ESC-Songcheck kompakt (36) – Deutschland: „Sister“ von S!sters

S!sters Sister Deutschland ESC 2019 Eurovision

S!sters haben beim deutschen Finale sowohl beim TV-Publikum als auch bei der internationalen Fachjury die Höchstpunktzahl erreicht, lediglich bei der Eurovisions-Jury (100 deutsche Menschen, die korrespondierend mit dem europäischen Televotingverhalten akquiriert wurden) landete der Song im Mittelfeld. Zweimal ganz vorne, einmal im Mittelfeld, eine eindeutige Wahl und klare Entscheidung also.

Auch hinsichtlich der nachträglichen Nominierung von „Sister“ haben sich die VE-Veranstalter nix vorzuwerfen. Von Anfang an hat der NDR bekanntgegeben, dass es zusätzlich zum Song Writing Camps (SWC), wo die (ersten) sechs Hits für das deutsche ESC-Finale erschaffen werden (worden sind), eventuell ein, zwei Nachrücker geben wird, wenn diese siebten und achten Titel auch bei den o.g. Panels reüssieren.

Die Aufregung darüber, dass „Sister“ von Laurita Spinelli (aka Laura Kästel) und Carlotta Truman (die sich vor dem deutschen Finale nicht kannten und vom NDR speziell für den Song rekrutiert wurden) sich nicht via ESC-Workshop und Song Writing Camp für das deutsche Finale durchsetzen mussten, fand lediglich im Inner Circle der ESC-Community statt. Genervt waren darüber neben den „Hardcore-Fans“ auch einige der anderen Finalteilnehmer, die die Chance hatten, im SWC zu einer verschworenen Gemeinschaft zu werden. Außerhalb der Bubble interessiert sich aber niemand für diese Besonderheiten.

Ein großes Plus: Laurita und Carlotta sind superspontan und erfrischend fröhlich. Wir haben sie bereits hier genauer vorgestellt sowie hier und hier ein Interview mit ihnen veröffentlicht. Schade, dass sie in Tel Aviv mit dem merkwürdig synthetischen Bandnamen „S!sters“ antreten – und in der Konsequenz in JEDEM Fanjournalisten-Interview die nervige Frage beantworten müssen, dass sie ja gar keine „echten“ Schwestern sind.

Ungeachtet der erfrischenden Unverstelltheit der Interpretinnen hat man das Gefühl, dass die Empathie, die Deutschland für den diesjährigen ESC-Song empfindet, so dürftig ist wie selten zuvor. Selbst als die BILD den Versuch startete, die hier skizzierte Songauswahl zu skandalisieren, versickerten die BILD-Vorwürfe in Lichtgeschwindigkeit zwischen den Zeilen von Franz Josef Wagner. Nobody cares. Während wir hier fleißig jeden Fernsehgarten-Auftritt bejubeln, wird der deutsche ESC-Beitrag jenseits der ESC-Fan-Community weitgehend ignoriert. „Sister“ hat eine sehr überschaubare Download-/Streaming-Performance (z.B. aktuell bei Shazam gerade einmal 1T Abfragen, Luca hat im Vergleich 20T) und findet (derzeit) öffentlich so gut wie gar nicht statt – weder in den Charts noch in den etablierten Medien noch im Radio (zurückhaltend sind einmal mehr auch gerade die Popwellen der ARD).

EiC 2019 The Sessions S!sters Laurita und Carlotta Gestreift mit Luca Haenni

Carlotta, Laurita, Luca singen Songs aus der Felder von Laurell Barker

Der Song

Das Mid-Midtempo-Duett „Sister“ entstand bereits 2018 im von der SUISA (also der Schweizer GEMA) organisierten Schweizer Song Writing Camp, war dort zwar liegengeblieben, hat dem Vernehmen nach aber gut getestet. Komponiert und kreiert haben den Titel vier Top-Edelfedern – Laurell Barker, Tom Oehler, Marine Kaltenbacher und Thomas Stengaard, letzterer der Mastermind hinter „Only Teardrops“ und auch an Michael Schultes ESC-Erfolg „You Let Me Walk Alone“ beteiligt. Laurell Barker wirkt 2019 als Multitalent an gleich drei ESC-Songs mit, neben „Sister“ auch an den Beiträgen aus der Schweiz und UK.

Laurell sagt über „Sister“: „The song is about a conversation between two woman who want to support each other instead of competing for those few spots in society, the workplace, and positions auf power that women and other disadvantaged groups have to fight for.“ (Der Song handelt von dem Dialog zweier Frauen, die sich gegenseitig unterstützen wollen anstatt sich zu bekämpfen, wenn es um die wenigen Positionen in der Gesellschaft, am Arbeitsplatz und auf anderen Machtpositionen geht, um die Frauen und andere benachteiligte Gruppen konkurrieren.) Auf diese Frauenpower-Botschaft konzentriert sich auch die Öffentlichkeitsarbeit des NDR.

Der Check

Song: 2/5 Punkte
Stimme: 3/5 Punkte
Instant-Appeal: 2/5 Punkte
Optik: 3/5 Punkte

Benny: Einfach war das ganze Drama rund um den deutschen Beitrag in diesem Jahr (mal wieder) nicht, aber wer dafür am allerwenigsten kann, sind die S!sters. „Sister“ ist für mich immer noch kein Überflieger-Song, aber ich habe mich inzwischen reingehört und ertappe mich ab und zu sogar beim unbedarften (Mit-)Singen. Auch das Thema des Songs finde ich gut und Carlotta und Laurita haben tolle Stimmen. Jetzt hoffe ich drei Dinge: Dass die deutsche Delegation wie schon im letzten Jahr inszenierungstechnisch das Beste aus dem Song herausholt. Dass das europäische Publikum in „Sister“ das erkennt, was schon die deutschen TV-Zuschauer in dem Lied erkannt haben. Und dass wir diesmal mehr Erfolg mit Midtempo haben als bei den letzten Malen. 7 Punkte

Douze Points: Mit der richtigen Performance hat „Sister“ das Zeug zu einem neuen „Running Scared“. Im schlimmsten Fall kann es aber auch nach hinten losgehen. Ich finde es gar nicht so übel, wie es von manchen Fans geredet wird. Die Spieluhrklänge gehen mir jedoch ziemlich auf den Zeiger. 7 Punkte

Peter: Nach einem wunderschönen Zwischenhoch mit Michael geht´s für mein subjektives Empfinden zurück in die Black-Smoke-Zeiten. Und wie 2015 gab es viiiiiiel bessere Alternativen im VE-Angebot. Klar, „die Mädels“ sind fröhlich und süß, aber der Song ist schwach, die Darbietung im starken Wettbewerbsumfeld ist (auch stimmlich) maximal Durchschnitt und das (unbestritten wichtige) Thema war – sorry – schon im Vorjahr arg strapaziert. Dazu kommt die unbeantwortete Frage, wie der Song inszeniert wird? Ein Video gibt’s erstmal gar nicht. Alles bleibt vorläufig verschwommen in den Nebeln von Norwegen. Daher frustrierte 3 Punkte

Gesamtpunktzahl: 17/36 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „Sister“ auf Platz 26 von 41.

Carlotta Eliot Laurita having fun backstage at EiC 2019.JPG

Carlotta, Eliot und Laurita haben Spaß backstage bei Eurovision in Concert 2019

Wie schneidet der deutsche Beitrag "Sister" von S!sters ab?

  • Platz 21-26 (54%, 244 Votes)
  • Platz 16-20 (25%, 111 Votes)
  • Platz 11-15 (14%, 63 Votes)
  • Top 5 (4%, 18 Votes)
  • Platz 6-10 (4%, 16 Votes)

Total Voters: 452

Loading ... Loading ...

Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Finnland: „Look Away“ von Darude feat. Sebastian Rejman
(2) Montenegro: „Heaven“ von D Mol
(3) Polen:„Pali Się (Fire Of Love)“ von Tulia
(4) Serbien: „Kruna“ von Nevena Božović
(5) Slowenien: „Sebi“ von Zala Kralj & Gašper Šantl
(6) Tschechien: „Friend Of A Friend“ von Lake Malawi
(7) Ungarn: „Az én apám“ von Joci Pápai
(8) Weißrussland: „Like It“ von Zena
(9) Zypern: „Replay“ von Tamta

Zweite Hälfte des ersten Semis
(10) Australien: „Zero Gravity“ von Kate Miller-Heidke
(11) Belgien: „Wake Up“ von Eliot
(12) Estland: „Storm“ von Victor Crone
(13) Georgien: „Sul tsin iare“ von Oto Nemsadze
(14) Griechenland: „Better Love“ von Katerine Duska
(15) Island: „Hatrið mun sigra“ von Hatari
(16) Portugal: „Telemóveis“ von Conan Osíris
(17) San Marino: „Say Na Na Na“ von Serhat

Erste Hälfte des zweiten Semis
(18) Armenien: „Walking Out“ von Srbuk
(19) Dänemark: „Love Is Forever“ von Leonora
(20) Irland: „22“ von Sarah McTernan
(21) Lettland: „That Night“ von Carousel
(22) Moldau: „Stay“ von Anna Odobescu
(23) Österreich: „Limits“ von Paenda
(24) Rumänien: „On A Sunday“ von Ester Peony
(25) Schweden: „Too Late For Love“ von John Lundvik
(26) Schweiz: „She Got Me“ von Luca Hänni

Zweite Hälfte des zweiten Semis
(27) Albanien: „Ktheju tokës“ von Jonida Maliqi
(28) Aserbaidschan: „Truth“ von Chingiz
(29) Kroatien: „The Dream“ von Roko
(30) Litauen: „Run With The Lions“ von Jurij Veklenko
(31) Malta: „Chameleon“ von Michela
(32) Niederlande: „Arcade“ von Duncan Laurence
(33) Nordmazedonien: „Proud“ von Tamara Todevska
(34) Norwegen: „Spirit In The Sky“ von KEiiNO
(35) Russland: „Scream“ von Sergey Lazarev


204 Kommentare

      • Ich scheue davor zurück, mir bei WordPress einen Account anzulegen. Aber wenn ich einen hätte, würde ich Dich liken, dann hätten bei Dir nämlich schon vier Leute auf „Gefällt mir“ gedrückt, und es bestünde nicht die Gefahr des Missverständnisses, dass JeG in ihrem nachfolgenden Kommentar Dich gemeint haben könnte (hat sie natürlich nicht, und ihren Beitrag würde ich auch gerne liken) 🙂

      • 4 mein Lieber… 4

        Ansonsten. Einfach scheisse der Song. Man findet da auch kaum andere Worte um diese NDR Mega-Kotze zu beschreiben.

      • Dass du nicht oft hier bist, sondern nur dann, um irgendwelche Beleidigungen von dir zu geben, merkt man daran, dass du nicht weißt, dass ich weiblich bin. ^^ Man findet für alles andere und bessere Worte. Worte, die dich nicht aussehen lassen, wie einen wütenden 5. Klässler, der nur provozieren möchte und vor allem Worte, die nicht beleidigend und entwürdigend sind. Das geht nicht Meckie…

  1. Typisches NDR-Retortenprodukt, für mich das komplette Gegenteil von dem, was ich von einem deutschen Beitrag erwarte. Aber ich bin es inzwischen schon gewohnt….

    Mit Glück landet das Liedchen auf Platz 20, beim Televioting wird es wohl durchfallen.

    Ich werte mit 2 von 10 Punkten und morgen wird es definitiv nicht besser…..

  2. Was Leute bewegt hat für diesen Song anzurufen verstehe ich einfach nicht.
    Ausgehend von den Ergebnissen bei den “Experten” scheint es wohl hier und da ganz ok komponiert zu sein …. jedoch empfinde ich das Lied als langweilig ohne richtige hohen und tiefen … nach dem 1. Refrain wiederholt es sich einfach immer und immer wieder …. und es klingt eher nach Junior ESC

    Mal sehen wie es im Mai funktioniert das sie letzter werden denke ich nicht zwingend jedoch wird es meines Erachtens nah dran sein… und die leichte Euphorie aus denn Vorjahr ist Geschichte

    • Hab dafür mehrfach angerufen, da geiler Song und am Abend neben Makeda der beste Auftritt, persönlich verstehe ich ja überhaupt nicht was alle an Aly’s Song hatten

  3. Thomas Schreiber und seinem untrüglichen Gespür für letzte Plätze haben wir diesen Rotz zu verdanken…. 2 trampelige „Girls“ nuscheln in den Strophen, dass man kein Wort versteht und schreien sich im Refrain auf unerträgliche Weise die Seele vom Leib in einer bieder-schlimmen Komposition. Hier hat der NDR wirklich das schlimmste vom schlimmsten vereint… Run and hide feat Black Smoke feat Ghost und das frostige Charisma von Laurina oder wie auch immer diese grauberockte Eisblock-Trulla 2017 hieß…. Letzter Platz mit Ansage, wenn uns nicht wieder wer die Suppe versalzt…

    Und nächstes Jahr verpricht Schreiber dann wieder ein völlig neues Konzept und das alles anders wird… Nehmt diesem Mann endlich die Verantwortung…

    • Ganz klar, ohne diesen bösen NDR, der eine Freude daran hat, trampelige Girls mit frostigem Charisma oder grauberockte Eisblock-Trullas zu casten und diese mit biederen-schlimmen Kompositionen zu versehen, wäre Deutschland selbstverständlich immer in der Spitzengruppe zu finden, ein Positionierung, die „uns“ ganz offensichtlich zusteht (Ironie aus).

      Die Art und Weise, wie manche mit Künstler/innen umgehen, die nicht in solchen Spitzenregionen landen, (bzw. denen so etwas nicht zugetraut wird) finde ich ziemlich ekelhaft.

      • Man kann ja mit Würde untergehen (Joy Fleming und Texas Lightning sind beispielsweise Klassiker) – nur bei all den Genannten war das Debakel schon vorhersehbar und der NDR hat nix daraus gelernt.

      • Ich mag Rap sehr gerne, aber einen reinen Rap-ESC möchte ich auch nicht. Eine gute Mischung ist für mich ideal. Von allem etwas, aber bitte in guter Qualität. Das ist mir viel wichtiger als der Musikstil, weil ich Lieder in allen Musikstilen mögen kann. 🙂

  4. Wieder einmal sehe ich das Thema anders als die Mehrheit, obwohl auch ich sehr unzufrieden mit der Wahl bin. Allerdings liegt das für mich nicht am Song, den ich als Duett von z.B. Ute Lemper und Susanne Tremper wahrscheinlich mögen würde, sondern an den Interpretinnen. Ich mag weder die Stimmen noch die Ausstrahlung auf der Bühne. Ich hoffe sehr, dass sich letzteres bis Tel Aviv noch steigert, denn bei der VE kannten sich die Beiden ja noch nicht so lang. Leider war das mE extrem deutlich spürbar, die ganze Performance wirkte auf mich sehr verkrampft und ziellos.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir damit gut abschneiden, aber selbst wenn das doch der Fall sein sollte, würde mich das ähnlich kalt lassen wie letztes Jahr bei Michael Schulte, dessen Song ich einfach nur weinerlich-öde fand. Und wenn ich einen Song nicht mag, ist mir egal, wo er herkommt. Leider das dritte Jahr in Folge, in dem ich Deutschland nicht anfeuern kann. Dann hab ich doch lieber letzte Plätze wie mit Jamie-Lee oder Ann Sophie. 🙂

  5. Man hat sich in den letzten Wochen und Monaten die Hände „wund geschrieben“; sämtliche kritische Stimmen wurden seitens des NDR so dargestellt, als sei man ein schlechter Verlierer und könnte ausschließlich mit dem eigenen Favoriten leben. Auch für mich hatte Aly Ryan das beste Lied. Heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass mir auch andere, diesjährige Teilnehmer nicht auch zugesagt hätten. Leider fallen die S!isters nicht darunter. Und das hat weniger mit den Personen, die das Lied vortragen, zu tun. Sie scheinen wirklich sympathisch zu sein. Es mag sein, dass ein gut durchdachter Auftritt zusätzliche Punkte einholen kann. Ich bleibe dabei: Inszenierungsabhängig ist ein Platz zwischen 20 und 26 drin. Trotz allem drücke ich den beiden natürlich die Daumen und hoffe, dass die Enttäuschung am Ende nicht ganz so groß sein wird!

  6. Fand den Song recht gut, wäre auch mein Sieger beim Vorentscheid gewesen.
    Mittlerweile hab ich ihn schlecht gehört, oder besser schlecht gesehen.
    Bei jedem Auftritt kommt die gleiche Choreographie.
    OK, das gegenseitig ansehen, weil es ja schließlich ein Dialog ist, passt ja.
    Das übertrieben in den Boden geschrieene Sister nicht mehr so ganz.
    Und das im Kreis gehen passt gar nicht, vor allem wenn die Kameraführung so amateurhaft wie beim Vorentscheid ist.
    Aber selbst, wenn man mehr Großaufnahmen von den Gesichtern zeigt, bin ich mir nicht sicher, ob der Funke auf die Zuseher überspringt.
    Auch wenn es als Duett wenig direkte Konkurrenz gibt, wird das am Ende wohl ein Platz 15+

  7. Ach Gott, in der Bubble totgeredet und sonst sträflich missachtet. Es ist schwer, hier noch objektiv Maß anzulegen. So schlecht ist das Liederl doch gar nicht. Letzter werden wir schon mal nicht. Aber mit der oberen Hälfte wird es wohl auch nix mehr. Ein bisschen zu schlageresk geraten, aber den 1-Wort-Refrain mit der Instrumentierung mag ich trotzdem. Klar, man hätte sich ein bisschen mehr Mut gewünscht. Aber hey, es ist Deutschland und ich unterstütze unseren Beitrag und wünsche uns ein gutes Abschneiden. Das ewige Gemeckere nervt und macht es auch nicht besser.

    • Ich unterstütze die Beiträge, die mir gefallen und da ist es egal, aus welchem Land sie kommen.
      Dieses Liedchen hat nunmal nix mit der deutschen Musikszene zu tun und ich sehe keinen Grund, es in irgendeiner Weise anfeuern zu müssen. Ich kenne nunmal keinen „Patriotismus“ beim ESC – das war vor etwa 30 Jahren noch ein wenig anders…..

      • Ich kann mir offengestanden kein Land vorstellen, wo s!srärZ Teil einer aktuellen Musikszene wären.

      • „Dieses Liedchen hat nunmal nix mit der deutschen Musikszene zu tun“

        Das ist vielleicht sogar der Grund, warum ich diesen Beitrag so mag. Viele meiner deutschen Lieblingsbeiträge waren „Kunstprodukte“ (Wind, aber biite nur mit „Für alle“, Mekado, Sürpriz, …).

        Ich kann den Traum so mancher hier, dass der ESC zum Abbild der aktuellen Musikszenen der jeweiligen Länder wird, zwar verstehen, meiner ist es aber nicht: Meine Horrorvision ist, dass wir dann irgendwann einen europäischen Rapwettbewerb (mit ein paar Nicht-Rap-Einsprengseln) haben könnten.

        Natürlich bin ich nicht grundsätzlich gegen ausgefallene, „mutige“, „moderne“ Titel, ganz im Gegenteil, aber ich freue mich halt auch, wenn zwischendurch immer mal wieder solche „Konstrukte“ auftauchen, die so klingen, als wären sie speziell für diesen wunderbaren Wettbewerb geschrieben worden. Und noch besser, vorgetragen von einer Gruppe, die speziell für den ESC gegründet wurde (eine größere Ehrerbietung kann man dem ESC doch gar nicht erweisen) 🙂

  8. ESC-Konstrukt mit Verfallsdatum, beschränktem Interessentenkreis und gestelzter Message (für welche die beiden – auch wenn sympathisch – überhaupt keine Testimonials sein können). Wie fast immer, Midtempo ohne genrespezifischen Fussabdruck aus good ol‘ Germany. Produktion ist gefällig, aber auf Konsens getrimmt. Möge der Jurygott mit ihnen sein, sehe da eher etwas Potenzial für den Beitrag.

  9. Meine Favoritin wäre ganz klar Lilly among Clouds gewesen, aber der deutsche Michel traut sich nunmal nicht. Dann ist es auch kein Wunder, daß für wirklich interessante Acts der ESC hierzulande total uninteressant und Schreiber scheint es nicht zu scheren. Hauptsache, er darf wieder ein paar Tage in der Gastgeberstadt Urlaub machen und hinterher schmallippige Statements abgeben, warum es wieder mal nicht geklappt hat mit einer guten Platzierung….. Es ist ein Trauerspiel und wir hätten gerade jenseits von TVOG und Co. so viel Potenzial !

    • Ich weiß nicht, ob es so besonders mutig gewesen wäre, nach dem Ed-Sheeran-Song aus dem letzten Jahr nun einen Florence-and-the-Machine-Song zu schicken.

      • Dafür nun dieses austauschbare Liedchen, ich weiß ja nicht…. Mit solchen Sachen ist DE in der Regel immer gescheitert (es wurde ja schon aufgezählt)

    • Man kann es zu Recht als durch und durch „nettes“ Liedchen bezeichnen, aber – wie wir alle wissen – gewinnt man mit „nett“ keinen Blumentopf, Keine Punkte und erst recht nicht den ESC.
      I’m in heaven failing….

    • „Dann ist es auch kein Wunder, daß für wirklich interessante Acts der ESC hierzulande total uninteressant [ist]“

      Könnte es nicht vielleicht aber auch damit zusammenhängen, dass „wirklich interessante Acts“ keine Lust auf einen hinteren Platz haben bzw. auf die Art und Weise, wie mit „gescheiterten“ Beiträgen bzw. deren Interpret/innen danach oft umgegangen wird?

      Du wirst Cascada vielleicht nicht für „wirklich interessant“ halten, aber das war auf jeden Fall ein international sehr erfolgreiches Dance-Projekt (die Vorentscheidung damals war m.E. übrigens eine der besten der letzten 20 Jahre; schade, dass dieses Konzept so nicht weiterverfolgt wurde). Leider habe ich Cascada nach dem ESC-Auftritt nie mehr auf irgendwelchen Chartslisten entdeckt.

      • Das war wirklich ein Supervorentscheid mit vielen interessanten und hochwertigen Beiträgen, aber dann hat eben wieder der deutsche Michel zugeschlagen und Cascada gewählt.

      • Die „Gefahr“ bei Vorentscheiden, bei denen bekannte gegen unbekannte Interpret/innen antreten, ist, dass dann die Fanbase der bekannten den Ausschlag gibt (war ja auch bei JamieLee so). Von daher ist der aktuelle Ansatz, auf bisher nicht-etablierte Künstlerinnen zu setzen, nicht komplett unverständlich. Es ist wirklich schwierig, das optimale Konzept für eine Vorentscheidung zu finden.

        Manchen hier in diesem Songcheck geäußerten Wünschen könnte vielleicht mit einen Gremium von Expert/innen entsprochen werden, die sich mit „wirklich interessanten Acts der deutschen Musikszene“ auskennen und die einen Beitrag bestimmen, der alle Tante Gertruds und Onkel Michels schreiend davonrennen lässt. Meine Wunschlösung wäre das nicht.

      • „Künstler/innen“ müsste es heißen (statt „Künstlerinnen“)

      • Ich habe ja gar nichts gegen ein paar Gertrud und Michel-Beiträge, aber auch die möchte ich bitteschön in vernünftiger Qualität. Kroatien letztes Jahr ist ein gutes Beispiel für solch einen Beitrag, den ich durchaus respektiere und ins Finale geschickt hätte. Und auch dieses Jahr stört mich an Kroatien (neben den Flügeln und dem englischen Text) vor allem die lieblose und blechern scheppernde Instrumentierung, nicht das Lied selbst.

      • Tja, nur leider hat Cascada auf der Bühne nicht funktioniert, Frau Horler war absolut peinlich. Sie hat eben danach ihren Horizont überschritten.

        La Brass Banda wären es für mich gewesen !

    • Ich hätte auch am liebsten Lilly siegen sehen. Eine positive Sache: Sie ist hinter den Sisters Zweite im Televoting geworden. Das kann zumindest ein Silberstreifen am Horizont sein.

  10. German Angst verhindert auch hier wieder mal im Vorfeld des ESC den Beitrag zu pushen und für den Wettbewerb zu stärken.

  11. Bevor hier das NDR-Bashing mal wieder los geht, kann ich nur sagen, dass in der Postvorentscheidphase bis heute gravierende Fehler gemacht wurden, krönendes Beispiel war der Songcheck, der fast schon peinlich war (bis zum Punkt als Sister besprochen wurde, waren die eigentlich gut). Ich glaube aber, dass keiner der 422 anderen deutschen Sendeanstalten Interesse am ESC hat. Solange der ESC in Deutschland von der Öffentlichkeit und von etablierten Musikern nicht ernst genommen wird, wird sich nicht viel bessern. Zum Song habe ich eigentlich alles gesagt, in Raffung sei es nochmal wiederholt: Ich mag den Song gerne, kann verstehen das es anderen nicht so geht und übermäßigen Lokalpatriotismus finde ich blödsinnig ( by the way, ich war nicht einmal für Lena), allerdings erwarte ich bei aller Sitzzüngigkeit auch Respekt vor den Interpretinnen. Ich halte einen Platz zwischen 13-20 für wahrscheinlich.

  12. Am besten gefällt mir die zwei Mal vorgetragene Bridge in dem Lied, die leider in einen schwachen Refrain verläuft, der schlimmstenfalls zu laut interpretiert wird. Die Strophen sind solide und die Baseline hier sehr schön instrumentiert und eingängig. Charlotta ist ’ne Süße und die Stimme von Laurita ist stark. Insgesamt kein großer Bringer, aber durchaus international wettbewerbsfähig. Als großer Optimist denke ich, dass es seine Fans hat und etwas besser als Black Smoke abschneiden wird. Top 15 sollte drin sein.

  13. Mir gefällt das Lied tatsächlich sehr gut, aber ich weiß auch, dass wir mit einem vorletzten Platz im Finale sehr zufrieden sein können.

    Meine Top 10 im Moment (36/41):

    10. Weißrussland (9/10)
    9. Australien (9/10)
    8. Albanien (9/10)
    7. Dänemark (9/10)
    6. Deutschland (9/10)

    5. Portugal (10/10)
    4. Norwegen (10/10)
    3. Zypern (10/10)
    2. Schweiz (10/10)
    1. Malta (10/10)

      • Stimmt, Israel, zumal die im gefühlt 30. Jahr von Netanyahu nicht gerade Sympathieträger sind – UK bekommt sicher ein paar Gnadenpunkte aus AUS, IRE und MAL.

  14. @ 4porcelii

    In der Tat – nur in den meisten Ländern würde dieses Liedchen bereits in der Vorauswahl scheitern oder es würde gar nicht zugelassen werden (siehe Schweiz)

    • Sorry, aber diese Ansicht halte ich für ziemlich engstirnig. Warum ein Song nicht ausgewählt wird für einen Vorentscheid kann viele Gründe haben, da hapert es nicht unbedingt an der Qualität. Bei internen Auswahlen ist die Situation noch verschärfter: Weil wie in der Schweiz nur ein Song gesucht wird, heißt das doch nicht, dass alle anderen Kandidaten totaler Rotz sind. Außerdem gab es in den letzten Jahren genug Beispiele für Songs, die irgendwo nicht genommen wurden und dann beim ESC für ein anderes Land sehr erfolgreich waren („Higher Ground“, „Nobody but You“, „Yodel it“, „Only Teardrops“, „Lipstick“ zum Beispiel).
      Außerdem muss man noch die nationalen Senderpreferenzen mit einbeziehen, so hätte es „Toy“ mit Sicherheit niemals ins Melodifestivalen geschafft, schon gar nicht von Netta gesungen.

  15. Ich habe es schon unter andere Beiträge geschrieben und ich sage es auch hier wieder: Kritische Kommentare sind immer okay, aber die Interpretinnen persönlich anzugehen, finde ich unangebracht.

  16. Man nehme DEU, ISR und RUS und bastele daraus ein Musical, das dann in Kaiserslautern oder Cottbus abgespielt werden kann (in Bern wollten sie’s ja nicht). Mir immer noch unbegreiflich, was der NDR daran so toll fand, es in den VE zu pushen: Vielleicht täte dem Projektteam etwas Diversity gut, wenn man glaubt, dies sei eine „Frauenpower-Hymne“ – die dann absurderweise auch noch von 2 Mädls – ja, Mädls – vorgetragen wird, die zu jung sind, das Thema glaubwürdig ‚rüber zu bringen. Vielleicht gibt’s ein paar Gnadenpunkte von den Juries in Albanien und Malta; kann mir sonst nicht vorstellen, wem der Song im Gedächtnis bleiben soll. Startplatz 2.

  17. Ein durch und durch „nettes“ Liedchen, aber mit „nett“ gewinnt man halt keinen Blumentopf, keine Punkte und erst recht nicht den ESC….
    I’m in heaven failing…..

  18. Alles ohne die Zahl 2 vor dem Ergebnis wäre eine Sensation. Die Mädels tun mir allerdings ziemlich leid. Insbesondere weil diesen schrecklichen Song noch ein paar dutzend Mal singen müssen bis zum 18. Mai. Horror.

  19. Mittlerweile kann ich ja ganz gut mit dem Song leben. Damit, dass wir auf der rechten Tabellenhälfte landen auch. Und ich kann verstehen, dass die Experten Jury den Song am meisten mochte und das Fan Panel spiegelt wohl tatsächlich den ESC Fan wieder wie man in der bubble feststellen kann. #ironieon Wenn jetzt der deutsche Fernsehzuschauer auch den int. Fernsehzuschauer widerspiegelt dürfte es ja gar nicht so schlecht aussehen #ironieoff

  20. @ Thomas M

    Ich habe ja durchaus Respekt vor Deiner Einstellung (auch wenn ich sie in keinster Weise teile) und möchte keineswegs nur Rapacts beim ESC (wäre aber auch mal gut). Aber dann kannst Du hoffentlch damit auch leben, wenn es international mit diesen speziell zusammengestellten Sachen nicht funktioniert.

  21. Man sollte meinen, dass es nach Norwegen und Russland nur bergauf gehen kann, aber dann kommen S!sters um die Ecke und beweisen das Gegenteil. „Sisters“ ist nicht schecht wie „Spirit in the Sky“ oder affektiert-pompös wie „Scream“, sondern – und das ist im Kontext des ESC eine Todsünde – eine graue Maus. Wo man auch hinschaut, auf keinem internationalen ESC-Blog und in keiner ESC-Community findet Deutschland wirklich statt. „Sisters“ ist so langweilig, dass sich nicht einmal jemand darüber aufregt. Beim ESCUnited-Fanvoting wurde Deutschland mit mageren 10 Punkten vorletzter. Bei ETs TEKO sind wir in der ersten Runde sang- und klanglos ausgeschieden. Für mich klingt das alles wie eine Bauanleitung für Platz 26. 🙁
    Und wie finde ich den Song? Tut nicht weh. Das Duo? Wirken auf mich wie zwei verzogene Gören. Außerdem hat sich Carlotta bei der Berufswahl vertan. Auf der Bühne hat sie die Ausstrahlung einer Kaffeemaschine im Finanzamt Albstadt. Laurita kann wenigstens gut singen. Sorry und viel Glück!

  22. Ich mag es eigentlich ganz gerne, aber sehen wir der Wahrheit ins Gesicht: Mit „ganz gerne“ gewinnt man keinen Blumentopf. Ich würde dafür nicht anrufen und das würde wohl auch sonst keiner. Also wirklich keiner. Anders als ihr trauere ich nicht um Aly sondern um Lily, weil das echt ein toller, interessanter Beitrag gewesen wäre. Ich finde auch ihr müsst die ganze Situation jetzt nicht noch weiter zerreden, das Alles ist 2 Monate her und ja: Schreiber muss weg. Aber bitte verliert euch nicht schon wieder in irgendwelchen Debatten, puh… Naja, Bottom 5 wir kommen. 6.5/10

  23. Ich habe mir die Ergebnisse der OGAE-Abstimmung vom letzten Jahr angesehen. Da kam Deutschland mit Michael Schulte auf 34 Punkte und belegte den 15. Platz. In diesem Jahr sieht es so aus, daß momentan Italien in Führung liegt. Der Abstand zum Zweitplatzierten Schweiz beträgt nur vier Zähler:

    https://ogaeinternational.org/annual-ogae-poll/2019-ogae-poll/2019-ogae-poll-results/

    Neben Deutschland sind noch 14 weitere Nationen derzeit ohne Punkt: Tschechien, Lettland, Litauen, Finnland, Georgien, Moldawien, Rumänien, Serbien, Kroatien, Montenegro, Australien, Österreich, Irland und Weißrußland.

  24. Ich will ja gerne glauben, dass die Beiden echt nett und sympathisch sind. Ich kann es halt nicht beurteilen, weil ich die noch nie irgendwo gesehen habe außer beim VE und aufgrund eines schriftlichen Interviews mag ich daraus nichts abschließend herleiten.
    Aber: auf mich wirkte es beim VE insgesamt kalt, was sie da gemacht haben. Es herrschte schlicht keine Chemie zwischen ihnen. Ja, das mag daran liegen,dass sie sich erst kurz vorher kennengelernt haben. Und, ja, vielleicht wird das in Tel Aviv besser. Aber das Lied wird es nicht.
    Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass jemand beim ESC-Finale dann alle 25 Lieder hört und sagt „Hier, die beiden Frauen aus Deutschland, die fand ich am allerallerbesten.“
    Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass die Jury-Mitglieder beim VE repräsentativ sein sollen für die Jury-Mitglieder beim ESC. Möglicherweise haben beim VE einfach nur deswegen einige für „Sister“ gestimmt, weil es das kleinste Übel war oder so. Jedenfalls ist beim ESC die Gemengelage einfach eine andere.

    Ich persönlich halte den letzten Platz für sicher. Vielleicht wird es auch der vorletzte oder vorvorletzte Platz, ich bin ja nicht das Orakel von Delphi – aber viel weiter nach oben gehen wird es nicht.

  25. Top 36:

    1.Niederlande 10/10
    2.Island 10/10
    3.Slowenien 10/10
    4.Russland 10/10
    5.Belgien 9.5/10
    6.Portugal 9.5/10
    7.Aserbaidschan 9/10
    8.Schweiz 9/10
    9.Albanien 9/10
    10.Griechenland 9/10

    11.Ungarn 8.5/10
    12.Armenien 8.5/10
    13.Nordmazedonien 8/10
    14.Malta 8/10
    15.Irland 8/10
    16.Polen 7.5/10
    17.Serbien 7/10
    18.Finnland 7/10
    19.Tschechien 7/10
    20.Dänemark 6.5/10
    21.Deutschland 6.5/10
    22.Estland 6.5/10

    23.Lettland 6/10
    24.Schweden 5.5/10
    25.Zypern 5.5/10
    26.Rumänien 5/10
    27.Australien 4.5/10
    28.Österreich 4/10
    29.Litauen 4/10

    30.San Marino 3.5/10
    31.Montenegro 3/10
    32.Norwegen 3/10
    33.Weißrussland 3/10
    34.Georgien 2.5/10
    35.Kroatien 2.5/10
    36.Moldawien 2/10

  26. Dann wagen wir uns an Deutschland:
    1. Sängerinnen: Schöne Stimmen. Beide sehr sympathisch. Carlotta hat durchaus auch Ausstrahlung auf Bühne. Zu Vergleichen auf Gravatar-Profilen äußere ich mich mal lieber nicht…
    2. Song: Ich finde gerade die Spieluhren-Klänge schön, aber das darf ja jeder halten, wie er möchte, alles gut 🙂 Es ist eine kompositorisch runde Nummer. Allerdings eben auch ein wenig zu rund und zu glatt. Nichtsdestotrotz ist das „Sister“ einprägsam. Das ist etwas arg oldschool, ohne Frage, aber nicht schlecht (und das ist kein Schönreden, ich wollte immerhin BB Thomaz, und die war Letzte).
    3. Performance: Ich finde, die Dynamik auf der Hebebühne war etwas messy, aber eben auch kraftvoll. Nun wird es darauf ankommen, das Kraftvolle noch stärker in eine Bühnenshow umzusetzen.
    Fazit: Das wird nicht letzter, by far not. Juries Platz 11-14 (seriously!), Televote Platz 18-21, gesamt Platz 15-17.

  27. Finde dieses Lied ist wie Moldau und Estland, belanglose Lieder, die nicht aus dem Quark kommen!
    Da wir wahrscheinlich Estland und Moldau nicht im Finale hören (Gottseidank) bekommen wir ein paar Mitleidspunkte und weiter nichts.

    Meine top 41.
    1. Island 10/10
    2. Die Niederlande 10/10
    3. Italien 10/10
    4. Slowenien 10/10
    5. Lettland 9/10
    6. Die Schweiz 9/10
    7. Albanien 9/10
    8. Norwegen 8/10
    9. Polen 8/10
    10. Österreich 8/10
    11. Ungarn 8/10
    12. Malta 8/10
    13. Spanien 7,5/8
    14. Tschechien 7/10
    15. Schweden 7/10
    16. Vereintes Königreich 7/10
    17. Portugal 7/10
    18. Armenien 6/10
    19: Russland 6/10
    20. Griechenland 6/10
    21. Zypern 6/10
    22. Belgien 5/10
    23. Australien 5/10
    24. Serbien 5/10
    25. Mazedonien 5/10
    26. San Marino 5/10
    27. Frankreich 4/10
    28. Aserbaidschan 4/10
    29. Dänemark 3,5/10
    30. Rumänien 3,5/10
    31. Israel 3,5/4
    32. Georgien
    33. Montenegro 3/10
    34. Irland 3/10
    35. Litauen 3/10
    36. Weißrussland 2/10
    37. Kroatien 2/10 ( Hab das Gefühl das dass in Finale kommt!)
    38. Finnland 1/10
    39. Deutschland 0/10
    40. Moldau 0/10
    41. Estland 0/10

    Australien,Spanien, Polen und Österreich sind meine Aufsteiger der Pre-Partys

  28. Die beiden Damen kommen sympathisch rüber, aber ob das langt?? Allerdings finde ich den Song auch ziemlich schwach, Marke „Siegel reloadet“. Meine Favoritin war Lilly amoud Clouds, aber, nun ja, da die Fernsehzuschauer S!sters mehrheitlich gewählt haben, kann ich, nach anfänglichem Schock, damit leben. Drücke ihnen auch die Daumen, das hat nichts mit übersteigertem Patriotismus zu tun, sondern einfach mit Solidarität für Carlotta und Laurita (nicht für den NDR, auch wenn ich nach wie vor nicht an die grosse Verschwörung glaube). Da es dieses Jahr noch schwächere Beiträge gibt, habe ich wohlwollend mal einen Platz zwischen 16 und 20 getippt.

  29. mein letzter Platz in diesem Jahrgang überhaupt. die Interpretinnen tun bisher auch so gar nichts, damit sich dieses Bild verbessert – und ich muss die auch nicht mögen

  30. Für die feststehenden Finalisten nutze ich die Punktzahl, die ich im Songcheck vergeben habe: 8/12, tippe auf Finale 21-26, da dies Jahr ein starker Jahrgang wird

  31. Die meisten Punkte wird der Song vermutlich aus Dänemark erhalten, denn die Dänen finden es (wie schon 2018) irre tøll, dass Th. Stengaard da mitkomponiert hat. Ansonsten kommt es gerade bei Sister auf den Ausschnitt beim Schnelldurchlauf an. Wenn da nicht der powerhafte, emotionale Schlussrefrain gezeigt wird, sehe ich schwarz, denn in den ersten zwei Minuten kommt das Lied nicht aus dem Quark. Mit etwas Glück könnte es dann Platz 15-18 werden.

  32. Im gesamten Starterfeld hat Deutschland leider den Status „amateurhaft“ bis „peinlich“ intus. Dieses Frauenpower-Gedöns geht inzwischen fast jedem auf den Geist, und wenn jemand Herzchen mit den Händen formt, krieg ich Würgereize. Und der Name, vor gefühlten hundert Jahren mal von Frau P!nk halbwegs originell vorgemacht ist dämlich bis kontraproduktiv. Selbst Ralph Siegel würde nicht mehr die Br&thers mit „Brother“ ins Feld schicken. Das ist 2000er-Casting-Retortenband-Stil.

  33. Schreiber hat ja für den vierten Platz im letzten Jahr genug ausreden parat um die drohende schlechte Platzierung schönzureden, von daher muss ich mich auch nicht drüber aufregen, würde auch eh nichts bringen. Über den Song muss ich eigentlich nicht schreiben vieles ist hier schon geschieben worden zu belanglos, keine richtigen Schwerstern und diese Me To Debatte habe ich auch nichts lange mehr gehört, der Song wird leider untergehen sie selber können nichts dafür, sollen es genießen bevor das Debakel kommt. Finde den Jahrgang eh schon eher schwach, aber der NDR schafft es noch ein schlechteren „SONG“ zu schicken. Bin wohl auch ein schlechter Verlierer. Nun rege ich mich wohl doch auf naja. Drücke ich halt die Daumen der Schweiz und Italien.

  34. Ich weiß nicht , was hier alle gegen Ursli und Toni Sister haben. Das hat uns dieses Fräulein Schreiber, das für eine Bulgarin einen erstaunlichen Musikgeschmack hat, doch so richtig gut ausgesucht

  35. Ich glaube, jetzt ist wirklich schon alles gesagt. Ich glaube, sie werden einen ganz guten Auftritt hinbekommen und dann sollte man sich rasch Gedanken über einen Neuanfang in Sachen ESC und Deutschland machen.

  36. Um mit was positivem anzufangen: Sie fallen auf, weil sie das einzige Duett des Jahrgangs sind und wenn sie den Refrain im Schnelldurchlauf gut rüberbringen, werden sie irgendwie in Erinnerung bleiben. Ansonsten muss man leider sagen, dass hier wieder nahtlos an 2015–2017 angeknüpft wird. Belangloses Lied, schlechte Auftritte und Platz 20+ mit Ansage. Einfach nur schade.

    Platt 34 von 41

  37. Ich habe Platz 11 bis 15 getippt. Viele in der Bubble sind ja nur beleidigt, weil das deutsche Publikum es gewagt hat, für jemand anders zu voten als für die geliebte Aly. Bei jedem anderen hätte die Bubble den Beitrag auch niedergemacht. Es ist eigentlich eine Schande, das der deutsche Beitrag von den sogenannten deutschen ESC-Fans so niedergemacht wird. Und ist ja nicht nur in diesem Jahr so. Ich geben zu Sisters ist kein Siegersong, aber so schlecht das er auf den letzten Platz gehört auch nicht. Ich tippe ein Platz zwischen 11 und 15. Eigentlich hoffe ich darauf das der Song einen Top 10 Platz erreicht. Nur um zu sehen, wie viele Wendehälse es dann wieder gibt, ähnlich wie im letzten Jahr bei Michael Schulte. Viele scheinen sich ja zu freuen wie ein Schneekönig, wenn Deutschland beim ESC abkackt. Schon schlimm wen man das eigene Land nicht mag.

    • Tja, falls es dann nicht klappt, ist dann Angela Merkel an dem Debakel schuld. Hatten wir alles schon, die Rhetorik ist bekannt.

      Zudem habe ich kein „eigenes“ Land. Wenn Deutschland liefert, bekommt es beim ESC meine Unterstützung. Wenn ich mich wie leider meistens in den vergangenen Jahre langweilen oder fremdschämen muß, dann nicht. Ist für mich aber auch kein Weltuntergang….

    • Glück für den deutschen Beitrag, dass er dir mal gefällt. Sonst läge er schon windelweichgekloppt in der Ecke.

  38. Klassische Hofberichterstattung mit einer Prise Bedauern im Abgang für einen Beitrag, bei dem man sich gefälligst mit jeglicher Kritik zurückzuhalten hat. Ist ja schliesslich aus Deutschland, da hat der Zuschauer so abgestimmt. Dann muss es ja gut sein. Ironie aus. Schlimm, ganz schlimmes Machwerk.
    Mein Blick in die Glaskugel: 26 von 26 Teilnehmern, mit viel Glück 1 Punkt. Aber wer sollte sich so blenden lassen, und dafür einen Punkt verschwenden?

    • Wenn ich alle Kommentare zum Songcheck 36 so durchgehe, habe ich nun wirklich nicht den Eindruck, dass hier eine „wir-müssen-uns-mit-jeglicher-Kritik-zurückhalten“-Stimmung herrscht. Ach so, Du hast womöglich die Bewertung der drei ESC-Kompakt-Blogger gemeint? Die fand ich wirklich fair, aber bei 17 von 36 Punkten von „Hofberichterstattung“ zu sprechen, erscheint mir doch erstaunlich.

      Und ja, eine relative Mehrheit der Zuschauer haben nun eben mal für diesen Titel angerufen (und ich kann sehr gut verstehen, warum), das kann man ja auch irgendwann mal akzeptieren. Aber anscheinend macht es dem einen oder anderen Spaß, sich immer weiter in eine Rage hineinzusteigern (und in so einer Rage sind dann wohl alle, die nicht ebenso enRagiert sind, unkritisch oder gar „Hofberichterstatter“).

      Damit keine Missverständnisse entstehen: Ich bin (möglicherweise im Unterschied zu escfan05) keinesfalls der Meinung, dass man immer voll hinter dem Beitrag des eigenen Landes stehen muss. Mir gefällt der deutsche Ed-Sheeran-Song aus dem letzten Jahr trotz seines Erfolges immer noch nicht (auch wenn ich anerkenne, dass der Auftritt gut war und der Sänger sympathisch). Ich hatte mir in den meisten deutschen Vorentscheidungen der letzten Jahre einen anderen Sieger gewünscht, aber es war mir nie schwergefallen, das Ergebnis zu respektieren. Es gibt ja immer um die 40 Titel zur Auswahl, da kann man meist auch ohne Schönhören seine persönlichen Favoriten finden.

    • Entschuldige , dem Publikum die alleinige Schuld dafür zu geben, ist falsch! Einige der 20 Fachjuroren hatten „Sister“ auch die Höchstpunktzahl gegeben und deshalb maßgeblich zum Erfolg des Titels beigetragen.

      Sollte es wider Erwarten eine schlechte Platzierung geben, dann steht leider das Vorentscheidkonzept, das ich sehr gut finde, vor dem Aus. Eine Direktnominierung hat hier keine Chance, denb es ist für unser Kand schon einige Male in die Hose gegangen (1965, 1974, 1993, 1995 und 2009).

      • Du hast recht, S!sters haben sowohl beim Televote als auch bei der Fachjury gewonnen (zwar eher bzw. sehr knapp, aber immerhin). Ich möchte mir aber lieber nicht vorstellen, wie groß die Aufregung mancher Kritiker erst wäre, wenn S!sters den Vorentscheid gewonnen hätten OHNE einen Sieg beim Televote.

  39. Man muss einfach diese belanglosen Songs aus dem Vorentscheid kriegen. Man brüstet sich ja immer damit, viele verschiedene Genres anzubieten/anbieten zu wollen, aber vielleicht sollte man beim Vorentscheid mal ein bisschen restriktiver vorgehen? Dieses Jahr nur Dance-Nummern, oder nur Männer auf Deutsch oder nur Rock-Bands oder so. Ist sicher keine Garantie, dass da was gutes bei rumkommt, aber die braven Mädels mit dem Dudel-Pop (egal bei welchem Vorentscheid der letzten Jahre) kann ich kaum noch ertragen…

    Zum Lied selber wurde alles gesagt. Ich finde es mit jedem Tag eingentlich schlechter und schlechter.

  40. Dieses Lied ist nicht mein Favorit, aber dermaßen schlecht wie es hier von einigen gemacht wird ist unterste Schublade. Es wird nicht um den Sieg kämpfen, aber ein Platz um die 15 ( mit nem guten Staging) ist realistisch.
    Dieses ewige Gemecker ist nervtötend, da legen einige von euch ständig die gleiche Schallplatte auf. Wäre interessant ob man sich mit Aly oder Lilly zur gleichen Zeit auch in so nem Shitstormtümpel befunden hätte. Wahrscheinlich ja. Irgendwie könnt ihr doch nicht anders oder ?

    • Und warum glaubst du, dass Platz 15 realistisch ist? Nur über die zu meckern, die angeblich meckern, ist mir nämlich auch zu einfach. Hier haben ja auch einige konstruktiv kritisch sich geäußert und Punkte angesprochen, warum sie eben nicht an eine gute Platzierung dieses Songs glauben. Ich würde mich mit dazuzählen.

      Ein Argument von dir wäre also schön. VIelleicht überzeugt es mich.

      Und ja: ich hätte beim ESC jedes Lied lieber gehabt als eben „Sister“. Wäre aber auch bei Lilly oder Aly Ryan skeptisch gewesen, was eine Top-Platzierung angeht und hätte nun in der Gesamtlage auch Aly eher in die Bottom5 getippt. Dennoch wäre mir dieser Beitrag lieber. Und ich finde, das darf man so auch sagen, ohne als Meckerer und Nörgler wahrgenommen zu werden.

      • @ Mariposa: Den letzten Platz vergebe ich aber nicht an Frankreich, weil der Sänger schlecht singen kann, sondern wegen der momentanen Situation, die sich nach dem Brand in der alten Kathedrale Notre-Dame ereignet hat. Die extrem hohe Summe an Spendergelder von ca. 1. Milliarde Euro für die Restaurierung hat die Gemüter international erhitzt.

        Die Sängerin Sarah Larsson hat z. B: folgendes geschrieben:

        I know someone probably already said this but it’s so funny to me how the billionaires untied and came up with hundreds of millions for the Notre Dame within days while people still don’t have clean water to drink. Yall can fix it, yall just don’t care.

        Wie kann ein altes Gebäude mehr Wert sein, als der Mensch!

        Mit dieser Meinung steht sie nicht alleine dar!

        Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass Frankreich auch nur einen Punkt bekommen wird!

      • @lumbalis – TV-Zuschauer in ganz Europa sitzen in 1 Monat da und sagen „Ich ruf jetzt nicht für Frankreich an, weil so viel für den Wiederaufbau von Nôtre Dame gestiftet wurde“?? Glückwunsch, das ist schon Meckie/Matty-Level abstruser Theorien!

  41. Ich bin ja doch eher optimistisch und tippe auf ein ähnliches Ergebnis, wie 2014. Ein Platz von 16 bis 20 könnte schon rauskommen

  42. Ich habe ganz starke Levina-Vibes….

    „Ghost“ war dagegen fast noch halbwegs gelungen, nur eben nichts für die ESC-Bühne.

    • Ist nach Lavinia für ich das zweitschlimmste Machwerk, bleibt mir überhaupt nicht in Erinnerug ähnlich wie zB Mopdova und alle 3 Baltikumssongs dieses Jahr.

      • disagree. JLK hatte ich unterstützt, song mag nicht gepasst haben, aber war wenigstens wurde die Bühne mal geschmückt und das Altherrengedeck im Schrank gelassen.

  43. Levina Vibes bekäme ich dann, wenn uns grau wieder als silber präsentiert wird und die Mädels in Gouvernantenkleidern stecken.

    • Leider hatte das Bühnenbild bloß nix erkennbaresmitdem Song zu tun. Vom wohl selbstgewählten Outfit der Sängerin ganz zu schweigen. Aber in Elmshorn tragt Ihr sowas glaub ich ;-)?

      • Meine neongelben Shirts aus der Techno-Ära sind leider hinüber. Das kann mit deinem flamingofarbenem Werbersakko natürlich nicht mithalten.

  44. ESC Musik ist nie an aktuellen Maßstäben zu messen. Zum deutschen Titel sag ich, es war, sorry, die beste Wahl. Auch wenn wir in Tel Aviv in der ersten Hälfte des Tableaus nicht dabei sind. Die gesamte VE Auswahl war nicht Fisch nicht Fleisch. Aly fand ich auch gut, weil einfach so untypisch für Deutschland. Klang spannend. Aber ehrlich gesagt, ihr Auftritt war wenig professionell und Sie war auch nicht sehr sympathisch, eher arrogant. Ich denke auch wenn Aly gestartet wäre in Tel Aviv wären wir mit viel Rückenwind gestartet und unsanft weiter hinten gelandet. Und der schlimme Whitney Houston Abklatsch anstatt der Sisters, Nein danke, das war ganz schlimm.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.