princ
Finale
- (16) Italien: „Volevo essere un duro“ von Lucio Corsi
- (17) Spanien: „ESA DIVA“ von Melody
- (18) Schweiz: „Voyage“ von Zoë Më
- (35) Frankreich: „maman“ von Louane
- (36) Vereinigtes Königreich: „What the Hell Just Happened“ von Remember Monday
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Am Anfang- im deutschen Vorentscheid- konnte ich mit Baller nicht wirklich etwas anfangen. Ich finde Abor und Tynna sympathisch, aber das Lied hat mir leider einfach nicht gefallen. Mittlerweile finde ich Baller aber ganz ok. Irgendwie tue ich mich aber immer noch schwer mit dem Songtext. Ich wünsche den beiden jedenfalls alles Gute in Basel und das beide gesund bleiben.
Ich glaube nicht, dass Deutschland gewinnt, aber ich glaube an eine Platzierung im Mittelfeld.
Mein lieblingsbeitrag ist 1993 münchener Freiheit gewesen. War damals auch Fan. Aber der beitrag gefällt mir immer noch.
Baller war nicht der Song,den ich für Deutschland gewählt habe,aber ich bin auch nicht unzufrieden damit. Als ich Abor und Tynna mit Baller zum ersten Mal im VE gehört habe,dachte ich,ja,die Melodie ballert richtig gut.Auf die Stimme habe ich zuerst noch nicht so geachtet. Der Song ist modern,in deutsch und Tynna hat was besonderes in ihrer Ausstrahlung,das gefällt mir gut. Schade,dass dann die Kehlkopfentzündung dazu kam und die beiden sich kaum noch präsentieren konnten.Aber das kann man nicht ändern.
Ich denke,sie haben sich trotzdem gut vorbereitet und werden einen guten Auftritt zeigen.Ich drücke ihnen auf jeden Fall die Daumen,tippe jetzt mal vorsichtig Platz 11-15.
Toll, jetzt habe ich natürlich den ganzen Kommentar vorbereitet und bin trotzdem viel zu spät…. Naja, hier kommt jetzt der ursprüngliche Kommentar:
2025 haben mehrere Länder meiner Meinung nach ihre besten Songs seit langem geschickt: Albanien, Dänemark, San Marino, und jetzt auch noch Deutschland. Eine Tatsache, mit der ich davor nie im Leben gerechnet hätte.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich für ein Lied aus Deutschland jemals so gehypt war. „Baller“ ist modern, anders, auf Deutsch und damit eigentlich genau das Gegenteil von dem, was ich sonst so höre, aber trotzdem feiere ich alles an dem Song. Abor und Tynna sind dazu einfach unglaublich sympathische Künstler, wie ich finde, und auch wenn manch einer da anderer Ansicht sind haben die beiden meiner Empfindung nach viel Ausstrahlung und eine Menge Charisma, sobald sie auf der Bühne sind.
Und auch wenn es in Basel wohl alles nicht ganz so glattlaufen wird wie es eventuell hätte gehen können, bin ich einfach froh, Abor & Tynna als Künstler entdeckt zu haben. Selbst wenn das im Mai in der Bottom 5 landet, würde ich den Beitrag nicht weniger mögen. Denn auch wenn das Risiko sich am Ende was die Platzierung betrifft nicht ganz ausgezahlt hat, ist es immer noch besser, als immer nur auf sichere Jury-Songs zu setzen. Mit Isaak konnte man ja zum Glück einen sehr guten Platz erreichen, und dieses Jahr zeigen wir eben noch eine andere Facette unserer Musikszene (obwohl A&T theoretisch aus Österreich sind, diese Art von Musik ist aber auch in Deutschland sehr verbreitet meine ich).
Ich wünsche wie gesagt den beiden alles Gute in Basel und hoffe darauf, dass sie viel Spaß haben werden. Ich persönlich könnte mit unseren Beitrag nicht glücklicher sein und in dem Fall kann ich leider auch nicht ganz objektiv sein was die Performance betrifft.
Mich haben sie auf jeden Fall schon als neuen Fan gewonnen, ein Ticket für eines ihrer Konzerte ist auch schon gekauft. Zudem laufen „Parallele Linien“, „Babylon“, „Winnetou“ und andere Songs ihres Albums hier rauf und runter.
Und damit beende ich meine Lobesrede und ich hoffe ihr habt alle noch einen schönen Tag. 😊
Alles gut, man kann ihn sehen!😁✌
Ich hab auch Tickets und freue mich unheimlich auf das Konzert in Hamburg.
Cool! Wünsche dir viel Spaß. 😊
Danke, ich dir auch!
Szene:
Abor & Tynna werden als Kandiaten im deutschen Vorentscheid bekanntgegeben. Ich: „Ach die scheiden schon in der 1. Show aus“.
Abor und Tynna werden in der ersten Vorrunde antreten. Ich: Ach die scheiden aus.
Abor und Tynna singen eine eigene Version von Adele – Skyfall. Ich: „Cool. Sie müssen weiter
Abor & Tynna kommen ins Halbfinale: „Yeah“.
Abor und Tynna bringen ein Album heraus. Ich höre fast alle Songs an: „Cool Ich hoffe sie treten mit einem davon an“.
Ich beteilige mich an der Diskussion um den ESC Song.
Abor & Tynna treten mit Baller an und kommen ins Finale: „Cool. Das wird ein deutscher Beitrag sein den ich liebe“.
Abor & Tynna gewinnen den Vorentscheid: Ich bin aus dem Häuschen.
Ich liebe unseren deutschen Beitrag. Er ist cool, in Landesprache und ballert (wortwörtlich). Ich denke das mein Heimatland Platz 11-15 belegt. In meinem Ranking belegt Deutschland Platz 3/37.
Übrigens: Ich wünsche Abor unt Tynna, aber auch allen andereren Künstler*innen viel Glück und Spaß in Basel.
Hat mich auf Anhieb begeistert und ich find’s immer noch gut. Keine Ahnung, vielleicht weil dieser Popsong einfach nicht mehr sein will als ein Popsong. Ohne vermeintliche „Tiefe“ und Weltverbesserungsattitüde, ohne die deutsche Beiträge ja sonst eher selten auskommen. 🙂
Genau… und der hochphilophische Text von Satellite war ja auch nicht gewinnerwürdig. 😉
🙂 Ausnahmen bestätigen die Regel: In den 2000ern sind „Satellite“ und „No no never“ für mich die einzigen beiden deutschen Beiträge, die locker und unangestrengt daherkommen. Aber das ist wie immer Geschmackssache. 🙂
Da es in diesem Artikel über Deutschland geht: diese Woche begann auf RTL die neue Staffel von „Die Verräter – Vertraue Niemandem!“ und es gibt zwei Teilnehmer mit ESC-Bezug! Es sind Sandy Mölling, die 2008 als Mitglied der No Angels beim ESC Deutschland vertrat und Marie Reim, die im vergangenen Jahr am deutschen ESC-Vorentscheid teilnahm:
https://www.t-online.de/unterhaltung/tv/id_100702354/marie-reim-traenenausbruch-in-rtl-show-die-verraeter-.html
Marie wollte ihre Teilnahme abbrechen, konnte aber nachdem sie psychologische Hilfe bekam, weitermachen.
Morgen Abend sind Abor & Tynna zu Gast in der NDR Talkshow. Sendungsbeginn ist um 22 Uhr und die Moderatoren sind Babse (Barbara Schöneberger) und Hubse (Hubertus Meyer-Burckhardt).
Dann gibt es also doch noch den obligatorischen Auftritt in der NDR Talkshow. Vielleicht werden sie dort eine Akustik-Version von „Baller“ zum besten geben.
Ich fürchte leider, dass sie sich dort nicht ganz so ganz zuhause fühlen werden. Bei Fernsehsendungen wirkten sie bisher immer etwas eingeschüchtert. Aber ich hoffe, dass sie es dennoch aushalten werden
Sie hatten jetzt leider durch die lange Krankheit von Tünde nicht so viel Möglichkeiten, in solchen Situationen souveräner aufzutreten. Aber eigentlich ist das ja auch ganz süß. Sind halt keine Stars in dem Sinne, sondern durch ihr Elternhaus auch anscheinend sehr bodenständig und das macht ihren Charme, den beide ausstrahlen, auch aus.
Am Samstag tritt Ella Endlich, die beim deutschen Vorentscheid 2016 dabei war, beim Thüringen Tag in Gotha auf. Los geht es 15.30 am oberen Hauptmarkt.
https://www.thueringentag2025.de/samstag/performance/17007/
Thürelütag? Das passt ja
Mir gefällt der diesjährige deutsche Beitrag! Der Song ist modern, bleibt im Ohr und lädt zum Tanzen ein. Auch das Cello finde ich interessant; es verleiht dem Ganzen noch einmal eine besondere Note. Ich wünsche Abor & Tynna ganz viel Erfolg in Basel!
Am Tag der Arbeit und gleichzeitig als Abschluss dieser Reihe ein sehr gutes Stück deutsche Musik. Der deutsche Act bringt endlich und das erstmals modernen deutschen Pop zum ESC. Mit extrem hoher Ohrwurmqualität. Das wird definitiv sehr positiv in Basel auffallen. Platz 5 bis 12 ist mein Tipp.
Das war schon eine Überraschung, dass Abor und Tynna sich in der Stwfan-Raab-Gala am Ende durchgesetzt haben. Und ich finde, dies ist der interessanteste deutsche Beitrag seit „Taken By A Stranger“ von Lena 2011. Dazu das erste Mal Landessprache seit 18 Jahren. Also, dafür schon mal Hut ab. Der Song ist angenehm modern, hat einen guten Text und vor allem Tünde hat viel Charme 🤩. Eigentlich wäre also alles in Ordnung, wenn da nur nicht die Unsicherheit über die stimmlichen Fähigkeiten Tündes bestehen würden und auch sonst war der Auftritt vor allem im Finale von „Chefsache“ alles andere als gut. Für den Song gebe ich sehr gute 8,5 von 10 Punkten und damit landet das österreichisch-ungarische Geschwisterpaar bei mir auf Platz 7. Meine Einschätzung fürs Finale…naja, letztes Jahr lag ich weit daneben, als ich vermutete dass ISAAK in die Bottom 5 kommt. Dieses Jahr ist die Einschätzung aber noch schwerer, denn der Song ist richtig gut, aber was, wenn der Auftritt nicht sitzt? Daher tippe ich mal schlimmstenfalls Bottom 5, aber es kann bei einem gut gelungenen Auftritt auch bis in die Top 10 gehen und dafür sind alle Daumen gedrückt 👍🙏👍
Dem schließe ich mich gerne an !
Und das sind meine persönlichen Top 10 Beiträge:
1 Österreich
2 Frankreich
3 Deutschland
4 Niederlande
5 Israel
6 Schweden
7 Island
8 Aserbaidschan
9 Estland
10 Irland
Top 10 bei mir
1.Albanien
2.Schweiz
3.Schweden
4.Griechenland
5.Italien
6.Litauen
7.Frankreich
8.Niederlande
9.Serbien
10.Ukraine
Deutschland 12. Aserbaidschan hat sich deutlich gesteigert, liegt jetzt auf Platz 17.
Bottom 5
33.Belgien
34.Armenien
35.Irland
36.Estland
37.Kroatien
Österreich nur knapp davor auf 32. Ich kann es nicht ertragen….
Meine Bottom 5 sind:
33 Georgien
34 UK
35 Lettland
36 Ukraine
37 Litauen
Tja, da finde ich wiederum keinen der Genannten schlimm, ganz im Gegenteil (OK. Georgien ist stark gewöhnungsbedürftig)
8 Übereinstimmungen!!
Es gibt einen neuen Song von Malik Harris, der Deutschland vor drei Jahren beim ESC vertrat. Der Titel ist „Daydreaming“:
Auch Elżbieta „Ela“ Steinmetz, die vor elf Jahren als Mitglied von Elaiza beim ESC für Deutschland antrat, hat einen neuen Song veröffentlicht, und zwar ist es „Blauen Planeten“:
Wie schon bei Malta und Frankreich wundere ich mich hier wieder über die Blogger-Punktzahlen, wie bei Malta sind sie für mich deutlich zu hoch.
Das Positive ist für mich das Cello (wenn es gespielt wird, nicht wenn es zertrümmert wird) und dass die beiden auf mich sympathisch wirken, außerdem gefällt mir auch die Stimme der Sängerin, wobei ich wie immer nur die Studioversion beurteile. Es tut mir leid, dass sie diese Kehlkopfentzündung hatte, und so bitter es auch für die beiden war, es ist das einzig Richtige, dass sie nicht bei den Pre-Parties aufgetreten sind. Dass es daran Kritik gab, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Das Lied war m.E. eins der erträglicheren der deutschen Vorentscheidung, aber das heißt nicht allzu viel. Ich schreibe hier nicht zum ersten Mal, dass ich diesen „Balalala…“-Refrain sehr anstrengend finde, und auch sonst kann ich dem Beitrag rein kompositorisch nicht gar so viel abgewinnen. Es ist eine durchaus anerkennenswerte Abwechslung, dass mal ein Titel in deutscher Sprache geschickt wird, aber leider erhält durch diesen Song meine Empfindung, dass Deutsch nicht gerade eine der musikalischsten Sprachen dieser Welt ist, neue Nahrung. Und es ist ja nett, dass das Musik ist, die junge Leute – wie mehrfach geschrieben wurde – heutzutage hören, aber da gibt’s dann doch anderes, was mir besser gefällt, und wenn’s extra für den ESC geschrieben wurde und auch danach klingt.
„Baller“ entgeht immerhin meinen Bottom 5 und schafft es knapp in meine Top 30 (was in so einem starken Jahrgang ja gar nicht so schlecht ist, wie es auf den ersten Blick aussehen mag, und wenn man dann noch bedenkt, dass es Titel, die mit Stefan Raab assoziiert sind, bei mir nicht ganz leicht haben, ist das schon fast richtig gut).
Bei Malta stimme ich Dir noch zu, diesmal leider gar nicht.
Ich finde Deutsch sehr musikalisch, vor allem bei elektronischen Tracks. Zudem paßt es viel besser zu den derzeitigen Trends hierzulande.
Ja ja, die böse Unperson Stefan Raab…. (ich bin auch kein Fan von ihm, aber genauso wenig von Siegel). Zudem hatten wir schon genügend extra für den ESC geschriebene Musik und wir waren in der Regel damit nicht erfolgreich. Gerade als Big-5-Land muß man auch mal etwas wagen…
„Unperson“ finde ich kein schönes Wort. Und natürlich hat auch Raab positive Seiten.
Ich wunder‘ mich halt nur, wie vor zwei Jahren Ikke Hüftgold von recht vielen hier so gut wie zu einer solchen erklärt wurde, im letzten Jahr Ähnliches bei Joost. Dabei haben die beiden im Unterschied zum von mir oben Erwähnten und hier auf Grund seiner ESC-Erfolge vielfach Bejubeltem ihren Aufstieg zu Beginn der Karriere immerhin nicht der Tatsache mit zu verdanken, dass sie andere in der Öffentlichkeit gedemütigt haben.
Liebe Tynna, lieber Abor,
zu Beginn muss ich zu meiner Schande gestehen, dass meine Stimmen im VE an Moss Kena gegangen sind – der hat aber auch toll gesungen, oder? Ich gebe weiter zu, dass ich mir von eurem wundervollen Album lieber Parallele Linien für Basel gewünscht hätte – da habt ihr wirklich einen der Songs überhaupt rausgehauen für mich 2025! Und weil wir hier unter uns sind, muss ich schließlich noch beichten, dass mein ESC Herz in diesem Jahr schon sehr an Ziferblat hängt – und dann sind da auch noch Louane, Claude, JJ, usw. Aber hey, wer bin ich schon? Ich darf ja nicht mal abstimmen für Deutschland…
Daher möchte ich euch jetzt etwas viel Wichtigeres zurufen: Habt Spaß! Ich glaube, das wird ein ganz tolles und einzigartiges Erlebnis, als KünstlerInnen bei diesem großartigen Wettbewerb teilzunehmen! Ich wünsche euch, dass ihr gesund und unbeschwert eure Musik auf der ESC Bühne präsentieren könnt. Macht euch frei von irgendwelchen Erwartungen und genießt die Zeit in Basel! Wir drücken euch die Daumen!
😍
Das ist aber mal ein schöner „Brief“. Ehrlich und trotzdem dabei immer noch sehr nett und höflich ausgedrückt, so sollte es sein. Nicht, dass wir es anders von dir erwartet hätten, aber es ist trotzdem schön, solche Kommentare zu lesen.☺️
Und Parallele Linien hätte ich ebenfalls sehr gern auf der ESC-Bühne gesehen, allerdings könnte ich dasselbe auch über Baller/Winnetou/Babylon/… sagen, eine Menge ihrer Songs hätten den Titel „ESC-Song“ meiner Meinung nach verdient gehabt. Aber am Ende musste eben eine Entscheidung getroffen werden.
Die Hauptsache ist aber wie von dir gesagt, dass alle Künstler und Künstlerinnen Spaß in Basel haben und ihre Zeit dort genießen, schließlich ist das für die allermeisten ein einmaliges Erlebnis.
Und für uns auf ESC Kompakt geht es ja dann nach dem Contest gleich wieder mit dem SCC 2025 weiter, da freue ich mich auch schon riesig drauf. Nach dem Finale werde ich mich sofort ans Erstellen einer Liste mit VE-Beiträgen machen.
🫶🏻🍀
P.S. Ich finde ja, der ESC ist ne tolle Sache, die Wartezeit bis zum SCC zu überbrücken! 😇😉
Ja genau darum geht es:
Spaß haben, die Zeit genießen und sich frei machen von Erwartungen!
Hoffe für die beiden, dass sie auch in 50 Jahren noch mit einem Lächeln und guten Erinnerungen auf diese speziellen Tage in Basel zurückblicken können, egal welche Plazierung dabei raus kommt! 🙂
Das hast du sehr schön geschrieben Dennis – du findest einfach immer die angemessenen Worte und lässt die Geschmäcker Geschmäcker sein, ohne abzuwerten oder auch noch in der geringsten Weise etwas schlecht zu reden und du hast natürlich damit völlig recht, keine Musik ist schlecht, sie erreicht manche nur nicht, andere dafür um so mehr und das ist doch wunderbar. Du bist ein sehr angenehmer Zeitgenosse mit dem man viel Spass haben kann – danke dass du hier auf dem Blog unterwegs bist, du bist eine echte Bereicherung und hast uns schon oft zum Lachen gebracht mit der Art wie du den ESC und unser liebstes Hobby zelebrierst😍
🤗 Das ist ja sowas von lieb, deine Nachricht 🥰 Danke! Mit dir, Rusty, Gerd und Co hatte ich genug Vorbilder, wie man hier fair, fröhlich, engagiert und leidenschaftlich miteinander umgehen kann 😘 Ich bin wirklich glücklich, diese Community gefunden zu haben! Happy Eurovision euch allen! 🇪🇺❤️🕺🏻🫶🏻🍀
❤️ Dann sind wir zusammen weiterhin mit viel ESC Spirit☺️ hier unterwegs – ich freu mich – genau, Happy Eurovision, die Feiertage beginnen bald🤩
Huiuiui, was haben die Songchecker denn da geraucht (nur Chris Harms nicht)?
Ich finde Attila und Tünde sehr sympathisch, aber sie treten auch für mich mit dem falschen Song an: bei anderen kriegt Tynna den Gesang sehr gut hin, aber „Baller“ liegt ihr offenbar live nicht so. Außerdem ist mir der Song zu Balla-Balla. Und ich mag (wie auch beim anderen österreichischen Songs dies Jahr) nicht, dass entscheidende Teile vom Band kommen.
Also ein letztes Mal die Kiste mit meinen 20 Songs auf Platz 30 aufgemacht und rein damit!
Ich glaub nicht, dass „Baller“ im Finale besonders gut abschneidet (wo seht ihr vielen in den anderen Kommentaren denn, dass das international ankommt?). Tippe um Platz 20, lasse mich aber gerne positiv überraschen.
P.S.: Ich mochte Stefan Raab nie besonders, hat sich durch „Chefsache“ eher noch verschlechtert.
Raab hat seine „Chefsache“ total verballert.
Mir ist die Begeisterung für Baller komplett fremd, einfach weil ich es für einen nicht sonderlich gelungenen Song halte. Insofern wäre ich auch nicht enttäuscht,wenn er weniger gut abschneiden würde als hier vielfach erwartet. Den beiden gönne ich persönlich aber nur das Beste.
Peter meint: „Während der Titel bei den Fans in Europa häufig gefeiert wird, gibt es hierzulande sehr oft Schulterzucken oder Egaligkeit.“ Hm, warum liegt der Titel in den Odds dann so weit hinten? Nicht nur in Deutschland, auch im Rest Europas „ballert“ da leider viel zu wenig!
Stimmt ja gar nicht….. Beispielsweise ESC Tom findet den Song richtig gut.
Naja, im internationalen Fandom kommt der Song schon ganz gut an.
Beispielsweise ist „Baller“ bei der My-Eurovision-Scoreboard-App in der Top 10 vertreten und bei der r/eurovision-Reddit-Umfrage belegte Deutschland sogar den sechsten Platz. Es scheint also durchaus auch international viele Fans zu geben.
Es gibt einen Unterschied zwischen der Position in den Odds und der Meinung des Fandoms bei vielen Liedern. Manche Beiträge sind vielleicht keine Gewinner-Songs, dafür aber sehr gut zum Hören in der Studioversion so nebenbei.
Baller ist nicht mehr in den Airplay Charts Top 100 vertreten.
https://radiocharts.com/html/charts_de_main.htm
In den Single-Top100 schon lange nicht mehr.
Ich weiß nicht, ob es schon irgendwo geschrieben wurde und die Relevanz hält sich wahrscheinlich auch in Grenzen, aber bei der Wiwi Jury gab es ein paar interessante Ergebnisse: Schweden landet nur auf Platz 3 und Österreich nur auf Platz 5. Stattdessen steht Albanien auf 2 und Finnland auf 1. Deutschland ist auf Platz 6.
Und da sind wir nun beim finalen Songcheck angekommen – und bei einem der kontroversesten. Wie Rick treffend meinte, spiegelt das eine Facette deutscher Musikkultur wider, nicht zuletzt auch durch den deutschen (nicht-schlageresken!) Text. Sehr moderne Nummer, die man sehr gut hören kann, das gefällt mir. Aber kann man sie auch sehen? Die Liveauftritte waren bislang unisono schlecht, da kann man nichts beschönigen. Das hatte immer wieder Gründe, klar, aber die zählen auf dem Basler Spielplatz nicht. Es wird eine Mammutaufgabe, dieses Lied in eine gute Inszenierung zu gießen, und davon wird auch der Erfolg stehen oder fallen. Und Abor & Tynna müssen deutlich nahbarer und sympathischer wirken, als das jetzt noch der Fall ist.
Wie man an der Umfrage hier erkennt, gibt es keine wirklich klare Tendenz: Das kann komplett durchfallen, im Mittelfeld versacken (was dennoch für uns ein Erfolg wäre, keine Frage!) oder gar die Top 10 knacken, wenn alles gut läuft. Hoffen wir aufs Beste – viel Erfolg, Abor & Tynna! 🙂
Prognose: Finale 16-20 (wie gesagt, 11-15 und 21-26 kann ich mir genauso gut vorstellen)
Meinung: Platz 12/37 (8 Punkte)
Sind die beiden unnahbar und unsympathisch? Finde ich überhaupt nicht.
Ich muss zugeben, das A&T für mich keine Unbekannten waren, als ich sie beim Vorentscheid des Herrn Raab sah. Sie sind mir mit Winx Club irgendwo vor 2 Jahren schonmal über den Weg gelaufen und dann irgendwie immer mal wieder. Mir gefiel der junge und gut gemachte Sound, die mir durch Insta und Tiktok immer hier und da unter kam und ich war eigentlich sicher, das die beiden leidenschaftlichen und begabten Musiker schnell bekannt werden. Da war das Thema ESC noch nicht existent. Nun also ballert es in Basel am 17.5.
Obwohl es nicht mein Lieblingssong des Albums ist, hat Herr Raab diese Wahl, wenn man die Studioversion betrachtet, schon aus nachvollziehbaren Gründen gewählt. Was er meiner Meinung nach versäumt hat, ist die Verifizierung, ob er live auf dem Niveau der Studioversion vorgetragen werden kann. Das ist für mich der einzige Knackpunkt, mit dem vieles am 17. steht und fällt. Der moderne eingängige Song, die beiden charismatischen, sympathischen Musiker und vor allem die unfassbar wunderschöne Sängerin mit gewisser Aura sind absolute Pluspunkte. Ich denke, dieser Faktor wird hier oft unterschätzt, da die Zuschauer ja Augen im Kopf haben und nicht nur Ohren am Kopf.
In Braunschweig hat sie den Song recht ok hinbekommen, wenn auch lange nicht so souverän wie Bang Bang. Man merkte, das sie sehr konzentriert und nur mit langsamen Schritten über die Bühne richtig daran arbeitete, die Töne zu treffen. Sollte sie in Basel „wilde Aktionen“ mit Tanzchoreografie usw. einlegen müssen, wäre es mit der stimmlichen Performance sicher nicht gut bestellt.
Mein Tipp ist bei o.g. Hindernissen ein Platz in den Top 15-10, bei besonders starker Singstimme und/oder aussergewöhnlichem Staging eventuell im unteren Bereich der Top 10.
Heute hat die Sängerin Nicole Süßmilch, die vor 23 Jahren an der Castingshow DSDS und vor 20 Jahren am deutschen ESC-Vorentscheid als Duettpartnerin von Marco Matias teilnahm und den zweiten Platz mit „A miracle of love“ belegte (sie mußten sich im Superfinale Gracia Baur geschlagen geben), Geburtstag. Sie wird 45 Jahre jung.
Das war nach meiner Einschätzung der letzte gute Song von Ralph Siegel, der auch zum ESC 2005 nach Kiew gehört hätte.
„Crisalide“ gefällt Dir nicht?
Mir ja, die oben geleakte Nummer dagegen nicht.
Puh, ist das ein zäher Riemen. Hab ich erfolgreich verdrängt. Im Vergleich war die auch nicht gute Grazia doch um Welten besser.
So schlimm fand ich Grazia eh nicht.
Ich muss zugeben, das Abor und Tynna für mich keine Unbekannten waren, als ich sie beim Vorentscheid des Herrn Raab sah. Sie sind mir mit Winx Club irgendwo vor 2 Jahren schonmal über den Weg gelaufen und dann irgendwie immer mal wieder. Mir gefiel der junge und gut gemachte Sound, die mir durch Insta und Tiktok immer hier und da unter kam und ich war eigentlich sicher, das die beiden leidenschaftlichen und begabten Musiker schnell bekannt werden. Da war das Thema ESC noch nicht existent. Nun also ballert es in Basel am 17.5. Obwohl es nicht mein Lieblingssong des Albums ist, hat Herr Raab diese Wahl, wenn man die Studioversion betrachtet, schon aus nachvollziehbaren Gründen gewählt. Was er meiner Meinung nach versäumt hat, ist die Verifizierung, ob er live auf dem Niveau der Studioversion vorgetragen werden kann. Das ist für mich der einzige Knackpunkt, mit dem vieles am 17. steht und fällt. Der moderne eingängige Song, die beiden charismatischen, sympathischen Musiker und vor allem die unfassbar wunderschöne Sängerin mit gewisser Aura sind absolute Pluspunkte. Ich denke, dieser Faktor wird hier oft unterschätzt, da die Zuschauer ja Augen im Kopf haben und nicht nur Ohren am Kopf. In Braunschweig hat sie den Song recht ok hinbekommen, wenn auch lange nicht so souverän wie Bang Bang. Man merkte, das sie sehr konzentriert und nur mit langsamen Schritten über die Bühne richtig daran arbeitete, die Töne zu treffen. Sollte sie in Basel „wilde Aktionen“ mit Tanzchoreografie usw. einlegen müssen, wäre es mit der stimmlichen Performance sicher nicht gut bestellt.
Mein Tipp ist bei o.g. Hindernissen ein Platz in den Top 15-10, bei besonders starker Singstimme und/oder aussergewöhnlichem Staging mit Raab-Knalleffekt eventuell im unteren Bereich der Top 10.
ich will mich nicht drücken und habe für platz 16-20 gevotet und glaube auch nicht,daß wir wieder mal mit platz 25+ abschneiden werden aber das gelbe vom musikalischen ei ist „baller“ jetzt nicht,eher eine verlegenheitslösung.
da ich wohl ein wenig zu alt für dieses neumodische hektische stück musik bin,unterlasse ich weitere worte,außer das ich viel glück in basel wünsche.
song: 1/5
stimme: 0/5
darbietung: 1/5
instant appeal: 3/5
Songcheck #37
DEUTSCHLAND 🇩🇪🦅 mit Abor & Tynna und „Baller“
Vorweg: Ich beachte hier nur die Studioversion.
Viele sprechen vom modernsten Song in den letzten Jahren. Und da gehe ich mit. Das ist vermutlich der 1Liveste Song der letzten Jahre. Das heißt aber nicht, dass ich ihn besonders gut finde. Ich mag den Beat, die elektronischen Einflüsse und auch die Cello-Einbindung. Davon ab geht mir der Gesang aber zumeist zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Der Refrain setzt stark auf Vibes und obwohl man bei mir damit häufig gut fährt, berührt mich das nicht wirklich. Das Balalalalala und falalalalalen finde ich da eher unkreativ. Es nervt mich aber auch nicht. Einen Pluspunkt gibt es für die Landessprache.
Insgesamt von mir 7 von 12 Punkte für die beiden.
Ich will es nicht und ich wünsche es mir nicht, aber in Basel könnte das ein Desaster werden. Mit dem Auftritt aus dem Vorentscheid würden wir zurecht letzter werden. Da muss ganz viel gemacht werden. Und ich habe auch bedenken, dass Tynna den Song so singen kann. Auch, wenn das in Zeiten von Polen und Wild Youth eigentlich kein Problem mehr sein sollte.
Wenn sie das gut rüberbringen können und die Choreo gut funktioniert ist mMn ein Platz 10-20 möglich.
Mir gefällt der Song. Endlich mal was richtig freshes wieder aus unserem Land ohne das man sich dafür schämen muss.
Schade das der Song ohne wirklichen Höhepunkt ist, so wird’s dann doch eher nur ein mittelmäßiges Ergebnis.
Denke über Platz 15 kann man glücklich sein.