ESC-Songcheck kompakt (37) – Italien: „Zitti e buoni“ von Måneskin

Bild: Gabriele Giussani

Wie traditionell üblich, wurde der italienische Beitrag für den Eurovision Song Contest auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des altehrwürdigen Festival die Sanremo gesucht und gefunden. Über insgesamt fünf Abende erstreckte sich der Wettbewerb, insgesamt 26 Acts nahmen teil. In der Nacht vom 6. auf den 7. März standen Måneskin schließlich als Sanremo-Sieger fest und gaben noch in der Nacht via Instagram bekannt, auch die Einladung anzunehmen, für Italien zum ESC zu fahren. Die vierköpfige Gruppe konnte sich im Superfinale des Sanremo-Festivals sowohl bei der Presse-Jury als auch – dort mit großem Abstand – beim Televoting auf den ersten Platz setzen.

Måneskin sind eine italienische Rockband, die 2017 durch ihre Teilnahme an der Castingshow X Factor bekannt wurde. Bandmitglieder sind der Sänger Damiano David, die Bassistin Victoria De Angelis, der Gitarrist Thomas Raggi und der Schlagzeuger Ethan Torchio. Die Mitglieder lernten sich in der Schule kennen und gründeten die Gruppe 2016. Da Bassistin Victoria aus Dänemark stammt, wählte man als Bandnamen das dänische Wort für „Mondschein“. Bei X Factor 2017 belegte die Gruppe den zweiten Platz. Die erste EP „Chosen“ erreichte Platz 3 der italienischen Charts, das erste Album „l ballo della vita“ Platz 1. Auch die seit 2017 veröffentlichen Singles waren sehr erfolgreich, wie „Torna a casa“(2018) auf Platz 1 der Charts und „Morirò da re“ (2018) und „Chosen“ (2017) auf Platz 2. Im Februar 2019 gingen die Måneskin auf Europatour und traten unter anderem auch in München, Hamburg und Stuttgart auf.

Der Song

Geschrieben wurde „Zitti e bunoi“ einzig von den vier Bandmitgliedern selbst. Das Lied ist ein energetischer Rockbeitrag, der stark von der einzigartigen Stimmfarbe des Frontsängers Damiano David und der Bühnenpräsenz der Bandmitglieder lebt und ein idealer Song für Livekonzerte ist. Wir dürfen uns sicher auf eine beeindruckende Bühnenshow beim ESC freuen.

Übersetzt heißt der Songtitel „Still und brav“. Im Text geht es darum sich nicht Konventionen und Erwartungen zu beugen, sondern stattdessen bedingungslos ausgeflippt, verrückt und anders als die anderen zu sein.

Der Check

Song: 5/5 Punkte
Stimme: 5/5 Punkte
Instant-Appeal: 5/5 Punkte
Optik: 5/5 Punkte

Benny: Richtig starker Indie-Rock-Song. Gerade im direkten Vergleich mit Finnland ist Italien doch sehr viel frischer und massentauglicher (im Sinne von: Wenn schon Rock, dann richtig). Dazu kommt, dass die Band einfach Charisma hat und ihr Ding durchzieht. Mal wieder gut gemacht, Italien. Vielleicht sogar ein Dark Horse. 10 Punkte.

Berenike: Manch einer mag „Zitti e buoni“ als lärmig beschreiben. Aber genau deshalb mag ich den italienischen Beitrag. Auf mich wirkt der Song sehr authentisch, beim Anhören kommt für mich eine ehrliche Wut rüber. Hier wird nichts mit hübschen Melodien oder allzu massenverträglichen Arrangements geschönt. Da die Bandmitglieder, insbesondere Leadsänger Damiano, obendrein echte Rampensäue sind, schafft es Italien ein weiteres Mal ganz oben auf meiner persönlichen ESC-Rangliste zu stehen. 12 Punkte.

Douze Points: Als ich „Zitti E Buoni“ letztens beim Laufen gehört habe, hatte ich einen Flashback in die 80er. Damals dachte ich (nur für sehr kurze Zeit), ich müsste harte und ehrliche Rockmusik gut finden. Letztlich gefielen mir aber nur schlagerhafte Punksongs mit humorvollen Texten. Nun kommen 30 Jahre später Måneskin um die Ecke und machen einen auf Glamrock, wobei sie nicht nur melodisch mit denselben abgenudelten Tricks spielen wie die Bands damals, sondern sich auch klamottentechnisch kein My von der damaligen Zeit abheben oder damit ironisch spielen (wie z. B. die Dänen). Was ist bloß in die Italiener gefahren, das zu ihrem Sanremo-Sieger zu machen?! Und warum wird das so gehypt? Ich will das wirklich verstehen. In der Zwischenzeit gebe ich 2 Punkte.

Florian: Måneskin liefern eine interessante Nummer, mit der man aus Italien vielleicht gar nicht gerechnet hätte. Doch das Arrangement ist gut gelungen und wirkt auf mich sehr gefällig. Der Refrain ist trotz seiner Härte eingängig und klug zusammengesetzt. Im Übrigen bin ich durchaus davon überzeugt, dass dieser Song im Finale neben Finnland koexistieren kann und seine eigene Nische finden wird – in jedem Fall ist dieser Beitrag eine musikalische Bereicherung für den Jahrgang. 7 Punkte.

Manu: Wenn mich Finnland an Linkin Park denken lässt, denke ich bei Måneskin an raue Indierock-Bands wie den White Stripes, Kasabian oder den Queens of the Stone Age. Und auch wenn ich mir persönlich solchen nicht glatt produzierten Rock schon lange beim ESC gewünscht habe, brauchte ich ein paar Hördurchgänge um den Reiz von „Zitti e buoni“ zu entdecken. Zu sehr war ich von den optischen Glamrock-Anleihen abgelenkt. Anfangs befürchtete ich, eine Italien 2014-Platzierung, mittlerweile glaube ich aber an eine positive Überraschung für Måneskin. Überzeugte 8 Punkte – fast hätte es sogar 10 gegeben.

Max: Bei Sanremo konnte ich mit der Nummer nicht viel anfangen, meine Favoriten waren dann doch andere. Es ist aber kein schlechter Beitrag, die rockigen Klänge sind gut, aber catchen mich nicht so wie etwa Finnland. Dafür fehlt mir hier dann doch der nötige Punch. Italien wird damit wohl nicht so weit vorne wie in den vergangenen Jahren mitmischen, aber es ist trotzdem ein solider Beitrag. 6 Punkte von mir, gibt nicht viel zu sagen.

Peter: Italien zeigt der ESC-Community regelmäßig, wohin die Reise geht. Kein Big-Five-Land hat eine so makellose Bilanz vorzuweisen – kreativ wie auch mit Blick auf ein erfolgreiches Abschneiden im Finale. Sanremo ist das neue Melodifestivalen – jetzt wo Christer sich zurückzieht. Dieses Jahr bildet Italia keine Ausnahme, wenn es um kreative Höchstleistungen geht. Diodato hat im letzten Jahr den Song zur Pandemie abgeliefert, Måneskin sind die europäische Benchmark für den Blick nach vorne. „Zitti e buoni“ ist viel, viel mehr als eine Glampunkrock-Reminiszenz, der Titel ist eine innovative und kraftvolle Neuinterpretation eines der bedeutendsten Musikgenres der Musikgeschichte in der Tradition von The Jam, Hazel O´Connor, The Clash bis hin zu Marilyn Manson. Der wichtigste Titel des ESC-Jahrgangs 2021. Mindestens 12 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 57/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „Zitti e buoni“ auf Platz 12 von 39.

Wie schneidet der italienische Beitrag "Zitti e buoni" von Måneskin ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A
(16) Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Zwischenstand nach dem ersten Halbfinale

Erste Hälfte des zweiten Semis

(17) Estland: „The Lucky One“ von Uku Suviste
(18) Griechenland: „Last Dance“ von Stefania
(19) Island: „10 Years“ von Daði og Gagnamagnið
(20) Moldau: „Sugar“ von Natalia Gordienko
(21) Österreich: „Amen“ von Vincent Bueno
(22) Polen: „The Ride“ von RAFAŁ
(23) San Marino: „Adrenalina“ von Senhit
(24) Serbien: „Loco Loco“ von Hurricane
(25) Tschechien: „Omaga“ von Benny Cristo

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(26) Albanien: „Karma“ von Anxhela Peristeri
(27) Bulgarien: „growing up is getting old“ von VICTORIA
(28) Dänemark: „Øve os på hinanden“ von Fyr & Flamme
(29) Finnland: „Dark Side“ von Blind Channel
(30) Georgien: „You“ von Tornike Kipiani
(31) Lettland: „The Moon Is Rising“ von Samanta Tīna
(32) Portugal: „Love Is On My Side“ von The Black Mamba
(33) Schweiz: „Tout l’univers“ von Gjon’s Tears

Zwischenstand nach dem zweiten Halbfinale

Finale

(34) Deutschland: Jendrik – I Don’t Feel Hate
(35) Frankreich: Barbara Pravi – Voilà
(36) Großbritannien: James Newman – Embers


113 Kommentare

  1. Was für ein Brett!😊😊😊

    Ich mag es ab und zu ein bißchen rockiger und härter, deshalb gefällt es mir auch, dass sich Italien für diese Nummer entschieden hat. Aber ich muß ehrlich sagen, dass mir Finnland dieses Jahr noch ein kleines bißchen besser gefällt.😉

    Ich tippe Italien schon in die TOP 10, allerdings für ganz vorne wird es nicht reichen, so zwischen 6 und 10.

    • ACHTUNG – FEHLER auf CD!!!

      Hi…
      mal eben was ganz anderes.
      Wer hat auch die CD-Edition besorgt? Habt ihr auch einige Fehler entdeckt?
      Beim österreichischen „Amen“ stehen die gleichen Composer & Writer (Jess Cerro & Dave Hammer) wie beim australischen „Technicolour“. Da hat wohl einer nicht aufgepasst – Austria = Australia!
      Bitte schaut mal.

      Danke, Nilsilaus

      Wer hat noch mehr Fehler entdeckt ?????????????????????????

  2. Find den Song einfach nur toll und viel besser als Finnland (der ist mir zu agressiv). Finde toll wie Italien sich immet wieder neue erfindet von Soldi zu Fai Rumore zu ZITTI E BUONI. Auch wenn Fai Rumore nie angetreten ist hätten/könnten alle 3 gewinnen und das obwohl alle Song ein ganz anderes Genre abdecken. Auch das Italienisch das man gut mitsingen kann ist immer toll. I bin sehr gespannt auf die Performence ich fand die Kostüme am Sanremo irgendwie nicht zum Song passend. Insgesammt 10/12 Punkten.

  3. Mir gefällt das, aber ich kann es ganz schlecht einschätzen. Top5 seh ich auf keinen Fall, aber so kurz dahinter könnte sich Italien schon einreihen.

    Könnten wir uns bis dahin darauf einigen, dass „Fiumi di parole“ eines der besten Italien-Lieder ist? Okay. Danke.

  4. Ich mach mich jetzt mal unbeliebt, vor allem bei mir selber. Wenn Rock kommt, geh ich steil, wenn die Sprache italienisch ist, erst recht. Da könnt Ihr Euch denken, was dieser Beitrag mit mir anstellt. Aber: Ich fürchte, dass wir hier den Fan Favourite Fail 2021 vor uns haben. Und FFF heißt in diesem Falle: alles außerhalb der Top 5.
    Ich hab oben 6-10 getippt, kann aber auch weiter unten landen. Top 5 halte ich für sehr, sehr schwierig.

    Der italienische Beitrag hat im wesentlichen zwei Probleme. Das erste ist seine mangelnde Eingängigkeit. Inzwischen hab ich so ziemlich alles im Ohr, aber Italien nicht. Das ist kein Vorteil! Das zweite, noch größere Problem: Der wesentlich eingängigere finnische Beitrag, den ich zu 120% im Finale sehe. Ich hab vorher geschrieben, dass ich vermute, die beiden werden sich gegenseitig kannibalisieren, inzwischen sehe aufgrund der Eingängigkeit einen klaren Vorteil bei den Finnen. Möglicherweise landet Finnland im Ergebnistableau noch vor Italien.

    Olymp und Hades: Ganz oben, bester Beitrag aller Nationen aller Zeiten: Meta&Moro. Flankiert von den Herren Tozzi & Raf auf der rechten und Gabbani auf der linken Seite. Im Vorraum herrscht dichtes Gedrängel, da unterhält sich Herr Cutugno mit Frau Zilli, Herr Gualazzi scherzt mit Mahmoud, Jalisse stehen ein bisschen unschlüssig am Rand, finden aber dann in Diodato einen angenehmen Gesprächspartner. Auch in den weiteren Vorhöfen zum Olymp herrscht reges Treiben, wohingegen im Hades gähnende Leere grüßt. Sind wohl alle ausgeflogen. Mit anderen Worten: Italien pläsiert eigentlich immer, schlimmstenfalls sind sie Mittelmaß.

    Ach, Italien. Du bist sowas von fällig für den Sieg. Aber ich fürchte, dieses Jahr wird das nichts.

    • Bei mir sind ja die Züge nach Tozeur ganz vorne (dann Jalisse und La Zilli, aber ganz knapp vor vielen anderen).
      Und einen Hassbeitrag hab ich – sicher zu deinem Bedauern – auch: den Herrn Cutugno kann ich ebensowenig leiden wie sein Lied, ebenso das Ehepaar des Grauens mit seinen beiden Beiträgen.

      • Ach, das kann ich in beiden Fällen durchaus nachvollziehen. Das Lied von Toto ist toll, alles was danach kam, war … äh … nicht ganz so toll. Und der Herr, der später Jane Bogaert unterstützen sollte, ist mit seiner Ex eher in den äußersten Vorhöfen zu finden. Allerdings, für den Hades reicht das nicht.

    • Tammy, es ist aber auch egal. Der Italiener (m/w/d) berauscht sich selber an seiner sagenhaften Qualität, da ist ihm das Gewinnen ziemlich schnuppe. Er müsste dann ja auch eine ESC-Show in der unmenschlichen gehetzten Zeit von nur 3 mal 7,5 Stunden durchführen. Hauptsache also, er lässt uns weiter teilhaben.

  5. Mich cacht der Song überhaupt rein gar nicht, bin da auf einer Wellenlänge mit Douze Points. Ich finde ihn anstrengend und uninspiriert. Sorry.

    • Danke Douze Points! Ich dachte schon ich wäre der einzige, der den übermäßigen Hype gar nicht versteht, aber das ist ja bei Italien jedes Jahr so. Ich finde den Song schrecklich, er ist einfach nur laut und nervt mich. Ich hoffe auf eine Platzierung so weit hinten wie möglich und gebe 1 Punkt, Platz 35. Ich warte mal darauf, dass mir wenigstens ein italienischer Song gefällt, war bisher noch nie der Fall.

  6. Mein Platz 39/39 des Jahrgangs 2021. Immerhin kann ich inzwischen aus all dem Krach doch etwas Melodie-Ähnliches heraushören, und das ist jetzt nicht völlig unangenehm (Betonung auf „völlig“, nicht auf „unangenehm“).

    Deswegen gibt’s mit 1,5 Punkten (von 10) doch noch deutlich mehr als Swe 86, Esp 96, Deu 2000, Lit 2001, Blr 2006 oder Ned 2018 von mir bekommen haben.

    • Ist es schlimm, dass ich alle Beiträge mag, die Du da aufgezählt hast? 😉 Gerade Schweden 1986 & Belarus 2006 sind klasse, Niederlande 2018 zumindest ohne Liveperformance ebenso.

      • Die Niederlande 2018 habe ich schon in der Studioversion als unverschämtesten Anschlag auf die Gehörgange in der gesamten ESC-Geschichte empfunden, der Live-Gesang hatte bei mir also nicht den Hauch einer Chance, negativ hervorzustechen.

        Einerseits könnte man ja meinen, wir lebten in völlig unterschiedlichen Klangwelten, andererseits sind wir die einzigen beiden mit der 12er-Kombination Edgars Kreilis und Ruta Loop bei den SCC-Finales 2019 und 2020 🙂

  7. Großartiger Song aus Italien , solangsam finde ich das besser als den Song aus Finnland , was sich in meinen Top 10 aber auch wiederfindet .
    Auch hat das Homeconcert am Wochenende hat den Song nochmal gepusht bei mir .
    Das wird sicher irgendwo in den Top 10 landen im Mai .

  8. Top 10 wird mit dieser Hammernummer schon drin sein. Persönlich finde ich sie etwas anstrengend aber für nicht wenige sind diese Töne wahrhaft Lebenselixier.

  9. Sorry, aber für mich ist das nur ziemlich unmelodischer lärm, da gefällt mir finnland viel besser. Wie das in san remo gewinnen konnte, ist mir völlig schleierhaft. Ich hatte die nie auf dem schirm……

  10. Die gelungene Optik und Verpackung lenkt von einem mittelmäßigen Song ab . Auch wenns hier einige nicht wahrhaben wollen , beim San Remo sang (schrie )der Frontsänger „neben der Spur.

    Ich würde nicht sagen ,das der Song schlecht ist, aber es fehlt eine gewisse Melodienführung , vielleicht hätte die Frauenstimme als Background oder 2. Stimme noch einiges rausgeholt und ein Alleinstellungsmerkmal gegeben .

    So ist es allerdings sehr anstrengend und musikalisch eher altmodisch ..

    Ich frage mich hier würden das 4 beleibte Ü 50 Herren in Lederklamotten darbieten , wären die Leute dann auch noch so begeistert ? Ich denke NEIN

    • Ich finde den Live-Auftritt auch mega grausam. Mit Singen hatte das wenig zu tun beim Sanremo, eher schreien bzw. kräzchen. Erst dachte ich, sie singen einen ganz neuen Song

  11. Ich kann ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, warum es hier volle Punktzahlen hagelt. Aber wahrscheinlich, weil es aus Italien kommt. Wäre „Zitti e buoni“ ein albanischer Beitrag, dann würden die Bewertungen nicht mal annähernd so wohlwollend ausfallen.
    Es ist alles andere als leise und brav und schon gar nicht der größte Siegkandidat nach dem frankophilen Trio, auch wenn es uns die Buchmacher weismachen wollen.
    Bei Rockfestivals vor einem besoffenen Publikum würde es sicher gut passen. Aber hier steht das für mich hinter den ganzen Partysongs aus Litauen, San Marino, Zypern, etc. Italien hat es in diesem Jahr nicht verdient, besser als San Marino abzuschneiden. Das ist kein Musikstil, den ich in einer romanischen Sprache hören will. Ich wünsche es den Italienern, dass sie so richtig schön nassgemacht werden, so wie 2017, als der sicher geglaubte Titel nach Portugal ging. Es ist manchmal unglaublich, wie viel man diesem Land zugesteht.

  12. Ich finde den Song nicht schlecht. Ich tippe schon allein weil es aus Italien kommt auf Top 10. Außerdem hier das nächste Reaction-Video.

  13. Ich bin weder ein Fan von Finnland noch von Italien. Müsste ich mich aber für einen der beiden entscheiden, wäre es Italien, da es doch origineller ist.
    Dennoch werde ich nicht ganz warm mit dem Song. Ich kann mich nur Tamara anschließen. Ich glaube auch, dass Italien unser FFF dieses Jahr wird. Für das Durchschnitts-Publikum (das den Großteil am Final-Abend ausmacht) ist das einfach zu speziell und bei den Jurys bin ich mir auch unsicher, ob das punkten kann.
    Ich denke Italien wird sich auf einem der Plätze 15-18 wieder finden. Ich habe hier dasselbe Gefühl, das ich auch bei den gehypten AWS-Jungs 2018 hatte, die sich dann nur auf einem 21. Platz zu Frieden geben mussten.

  14. Zunächst eine Vorabinformation: Die Eltern der Schüler betreiben in ihrem Heimatdorf schon seit langem eine sehr erfolgreiche eigene Schule, die wir uns in unserer Lehranstalt immer zum Vorbild genommen haben. Dort wird nahezu ausschließlich im Dialekt des Dorfes unterrichtet und der jeweilige Meisterschüler des Jahrgangs wird anschließend zur Weiterbildung in unsere Finalklasse überstellt, wo dieser in der Regel auch gute Noten mit nach Hause bringt.

    Warum der nette, etwas brave letztjährige Schüler die Klasse nicht wiederholen durfte, obwohl zu Hause sogar die Spatzen seine Abschlussarbeit von den Dächern und Balkonen pfiffen, wurde uns nicht mitgeteilt.

    Dieses Jahr schickt die Schule eine Gruppe von Schülern zu uns, die im Unterricht recht aufgeweckt sind und den Lärm machen, von dem der letztjährige Schüler geschrieben hat. Ihre Abschlussarbeit in Sozialkunde über zivilen Ungehorsam ist sehr wortreich, zwar nicht allzu originell, aber sehr solide und mit Verve umgesetzt.

    Einige Lehrer haben sich über die sehr unverblümte Wortwahl in der Arbeit regelrecht echauffiert (ein Beispiel daraus: „Ihr könnt mir mal im Mondschein begegnen!“) und leider durchgesetzt, dass die Schüler diese nochmal in einer entschärften Version abgeben mussten. Viele Lehrer im Kollegium missbilligen dieses Vorgehen auf das Schärfste, da sie im Verhalten der Kollegen eine völlig unangebrachte Zensurmaßnahme sehen, die zudem die Tiefe der Arbeit verwässert.
    Unter anderem durch diesen Streit sieht das Kollegium die Schüler dieses Jahr bei der Benotung nicht ganz soweit vorne wie einige andere.

  15. Italien liefert wieder ab… Es hat ein wenig gedauert, bis ich zu dieser Glamrocknummer Zugang gefunden habe. Aber das hat schon Klasse, auch anders als der finnische Beitrag.Ist wohl die neue Hymne der Jugend.

    Ich werte mit 7,5 von 10 Punkten (2018 und 2019 war Italien meine jeweilige Nummer eins)

    Mein Tipp. Top 10 im Finale

  16. In der Studioversion finde ich den Song mittlerweile recht melodisch, aber insgesamt ist es dann einfach nicht mein Genre. Waren AWS aber auch nicht, ich fands schlimm, aber ich freue mich für jeden Fan von Rock oder Metal oder whatever 😀 Finnland ist auch für mich massentauglicher.

    4/10 und 34/39.
    2020: 6/10 und 29/41.

    Seit ihrer Rückkehr in meiner aktiven Fanzeit finde ich Nina Zilli 2012 ungeschlagen am Allerbesten, gefolgt von Francesco Gabbani 2017. Das sind für mich ganz typische charmante italienische Beiträge, die gleichzeitig modern und eingängig sind. Besonders Nina war gigantisch auf der Bühne mit ihren Backings. Seit 2018, wie vor ein paar Tagen schon erwähnt, mag ich Italien einfach nicht mehr. Ich möchte von der Art der Songs her wieder mehr an 2012 und 2017 anknüpfen 🙏🏻

  17. Dafür muss man die Italiener einfach lieben. Jedes Jahr senden sie ein komplett anderes Lied zum ESC. Die Songs haben nur eins gemeinsam, sie zeugen von höchster Qualität. In diesem Jahr sendet die RAI ein tolle Rocknummer. Man braucht zwar etwas um sich in das Lied einzuhören, aber vor allem die Bridge macht unglaublich viel Spaß. Da ich vermute, dass auch der finnische Rockbeitrag das Semi überleben wird, wird es im Finale zum Showdown zwischen diesen Songs kommen. Bei mir gibt es Platz 4 (Diodato schaffte es auf Platz 8), und bin mir sicher, dass Italia wieder in den Top 5 landen wird. Einen Sieg kann ich mir dagegen nicht vorstellen.

  18. Das Rezept, kein Rezept für den ESC zu haben, geht für Italien eigentlich fast immer auf. Italien geht ganz ungezwungen in den Bewerb, das macht sich immer bezahlt. Auch dieses Jahr werden sie mit dieser Einstellung wieder unter den Top 10 landen.

  19. Ich kann mich komplett Douze Points anschliessen, nur dass ich für diesen Song, sorry „zero points“ übrig habe. Da werde ich im Mai dann mal auf Silenzio schalten, IRAMA (wäre meine Wahl gewesen) einlegen und den Genuss von „Zitti E Buoni“ den zahreichen Rockfans überlassen😉. Italien gehört mit seinem San Remo Festival sonst regelmässig zu meinen ESC Lieblingsländern, in diesem Jahr rangiert es bei mir auf dem letzten Platz.

    • Kann hier nur zustimmen. Hätte liebend gerne Irama in Rotterdam gesehen.
      Auf dem letzten Platz ist „Zitti E Buoni“ bei mir allerdings nicht

  20. Es hat ein bisschen gedauert, aber inzwischen höre ich „Zitti E Buoni“ wirklich gerne. Bin mir ziemlich sicher, dass Måneskin einen sehr guten Auftritt hinlegen werden und Italien es damit mal wieder in die Top 10 schafft.

  21. Auch wenn Måneskin sich als Teil des Hofstaates ausgeben, sind sie dennoch vor allem eines: Verschwörer, die es auf Barbaras Thron abgesehen haben. Wie bereits 2019 lässt der italienische Beitrag den Rest des Teilnehmerfeldes leicht tantenhaft erscheinen, vor allem auch den finnischen Vorschlag, der ja stets mit einem Auge auf Tante Gertrud schielt. „Zitti e buoni“ klingt ehrlich und nicht auf den ESC hin komponiert. Es mag zwar kein Meisterwerk sein, aber es ist eben die Art Musik, die es auch jenseits des ESC in meine Playlist schaffen würde. Dafür gibt es von mir glamourös rumhopsende 9/12 Punkte.

  22. Ich bin eigentlich von Haus aus Rocker, hach ja damals. Schwelg. Deswegen freut es mich immer, wenn irgendwas mit E-Gitarren dabei ist, wie dieses Jahr.
    .
    Italien wird vor Finnland kommen, weil … die Welt ungerecht ist und … von Äusserlichkeiten bestimmt wird. Maneskin werden optisch total punkten, wie es beim San Remo ja auch war. Ihr Musikstil ist auch ganz ansprechend und halt relativ extravagant.
    .
    Deswegen potentieller Sieger.
    Top 3

  23. Puh, Italien ist normalerweise eines meiner Lieblingsländer beim ESC und ich würde ihnen einen Sieg ja echt wünschen, nur leider werde ich mit ihren Song dieses Jahr einfach nicht warm.

    Ich bin ja durchaus offen für Rock und der Song ist im Vergleich zum Anfang bei mir gestiegen, aber mir geht die Stimme des Sängers sehr auf den Keks. Ich mag ja raue Stimmen, aber hier habe ich das Bedürfnis ihm ne Packung Bonbons oder Lutschpastillen zu reichen, das klingt nicht wirklich gut.

    Insgesamt wird es auch dieses Jahr leider nichts mit einem Sieg, da Italien aber besonders aus Südeuropa (Spanien, Portugal,Malta, Griechenland,Zypern) immer gut bepunktet wird wird es denke ich auch dieses Jahr für die Top 10 reichen wird.

    Ich möchte aber dennoch positiv anmerken dass Italien beim ESC seinen eigenen Weg geht und sich nicht versucht irgendwelchen Trends anzubiedern.

  24. Ich weiß nicht warum, aber Song beißt bei mir nicht an. In meinen Palast ist Italien im Kerker. Ich denke sie belegen Platz 6 – 10.

  25. So viel Sexappeal – und das noch in Kombination mit so einem Klasse Rocksong!

    Meine absolute No1 – mille grazie Italia!

  26. Oft holen mich italienische Beträge bei ESC so gar nicht ab – diesmal ist es besonders schlimm – tja – ich scheine wohl nen altbackenen Geschmack zu haben – wohl ganz die berühmte Oma aus Moldau die immer gern rangezogen wird 😉 ….. Top5 wird es sicher werden …..

    • Manizha hat aber auch ein geiles Video bei der PreParty gehabt!
      (Jendrik fing erstaunlich gut an, auch wenn es mir dann zu sehr „Kindergeburtstag“ wurde. Aber wenn der Anfang des Auftrittes in Rotterdam in die Richtung gehen würde, fänd ich das schon gelungen)

    • lasse hat eben auch für russland gevotet – von allen,die wirklich gesungen haben mit abstand am besten!
      bei playback ganz klar die ukraine vorn aber man hat nur eine stimme.

  27. Ich finde, dass Italien momentan gnadenlos überschätzt wird. In welcher Welt soll das Chancen auf den Sieg haben? Machen wir uns doch nichts vor. Rock hat es sowieso schon schwer beim ESC. Seit Manga gab es keinen nennenswert erfolgreichen Rock-Song beim ESC mehr.
    Und dann auch noch dieser dreckige und super nieschige Rock?
    Diese Art von Musik höre ich in einem Fan-Contest dauerhaft, weil die jemand extrem abfeiert, aber auch da hat es sehr, sehr lange gedauert, die restlichen Leute für dafür zu sensibilisieren.
    Sorry. Ich sehe wenig bis gar kein Jury-Potential. Man erinnere sich nur, wie hart die Jury mit AWS umgegangen ist. Und die Zuschauer? Da könnte es mehr sein, doch gibt es hier einen anderen Beitrag, der Italien komplett die Show stehlen wird: Nämlich Finnland.
    Finnland ist sooooo viel massentauglicher als Italien. Wer Italien zu hart ist, wird sich stattdessen mit Finnland anfreunden können. Zudem haben die mehr Charisma und eine erkennnbare Melodie, um auch bei der Jury gut abschneiden zu können.
    Es gibt nichts, dass für Italien spricht, außer dass die Bubble diese Musik ganz plötzlich super geil findet, weil es zufällig aus Italien kommt.
    War der Beitrag aus 2014 nicht auch Rock und hatte Finnland in diesem Jahr nicht auch den besseren Rock Song gehabt? Und wo ist Italien nochmal gelandet? Hmm. Ich erkenne ein Muster.
    Platz 20 höchstens (und damit potenzielle schlechter als Deutschland). Mehr ist nicht drin.

    • Naja, es kann ja auch andersrum gelten: wem Finnland zu weich ist, entscheidet sich für Italien.
      Ich sehe zwar nicht, was beide Songs miteinander zu tun haben, aber muss ich ja auch nicht. Auch die AWS-Vergleiche verstehe ich nicht wirklich. Rock ist nicht gleich Rock.
      Ansonsten müsste man ja auch sagen „Schweiz und Frankreich bieten beide getragene Stücke auf Französisch an, die nehmen sich die Stimmen weg“ oder „Moldau und Aserbaidschan ist im Grunde das gleiche Lied“ – aber die Wahrheit: jeder Song wird da seine Fans finden. Und die Konkurrenz aus Finnland ist für Italien nicht größer als die aus Frankreich oder Deutschland.

      Zudem: es stimmt nicht nur die Bubble ab.
      Jeder, den ich kenne, der ESC nur dann einmal Jahr guckt um einen lustigen Abend zu haben, wird sagen: eher Italien als Moldau, Aserbaidschan oder Zypern oder wie sie so heißen.

      Die Bubble feiert Mainstream-Schweden-Pop ab, der Gelegenheitszuschauer wählt progressiver. Wie ein großer Geist einst sagte: ich erkenne ein Muster. 🙂

      • „wem Finnland zu weich ist, entscheidet sich für Italien“
        Wie schon gesagt halte ich Italien für nieschig, während Finnland massentauglicher ist. Klar gibt es auch welche, die einen harten Rock bevorzugen (wobei dann die Frage ist: Schauen die überhaupt ESC? Den ESC 2018 haben sie eher nicht gesehen), aber ich denke, dass sie stark in der Unterzahl sind. Und weicher Rock kam in den letzten Jahren besser an als harter Rock.

        „Auch die AWS-Vergleiche verstehe ich nicht wirklich. Rock ist nicht gleich Rock.“ Ich habe nicht gesagt, dass die Songs identisch sind. Ich habe lediglich in „dreickigen“ (AWS) und „massentauglichen“ (Manga) Rock unterschieden und meiner Meinung nach schneidet die eine Art wesentlich besser als die andere ab. Aber beides ist Rock. Natürlich ist es legitim, die Rock-Songs untereinander zu vergleichen. Würde man bei zwei Opern auch machen.

        „Zudem: es stimmt nicht nur die Bubble ab.“ Habe ich nie behauptet. Im Gegenteil. Ich habe das sogar als Grund herangezogen, dass Italien nicht gut abschneiden wird, da Italien momentan in der Bubble gehypt wird.

        „Jeder, den ich kenne, der ESC nur dann einmal Jahr guckt um einen lustigen Abend zu haben, wird sagen: eher Italien als Moldau, Aserbaidschan oder Zypern oder wie sie so heißen.“
        Zuerst sagst du, dass nicht nur die ESC-Bubble abstimmt, aber jetzt stimmt plötzlich ausschließlich die Andi-Bubble ab? Hä?

        „Die Bubble feiert Mainstream-Schweden-Pop ab, der Gelegenheitszuschauer wählt progressiver.“ Hat dir das auch deine Bubble gesagt? Und was heißt „progressiv“? Was ist, wenn für die Zuschauer Finnland schon „progressiv“ genug ist und Italien dann „zu progressiv“? Denn auch massentauglicher Rock kann für Oma Gertrude bereits zu heftig sein. Das allgemein eher schlechte Abschneiden von Rock-Songs, welches darauf zurückzufähren wäre, habe ich ja schon erwähnt. Und auch auf dem Blog kamen zu Finnland Kommentare, dass sie mit Rock nichts anzufangen wissen.
        Am Ende bin ich bei Finnland bin ich nicht so überzeugt und sehe bei Platz 10 eine Grenze, einfach weil Rock weniger gut ankommt. Aber für mich gibt es aktuell keinen Anlass zu vermuten, dass Italien besser als Finnland abschneiden wird.

      • Stand: Vor den Rehearsals. Die können einiges natürlich noch ändern, wobei ich sowohl bei Finnland als auch bei Italien wenig Veränderungen erwarte.

    • Du hast geschrieben, dass es nichts gibt aus deiner Sicht, was für Italien spricht.
      Dagegen argumentierte ich.

      Den Hype, den es laut dir in der Bubble um Italien gibt, erkenne ich nicht. Ganz im Gegenteil: es gibt hier immer noch doch einige, die mit Italien (und Finnland) nix anfangen können.
      Ich bleibe daher bei meiner These: die Bubble begeistert sich für Mainstream-Pop und eher nicht so sehr für progressive Sachen. Deswegen glaube ich, dass Italien bei Gelegenheitszuschauern eher gut abschneidet und da Punkte machen wird.
      Unter anderem auch, weil ich solche Leute zuhauf kenne. Die schalten beim ESC mal rein, interessieren sich vorher nicht die Bohne, wissen auch nicht, wer für Schland antritt. Die lachen sich kaputt über sowas buntes und trashiges. Und ja, ich hab einige Freunde, die Gelegenheitsgucker sind, die definitiv eher Rock hören. Natürlch wählen die eher Italien als Zypern.
      Du kannst es gern eine Andi-Bubble nennen, aber ich glaube, dass ich mit meiner These, dass es viele dieser Gelegenheitszuschauer gibt, nicht ganz falsch liege.

      Du hast aber recht: 2018 waren die nicht da odr haben nicht gevotet. Aber das heißt nicht, dass es 2021 auch so laufen muss.

      • Doch Italien ist in der Bubble beliebt. Das zeigt sich in der App, wo Italien momentan Platz 6 belegt. Finnland ist „nur“ auf Platz 9. Und ja, ich würde die App als repräsentativ für die Bubble bezeichnen, da sich das mit den Toplisten auf Youtube, die ich gesehen habe, immer gut deckt.

        Bei der Affinität der Bubble zu mainstream Pop würde ich teilweise zustimmen – besonders was Uptempo-Songs von Frauen betrifft – bezweifle aber, dass die Gelegenheitszuschauer großartig anders ticken in deser Hinsicht. Aber das ist eigentlich auch nicht wichtig, denn Italien kommt ja trotzdem gut an.

        Da ist es auch nicht wichtig, wie viele Freunde du kennst, die so oder so abstimmen würden, denn in der Menge ist das trotzdem eine zu kleine Anzahl, um auf ganz Europa zu schließen. Stichwort Repräsentativität.
        Ich kann genauso sagen „Alle meine Bekannten finden Mazedonien richtig geil, also wird Mazedonien gut abschneiden.“ Ist genauso wenig aussagend, weil meine Bekannten nicht Europa sind.
        War das nicht bei einem Blogger sogar der Fall?

        Eigentlich erübrigt sich die ganze Diskussion um die Bekannten ja sowieso, weil Italien in der Bubble beliebt ist und deine These „schlecht in der Bubble, gut bei Gelegenheitszuschauern“ eh nicht mehr zutrifft.
        Nazürlich kann Italien auch in beiden Gruppen beliebt sein – eine gewisse Korrelation Bubble/Televotes würde ich zugestehen – allerdings habe ich ja schon begründet, warum ich aktuell davon nicht ausgehe.

      • 1. Was ist „progressive Musik“?
        2. Was macht Glamrock besonders „progressiv“? Zumindest fiel hier im Zusammenhang mit dem italienischen Beitrag öfters mal der Ausdruck „Glamrock“. Das war doch eine Musikrichtung der 70er mit T-Rex, Gary Glitter etc.
        3. Ich weiß, es gab auch mal eine Musikrichtung, die nannte sich „Progressive Rock“. Mal ganz abgesehen davon, dass ich dies für eine ziemlich anmaßende Namensgebung halte, heißt das nicht auch, dass Rockmusik im Allgemeinen, zumindest von diesen „Progressive Rockern“, als eher nicht so „progressiv“ empfunden wird?

      • Progressive Musik, ist Musik, die neue Wege geht. Progressive Rock war in den Sechzigern&Siebzigern eine Musikrichtung, bei der Rock mit untypischen balladesken, Synthesischen oder orchestralen Elementen gemischt worden ist. Entstanden sind viele der besten Songs aller Zeiten

      • @Thomas M. (mit Punkt)
        also im gesamtkontext bzw. historie des ESC ist glamrock als stilmittel schon verdammt progressiv.
        außerhalb davon gelten natürlich andere maßstäbe – ich empfand z.b. in den 90igern tool und nine inch nails als ausgesprochen progressiv – danach dann anfang der 00er system of the down.
        auch faith no more und red hot chilli peppers empfand ich anfang der 90iger als ausgesprochen progressiv.

      • @Tobiz:
        Okay, ich konstatiere, dass ich wohl doch nicht zur Bubble gehöre, weil ich nichtmal weiß, von welcher App du sprichst. 🙂
        Und nein, natürlich schließe ich nicht von meinem Bekanntenkreis auf alles andere. Keine Sorge, ich weiß, was „repräsentativ“ bedeutet. Ich bleibe trotzdem bei meiner These, dass Italien bei den Gelegenheitszuschauer besser ankommt als bei Hardcore-Fans. Auch wenn mich offenbar eine App, die ich nicht kenne, erstmal widerlegt…

        @Thomas M.:
        Wie lasse schon sagte: ich würde das im Gesamtkontext sehen. Da ist eine Rocknummer schon etwas, was mit den Hörgewohnheiten vieler ESC-Fans bricht. Für den „normalen“ Zuschauer, der auch so gerne Rock hört, wird das vielleicht per se nicht weiter progressiv sein. Aber bei einem ESC werden das viele so erstmal nicht erwarten.

      • Danke für Erläuterungen, das ist echt nett! Vielleicht noch ganz kurz zu dem Brechen von Hörerwartungen: Dann wäre ein Auftritt von z.B. Atlantis 2000 beim Metal-Festival von Wacken aber schon auch progressiv?

  28. Was mir an Maneskin gefällt ist, dass sie eine absolut authentische Band sind. 3 der Mitglieder kennen sich aus der Schule und haben als sie ca. 15 Jahre alt waren die Band gegründet. Der Schlagzeuger Ethan kam dann noch über einen Facebook Aufruf dazu. Sie schreiben alle ihre Lieder selbst und versuchen gar nicht erst den Massengeschmack zu treffen. So auch bei Sanremo – Maneskin haben einfach ihr Ding gemacht und damit überraschend gewonnen. In Italien sind sie seit 3 Jahren super erfolgreich mit dieser Musik, mal schauen wie das in Europa ankommt. Die Bandmitglieder sind mit 20 bis 22 Jahre ja immer noch alle extrem jung.

    Ich denke das wird ein erneutes Top 5 Ergebnis für Italien.

  29. Für mich ist der beste italienische Beitrag ever „I treni di Tozeur“. Es war eine Schande das ausgerechnet eine Jury Diggy Loo , vor Ihnen plazierte

  30. Wie fast immer bei Italien absolut top, zumal in einem Genre, das nicht unbedingt mit dem Land assoziiert wird. Wäre mein Geheimtipp, wenn ich wetten würde, fürchte aber, das einige Televoter vom Look und Stil abgeschreckt werden könnten und die Juries grundsätzlich anti-italienisch sind. Zusammen mit Litauen der modernste und ESC-musikalisch radikalste Beitrag im Finale dieses Jahr (LTV passt auch in die Kategorie, wird aber selbst für mich so anstrengend wie Jendrik nach 10 Sekunden).

  31. In meiner ESC Burg ist Italien im Bzrghof. Die 4 Prinzessinnen und Prinzen aus der sonnigen Südprovinz sind in der Waffenschmiede. Da der Schmied nicht auffindbar ist versuchen die 4 selbst schöne Schwerter und Schilde herzustellen was aber nur in Lärm ausartet.

    Ich mag kein Indie. Rock ja aber Indie hab ich noch nie gemocht. Ich mag italienisch und Rock aber irgendwie werde ich mit Måneskin nicht warm. Sorry

  32. Bei manchen Kommentaren hatte ich das Gefühl, ich wäre zurück in den Sechzigern, als Rockmusik als jugendschädigend verpönt worden ist. Alleine dafür hoffe ich, dass Maneskin vorne landen, auch wenn ich persönlich den Song leider nicht so stark finde, Punk ist nicht meins. Da wäre mir Glam Rock lieber gewesen, aber dennoch kann ich mir sowohl einen Jurysieg als einen Televotesieg vorstellen. Kann aber auch leider ein Emma Marone Ergebnis werden. Getippt habe ich auf 6-10.
    Ach ja, man kann sowohl Hardrock als auch Discofoxschlager gern hören, mache ich seit meiner Kindheit^^

    • Und ich fühle mich zurück in den 80ern, als Radiomoderatoren immer mal wieder über Synthiemusik die Nase rümpften („was würde wohl passieren, wenn man denen den Stecker rausziehen würde“) und erklärten, dass doch nichts über echten, handgemachten Rock ginge. Wobei, würde das Ziehen des Steckers nicht auch das Aus für die E-Gitarre bedeuten? Das wäre in der Tat ein Traum 🙂

      • Du weißt doch, dass ich auch die Synthesizermusik der 80er und früher später genauso schätze^^
        Manche Kommentare hatten hier nichts mehr mit persönlichen Geschmack zu tun, sondern waren beleidigt, dass das so gut ankommt

      • Mist, Du hast mich durchschaut 😉 Aber in Momenten, in denen man kurz mal das Gefühl bekommt, dass das Chanson-Festival, das einem in seiner Jugend Schutz und Zuflucht vor dieser schrecklichen Rock-Musik geboten hat und das man als die Anti-Rock-Veranstaltung schlechthin lieben gelernt hat, dass also dieses Chanson-Festival (oder auch dieser „Schlager-Grand-Prix“ 🙂 ) sich auf dem Weg zur Heimstätte aller Rockfans befindet, darf man auch mal kurz beleidigt sein, natürlich nur kurz, immer im Bewusstsein, dass das alles völlig irrationale Gefühlsblitze sind 😉

        Und dass Du Synthie-Musik magst, weiß ich sehr zu schätzen!

  33. OGAE Germany berichtet wieder ab dem 8.Mai aus Rotterdam von den Proben! Eine sehr schöne Nachricht. Freue mich schon sehr darauf 😀.

  34. Das „Schutz und Zuflucht vor dieser schrecklichen Musik“ hätte schon oben in Anführungszeichen bzw. mit einem weiteren Zwinkersmiley versehen gehört, wobei es so ganz falsch nicht ist, nur sehr stark übertrieben 🙂

  35. Ich hoffe die Wettquoten bleiben bis zum Finale so gut für Italien.
    Dann werde ich nämlich einige Wetten gegen Maneskin abgeben.
    Kann mir absolut nicht vorstellen, dass sie von der Jury auch nur annähernd in die Top10 kommen.
    Mit dieser nischigen Nummer und der doch recht dürftigen Stimme wird eine Fachjury wohl ähnliche Bewertungen wie bei AWS geben. (Platz 20)
    Beim Publikum wirds besser laufen, aber da gibts ein anderes Problem, und das nennt sich Blind Channel.
    Denn die Rockfans werden sich nicht nur für die italienische Band, sondern für die eingängigere Konkurrenz aus Finnland entscheiden.
    Insofern wirds für beide schwer, beim Televoting in die Top5 zu kommen.
    Zusammengerechnet wird „Zitti e buoni“ also irgendwo zwischen Platz 8- 15 landen.

  36. Ich hab jetzt endlich die komplette CD und alle 39 Songs gehört und muss sagen, dass ich Italien, Russland und die Ukraine am fürchterlichsten fand. Das ist alles überhaupt nicht meine Musik. Wobei man die Ukraine nach 2 Minuten eigentlich sogar ausschalten muss, weil einem dieses Gekreische den letzten Nerv raubt.
    Aber ich toleriere durchaus, dass das seine Liebhaber findet. Für mich willkommene Pinkelpausen! 😂

  37. schon erstaunlich,wie sich bei italien hier vorwiegend die kritiker abarbeiten,obwohl das voting in eine ganz andere richtung geht – ihr seid doch verkappte finnen – gebt es zu! 😀

  38. Na da hauen die Italiener einen raus. Ja, ist mal etwas anderes aus dem Land der romantischen und melodischen Musik, für mich ein kleiner Schock. Es ist nicht so das ich keine Hardrock Musik mag. Linkin Park, King of Lion, Foo Fighters, Rammstein etc. Höre ich gelegentlich und auch gerne mal. Musikalisch ist diese Glamrock Nummer keine Offenbarung. Gefühlt hundertmal wird die Titelzeile wiederholt….langweilig. Muss ich die Nummer jetzt gut finden weil so ein Song noch nie dabei war? Noch nie aus Italien dabei war? So großen Zuspruch hat nach Downloads und Wettquoten? Nöööö. Ich wäre sehr überrascht wenn es hier einen durchschlagenden Erfolg gibt. Irgendwo um die Platzierung 10 sehe ich den Song.

  39. Heute haben die INFE-Clubs aus Moldawien und Tschechien ihre Wertungen für die Umfrage veröffentlicht und bei letzteren gab es eine Sensation:

    https://eurovoix.com/2021/04/26/infe-poll-2021-moldova-czech-republic/

    Ich weiß nicht, ob in Tschechien Karneval gefeiert wird, aber Deutschland hat überraschend Punkte (aus Mitleid wohlgemerkt) bekommen.

    Auch OGAE Australien hat seine Wertung bekanntgegeben und für Italien gab es leider nur zwei Punkte:

    https://eurovoix.com/2021/04/26/ogae-australia-ogae-poll-2021/

    Hier ging der deutsche Beitrag erwartungsgemäß leer aus.

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