
Dass das einmal passieren würde: die Erfolgsnation Schweden hat beim Eurovision Song Contest 2026 so enttäuscht, dass ihre Vertreterin FELICIA mit dem Titel „My System“ die zweifelhafte Ehre hat, als Fan Favourite Fails (FFF) des Jahres in die Geschichte einzugehen. Umso erfreuter kann Alicja Szemplińska aus Polen auf ihren ESC-Einsatz in Wien zurückblicken: Sie wurde im Vorfeld am meisten unterschätzt und war damit das Dark Horse.
Beim Eurovision Song Contest spricht man von einem „Dark Horse“, wenn ein Song letztlich viel besser abschneidet als gedacht – quasi der Überraschungshit des Abends. Dagegen nennt man Beiträge, die im Vorfeld von den Fans heiß geliebt wurden, am Ende aber (grandios) scheitern, liebevoll Fan Favourite Fails (FFF). Letztes Jahr schnitten die Lettinnen von Tautumeitas überraschend gut ab und wurden das Dark Horse. Den wenig begehrten FFF-Pokal musste dagegen ADONXS aus Tschechien mit nach Hause nehmen.
Wir hatten Euch kurz vor dem ESC in Wien gefragt, welche Beiträge wohl in diesem Jahr die Dark Horses und die Fan Favourite Fails werden. Das größte positive Überraschungspotenzial hattet Ihr Sal Da Vinci aus Italien, Sarah Engels aus Deutschland und Satoshi aus Moldau zugetraut. Für überschätzt hieltet Ihr DARA aus Bulgarien, FELICIA aus Schweden und Monroe aus Frankreich. Naja, zumindest mit Sal Da Vinci, FELICIA und Satoshi lagen wir richtig. Über den Rest legen wir den Mantel des Schweigens.
Um die Dark Horses und die FFF so objektiv wie möglich ermitteln zu können, vergleichen wir einfach die tatsächliche ESC-Platzierung mit den Ergebnissen aus den Fan-Umfragen. Dabei greifen wir zum einen auf unseren ESC kompakt Index (EKI) zurück. Zum anderen nutzen wir auch die Umfrage unter den OGAE-Fanclubs, den OGAE Poll. Beim ESC 2026 haben wir nur die 25 Plätze im Finale exakt vorliegen. Für die weitere durchgehende Platzierung ab Rang 26 haben wir die Ergebnisse aus den Halbfinalen nach den dort erreichten Punktwerten sortiert. Danach mussten wir nur noch die Differenz ziehen.
DARK HORSES
Das Dark Horse in diesem Jahr war also Alicja aus Polen mit ihrem Titel „Pray“. Hier lagen wir mit dem EKI fröhliche 21 (!) Plätze daneben, die OGAE-Fanclubs mit ihrem Poll immerhin noch 19 Plätze. In der Addition der beiden Differenzen (siehe unten) kommt man auf 40 Punkte. Fast genauso groß ist die Abweichung bei Noam Bettan aus Israel, der also die Dark-Horse-Silbermedaille holt. Hier lagen die OGAE-Fanclubs signifikant näher am Ergebnis als die Leser*innen von ESC kompakt.

Generell hatten wir bei den Dark Horses nicht so den Lauf. Auch die LELÉKA aus der Ukraine haben wir anständig unterschätzt, so wie auch die spätere Siegerin, DARA aus Bulgarien. Den Vogel abgeschossen haben wir aber bei Alexandra Căpitănescu aus Rumänien – hier lagen wir gleich 23 Plätze daneben. Die OGAE-Fanclubs waren da deutlich treffsicherer. Zwar lagen auch sie bei der Ukraine und Norwegen noch recht deutlich daneben. Abgesehen davon waren sie aber recht gut unterwegs.
Beim deutschen Beitrag „Fire“ waren wir tatsächlich noch negativer als die Fanclubs. Insofern hat uns Sarah Engels dann doch noch etwas positiver überraschen können.
FAN FAVOURITE FAILS
Bei den Fan Favourite Fails gibt es kein Vertun: FELICIA aus Schweden ist mit „My System“ der Fan Favourite Fail des Jahres 2026. Das Feiern bei ESC-Partys funktioniert auf den Track ganz wunderbar. Auf der Bühne in Wien kamen aber weder der Song, noch die Inszenierung oder die Künstlerin an.
Überraschend stark enttäuscht hat auch das Trio Bzikebi aus Georgien. Kaum jemand wollte „On Replay“ noch ein zweites Mal genießen. Hier lagen wir mit dem ESC kompakt Index ganze 18 Plätze daneben. Und auch Antigoni aus Zypern konnte mit ihrem „Jalla“ die in sie gesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Es könnte – zumindest im Halbfinale – auch am Gesang gelegen haben.

Die Leser*innen von ESC kompakt hatten auch ein (etwas zu großes) Herz für die portugiesischen Bandidos Do Cante. Der im EKI ermittelte 13. Platz wurde um anständige 15 Ränge verfehlt. Fast genauso groß war die Fehleinschätzung bei Cosmó aus Österreich. Andererseits sind wir ein deutschsprachiger ESC-Blog und freuen uns natürlich besonders, wenn beim ESC auch auf Deutsch gesungen wird.
Polen, Israel und Ukraine als Dark Horses sowie Schweden, Georgien und Zypern als Fan Favourite Fails – stimmst Du damit überein? Was waren für Dich die überraschendsten Platzierungen beim ESC 2026? Lass uns gern Deine Meinung in den Kommentaren da.
Das waren die Dark Horses der letzten Jahre
2025: Tautumeitas – Bur man laimi (Lettland)
2024: Bambie Thug – Doomsday Blue (Irland)
2023: TVORCHI – Heart Of Steel (Ukraine)
2022: Nadir Rustamli – Fade to Black (Aserbaidschan)
Das waren die Fan Favourite Fails der letzten Jahre
2025: ADONXS – Kiss Kiss Goodbye (Tschechien)
2024: Mustii – Before The Party’s Over (Belgien)
2023: Lord of the Lost – Blood & Glitter (Deutschland)
2022: LUM!X feat. Pia Maria – Halo (Österreich)
In unserer Reihe Viva Vienna bereits erschienen:
- (1) Die schönsten Wien-Bilder der Blogger*innen
- (2) Mein erster Eurovision Song Contest vor Ort
- (3) Wie war Wien als Gastgeberstadt 2026?
- (4) Das „Eurovision at 70“-All-Star-Medley beim ESC 2026 in Wien – ein neuer Klassiker
- (5) ESC 2026 in Wien: All My Life for a Night Like
- (6) Tagebuch ESC 2026: Mini-Storys aus meiner Zeit in Wien
- (7) Bevor wir heimgehen … Sechs Nächte im Euroclub
- (8) Zero points – Wie nah dran Sarah Engels, Essyla und UK an Televotingpunkten waren
- (9) Machen die neuen Jury-Regeln das ESC-Endergebnis unvorhersehbar?
- (10) Zu viel Drama, zu wenig Bangaranga? Warum die Favoriten 2026 scheiterten
- (11) So haben sich Juryvoting und Televoting beim ESC 2026 unterschieden
- (12) Eigentlich nur ESC – Ein Reisebericht zu meinem ersten ESC vor Ort
- (13) Deutschlands erstes ESC-Jahr unter Federführung des SWR – Die ultimative Bilanz
- (14) Absturz beim ESC 2026: Was ist mit Schweden passiert? Und wie geht es weiter?
- (15) Nicht im Finale, aber längst in unseren Herzen
- (16) Wie eine Inszenierung einen Song verändern kann – Die Magie hinter dem Staging von „Bangaranga“
- (17) Sarah Engels im Wonderland: In die ESC-Bubble gekommen, um zu bleiben?
- (18) Producers Curse? Diese Sache mit den Startplätzen beim ESC
- (19) All aboard – Die Eurofan Cruises auf der Donau
- (20) Die Bedeutung von Fanblogs für den ESC – die Diskussion, die niemand hören und sehen wollte
- (21) Die Dancefloor-Hits vom ESC 2026 – Die Wettbewerbssongs aus diesem Jahr
- (22) Die Dancefloor-Hits vom ESC 2026 – Die Vorentscheidssongs aus diesem Jahr
- (23) Der ESC 2026 in Memes: Momente vom Teppich und Co.
- (24) Werden Public Viewings in der ESC-Gastgeberstadt immer wichtiger?
- (25) Songs in Landessprache gewinnen den Eurovision Song Contest nicht mehr
Diese Rückblickserien auf die letzten fünf Ausgaben des Eurovision Song Contest sind bereits erschienen:
- Bye Bye Basel: Unser Rückblick auf den ESC 2025
- Malmö Memories: Unser Rückblick auf den ESC 2024
- Leaving Liverpool: Unser Rückblick auf den ESC 2023
- Torniamo a Torino: Unser Rückblick auf den ESC 2022
- Replay Rotterdam: Unser Rückblick auf den ESC 2021
- Talking Tel Aviv: Unser Rückblick auf den ESC 2019
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Favourite Fan Fails und Dark Horses des ESC
Korrekt. Und nun?
Moldawien gehört für mich noch zu den Dark Horses und Malta zu den Favourite Fan Fails, da die Schnulze als Anwärter auf die Top Ten galt und Aidan international viel Werbung für seinen ESC-Song gemacht hat.
Es ging ihm darum, dass er die Worte „Fan Favourite“ umdreht und es (relativ exklusiv) als einzig richtige Variante betrachtet.
Fan Favourite Fails bitte.
Favourite Fan Fails wären die beliebtesten Fan-Reinfälle bzw. die Reinfälle der beliebtesten Fans.
Nein! Favourite Fan Fail ist korrekt, denn würde man es umdrehen, dann bedeutet es, daß ein prominenten Fan des ESC hingefallen ist und dadurch auch Schadenfreude entstehen kann.
Es geht aber um die Reinfälle von Fan-Favoriten. Fan Favourite ist daher ein zusammenhängender Ausdruck, dem das Fails nachgestellt wird.
Ich würde ja von „Abstürzen“ (und Geheimfavoriten) sprechen, aber wahrscheinlich macht man sich damit der Deutschtümelei verdächtig.
Da willst du heldenhaft gegen den Sturm der Entrüstung anpinkeln und dann gibt’s nicht mal einen Hauch der Empörung.
Das Leben ist ungerecht.
Alternativ Abseiler und Hochkletterer des Jahres?
Vielleicht nochmal die Englischkenntnisse auffrischen oder einfach mal recherchieren. Auf der großen weiten Welt und in der ESC-Community hat das noch niemand als „Favourite Fan Fail“ bezeichnet und du kannst wohl kaum annehmen, dass du es besser weißt. Was für ein seltsamer Hügel, auf dem man sterben will. Es bringt doch gar nichts, darauf zu beharren. Dir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn du es einfach akzeptierst
Schweden war für mich von Anfang an klar, dass das nix wird – EDM, dünne Stimme, fragwürdiges Kostüm. Portugal war auch klar. Gute Nacht Lied wenn das Publikum Party machen möchte, das hat nicht gepasst.
Wenn man nicht den Filter Israel/Gaza hatte, dann war klar, dass Israel gut abschneiden wird, tolle Stimme, gute Inszenierung, guter Song.
Polen hat mit dem Staging und der tollen Livestimme alles gerettet, ein Song mit Gospelanlehnung hat auch für Österreich mal gut funktioniert(Nobody but you).
Antigoni hatte einfach eine zu schwache Stimme, mehr ist nicht zu sagen.
Ukraine war ein gutes Gesamtpaket, so wie immer.
Bzikebi waren live extrem schwach, kam im TV auch nicht besser rüber, Gesang mau, schwache Energie/Ausstrahlung von den 3 – verdient raus.
Zu Israel: Ich behaupte schon, dass ich meine Meinung zur Politik Israels von meinem ESC-Musikgeschmack trennen kann (den Song von Eden Golan höre ich noch mit Begeisterung).
Ein gutes Abschneiden von Noam Bettan habe ich (aus geopolitischen Gründen) schon erwartet, aber nicht weil ich den Song als besonders massenkompatibel oder mitreissend angesehen hätte und auch schlicht langweilig fand.
Das Problem ist natürlich, dass wir im EKI nicht bewerten, ob wir eine gute Platzierung prognostizieren, sondern ob man einen Song wirklich gut findet und das sind für mich bei „Michelle“ halt zwei komplett getrennte Antworten.
Entsprechend ist der EKI für mich auch keine perfekte Grundlage für die Auswertung der Dark Horses und FFF. Vielleicht wären da die Umfragen zum Abschneiden in den Songcheck-Beiträgen ein klein wenig passender.
Für mich ist es kein Problem, den Beitrag Israels wie alle anderen eben auch nur rein musikalisch zu bewerten und tatsächlich gefiel mir „Michelle“ mit Abstand am besten.
Polen rein genremäßig so überhaupt nicht mein Geschmack, aber objektiv gesehen war es ein starker Auftritt.
Das unterschreibe ich mal so.
Würd ich auch relativ stark zustimmen. Polen hat es für mich halt wirklich ausschließlich auf gesang- und genretechnischer Ebene verdient, überhaupt das Finale zu erreichen. Der Song selbst war gar nichts. Bei der Ukraine bin ich mir immer nicht so sicher, wie stark die Politik noch mit reinspielt. Mit dem Song hätte man theoretisch auch im Semi scheitern können.
Mir gefiel der ukrainische Beitrag auch dieses Jahr ziemlich gut, es hat aber ein wenig bei mir gedauert. Diesen Sakralpop von Jerry Heil dagegen mochte ich gar nicht.
In allen Belangen Zustimmung
Portugal schickt aber ja immer Gute-Nacht-Lieder – und oft genug strafen sie damit alle Prognosen Lügen. So absehbar fand ich persönlich das Ausscheiden jetzt nicht. Gerade nach Antigonis katastrophalem Auftritt an dem Abend.
Oje
Hier ist die Expertise anscheinend nicht zu Hause.
Wieso?
Ach Leute … wenn man nur die nackten Zahlen anschaut, mag das vielleicht stimmen. De facto ist es aber so: FFF wurde doch wohl ein Beitrag, bei dem im Laufe der Performance ein Beichtstuhl und die Reste eines Orchesteraufbaus abgefackelt wurden. Und Dark Horse? Ich sag nur: Split Screen am Ende, rechte Seite, und das lauteste Geräusch des Wettbewerbs am Schluss.
Wenn es nicht so eindeutig ist, mag man die Zahlen gern bemühen. In diesem Jahr allerdings waren FFF und Dark Horse so eindeutig, dass man die Zahlen da getrost beiseite legen kann (und das sagt eine Mathematikerin!).
Platz 1 und 6 liegen natürlich nicht soweit auseinander, wie bei anderen. Aber Du hast natürlich recht. Wenn ein Song vorher so klar als Gewinner raussticht und dann nicht einmal in die TOP 5 kommt, ist der Fail größer als die alljährliche Schweden TOP 10 Prognose und der anschließende Platz relativ weit hinten (aber immerhin im Finale).
Wann geht es denn mit deiner Nachbetrachtung weiter?? 🙂
Hab im Kroatienurlaub Cosmo viel öfter gehört als Dara!!
„Beim Eurovision Song Contest spricht man von einem „Dark Horse“, wenn ein Song letztlich viel besser abschneidet als gedacht – quasi der Überraschungshit des Abends. […] Um die Dark Horses und die FFF so objektiv wie möglich ermitteln zu können, vergleichen wir einfach die tatsächliche ESC-Platzierung mit den Ergebnissen aus den Fan-Umfragen. Dabei greifen wir zum einen auf unseren ESC kompakt Index (EKI) zurück. Zum anderen nutzen wir auch die Umfrage unter den OGAE-Fanclubs, den OGAE Poll.“
Diese Methode ist völlig ungeeignet, weil persönlicher Geschmack und Prognose zwei verschiedene Paar Schuhe sind, die sich zwar gleichen können, aber keineswegs müssen.
Bulgarien hielt ich bis die Inszenierung bekannt wurde tatsächlich für einen Wackelkandidaten, was den Finaleinzug angeht. Ergo für mich die wohl größte Überraschung des Jahrgangs.
Bei Moldau gab es meiner Wahrnehmung nach viele, die das Ergebnis so oder gar noch höher prophezeiten. War dadurch für mich eher FFF-Aspirant. Aber auch hier sollte ich ja Unrecht behalten ähnlich wie mit Rumänien, das ich als „contender“ überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.
Und für Italien sah ich irrig in diesem Jahr die Top10-Serie reißen.
Umgekehrt tippte ich ab etwa den Probewochen, in Ermangelung von Alternativen, auf Finnland als Sieger, obwohl mir die Begeisterung zunächst schleierhaft geblieben war.
Der Rest lag ungefähr im Erwartungsspektrum.
Den kompakt-Votern fehlt es offenbar an einer gehörigen Portion Vorausschau um exakte Platzierungen zu benennen. Von Mangelerscheinungen im ESC Mainstream Geschmack mal abgesehen.🫢
Vielleicht gibt es ja da was von r*pharm.😉
Die Voter stimmen für den EKI ab, sobald die Beiträge alsTeilnehmer feststehen. Da hat man Teilweise außer dem Video oder einem VE-Auftritt keinerlei Info. Man hat noch keinen Pre-Party-Auftritt gesehen, für die frühen Beiträge hat man auch keinerlei Konkurenz zum Einordnen gehört, man kennt keine Revamps und Stagings. Deshalb ist es keine Überraschung, dass der EKI so weit daneben liegt.
Das macht es sicherlich noch schwieriger die richtigen Prognosen zu treffen.😉
Der für mich am schlimmste Song dieses Jahr war der von Portugal und der schönste war der finnische!
My System und Fire funktionieren sehr gut in voller Lautstärke im Auto.
Mit Polen kann ich weiterhin nichts anfangen….mich nervt er eher.
Am meisten höre ich aber Dänemark, Rumänien und Albanien.
Ich würde bei diesem Thema die Spitzenplätze deutlich stärker gewichten als Platzierungen im Mittelfeld. Dark Horses waren für mich eindeutig Dara und Alexandra Cipitanescu. Auch wenn ich beide in den Top 10 erwartet habe, Top 3 oder gar Sieg habe ich nicht für möglich gehalten. Noam Bettan sehe ich dagegen nciht als Dark Horse an. Da war eigentlich allen klar, dass er aufgrund der besonderen Situation um Israel ganz vorne weit landen würde.
FFF sind für mich einige im Vorfeld sehr hochgehandelte Beiträge. In erster Linie natürlich die Topfavoriten Linda Lampenius und Pete Parkkonen, die es nicht in die Top 5 geschafft haben. Aber auch Akylas und Monroe wurden als mögliche Sieger gehandelt und erzielten nur Platz 10&11.
Die Kritik an die Methodik erschließt sich mir nicht. Beim FFF und Dark Horse geht es doch gerade um die Diskrepanz zwischen dem Geschmack der Bubble (hier dargestellt durch EKI und OGAE) und dem tatsächlichem Ergebnis. Also welcher Beitrag kommt gut an, aber schneidet schlecht ab und umgekehrt. 2019 haben z.B. alle Keiino gemocht, rechneten aber dass sie schlecht abschneiden und der FFF werden.
Man könnte auch die Frage nach der Erwartung vs. Ergebnis aufmachen, aber meiner Erfahrung nach unterscheidet sich die in der Regel kaum von dem Geschmack, weil am Ende jeder den eigenen Geschmack für mehr oder weniger allgemeingültig hält.
OTBN
Nicholas Durocher alias TALK würde Kanada gerne im nächsten Jahr beim ESC vertreten:
https://escspot.pl/2026/07/22/talk-kanada-eurowizja-2027/
Er kommt aus der Provinz Ontario und seine Musikrichtung ist Alternative Pop sowie Indie-Rock.
Für mich ist ganz klar finnland der fff. Die waren eigentlich überall als ganz klarer favorit prognostiziert und dann nur ein abgeschlagener 6. platz!
Rumänien hat offiziell seine Teilnahme am ESC im kommenden Jahr in Bulgarien bekanntgegeben:
https://escspot.pl/2026/07/22/rumunia-udzial-eurowizja-2027/
Der Verwaltungsrat des Senders TVR hat mit elf Ja-Stimmen bei einer Enthaltung für die Teilnahme Rumäniens entschieden. Die Selecția Națională wird wieder als nationaler Vorentscheid für den ESC genutzt.
Naja, der ESC Kompakt Index fragt aber ja nicht ab, welches Ergebnis man für wahrscheinlich hält. Ich behaupte mal: Das israelische und das ukrainische Abschneiden dürften wohl die Meisten von uns genau so erwartet haben. Ebenso hat hier ja die Mehrheit Cosmó vor dem Finale auf dem letzten Platz gesehen – wenn überhaupt hat er also eher positiv überrascht.
Ich denke, Bulgarien als Dark Horse und Schweden und Finnland als größte Enttäuschungen liegen auf der Hand. Wobei es bei Schweden auch schon wieder darauf ankommt, welchen Zeitpunkt der Wettquoten man dafür heranzieht. Da ging es ja doch sehr steil nach unten.
bei OGAE bekomme ich immer leichte schnappatmung.😺
bulgarien war doch eigentlich auch ein sehr gut getarntes dunkles pferd – das stand ruhig im stall und wurde wenig beachtet und dann urplötzlich fing es an wild vorwärts zu galoppieren.
die 🪓🎸🪓 auf der bühne hat im übrigen auch kaum einer kommen sehen.😎
entschieden wurde aber auf’m platz und dann fallen mir mindestens 2 FFF ein und zwar finnland und schweden. 👻
Finnland ist ja vergleichsweise noch weich gefallen. Schweden wurde wohl deshalb so hoch gehandelt, weil ja die Juries bekanntermaßen dem Land recht nahe stehen. Zudem kam der Absturz schon einige Zeit vor den Liveauftritten.
Bei Schweden war ich mir schon relativ früh sicher, dass das nichts wird.
Mein geliebtes „Liekinheitin“, war leider auch ein kleiner FFF, trotzdem liebe ich es!
Bulgarien und Polen waren die großen Überraschungen für mich, obwohl Bulgarien die ganze Zeit, bei mir auf Platz 5-7 war.
Das grösste Dark Horse war ja wohl diesmal Deutschland! Wer hätte gedacht, dass die mit Leroy inSane, Manuel Neuer’s Müdigkeitsaura, dem hüftsteifen Tah und einem Kimmich im Schneckentempo zum WELTMEISTER werden!!! Und dann ziehn die das Ding!!!! Einfach KLASSE!!! Die Triumphparade durch Frankfurt war auch nicht von schlechten Eltern…
ES GEHT HIER NICHT UM FUSSBALL!
Frankfurter Römer ist 90er. Nur noch Fanmeile auf der Straße des 17. Juni inklusive Helene-Fischer-Konzert powered by Telekom zusammen mit Die Mannschaft.
Grüße in die Schweiz
P.S.: Hüftsteif hat mir gefallen.
Wie schlimm es um den deutschen Fussball steht, sieht man daran, das die Schweiz viel besser bei der WM abgeschnitten hat, als Deutschland. Die Schweiz im Viertelfinale und Deutschland schon in der ersten KO-Runde auch. Aber jetzt haben wir ja den Kloppo. Da gehts wieder aufwärts.
Es gibt auch komische Leute aus OF…..
Lavina spielt ein Konzert in Berlin am 28. November 2026:
https://www.instagram.com/p/DbHFBPNAuLj/?img_index=2&igsh=MWNkb3VmeHdoNXN6OQ==
Ich muss bei dem Namen immer noch an Levina von 2017 denken, und fragte mich schon, welche Location die wohl genommen hat…
Ich finde, die Gewichtung ist hier völlig falsch gelegt. Ich kann doch nicht ein Lied, welches bspw. auf 10 oder 16 geschätzt wurde, als FFF bezeichnen, weil es dann 10 oder 15 Plätze schlechter liegt?! Das Lied war doch nie ein Fan Favourite, somit kann es auch kein Fail werden. Viel eindeutiger ist doch Finnland. Fast jeder zweite hat es als Sieger gesehen (über 40% haben das Lied auf Platz 1 gesehen) und der Song wurde nur 6! Eindeutiger geht ein Fail nicht. Dark Horse für mich definitiv Bulgarien und Rumänien. Wohlgemerkt, das ist meine Meinung, bitte lasst mich am Leben! 🙂
Mir war Finnland zu durchschnittlich. Ich weiß gar nicht, was nur die Leute in diesem Lied gesehen haben. Trotzdem wäre man in Deutschland froh, mal so ne Platzierung zu erreichen.
Die Sängerin Gabriela Anna Nowak-Skyrpan alias Bryska hatte vor zwei Jahren am polnischen Vorentscheid teilgenommen und nun einen Song veröffentlicht, mit dem sie sich für die Teilnahme am ESC bewerben wollte. Der Titel ist „Echo Echo“:
https://escspot.pl/2026/07/26/bryska-echo-echo-eurowizja-2026/
Gesundheitliche Gründe haben dazu geführt, daß Bryska in diesem Jahr auf die Teilnahme am polnischen Vorentscheid verzichtete.
Bei Schweden bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits hat mich das für Schweden katastrophale Ergebnis sehr erfreut, andererseits habe ich das nicht ganz nachvollziehen können, warum Schweden so abgestürzt hat. Eigentlich hatte der Auftritt doch alles, was ein gutes Abschneiden nötig hat. Ein Song der abgeht wie Schmitts Katze, die Inszenierung mit den Lasern und der riesigen Frau auf dem Bildschirm, war sehr spektakulär. Gesanglich war es auch sehr ordentlich.
Georgien hat seine Künstler ziemlich im Regen stehen lassen. Wie kann ich bei einem so schnellen Song, den Künstlern keine Tänzer zu Verfügung stellen. Der Song war nicht schlecht, aber der Auftritt war lustlos und unkreativ inszeniert. Da muss man mehr bieten.
Hier eine Top Ten von Favourite Fan Fails in der Geschichte des ESC:
https://en.euromix.co.il/2026/09/06/top-10-eurovision-shocking-non-qualifiers-in-history/
Deutschland ist auch dabei.