ESC kompakt Second Chance Contest 2020: Runde 1, Gruppe 17

Eigentlich soll man ja nicht gegen das Licht fotografieren. Aber wenn man „Brave“ ist wie Hanna Ferm (Aufmacherfoto), dann geht das natürlich auch so. Fun Fact mit leicht unpassendem Altherrenhumor (an dieser Stelle ein Gedenkmoment an den vor ein paar Tagen verstorbenen Fips Asmussen): Das Foto entstand im Schärengarten von Trosa, einem Städtchen südlich von Stockholm. Das schwedische Wort trosa heißt auf Deutsch Höschen, was dann ja auch wieder passt.

Nun verlassen wir aber diesen – Achtung: Wortwitz – schlüpfrigen Pfad und kommen zum eigentlichen Thema: Das ist heute tatsächlich (bereits, manche würde sagen: endlich) die vorletzte Gruppe der ersten Runde des ESC kompakt Second Chance Contest. So langsam zeigen sich Ermüdungserscheinungen. Wir hoffen aber, dass wir weiterhin jeweils über 100 gü(l)tige Stimmen erhalten. May the best songs proceed into the next round!

Für das Voting gibt es einen separaten Fragebogen, den Du hier findest oder am Ende des Artikels. Dort kannst Du die Wertung vornehmen. Um die Wertung „1 Punkt“ auf dem Abstimmungszettel zu sehen, musst Du ggf. nach rechts scrollen. Eine Abstimmung ist auch ohne Google-Account möglich. Falls Du nach Deinen Google-Nutzerdaten gefragt werden solltest und keine hast, versuche es bitte mit einem anderen Browser. Bitte prüfe vor dem Absenden, dass Du jede Punktzahl nur einmal vergeben hast. Fehlerhafte Wertungen können nicht berücksichtigt werden. Wenn Du gevotet hast, hast Du auch keine Möglichkeit mehr, Deine Wertung zu verändern.

Um doppelte Stimmenabgaben zu kontrollieren, bitten wir Dich, Deinen Leser-Namen und Deine E-Mail-Adresse anzugeben. Diese Daten werden nach dem Ende des Spiels gelöscht und für keine weiteren Aktivitäten genutzt. Die Abstimmung für diese Gruppe läuft bis Sonnabend, den 22. August 23:59 Uhr.

Das Abstimmungsergebnis wird einen oder zwei Tage später bekanntgegeben. Von den zehn Beiträgen qualifizieren sich die fünf mit den meisten Punkten direkt für die zweite Runde. Alle Acts, die auf den Plätzen 6 und 7 landen, treten in einer Zwischenrunde mit zwei Gruppen erneut an. Aus jeder Gruppe qualifizieren sich dann noch einmal sechs Beiträge. Die Plätze 8 bis 10 scheiden sofort aus dem Wettbewerb aus. Nur für sie werden die genauen Punktezahl und Platzierung angegeben.

Und hier kommen die zehn Beiträge in der ausgelosten Reihenfolge.

Hanna Ferm – Brave (SWE) [Janhol]

Vladimir Arzumanyan – What’s Going On (ARM) [Lars E.]

Tosca – Ho amato tutto (ITA) [Markus-L.]

Katya Chilly – Pich (UKR) [lelouisdo]

Anis Don Demina – Vem e som oss (SWE) [ESC-Taste]

Mia Negovetić – When it Comes to You (CRO) [Marvin]

Rasmus Rändvee – Young (EST) [Anna]

Rūta Loop – We Came From The Sun (LTU) [Felix]

Abrokenleg – Electric Boy (LTU) [Intamin]

Linda Bengtzing – Alla mina sorger (SWE) [Bernd Hoffmann]

Viel Spaß beim Abstimmen!

Wie genau der ESC kompakt Second Chance Contest 2020 abläuft, könnt Ihr hier nachlesen. Alle Lieder, die zur Auswahl standen, findet Ihr hier. Und hier ist die Übersicht über die 18 Gruppen in Runde 1. Eine Spotify-Playlist mit allen (verfügbaren) Songs des ESC kompakt Second Chance Contest 2020 findet Ihr hier.

Die bisherigen Ergebnisse im Überblick

Runde 1, Gruppe 1: die Teilnehmerdas Ergebnis
Runde 1, Gruppe 2: die Teilnehmerdas Ergebnis
Runde 1, Gruppe 3: die Teilnehmerdas Ergebnis
Runde 1, Gruppe 4: die Teilnehmerdas Ergebnis
Runde 1, Gruppe 5: die Teilnehmerdas Ergebnis
Runde 1, Gruppe 6: die Teilnehmerdas Ergebnis
Runde 1, Gruppe 7: die Teilnehmerdas Ergebnis
Runde 1, Gruppe 8: die Teilnehmerdas Ergebnis
Runde 1, Gruppe 9: die Teilnehmer, das Ergebnis
Runde 1, Gruppe 10: die Teilnehmer, das Ergebnis
Runde 1, Gruppe 11: die Teilnehmer, das Ergebnis
Runde 1, Gruppe 12: die Teilnehmer, das Ergebnis
Runde 1, Gruppe 13: die Teilnehmer, das Ergebnis
Runde 1, Gruppe 14: die Teilnehmer, das Ergebnis
Runde 1, Gruppe 15: die Teilnehmer, erste Auszählung, das finale Ergebnis
Runde 1, Gruppe 16: die Teilnehmer, das Ergebnis


52 Kommentare

  1. Da gab es ja einiges was an mir vorbeigegangen ist und ich spontan dachte :“Schwein gehabt“. Angefangen mit dem Fröillein aus der Ukraine wo vorher noch schnell die Bühne gesaugt wurde bevor sie mit einem lauten Schrei (huch!) loslegte und ihr die obligatorische Windmaschine die Strähnen aus dem Gesicht geblasen hat. Anschließend gab ein älterer Herr in Trachten etwas folkloristisches von sich und dann war ich auch schon weg. Auch den dicken Rapper aus Schweden hab ich nicht länger als 20 Sekunden ertragen und das Froillein gebrochenes Bein war ja ganz drollig, bin aber trotzdem The Roop dankbar das es letztlich verhindert wurde. Wie schön das wenigstens Tosca am Start ist.

  2. Zunächst mein erster und letzter Platz gehen ins gleiche Land und nein es ist nicht Schweden.

    Meine Bottom 3 waren schnell gefunden

    Platz 10 Abrokenleg LTU. Sorry das war kurz vor dem Brechreiz

    Platz 9 Vladimir Azurmanyam ARM. Charmant aber langweilig. Man wartete vergeblich auf mehr

    Platz 8 Katya Chilly. UKR. War das Chakras der Ukraine aber hat mir eher Angst gemacht

    Zwischenrunde. Beide Titel solalalala
    Platz 7 Hannah Ferm SWE
    Platz 6 Rasmus Rändvee EST

    Meine Top 5 hätte ich Würfeln können. Alle waren sie richtig gut. Ein Titel war dann bei mir on Top weil er modern war und mich mehr und mehr überzeugte

    Platz 5 Linda Bengtzing SWE Schwedisch, melodisch, gut gesungen

    Platz 4 Tosca ITA. Wunderbarer italienischer Chanson. Hat mich etwas an Patricia Kaas erinnert

    Platz 3 Mia Negovetic. CRO (Kroatien nicht der Rapper😂). Tolles Lied klasse Performance Punkt Abzug fürs englisch

    Platz 2 Anis Don Demina. SWE. Gute Laune Rap. Einfach Cool. Ich feiere immer noch den österreichischen Juror der dafür 12 Punkte gab

    Platz 1. Ruta Loop. LTU. Das ist mal moderne Musik und eine außergewöhnliche Stimme. Einfach toller Song

    OMG. Gruppe 17 und 18 ist bei mir LITAUEN vorne 🎉👏🏻

    • Hoppala, es fällt mir auf, dass ich zwei schwedische Songs in den TOP 5 habe. Linda Bengtzing ist eh kult, auch finde ich es toll, dass sie auf Schwedisch gesungen hat.🙂
      Bei „Brave“ gefällt mir die Melodie gut, ein richtiger Ohrwurm. Gefällt mir minimal besser als Tosca, die Sängerin mag ich auch gerne, allerdings finde ich den Song ein bisschen langweilig.
      Anis Don Demina finde ich auch cool irgendwie, hat fünf Punkte von mir bekommen. Aber der Song hat mich irgendwie auch nervös gemacht, deshalb waren nicht mehr Punkte drin.
      Alle anderen Songs finde ich jetzt nicht der Rede wert, sorry.

  3. 12 Vladimir Arzumanyan – What’s Going On (ARM)
    8 Anis Don Demina – Vem e som oss (SWE)
    10 Mia Negovetić – When it Comes to You (CRO)
    7 Rūta Loop – We Came From The Sun (LTU)
    6 Linda Bengtzing – Alla mina sorger (SWE)

  4. Die vorletzte Gruppe und der JESC-Gewinner des Jahres 2010 mittendrin. Ein Drittel Schweden und ein Drittel Baltikum sowie eine Künstlerin, deren Vorname mich an ein Parfüm und die gleichnamige Oper von Puccini erinnert, gibt es inklusive. Ich denke, daß Hanna, Ruta und Rasmus dürften mit Sicherheit direkt in die nächste Runde einziehen, was ich auch bei Vladimir hoffe. Es bleibt also spannend und ich bin ja mal gespannt, wann das Geheule mit Aussagen wie „grottenschlechte Gruppe und daher kein Voting“ losgeht.

  5. Ich möchte hier Abrokenleg verteidigen ..

    sowas wäre in den 80er Jahren locker in die Britischen Charts gekommen .
    .in die Indie Charts sowieso…und dann der Bandname ..das gibt Extrapunkt !!!!
    …Litauen hatte eine der besten VEs ever .. und Electric Boy ist ein Juwel…die Performance ist frech und authentisch und aussergewöhnlich und besser als diese Künstlich inzenierten

    Daher von mir 12 p an Litauen und 10 p ebenfalls an Litauen

    ich mache mir aber keine Hoffnung das Abrokenleg weiterkommt …leider ist es so das genau die mutigen Beiträge nie gewürdigt werden :((((

    • Ah, ein Verbündeter. Ich würde jetzt nicht zwingend behaupten, dass mutige Beiträge hier generell nie gewürdigt werden, befürchte aber bei Beiträgen, die schon die Kommentatoren polarisieren, fürwahr nichts Gutes. Sieht also wieder nach einer Runde aus, in der meine Top2* direkt ihre Koffer packen können …

      * – kennt hier vielleicht noch jemand Dead Can Dance?

      • Abrokenleg hatte ich auch auf meiner Shortlist, aber ich verstehe es absolut, wenn andere Probleme damit haben.

        * – na aber hallo, natürlich!

      • und ob ich die kenne. X-mal live gesehen, inklusive Lisa Gerard solo im Deutschen Schauspielhaus – grandios.
        Tatsächlich hat mich Pich (UKR) gleich daran erinnert.

  6. Diese Gruppen in denen es schmerzt, deinem vierten Platz nicht auch zwölf Punkte zu geben, sind die fiesesten und hier ist es mal wieder soweit. Rūta Loop hätte bei mir so manche der bisherigen 16 locker in die Tasche gesteckt und hier fallen für sie gerade mal mickrige 7 points ab, doch anders als bei meiner Top3 aus UKR, LTU und HRV mache ich mir keine Sorgen, dass das für „We Came From The Sun“ eng werden könnte.

  7. 12 sehr deutlich an Hanna Ferm, 10 sehr deutlich an Linda Bengtzing, 8 Abrokenleg, 7 Mia Negovetić, 6 Tosca, 5 Anis Don Demina. Die restlichen 4 Songs mag ich nicht so…

  8. Mein Tipp Welche Länder Weiterkommen:

    1. Italien Tosca

    2. Schweden Hanna Ferm

    3. Kroatien Mia Negovetić

    4. Litauen Rūta Loop

    5. Schweden Anis Don Demina

  9. Mein Tipp Welche Länder Nichtweiterkommen:

    6. Estland Rasmus Rändvee Zwischenrunde

    7. Schweden Linda Bengtzing Zwischenrunde

    8. Litauen Abrokenleg

    9. Armenien Vladimir Arzumanyan

    10. Ukraine Katya Chilly

    • Mir gefällt Katya Chilliy sehr gut, sind meine 12 Punkte. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass der Song nicht genug Anhänger findet, um sich zu qualifizieren.

  10. 12 Punkte für Tosca.
    Der Song ist mir bei San Remo komplett durch gerutscht und nun muss ich sagen: was für eine Perle. 😍😍

    10 Punkte für die süße Mia Negovetic mit ihrer frechen Brille. Klasse Stimme außerdem wie ich finde. 😀😀

    8 Punkte für Anis Don Dema.
    Macht mir einfach gute Laune, wie er da so wie ein großer goldener Flummi rumhopst. 😅

    Noch überm Strich landen bei mir
    Vladimir Arzumanyan und Linda Bengtzing. ☺

    Und nun warte ich sehnsüchtig auf die letzte Runde. 😍😍😍

    Danke nochmal an unsere fleißigen Blogger, dass ihr euch so viel Zeit nehmt, um das alles zu ermöglichen.
    Ihr seid Klasse! 😘😇

  11. Puh Leude ..?😗?!?
    .
    12. Pkt. Anis der Einzige, der hier was los macht
    10. Pkt. Ruta obwohl ich mich am Song eigentlich überhört habe
    08. Pkt. Katya für die Originalität

  12. Eine sehr abwechslungsreiche Gruppe. Hier fiel mir die Wertung mal relativ leicht.

    Schweden an 1 mit eine guten-Laune-Nummer samt spaßiger Präsentation. Rūta Loop an 2 überzeugte bereits damals im Vorentscheid. Mia Negovetić an 3 erinnert mich sehr an mein Patenkind Inga. Italien überraschend an 4, mit vielen getroffenen Tönen im Livegesang (in Sanremo eher die Ausnahme, was ich so gar nicht in Erinnerung hatte)..Der ESC Kids Gewinner 2010 an 7 singt anscheinend das erste Mal mit einem Handmikro oder wie ist der miese Ton zu erklären? Das Setting auf der Bühne erinnert mich an die Eröffnungsnummer von Quidam, einem Programm des Cirque du Soleil. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass auch hier die Möbelstücke auf magische Art und Weise davonschweben. Leider konnte dann aber doch nichts von dem eher mäßigen Gesang ablenken. Auf Rang 9 dann ein sehr skurriler Mix aus Tulia und Chakras. Schließlich an 10 Abrokenleg. Hiermit kann ich leider am allerwenigsten anfangen. Strophe und Refrain passen so gar nicht zusammen, das sind quasi zwei Lieder in einem.

    12 Anis Don Demina – Vem e som oss (SWE) 71 13
    10 Rūta Loop – We Came From The Sun (LTU) 109 20
    8 Mia Negovetić – When it Comes to You (CRO) 56 11
    7 Tosca – Ho amato tutto (ITA) 37 7
    6 Hanna Ferm – Brave (SWE) 47 12
    5 Rasmus Rändvee – Young (EST) 5 2
    4 Vladimir Arzumanyan – What’s Going On (ARM) 8 2
    3 Linda Bengtzing – Alla mina sorger (SWE) 16 2
    2 Katya Chilly – Pich (UKR) 13 3
    1 Abrokenleg – Electric Boy (LTU) 11 4

    • Verzeih mir Inga. Ich bin gerade am Rätseln was die Zahlen hinter den Länderkürzel bedeuten. Hoffentlich blamier ich mich jetzt nicht

      • Hoppla, die wollte ich eigentlich gar nicht mitkopieren. Die letzte Zahl ist die Anzahl der Nennungen des Titels auf den Wunschlisten, die Zahl davor ist die sich aus den Positionen auf den Wunschlisten ergebene Gesamtpunktzahl nach dem typischen ESC- Muster (also 12, 10, 8, 7, … für Rang 1, 2, 3, 4, …).

      • Das finde ich sehr spannend, ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn Du diese Zahlen auch weiterhin hier mit reinkopierst 🙂

  13. Ich habe zur Zeit wahnsinnig viel um die Ohren (Arbeit, ETSC, Sommer genießen …), aber für Tosca (und Katya) bin ich dann doch zurückgekommen. Vielen Dank an Thomas M. (mit Punkt), der mich daran erinnert hat, dass diese Gruppe zur Abstimmung steht. Ab der Trostrunde bin ich dann hoffentlich wieder regelmäßig dabei. 🙂

  14. Coole Gruppe mit schwedischem Doppelsieg für mich 😊 When It Comes To You ist auch mega, aber dieser zweite Teil des Refrains 😢 Katya Chilly hat auch was! Also echt viele interessante Beiträge hier

  15. Anis hatte eigentlich die 12 Punkte sicher , bis ja bis ich Katya Chilly – Pich (UKR) gehört hatte und somit geht der 1 Platz an Sie

    Mein Top 3

    Katya Chilly – Pich (UKR) ( mal wieder was tolles Landestypisches )
    Anis Don Demina – Vem e som oss (SWE)( einer meiner Favoriten beim Mello , macht echt Spaß zu zuhören )
    Hanna Ferm – Brave (SWE)( ich hasse dieses Uh uh das brennt sich in den Kopf – Ohrwurm )
    Auf eine neue tolle Runde .

  16. Abrokenleg kannte ich noch nicht und der Refrain hat mich spontan gleich mal die 12 Punkte dafür raushauen lassen. Dicht danach kommt mein Lieblings-Schweden-Song des Jahres, danach gleich nochmal Litauen. Katya hätte ich aber gerne auch noch mit in die Top 3 genommen, generell ne schöne Runde, find ich.

    1. Abrokenleg – Electric Boy
    2. Hanna Ferm – Brave
    3. Rūta Loop – We Came From The Sun

  17. Hier mein aktueller Stand. Es gibt keinen Titel, der mir gar nicht gefallen würde, die Plätze 10 bis 4 liegen nicht weit auseinander.

    Platz 10: Mia Negovetić – When it Comes to You (CRO)
    Sympathische Sängerin und gefällige Passagen in diesem Lied, das ich insgesamt aber doch ein bisschen belanglos finde. Vielleicht wär’s auf serbokroatisch etwas weiter vorne gelandet. Die Tatsache, dass „When it comes to you“ bei DORA so gut abschnitt, macht’s mir leichter, es hier nach hinten zu setzen, denn einer muss ja leider Letzter sein.

    Platz 9: Anis Don Demina – Vem e som oss (SWE)
    Nach mehrmaligem Hören der Studioversion war’s unter den Kandidaten für Platz 4, allerdings habe ich mich gerade sehr über den Auftritt geärgert, der wie ein Musikvideo wirkt; das Schreien des Refrains hat mich auch nicht überzeugt, und die tollen Bläserpassagen, das Beste an diesem Lied, gehen hier irgendwie unter. Ich will ja eigentlich den Song an sich bewerten, aber wenn die Titel so eng beieinander liegen, hat der Auftritt bei mir dann doch einen Einfluss auf die Wertung.

    Platz 8: Linda Bengtzing – Alla mina sorger (SWE)
    Zunächst ein heißer Kandidat für Platz 10, weil es mir zu sehr als Melodifestivalen-Durchschnittsware erschien, aber dann ertappte ich mich dabei, wie ich an dem Lied Gefallen fand. Allerdings fehlt mir irgendwie etwas Besonderes.

    Vier Kandidaten für Platz 4, die im Augenblick alle gleichauf liegen (in der Reihenfolge des Auftritts):

    Hanna Ferm – Brave (SWE)
    In der Studioversion hat mir ihr Gesangsstil in der Strophe missfallen, aber beim Auftritt gefielen mir diese Passagen besser. Der Refrain gefällt mir wirklich gut!

    Vladimir Arzumanyan – What’s Going On (ARM)
    Auch das ursprünglich ein Kandidat für Platz 10, aber jeder Hördurchgang verbessert meinen Eindruck von diesem Lied. Auch wenn Vladimir an diesem Tag vielleicht nicht in Bestform war: Ich mag seine Stimme, sogar die vielen Kopfstimmentöne finde ich bei ihm erträglich.

    Rasmus Rändvee – Young (EST)
    Der eingängige Refrain gibt Pluspunkte, allerdings erinnert mich seine Stimme ein wenig an Reamonn (der mir, aus welchem Grund auch immer, nicht so liegt) und der häufige Wechsel in die Kopfstimme stört mich in der Studioversion gewaltig. Beim Live-Auftritt scheint er diese Wechsel reduziert zu haben, und auch seine Stimme gefällt mir da, trotz Unsicherheiten, besser.

    Abrokenleg – Electric Boy (LTU)
    Eigentlich schätze ich Lichteffekte nicht so sehr, aber hier lenken sie geschickt von den Stellen des Liedes ab, die ich weniger mag: den Schrammelrefrain und die E-Gitarren-Passage gegen Schluss. Die Strophe gefällt mir dafür sehr gut, der Instrumentalteil darin ist für mich das Highlight des Songs.

    Hier nun meine klar abgegrenzte Spitzengruppe:

    Platz 3:Tosca – Ho amato tutto (ITA)
    Ich sehe hier Parallelen zu Mia Martinis „Rapsodia“. Nicht nur, dass ich bei den Sängerinnen stimmliche Ähnlichkeiten heraushöre, ich musste auch beide Lieder öfters hören, bis ich sie richtig zu schätzen lernte (bei „Rapsodia“ konnte ich die gute ESC-Position damals zuerst gar nicht nachvollziehen), „Ho amato tutto“ finde ich inzwischen fast das schönere dieser beiden Werke.

    Platz 2: Katya Chilly – Pich (UKR)
    Ich freue mich immer wieder über solche (für die meisten west- und mitteleuropäischen Ohren) exzentrischen Songs beim ESC. Es hat vielleicht die ein oder andere kleine Länge (meist, wenn der Schamane ins Spiel kommt), aber Katya Chillys Stimme ist einfach toll und ganz besonders angetan hat’s mir der Gesang der beiden Chorfrauen (ich nehme an, das ist „weißer Gesang“?).

    Platz 1: Rūta Loop – We Came From The Sun (LTU)
    „We came from the sun“ war mir gleich beim ersten Hören positiv aufgefallen, und dieser prima Eindruck hält bis heute an, auch wenn ich gerade nicht so richtig begründen kann, warum dieser Eindruck so gut ist (irgendwie scheint mir bei Platz 1 immer ein bisschen die Puste auszugehen …).

    • Zweimal „gefallen“ und einmal „missfallen“ in zwei Zeilen (bei Hanna Ferm), so etwas Unschönes muss man auch erst mal hinkriegen 🙁

    • Huch, Du auch noch zu solch später Stunde ruh- und rastlos unterwegs? Dabei bist Du nicht mal ein Geist wie ich. 😉
      Schön, dass wir dasselbe Lied auf dem ersten Platz haben. Ich hoffe sehr, dass Ruta Loop es packt, aber nach einigen vergangenen Entscheidungen sollte man sich niemals zu früh freuen. Und gerade bei Mia kann ich Dir ebenfalls nur zustimmen. Ich glaube kaum, dass sie wegen ihres Songs auf den zweiten Platz kam, sondern aufgrund ihres Bekanntheitsgrades. Der Gewinner war aber leider auch nur dezent besser.

  18. Lustige Runde. Platz 1 war mehr als klar das Sonnenmädchen. Das war definitiv einer der besten Songs des Jahres. Dahinter ihre andere litauische Kollegin, die ihren „Electric Boy“ gaaanz intensiv spürt. 😉 Zumindest letztere wird aber diese Runde kaum überleben, stattdessen wird geballte Schwedenpower durchkommen.
    Um den letzten Platz stritten sich bei mir (wie sollte es anders sein) Italien und Schweden. Hanna Ferms „Brave“ kann eigentlich als eine recht gut gelungene Parodie ihres letztjährigen Beitrags interpretiert werden, aber vermutlich ist das Werk ernst gemeint, was dem Ganzen einen etwas tragischen Touch gibt. Tosca gelang es meisterhaft, den schon schnarchlangweiligen Musikbrei in eine narkotisierende Wunderwaffe zu verwandeln, bei der sich von den 4 Minuten mindestens dreieinhalb als völlig überflüssig erwiesen. Großen Respekt davor, womit der (buchstäblich DER eine) Punkt an unsere südlichen Freunde geht.
    Erwähnenswert bleibt noch, dass Vladimirs Mutter offensichtlich ein 25-jähriges Model ist (was bei seinem Alter etwas bedenklich ist) und dass die Ukrainierin uns besonders eindrücklich die Wirkung halluzinogener Mittel vorgeführt hat. Somit hat sie ihren Namen CHILLY mehr als verdient! 😉

  19. Ok, das war nicht ganz einfach.

    12 Katya Chilly – Pich
    10 Abrokenleg – Electric Boy
    8 Tosca – Ho amato tutto
    7 Rūta Loop – We Came From The Sun

    Das sieht auch sehr abwechslungsreich aus und so hab ich’s gerne. 🙂

    An Mia Negovetić mochte ich die Stimme, an Anis Don Demina die gute Laune, die er verbreitet.

    Sorry, die Musik aus Schweden is einfach nich meins..

  20. 12 Punkte gehen an Electric Boy
    10 Punkte an Young
    und 8 Punkte an We Came From the Sun

    der letzte Punkt geht an den Anis Don Domino

  21. Meine Top 3 ist dieses Mal rein schwedisch. (Schande über mich ich weiß…)
    Meine Bottom 3 besteht aus der Kroatin mit dem Gesicht einer 8jährigen, dem Muttersöhnchen aus Armenien und natürlich der Exorzistin aus der Ukraine.

  22. Wollte eigentlich erstmal nicht voten, aber nach querlesen der einschlägigen Blogkommunikation … habe ich mich auf besondere Weise inspirieren lassen.

      • Goldene Mello-Regel wäre: Einfach das wählen, wo maximale Chorus-Unterstützung benötigt wird. Also allen aus Prinzip 12 Punkte geben.

  23. Die Gruppenphase neigt sich langsam dem Ende zu und bei dieser Gruppe habe ich folgende Wertungen gegeben:

    12 Punkte = Rūta Loop – We Came From The Sun (LTU)
    10 Punkte = Katya Chilly – Pich (UKR)
    8 Punkte = Anis Don Demina – Vem e som oss (SWE)
    7 Punkte = Abrokenleg – Electric Boy (LTU)
    6 Punkte = Hanna Ferm – Brave (SWE)
    5 Punkte = Mia Negovetić – When it Comes to You (CRO)
    4 Punkte = Linda Bengtzing – Alla mina sorger (SWE)
    3 Punkte = Tosca – Ho amato tutto (ITA)
    2 Punkte = Rasmus Rändvee – Young (EST)
    1 Punkt = Vladimir Arzumanyan – What’s Going On (ARM)

    Das wird besonders spannend. Hanna Ferm trägt Jessica Mauboys Kleid von 2018 auf, Anis Don Demina als knutschkugeliger Goldflummi und der JESC-Sieger von 2010 hat es mit den Müttern. Mein Tipp, wer es direkt in die nächste Runde schafft: Ruta, Katya, Anis, Hanna und Mia. Nachsitzen werden voraussichtlich Tosca und Abrokenleg, alternativ Abrokenleg und Linda.

    Die letzte Gruppe ist vor allem durch Skandinavien und das Baltikum geprägt (zweimal Norwegen sowie einmal Island und Finnland, dazu kommen einmal Estland und zweimal Litauen).

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