ESC-Songcheck kompakt (36) – Deutschland: „Sister“ von S!sters

S!sters Sister Deutschland ESC 2019 Eurovision

S!sters haben beim deutschen Finale sowohl beim TV-Publikum als auch bei der internationalen Fachjury die Höchstpunktzahl erreicht, lediglich bei der Eurovisions-Jury (100 deutsche Menschen, die korrespondierend mit dem europäischen Televotingverhalten akquiriert wurden) landete der Song im Mittelfeld. Zweimal ganz vorne, einmal im Mittelfeld, eine eindeutige Wahl und klare Entscheidung also.

Auch hinsichtlich der nachträglichen Nominierung von „Sister“ haben sich die VE-Veranstalter nix vorzuwerfen. Von Anfang an hat der NDR bekanntgegeben, dass es zusätzlich zum Song Writing Camps (SWC), wo die (ersten) sechs Hits für das deutsche ESC-Finale erschaffen werden (worden sind), eventuell ein, zwei Nachrücker geben wird, wenn diese siebten und achten Titel auch bei den o.g. Panels reüssieren.

Die Aufregung darüber, dass „Sister“ von Laurita Spinelli (aka Laura Kästel) und Carlotta Truman (die sich vor dem deutschen Finale nicht kannten und vom NDR speziell für den Song rekrutiert wurden) sich nicht via ESC-Workshop und Song Writing Camp für das deutsche Finale durchsetzen mussten, fand lediglich im Inner Circle der ESC-Community statt. Genervt waren darüber neben den „Hardcore-Fans“ auch einige der anderen Finalteilnehmer, die die Chance hatten, im SWC zu einer verschworenen Gemeinschaft zu werden. Außerhalb der Bubble interessiert sich aber niemand für diese Besonderheiten.

Ein großes Plus: Laurita und Carlotta sind superspontan und erfrischend fröhlich. Wir haben sie bereits hier genauer vorgestellt sowie hier und hier ein Interview mit ihnen veröffentlicht. Schade, dass sie in Tel Aviv mit dem merkwürdig synthetischen Bandnamen „S!sters“ antreten – und in der Konsequenz in JEDEM Fanjournalisten-Interview die nervige Frage beantworten müssen, dass sie ja gar keine „echten“ Schwestern sind.

Ungeachtet der erfrischenden Unverstelltheit der Interpretinnen hat man das Gefühl, dass die Empathie, die Deutschland für den diesjährigen ESC-Song empfindet, so dürftig ist wie selten zuvor. Selbst als die BILD den Versuch startete, die hier skizzierte Songauswahl zu skandalisieren, versickerten die BILD-Vorwürfe in Lichtgeschwindigkeit zwischen den Zeilen von Franz Josef Wagner. Nobody cares. Während wir hier fleißig jeden Fernsehgarten-Auftritt bejubeln, wird der deutsche ESC-Beitrag jenseits der ESC-Fan-Community weitgehend ignoriert. „Sister“ hat eine sehr überschaubare Download-/Streaming-Performance (z.B. aktuell bei Shazam gerade einmal 1T Abfragen, Luca hat im Vergleich 20T) und findet (derzeit) öffentlich so gut wie gar nicht statt – weder in den Charts noch in den etablierten Medien noch im Radio (zurückhaltend sind einmal mehr auch gerade die Popwellen der ARD).

EiC 2019 The Sessions S!sters Laurita und Carlotta Gestreift mit Luca Haenni

Carlotta, Laurita, Luca singen Songs aus der Felder von Laurell Barker

Der Song

Das Mid-Midtempo-Duett „Sister“ entstand bereits 2018 im von der SUISA (also der Schweizer GEMA) organisierten Schweizer Song Writing Camp, war dort zwar liegengeblieben, hat dem Vernehmen nach aber gut getestet. Komponiert und kreiert haben den Titel vier Top-Edelfedern – Laurell Barker, Tom Oehler, Marine Kaltenbacher und Thomas Stengaard, letzterer der Mastermind hinter „Only Teardrops“ und auch an Michael Schultes ESC-Erfolg „You Let Me Walk Alone“ beteiligt. Laurell Barker wirkt 2019 als Multitalent an gleich drei ESC-Songs mit, neben „Sister“ auch an den Beiträgen aus der Schweiz und UK.

Laurell sagt über „Sister“: „The song is about a conversation between two woman who want to support each other instead of competing for those few spots in society, the workplace, and positions auf power that women and other disadvantaged groups have to fight for.“ (Der Song handelt von dem Dialog zweier Frauen, die sich gegenseitig unterstützen wollen anstatt sich zu bekämpfen, wenn es um die wenigen Positionen in der Gesellschaft, am Arbeitsplatz und auf anderen Machtpositionen geht, um die Frauen und andere benachteiligte Gruppen konkurrieren.) Auf diese Frauenpower-Botschaft konzentriert sich auch die Öffentlichkeitsarbeit des NDR.

Der Check

Song: 2/5 Punkte
Stimme: 3/5 Punkte
Instant-Appeal: 2/5 Punkte
Optik: 3/5 Punkte

Benny: Einfach war das ganze Drama rund um den deutschen Beitrag in diesem Jahr (mal wieder) nicht, aber wer dafür am allerwenigsten kann, sind die S!sters. „Sister“ ist für mich immer noch kein Überflieger-Song, aber ich habe mich inzwischen reingehört und ertappe mich ab und zu sogar beim unbedarften (Mit-)Singen. Auch das Thema des Songs finde ich gut und Carlotta und Laurita haben tolle Stimmen. Jetzt hoffe ich drei Dinge: Dass die deutsche Delegation wie schon im letzten Jahr inszenierungstechnisch das Beste aus dem Song herausholt. Dass das europäische Publikum in „Sister“ das erkennt, was schon die deutschen TV-Zuschauer in dem Lied erkannt haben. Und dass wir diesmal mehr Erfolg mit Midtempo haben als bei den letzten Malen. 7 Punkte

Douze Points: Mit der richtigen Performance hat „Sister“ das Zeug zu einem neuen „Running Scared“. Im schlimmsten Fall kann es aber auch nach hinten losgehen. Ich finde es gar nicht so übel, wie es von manchen Fans geredet wird. Die Spieluhrklänge gehen mir jedoch ziemlich auf den Zeiger. 7 Punkte

Peter: Nach einem wunderschönen Zwischenhoch mit Michael geht´s für mein subjektives Empfinden zurück in die Black-Smoke-Zeiten. Und wie 2015 gab es viiiiiiel bessere Alternativen im VE-Angebot. Klar, „die Mädels“ sind fröhlich und süß, aber der Song ist schwach, die Darbietung im starken Wettbewerbsumfeld ist (auch stimmlich) maximal Durchschnitt und das (unbestritten wichtige) Thema war – sorry – schon im Vorjahr arg strapaziert. Dazu kommt die unbeantwortete Frage, wie der Song inszeniert wird? Ein Video gibt’s erstmal gar nicht. Alles bleibt vorläufig verschwommen in den Nebeln von Norwegen. Daher frustrierte 3 Punkte

Gesamtpunktzahl: 17/36 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „Sister“ auf Platz 26 von 41.

Carlotta Eliot Laurita having fun backstage at EiC 2019.JPG

Carlotta, Eliot und Laurita haben Spaß backstage bei Eurovision in Concert 2019

Wie schneidet der deutsche Beitrag "Sister" von S!sters ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Finnland: „Look Away“ von Darude feat. Sebastian Rejman
(2) Montenegro: „Heaven“ von D Mol
(3) Polen:„Pali Się (Fire Of Love)“ von Tulia
(4) Serbien: „Kruna“ von Nevena Božović
(5) Slowenien: „Sebi“ von Zala Kralj & Gašper Šantl
(6) Tschechien: „Friend Of A Friend“ von Lake Malawi
(7) Ungarn: „Az én apám“ von Joci Pápai
(8) Weißrussland: „Like It“ von Zena
(9) Zypern: „Replay“ von Tamta

Zweite Hälfte des ersten Semis
(10) Australien: „Zero Gravity“ von Kate Miller-Heidke
(11) Belgien: „Wake Up“ von Eliot
(12) Estland: „Storm“ von Victor Crone
(13) Georgien: „Sul tsin iare“ von Oto Nemsadze
(14) Griechenland: „Better Love“ von Katerine Duska
(15) Island: „Hatrið mun sigra“ von Hatari
(16) Portugal: „Telemóveis“ von Conan Osíris
(17) San Marino: „Say Na Na Na“ von Serhat

Erste Hälfte des zweiten Semis
(18) Armenien: „Walking Out“ von Srbuk
(19) Dänemark: „Love Is Forever“ von Leonora
(20) Irland: „22“ von Sarah McTernan
(21) Lettland: „That Night“ von Carousel
(22) Moldau: „Stay“ von Anna Odobescu
(23) Österreich: „Limits“ von Paenda
(24) Rumänien: „On A Sunday“ von Ester Peony
(25) Schweden: „Too Late For Love“ von John Lundvik
(26) Schweiz: „She Got Me“ von Luca Hänni

Zweite Hälfte des zweiten Semis
(27) Albanien: „Ktheju tokës“ von Jonida Maliqi
(28) Aserbaidschan: „Truth“ von Chingiz
(29) Kroatien: „The Dream“ von Roko
(30) Litauen: „Run With The Lions“ von Jurij Veklenko
(31) Malta: „Chameleon“ von Michela
(32) Niederlande: „Arcade“ von Duncan Laurence
(33) Nordmazedonien: „Proud“ von Tamara Todevska
(34) Norwegen: „Spirit In The Sky“ von KEiiNO
(35) Russland: „Scream“ von Sergey Lazarev



204 Kommentare

  1. Ich bin Fan des Liedes seit der Vorentscheidung und werde kräftig anrufen für eure Sisters.
    Mein persönlicher Favorit ! 🙂

    • @ESCCompact Euer Artikel lässt tief blicken, das ist nichts anderes als PR für den @NDR und einen schlechten Song.

      Eine Debatte die in einem „ESC Bubble“ geführt wurde war die diesjährige Vorauswahl für den deutschen ESC Beitrag nicht. Ihr selbst erwähnt drei Zeilen später die BILD, die sicher kein Bubble ist, sogar das Musikmagazin Rolling Stone hat berichtet über die Ungereimtheiten. Dass sich enttäuschte Mitbewerber zusammengeschlossen hätten um gegen Sisters zu stänkern ist für mich nicht erkennbar. Keiner hat sich geäußert – und sie hätten Grund genug dazu gehabt. Aber sie machen weiter erfolgreich Musik: Lily geht demnächst auf Tour, Aly Ryan ist mit ihrem neuen Song „Better“ auf der begehrten Apple Playlist New Music Friday ….

      Was jedoch wirklich zählt: Ist es dem NDR gelungen, einen Song auszuwählen, mit dem Deutschland beim ESC eine Chance auf Sieg oder zumindest die ersten Plätze hat? Die Frage habt Ihr ja selbst schon Beantwortet. Dass Ihr trotzdem sachliche Kritik hier dauerhaft als boshaftes meckern diffamiert zeigt mir nur all Eure Unsicherheit – einem echten Argument seid Ihr offensichtlich nicht gewachsen.
      ,

      • Wo wurde sachliche Kritik als boshaftes Meckern diffamiert? Persönliche Angriffe, die auf die beiden Interpretinen und nicht den Song abzielen werden zurecht nicht geduldet.

      • Zu diesem Thema werde ich nach der Saison mal etwas Ausführlicheres schreiben. Du kannst ja mal beim NDR fragen, ob man unsere Berichterstattung dort auch als Hofberichterstattung empfindet.

        Solange wir sowohl gesagt bekommen, dass wir zu unkritisch berichten, als auch, dass wir zu kritisch berichten, liegen wir wohl ganz gut in der Mitte.

        Die Songchecks sind übrigens explizit so konzipiert, dass wir die ersten beiden Abschnitte über den Vorentscheid, die Künstler und den Song relativ neutral halten – die Meinung kommt dann weiter unten in den Kurzstatements.

  2. Ich habe Robbas Kommentar nicht so gelesen, dass er ALLE Kritikerinnen gemeint hätte (er sprach „von einigen“), und vermutlich meinte er auch nicht genau diejenigen, die eine schlechte Position ganz hinten tippen. Aber vielleicht interpretiere ich da auch meine Sichtweise hinein: Es gibt verschiedene Arten, wie man sich kritisch äußern kann, und es gab vereinzelt doch recht despektierliche Kommentare, über die man schon meckern darf, wie ich finde.

    Ich habe Deinen Kommentar weiter oben gelesen und fand ihn durchaus sachlich. Ich selbst habe beim Songcheck noch nie einen Tipp abgegeben, aber da ich ein überzeugter Pessimist bin, würde ich selbst wahrscheinlich auch Platz 21 bis 26 anklicken (schließlich sind nicht wenige Favoriten von mir schon in diesem Bereich gelandet) und mich dann einfach freuen, wenn’s besser wird.

    • @Benjamin @Thomas M genau wie wahrscheinlich die meisten ESC Fans wünsche ich mir für uns einen Top 10 Platz in Tel Aviv, ich möchte, dass Deutschland gut abscheidet. Das ist ja der ESC – eine schöne Mischung aus guter Musik und Fiebern für das eigene Land.
      Aber egal wie es ausgeht, ich persönlich fände ganz wichtig, dass wir eine sachliche Debatte darüber führen, was geändert werden muss im künftigen Vorentscheid. Deutschland hat so viele talentierte Künstler, dass mehr drin sein muss als hinteres Drittel. Meine Befürchtung: so wie der Vorentscheid vom @NDR organisiert und – sorry – manipuliert wurde, wird sich künftig ein ernstzunehmender Künstler gut überlegen, ob er sich da verheizen lässt.

      • @Jule: Ich habe nichts gegen eine andere Art des Vorentscheids, ich bin kein großer Fan des Konzepts der letzten beiden Jahre.

        Allerdings habe ich in einem Punkt eine andere Meinung: Der ESC bedeutet für mich NICHT Fiebern für das eigene Land, sondern Fiebern für diejenigen Beiträge, die mir gefallen. In diesem Jahr gehört zufällig auch der deutsche Beitrag zu meinen Favoriten, zuletzt war das 2013 so und davor 2003 (auch über diesen Titel wurde viel geschimpft; oft hilft mir ein gewisser Gegenwind, einem deutschen Beitrag besonders intensiv die Daumen zu drücken).

        Und natürlich freue ich mich, wenn ein Lied, für das ich fiebere, gut abschneidet. Aber ich habe es schon sehr oft erlebt, dass Favoriten von mir hinten landeten, und dann musste ich halt bedauernd akzeptieren, dass die Mehrheit wohl einen anderen Geschmack hatte.

        Die Idee, dass eine vordere Platzierung „planbar“ sei und daher alles dafür getan werden müsse, um diese zu erreichen, und dass es, wenn die erhoffte Platzierung nicht erreicht werden sollte, irgendwelche Schuldigen geben müsse, die alles versemmelt haben, finde ich schlimm und sie vergiftet den ESC.

    • Auch wenn es jetzt schon zu spät ist, möchte ich mich noch zu den Antworten auf meinen Kommentar äußern: Ich habe absolut nichts gegen Kritik, so lange sie konstruktiv ist. Ich finde Diskussionen über den deutschen Beitrag interessant, befruchtend und für mich eine tolle Möglichkeit meine Sichtweise auf die Sisters zu ändern oder zu hinterfragen. Aber wir sollten die Kommentare mit dem nötigen Respekt für die andere Meinung schreiben.
      Und wenn ich sage ich denke es wird ein Platz 15, dann ist es nicht wissenschaftlich belegt sondern ein Gefühl ausm Bauch. Wir haben alle keine Glaskugel, ich gehe mal vom Optimum aus: 1. Zweistimmigkeit sitzt, 2. Lied wird durch Staging unterstützt (für mich ist es ohne eine intensive Kameraunterstützung zu schwach) wenn alles stimmt und vll. nur dann ist ne 15 drin.
      Wir reden über Musik und die kann man nicht mit der Stopuhr messen es wird immer unterschiedliche Meinungen geben.

  3. Kein Platz in meiner Komplett-Top 10, mein Tipp: Platz 16+-4
    Schwierig sein eigenes Land zu bewerten. Ich versuche es aber trotzdem. Stimmlich passen die beiden gut zusammen, wobei Laura die stärkere der beiden Sängerin ist. Die Drehscheibe kann man machen, muss man aber nicht. Die vielen Rückansichten in der deutschen Vorentscheidung sind für mich ein echtes No Go, durch geschickte Kamerafahrten und Wechsel der Perspektiven ist das Problem aber gut lösbar. Insgesamt wünsche ich mit mehr Interaktionen miteinander. Schön sind die Spieldosenklänge und der kraftvolle Refrain. Verstehe aber auch diejenigen, die der Meinung sind, dass damit Deutschland wieder in alte schlechte ESC-Zeiten zurück fällt. „Sister“ wird bei den Jurys besser ankommen als beim TV Publikum.
    Mein Platz 19.

  4. @ Mariposa: Den letzten Platz vergebe ich aber nicht an Frankreich, weil der Sänger schlecht singen kann, sondern wegen der momentanen Situation, die sich nach dem Brand in der alten Kathedrale Notre-Dame ereignet hat. Die extrem hohe Summe an Spendergelder von ca. 1. Milliarde Euro für die Restaurierung hat die Gemüter international erhitzt.

    Die Sängerin Sarah Larsson hat z. B: folgendes geschrieben:

    I know someone probably already said this but it’s so funny to me how the billionaires untied and came up with hundreds of millions for the Notre Dame within days while people still don’t have clean water to drink. Yall can fix it, yall just don’t care.

    Wie kann ein altes Gebäude mehr Wert sein, als der Mensch!

    Mit dieser Meinung steht sie nicht alleine dar!

    Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass Frankreich auch nur einen Punkt bekommen wird!

    • Ich versteh zwei Dinge nicht.

      1. Würden weniger Menschen verhungern, wenn man Notre-Dame als Ruine stehen lässt?

      2. Sitzen die Juries und die Televoter mit politischen Listen vor dem Fernseher ? Also: Moldawien hat die Renten 2018 gekürzt und bekommt daher 10 Punkte abgezogen?

      • Die Rentenkürzung Moldawiens dürfte kaum jemanden, der den ESC 2019 sehen wird, auffallen. Wer weiß denn davon? Mir war es jedenfalls nicht bekannt. Aufsehen scheint es auch nicht gerade zu erregen. Das sieht bei Notre-Dame schon anders aus.

        Zu Frage 1: Wenn die Milliarde eingesetzt werden würde gegen den Hunger, dann ergibt sich die Antwort von selbst!

    • Das ist ein Scherz, oder?

      Ich wünsche Bilal den letzten Platz zwar von ganzem Herzen (genause wie DEU und UKD), aber ich glaube nicht, dass Notre Dame hier das Zünglein an der Waage sein wird.

      • Und darüber hinaus: Wo sollte Roi Bilal denn gekrönt und gesalbt werden? Etwa gegenüber in St.Julien-le-pauvre? Dann lohnt es sich doch gar nicht !

  5. * Sohnemann steckt die Ohrstöpsel rein *

    Komposition: klar hört man den Klang des Landes heraus.
    Gesang: aus dem Gleichgewicht.
    Text: Wo ist der Holzhammer?
    Gewinner: Nein.

    Diese Sister-Act ist sehr deutsch und das ist wertfrei gemeint. Ta-ta-ta-Sister!-Boem-Boem-Oh-Oh. Das Refrän, unmittelbar gefolgt von Schlagzeug, macht das Lied halt … deutsch bis zum geht nicht mehr. Wobei es manchmal kein Singen mehr ist, aber fast wie Überzeugungsarbeit eines Radikal-Gläubigers herüberkommt. Ich schalte ab.

    * Sohnemann nimmt die Ohrstöpsel raus *

    Nächstes Jahr hoffe ich auf einen Text, der erzählt von machtsbesessene Führungsfrauen und damit meine ich nicht Politikerinnen, sondern die Sparte Frauen, die sich mittels hinterhaltige Tricks versuchen durchzusetzen. Davon bin ich in meinem Berufsleben schon ein Dutzend begegnet und bei jede Zweite ist mir die fristlose Kündigung gelungen. Rache schmeckt manchmal sehr süß.

    Und wenn ich schon beim ESC 2020, das nicht in Hamburg-Süd stattfinden wird, bin, darf ich mal?

    Sehr geehrtes NDR-ESC-Team,

    Darf man sich etwas wünschen? In 2020 wäre es doch so schön, wenn auch die deutsche Teilnahme am ESC zumindest wahrgenommen würde oder? Diesen kleinen Wegweiser könnte dabei eine Inspirationsgrundlage bilden.

    Allererst muss das Anmeldungsverfahren eingeengt werden. Nur wer einen Demo-Version hochlädt, in MP4-Format, bekommt eine Rückmeldung. So haben alle die gleiche Chancen, ob man bereits professionell mit Musik beschäftigt ist oder ganz am Anfang steht. Vielleicht wäre eine weitere Bedingung möglich: Anmeldung nur über Musikhochschulen o.ä.
    Die erste Auswahl führen die Moderatoren der ARD-Radiosender durch. Das Ziel ist zweierlei. Einen ESC-tauglichen Song finden, aber zugleich neue Talente in Deutschland entdecken. Schließlich ist die Welt großer als der ESC. Und wer weiß – wenn man nicht den ESC-Weg einbiegt, bekommt man dennoch mediale Aufmerksamkeit oder einen Auftritt beim Sender.
    Die zweite Auswahlrunde machen Fachmusiker, die bereits wissen wie schwierig es ist auf der Bühne zu stehen und wie man die Aufmerksamkeit des Publikums festhalt. Danach trifft ‚das ESC-Kommittee‘ eine Entscheidung, aber das ist nur fürs Protokol. Dank der Fachmusiker gibt es einen Gewinner, der allerdings nicht bekannt werden soll, damit alles in Ruhe weiter lauft. Schließlich soll aus der Demo-Version eine akoustische und eine ESC-Version entstehen und so etwas braucht Zeit, viel Zeit. Ist man fertig, müssen noch ein oder zwei Videos/Clips her. Einmal in Filmformat, damit in den schwarze Balken oben und unten Platz für den Text ist. (Oben Englisch, unten Deutsch). Das zweite Video enthält einen kleinen live-Auftritt.

    Der öffentliche Vorentscheid gibt es nicht mehr. Damit mehr Künstler sich trauen sich zu bewerben. Nebenbei: Es gibt weniger Diskussionen, weniger Ablenkung, mehr Geld für die Produktion des Songs und vielleicht auch noch Geld um andere Talente, die nicht zum ESC gehen, einen Sprungbrett zu ermöglichen.

    Vielleicht, wenn man es so angeht, gelingt es Deutschland öfter in den Top-15 zu landen oder sogar einen ESC in Berlin-Süd zu organisieren.

    Mit freundlichem Grüß

    • Was im Ausland nicht alles als Deutsch wahrgenommen wird.^^ OK, „laut“ mag im Ausland manche Personen zusammenzucken lassen – laut singen die beiden in Bridge & Refrain. Die Melodie wird aber wahlweise von Glockenspiel, Klavier, Streichern, Gitarre vorgespielt. Die Trommeln, sind nichtmal auf auf die „Eins“ getrimmt – und reines Aufbauelement, der Chorus wird von weiblichen Stimmen getragen. Das ist typisch „dominant Deutsch“? Nicht wirklich. Zumal, wenn man sieht, wer daran mitproduziert hat.

      Und nein: Eine reine Konservatoriumsselektion hat mit Musikszene oder breiterem Ansatz wenig zu tun und führt auch nur zu einem ESC-Stück ohne benefits.

      • * lach * Es ist die Klangfarbe worüber man diesen Song als ‚deutsch‘ identifiziert und der Text unterstreicht das. Sisters! sind nur zwei Silben, zu kurz um es sich wirklich zu merken oder mitzusingen. Es kommt fast das Schnauzen einer bayerischen Grenzbeamtin gleich. (Ausziehen! Sofort!) Oder wie Tante Gertrud ihr Hund kommandiert: Platz! Jetzt! Brav! Gut gemacht!

        Ich sehe, dass noch einen anderen Grund, warum Deutschland’s Sister-Act kaum beachtet wird, felht. Die Urheberrechten auf YT sind unvollständig angegeben, wodurch dieses Lied in manche Länder nicht zu sehen ist.

        Generell gesehen stört ich das Ach-Und-Weh rundum den Vorentscheid. Überall, wo es öffentliche Vorentscheidungen gibt, gibt es diese Diskussion. Lied A geht zum ESC, Lied B sollte laut Fangemeinde dahin gehen. Langweilig und irrelevent. Lied A geht und nächstes Jahr gibt es wieder eine neue Chance.

        Dennoch plädiere ich wirklich für eine interne Auswahl, vor allem zum Schutz der Kandidaten. Wer nicht zum ESC geht, wird somit auch nicht bloßgestellt. Wichtig in einem Zeit, wo BildZeitung und Unsoziale Medien zusammen ein richtiges Abwasserkanal darstellen.

      • @Marko: Es ist umgekehrt: Die Tante Gertruds auf Deutschlands Strassen stossen Hilferufe aus, weil sie von ihren Hunden herumkommandiert und angebellt werden! Ich sehe das tagtäglich in meiner Nachbarschaft! Tut mir leid um dein Klischee. 🙂 Die Klangfarbe resultiert aus dem aufrüttelnden Weckruf, wenn man der Lesart vom Kampagnensong folgt (aber muss man ja nicht). Ich habe bei dem Song z.B. aufgrund der pathetischen ESC-Machart mit gestreckter Steigerung immer Johnny Logan ESC-Assoziationen.

        Ich hab ja Sympathien für eine interne Nominierung (wenn man damit einer Idee folgt), nur erwarte ich von den Big5 eigentlich einen Vorbildcharakter beim Vorentscheid, weil sich (gefühlt) immer weniger Länder die Mühe machen. So eine verschachtelte intransparente interne Nominierung, wo am Ende keiner verantwortlich ist – weil’s durch hundert Hände geht – wird man den Leuten nicht verkaufen können. Aber hier geht’s ja auch um den Song, nicht um den VE.

      • @Jorge: Die arme Tante Gertrud. Gassi gehen mit Gehhilfe und von Helga angebellt werden … wo ist die Erziehung hin? 😉

        Zu den Song: Okay, man will uns etwas sagen. Aber darf man als Hörer auch Raum bekommen alles zu verarbeiten?

        Gedankenaustauch über die Vorentscheidung kann warten bis nach dem ESC, schätze ich. Nebenbei: Ich finde es gut, dass der NDR sehr offen alle Ergebnisse zeigt. Da gibt es Länder …

  6. Grrr, das hätte eine Antwort auf Andis Kommentar um 18:24 sein sollen (der wiederum eine Antwort auf Robbas Kommentar um 17:26 Uhr war). Hoffentlich erscheint das hier jetzt wenigstens als Antwort auf meinen eigenen Kommentar um 18:58 und nicht irgendwo ganz anders.

    Das war wohl ein Zeichen, dass ich für heute nun wirklich genug kommentiert habe 🙂

    • Nee, tut er nicht. Hast du getrunken? 😀

      Und ja, du hast natürlich recht. Es gibt verschiedenen Arten, wie man Kritik äußern kann. Die Art von Meckie ist jedenfalls weder schön noch hilfreich.
      Es ist aber auch nicht schön und hilfreich, wenn man sinngemäß sagt „Wer das Lied hier doof findet, hat keine Ahnung.“ So hatte ich Robbas Kommentar aufgefasst. Aber vielleicht tu ich ihm unrecht. Dann nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil.
      Aber solche Aussagen liest man hier ja leider auch immer wieder. Und ich frage mich dann immer: wieso denken eigentlich manche, sie hätten die ESC-Weisheit mit Löffeln gefressen?

      • @Andi (19:46): „Hast du getrunken?“ Ja, aber eigentlich sollte süßer Sprudel die Gehirntätigkeit nicht beeinträchtigen (meine Vorliebe für alles Zuckrige, auch in Bezug auf Musik, habe ich ja vor kurzem im Keiino-Songcheck kundgetan 🙂 )

        Dass ich generell schon in der Lage bin, zwischen „Antworten“ und „Kommentar verfassen“ zu unterscheiden, habe ich, wie ich meine, schon ein paar Mal andeuten können, auch in diesem Thread.

        Und ich schwöre Dir, dass ich bei meinem Klage-Kommentar um 19:15 Uhr auf „Antworten“ gedrückt hatte, und zwar auf den Knopf unter meinem eigenen Beitrag um 18:58, trotzdem sind die beiden jetzt gefühlte 100 Kommentare voneinander getrennt. Und ich bin auch ziemlich sicher, dass ich genauso bei Dir um 18:24 (inzwischen eine Seite weiter vorne) auf „Antworten“ gedrückt hatte.

        Ich bin mal gespannt, wo dieser soeben im Schreibvorgang befindliche Kommentar gleich herauskommt.

        Mich wundert heute gar nichts mehr, denn mein Beitrag zum Song-Duell für Ilanit war zuerst gar nicht erschienen. Wie ich inzwischen von Benny weiß, war er im Spam-Ordner gelandet!
        Also dass das System meine Beiträge so schlimm findet …

        Aber jetzt endlich noch einen kurzen Satz zu Deinem 19:46er Kommentar, auf den ich ja schließlich antworte: Ich kann Dir überall nur zustimmen!

  7. Ich lese immer so viel von Bühnenshow, die beiden müssen erstmal ihre Harmonie richtig hinkriegen. Hab bisher noch keinen Auftritt der zwei gesehen, wo sie die gemeinsamen Einsätze zu 100% geschafft haben. Was für ein Duett ziemlich essentiell ist. Außerdem singt Carlotta gefühlt immer gegen sie, statt zusammen. Da merkt man, dass zwei Solistinnen gecastet wurden, die Chemie stimmt einfach nicht bisher.
    Wenn die zwei das bis Tel Aviv hinkriegen, dann glaube ich schon, dass man mit Glück an die Top 15 rankommt. Aber ein neues Running Scared-nie im Leben:D:D:D

  8. Nobody cares, trefflicher geht es nicht. Es ist egal, wie dieser Titel abschneidet, der ESC gewinnt damit nichts hinzu, der deutsche schon gar nicht und für den anderen Quark aus dem VE hätte man auch keine bessere Prognose abgeben können. Der vierte Platz vom letzten Jahr verursachte ebenfalls keinen Wirkungstreffer, was die Oberauskenner vom NDR nebst eingekauften Technokraten weder vorab erahnt haben, noch im Nachgang wahrhaben wollen. Man kann Fernsehen, man kann ESC und die keinesfalls glückliche Platzierung von Michael Schulte ist der erbrachte Beweis für das Gras, das aus der Tasche wächst.
    Wünsche dann mal sanftes Erwachen, negativ Konnotiertes ist ja unerwünscht.

  9. Sehe das genauso wie Martin. Laura singt Carlotta an die Wand. Leider sehr unglücklich gecastet. Unglücklich gerade weil Laura mit Jennifer Kae eine richtige S!ster hat, die ihr gesanglich ebenbürtig wäre.
    Der Song selbst ist nicht schlecht, nur leider in einem Songwettbewerb fehl am Platz. Ich finde die Melodie nicht sehr einprägsam. Leider will bei mir der Funke gar nicht überspringen. Wirklich schade. Ich rechne daher mit einem Platz 23 +/- 3. Wäre natürlich schön, wenn sie mich vom Gegenteil überzeugen könnten.

  10. Bei den Buchmachern ist Deutschland nun auf den 25. Platz gesackt und mußte Albanien und Estland an sich vorbeiziehen lassen!

    • Die Buchmachern sollte man nicht überbewerten. Beispiele:

      Portugal scheitert – laut Wettkantoren – im Halbfinale, landet in der Gesamtwertung auf Platz 11. Andersherum erreicht Ungarn das Finale, landet dennoch auf Platz 30 und ebenfalls ist Serbien im Finale und erreicht Platz 32.
      Jonida Maliqi (Albanien) soll nicht im Finale auftreten und ohne zu singen auf Platz 24 enden.

      Die Kristalkügel der Buchmacher sind trüb, grau und brauchen dringend eine Polierung uaf Hochglanz.

      • @Marko
        Du interpretierst die Wetten falsch.
        Die Gesamtrangliste sagt eben nicht aus, wie die Rangliste Am Ende aussehen soll/wird, sondern wer wieviel Chance auf den Sieg hat.
        Dass das nicht mit den Qualifikationschancen d’accord gehen muss, Kann ich für mich zum Beispiel an Joci Papai sehen, der für mich recht wahrscheinlich im Finale steht, da aber keinerlei Chancen hat, auch nur in die Nähe der Trophäe zu gelangen.

      • @Lucius – wollte nur zeigen, dass diese Listen jenseits Logik funktionieren. Deutschland hat rein statistisch 1/26 Chance auf den Sieg.

  11. Schade, dass hier so eine aggressive Stummung existiert… jeder hat natürlich seine Meinung, welcher Song denn jetzt besser angeschnitten hätte… aber gut, wir wissen nicht, ob Aly, on Lilly oder wer auch immer bessere Chancen hätte. Ich verstehe, warum das alles so aufgebauscht wird. Ist doch letztlich scheiß egal, ob Deutschland nun 7, 11 oder 24 wird. Diese Aggrressivität ist mir aber total suspekt. Da ist ja schon fast wie bei der WM letztes Jahr. Nach dem Motto „Deutschland muss immer ganz oben dabei sein, sonst raste ich aus“. Es gibt doch genug Song, die man mögen kann beim ESC. Das ist doch gerade das schöne daran, dass man nicht krampfhaft dem eigenen nationalen Titel zujubeln muss.

    Auch dieses Schreiber-Bashing ist doch total Panne. Der Mann ist Unterhaltungschef des NDR. Der ESC ist eine Show, die einmal im Jahr und vor allem einige Hardcorefans wie und interessiert. Es gab einen Vorentscheid. Sowohl die Jury als auch Televoters haben Sister gewählt. Man muss es nicht mögen, aber doch wohl auch die Mehrheitsentscheidung akzeptieren.

    @Mariposa: oder soll der NDR zukünftig einfach dich fragen?

    • Danke der Nachfrage – aber ich denke, für die ESC-Bühne bin ich nicht geeignet….

      Du sprichst mir mit Deinem Kommentar sehr aus dem Herzen !

      • Schade, ich glaube, ich bin nicht der einzige, der dich gern auf der großen Bühne sehen würde, nachdem du schon ab und an hier ein wenig Werbung gemacht hast 🙂

        Vielleicht für San Marino. Die sind ja doch mal für Experimente offen und haben auch keien Altersbeschränkung 🙂

    • Ähm * guckt vorsichtig um sich * Mein Sohn will diesen Song nicht hören, weil dieses Lied in ihm Agressionen hervorruft und das gefällt ihn überhaupt nicht. Für diese Erklärung brauchte er dreißig Minuten, aber das gehört zu seinem Alter. Vielleicht geht es anderen ähnlich?

    • @GEF sehe ich nicht so. Ich möchte für Deutschland einen guten Beitrag und als Fan würde mich Sieg oder vordere Plätze freuen – das kannst Du Fans nicht absprechen. Der @NDR und Schreiber müssen sich der Kritik stellen und Konsequenzen ziehen.

      • @Jule: Bitte nehme zur Kenntnis, dass es auch Menschen gibt, darunter sogar Fans, die „Sister“ für einen guten Beitrag halten. Und manche sind sogar so gestrickt, dass sie die Sympathie für einen Song und dessen Interpreten nicht verlieren, wenn dieser keinen Sieg oder vordere Plätze einfährt.

        Mal ganz unabhängig davon, dass ich nicht der Meinung bin, dass der NDR die Federführung für den ESC für alle Ewigkeit gepachtet haben muss (der Bayerische Rundfunk hat das ja auch mal ganz gut gemacht) und ich auch nicht denke, dass das derzeitige System das einzig Wahre ist: Eine vordere Platzierung ist kein einforderbares Recht der „Fans“ (wieso sollen die eigentlich Vorrechte gegenüber allen anderen Zuschauern haben?), bei dessen Nichterfüllung der Fußballtrainer, sorry, der Unterhaltungschef des federführenden Senders abzutreten hat.

  12. Am besten wäre folgendes Vorentscheidkonzept:

    Moderation: Jorge

    Expertenjury: Mariposa, Kontrapunkt, Thomas M. (mit Punkt!), Cars10 und Meckie

    Pausenclown: Matty

    Green Room: JeG

    Punktesprecher: AperolspritzBernd

    Die Einschaltquoten werden durch die Decke schießen!

      • Danke für die Nominierung. Wäre mir eine große Ehre in dieser Gesellschaft. 🙂

      • Awww, wie lieb von euch, Danke! Obwohl ich hier ja eher selten objektive Argumente bringe, sondern eigentlich immer nur nach meinem persönlichen Bauchgefühl werte 🙈.

    • @Matty: Ich bedanke mich sehr. In dieser kompetenten Runde (womit ich selbstverständlich auch die dreiköpfige Erweiterung meine) wäre das für mich eine sehr große Ehre.

      Jetzt müsste nur noch Tante Gertrud irgendwie mit dabei sein. … Ach so, die Rolle der Gertrud-Repräsentantin ist womöglich mir zugedacht?

      • @matty: Ich habe gerade im Sergej-Thread entdeckt, dass Tante Gertrud nicht nur, wie ich dachte, eine schon länger hier existierende Metapher ist (so wie etwa der „deutsche Michel“), die für einen bestimmten Musikgeschmack beim ESC steht, sondern eine real existierende Person! Dann werde ich dieser natürlich in der Expertenjury den Vortritt lassen, stehe aber gern als Ersatzjuror zur Verfügung!

  13. Ich bin überrascht, wie viele negative Emotionen der Song n Deutschland auslöst. Ich bin entsetzt, dass manche Menschen ihre Kinderstube gänzlich vergessen, wenn sie über unsere Vertreterinnen schreiben. Was geht in Eurem Leben falsch? Hier haben zwei Künstlerinnen eine nicht immer einfache Aufgabe übernommen, nämlich Deutschland beim ESC zu vertreten. Dafür verdient man viel, aber sicher keine Beleidigungen. Ich bin Fan des Songs und damit vermutlich recht einsam. Geschmack ist eben nicht diskutabel, aber es gibt keinen Grund, seine Umgangsformen zu entsorgen.

  14. Mariposas Satz trifft mein Gefühl so ziemlich am besten: Ich habe starke Levina-Vibes.

    Bei Ann-Sophie und m.E. auch bei Jamie-Lee werde ich den letzten Platz wohl nie verstehen; bei Levina habe ich mir den letzten Platz regelrecht gewünscht. Schon beim Vorentscheid hatte ich ein starkes Déjà-vu, als der Beitrag aber gewonnen hatte erst recht. Der Song ist weder gut noch schlecht, er bleibt eine „graue Maus“, wie hier schon gesagt wurde. Deutschland interessiert mich in diesem Jahr leider null, was sehr schade ist, weil wir mal einen ausgesprochen guten Vorentscheid hatten.

    Finale 3/6
    Prognose: Platz 20+
    Gesamt 28/41

  15. Ich kann mir leider einfach nicht vorstellen, wie es dieser Song in die Top 20 schaffen soll. Wird wohl ein Rennen um den letzten Platz mit Israel – wenn es gut läuft, können die Beiden vielleicht ein paar Punkte bei den Jurys sammeln.

  16. Ich hatte hier mehrfach geschrieben, wie sehr ich geschockt war am 22.Februar, aber ich und meine 99 Jury-Kollegen sind zumindest nicht schuld. Wir hatten die Damen sogar auf Platz 5/7 gesetzt. So wird das Endergebnis in Tel Aviv aussehen:

    23. Vereinigtes Königreich
    24. Halbfinal-Finalist*
    25. Israel
    26. Deutschland

    *mit dem keiner gerechnet hat wie Finnland oder Estland

    • @Ruhrpottler
      Mal eine Frage am Rande, würdest du wieder unter solchen Umständen an dem Eurovisionspanel teilnehmen? Immerhin wurde „Sister“ mit den S!sters nachträglich ins Verfahren eingeschleust und für das nächste Jahr liegt auch schon ein Song in der Schublade. Ich frage das ganz unabhängig von der Diskussion hier zum Songcheck.

      • @melodifestivalenfan – Ich würde sofort ja sagen, denn das war trotz Eklat zum Schluss so unglaublich schön.

      • @Ruhrpottler
        Die Beantwortung meiner Frage gefällt mir. Das Eurovisionspanel ist nämlich das Einzige, was mir am Auswahlverfahren 100-prozentig zusagt. Allerdings wurde diese Innovation leider von den Schöpfern wieder selbst torpediert. Bleib dabei, falls man dich wieder auswählen sollte. 👍

    • Nein, Du und Deine 99 Jury-Kollegen habt keine Schuld , Ihr hattet nur die Wahl. Und die Wahl sind
      S!STERS ich hoffe Euch 99 und Dir geht es nach dem SCHOCK wieder besser.

      Platz 26, wie bei der OGAE. Mich wundert es immer wieder wie einige es schaffen eine Plazierung von 1 bis 41 hinbekommen. Laecherliche Spielerei.

    • Seufz; das soeben ging an Der Kai um 22:26 Uhr – wo ich ganz 100%ig auf den „Antwort“-Knopf gedrückt habe. Zumindest dürfte jetzt dieser Beitrag direkt hinter dem erscheinen, auf den er sich bezieht (02:26), weil um diese Uhrzeit nicht mehr so viele Leute schreiben.

      • Eigentlich ist das mit dem Antworten immer sehr eindeutig. Wenn über dem Kommentarfeld „Antwort abbrechen“ steht, antwortest Du gerade auf einen anderen Kommentar – falls nicht, dann nicht…

      • @Benjamin Hertlein (7:08): Es stand in allen „beklagten“ Fällen „Antwort abbrechen“ da (tut es auch jetzt gerade, wo ich dies schreibe), kam dann aber als neuer Kommentar raus. Es dauert auch immer ewig, bis meine Antwort erscheint (bis ich dann reagieren kann, sind schon neue Kommentare dazwischen gekommen).

        Ich vermute mal, dass mich das System, wie gestern bei Ilanit gegen „Golden Boy“, als Spam erst mal zurückhalt und dann beim „Freigeben“ vergessen hat, dass ich eine Antwort und keinen Kommentar haben wollte. Vielleicht stehe ich ja unter Spam-Verdacht, weil ich dieser Tage auf einem anderem Computer schreibe als sonst oder weil ich das (mir zu aggressiv erscheinende) Ausrufezeichen aus der Klammer in meinem Usernamen entfernt habe?
        Aber wahrscheinlich ist das System einfach von mir genervt, weil ich gerade wirklich ein bisschen arg oft hier schreibe 🙂

  17. Hier also mein überarbeitetes Vorentscheidkonzept:

    Moderation: Jorge

    Expertenjury: Porsteinn, Togravus Ceterum, Kathrin, Mariposa, Kontrapunkt, Thomas M. (mit Punkt!), Cars10, Melodifestivalenfan, Manboy und Meckie

    Green Room: JeG und Lumbalis31

    Pausenclown: Matty

    Punktesprecher Zuschauervoting: AperolspritzBernd

    Peter-Urban-Kommentator: Ruhrpottler

      • @Matty: Okay, wir beide singen Love Love Peace Peace, aber ich übernehme dann Petras Rolle – du weißt, was ich dir damit sagen will 😀 😀 😀

    • Schön. Da kommt mir eine Idee für nächstes Jahr. Während eines Treffens alle Songs kommentieren und diese gesammelte Meinungen irgendwo online stellen. So zu sagen als Ausgleich für andere Fan-Ergüsse im Netz.

    • @Pausenclown

      Du bist so im ESC Rausch , spiel das ganze doch in Deinem ESC- Kasperle Theater…Vielleicht findest Du noch den einen oder anderen User der als Zuschauer Bravo schreit.

    • Wäre etwas schräg, wenn der Moderator die Siegerin der Jury – vermutlich eine deutschsprachige Grönemeyer-Ethnoballade mit BombastOrchester von einer Jazzsängerin performt – durch den Kakao ziehen würde … 😉

      • Ich hätte jetzt gedacht, Du machst das eher so wie Carolin Reiber.

      • Tut mir Leid, im Rüschenkleid wird man mich nicht sehen und ich habe wenig Erfahrung mit rollendem „R“. Ansonsten wohl eher Harald Schmidt, der bei Verstehen Sie Spaß das Hallenpublikum gegen sich aufbrachte.

      • Harald Schmidt war ja vor 20 Jahren mal witzig, hab ich mir sagen lassen. Damit wärst Du immerhin moderner als die Caro, wie sie sich heute sicher branden würde.

      • Für dich trete ich auch mit Rollkragen und Hut auf. We are so low … you got me dirty dancing. (oder so ähnlich)

      • Einen Rollkragen würde ich Dir nie antun wollen… Du bist ja meine ich kein Deutschlehrer, von daher brauchst Du wirklich keinen!

      • Das wäre doch mal wirklich unterhaltsam. Und dann springt die gesamte Jury in die Luft und ruft: „Das war Spitze!“

        Übrigens, wo darf ich mich denn in „deutschsprachige Grönemeyer-Ethnoballade mit BombastOrchester von einer Jazzsängerin“ wiederfinden? 😉

      • Hehe, Grönemeyer, Ethno, Jazz .. 🙂 Aber da kreisten mir noch Kommentare von anderen der genannten Combo im Kopf herum. Nur leider wird @Kathrin sich beschweren, die muss ich anschliessend trösten, weil sie von euch überstimmt wurde.

      • Kathrin und ich wären aber wohl die einzigen in der Jury, die auch mal was Härteres pushen würden … aber in meinem Falle natürlich nur, wenn sich auch Ethno- und Jazzelelemente finden, am besten aber Fado. 😉
        Ich bin Grönemeyerfan mangels Alternative. Ich finde seine frühen Alben toll, höre mir seine aktuelle Musik seit einigen Jahren aber nicht mehr an. Mein Problem ist, dass ich fast alles andere in deutscher Sprache (vor allem die weinerlichen Bubis) noch weniger mag. 🙁
        #musikalischheimatlos

  18. Ich will gar nicht mehr viel zum deutschen Beitrag schreiben, mir fehlt der Elan und außerdem wurde ja eigentlich auch schon genug geschrieben. Ist mein derzeitiger Platz 35 bis 37 (schwankt etwas) und es ist mir wie schon in den letzten Jahren ab 2013 (mit Ausnahme von 2018) total egal, wie Deutschland abschneidet. Da ich von Patriotismus im Allgemeinen und speziell von solchem, der nur um des Patriotismus Willen stattfindet („wir“ müssen „unser“ Land unterstützen, egal wie wir den Beitrag finden) eh nichts halte, habe ich auch kein schlechtes Gewissen deswegen, aber das nur am Rande.
    Und was die Kommentare hier betrifft: so wie ich das sehe, waren das ein paar sehr wenige (!) Kommentatoren, die hier tatsächlich beleidigend geworden sind. Die absolute Mehrheit hat hier in meinen Augen einfach nur ihre Meinung über den Song kundgetan (die halt nunmal mehrheitlich eher negativ ist) und daran kann ich nichts persönlich (!) Beleidigendes erkennen. Aber was weiß ich schon, ich pflege sowieso einen eher rauen Umgangston, hab ich langsam das Gefühl 🙈.

    • Von patriotischer Zwangsunterstützung halte ich auch überhaupt nichts, ich glaube sogar, es ist in diesem Jahr geanu andersherum: Viele sind besonders kritisch gerade WEIL es der deutsche Beitrag ist und man sich eigentlich vom eigenen Land einen Song wünscht, der auch dem eigenen Geschmack entspricht. Sich explizit einen letzten Platz zu wünschen, wie man es bei einigen herauslesen kann, ist aber vielleicht auch ein bisschen hart.

    • Da hast du durchaus recht, allerdings muss man sich nur mal die Zahl der negativen Kommentare anschauen und die anscheinend immer noch bestehende Fassungslosigkeit gepaart mit zynischen Kommentaren a la „damit landen wir aber so was von hinten“; als ob das jetzt wirklich so relevant wäre. Ich mochte YLMWA letztes Jahr auch überhaupt nicht und war überrascht, dass es so gut abgeschnitten hat. Habe mich dann auch für Michael Schulte gefreut, den ich sehr sympathisch fand. Ebenso würde ich mich für die Sisters freuen (auch deren Song finde ich jetzt eher so mittelprächtig).

      Wir alle wissen, dass es die Automatic Qualifyer beim ESC immer sehr schwer haben. Oft landen sie ganz hinten. Seit 2014 wurde immer ein Automatic Qualifyer letzter. 2015 landeten alle AQ außer Italien auf den letzten Pläzten. Spanien, GB, Frankreich und Deutschland haben auch weitere Nachteile (fehlende Diaspora, kaum sichere Televoting-Punkte, kein Halbfinalauftritt). Letzteres ist vor allem wichtig für die Jurys, die ja bei Halbfinale und Finale gleich ist. In Deutschland kommt hinzu, dass wir anders als Spanien, Italien oder Frankreich keinen Sprachvorteil haben. Die anderen drei leben eben auch davon, dass ihre Sprachen auch über die Grenzen hinaus in der Popmusik erfolgreich sein können. Damit haben sie z.T. auch ein Alleinstellungsmerkmal. In Deutschland ist das schon schwieriger. D.h. es wird auf Englisch gesungen und man ist in einem Topf mit allen anderen Kandidaten. Sich hier kreativ abzusetzen ist schwer. Gerade, wenn es einen Vorentscheid gibt, bei dem meist das „Gefällige“ gewinnt. Ich denke da z.B. an 2016, wo sowohl Gregoryan als auch Avantasia im Rennen waren, aber am Ende Jaimee-Lee gewann.

      Diese Gemengelage führt dazu, dass Deutschland beim ESC nunmal praktisch immer hinten landet, es sein denn sie stechen tatsächlich einmal hervor, wie 2010 mit Lena oder letztes Jahr mit einer anscheinend sehr berührenden Ballade. Das kann man aber wohl nicht jedes Jahr erzwingen.

    • Mir geht es genauso: Seit 2013 sind mir die deutschen Beiträge (bestenfalls) egal und das sollte von Seiten der Verantwortlichen eigentlich zu denken geben, wenn es nicht wenigen Fans genauso geht.

      Wir brauchen uns jedenfalls über eine schlechte Einschaltquote am 18.5. nicht zu beschweren….

  19. Tja, vielleicht sollten „wir“ seit ewigen Zeiten es mal wieder in Deutsch probieren, wäre echt mal an der Zeit und bestimmt kein Weltuntergang – dann könnte das durchaus auch von Vorteil sein (natürlich nicht mit einer zu „generischen“ Nummer). Meine spanischen und portugiesischen Freunde schütteln den Kopf darüber, warum Deutschland seine Sprache immer so krampfhaft verschmäht und dabei sind die Songs gar nicht mal gut….

    Abgesehen davon ist es schon deprimierend, daß es für DE ungewöhnliche Acts immer schon schwer hatten, sich bei einer VE durchzusetzen, Namen wurden ja schon genannt. Das ist so ein ganz spezielles Thema….

    • Das Problem dabei ist, dass die Kombi NDR-Vorauswahl und DE-Televoter zu irgendeiner monotonen Betroffenheitsnummer a la Benzko/Bourani/Revolverheld führen würden.
      Interessant finde ich übrigens immer die Tatsache, dass lokale Töne bei anderen Ländern gerne gesehen werden, aber in DEU unvorstellbar sind. Bei silbereisigen Ziehharmonika- Elementen oder 10 Sekunden Jodeln würden das Gros der Blog-Leser sowie der gesamte Feuilleton lamentieren, dass das 4. Reich kommt. Dabei könnte dabei durchaus was interessantes rauskommen.

      • Ich hätte überhaupt nichts gegen regionale Töne auch beim deutschen Beitrag. Sollte halt nicht das Silberfisch Stampf Umtata mit klatschendem Ü50-Publikum (das darf ich sagen, oder?) sein.

      • Oh no, mit der Bemerkung hast Du es Dir jetzt auf Wochen mit @Usain verscherzt 😉

    • Das ist in der Tat ein Dilemma der deutschen VE. Was gab es schon für tolle, extravagante Acts in den VE’s (mit Ausnahme von 2017, da war alles Grütze). Zumindest was die Auswahl an Songs betrifft, konnte man den Verantwortlichen nie einen Vorwurf machen, meiner Meinung nach. Aber der ARD-Zuschauer wählt halt mit sicherem Instinkt einen Song, der an Belanglosigkeit kaum zu überbieten ist. Glaube auch, dass bei „S!sters“ eher der Welpenschutz gegriffen hat.
      Wobei ich damals mit Elaiza als Band schon einverstanden war, den Song höre ich immer noch ganz gerne. Allerdings war das Staging mehr als katastrophal. Bin nach wie vor kein Fan von „You let me walk alone“, allerdings kam Michael Schulte sehr sympathisch rüber, und sein Auftritt in Lissabon nötigte mir schon Respekt ab. Auch ich fände es gut, wenn Deutschland es mal wieder in der Muttersprache versuchen würde, dann aber bitte nicht im Stil von Forster/Giesinger/Bourani, so etwas würde beim ESC untergehen, sondern eher in Richtung Voxxclub. Ist auch nicht so die Musik, die ich privat höre, aber es wäre mal einen Versuch wert. Oder nochmals gerne Santiano mit einer schönen Nummer, oder Faun (gibt’s die noch?). Die Band finde ich klasse, nur taugte der Song nichts bei der VE 2015, meiner Meinung nach. Egal, irgend etwas Aussergewöhnliches halt. Da wünscht man sich ja fast Guildo Horn zurück!

    • Damit ist wohl gemeint, dass auch mehrere potentielle Non-Qualifyer eine höhere Siegchance haben als Deutschland. Gut, das ist jetzt auch nicht unwahrscheinlich, wobei es ja eh nur bestenfalls 5 bis 6 ernsthafte Siegkandidaten geben wird; alles andere ist da recht belanglos.

  20. Der deutsche Beitrag dieses Jahr wird im Finale untergehen ,mehr als ein 18 Platz wird nicht herauskommen. Mir persönlich gefällt das Lied nicht kann aber seit dem Siseg des Duos damit leben.
    Mein persönlicher Geschmack an fast allen Beiträgen hält sich in Grenzen darum denke ich ein Platz 18 ist möglich und wünsche ihnen viel Glück.

  21. Mir ist der deutsche Beitrag egal. Wäre zwar schön, wenn ein besserer Song geschickt würde, aber ich freue mich so oder so auf den ESC, eins meiner Hauptereignisse des Jahres und hoffe, das ein halbwegs passables Lied gewinnt.
    Deutschland hat doch letztes Jahr unerwartet gut abgeschnitten und zwar verdienterweise wegen Michael Schultes toller Stimme. Jetzt können ruhig mal andere ran.
    Meine Lieblingslieder Italien und Albanien.

  22. PPS. Gönne allerdings auch besonders Island den Sieg,, weil es auch mal gewinnen sollte und wegen ausserordentlichem Mut, so oder so gesehen

    • Wenn Deutschland und San Marino mal nicht noch weiter nach vorne kommen. Dieser ESC dürfte so manche Überraschung bereithalten.

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