ESC-Songcheck kompakt (19) – Island: „10 Years“ von Daði og Gagnamagnið

Bild: Mummi Lú

Lange war nicht klar, ob die Vorjahresteilnehmer Daði Freyr & Gagnamagnið für den ESC 2021 wieder gesetzt sein würden. Bedingung für Daði war es, vom isländischen Rundfunk RÚV direktnominiert zu werden. Am 23. Oktober letzten Jahres dann die gute Nachricht für alle Daði-Fans – er und seine Band wurde für Rotterdam 2021 bestätigt.

Im vergangenen Jahr musste sich die Kombo noch im isländischen Vorentscheid „Söngvakeppnin“ beweisen, in dessen Verlauf sich ihr Beitrag „Think About Things“ schnell zum viralen Hit entwickelte, so dass Daði und Gagnamagnið das Finale problemlos für sich entscheiden konnten. Das Song konnte auch den letztjährigen ESC-Songcheck kompakt eindeutig für sich entscheiden.

Daði Freyr Pétursson ist 1992 in Rykjavik geboren und zunächst in Dänemark und dann wieder in Island aufgewachsen. Seit 2014 lebt er in Berlin, wo er ein Musikproduktions-Studium absolviert hat. Sein erstes Indie-Electro-Album hat er 2012 veröffentlicht. 2017 hat Daði erstmals an der isländischen Vorentscheidung teilgenommen und belegte im Söngvakeppnin-Finale mit seinem selbstkomponierten Electro-Hit „Is This Love?“ den 2. Platz. Drei Jahre später konnte er den Wettbewerb gemeinsam mit seiner Band Gagnamagnið dann also endlich gewinnen und kann nach der ESC-Absage im vergangenen Jahr jetzt doch noch zum Eurovision Song Contest fahren.

Der Song

Der diesjährige Beitrag heißt „10 Years“ und wurde von Daði Freyr selbst geschrieben und produziert. Er bleibt sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht nur weitestgehend musikalisch treu, sondern auch textlich. Während „Think About Things“ von seiner kleinen Tochter Áróra handelte, ist „10 Years“ seiner Ehefrau Árný gewidmet, die auch Teil von Gagnamagnið ist.

Im Vergleich zum Vorjharesbeitrag ist „10 Years“ etwas weniger zugänglich, kann aber dafür mit ein paar guten musikalischen Ideen Punkten. So beginnt das Lied zunächst mit einem Streicher-Intro, bevor es überhaupt richtig losgeht. Außerdem ist eine Besonderheit, dass die Stimmen vieler ESC-Fans im Backgroundchor zu hören sind. Auch das offizielle Video ist wieder ziemlich witzig gemacht, konnte bislang aber noch nicht an den durchschlagenden Erfolg von „Think About Things“ anknüpfen.

Der Check

Song: 4/5 Punkte
Stimme: 3,5/5 Punkte
Instant-Appeal: 5/5 Punkte
Optik: 5/5 Punkte

Benny: Keeps getting better – zumindest geht es mir so. Wenn man sich mal von dem Vorjahresvergleich frei macht, ist „10 Years“ mindestens fast in derselben Liga wie „Think About Things“. Und die minimale Differenz können Daði & Co. in Rotterdam locker mit einer guten Performance wettmachen. Den 08/15-Zuschauer wird der Vorjahresvergleich sowieso nicht interessieren. Von mit gibt es ohrwurmige 10 Punkte.

Berenike: Ich mag den einfachen, aber ehrlich-warmen Text von „10 Years“ sehr. Das Arrangement spricht mich jedoch nicht so an, den Daði-typischen Discostil empfinde ich hier eher als nervig. Es fehlt musikalisch die Coolness und Kreativität von „Think About Things“, die diesen Synergieeffekt mit dem Discostyle entwickelt hat und den letztjährigen Beitrag dadurch so herausragend machte. Der Videoclip hingegen glänzt mit der von mir musikalisch etwas vermissten nerdig-coolen Kreativität, ich vergebe deshalb einen Extrapunkt für den Clip, somit erhält der isländische Beitrag 7 Punkte von mir.

Douze Points: Daði hat scheinbar stärker den Druck des Vorjahreserfolgs gespürt als andere Wiederholungstäter, als es darum ging, einen ähnlich starken Track für dieses Jahr zu schreiben. „10 Years“ ist musikalisch eigenständig, aber auch nicht so mitreißend und originell wie „Think About Things“. Das mag auch so wirken, weil er und seine Truppe im Video mehr oder weniger dieselben Outfits tragen wie im Vorjahr. Gute 7 Punkte.

Florian: Die Erwartungen an den isländischen Beitrag stiegen nach dem Hype ins Unermessliche und so war es wenig verwunderlich, dass beim ersten Hören für viele Enttäuschung überwog. Auch wenn „10 Years“ nicht so schnell ins Ohr geht wie „Think About Things“ muss an dieser Stelle die Originalität des Songs hervorgehoben werden. Daði versucht eben gerade nicht, den Song aus dem Vorjahr zu kopieren und hat sich auch textlich eine neue Geschichte einfallen lassen. Der Song verbreitet erneut gute Laune und wird aus dem Teilnehmerfeld herausstechen können – mal sehen, wohin die Reise für Island damit gehen wird. 8 Punkte.

Manu: Ich war recht überrascht, dass Daðis „Think About Things“ im letzten Jahr bei so vielen ESC-Fans gut ankam. Interessanterweise schien es so, als hätten viele erst ihre Liebe zu ihm entdeckt, nachdem das Video gerade außerhalb der Bubble viral ging. Dieses Jahr scheint vieles anders, „10 Years“ löste bisher keinen neuen Hype aus. Mich überzeugen aber Lied wie auch das Musikvideo, ich stelle es gut gelaunt lauter wenn ich es höre: „everything about it – I like!“. Ich kann hier nur 12 Punkte geben.

Max:  Ich bin bekanntlich ja ein Daði-Fan, falls ihr das im ESC kompakt LIVE nicht mitbekommen habt… Island war tatsächlich auch meine Nummer eins im vergangenen Jahr. Leider finde ich „10 Years“ lange nicht so catchy wie „Think about things“. Gerade der Refrain will bei mir einfach nicht hängen bleiben. Der Tanz ist auch nicht so iconic wie im vergangenen Jahr. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch – sie wurden auf jeden Fall nicht erfüllt. Finale ist auf alle Fälle drin, vielleicht auch eine gute Platzierung. Der Sieger ist es nicht. 6 Punkte von mir.

Peter: Bei größter Sympathie und Hochachtung für „Think About Things“ (in der Originalversion) und auch für die lässig-kreative Eigenwilligkeit von Daði, ist „10 Years“ leider nur eine Hausmannskost-Adaption des originellen und mitreißenden Vorjahresfavoriten. Sehr ok, aber eben nicht so spektakulär und catchy wie erhofft. Daði zitiert sich selbst und lässt seine allerbesten Ideen weg. Dennoch 8 Punkte für das Gesamtpaket.

Gesamtpunktzahl: 58/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „10 Years“ auf Platz 17 von 39.

Wie schneidet der isländische Beitrag "10 Years" von Daði Freyr ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A
(16) Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Zwischenstand nach dem ersten Halbfinale

Erste Hälfte des zweiten Semis

(17) Estland: „The Lucky One“ von Uku Suviste
(18) Griechenland: „Last Dance“ von Stefania


72 Kommentare

  1. Da ist ein Tippfehler bei Max: „Ich bin bekanntlich ja ein Daddy-Fan…“😅

    Ich mag Daði und seine Band sehr gerne. Zuerst war ich etwas enttäuscht, aber „10 years“ finde ich mit jedem Hören immer genialer. Man hört jedes mal neue Elemente: Ein Song zum Entdecken. 10 years ist zwar etwas weniger catchy, hat dafür aber eine viel größere emotionale Tiefe als „Think about things“. Von mir würde es 10 Punkte geben.

      • Also, wenn’s ein freudscher Versprecher war, nehme ich mir gerne Zeit für Max ;-).

    • Er hat es mal im Livestream gesagt, „Ich bin bekanntlich ja ein Daddy-Fan…“ Das bekommt er so schnell jetzt nicht mehr los 😀

    • 🇮🇸 Ich stimme Max und dir zu.
      Dadi ist echt klasse. Die Coolness in persona. Über eine Top-5-Plazierung würde ich mich seeehr freuen. 🇮🇸

  2. Ich finde den Song nicht schlecht. Ich glaube das der zwischen Platz 6 und 10 landen wird. Außerdem wurde das 2. Reaction-Video veröffentlicht und zwar das des israelischen Beitrags.

  3. Letztes Jahr gab das Schülerkollektiv eine brillante Abschlussarbeit ab, die sie für die engere Auswahl zum Klassenprimus qualifizierte.

    Leider ist die diesjährige Arbeit der Letztjährigen doch recht ähnlich, nur nicht ganz so stringent erzählt. Und auch Layout und Farbgebung des Einbandes gleichen sehr dem des Vorjahres. Nichtsdestotrotz ist die Arbeit sehr gut gelungen.

    Sehr beliebt gemacht haben sich die Schüler dieses Jahr zusätzlich, indem sie eine Gesangsklasse für die Lehrer (!) organisiert haben, dies haben sie in ihrer Abschlussarbeit auch dokumentiert.

    Spätestens dadurch haben sie wieder ihr kreatives Potenzial gezeigt, ebenso wie bei der filmischen Dokumentation ihrer Abschlussarbeit (für die sie sogar die Mithilfe des Bürgermeisters ihres Heimatdorfes erlangen konnten).

    Deshalb haben sie das Lehrerkollegium doch sehr für sich eingenommen, welches mit überwältigender Mehrheit für einen Übertritt in die Finalklasse plädiert, ohne jedoch zu glauben, dass sie dort zu den Allerbesten der diesjährigen Jahrgangs zählen werden, vor allem, weil der Titel der Abschlussarbeit nicht auf französisch ist.

  4. Bei dem Song bin ich echt befangen.
    Ich kann mich , wie @Benny es so gut schrieb nicht vom Vorjahresvergleich frei machen.
    In meiner Playlist 2021 läuft “Think About Things“ und das sagt alles aus.
    Keine Ahnung wo letztendlich sich „10 Years“ platzieren wird.
    Meine Vermutung ,und darum geht es ja hier liegt über der 10.
    Ich kann der eigenwilligen ,sympathischen Gruppe nur viel Glück wünschen.

  5. Man hätte aus 10 years mehr machen können . Es klingt unvollendet.
    Den Salvador Sobral Gedächtnisbeginn hätte man sich sparen können , dafür wäre mehr interaktion von Dadis Frau wünschenswert und sicher auch effektiv gewesen ,da es ja um die Beziehung geht !

    Statt dem aufzeichneten Chor , hätten Gagnamanid mehr singen können …

    Think about Things war einfach kultiger . Ich kann mir nicht vorstellen , das dieser Titel in die Top 10 kommt,
    Eher so um Platz 12 ,13 rum .

  6. Island ist in meiner ESC Burg in den Gemächern zu finden. Der smarte Prinz aus dem kühlen Norden hat sich in das stille Kämmerlein zurückgezogen und ist leider dabei eingeschlafen.

    Schade ich hatte mir mehr erhofft. Irgendwie meine ich kommt der Song nicht aus dem Quark raus und eiert dahin ohne irgendwelche Höhepunkte. Das Video ist zwar kreativ und gibt dem Song etwas bessere Laune aber eigentlich fühlt man sich wie beim Sandmännchen. Gleich ist die Geschichte aus und man schläft ein

      • Ganz ehrlich meine Erwartungshaltung war vllt viel zu hoch. Nach Discotek von The Roop und dem Flop von der Elphi hat man jetzt eine Explosion erwartet. Ich zumindest. Ein noch stärkerer Song als Things about Things aber es fühlt sich halt an wie ein warmer Furz. Als das neue Monstervideo für das Sandmännchen rauskam konnte man alles vorherige ein bisschen ausblenden und der Song machte dann doch Laune. Ins Finale darf Island gerne kommen. Ich möchte auch gerne das Island gewinnt allein bei dem Lied fehlt mir der Glaube dazu und es gibt einfach noch besseres

  7. Im Abspann des wunderbaren Videos wird leider nicht erwähnt, wer in „10 Years“ das Monster spielt. Ich habe mal recherchiert und dabei herausgefunden, dass beim ESC vor genau 10 Jahren (!!!) schon mal jemand versucht hat, Minihäuschen zu zertrampeln. Damals hatte sie es (zu meinem großen Bedauern) noch nicht geschafft, aber heuer dann endlich doch die Gelegenheit dazu bekommen:

  8. Ich konnte letztes Jahr überhaupt nicht nachvollziehen, was (fast) alle an „Think about things“ so toll fanden. Die erste halbe Minute war wirklich gut, aber was danach kam … Auch diesmal gibt es wieder einen starken Beginn und geht dann schwächer weiter, aber der Bruch ist nicht so stark wie im letzten Jahr und ich kann den Song ganz gut bis zum Ende durchhören.

    Somit konnte sich Daði bei mir von 2,5 auf 4 oder sogar 4,5 von 10 Punkten steigern!

  9. Würde das Lied irgendein Typ aus Schweden singen, der leidlich gut aussieht, hätte Peter es gefeiert. Dann hätte er auch eine sexy-crazy-coole Performance erwartet.
    Manchmal ist das hier echt so berechenbar.

    Island wird dieses Jahr den ESC gewinnen. Fertig.

    • Würde das Lied irgendein Typ aus Schweden singen, würden womöglich manche hier beklagen, dass schwedische Musik weiter auf dem absteigenden Ast sei und nicht mal mehr durchschnittlichen Schwedenpop zustande bringe …

  10. Dadí sehe ich dieses Jahr knapp außerhalb der Top 10 im „Grande Finale“ enden ….der Song und auch die Darbietung kommen nicht an seine Performance vom letzten Jahr heran. Außerdem ist seine Art von Musik nun nicht mehr neu – man hat sich darauf eingestellt. Klar gibt es Leute außerhalb der „ESC-Blase“, die das Lied noch nicht kennen. Ich sage mal, es wird Platz 11 oder 12 werden.

  11. Ich denke, dass der diesjährige Song etwas zu einfallslos ist und nicht zum sonstigen Auftreten der Band passt. Ich glaube nicht, dass es Island in die Top10 schaffen wird.

  12. Ich hoffe, dass Island gewinnt. Der Song hat sich sehr in meinen Kopf eingenistet, habe da schon „Think about things“ fast vergessen. „10 years“ gefällt mir jedenfalls wesentlich besser. Ich drücke denen jedenfalls fest die Daumen (aber auch Malta):-)

  13. Die Erwartungen waren so groß, ebenso wie die Enttäuschung bei vielen nach dem Release. Ich finde, dass die beiden Songs sich musikalisch wenig nehmen, allerdings kann man sie m.M.n. schwer vegleichen, da sie unterschiedliche Tempi beinhalten. Aktuell bin ich irgendwie dabei mir den Song schön zu hören, jedoch bleibt ein Ohrwurm aus. Trotz allem ein gut hörbarer Song, der gute Laune macht. Bei mir auf Platz 11 mit 7-8 Punkten, in der Realität schätze ich Island auf einen guten 6.Platz (oder etwas schwächer) im Finale ein.

  14. Rechne auch dieses Jahr mit einer Top 10 Platzierung und Sie werden sicher auch eine tolle Bühnenshow haben .Vielleicht so crazy wie das Video.
    Mir gefällt der Song echt gut und war nicht enttäuscht als ich es hörte , auch für mich nicht vergleichbar mit “ think about things“. Also alles richtig gemacht .

  15. Ich kann mir ehrlich gesagt vorstellen, dass der isländische Beitrag a la Greta Salome im Semi hängen bleibt, begründet durch die Startreihenfolge und dem geringeren Soforteindruck.. aber mal sehn was raus kommt

  16. Wäre „Think About Things“ 1981 erschienen, „10 Years“ wäre die B-Seite gewesen. Da hat jemand vom isländischen Fernsehen Dadi gesagt, gewinne das Ding bloß nicht. Etwas mutiger als der letztjährige Song, aber auch sperriger bis auf den Refrain, der aber auch eher durchläuft. Da halte ich ein Halbfinalaus für wahrscheinlicher als ein Top Fünf Resultat. Wird am Ende wahrscheinlich zwischen 11-15 landen.

  17. Ich mag die isländische Truppe wahnsinnig gerne un wünsche Ihnen einen guten Platz. Der Song ist leider nur mittelmäßig,deshalb bin ich mir nicht sicher ob sie es unter die ersten 10 schaffen. Finale aber sicher.

  18. Über die elektro-funkigen Klänge bin ich sehr erfreut. Das war es aber auch schon.
    Es hätte vollkommen gereicht, den Text seiner Verehrten zum Zehnjährigen auf den Frühstückstisch zu legen.
    Ansonsten interessiert mich die Beziehung der beiden die Bohne.
    Performance und Outfit bleiben gewollt schulballmäßig. Vielleicht hilft der vergangene Netflix-Husavik-Bonus noch ein wenig, einen besseren Mittelfeldplatz im Finale zu erreichen.

  19. Klar waren die Erwartungen nach „Think About Things“ letztes Jahr extrem hoch.
    Dementsprechend war auch ich etwas enttäuscht, kann dem Song aber nix negatives abgewinnen. Er ist catchy, alle haben wieder eine super Ausstrahlung, nur der Ohrwurm-Charakter vom letzten Jahr fehlt. Trotzdem für mich ein potenzieller Sieger.

    PS: Ich vermisse die ganz langen Haare und die Windmaschine

  20. Dadi og Gagnamagnid ist wie letztes Jahr eine der Zutaten, die der ESC Suppe auch dieses Jahr die Würze gibt.
    Und manche vielleicht höher platzierte fade Karotte wird man in 5 Jahren längst vergessen haben.

  21. Der nette Kindergartenonkel aus Island grüßt diesmal aus dem Weltraum. … Ist mir zwar lieber als sämtliche Europopnummern, aber richtig begeistert mich „10 Years“ leider nicht. Kommt aber dennoch verdientermaßen ins Finale und dort auf 11-15, die Televoter werden Dadi sehr mögen.

    Von mir gibt es 5 von 10 Punkten für Island.

  22. Im ersten Eindruck krankte daran, dass Daði im Video die gleich Outfits benutzte und auch das Setting recht ähnlich war.
    Da verwundert es nicht, wenn man dann auch die Songs vergleicht. „TaT“ war ein wenig eingängiger, die Texte sind beide schön geschrieben. Inzwischen finde ich vor allem im Refrain „10 Years“ sogar etwas stärker und hoffe, dass er sich für die Bühne noch etwas einfallen lässt. Auch die Reminiszenz an Salvador Sobral finde ich gelungen. Der Hype aus dem vergangenen Jahr dürfte ihn in jedem Fall ins Finale spülen und dort kommt er dann ins vordere Mittelfeld, vielleicht Top 10, aber Top 5 oder gar ein Sieg sehe ich bei ihm nicht. Bei mir verbessert sich Daði im Jahresvergleich leicht von Platz 14 auf 13.

  23. Ich glaube Daði und seine Truppe sind wirklich nett und lustig, glaube aber nicht dass der Song gross ankommt. Kein Finale😶

  24. Von Dadi og Gagnamagnid war ich letztes Jahr nicht so begeistert Dies Jahr ist es nicht anderes. Daher ist es auch nicht verwunderlich wenn ich ihn in der Folterkammer, in meinen Palast habe.

  25. „Think About Things“ ging direkt ins Ohr und blieb dort schon nach dem ersten Hören hängen. „10 Years“ klingt etwas erwachsener und braucht mehrere Hördurchgänge, um zu zünden. Trotzdem verstehe ich die Streicherintro noch immer nicht. Für den Rest gibt es von mir eine 9/12, und ich bin mir sicher, dass Island im Mai eine Top 10-Platzierung einfahren wird.

    • Ich nehme mal an, Dadi und seine Gagnamagniten stehen bei dir in erster Reihe auf dem Burgverteidigungswall, um Godzilla und andere Feinde abzuwehren!?!

      • Falsch. Prinz Dadi der Verpeilte und sein Gefolge vergnügen sich im Thronsaal. 🙂

  26. Ich war ja nie der große Fan von „Think about Things“, hätte dem Song aber durchaus die TOP 5 zugetraut. Das sehe ich bei „10 Years“ leider gar nicht. Den Song finde ich viel weniger eingängig, und somit denke ich, dass Dadi durchaus ins Finale gelangen wird, aber dort die TOP 5 verpassen wird, so zwischen 6 und 10 (und zwar hauptsächlich wegen dem charismatischen Sänger und der zu erwartenden guten Performance.

  27. Mir gefällt 10 Years überhaupt nicht. Kommt bei weitem nicht an Think about Things heran. Das Lied ist so dermaßen nichtssagend. Letztes Jahr war er ein Siegkandidat, dieses Jahr fürchte ich sogar das er das Finale nicht sehen wird.

  28. Enttäuschung, Enttäuschung, hier und da und dort nur Enttäuschung. Ja, wenn man in tiefste Verzweiflung zu geraten droht, wenn Island in diesem Jahr nicht gewinnt, dann kann man enttäuscht sein.
    Aber man sollte das Gesamtpaket auf sich wirken lassen, ohne an einen ESC-Sieg zu denken. „10 Years“ knüpft an „Think about Things“ an und ist ein weiterer großartiger isländischer Beitrag. Unverkrampft, unverfälscht und mit beiden Füßen auf dem Boden. Ich würde „10 Years“ auch nicht unbedingt als massenuntauglich betrachten.
    Da sich das Lied zwar von der Konkurrenz abhebt, aber den Wettbewerbsgedanken nicht unbedingt ernst nimmt, ist jedes Ergebnis möglich, auch ein Aus im Halbfinale. Aber ein Ausscheiden Islands würde mich empören.
    Zwar wäre ein Sieg eine kleine Sensation, aber ich hoffe das Beste für Island. Alleine schon wegen des irreführenden Intros, das an „Amar pelos dois“ erinnert. Was übrigens ein Fingerzeig sein kann, da ja auch Salvador Sobral eine „Ist mir egal, dass der ESC ein Wettbewerb ist“ – Attitüde an den Tag gelegt hat. Und wie das ganze ausgegangen ist, wissen wir ja… 😉
    Kurzum: ich glaube nicht, dass die Isländer ihre Wahl bereuen müssen und wenn der Funke tatsächlich überspringt, dann werden sich einige hier umgucken!

  29. 🇮🇸 Island ist seit 1986 beim ESC mit großer Begeisterung dabei. Bisher „nur“ 2x Vize-Sieger geworden: 1999 und 2009. 🇮🇸

    🇮🇸 Wäre jetzt 35 Jahre mit von der Partie. Ein Sieg würde ich ihnen sooo gönnen. 🇮🇸

    • Ja, ein Sieg Islands wäre schon mal super. Aber ich glaube, dieses Jahr wird das wieder nichts. Nächstes Jahr möchte ich wieder eine VE aus Island.

  30. Noch einer dieser Songs, die leider überhaupt nicht bei mir hängen bleiben (wäre auch ohne Vorjahresvergleich so). Im Gegensatz zu den brillianten The Roop null Weiterentwicklung.

  31. Ein schwacher und müder Nachfolger von Think About Things. Zum Ende des Refrains arbeitet das Lied scheinbar auf etwas hin und baut Spannung auf, aber das Ganze fällt einfach so in sich zusammen, denn anstelle von einem BÄM! kommt so ein beiläufiges „We got a good thing going“. Und die Choreografie wirkt sehr verkrampft und… verzweifelt.
    Irgendwie will dieser Beitrag auf Krampf ikonisch sein, aber während ich es bei Think About Things noch sehen konnte, ist dieses Lied einfach nur eine Luftnummer.

  32. Im Grunde finde ich Dadis „Is this love“ von 2017 immer noch am besten. Aber was soll’s: Er ist ein interessanter Künstler, dem wir dabei zusehen können, wie er sich weiter und weiter entwickelt. Und das ist beim ESC ja eher selten. Er scheint auch cool und selbstbewusst genug zu sein, dass es ihm nicht allein auf den Sieg ankommt. Schon beim deutschen ESC-Finale in der Elphi war ihm das Risiko lieber als die sichere Bank. Das gefällt mir irgendwie 🙂

  33. „10 Years“ fällt auch für mich ab, aber es ist immer noch ein Beitrag, der mir Spaß macht und ich freue mich auf die Umsetzung auf der Bühne. Mehr fällt mir dann aber schon nicht mehr ein, es bleibt insgesamt doch nicht so hängen wie Dadis Ohrwurm 2020.

    7/10 und 21/39.
    2020: 8.5/10 und 10/41.

  34. Island hat geliefert. Tolle coole Nummer, wunderbare Performance. Fällt deutlich aus dem Rahmen was immer ein gutes Zeichen ist. Der Vergleich mit dem Vorjahr ist unsinnig. Wen interessiert das? Das Publikum weiß nicht was im Vorjahr war. Daher wird Dadi total unter Wert beurteilt. Ich glaube er kann beim ESC noch überraschen. Ich mag diese Nummer und finde das gesamte Paket extrem sympathisch.

  35. Weder im letzten Jahr noch in diesem Jahr bin ich so wirklich überzeugt.
    Letztes Jahr fand ich wenigstens die Choreo noch ziemlich cool.
    Aber nein, ich werde wohl leider kein Fan mehr, auch wenn ich die gesamte Truppe sehr sympathisch finde.

  36. Dadi mit seiner Combo sind (genauso wie z.B. The Roop) m.E. wahrhafte Musikkünstler und haben sichtlich richtig Spaß an dem, was sie tun.
    Und ich empfinde sie überhaupt nicht verbissen oder verzweifelt, einen Nachfolger für „Think about Things“ präsentieren zu müssen. Vielmehr sind sie einfach überzeugt davon, was und wie sie es tun.
    Das erste Indiz dafür ist für mich der mutige Auftritt in der ElPhi letztes Jahr, wie Schorschiborsch oben bereits hervorgehoben hat. Des Weiteren spricht der ganze Song „10 Years“ seine eigene musikalische Sprache, ohne sich auf die „Nummer sicher“ zu verlassen.
    Ich bin sehr gespannt auf die Performance auf der Bühne. Wünschen würde ich mir die Space-Overalls aus dem Video.
    Ich rechne fest mit einer Top10-Platzierung!

  37. Noch haut mich Dadi nicht um. Vielleicht finde ich beim Liveauftritt noch den Zugang zu seinem Lied.

    35 Jahre ist nun Island beim ESC dabei. Viel Licht und viel Schatten. Meine absoluten Lieblingslieder aus Island sind:

    Platz 1 1987 Halla Margret
    Platz 2 2007 Eirikur Hausksson
    Platz 3 1990 Stjornin
    Platz 4 1995 Bo Halldorsson
    Platz 5 2009 Yohanna
    Platz 6 2008 Euroband
    Platz 7 1993 Inga
    Platz 8 1991 Stefan & Evfi
    Platz 9 2019 Hatari

    Alles sehr schöne Lieder.

  38. Meine Lieblingssongs aus Island.

    1986 ICY
    1993 Inga
    1997 Paul Oscar
    1999 Selma
    2003 Brigitta
    2008 Euroband
    2009 Yohanna
    2010 Hera
    2013 Eydor
    2019 Hatari

    Beide Titel von Dadi sind natürlich auch bei meinen Favoriten.

    • Island, so finde ich, ist ein recht verzichtbares Land beim ESC. Herausstechen tun lediglich 1986 (Icy) & 1987 (Halla Margret) für mich, ebenso 1994 (Sigga) und 2012 (Greta & Jonsi). Und dann gibt’s noch einige ziemlich gute – und das war’s schon.

  39. Das Video zu „Think about things“ war vergangenes Jahr so unglaublich witzig gemacht – am Song selbst hatte ich mich aber schon nach kurzer Zeit sattgehört. Und der aktuelle Beitrag reiht sich hier leider auch ein – klingt sehr ähnlich, aber weniger eingängig. Dieser typische Dadi Style wird wohl nie so richtig meins werden😉
    Trotzdem ist Dadi & Co. natürlich mega sympathisch und ich hoffe, dass sie ein gutes Ergebnis für Island einfahren.

  40. Ich finde es ja irgendwie lustig, wie Dadi hier abgefeiert wird, nachdem er eine (schlechtere) Kopie seines Vorjahressongs bringt, während Efendi dafür verrissen wird.

  41. Viel dazu schreiben kann ich nicht gerade. Geht mir zu sehr ins Alberne, die Balance, die The Roop halten können, ist hier verloren gegangen. Und obwohl er albern ist, ist er gleichzeitig völlig langweilig. 3 Minuten Leere mit ein bisschen Katzenjammer im Pre-Chorus. Könnte im Mittagsmagazin laufen, da würde es mich weniger stören. Ääh…seinen Beitrag von 2017 mochte ich damals. „Think About Things“ war schon mies, und der orientiert sich leider zu sehr daran. Finalchancen? Joar. Man muss halt den Humor teilen.
    ….was ist morgen dran?

    Prognose: Halbfinale 4/17 (80%) -> Finale 6-10
    Meinung: Platz 38/39 (3 Punkte)

  42. Das Problem bei diesem Beitrag dürfte die Sechs-Personen-Regel werden. Gerade Band und Kinderchor sind im Videoclip sehr prägnant und würden dann wohl fehlen…

  43. Wäre glaube ich zu viel des Lobes gewesen, ‚was Besseres‘ als im Vorjahr erwartet zu haben. Think About Things war aber eher ausserhalb EU-Europas erfolgreich. In EU-europa zwar auch aber würde mich nicht wundern wenn die Mehrheit der Zugriffe bei Youtube und Spotify von Usern ausserhalb EU-Europas erfolgt sind. Glaub amerikanische Prominenz hatte den Song u.a. geteilt. In die Charts hat es der Song ja fast nirgends gebracht (ausser UK. IRL, SWE). Der neue Song ist eigentlich recht ähnlich hat aber nicht mehr den Charme und auch nicht die spezielles Catchiness der Vorgängerveröffentlichung. Klar aber ist, dass der isländische Song eine ähnliche Zielgruppe bedienen will, wie der deutsche. Da zieht der deutsche natürlich gewaltig den Kürzeren…Ob dann noch genug für den deutschen überbleibt? Zweifel zweifel…Die Isländer ziehen halt MINT an 😉

  44. daði geht nicht über los,sondern wird direkt zum JESC verbannt! 😀

    wenn andi mit avatar eisern meint,daß dieser song gewinnt dann halt ich forsch ein überraschendes semiaus dagegen. 😀

    • Die Würde des Menschen ist unantastbar.
      Ich freue mich auf Reykjavik 2022 und Hamburg 2023.

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