Songcheck ESC 2025 (33) – Malta: „SERVING“ von Miriana Conte

Miriana Conte – Foto: Edward Degabriele / Eurovision.tv

Der maltesische Beitrag für den Eurovision Song Contest 2025 ist einer der polarisierendsten des Jahrgangs, vor allem aber der textlich am meisten diskutierte. Das liegt ganz einfach an dem ursprünglichen Titel „Kant“, der so in der englischen Sprache als Beleidigung genutzt und öffentlich bzw. in den Medien nicht gebraucht wird. Die Sängerin Miriana Conte (Aufmacherbild) hat das zu ihrem Vorteil und zur Promotion ihres Beitrags vor dem ESC genutzt. Ob das ihre Chancen auf ein (sehr) gutes Abschneiden in Basel gesteigert hat, bleibt abzuwarten.

Der Malta Eurovision Song Contest 2025 (MESC) fand Anfang Februar statt und bestand aus zwei Halbfinals und dem Finale. Unter den 24 teilnehmenden Künstler*innen waren auch diverse frühere ESC-Teilnehmer wie Fabrizio Faniello und Kurt Calleja. Bei der Veröffentlichung der Vorentscheid-Songs einen Monat vor dem Wettbewerb kristallisierte sich „SERVING“ bereits als einer der Fan-Favoriten heraus. Damals hieß der Titel noch „Kant“, wobei damit das maltesische Wort für Gesang gemeint sein sollte. Im Finale erreichte Miriana Conte bei den Jurys die zweithöchste Wertung. Allerdings war ihr Vorsprung im Televoting ausreichend, um am Ende das Ticket für Basel zu lösen.

Nach der Entscheidung für den Beitrag als ESC-Song des Landes setzte mit einiger Verspätung die (erwartete) Diskussion um den Titel des Songs ein. Das Wort „Kant“, was im Englischen anders geschrieben, aber genauso gesprochen wird, ist eine vulgäre Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsorgan. Und so kam am 4. März die Entscheidung der EBU, dass dieses Wort in dem Song beim ESC nicht verwendet werden dürfe. Eine gute Woche später wurde dann die neue Version des Beitrags als „SERVING“ sowie ein aufwendiges Musikvideo präsentiert. Das Wort „Kant“ wird einfach nicht gesungen. Allerdings hat sich auf den ESC-Pre-Partys bestätigt, dass hier die Zuschauer*innen lautstark einspringen und somit der ursprüngliche Text voll zu hören ist.

Die im Jahr 2000 geborene Miriana Conte ist als Sängerin im Bereich R&B und Soul aktiv. Erste Gesangsstunden nahm sie mit 5 Jahren. Als 16-Jährige versuchte sie sich dann zum ersten Mal beim maltesischen ESC-Vorentscheid. 2018 vertrat sie den Inselstaat bei dem weniger bekannten Mediterraneanvision Song Contest, wo sie den siebten Platz holte (und Ruth Lorenzo siegte).

Das Lied

Der Song „SERVING“ wurde von Miriana Conte gemeinsam mit Benjamin Schmid, Matthew „Muxu“ Mercieca und Sarah Evelyn Fullerton geschrieben und von Schmid produziert. Das Lied ist in englischer Sprache verfasst. Musikalisch handelt es sich um einen modernen Popsong mit elektronischer Instrumentierung und einem treibenden Beat. Die Struktur des Songs umfasst zwei Strophen, einen Refrain, einen Pre-Chorus sowie eine Bridge vor der letzten Refrain-Wiederholung.

Inhaltlich thematisiert „SERVING“ die persönlichen Erfahrungen von Miriana mit ADHS, das bei ihr 2023 diagnostiziert wurde. Als Kind war sie oft als „unartig“ bezeichnet worden und hatte Schwierigkeiten, still zu sitzen oder sich zu konzentrieren. Die Musik und das Singen waren für sie jedoch Bereiche, in denen sie sich konzentrieren und ausdrücken konnte. Der Song ist vor diesem Hintergrund eine Botschaft von Selbstbehauptung und Empowerment.

Miriana Conte tritt im zweiten Halbfinale am 15. Mai 2025 auf Startplatz 9 an.

Der Check

Song: 3,5/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 5/5 Punkten (nur echt mit Hüpfball)
Instant Appeal: 4/5 Punkten

Douze Points: Geil. Wenn ein Beitrag dieses etwas anstößig klingende Lob verdient, dann „SERVING“ und die herrliche Miriana Conte. Ich mag daran wirklich alles: Den Rhythmus und die Instrumentierung, die Aussage, die Ausstrahlung der Künstlerin und die großartige Kreativität. Und überhaupt: die selbstbewusste Scheißegal-Haltung, auch wenn die EBU das Wörtchen „Kant“ verbietet. 12 Punkte

Manu: Mariana Conte zählte schnell zu meinen Lieblingen im maltesischen Vorentscheid – und ich persönlich bin extrem froh, dass sie trotz der frühen Startnummer gegen die übermächtig wirkende Kristy Spiteri den Vorentscheid gewinnen konnte. „SERVING“ ist recht modern und musikalisch gerade so trashig verspielt, dass es mich zum Lächeln bringt. Ich bin gespannt, ob wir beim ESC erneut die Gymnastikbälle auf der Bühne sehen und vergebe gut gelaunte 6 Punkte.

Max: Ja, er macht schon Spaß, ich gebe es zu. Aber mich hat der Song nie so abgeholt, wie er es bei der ESC-Bubble getan hat. Ja, das Wortspiel ist ulkig, aber auch wirklich nur das. Die Medizinbälle im Auftritt verstehe, wer möchte. Einzig Miriana und ihre Stimme stechen absolut hervor. Ich wünschte nur, das Lied wäre nicht so Möchtegern-Drag-Sprache/Kultur. 5 Punkte

Peter: Das wird soooo gut abgehen im Euroclub. Die Breaks sind genial. „SERVING“ hat allein deshalb eine hohe Punktzahl verdient, um der Verkrampftheit der EBU rund um die Songtitel-Zensur Paroli zu bieten. Dazu kommt die überzeugende Dancefloor-Attraktivität des Songs und die mutmaßlich starke Choreo. That’s the way, aha aha, I like it. 10 Punkte

Rick: Mirianas selbstbewusste Art, ihre Wahnsinns-Stimme und der top produzierte, erfrischende Song haben mir zwischendurch echte Gewinner-Vibes gegeben. Nicht nur musikalisch cool, sondern vor allem durch die Inszenierung schon jetzt legendär. Macht Spaß – und alleine für die ausgelöste Kontroverse hat sich „SERVING“ beim ESC schon jetzt gelohnt. 10 Punkte

Punktzahlen der anderen Blogger*innen:

  • Benny: 10 Punkte 
  • Berenike: 5 Punkte
  • Chris: 10 Punkte
  • Danio: 8 Punkte
  • Giulia: 6 Punkte 
  • Laureen: 10 Punkte

Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 92/132 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „SERVING“ auf Platz 24.

Wie schneidet der maltesische Beitrag "SERVING" von Miriana Conte ab?

  • Platz 6-10 (38%, 186 Votes)
  • Platz 11-15 (25%, 120 Votes)
  • Top 5 (16%, 78 Votes)
  • Platz 16-20 (11%, 52 Votes)
  • bleibt im Halbfinale hängen (8%, 41 Votes)
  • Platz 21-26 (2%, 11 Votes)

Total Voters: 488

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Bisher erschienene Songchecks

Erstes Halbfinale:

Zweites Halbfinale: 

Finale



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305 Comments
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Alex John
Alex John
1 Jahr zuvor
Frank B.
Frank B.
1 Jahr zuvor

Ich habe fast immer Sympathie mit ESC-Songs, die versuchen bestehende Regeln bis aufs Äußerste zu dehnen. Ist für mich ein Zeichen für einen gewissen Qualitätsanspruch, dass man nicht nur versucht bereits ausgetretene Pfade zu begehen, sondern als Pionier etwas völlig Neues zu etablieren.
Ging mir z.B. bei Serbien 2023 genauso, weil die es verstanden haben, Dinge anzusprechen, die man beim ESC eigentlich nicht formulieren darf. Musikalisch war das schwere Kost, aber als Gesamtkunstwerk aus meiner Sicht grandios (bin über die geringe Jurywertungen immer noch enttäuscht).

Das Gleiche gilt bei Miriana Conte, wobei ich den Song auch noch musikalisch gut finde und ihn gerne im Auto laut drehe.
Das sie dabei mit ihrem Versuch, die Regeln zu dehnen gescheitert ist, ist für mich dabei eher egal, weil ich den Versuch nicht plump, sondern schon recht gewitzt fand (dass es nicht ganz leicht zu entscheiden war, zeigt sich ja durch die anfängliche Genehmigung der EBU).

Die Beschwerde der BBC und die Entscheidung der EBU sind aber natürlich genauso nachvollziehbar. Am Ende vielleicht sogar wichtig für folgende ESC-Künstler.
Nur wo es klare Regeln gibt, kann die Kunst sich daran reiben und ist wirklich zu Kreativität gezwungen.

Fände den ESC ohne diese Versuche, aus dem Rahmen zu fallen eine ganze Spur uninteressanter.

Momo
Momo
1 Jahr zuvor
Reply to  Frank B.

Dein Wort in EBUs Ohr. 🙏

Matty
Matty
1 Jahr zuvor

Bei der INFE-Umfrage hat die Türkei ihre Wertung abgegeben und an Malte gingen Zehn Punkte:

https://eurovoix.com/2025/04/28/turkiye-infe-poll-2025/

Schweden führt nun mit vier Punkten Vorsprung auf Österreich.

Franny
Franny
1 Jahr zuvor

Ist irgendwo in meinen Bottom-10. Beim ESC wird es allerdings besser abschneiden. Ich sag mal Finale und dort Platz 11 bis 15.

Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Ach so: Ich hatte letzten Freitag einen Termin beim Bezirk. Ansprechpartner und Fall-Bearbeiter war Herr Kant… 😉

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Saß er auf einem Ball hinterm Schreibtisch?

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Vorname: Serving? 🤔😉

dirtsa
dirtsa
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Hätten meine Worte sein können! 😉

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor

PARG ist gemeinsam mit Miriana im Serving Fieber.

https://www.youtube.com/shorts/87J0uCQTGKk

Alex John
Alex John
1 Jahr zuvor
Reply to  Malge1985

Siehe oben 😤😤😤

🤓

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor
Reply to  Alex John

😱😱😱 Sorry Matty. 🤓🤓🤓 Bei Instragram habe ich kein Zugang, bei Bildern sehe ich manchmal was.

Thomas2000
Thomas2000
1 Jahr zuvor

Ich bin zwar nicht imstande, wie viele hier, eine Rangordnung von 1 bis 37 aufzustellen, aber eines weiß ich: das ist der schlechteste Beitrag. Ich mag gar nichts an ihm.

Ich mag nicht, daß mit dem schlimmsten Wort der englischen Sprache jongliert wird.

Ich mag die verlogene Opferrolle wegen Zensur nicht.

Ich mag das Zerrbild von „Women Empowerment“ nicht.

Ich mag die Ausstrahlung der Sängerin nicht.

Ich mag die Gesichtsästhetik mit den aufgespritzten Daisy Duck Lippen nicht.

Ich mag die Kameraführung nicht, wenn einem der Riesenbusen immer wieder direkt ins Gesicht fährt, ist das sehr beängstigend.

Ich mag die vulgäre Komik des  Videos oder das Herumgehüpfe auf den Gummibällen im fleischfarbenen Body nicht.

An dem Beitrag ist einfach alles falsch, alles.

Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Durchaus nachvollziehbar. Bei den meisten Punkten sehe ich es ähnlich.

Tim
Tim
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Hätte es nicht besser auf den Punkt bringen können. Was vor allem schwule Männet an dem act finden, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.

Jofan
Jofan
1 Jahr zuvor
Reply to  Tim

Wieso jetzt die Spezifizierung auf schwule Männer?

Tim
Tim
1 Jahr zuvor
Reply to  Jofan

Weil ich wahrnehme, dass viele schwule Männer das abfeiern und mir das nicht verständlich ist.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  Tim

Mir auch nicht, warum denn ?

Martin della Berenike
Martin della Berenike
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Sehr schön beschrieben, trifft voll auch mein Empfinden

Jofan
Jofan
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Ich bin imstande, wie viele hier, eine Rangliste von 1 bis 37 aufzustellen und eines weiß ich: Das ist der beste Beitrag. Ich mag alles an ihm.

Ich mag die intelligente Nutzung des Wortspiels.

Ich mag die selbstbewusste Verwendung der Landessprache.

Ich mag das transportierte Bild von female empowerment.

Ich mag die Ausstrahlung der Sängerin.

Ich mag Mirianas Mimik.

Ich mag die Kameraführung und die Performance als ganze.

Ich mag das ikonische Videos mit den ganzen kreativen Outftits und der Implementation des Gymnastikballs.

An dem Beitrag ist einfach alles, alles toll.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  Jofan

Leider bin ich mittlerweile mit dem Thema „female empowerment“ durch. Davon gibt es jedes Jahr immer mindestens drei Beiträge….

Christian W
Christian W
1 Jahr zuvor
Reply to  Jofan

Das ist doch Trump-Niveau:

Die Nutzung des Wortes ist nicht intelligent.
Die Landessprache wird nicht verwendet. Man benutzt sie für ein billiges Wortspiel. Selbstbewusst würde bedeuten, man singt in Maltesisch.
Das gleiche transportierte Bild, mit dem Malta vor wenigen Jahren schonmal eins auf den Deckel bekommen hat?

Sorry, aber – dieses verkrampfte intellektualisieren von billigstem Trash ist echt anstrengend.

Dina
Dina
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Bei den ersten 2 Punkten gebe ich dir recht. Den Rest kannst du dir schenken, das ist Teil deiner für das Internet kreierten Persona. Vor 2 Jahren haben dich die „aufgespritzten Daisy Duck Lippen“ bei Polens Bejba nicht gestört, im Gegenteil, da warst du bekanntlich spitz wie Nachbars Lumpi.
Dein ständiges Gesabbere „über die Schönheit von Blankas Körper“ und „dass wir Frauen bestimmt auch gerne so aussehen würden wie die atemberaubende Blanka“, das war natürlich drollig und mir ist schon klar, was deine Intention dahinter war.
Ich bin mir sicher, Miriana Conte gehen deine Befindlichkeiten am (den hoffentlich dir entgegengestreckten) Allerwertesten vorbei und auch mir wäre es lieber, wenn du deine erotischen Phantasien und ästhetischen Präferenzen in Zukunft hier nicht immer offenlegen würdest. Mich interessieren sie nämlich ’nen Schei*. 🙂

Last edited 1 Jahr zuvor by Dina
Schlippschlapp771
Schlippschlapp771
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Puuh, ich hätte nicht gedacht, daß ich Dir mal in Ansätzen zustimmen kann.

Da war ja sogar meine Kritik noch halbwegs moderat.

Ola-Nordmann
Ola-Nordmann
1 Jahr zuvor
Reply to  Thomas2000

Geht mir ähnlich. Ob es jetzt das schlimmste Lied ist weiß ich nicht, aber ich kann weder dem Song, noch der Künstlerin etwas abgewinnen.

JoBi
JoBi
1 Jahr zuvor

Szene: Es ist nicht lange her, dass Malta seinen Titel ändern musste. Ich höre mir beim Haushalt die neue Version an. Wahrscheintlich aus Gewohnheit singe ich laut „Serving Kant“.

Bei dem Drama um die Diskusionen um die Zensur. komme ich mir vor, wie eine Person, der den Streit und die Aufregung sill mit anhört. Ich finde den Song weder sehr gut noch sehr schlecht aber die Performence finde ich geil. Vor allem das mit den Gymnastikbällen ist iconic. Ich hoffe das sie es in Basel wieder umsetzen. Ich denke durch die Performence (sollte sie wie im Vorentscheid sein), dem Drama und den modernen Sound wird Malta PLatz 6-10 im Finale, dank Televoting belegen. In meinem Ranking belgt Malta Platz 17/37.

Übrigens: Bei dem Musikvideo fand die Szene, wo Miriana auf dem Grabstein rekelt, weiß nicht, pietätlos. Aber mittlerweile habe ich kein Problem damit.

Last edited 1 Jahr zuvor by JoBi
Gerd Geomax
Gerd Geomax
1 Jahr zuvor

Ich gestehe ein, dass nach erster Begeisterung für den maltesischen Song und vor allem für die Performance von Miriana sich inzwischen ein gewisses Maß an Genervtsein 🙄 eingestellt hat. Ich finde hier das Urteil der meisten Blogger auch recht überzogen, hier von einer tollen Stimme zu sprechen (also jetzt mal im Vergleich mit z.B. Mariam 🤔). Mich nervt Mirianas Stimmlage mit jedem Anhören mehr und inzwischen kann ich mir diesen Song nur noch sehr unwillig bis zum Schluss anhören. Was ich immer noch gut finde, ist die Performance mit doch einigen originellen und selbstironischen Einfällen 😉, da stören mich noch nicht mal die Schlauchbootlippen. Insgesamt bleiben noch 6 von 10 Punkten übrig und damit rangiert „SERVING“ auf Platz 14 im zweiten Semi und wäre bei mir nicht im Finale. Aber natürlich wird Miriana vom Camp-getriebenen ESC-Bubble-Hype ins Finale gespült und wirklich schlimm finde ich das auch gar nicht. Im Finale tippe ich dank fehlender Jurystimmen auf einen Platz im guten Mittelfeld bis auch knapp in die Top 10.

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor

Serving

Malta entsendet heuer wieder einmal eine Stimme mit viel Volumen: Miriana Conte! Gute Erfahrungen machte der Inselstaat ja schon mit Chiara und Destiny. Miriana fischt aber zusätzlich noch im souligeren Bereich, was mir gut gefällt. Ich muss gar nicht den Text und die Andeutungen komplett verstehen, um den Beitrag zu mögen. Sie erzählt eine tolle Geschichte und ich würde mir neben den von der AOK empfohlenen Gymnastiksitzbällen auch eine Trickkleid-Verwandlung wünschen. Vielleicht zu Beginn die Mama Miraculi am Tischlein-deck-Dich (huch, wie frivol von mir) hin zur Lil Dagover auf den Grabsteinen. Heissa, was ein Spaß. Miriana ist Master and Servant in einer Person: wer kannt, der kannt. Ich rechne mit Platz 6 im Finale. Darf aber gern mehr.

P.S.: Ich kannte die Bedeutung des dem maltesischen Wort „kant“ phonetisch ähnlichen englischen Wort bis zum VE im Februar gar nicht. Beim maltesischen Kant hatte ich etwas mit Gesang vermutet. Nun, wer auf dem Land lebt… 😉

Last edited 1 Jahr zuvor by undeuxtrois
ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
1 Jahr zuvor

Der Song läuft bei mir irgendwie so mit – anfangs zählte er sogar zu den Beiträgen ,mit denen ich am wenigsten anfangen konnte, das hat sich inzwischen etwas relativiert und ich glaube, dass das zumindest auf der Tanzfläche ziemlich gut funktioniert. Wie es allerdings je nach Performance letztlich beim Zuschauer zu Hause ankommt, kann ich schlecht einschätzen – wenn man da zu sehr drüber ist, könnte der Schuss hier auch nach hinten los gehen.

Gunnar
Gunnar
1 Jahr zuvor
Reply to  ESCforETERNITY

Völlige Zustimmung für deine Einschätzung. Diese Entwicklung erlebt der Song zur Zeit bei mir auch. In Extase hat er mich nocht nicht versetzt.😊 Kann ich hören/sehen, muss ich aber nicht. Dein letzter Nebensatz wird ausschlaggebend sein. Für einen Finaleinzug wird es reichen. Im Finale ? absolut keine Ahnung.🤷‍♂️

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor

Hier noch kurz meine maltesischen Top 3:

3 Ira Losco „7th wonder“ 2002
2 Julie & Ludwig „On and off again“ 2004 (sorry, Tamara!)
1 Olivia Lewis „Vertigo“ 2007 (wie Hieronymus finde ich die Studio-Version deutlich besser)

Erwähnenswert auch: 75, 92, 97, 01, 06, 11, 15

Cali
Mitglied
Cali
1 Jahr zuvor

Vertigo war so geil. War für eine recht lange Zeit lang mein 2007-Sieger, ehe es von Montenegro abgelöst wurde.

dirtsa
dirtsa
1 Jahr zuvor

Ich bin kein großer Fan des Liedes!
Aber da der Song viele Freunde hat, habe ich mal auf 11-16 getippt. WIrd vielleicht auch besser, als das, aber ich für meinen Teil möchte es nicht weiter vorne haben.

Alki Bernd
Alki Bernd
1 Jahr zuvor

WEM sollte nochmal gedient werden?

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  Alki Bernd

Mir definitiv nicht

Cali
Mitglied
Cali
1 Jahr zuvor

Da ist sie nun, Miriana im Philosophenland. Ich mag Frau Conte wirklich sehr und kann mich noch gut an ihren ersten MESC-Auftritt erinnern – da war ich auch die einzige Person, die das Lied, welches Letzter wurde, mochte. 8 Jahre später ist es nun anders herum. Ich freue mich für sie, weil ich wirklich nicht damit gerechnet habe, das sie es schaffen würde. Aber das bewusste Abfeiern der Unästhetik in ihrer vollen Pracht kann ich nicht Willkommen heißen, tut mir leid. Das ist mir einfach zu geschmacklos. Die enorm starken Anleihen der Queer-/Drag-Szene sind zusätzlich etwas, was man mögen muss (ich tue es nicht). Naja.

Prognose: Halbfinale 5/16 (70%) -> Finale 11-15
Meinung: Platz 30/37 (4 Punkte)

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Jahr zuvor

für mich in jedweder hinsicht das musikalische grauen aber das werk wird den cut wohl schaffen = platz 11-15 hier dann.
ultra-ultra-bubble-slayqueen-sound meets the very deep core of the ESC-bubble.
lasse hat es ja nicht so mit den botschaften aber ich werde auch diesen auftritt tapfer überstehen. 🥳
das ist mir auch alles viel zu gewollt.

song: 0/5 
stimme: 2/5 
darbietung: 0/5
instant appeal: 2/5

Franny
Franny
1 Jahr zuvor

Ich lese ständig Slay Queen. Bin Generation Slayer. 😀 (Nein. Die Jungs sind um einiges älter.)

Last edited 1 Jahr zuvor by Franny
lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

90er hochzeit slayer dürfte bei der slayqueenfraktion in größeren teilen unwohlsein hervorrufen aber es gilt nach wie vor „nur die harten kommen in den garten“.

Franny
Franny
1 Jahr zuvor

Selbst hab ich sie nur so am Rande gehört. Aber auf Festivals hat gefühlt jeder Zweite ein Slayer-Shirt getragen. Der Rest Slipknot. 😀

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Jahr zuvor

Super Lied. Irre wie die Grauburgunder Fraktion hier am rumheulen ist. Tja, nicht für Fans von Balkan Balladen und französischen Langeweile Chansons.
Klaro Finale. Und Top 10, damit es noch mehr wehtut, hihi.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  herrtobsucht

Immer wieder verallgemeinernden Posts, muss das sein??

Schlippschlapp771
Schlippschlapp771
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Dieser User ist mir schon paarmal negativ aufgefallen.

Gegen Finnland hat Malta übrigens keine Chance.

Last edited 1 Jahr zuvor by Schlippschlapp771
elkracho
Mitglied
elkracho
1 Jahr zuvor
Reply to  herrtobsucht

Irre wie die Grauburgunder Fraktion hier am rumheulen ist

Und Top 10, damit es noch mehr wehtut, hihi.

Mag deine Direktheit.
Offen raus, so muss das sein.

Schlippschlapp771
Schlippschlapp771
1 Jahr zuvor
Reply to  elkracho

Tja, ich bin es wiederum bei Serbien….

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Jahr zuvor

👍

Christian W
Christian W
1 Jahr zuvor
Reply to  herrtobsucht

Niveau sieht halt nach wie vor nur von unten aus wie Arroganz. Hihi.

ag9
ag9
1 Jahr zuvor
Reply to  herrtobsucht

Einem Grauburgunderfreund gefält zwar nicht das Lied, aber dein Kommentar (vor Freude heul!).

Tim S.
Tim S.
1 Jahr zuvor

Ja, ich glaube Maltas Durststrecke ist vorbei.

Schlippschlapp771
Schlippschlapp771
1 Jahr zuvor

Malta…

Für mich keineswegs ein sicherer Finalkandidat – falls doch, dann eher hintere Hälfte

Spannender Fall: Erst im Barometer durchgefallen, dann plötzlich gehypt….
Klngt nach der B-Seite von „Je me casse“. Thematisch und musikalisch langweilt es mich, ohne die alberne Performance mit den Hüpfbällen ist es aber halbwegs erträglich.

Die Diskussion mit dem ursprünglichen Titel habe ich nicht verstanden, insofern für mich irrelevant.

Ich werte mal mit 4 von 12 und Platz 27 von 37.

Last edited 1 Jahr zuvor by Schlippschlapp771
Schlippschlapp771
Schlippschlapp771
1 Jahr zuvor

Heute liege ich wieder über Kreuz mit den Bloggern. Vor allen musikalisch hochwertigen Beiträgen des Jahres platziert, puuh…
Mit Max gehe ich d´accord.

Last edited 1 Jahr zuvor by Schlippschlapp771
ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor

Na, schmeckt der Grauburgunder?? Trinken ja wie wir laut einem User wissen alle die Malta nicht mögen. 🤣

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Das wußte ich bis heute morgen auch nicht, aber man lernt bekanntlich nie aus…. Als ob ausgerechnet Malta Innovation und Zeitgeschmack pur ist…

Nö, ich persönlich bevorzuge Rotwein. Insofern hat der User keine Ahnung. 1:0 für mich !

Last edited 1 Jahr zuvor by Schlippschlapp71
ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor

Vertrage Weißwein etwas besser, aber gegen einen guten Rotwein habe ich ich nichts.🙂

Was magst da besonders?? Ich Spätburgunder.🍷

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Prefiero Rioja !

MarcelK
MarcelK
1 Jahr zuvor

Also finale wirds auf alle Fälle! Aber bei mir im HinterenvFeld. Gibt Passagen im Song die mir sehr gut gefallen.

Mareike Kaa
Mareike Kaa
1 Jahr zuvor

Durchaus unterhaltsam.

DerKai
DerKai
1 Jahr zuvor

Ich glaube, dass die Künstlerin mit diesem Titel lediglich die Schönheit der Sprache ihres Landes näherbringen wollte. Deshalb wählte sie nur dieses eine Wort, um uns zu fokussieren. Ein Beitrag von hohem künstlerischen Wert!

chris
chris
1 Jahr zuvor

Rechne ich gute Chancen auf einen der oberen Plätze aus. Und wie ich an der Anzahl der Kommentare sehe, ist das durchaus etwas, das für Gesprächsstoff sorgt.

Kurz nach MESC habe ich mich geärgert, dass dieser Titel gewonnen hat und nicht der von Kristy, aber mittlerweile kann ich damit gut leben. Das englische Wort mit c… hat wohl auch eine (positive) Bedeutung in der LGBT-Szene, weil einige erwähnt haben, wieso das gerade da so populär ist.

Last edited 1 Jahr zuvor by chris
Matty
Matty
10 Monate zuvor

Hier der Auftritt von Miriana Conte beim Zürich Pride:

https://youtu.be/MjMuECNvgfs?si=r3U_QD0EhRkoUlG7