ESC-Songcheck kompakt (33) – Schweiz: „Tout l’univers“ von Gjon’s Tears

Foto: Instagram @gjon.s_tears

Gjon’s Tears sollte die Schweiz eigentlich mit „Répondez-moi“ beim ESC 2020 in Rotterdam vertreten und hatte sich vor der Absage zu einem echten Favoriten auf den Sieg gemausert. So war es keine Überraschung, dass der Schweizer Sender SRF an dem jungen Sänger aus Fribourg festhielt und bereits im März 2020 verkündet wurde, dass Gjon das Land auch 2021 vertreten würde.

Gjon arbeitete daraufhin mit unterschiedlichen Komponisten, Textern und Produzenten zusammen, um den – wie er es selbst formulierte – schönsten Song zu schreiben. In einem Schweizer Songcamp waren schließlich 13 potenzielle ESC-Beiträge entstanden, die in der Schweiz und ganz Europa produziert wurden. Diese wurden von zwei Jurys bewertet, die in der Besetzung vergleichbar wie in Deutschland waren: es wurde ein 100-köpfiges Zuschauer-Panel und eine 20-köpfige internationale Expertenjury eingesetzt. Das genaue Verfahren haben wir hier beschrieben. Die Wahl der Jurys fiel auf das Lied „Tout l’univers“, welches am 10. März auf dem YouTube-Kanal von Eurovision.tv seine Premiere feierte.

Gjon’s Tears, der „bürgerlich“ Gjon Muharremaj heißt und albanisch-kosovarische Wurzeln hat, kommt aus Broc im Kanton Fribourg. Sein Künstlername Gjon’s Tears beruht auf einer Kindheitserfahrung: Als Neunjähriger bewegte er seinen Großvater mit einer Darbietung von Elvis Presleys „Can’t Help Falling in Love“ zu Tränen. Erfahrung und Bekanntheit erwarb er durch verschiedene internationale Talentscoutingformate in unterschiedlichen Ländern: 2011 wurde er bei „Albania’s Got Talent“ Dritter, ein Jahr später erreichte er bei „Die grössten Schweizer Talente“ das Halbfinale. Danach folgte eine mediale Pause, in der Gjon am Musikkonservatorium klassischen Gesang studierte, jodelte und indischen sowie chinesischen Gesang lernte. 2019 erfolgte eine weitere Casting-Show-Teilnahme: bei der französischen Adaption von „The Voice“ 2019 erreichte er im Team von Mika das Halbfinale.

Der Song

Gjon hat „Tout l’univers“ im Schweizer Songwriting Camp gemeinsam mit Wouter Hardy, Nina Sampermans und Xavier Michel geschrieben. Wouter Hardy gehört zum Songwriter-Team des letzten ESC-Siegertitels „Arcade“, Nina Sampermans schrieb am belgischen Beitrags „Would you?“ von Iris mit, Xavier Michel hat auch schon an Gjons Vorjahrestitel „Réspondez-moi“ mitgewirkt. Die Ursprungsversion des Songs war auf English und trug den Titel „Ground Zero“. Weil die Jurys jedoch die französische Version bevorzugten, wird Gjon uns in Rotterdam „Tout l’univers“ präsentieren.

Übersetzt heißt „Tout l’univers“ „Das ganze Universum“. Im vollständig auf Französisch gehaltenen Text beschreibt Gjon, dass man, trotz des Gefühls von Zerrissenheit und Gebrochenheit und trotz einer in sich zusammenfallenden, explodierenden Welt um sich herum, nie die Hoffnung auf Liebe verlieren soll. Auch in dieser Situation können sich zwei Herzen finden und so kann Heilung einsetzen.

Der Song beginnt sehr ruhig und klassisch mit einem Klavierintro und steigert sich dann immer weiter: Streicher, Trommeln und ein moderner Beat kommen hinzu und der Track „explodiert“ musikalisch zum Ende hin. Durch die Mischung aus klassischer Instrumentierung, modernen Soundeffekten und Gjons eindringlicher Falsettstimme wird eine ganz eigenen Klangwelt erzeugt.

Der Check

Song: 4/5 Punkte
Stimme: 5/5 Punkte
Instant-Appeal: 3/5 Punkte
Optik: 3/5 Punkte

Benny: Gjon hat im vergangenen Jahr sehr stark vorgelegt und das Kunststück geschafft, dieses hohe Niveau auch 2021 zu halten. Der Song ist wieder sehr intensiv und wird im Mai sicherlich viele Menschen berühren. Ich bin trotzdem überrascht, wie stark der Song gehypt wird und glaube aktuell (noch) nicht an einen Sieg in Rotterdam – lasse mich aber gerne von der ersten Probe eines Besseren belehren. 12 Punkte.

Berenike: Ich habe bei „Tout l’univers“ die ganze Zeit das Gefühl, dass bei mir „der Knoten kurz davor ist zu platzen“. Ich mag den schweizerischen Beitrag, er ist sehr intensiv und zeichnet sich durch eine gelungene Mischung aus klassisch und modern aus. Und ein Freund von Falsett bin ich generell. Trotzdem connecte ich emotional nicht so intensiv wie ich es erwarten würde. Vorerst 8 Punkte.

Douze Points: Es ist scheint nunmehr jedes Jahr einen Beitrag zu geben, bei dem ich mich selbst zitieren kann: „Selbstmitleidiges Kopfstimmen-Gewimmer zu einem bisweilen modernen Sound“. Das habe ich sowohl 2019 zu „Arcade“ geschrieben als auch letztes Jahr zu „Répondez-moi“. Allerdings finde ich den Refrain in diesem Jahr kraftvoller und massenkompatibler. Daher gebe ich wohlwollende 4 Punkte.

Florian: Wie im letzten Jahr liefert Gjon’s Tears eine qualitativ hochwertige Nummer, die seine gesamten stimmlichen Qualitäten zur Schau stellt. Seine ausgefallene Stimme gepaart mit der Dramaturgie könnte ihn nicht nur ins Universum abheben lassen, sondern womöglich auch von der restlichen Konkurrenz. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die objektive Qualität des Songs nicht nur bei den Jurys zu Höchstwertungen führen wird und bin wirklich gespannt, ob die Schweiz den Wettquoten gerecht wird – für unsere Nachbarn würde mich das sehr freuen und es wäre doch ein schönes Bild, wenn sie nach dem Sieg mit Céline Dion wieder auf Französisch den ESC gewinnen würden. 8 Punkte.

Manu: Ich hatte in meinem Kommentar unter dem russischen Songcheck geschrieben, dass ich je zweimal die 10 und die 12 Punkte verteilen würde. Heute muss ich das allerdings revidieren. „Tout l’Univers“ beginnt einfach wundervoll, besitzt eine tolle Dynamik und trifft mitten in mein Herz – und auch wenn seine Kopfstimme im Laufe des Liedes manchmal an meiner Belastungsgrenze schrammt, gefällt mir das musikalisch noch besser als sein Beitrag aus dem letzten Jahr. Der Sieg in diesem Jahr wird nur über Gjon gehen, das einzige was mich skeptisch macht, ist, dass „Tout l’Univers“ in ähnlichem musikalischen Gefilde beheimatet ist wie „Arcade“. 12 Punkte.

Max: Ja, ein Titelanwärter. Eine schöne, atmosphärische Ballade gepaart mit Gjons besonderer Stimme. „Tout l’Univers“ hat für mich die besseren Strophen als „Respondez moi“, der letztjährige Beitrag gefiel mir jedoch im Gesamten besser. Nichtsdestotrotz hat die Schweiz in den vergangenen Jahren einen guten Weg eingeschlagen, um beim ESC wieder vorne zu landen. Davon können sich andere Länder eine Scheibe abschneiden. Mein persönlicher Favorit ist der Beitrag nicht, obwohl er in meinem persönlichen Ranking gestiegen ist. Natürlich kommt das ins Finale. 7 Punkte.

Peter: Gjon bleibt sich treu und die Bubble läuft über. Eurovision at it’s best, kraftvoll, dramatisch, emotional, intelligent, aufregend! Der epische Spannungsbogen von „Tout l‘Univers“ ist fantastisch, Gjon stimmlich Champions League. Nur der Autounfall im Video ist überflüssig (too much für mich). 12 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 63/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „Tout l’univers“ auf Platz 3 von 39.

Wie schneidet der Schweizer Beitrag "Tout l'univers" von Gjon's Tears ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse
(7) Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Zweite Hälfte des ersten Semis

(8) Aserbaidschan: „Mata Hari“ von Efendi
(9) Belgien: „The Wrong Place“ von Hooverphonic
(10) Israel: „Set Me Free“ von Eden Alene
(11) Kroatien: „Tick-Tock“ von Albina
(12) Malta: „Je Me Casse“ von Destiny
(13) Norwegen: „Fallen Angel“ von TIX
(14) Rumänien: „Amnesia“ von Roxen
(15) Ukraine: „SHUM“ von Go_A
(16) Zypern: „El Diablo“ von Elena Tsagrinou

Zwischenstand nach dem ersten Halbfinale

Erste Hälfte des zweiten Semis

(17) Estland: „The Lucky One“ von Uku Suviste
(18) Griechenland: „Last Dance“ von Stefania
(19) Island: „10 Years“ von Daði og Gagnamagnið
(20) Moldau: „Sugar“ von Natalia Gordienko
(21) Österreich: „Amen“ von Vincent Bueno
(22) Polen: „The Ride“ von RAFAŁ
(23) San Marino: „Adrenalina“ von Senhit
(24) Serbien: „Loco Loco“ von Hurricane
(25) Tschechien: „Omaga“ von Benny Cristo

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(26) Albanien: „Karma“ von Anxhela Peristeri
(27) Bulgarien: „growing up is getting old“ von VICTORIA
(28) Dänemark: „Øve os på hinanden“ von Fyr & Flamme
(29) Finnland: „Dark Side“ von Blind Channel
(30) Georgien: „You“ von Tornike Kipiani
(31) Lettland: „The Moon Is Rising“ von Samanta Tīna
(32) Portugal: „Love Is On My Side“ von The Black Mamba


87 Kommentare

  1. Für mich der mögliche Sieger des ESC in diesem Jahr! Ein toller Spng, der ganz vornr mitspielen wird!

    Welche Scherzkekse haben „Bleibt im Halbfinale hängen“ ausgewählt?

  2. Nicht zu Unrecht einer der großen Favoriten – könnte möglicherweise noch den vierten Platz von Luca Hänni übertreffen und Französisch als Gesangssprache erneut etablieren (würde mich freuen)

    Von mir gibt es 8 von 10 Punkten. Sein letztjähriger Beitrag war noch stärker, die Kopfstimme ist aber wohl nicht jedermanns Geschmack.

  3. Ist sicherlich verdient im Favoritenkreis. Mir hat der letztjährige Song besser gefallen, vor allem hat er mich mehr berührt. Beim diesjährigen Song nervt mich seine hohe Stimme relativ rasch. Ich wünsche mir sehr, dass die Schweiz gewinnt, aber ich kann nicht ganz daran glauben. Ich glaube, der Song ist zu kompliziert und er ist augenscheinlich an den letzten Gewinnersong herankomponiert worden, das wird normalerweise nicht belohnt. Top 5 ist aber sehr realistisch.

  4. Wenn Gjon Live nicht völlig danebenlangt wird das sicher Top Fünf werden. Ob der Song dieses Jahr gewinnen kann, weiß ich aber nicht. Vielleicht wollen nicht genug Leute eine Falsettballade mit modernem Anstrich, aber zum Glück explodiert der Song gegen Ende und unterscheidet sich deutlicher von „Arcade“ als so mancher Kritiker des Songs es empfindet. Im Juryvoting sicher 1-3, wenn es im Televoting funktioniert klarer Siegkandidat.
    Persönlich bin ich froh, dass sich „Tout l´univers“ doch deutlich von „Repondez Moi“ unterscheidet, auch wenn er mich nicht ganz so sehr ergreift, aber die Wall of Sound am Ende ist schon beeindruckend umgesetzt, im Gegensatz zum Musikvideo (womit die Schweiz aber nicht allein ist)

  5. Zunächst mal: das Musikvideo ist unterirdisch. Autounfälle irgendwie künstlerisch zu verarbeiten geht gar nicht. (Gab es da nicht letztes oder vorletztes Jahr schonmal sowas? Meine, mich dunkel erinnern zu können.) Ist aber vor allem was Persönliches.

    Das Lied ist wunderbar. Gjon ist wunderbar. Ich mag solche Stimmen, liebe auch die Songs von Michael Schulte, wo er richtig auspackt. Und ja, ich weiß, gleich kommt wieder der ein oder andre, der von Gewimmer, Gejaule oder sonstwas schreibt. Wer so argumentiert, sollte sich vielleicht mit anderen Dingen beschäftigen als mit Musik.

    Die Schweiz wird den ESC gewinnen und wir sehen uns nächstes Jahr in Bern oder Basel.

      • Du, ich bin einer der größten Schulte-Fans überhaupt und war auf ca. 50 Konzerten. Ich glaub, ich kann mir da eine Meinung bilden und darf diese dann auch äußern. Musikalisch – stimmlich – das alles ist schon recht ähnlich.

    • Also bitte, natürlich kann man Autounfälle künstlerisch verarbeiten. (Die Frage ist dann natürlich, wie gelungen das jeweils ist.) Das ist doch keine Situation wie die von „Nach Auschwitz darf man keine Gedichte mehr schreiben“. Soll es nur noch Musikvideos mit rosa Plüsch-Einhörnern geben?

      • Liebe Mareike,
        ich schrieb doch: es ist was Persönliches. Kannst du das so hinnehmen, dass ich durch persönliche Erfahrungen und Schicksalsschläge nach Autounfällen etwas sensibler darauf reagiere, wenn es für die Kunst benutzt wird, um eine Seelenlage darzustellen, die man auch anders künstlerisch realisieren kann oder möchtest du, dass ich ins Detail gehe?
        Aber klar: besser nochmal die Auschwitz-Keule rausholen. Meine Güte.

    • Einen Autounfall in der Inszenierung gab es bei Australia Decides 2020, bei Vanessa Amorosi – keine Ahnung, ob du das meinst.

  6. Das ist (natürlich) wieder genauso bestechend wie letztes Jahr. Gjon ist großartig und, wenn ich das im Moment richtig überblicke, bis auf Spanien auch der Einzige, der diese Sparte bedient. Und sorry, verglichen mit Blas (siehe später dort) spielt er dann doch in einer ganz anderen Liga. Das wird ganz weit nach vorne kommen. Top 5 halte ich für sicher, ob es für den Sieg tatsächlich reicht, weiß ich nicht. Ich würde es ihm sehr gönnen, favorisiere aber im Moment eher die Leute mit den gelben Klamotten.

  7. Bislang nach Litauen der Beitrag, der hier am wenigsten Mißfallen auslöst.

    So, das zweite Semifinale ist komplett. Meine Tipps kommen später. Hier erstmal meine Rangliste.

    1. Albanien 9/10
    2. Finnland 8,5/10
    3. Schweiz 8/10
    4. San Marino 7,5/10
    5. Bulgarien 7/10
    6. Dänemark 6,5/10
    7. Serbien 6/10
    8. Island 5,5/10
    9. Georgien 5/10
    10. Lettland 4,5/10
    11. Tschechien 4/10
    12. Griechenland 3,5/10
    13. Österreich 3/10
    14. Portugal 2,5/10
    15. Estland 2/10
    16. Moldau 1/10
    17. Polen 0/10

  8. Ich schließe mich hier vollkommen der Meinung von Douze Points an. Derartiger Winsel-Pop war noch nie mein Geschmack. Einzig ein vielleicht kommender Disco-Remix von der Nummer könnte mich damit noch versöhnen.

      • Naja, Zypern mag ich so als Guilty Pleasure ja auch. Aber ja, bei DP weiß man: sobald es musikalisch etwas subversiver wird, isser raus. Was man nicht im Euroclub auflegen kann und von Schweden produziert wurde, ist erstmal nix. 🙂

      • „Was man nicht im Euroclub auflegen kann und von Schweden produziert wurde, ist erstmal nix.“

        Mir ist leider nicht ganz klar, was jetzt „nix“ ist.

        Meinst Du:
        Von Schweden produzierte Songs, die man nicht im Euroclub auflegen kann, sind nix
        oder meinst Du:
        Songs, die nicht von Schweden produziert wurden und die man nicht im Euroclub auflegen kann, sind nix?

      • @Thomas M.
        Ich versuch es anders:
        DP findet mMn alles gut, was von Schweden produziert ist und/oder was man im Euroclub auflegen kann.
        Und ja, das ist überspitzt formuliert.

      • Danke, also war die untere Version richtig 🙂 Und dass Du das nicht wortwörtlich gemeint hast, war mir klar, schließlich würdest Du ja Douze Points seine Wertung und Meinung nicht absprechen wollen.

      • Diese kleine Spitze hab ich verstanden. 🙂

        Nee, will ich natürlich nicht. Es ging nur um die Berechenbarkeit. Vielleicht alles nicht so ganz ernstnehmen. Hilft in der Regel. 🙂

      • Mach‘ ich 😉 Tut mir leid, ich bin heute ein bisschen in Spitzenverteilstimmung, aber jetzt bin ich ruhig 🙂

    • Uiii, das ist ja dieses Mal besonders spannend! Ich liebe die Reaction Videos, danke, dass Du die hier verlinkst! An dem Video mit allem drum und dran hätte man sich noch stundenlang abarbeiten können. Echt schade, dass Consi dieses Jahr nicht dabei ist. Was hätte der daraus gemacht!?!

  9. Toller Song. Ist auch eingängiger als „repondez moi“, auch wenn der mich mehr berührt hat.
    Live wird er das extrem gut abliefern und bei den Jurys punkten können.

    Wenn das keine Top 5 am Ende gibt fress ich nen Besen.

  10. Der ruhige und etwas schüchtern wirkende Klassenwiederholer arbeitet mit Eifer und Können im Unterricht mit. In seiner diesjährigen Abschlussarbeit verhandelt er nichts Geringeres als das gesamte Universum einschließlich des Lebens nach dem Tod. Dadurch wirkt die Arbeit etwas melodramatisch, ist aber dennoch sehr fundiert und mit großem Können ausgeführt. Dass sie im Dialekt des Dorfes, in dem der Sänger geboren wurde und lebt, geschrieben ist, kommt der Arbeit zusätzlich zupass.

    Ein Vorrücken in die Finalklasse wird selbstverständlich befürwortet, aber das Lehrerkollegium hat etwas Bedenken, dass der Schüler die von vielen erwartete Rolle des Klassenprimus nicht erfüllen kann (obwohl seine Abschlussarbeit wie dafür gefordert einen französischen Titel trägt), da er bei mündlichen Prüfungen leider dazu neigt, bei schwierigen Fragen das Gesicht zu verziehen, und diese Grimassen die Lehrer doch immer sehr irritieren.

  11. In nur einem Jahr vom Thronsaal in den Gesindetrakt, so schnell kann es gehen. 🙁 Außerdem ist es an dieser Stelle Zeit für einen Offenbarungseid: Ich habe keine Ahnung, warum mir „Répondez-moi“ außerordentlich gut gefallen hat, während mich „Tout l’univers“ total kalt lässt. Vielleicht ist mein Leben (oder meine Burg) einfach zu klein, um Platz für zwei solch existentielle Kunstwerke (oder Jammerballaden, je nach Perspektive …) zu bieten; vielleicht hat aber auch „Suus“ 2012 bereits so viel Platz beansprucht, dass sich kein drittes Lied in die Schatzkammer für existentiellen Kummer zwängen konnte. Wer weiß. Eigentlich sind alle Zutaten da, auf die ich normalerweise anspringe, aber unverständlicherweise gibt es von mir lediglich leicht generve 5/12 Punkte.

    • „Ich habe keine Ahnung, warum mir „Répondez-moi“ außerordentlich gut gefallen hat, während mich „Tout l’univers“ total kalt lässt.“ Genau das Gleiche empfinde ich auch.

  12. Die Schweiz ist in meiner ESC Burg in der Tafelrunde. Dort ist der Prinz aus der Bergprovinz am heulen weil er nicht in den Thronsaal darf wo er seiner Meinung unbedingt sein sollte. Zumindest denken das die Ritter die seine Sprache nicht verstehen und seine Grimassen missdeuten. Im Thronsaal bekommt man die Krise weil man befürchtet das er sogar den Thron besteigen kann.

    Die Schweiz hat schon ein gutes Lied und Gjon singt wie von einer anderen Welt. Jedoch geht das Lied mir nicht so ins Ohr wie Repondez moi

  13. „Tout l’univers“ ist eines der überbewertetsten Lieder in der ESC-Geschichte. Ein billiger Abklatsch von Arcade. In den Top 5 wird es vermutlich landen, aber einen Sieg kann / will ich mir nicht vorstellen. Dennoch würde ich es der Schweiz natürlich gönnen und mich darüber freuen, wenn sie endlich mal wieder den ESC gewinnen.

    • Der ESC musste viele billige Abklatsch ertragen, dieses Jahr unter anderem aus Zypern und Aserbaidschan. „Tout l’univers“ gehört sicher nicht in diese Kategorie

    • Warum ist es denn überbewertet, wenn offenbar sehr viele Menschen es sehr gut finden?
      Du teilst einfach deren Geschmack nicht, und das ist vollkommen in Ordnung. Aber warum möchtest du den Leuten, die „Tout l’univers“ so hoch bewerten, deren Wertung und Meinung absprechen? Und ja, genau das tut man mit dem Adjektiv „überbewertet“.

  14. Kann die Begeisterung über das körperlich schmerzhafte Gejammere immer noch nicht nachvollziehen.

  15. Bei Zweite Hälfte des zweiten Semis Fehlt bei Portugal: „Love Is On My Side“ von The Black Mamba bei der 32 der Link.

  16. Das ist für mich der Gewinner. Wie kein anderer der Favoriten vom letzten Jahr schaffte Gjon es sein Momentum in das neue Jahr zu übertragen. Das er eine außergewöhnlich gute Stimme hat, wussten wir ja bereits. Der neue Titel kommt wunderbar bombastisch daher und changiert zwischen verspielten Jazz-Pop á la Kate Bush und teilweise Bondesken Passagen. Auch wenn er wegen seinem persönlichen Hintergrund im vergangenen Jahr noch ein wenig mehr berührt hat, ist ihm ein kleines Meisterwerk gelungen. Im Vergleich zum Vorjahr verbessert sich Gjon von Platz zwei auf Platz eins. Finale? Keine Frage! Top 5? Ziemlich sicher! Sieg? Das kommt freilich auch auf seinen Auftritt an. Wenn die stimmt und Gjon seine manchmal etwas angestrengt wirkende Mimik in den Griff bekommt sage ich mal 2022 Genéve oder Montreux.

  17. Mein großer Favorit wie letztes Jahr. Ich vergebe der Schweiz 12 Punkte und einen Platz neben mir am Tisch in meinen Palast.

  18. Was ein mega Song! Anfangs fand ich ihn noch schlechter als im letzten Jahr mittlerweile sind sie gleich auf bei mir. Das Musikvideo ist m.M.n. sehr gut gelungen. Gjon’s Stimme passt einfach wie gegossen zu dieser Dramatik im Lied. Neben Frankreich die besten Siegchancen in diesem Jahr. Ich zücke 10 Punkte, mein 2.Platz

  19. Die Stimme, die Stimme xD Ich liebe sie. Mich erreichen hohe Stimmen bei Balladen mehr als tiefe. Da habe ich immer das Gefühl, es ist nochmal eine Schippe „mehr“ von allem, epischer. So wie auch meistens ein langer Ton im Schlussrefrain die Kirsche auf der Torte ist. Der Rest eines solchen Liedes ist auch super, aber der lange Ton am Ende ist bei mir immer der magische Moment, die komplette Explosion, auf die alles hinarbeitet.

    9.5/10 und 3/39.
    2020: 10/10 und 1/41.
    (Dieses Jahr sind halt Malta und Australien noch da. Was für eine bunte Top 3 btw ^^)

  20. Toller Song, mindestens genauso stark wie letztes Jahr. Frankreich gefällt mir in diesem Jahr noch einen Tick besser. Deshalb bin ich gespannt, wer am Ende besser abschneidet. Frankreich und die Schweiz schätze ich sehr hoch ein.

  21. Darf gerne gewinnen, auch wenn ich (wieder mal) nicht viel mit dem Song anfangen kann.
    Der Refrain ist schwächer, die Strophen sind aber besser. Gjans Tears wirkt immer noch schmerzerfült, wenn er singt, was ich wieder abschreckend finde. Um es mit Heidis Worten zu sagen „Der Kunde darf nicht denken, dass du es scheiße findest.“

  22. Nun ja, direkt nach Black Mamba klingen sogar Gjons höchste Töne weniger schrill. Aber der Beginn des Refrains oder dieses langen hohen Tons ist für weiterhin alles andere als ein Hörvergnügen. Dennoch gibt es ein paar Passagen, die mir gefallen und mich „Tout l’univers“ etwas höher einschätzen lassen als „Répondez-moi“. Vor allem der Teil von 1:34 bis 1:49 gefällt mir sehr gut, ich mag die Instrumentierung und hier auch Gjons Gesang (ohne Kopfstimme).

    Ich gebe 5 Punkte (von 10).

    P.S. Nach Lektüre der bisherigen Kommentare sollte ich vielleicht noch darauf hinweisen, dass „schrill“ nicht dasselbe ist wie „Gejammer“ und „Gewinsel“ – schließlich möchte ich nicht das Recht verwirken, mich weiter mit Musik befassen zu dürfen 😉

    • Ich wollt’s ein bisschen spannend machen, aber jetzt löse ich endlich das Geheimnis auf, für wen der Beginn des Refrains oder dieses langen hohen Tons weiterhin alles andere als ein Hörvergnügen ist: für mich (Beginn Zeile 3).

    • Und auch diese Spitze hab ich verstanden.
      Ich kann mit „schrill“ gut leben. Und ich mag es, wenn es so „schrill“ ist. Und ja, das ist natürlich was anderes als „Gewinsel“ oder „Gejammer“ oder „Gejaule“.
      Alle diese 3 Begriffe, die man zu diesem Lied aber auch zu Michas Song 2018 immer wieder lesen muss, bedeuten schon per se etwas Negatives. Wenn man diese Begriffe benutzt, hat man auch die Songs nicht richtig gehört, nicht richtig verstanden oder möchte sie nicht richtig verstehen.
      Damit qualifiziert man also das Lied als solches ab. Und ich weiß nicht, warum man das immer so bewusst abwertend schreiben muss, wenn man auch einfach sagen könnte „Mir gefällt die Stimme nicht.“ Hier sind so viele, die immer auf Jendriks Botschaft verweisen und die total abfeiern, aber selbst nicht darauf achtgeben, was sie hier für eine Sprache verwenden.
      Und wenn man YLMWA 2018 oder nun eben „Tout l’univers“ als Gejammer abtut – nun, da weiß ich wirklich nicht, ob Musik hören das richtige Hobby ist. Nichts gegen den Geschmack. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht jedem diese Lieder gefallen oder die Art zu singen, die Stimmfarbe der Sänger. Alles in Ordnung. Dagegen hab ich nichts. Nur gegen Abwertungen, die über solche Begrifflichkeiten bewusst vorgenommen werden sollen.
      Aber hey, I don’t feel hate und so.

      • Danke für Deine Erläuterungen. Ich denke, es würde vieles leichter machen, wenn Leute öfters mal ein „ich finde“, „meiner Meinung nach“ etc. einbringen würden. „Mir gefällt die Stimme nicht“ ist in der Tat sympathischer als „Gjons Gesang ist Gewinsel“. Und wenn man nach vielen Lobeshymnen unbedingt ein starkes Statement abgeben will, kann man ja wenigstens schreiben „In meinen Ohren klingt Gjons Gesang an manchen Stellen nach Gewinsel“ …

      • Ja, und gerne auch so, wie es Gaby machte, dass sie nach ein paar Mal Hören von der Stimme genervt ist.
        Solche Begriffe wie Gewinsel oder Gejammer sollte man bitte ganz weglassen. Die Art zu singen mag einem nicht gefallen, aber wenn man solche Begrifflichkeiten benutzt, würdigt man auch die herab, die das Lied gut finden.

  23. Gjon ist ein Top 5 Kandidat mit Tendenz zum Sieg , toller Song , toller Typ .

    Es wäre auch mal wieder schön wenn die Schweiz gewinnen würde , ich würde es im gönnen 🙂

  24. Mir gefällt „Tout l’universe“ schon gut, kann mir den Song aber nicht in Dauerschleife anhören, dann fängt mich die Stimme an, zu nerven.😉
    Aber dennoch ist der Song eine Meisterleistung, und alles schlechter als Platz 5 währe eine faustdicke (schlechte) Überraschung.

  25. Also die gute Nachricht zuerst. Der Song gefällt mir besser als der aus dem Vorjahr. Bin aber kein Fan von seiner Stimme und ich finde den Titel auch nicht sonderlich stark. Für mich als Sieger nicht vorstellbar aber das heißt ja nix. Tippe eher auf einen Platz in den hinteren Top 10. Oft wird er ja mit Arcade verglichen. Kann ich nicht nachvollziehen. Ok, in der Stimmakrobatik ähnlich, aber Duncan s Stimme finde ich viel angenehmer und der Titel verursacht bei mir auch heute noch eine Gänsehaut. Das fehlt mir bei dem Titel aus der Schweiz. Es berührt mich einfach nicht. Bei den Jurys könnte er vorne liegen aber beim Televoting wird es nicht so gut laufen….

  26. Ach, ich weiß nicht so recht, wie ich das bewerten soll. Grundsätzlich ist es „Arcade“ auf Französisch. Aber ich verspüre hier eine unangenehme Kälte. Vielleicht soll das auch so sein. Aber die Atmosphäre rund um „Tout l’univers“ ist schwer zu beschreiben. Sie ist irgendwie stählern. Dieses Lied schafft es gleichzeitig, mich zu packen und kaltzulassen.
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass da eine einzige Sache zum ESC-Sieg zu fehlen scheint, nur weiß ich nicht, welche. Vielleicht liegt es daran, dass diese Musik unnahbar ist.
    Den Favoritenstatus erkläre ich mir vor allem durch hohe Erwartungen an Gjon. Von ihm erwarte ich sehr viel. Vielleicht kann er im Halbfinale viele Skeptiker abholen. Aber ich habe das Gefühl, dass es wieder der dritte oder vierte Platz werden könnte.
    Dafür allerdings ist das Musikvideo das beste des ESC 2021. Das ist überragend gemacht, wie eine Achterbahnfahrt. Wie würde das in einem Bewegungssimulator wirken? Das wäre heftig. Wenn ich mir den waghalsigen Flug durch das Universum und über die Berggipfel ansehe, dann bin ich alles andere als überrascht darüber, dass Gjon einen Unfall gebaut hat.

    • Und eins habe ich noch vergessen: ich frage mich immer wieder, in welcher TV-Werbung etwas diesem Lied Ähnliches zu hören war und ob darin Flachbildschirme oder Autos beworben wurden.

  27. Ich glaube das Video macht den Song irgendwie kalt. Als ich das Live Video von Spanien sah kam Gänsehautfeeling auf. Ich kann mir schon vorstellen das er in Rotterdam einen starken Live Auftritt hinlegt und das Ding gewinnen kann

  28. „Selbstmitleidiges Kopfstimmen-Gewimmer zu einem bisweilen modernen Sound“ ….genau das trifft es doch. Ich habe keine Ahnung, warum so viele dieses Lied und diesen Sänger mögen. Ich muss nur diese weinerliche Stimme des Herrn Gjon’s Tears (…..aha, kein Wunder bei dem Nachnamen) nur hören und alles schaltet sich bei mir auf Durchzug. Ich habe nur deshalb für einen Platz 6-10 abgestimmt, weil ich glaube, dass die Mehrheit ihn mag. Bei mir hätte er genau wie der schrottige Beitrag aus Norwegen in seinem Halbfinale hängenbleiben dürfen. Das wird leider bei der Schweiz nicht passieren.
    Thank you – NEXT !

    • 1. Nein, das trifft es nicht. Einfach mal den Text durchgehen.
      2. Tears ist nicht der Nachname Gjons. Was dir vermutlich klar war, aber sonst hätte dein Diss halt nicht gepasst. Versteh ich schon.

  29. Die Schweiz hatte einige tolle Beiträge am ESC dabei. Allerdings war man in den letzten 25 Jahren insgesamt sehr schwach vertreten. Für mich sehr schöne Lieder waren in folgenden Jahren dabei:
    1968
    1974
    1977
    1980
    1981
    1985
    1991
    1993
    2012
    2019

    • Uff, 1968 ist aber doch sehr zufällig. Gibt es da einen Grund für? Hm, aus Deiner Liste finde ich 2019 sowie 1980 und 1981 klasse. Wo ist der andere Paola-Song denn? Fast noch überraschender für mich ist aber Piera Martell. Ich mag ihre Stimme, aber 1974, verkleidet als riesige grüne Fledermaus, war nichts für mich. Sie war ja Mitglied in der kurzlebigen Peter-Reber-Retortengruppe „Swiss Union“, die das fantastische „San Gottardo“ 1981 interpretiert haben, was zu meinen Lieblingssongs ever zählt. 🙂

      1991 darf aber ein gewisser Bugwächter nicht sehen, hehe.

      • @Cali.

        1968 und 1974 finde ich so herrlich schnulzig. Beide Melodien gehen mir richtig ans Herz. Obwohl zumindest 1974 schon damals sehr altbacken war. Paola 1969 ihr Lied lässt mich eher kalt zurück.
        1988 ist wieder einer meiner Lieblingsjahrgänge. Schweden, Türkei, Niederlande, Irland, Deutschland, Österreich, Norwegen, Belgien und Luxemburg gefallen mir sehr gut.

      • Uff, Du machst es einem aber auch nicht einfach. Ich habe Kopfschmerzen. 1958 ist gut, 1963 ebenfalls, 1972 da freut sich toggie, 1978 überrascht mich nicht bei Dir, 1986 ist toll, 1994 schlimm, 2008 ebenfalls, 2013 und 2014 wiederum (sehr) gut.

        Aber eine Sache muss ich Dir übelnehmen: Schmalz-Tschälinn?! Ernsthaft?! 😀 Ich hatte schon immer eine Abneigung gegen sie, und ihren ESC-Song finde ich einfach nur zum Wegrennen. 😉

      • Danke für Deine Rückmeldung. Ich find’s auch immer anstrengend, wenn ich irgendwo eine Länderabkürzung und eine Zahl dahinter sehe, in der Regel weiß ich nicht, was damit gemeint ist und muss immer meine Excel-Datei öffnen (da ich das in letzter Zeit sehr oft gemacht habe, werde ich sie wohl an prominenterer Stelle speichern, damit ich mich nicht immer so lange durchklicken muss, und der Öffnungsvorgang an sich dauert bei einer Excel-Datei ja auch immer ewig …)

        Ich nehme schon an, dass ich Deine Kopfschmerzen richtig interpretiert habe, auf meinen exquisiten Musikgeschmack kannst Du sie ja wohl kaum bezogen haben, oder 😉 ?

        Ich war 1988 so froh, dass Celine Dion diesen einen Punkt vor „Go“ lag, einem Titel, den ich damals furchtbar fand, auch Hot Eyes auf Platz 3 (zum Glück mit gebührendem Abstand) war nicht nach meinem Geschmack. Ich konnte es zwei Jahre später überhaupt nicht fassen, als Celine Dion mit „Where does my heart beat now“ auf einmal in den US-Charts auftauchte, nachdem „Ne partez pas sans moi“ ja in den Hitparaden so gut wie nicht gewürdigt worden war (aber immerhin: Belgien 1, Quebec 10, Schweiz 11, Frankreich 36, Niederlande 42, wie ich gerade herausgefunden habe). Allerdings war das, was sie ab 1990 so in englischer Sprache veröffentlichte, meist gar nicht nach meinem Geschmack (Ausnahme: „Immortality“).

      • Nein, das kam jetzt falsch rüber. Ich habe tatsächlich Kopfschmerzen, das lag aber nicht an Deinem Geschmack! 😀

        Naja, 1988 war eher ein mauer Jahrgang. Scottie hätte es mit „Go“ aber definitiv verdient, er hatte eine großartige Stimme (die NICHT in jungen Jahren nervig klang, anders bei anderen jungen Teilnehmerinnen) und ich finde die Strophen genial. Lara Fabian hätte es noch verdient. Ansonsten fand ich noch Portugal und Spanien klasse (meine Top 2), dahinter folgen Norwegen und (der Bu(r)gwächter möge jetzt wegschauen) Österreich. Tschälinn, wie ich sie liebevoll nenne, kämpft bei mir seit Ewigkeiten mit Deutschland um meinen letzten Platz. Finde beides zum Fremdschämen. Wir waren doch bis 1987 soooo guuuut…
        Wenn ich mir im Nachhinein das Line-Up ansehe, hätte es wohl Norwegen zwingend werden müssen. Dafür löse ich gerne den Sieg von ’85 ein. ^^

      • @Thomas, Cali, Toggie:
        Ich muss hier irgendwo noch Anna Rossinelli 2011 unterbringen. Bis auf das zu lange „nanana“ liebe ich ihren Song sehr und die Stimme ist großartig!

  30. Heißes Eisen, das kann gewinnen.
    Einer meiner Persönlichen Favoriten.
    12 Punkte von mir
    Finale: sowas von sicher.

    Meine Top
    1.Malta 2.Schweiz 3.Frankreich 4.Rumänien 5.Belgien 6.Finnland 7.Litauen 8.Kroatien 9.Island 10.Bulgarien

  31. arcade sound + arcade kopfstimme + schweiz 2020 = Sieger 2021?
    Ich hoffe mal sehr,daß daraus nichts wird.
    lasse mag den song nicht,weiß aber,daß eine mehrheit das ganz anders sieht.
    da schwimme ich lieber gegen den strom und erfreue mich an anderen langsameren viel eigenständigeren songs,wie die aus portugal und georgien. 🙂
    extra für matty habe ich natürlich für das super sensationelle semiaus gestimmt. 😀

  32. Ich finde es toll. Etwas klassischer als sein Vorjahreswerk, aber bei mir zündet es dennoch. Und bei einer entsprechenden Performance (eventuell ohne Klavier!) wird mich das wohl komplett überzeugen. Das ist der Favorit, über dessen Sieg ich mich am meisten freuen würde. Und der einzige französischsprachige Beitrag dieses Jahr, der nicht die eigene Sprache beleidigt. Übrigens finde ich das Video mit dem Autounfall echt gelungen. Gerade das Ende, wo er sich selbst rauszieht, hat ein überzeugendes Moment.

    Prognose: Halbfinale 1/17 (90%) -> Finale Top 5
    Meinung: Platz 9/39 (7-8 Punkte)

  33. @DouzePoint – Du hast meinen Zuspruch nicht nötig – dennoch nur dieses – lass Dir da bloss nix einreden, von wegen Du hättest einen schlechten Musikgeschmack. Kann Deine Einschätzung und Bewertung zu der schweizerischen Jammerballade voll und ganz nachvollziehen. Und wenn es die Juries nicht gäbe müsste der gute Gijon auch zittern im Semi, da bin ich mir sicher.
    Im Finale hoffe ich allerdings sehr, dass der ESC gerade in dieser eh schon schwierigen, schwermütigen Zeit eine halbwegs fröhliche Siegernummer hervorbringt. Nach Arcade und der Zwangspause ist das jetzt wirklich bitter nötig.

    • Ich habe keinen kommentar gelesen, der d.p. einen“schlechten geschmack“ vorwirft. Jeder hat doch seine vorlieben und der d.p. ist halt ein „tanzfüdle“( schweizerdeutsch für einen, der sich am liebsten auf der tanzbühne aufhält). Und das ist gut so.

  34. Ich finde es unheimlich schön und ist mein absoluter Favorit dieses Jahr, obwohl ich sein Lied vom letzten Jahr noch ein kleines bisschen besser finde.

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