ESC-Songcheck kompakt 2022 (20) – Serbien: „In corpore sano“ von Konstrakta

Konstrakta – Foto: KOSTA ĐURAKOVIĆ

Serbien schickt in diesem Jahr wohl einen der ausgefallensten Beiträge ins Rennen: „In corpore sano“ bewegt sich musikalisch deutlich abseits vom Mainstream, ist optisch weit entfernt von typischen ESC-Performances und ganz anders als die Beiträge des Landes in den letzten Jahren.

„In corpore sano“ konnte sich in der von der serbischen Fernsehanstalt RTS neu etablierten Vorentscheidung „Pesma za Evroviziju“ (Lied für Eurovision) durchsetzen. Diese hatte das bekannte Format „Beovizija“ abgelöst. Insgesamt traten 36 Beiträge in einem ersten und einem zweiten Halbfinale an, im Finale kämpften 18 Songs um den Sieg. In einem Voting, dass sich zur Hälfte aus dem Urteil einer fünfköpfigen Jury und zur anderen Hälfte aus dem Televoting zusammensetzte, konnte sich am Ende Konstrakta mit dem Titel „In corpore sano“ durchsetzen. Sie holte sich knapp den Sieg bei den fünf Juror:innen und eindeutig die meisten Punkte bei den serbischen TV-Zuschauer:innen: In der SMS-Abstimmung erhielt sie mehr als 44.000 Stimmen und damit doppelt so viele wie die Zweitplatzierte.

Konstrakta ist eine serbische Sängerin und Songwriterin, die mit bürgerlichem Namen Ana Đurić heißt. Ihr Pseudonym wählte sie, weil sie es liebt, Reime auf eine bestimmte Weise mathematisch zu komponieren. Das passt auch zu ihrem Beruf im „normalen“ Leben: sie ist Architektin, genauso wie ihr Ehemann, mit dem sie zwei Kinder hat. In der Vergangenheit war sie schon Mitglied der Band „Zemlja gruva!“, die in den 10er-Jahren recht populär war, sowie Mitglied der Gruppe „Mistakemistake“. Außerdem trat sie 2019 im Film „Небеска тема“ (Himmlisches Thema) über Vlado Divljan in Erscheinung.

Der Song

Text und Musik des serbischen Beitrags stammen von Konstrakta selbst. An der Musik hat außerdem Milovan Bošković mitgeschrieben.

Der Sound von „In Corpore Sano“ ist minimalistisch-rational und etwas kühl-konstruiert. Konstrakta spricht mehr als dass sie singt, durch einen ausgeprägten Sprachrhythmus wirkt der Gesang trotzdem melodisch und rhythmisch. Ein Chor antwortet Konstrakta echoartig im Refrain, im Finale am Ende des Songs wird der Chor schließlich immer lauter und dominanter. Die Instrumentierung ist geprägt von verschiedenen Trommeln, Tom-Toms und Becken sowie Streichern, die den Song staccato-artig nach vorne treiben.

Der Text des Liedes kommt sehr künstlerisch daher und kann auf vielfältige Weise interpretiert werden. Die eigentliche Redewendung, auf die der Songtitel Bezug nimmt, heißt auf Lateinisch: „Mens sana in corpore sano“. Sie bedeutet „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Somit kann der Text als Kritik an der Fixierung auf den Körper und dem Vergessen der geistigen Gesundheit gesehen werden. Gleichzeitig wird das Aufgreifen von pseudowissenschaftlichen Gesundheitsratschlägen an den Pranger gestellt. Auch ein Bezug zur Corona-Pandemie, die neben der körperlichen auch noch die psychische Verfassung auf den Prüfstand stellt, lässt sich, insbesondere durch die Performance mit dem Hände waschen, herstellen („Ein verängstigter Geist in einem gesunden Körper. Was machen wir jetzt?“)

Der Song ist aber auch eine Kritik am serbischen Gesundheitssystem, welches freischaffende Künstler aus der Krankenversicherung ausschließt und somit zwingt, stets in „einem gesunden Körper“ zu leben. Das hat für Konstrakta auch einen ganz persönlichen Hintergrund: im letzten Jahr ist ein Mitglied ihrer Band an Leukämie gestorben. Diese recht ernsten Themen werden im Text häufig in ironisch-satirischer Art und Weise dargestellt. So fragt Konstrakta am Anfang des Songs zweimal: „Was ist das Geheimnis von Meghan Markles gesunden Haaren?“

Der Check

Song: 3/5 Punkten

Stimme: 2,5/5 Punkten

Darbietung: 5/5 Punkten

Instant Appeal: 4/5 Punkten

Benny: Das ist Kunst. Ich mag das hypnotische und ich mag die Backings. Allerdings hält sich mein Bedürfnis eher in Grenzen, nach zwei Jahren Corona-Pandemie Menschen drei Minuten lang beim Händewaschen zuzuschauen. Ich bin unentschlossen. 6 Punkte.

Berenike: Ich liebe es! Schon als ich den lateinischen Namen des Siegertitels der serbischen Vorentscheidung gelesen habe, war ich leicht neugierig, und als ich dann die Performance angeschaut habe, war ich geflasht. Das war so bizarr, so speziell und für mich so faszinierend. Ich fand den Auftritt schon gut, als ich noch nichts vom Text verstanden habe, nachdem ich den Hintergrund erfahren habe, umso mehr. Ich finde es schön, wenn Lieder auch mal ganz „realistische“ Probleme ansprechen und nicht nur Love, Love, (Nicht-mehr-Love) und Peace, Peace. Ich kann verstehen, dass viele damit nichts anfangen können, für mich ist das aber faszinierende musikalische Performance Art. Außerdem finde ich den Sprachrhythmus genial: „Biti zdrava, biti zdrava – Može, može, može“ ist wahrscheinlich meine Lieblingszeile des diesjährigen Song Contest. Eindeutige 12 Punkte.

Douze Points: Als ich den Song beim Live-Blog vom serbischen Finale als letzten Beitrag hörte (und sah!), war ich gleich positiv angetan. Der Titel und der Auftritt faszinieren einfach. Das haben die Aufrufe des Videos nach der Qualifikation gezeigt – und die Reaktionen der Menschen in meinem Umfeld, die Konstrakta zum ersten Mal erleben. Und das alles, obwohl man die Aussage des Liedes wirklich nicht erschließen kann. Auch wenn „In corpore sano“ bei mir in der Jahrgangs-Playlist nicht soweit oben ist, freue ich mich auf ihren Auftritt in Turin sehr. 8 Punkte.

Flo: Ich verstehe die Aufmerksamkeit für den serbischen Beitrag, den man eher als Kunstwerk bezeichnen müsste. Zumindest ist hier das Gesamtpaket mit Auftritt und der Botschaft hinter „In corpore sano“ zu bewerten. Ohne mich genauer mit der Geschichte zu befassen, hatte ich jedoch keinen Schimmer, was Konstrakta mit dem Song bezwecken will. Genau das sehe ich auch als problematisch, denn es ist kaum zu erwarten, dass die Bemerkungen der Kommentatoren beim ESC vor dem Auftritt ausreichen, damit alle dem Auftritt folgen können. Ein solides Ergebnis dürfte aber dennoch herausspringen. 5 Punkte.

Manu: Ich weiß noch immer nicht, was ich von Konstraktas Lied halten soll. Rein musikalisch kann ich mir das anhören, auch wenn es keinen großartigen Sog auf mich ausübt. Textlich bleibt „In corpore sano“ in meinem Empfinden sehr schwierig. Ihr Auftritt hinterlässt bei mir viele Fragezeichen, ohne dabei mein Interesse zu wecken. Ich finde es spannend, dass dieser Beitrag von vielen so überschwänglich gefeiert wird – übrig bleiben am Ende bei mir immerhin noch 4 Punkte.

Max: Jetzt werde ich in meinem geliebten Serbien vielleicht dafür gehasst: Ich mag den serbischen Beitrag überhaupt nicht. Also so gar nicht. Ich verstehe die Message und auch die Symbolik bei „In corpore sano“. Ich finde schon die Strophen nicht wirklich eingängig, aber spätestens beim Refrain will ich mich verkriechen. Das ist absolut nicht meins und nervt mich, auch wenn ich hin und wieder Fetzen von dem Lied höre. Klar, Serbien hatte im vergangenen Jahr keine Qualität geliefert, sondern einen Guilty-Pleasure-Beitrag. DEN Guilty-Pleasure-Beitrag. Dieses Jahr wird es wahrscheinlich meine persönliche rote Laterne bleiben. 1 Punkt, es tut mir leid Serbien.

Peter: Das ist Kunst. Für mich spielt Konstrakta ganz ganz oben mit. Zumindest in meiner persönlichen Favoritenliste rangiert das neben Italien und Norwegen auf der Playlist „Das bleibt drauf nach dem Finale“. Ganz entfernt erinnert mich das an Laing („Zeig deine Muskeln“), nur mysteriöser, anspruchsvoller, eleganter, provozierend mitreißend. Mir ist megasympathisch, dass sich der kantige, modern reduzierte Song dem Hörer nicht anbiedert, aber so viele Elemente bietet, in denen man sich verfangen kann. Der „Sprechvortrag“ hat es mir besonders angetan. Das Video ist megacool. Ich will das UNBEDINGT im Finale haben, liebe ESC-Götter, bitte helft dabei. 12 Punkte.

Rick: Wow – weder habe ich erwartet, dass sich Konstrakta im Vorentscheid durchsetzt, noch habe ich die Message des Songs im ersten Moment verstanden. Mit dem Hintergrundwissen zum Text ergibt natürlich alles Sinn und könnte auch viele Zuschauer:innen in Europa ansprechen. Aber halt nur, wenn man auch versteht, worum es geht. Ich hoffe also auf teilweise englischen Text in Turin und dann sehe ich Serbien echt als großen Geheimfavoriten, um ehrlich zu sein. Musikalisch definitiv zeitgemäß und speziell genug. Ich vergebe gute 7 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 55/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „In corpore sano“ auf Platz 14 von 40.

Wie schneidet der serbische Beitrag "In corpore sano" von Konstrakta ab?

  • Platz 11-15 (24%, 135 Votes)
  • Platz 6-10 (21%, 122 Votes)
  • Platz 1-5 (21%, 120 Votes)
  • Platz 16-20 (16%, 94 Votes)
  • bleibt im Halbfinale hängen (14%, 78 Votes)
  • Platz 21-25 (4%, 23 Votes)

Total Voters: 572

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X und Pia Maria
(17) Portugal: „saudade, saudade“ von MARO

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Finnland: „Jezebel“ von The Rasmus
(19) Israel: „I.M“ von Michael Ben David



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86 Comments
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italojeck
italojeck
4 Jahre zuvor

Meine Nummer 1 beim ESC und meine Nummer 2 des Jahres (nach der großartigen Rigoberta Bandini!!)

Endplatzierung? Keine Ahnung, aber das ist nebensächlich. Das Lied wird bleiben.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor
Reply to  italojeck

Diese beiden Titel sind bei mir auch ganz weit oben!

Jofan 💙💛
Jofan 💙💛
4 Jahre zuvor

Nach dem ersten Hören konnte ich mit dem Song nicht so viel anfangen, aber je öfter ich „In Corpore Sano“ höre, desto besser gefällt mir das Lied. Vor allem ab dem Part, ab dem Konstrakta selbst anfängt zu klatschen (bitystrava oder so ähnlich 😁), bin ich nicht mehr zu halten. Außerdem finde ich es großartig wie sie ihr Anliegen im Song so umschreibt, dass es nicht direkt auffällt. Ich empfehle allen mal den Text zum Song zu lesen: In ihrem Song kritisiert sie, dass in Serbien Kunstschaffende bzw. Künstler keine staatliche Absicherung haben, wenn sie z.B. krankheitsbedingt für längere Zeit ausfallen, weswegen diese immer in einem gesunden Körper (in corpore sano) leben müssten.
Ihr finales Statement gibt sie dann schließlich auf Latein ab, was mich als angehenden Lateinlehrer sehr freut. Konstrakta zeigt, dass Latein eben auch modern und zeitgemäß sein kann.
Ich denke Serbien hat in diesem Jahr ein hohes Dark Horse-Potenzial.
Ich vergebe 7-8 Punkte, aktuell Platz 18 (mit viel Potenzial nach oben)

Jofan 💙💛
Jofan 💙💛
4 Jahre zuvor
Reply to  Jofan 💙💛

Zum Text steht oben im Artikel ja aber auch schon einiges (wer lesen kann, ist im Vorteil 🙈).
Was ich noch ergänzen wollte: Das größte Problem des serbischen Beitrages wird sein, die Botschaft des Songs innerhalb von 3 Minuten so darzubieten, dass es auch diejenigen Zuschauer verstehen, die nicht in der ESC-Bubble sind.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Hm… dieser Song läßt mich immer noch etwas ratlos zurück. Irgendwie interessant und gut gemacht, allerdings wirkt Konstrakta auch etwas unnahbar, kühl und irgendwie auch nicht gerade sympathisch auf mich. Wobei ich schon zugeben muss, dass die Strenge ja auch zum Song paßt. Hm… schwierig, ist auf jeden Fall ein sehr außergewöhnlicher Beitrag.

Der Song kommt selbstredend ins Finale und dort tippe ich auf die TOP 5.

imsry0points
imsry0points
4 Jahre zuvor

Serbien kommt doch nahezu immer ins Finale und so wird es auch dieses Jahr sein. Serbien weiß einfach, was gut & besonders ist. Sicher Finale und dann Platz 13-20.

Janph
Janph
4 Jahre zuvor

Ist euch aufgefallen das der Tänzer vorne rechts, beim Final Auftritt, in der zweiten Strophe zu früh anfängt zu tanzen 😅😅

Thomas O.
Thomas O.
4 Jahre zuvor

Peter hat absolut meine Gefühlslage zu dem Lied getroffen, das muss, muss, muss ins Finale und kriegt auch Anrufe von mir!
Best Song / performing arts Nummer aus Serbien ever!!

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor

Auch wenn ich dem serbischen VE keine Priorität gegeben habe ist dieses Lied das einzige nach Brividi das mich beim ersten hören und segen total geflasht hat aber komplett anders als Brividi. Bei
Brividi haben mich die Harmonien der Sänger miteinander und mit dem Sing so berührt wie selten bei einem Lied. Bei Konstrakta hat mich von Anfang an eine Fastination gepackt wie wenn man zum Ersten Mal etwas unglaublich unbeschreibliches gesehen hat das einem den Atem raubt

4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4 Jahre zuvor

Ich bin hin- und hergerissen. Ist Kunst, aber auch eiskalt und didaktisch. Gefällt mir auf jeden Fall besser als die Balkanballaden und Slutpop-Nummern, die Serbien meist schickt.

ESC1975
ESC1975
4 Jahre zuvor

Ich mag Balkanballaden, aber das mit dem eiskalt ist richtig. Die Strophen sind ja durchaus interessant, aber dann kommt eben nicht ein Refrain der irgendwie musikalisch Neues bringt, sondern weitern nur emotionsloser Sprechgesang ohne wirlich eine Melodie.
Ich mag minimalistische elektronische Musik, daher habe ich durchaus Symphatie, aber anrufen werde dafür nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen dass wirklich viele anderen das tun, den „interessant“ reicht hierfür normalerweise nicht aus.

4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC1975

Ich bin gespannt, wie der Song mit den üblichen Stimmengebern abschneiden wird, ist ja ein ganz anderer Stil.

Rainer 1
4 Jahre zuvor

Im strom der mittelmässigkeit fällt das wirklich auf, allerdings negativ. Daran mag ich wirklich gar nichts, die sängerin ist mir nicht symphatisch, über diese handwasch-performance kann ich nur den kopf schütteln und der song ist eigentlich gar keiner. Und in sachen symphatie bekommt serbien eh minuspunkte.
Mein, mit abstand, letzter platz.

Carina
Carina
4 Jahre zuvor

Auch nach mehrmaligem Hören/Schauen erreicht mich dieser Beitrag einfach nicht. Es wirkt definitiv wie ein Stück Kunst, wie ein Gemälde, das Interpretationsspielraum bietet und nicht jedem zugänglich ist.
Übersetzt man mal den Text und sieht sich dann die Performance an (ohne Ton), finde ich es grandios. Ihre „Singstimme“ allerdings ist meiner Erachtens nicht besonders nahbar, der Sprechgesang nervt mich persönlich sehr und passt für meinen Musikgeschmack überhaupt nicht zum Rest.
Der Song polarisiert doch sehr, ich vermute eine gute Platzierung, wenngleich nicht so hoch wie vielleicht aktuell vermutet wird – in der Bubble finden schon nicht alle einen Zugang zum Song, außerhalb könnte es doch noch viel weniger sein…

Festivalknüller
Festivalknüller
4 Jahre zuvor

Ja, das ist Kunst, kann aber weg !😄

Joseph Beuys
4 Jahre zuvor

Aus der Sicht einer Putzfrau, sicher !

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor

Performancekunst. Könnte man wie es ist ins MoMA stellen. Bravo! Aber funktioniert das auch beim ESC? Viel Glück!

Trakol
Trakol
4 Jahre zuvor

Ich liebe die Mimik von Konstrakta und wahrscheinlich deswegen hab ich mich dann auch in den Song verliebt.

Ist dieses Jahr mein Platz 3 🙂

Julian
Julian
4 Jahre zuvor

Kunst!

Off-topic: Kommt noch was über Felicias neue Single? Damit hätte sie beim Vorentscheid eine größere Chance gehabt.

tomudu
tomudu
4 Jahre zuvor
Reply to  Julian

Laut eigener Aussage hat sie „Wish You Well“ ja auch eingereicht. War aber wohl nicht radiotauglich genug. 🙂

Frank D.
Frank D.
4 Jahre zuvor
Reply to  tomudu

Der Corona-Song. Nach dem fünften Probendurchgang müssen Kontraktas Hände total verschrumpelt sein. Es erinnert mich vom Song etwas an „Cipela“ 2009, ist aber nicht so albern. Findet als durchgeknallt sicher seine Liebhaber, aber „Kunst“ ist das nun wirklich nicht.

Jan Wehner
Jan Wehner
4 Jahre zuvor

Das ist definitiv der intellektuellste Beitrag in diesem Jahr. Da werden sehr viele Augenbrauen hochgehen. Ob Meghan Markle auch in diesem Jahr zuschauen wird?
Für mich ist „In corpore sano“ definitiv ein Highlight. Nur schade, dass es Lied Nr. 3 in einem Halbfinale ist, in dem Serbien sich nur bedingt auf nachbarschaftliche Hilfe wird verlassen können. Zudem wird dieses Kunstwerk vielen Menschen leider zu hoch sein. Ich bin eigentlich kein Juryfan, aber hier ruhen meine Hoffnungen auf den Juroren.
Dabei hätte der Refrain „Biti zdrava, biti zdrava, biti zdrava“ sogar Potential dafür, in TikTok-Videos aufzutauchen, z.B. in Fußballvideos. Ich Stelle mir vor, wie Neymar oder ein italienischer Nationalspieler den sterbenden Schwan spielt und dann auf einmal wieder aufsteht und dabei „Biti zdrava“ ertönt!
Ja, ich hätte „In corpore sano“ sehr gerne im Finale, aber es wird leider sehr, sehr schwer.

SvenEsc
SvenEsc
4 Jahre zuvor

Also bei mir ist der Song recht weit oben , einfach nur gut gemacht und schaut man gerne zu 🙂
Dürfte sicher im Finale stehen und denn in den Top 10 wäre cool

Beni
Beni
4 Jahre zuvor

Ich stelle mir vor 3 Minuten lang mit Hände waschen vor und dabei könnte Serbien längst EU Land sein wenn die richtige Politik machen würden und nicht nur Russland & China Einstellungen als wichtig Ziel bleibt !
Für mich ergibt kein Sinn, in mein Balkan Reise 2019 durfte mit meine Eltern nicht mal Serbien betreten und der Grund ( kein Witz) Pässe waren mit Montenegro Stempel versehen!
Daher Nein Danke das kaufe Ihr nicht ab.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Beni

Das ist aber seltsam. Ich bin schon mehrmals ohne Probleme über BiH oder MNE nach SRB eingereist.

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor

Ich glaube das Zollbeamte auch willkürlich handeln. Vllt hatte dieser Zollbeamte ein persönlichen Groll gegen MNE. Als ich 1994 für ein Hilfstransport kurzfristig nach Rumänien mitgefahren bin und ein Visum mehr beantragen konnte hatte ich Bammel an der rumänischen Grenze abgewiesen zu werden. Aber für ein Päckchen Kaffee bekam ich Gott sei Dank ein Einreisevisum. Das Erlebnis und die Konplette Tour durch Rumänien werde ich nie vergessen

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor

Ich finde Rumänien ein total faszinierendes Land. Schade, dass sich das niemals in den rumänischen ESC-Beiträgen zeigt …

Ich stand mal 3 Stunden am Grenzübergang Strmica (BIH nach HRV). Ich war damals bereits seit 8 Wochen auf dem westlichen Balkan unterwegs und hatte die Papiere für den Mietwagen verlegt. Die kroatischen Grenzbeamten haben sich schlichtweg geweigert, mich reinzulassen (hatte auch kein Päckchen Kaffee dabei … 😉 …). Schließlich habe ich dann die Mietwagenfirma angerufen, und diese hat mir die Dokumente noch mal auf mein Phone geschickt. Immerhin ist die Aussicht am Grenzübergang Strmica toll. 😎

Beni
Beni
4 Jahre zuvor
Reply to  Beni

Das wahr jedoch bei uns nicht der Fall
Wir mussten wider durch ganz Kosovo zurückreisen und haben entschieden in Albanien 2 Tage die allerdings für Belgrad geplant waren zu verbringen und sind dann durch Montenegro zurückgefahren.
Wir hätten zuerst NordMazedonien fahren müssen um Serbien zu betreten, was uns allerdings nicht mehr Wert wahr.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Beni

Das ist natürlich doof. Nordmazedonien ist übrigens auch ein tolles Reiseland. In Albanien liebe ich v. a. die Altstadt von Berat. 🙂

Beni
Beni
4 Jahre zuvor
Reply to  Beni

Da waren wir nicht ob wohl 5 Tage insgesamt da waren aber wir waren begeistert, hätte nie gedacht das es so schön sein kann, Montenegro hatten allerdings Eltern von Straßen Verkehr Zustande allgemein Angst 😂

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor
Reply to  Beni

Vielleicht könnte eine gewisse Affinität Serbiens Russland gegenüber nicht nur mit gemeinsamen Traditionen (Orthodoxie) zusammenhängen, sondern auch damit, dass die Bomben, die Ende der 90er auf Belgrad, Nis und Novi Sad geworfen wurden und dabei auch (als „Kollateralschäden“) Zivilisten töteten und Krankenhäuser, Schulen und Kulturdenkmäler zerstörten, von der NATO kamen, was damals von Russland heftig verurteilt wurde.

Steffen
Steffen
4 Jahre zuvor

Das Lied hat außer einer ungewöhnlichen Performance musikalisch nicht wirklich etwas zu bieten. Für das Finale könnte das noch reichen. Vorne landen wird man dort damit aber nicht.
4/10

Cory
Cory
4 Jahre zuvor

Ja ja ich weiß ‚de gustibus non est disputandum‘.. und
dennoch kann ich die zum Teil enthusiastische Bewertungen nicht nachvollziehen. Interessant ist der serbische Beitrag schon und hat noch ne wichtige message insbesondere für die Serben, aber bei mir löst das null Gefühle aus.. noch schlimmer sieht’s bei meinem Hubby aus. Seine Reaktion: das ist doch keine Musik schalt das Ding aaaaaaaus!! 🤣

N.N.
N.N.
4 Jahre zuvor

Mir hat der Song zu große Schwurbler-Vibes.

Auf Youtube gibts unter dem Lied nicht grad wenige Anti-Masker/Impfgegner, die den Song so für sich interpretieren.

Muss ich nach 2 1/2 Jahren Pandemie nicht unbedingt haben.

Gerd Geomax
Gerd Geomax
4 Jahre zuvor

Mir geht es wie so vielen und bin total hin und her gerissen bei diesem Beitrag.
Sowohl das Video als auch der Auftritt hinterlassen bei mir ein Gefühl zwischen anerkennender Faszination und Abgestoßen sein. Textlich finde ich den Song allerdings einer der besten des Jahrgangs. Insgesamt hat das für mich starke Grower-Qualitäten. Zur Zeit vergebe ich 5,5 von 10 Punkten und Konstrakta rangiert damit bei mir insgesamt auf Platz 26, bzw. auf Platz 13 im zweiten Semi. Je häufiger ich es aber höre um so mehr meine ich, dass ich den Song zu schlecht bewertet habe. Für Turin bin ich mir sicher, dass der Song ins Finale kommt, aber dann nur im Mittelfeld landet.

murzel2003
Mitglied
murzel2003
4 Jahre zuvor

Auch wenn ich außer Meghan Markle und In corpore sano kein Wort verstehe, bin ich völlig geflasht von der Sprachmelodie. Da vergehen die drei Minuten im Flug, wo sie sich anderswo wie Kaugummi ziehen. Neben Italien, Frankreich und Moldau mein persönlicher Favorit 2022.

Elektro Renate
Elektro Renate
4 Jahre zuvor

Würde Marina Abramovic einen ESC Beitrag schreiben, es wäre sicher dieser. Ich finde ihn großartig und war beeindruckt, dass so ein Werk tatsächlich zum ESC geschickt wird.

stefanohh
stefanohh
4 Jahre zuvor

10/40 mit 8 Punkten, Finale 6-10

JoBi
JoBi
4 Jahre zuvor

Ich mag den Song. Ich weiß nicht, ob es an der Performence liegt, oder an dem Lied. ICH MAG ES! Ich hoffe das sie ins Finale landet und hoffe und denke, dass es Platz 6 – 10 wird.

At1982
At1982
4 Jahre zuvor

Das ist wohl der am schwersten abzuschätzende Beitrag dieses Jahr. Von Halbfinalaus bis Top 5 ist alles drin, da der Song auffällig und besonders ist aber musikalisch einfach nicht sehr packend.
Ich mags nicht, bin aber trotzdem froh, dass ein so außergewöhnlicher Song dabei ist, der sich deutlich von allen anderen Teilnehmern abhebt.

Geno
Geno
4 Jahre zuvor

Ich liebe diesen Beitrag!😍

TG5
TG5
4 Jahre zuvor

Serbien – 6/12 Punkte

Rusty
Mitglied
Rusty
4 Jahre zuvor

Tja,das ist so ein Song,da weiß ich gar nicht,wo ich ihn platzieren soll. Klar irgendwie interessant und auch außergewöhnlich,aber er muss für mich nicht ins Finale kommen.

Frau Nachbar
Frau Nachbar
4 Jahre zuvor

Das ist der großartigste ESC Beitrag seit Polen 1995.

Steffen
Steffen
4 Jahre zuvor
Reply to  Frau Nachbar

Polen 1995 gehört für mich zu den schlimmsten ESC-Songs aller Zeiten.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Frau Nachbar

Polen 1995. ❤❤❤

ag9
ag9
4 Jahre zuvor
Reply to  Frau Nachbar

Justyna: eine meiner Allerliebsten, hab diverse CDs von ihr…

Inge Periotte
Inge Periotte
4 Jahre zuvor
Reply to  Frau Nachbar

Polen 1995 war ganz großes Kino!!! 🙂

DerKai
DerKai
4 Jahre zuvor
Reply to  Inge Periotte

@Inge
Sama ist absolut großartig! Sehe ich mir immer noch gern auf YouTube an. 🤩

Indigo
Indigo
4 Jahre zuvor
Reply to  Frau Nachbar

Dss ist auch einer meiner absoluten Lieblingsbeiträge. Serbien 2022 kann da aber gar nicht mithalten.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Hvala Konstrakta !

Ich bin mutig und tippe 6-10. Ist mir aber auch klar, daß hier die Meinugen stark auseinander gehen Gerade wegen solcher Beiträge liebe ich den ESC. Innovativ und absolut unique zu einem aktuellen und wichtigen Thema. Anfangs habe ich nur Megan Markle und „srce“ (Herz) verstanden, aber die Perfomance ragt definitiv bei dem Popallerlei im zweiten Semi heraus.

In meiner Rangliste hinter den Niederlanden auf Platz zwei und ich werte mit 11,5 von 12 Punkten.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor

Ich habe auch Platz 6 – 10 getippt.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Zweites Semi

Serbien 11,5/12
Finnland 8/12
Israel 1/12

Timo1986
Timo1986
4 Jahre zuvor

An den ESC-Siegersong aus Serbien von 2007, also Marija Serifovic mit „Molitva“ kam eigentlich kein Song mehr danach an meinen musikalisch emotionalen Gefühlszustand heran. Mich erreicht der Song nicht.

Aber man muss Serbien wohlwollend zugute halten, dass sie so kreativ sind und jedes Jahr bezugnehmend auf den Musikstil einen anderen Song ins Rennen schicken.

Und mein Eindruck ist, dass die Serben (m/w/d) mehrheitlich wohl hinter ihrem Song zu stehen scheinen, was bei uns hier nicht unbedingt der Fall ist.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Timo1986

„Oro“ (SRB 2008) ist mein Lieblings-ESC-Beitrag aus dem 21. Jahrhundert. ❤

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor
Reply to  Timo1986

Meine liebsten Songs aus Serbien sind 2004, 2005 (okay, damals noch Serbien-Montenegro), 2007 und 2008.🙂

elkracho
Mitglied
elkracho
4 Jahre zuvor

Puhhh…kann gar nicht einschätzen,wo der Song landen wird.
Könnte locker ins Finale einziehen.
Und einen Platz zwischen 6-20 erreichen.
Oder es wird der Überraschungs-/Schock-Nichtqualifikant.
Der schwer verdauliche Song hat was faszinierendes,dem ich micht nicht entziehen.
Ragt im schwachen zweiten Semi doch hervor,welches viel schlimmeres zu bieten hat.

escfan05
escfan05
4 Jahre zuvor

Nee, das ist gar nix für mich. Viele Europäer werden zu den nicht verstehen, was die Performance soll, weil sie dem Serbischen nicht mächtig sind. Für mich wäre ein klares Ausscheiden im Semi, daher eine Überraschung. Wenn die so auftreten wie in der VE, dann wird die Performance bestimmt in jedem Kuriositätenvideo über den ESC auftauchen.

ESC1994
ESC1994
4 Jahre zuvor

Ne, ich finde zu diesen Song keinen Zugang. Wirkt immer noch wie eine Therapiestunde gegen eine Zwangsstörung, die monotone Stimme sowie der starre Blick auch nichts dazu mich für den Beitrag zu begeistern, finde es immer noch eher verstörend.

Ich halte es nicht für ausgemacht das Serbien ins Finale kommt, ohne den Hintergrund zu kennen werden viele Zuschauer wahrscheinlich auch eher vestört sein. Außerdem hat Serbien bei der Auslosung dieses Jahr nicht so viel Glück gehabt meiner Meinung nach, lediglich Nordmazedonien und Montenegro sind im gleichen Semi als sicherere Punktegaranten, während Österreich und die Schweiz im anderen Semi sind. Wenn es ins Finale kommt dann wird es eher im hinteren Mittelfeld landen bzw. wie die drei Grazien letztes Jahr, also hohe Punkte von den Nachbarn sowie Österreich und Schweiz, ansonsten maximal Kleckerbeträge.

Ich selber habe jetzt einfach mal auf Semi-Aus getippt.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor
Reply to  ESC1994

Na ja, klar, schon möglich, dass die Performance nicht verstanden wird.

Aber andererseits: Haben die Polen 2014 nicht auch merkwürdige Sachen auf der Bühne gemacht? Und sie sind damit doch verhätnismäßig gut angekommen.
Ich denke, dieser finstere Blick, diese Kühle paßt schon ganz gut zum Gesamtkonzept. Da das 2. Semi mMn das Schwächere ist, sehe ich schon gute Chancen für Serbien, das Finale zu erreichen.
Würde mich auch irgendwie freuen, dass dieser Beitrag schon zur Vielfalt im Finale beiträgt.

ESC1994
ESC1994
4 Jahre zuvor
Reply to  Gaby

@Gaby

Na ja, bei den polnischen Damen haben eher die „schlagenden Argumente“ gezogen wenn du verstehst was ich meine. 😉

inga
inga
4 Jahre zuvor

Bevor ich mich gänzlich unbeliebt mache, fasse ich mich kurz: Max, ich bin bei dir.

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
4 Jahre zuvor
Reply to  inga

Sehe ich gleich, bin ebenso bei Max😉

Karin
Karin
4 Jahre zuvor

Die Show lenkt vom Song ab, der bei mir nicht zündet, keine Ahnung was das alles zu bedeuten hat

DerKai
DerKai
4 Jahre zuvor

Wegen solcher Beiträge liebe ich den ESC! Bitte Finale und dann gern Top5. Ich mag halt schräge Performances und hier passt es für mich einfach. 👍🏻

ag9
ag9
4 Jahre zuvor

Konstrakta (der Name klingt ja schon fast wie eine Waschmaschine) wäscht sich bei mir locker in die Top 10.

Beim Erstkontakt war ich allerdings auch etwas ratlos (aber zumindest fasziniert), deshalb kann ich hier so gar nicht einschätzen, wo es landet, aber hoffentlich zumindest im Finale…

ag9
ag9
4 Jahre zuvor

P.S: Dass der erste Satz „Mens enfermos in corpore sano“ (Ein kranker Geist in einem gesunden Körper) auf rückwärts lautet, habe ich erst jetzt mitgekriegt…

Inge Periotte
Inge Periotte
4 Jahre zuvor

Ich liebe das! Das ist für mein Empfinden einer der kreativsten, intelligentesten und spannendsten Songs, den jemals ein ESC-Finale gesehen hat – mit einem ebenso kreativen Gesamtpaket. Und ja, natürlich ist der sperrig wie kaum ein anderer ESC-Song, aber musikalisch finde ich das Stück sooo disharmonisch oder unzugänglich jetzt auch nicht. Ich kann mich momentan nicht zwischen Italien, Frankreich und Serbien entscheiden, ich glaube, ich hab dieses Jahr dreimal eine Nummer eins.

Mareike Kaa
Mareike Kaa
4 Jahre zuvor
Reply to  Inge Periotte

Bei mir sind es Frankreich, Serbien und Litauen (ok, die Niederlande sind auch noch dabei) 🙂

Matty
Matty
4 Jahre zuvor

Heute hat bei der OGAE Poll 2022 Slowenien seine Wertung verkündet und da bekam Serbien zehn Punkte;

https://eurovoix.com/2022/04/06/slovenia-ogae-poll-2022/

Deutschland ging erwartungsgemäß leer aus.

Frédéric
Frédéric
4 Jahre zuvor

Mit drei Non-Qualis in Zwölf Semis (jedesmal ziemlich knapp) hat Serbien schon mal grundsätzlich wenig zu befürchten. Dennoch kann man dem Land zu seiner Risikobereitschaft nur gratulieren (immerhin gab’s im VE auch sehr passable Standardware von Zorja oder Sara Jo). Da das Lied vom Feuilletonisten bis zum Abgehängten offenbar diverse Schichten anspricht und mit Russlands Ausschluss ein gewisses Punkte-Vakuum entstanden ist, tippe auch ich auf Top10 im Finale.

doredo
doredo
4 Jahre zuvor

Ich mag das sehr, denke aber, dass das vielen anderen anders geht, und finde es daher gerade schwer, mich zu entscheiden, also, ob Finale oder nicht, meinte ich.

Und: nein, es gibt keine anerkannte Bezeichnung für eine Komma-Allergie, das gibt auch keine Krankschreibung und nix von Ratiofarm. 🙄

Nils
Nils
4 Jahre zuvor

Musikalisch finde ich das ja sogar ganz interessant. Was mich aber stört, ist die Performance. Klar, das ist tatsächlich mal Kunst – und einigermaßen große sogar. Doch natürlich wird kaum ein Durchschnittszuschauer den ebenfalls künstlerisch wertvollen Text und damit den Gesamtzusammenhang verstehen. Er sieht nur drei Minuten Händewaschen, hört irgendwas mit Meghan Markle und ruft im Zweifel dafür an, weil es vermeintlich so bizarr ist. Sprich: Genauso wie Lordi oder „We are the Winners“ wird Konstrakta nicht zuletzt auch durch Protestwähler und ESC-Hasser erstaunlich weit nach vorne gespült werden. Und sowas finde ich immer sehr, sehr schade.

trevoristos
Mitglied
4 Jahre zuvor
Reply to  Nils

wieso meinst du dass dieser Song künstlerisch wertvoller ist, als andere? Glaubst du, dass es künstlerisch weniger Wert ist einen Song zu kreieren, den viele Leute gut finden, als einen Song, der nur eine kleine Nische bedient? Das ist ein seltsames Kunstverständnis. Es ist nämlich leichter nen Song zu machen den viele nicht gut finden, als einen Song, den viele gut finden.

Nils
Nils
4 Jahre zuvor
Reply to  trevoristos

Du, allein durch den Text kann man hier ganz klar sagen, dass der Song künstlerisch wertvoller als der Durchschnittsbeitrag ist. Konstrakta hat eine Botschaft, „Sugar“ letztes Jahr hatte nun wirklich keine. Und nun posaunt Konstrakta ihre politische Message auch nicht einfach nur plump raus, sondern verwebt sie kunstvoll in einem sarkastischen Text, der in einer Textanalyse auch immer noch manch einen überfordern würde.

Und auch musikalisch kann man die Trennung meines Erachtens klar ziehen. „Telemoveis“ = Kunst. „La la Love“ = definitiv nicht.
Es ist ja auch nicht der Anspruch der Kunst, jedem zu gefallen. Sie kann auch rein karthatischer Selbstzweck.
Will man hingegen allen gefallen, wie eben z. B. „La la Love“, bleibt aber halt im Umkehrschluss auch keine große Kunst mehr übrig.

Ich kann übrigens allen genannten Songs zumindest irgendwas abgewinnen (wenigstens in der Studioversion), von daher ist das auch gar nicht als Wertung zu verstehen. Seine Daseinsberechtigung hat alles.

trevoristos
Mitglied
4 Jahre zuvor
Reply to  trevoristos

den Text könnten aber nur diejenigen überhaupt ‚verstehen‘, die des Serbo-kroatischen mächtig sind. Das sind nur Leute in ‚Ex-Jugoslawien‘ und Ex-Pats von da, sonst keiner. Alle anderen verstehen schlichtweg Bahnhof. Ich sage ausserdem nicht, dass es sich beim serbischen Beitrag nicht um Kunst handelt, sondern dass dem serbischen Beitrag kein besonderer Bonus daraus erwächst, dass er eine musikalische Nische bedient. Musik-Kunst hat unterschiedlichste Ausprägungen. Das kann man nicht werten. Ist es künstlerisch wertvoller, oder eine besonders herrausragende Leistung nen Song zu kreieren den keiner hören will?

Nils
Nils
4 Jahre zuvor
Reply to  trevoristos

Ja, dass der Text nicht verstanden wird, und der Song daher von vielen (Protestwählern?) auf das Händewaschen beschränkt werden wird, ist eben die besagte Krux.

„Song, den keiner hören will“ scheint ja hier nun offensichtlich nicht zuzutreffen, wenn man sich die Reaktionen so anschaut. 😉

Aber um deine Frage mal allgemein zu beantworten … für meine persönliche Definition von „Kunst“ gibt es drei Kriterien, von denen zumindest eines voll erfüllt sein muss: Authentizität, Originalität, Qualität. Ob die „Botschaft“ auch noch dazugehören sollte, ist diskutabel, kann aber ja bei vielen Werken, beispielsweise Action Painting gar nicht angewandt werden.

Durch das Kriterium der Qualität letztere würde z. B. also auch ein wahrlich meisterhafter Industrie-Pop-Song zur Kunst, wenn er denn qualitativ Maßstäbe setzte. „Waterloo“ also auch, wenn es einen dümmeren, oberflächlicheren Text hätte und aus der Feder von drölf Auftragskomponisten käme.
Was jetzt so sperrig ist, dass nur der Künstler selbst es versteht und/oder mag, wäre aber natürlich aufgrund der Authentizität trotzdem Kunst – ungenießbare und meinetwegen „schlechte“ zwar, aber dennoch.

trevoristos
Mitglied
4 Jahre zuvor

also den/die will ich sehen in Deutschland, der/die sich als nicht hardcore-ESC-Fan dieses Lied mehrmals hintereinander anhört, oder gar 20mal die Woche. Glaubt ihr doch selbst nicht. Trotzdem wird dieses Lied leider Votes bekommen, vorwiegend aber von Leuten, die sich das Lied fast nie bis nie anhören werden, oder eben von hardcore -ESC-Fans. Finde Lieder sollten zum anhören sein, nicht zum ‚toll‘ finden. Wäre mir zu wenig für ein Lied…
Für mich ist das Lied musikalisch ‚zu schlecht‘, um es einordnen zu können. Kunstwerke sind im übrigen alle 40 Lieder.

goynen67
4 Jahre zuvor

Ich kann mit dieser Nummer so überhaupt nix anfangen. Aufmerksamkeit durch Hände waschen und Megan M? Zu durchsichtiger Versuch anspruchsvoll zu sein. Ein typischer ESC Fake. Wer will so etwas in der wirklichen Welt hören?

italojeck
italojeck
4 Jahre zuvor
Reply to  goynen67

Ich höre das ständig im Auto

(andere ESC-Songs in meiner Playlist: RAM Pam Pam, Ay Mama, Brividi, Space Man, Moldau, u.ä. – ok, manche sind im VE steckengeblieben, aber das ist alles ESc-Lese 2022, irgendwie…)

Cali
Mitglied
Cali
4 Jahre zuvor

Muss man es denn zwangsläufig sofort verstehen, um es geil zu finden? Als ich es das erste Mal im Halbfinale gehört (und gesehen) habe, war ich hin und weg und es war sofort mein Favorit, obwohl ich den Text natürlich nicht verstanden habe. Ich denke, man merkt auch so, dass es sich um ein ernstes (gesundheitliches) Thema handelt, welches Konstrakta absolut grandios und mit einem Augenzwinkern präsentiert. Auch auf YouTube hat der Beitrag bereits hohe Wellen geschlagen und wird auch in der ESC-Woche polarisieren wie kaum ein anderer Beitrag. Sehe es bei den Zuschauern ganz weit oben, bei den Juroren bin ich mir etwas unsicher. Serbien könnte dieses Jahr aber sehr weit kommen. Anrufen werde ich so oder so aber auf jeden Fall!

Prognose: Halbfinale 2/18 (90%) -> Finale 6-10 (gerne auch mehr)
Meinung: Platz 2/40 (12 Punkte)

Und damit zücke ich zur Halbzeit das erste Mal die 12 Punkte – zwei weitere Male werden noch folgen. Konstrakta wäre wohl meine sichere Gewinnerin in vielen anderen Jahren, gäbe es da nicht noch einen ganz besonderen Song…

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Alle Achtung !