ESC-Songcheck kompakt 2022 (22) – Georgien: „Lock Me In“ von Circus Mircus

Foto: Circus Mircus

Schon im November letzten Jahres gab der Öffentliche Rundfunk Georgiens SSM bekannt, dass die Gruppe Circus Mircus Georgien beim diesjährigen Song Contest in Turin vertritt. Zeitgleich wurde über den YouTube-Kanal von Circus Mircus auch ein entsprechendes Video veröffentlicht.

Mit dieser internen Wahl beweisen die Verantwortlichen aus Georgien ein weiteres Mal, dass sie durchaus ein Händchen für Ausgefallenes haben. Schon beim Debüt 2007 stand die national bekannte Sängerin Sopo Chalwaschi mit dem genialen, aber auch etwas sperrigen Lied „Visionary Dream“ für den eurasischen Staat im Wettbewerb. Zwei Jahre später wurde Georgien sogar vom Wettbewerb ausgeschlossen, als die Popgruppe Stephane and 3G mit dem eindeutig zweideutigen Lied „We Don’t Wanna Put In“ im Gepäck zum ESC nach Russland fahren wollte. Heute leider aktueller als wohl je zuvor…

Bei Circus Mircus handelt es sich um eine Art Künstlerkollektiv, dass erst vor gut einem Jahr von angeblich  ehemaligen Absolventen einer Zirkusschule in Tiflis gegründet wurde. Bisher zeigt sich Circus Mircus so wenig wie möglich – viele Bilder sind so verfremdet, dass man die Gesichter der Mitglieder kaum erkennt. Man darf also gespannt sein, wie sie sich in Turin zeigen werden. Passend dazu veröffentlichte die Band auch ein Manifest:

Die Musik der anscheinend vierköpfigen Band wird als experimentell bezeichnet und dem progressiven Rock-Genre zugeordnet. Zu ihrem ESC-Beitrag „Lock Me In“ wurde vor einiger Zeit schon ein farbenfrohes Musikvideo gedreht. Angesichts des Kriegs in der Ukraine haben sich die Künstler jedoch dazu entschlossen, das Video erst später zu veröffentlichen. Stattdessen fand sich auf dem zuerst veröffentlichten Video nur ein Standbild mit dem Text „Video unavailable – This artist condems russia’s invasion of Ukraine“.

Der Song

„Lock Me In“ ist nur knapp 2:30 Minuten lang und wurde von der Gruppe selbst geschrieben. Der experimentelle Song ist eine alternative Indie-Rock-Nummer, die mit verschiedenen Instrumenten und Stimmeffekten arrangiert ist. Nach einem 40-sekündigen gesprochenem Intro, hören wir zu elektronischen Sounds den recht unmelodisch gesprochenen Text „Take me to the space craft, take me to dance club. Now, right now“ in ebenfalls 40-sekündiger Dauerschleife. Dann öffnet sich „Lock Me in“ plötzlich musikalisch mit sphärischen Sounds zu einem melodisch gesungenen Refrain. Anschließend folgt eine halbe Strophe, ein doppelter Refrain und dann ohne weitere musikalische Schnörkel: Schluss.

Circus Mircus starten am 12. Mai für Georgien an Startplatz 5 im zweiten Halbfinale. Der Auftritt der Band soll von Emilia Sandquist gestaltet werden, die Teil des Teams der bekannten Choreographin Sacha Jean-Baptiste ist.

Der Check

Song: 2/5 Punkten

Stimme: 3/5 Punkten

Darbietung: 3/5 Punkten

Instant Appeal: 5/5 Punkten

Benny: Ein cooler Indie-Song, der mal eine ganz andere Farbe auf die ESC-Bühne bringt. Außerdem ist das Lied ein echter Ohrwurm. 8 Punkte.

Berenike: Durchgeknallter Indietronic – genau mein Ding! Ich mag (fast) alles an den Beitrag. Er ist so einzigartig, seltsam, kreativ, experimental, catchy und unterhaltsam. Die Zeile „Take me to the space craft, take me to dance club“ wird vielleicht etwas häufig wiederholt. Der nachfolgende megaeingängige und so harmonische Refrain nach dem wiederholten Staccatogesang sind dafür umso besser. Ein toller Farbtupfer in dem Jahr. 12 Punkte.

Douze Points: Hokuspokus oder doch Circus Mircus? Leider bin ich von „Lock Me In“ noch gar nicht verzaubert, sondern stehe selbstzweifelnd davor. Habe ich den Gag verpasst? In jedem Fall gebührt Georgien größter Respekt, dass sie die eigentliche Idee des Komponisten-Wettbewerbs ernst nehmen und immer mal wieder auch etwas Experimentelles zum ESC schicken. Das kann man sich anhören und sich etwas überraschen lassen. Es bleiben trotzdem Zweifel, ob der Zaubertrick aufgeht. 5 Punkte.

Flo: Circus Mircus geben sich ähnlich mystisch wie die norwegischen Subwoolfer und sind zugleich musikalisch ganz anders unterwegs. „Lock Me In“ ist eine interessante Nummer, die zwar relativ kurz, aber dennoch abwechslungsreich und gut hörbar ist. Verglichen mit vielen eher durchschnittlichen Popnummern in diesem Jahr ist das eine willkommene Abwechslung, unabhängig davon, wie es für Georgien im zweiten Halbfinale ausgeht. 6 Punkte.

Manu: Ach man, ich mag Georgien echt dafür, dass sie so unterschiedliche Musikstile zum ESC bringen. Klar ist da manches dabei, dass ich dann nicht unbedingt haben muss, aber meist waren es eher die braven georgischen Beiträge, die mir nichts gaben. „Lock Me In“ erinnert mich in den besten Momenten an Babylon Zoos „Spaceman“, in der restlichen Zeit warte ich allerdings auf diese besten Momente. Insgesamt wirkt der georgische Beitrag irgendwie „unfertig“ auf mich, aber genau das ist auch schon wieder geil. Ich bin arg gespannt auf den Auftritt, kann an dieser Stelle aber fairerweise nur 5 Punkte geben (allerdings mit Drang für mehr).

Max: „Lock Me In“ ist defintiv etwas… nun… etwas anderes! Nur trifft es meinen Geschmack nicht. Das visuelle Konzept von Circus Mircus ist sehr interessant und wie gesagt ist der Style auch einzigartig in diesem Jahrgang. Mir fehlt trotzdem eine eingängige Melodie oder etwas, das mich an das Lied bindet. Das schafft Georgien leider in diesem Jahr nicht. Auf die Show bin ich trotzdem schon sehr gespannt. 3 Punkte gibt es dennoch von mir.

Peter: Super. Erstmal ist mir die Künstler-Kollektiv-Idee sympathisch, und die damit verknüpfte Spontanität und Kreativität. Und dann ist das intelligente Spiel mit verschiedenen Genres und Musikstilen von Elektro über Progressive Rock bis Pophymne sehr gelungen. Der Refrain ist absolut mitreißend und ein sehr gelungener Bruch zum darauf hinleitenden Elektro-Rap. Das ist innovativ, frisch und witzig. 12 Punkte.

Rick: Ganz schwer zu bewerten – hier weiß man ja noch weniger über die Band-Mitglieder als bei Subwoolfer aus Norwegen. Dadurch fehlt irgendwie der emotionale Bezug bei mir, gleichzeitig macht das Ganze die Sache aber spannend und sticht heraus. Ich kann nur das Musikalische bewerten: die Nummer ist in dem Spektrum, in dem sie sich bewegt, echt gut gemacht. Mir gefällt der Elektro/AlternativeRock-Mix irgendwie sehr und auf die Performance, die sicher interessant wird, bin ich extremst gespannt. Vorerst 6 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 57/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Lock Me In“ auf Platz 23 von 40.

Wie schneidet der georgische Beitrag "Lock Me In" von Circus Mircus ab?

  • bleibt im Halbfinale hängen (64%, 261 Votes)
  • Platz 16-20 (14%, 59 Votes)
  • Platz 21-25 (9%, 35 Votes)
  • Platz 11-15 (8%, 33 Votes)
  • Platz 6-10 (3%, 14 Votes)
  • Platz 1-5 (2%, 8 Votes)

Total Voters: 410

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X und Pia Maria
(17) Portugal: „saudade, saudade“ von MARO

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Finnland: „Jezebel“ von The Rasmus
(19) Israel: „I.M“ von Michael Ben David
(20) Serbien: „In corpore sano“ von Konstrakta
(21) Aserbaidschan: „Fade To Black“ von Nadir Rustamli



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71 Comments
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Festivalknüller
Festivalknüller
4 Jahre zuvor

Außergewöhnlicher und interessanter Sound. Gehört ins Finale.

Flo
Flo
4 Jahre zuvor

Bester Georgischer Beitrag ever… Mega! 10/10

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Coole Nummer. Ich bewundere die Georgier echt für ihren Mut, der leider oft nicht mit dem Einzug ins Finale belohnt wird. So auch wohl (leider) dieses Mal.
Ich irre mich in diesem Fall wirklich sehr gerne, befürchte aber, dass sie es wieder nicht ins Finale schaffen. Schade.

togravus ceterum
Mitglied
4 Jahre zuvor

Das klingt zwar etwas unfertig und wie Work in Progress, aber vielleicht ist gerade dies der besondere Charme des Beitrags, vor allem im Kontext des ESC, wo vieles so lange melodramatisch aufgepumpt und glattgebügelt wird, bis alles Lebendige aus den Beiträgen gewichen ist. (Ja. Australien, genau Dich schaue ich an …)
Ich fühle mich auf jeden Fall gut unterhalten, befürchte allerdings, dass für Circus Mircus nach dem Halbfinale Schluss ist. Viel Glück!

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Toggie, morgen kommt das Grauen…..

escfan05
escfan05
4 Jahre zuvor

Nee. Eher landet morgen in Turin, ein Raumschiff von Planeten Regel 7 und die Außerirrdischen singen dann die Eurovisionshymne, bevor dieser vertonte Furz auch nur in die Nähe einer Finalteilnahme kommt. Für mich der schwächste Jahrgang seit Jahren. Selten waren für mich persönlich so wenig Songs dabei, die mich angesprochen haben, wie in diesem Jahr.

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  escfan05

Also nach meinen Informationen plant der NDR genau dies für die Inszenierung von Malik Harris. Allerdings reicht das Geld nicht für das Anheuern von Außerirdischen. Deshalb beschränkt man sich auf den Einsatz von „Unterirdischen“, wozu die Unterhaltungsabteilung des NDR als Komparsen dienstlich verpflichtet wurden.

escfan05
escfan05
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Aber da werden doch bestimmt nur die Praktikanten verpflichtet, denn den normalen Mitarbeitern, müssten sie ja dann bestimmt einen Bonus bezahlen. Praktikanten kriegen ja bekanntlich kein Gehalt. Und hast du auch Infos, als was diese dann auf der Bühne stehen?

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Nun, nach den einschlägigen Erfahrungen bei der VE braucht man die Praktikanten leider als Souffleusen und Pappschildhalter für Textpassagen; Schreiber, Subwoolflast und Dröhneberger müssen schon selbst in das Unterirdischen-Kostüm steigen,was ihnen ja nicht so schwer fallen dürfte…

philipp19965
philipp19965
4 Jahre zuvor

Das ist so irre, dass es schon wieder genial ist 😀

stefanohh
stefanohh
4 Jahre zuvor

37/40 mit 1 Punkt, kein Finale

Gerd Geomax
Gerd Geomax
4 Jahre zuvor

Musikalisch ist das genau mein Ding. Schöne Indie-BritPop-Nummer die einen sehr interessanten Aufbau hat.
Mal finden ich diesen Song total cool, dann wieder geht mir die etwas zu häufige „Spaceship-Danceclub“-Wiederholung auf den Senkel. Daher bin momentan bei 6 von 10 Punkten und insgesamt bei Platz 18. Damit wären Circus Mircus als Neunte im zweiten Semi für mich im Finale. Allerdings haben es georgische Beiträge ja generell etwas schwerer und vielen wird dieser Song zu sperrig sein, daher befürchte ich leider ein Halbfinalaus.

Steffen
Steffen
4 Jahre zuvor

Zu kompliziert für eine gute Platzierung. Kein Finale.
4/10

Carina
Carina
4 Jahre zuvor
Reply to  Steffen

Jep, in meiner Band nennen wir sowas Geodreieck-Musik 😬

Geno
Geno
4 Jahre zuvor

Ich fürchte, dass es nicht ins Finale kommt, würde mich aber irre freuen, wenn doch!

ESC1975
ESC1975
4 Jahre zuvor

Irgendwie fühle ich mich langsam wie die Schwedenfans hier, egal was Georgien macht, es ist gut. Ok, letztes Jahr war mal eine Ausnahme.

Thilo mit Bobby
Mitglied
4 Jahre zuvor

Ich komme damit überhaupt nicht klar. Indie ist sowieso nicht meins und dann ist das noch sehr repetitiv und für mich deshalb sehr Nervtötend.
Ich kann hier eine Form der Kunst erkennen die mich aber zum weitergehen bewegt. Das wäre dann meine Pinkelpause

trevoristos
Mitglied
4 Jahre zuvor

ich folge hier dem großen Philosophen und Songbeurteiler Felix Lobrecht, der zu Songs, die ihm nicht gefallen gerne mal sagt „dieser Song ist unhörbar“. Das trifft beim georgischen Beitrag ziemlich genau zu. 🙂

cars10
cars10
4 Jahre zuvor

Großartiges Werk.
Top 10.

SvenEsc
SvenEsc
4 Jahre zuvor

Leider ganz schlimm , gestern auch bei Israel Calling gesehen und für nicht meins eingestuft .

Jofan 💙💛
Jofan 💙💛
4 Jahre zuvor

Georgien ist für mich einfach nur eine riesengroße Katastrophe. Wenn man die Mitglieder der Band schon die ganze Zeit verdeckt hält und sich einen eigenen Musikstil „ausdenkt“, dann erwartet man mehr als 3 Zeilen Text, die dauerhaft gesprochen (nicht gesungen) werden. Dazu ist der Refrain überhaupt nicht einprägsam m.M.n. und nachdem ich ihren Auftritt bei Israel Calling gesehen habe, war auch meine mini kleine Resthoffnung weg. Zuerst haben ich die Herren gar nicht als Circus Mircus identifizieren können (, da ich so etwas ähnliches wie im Video erwartet habe). Zudem gefällt mir ihre Verkleidung überhaupt nicht und man muss zugeben, dass das stimmlich mehr als dünn war, was man in Tel Aviv hören konnte (ja ich weiß, es soll technische Probleme gegeben haben, aber anstatt Ausreden zu suchen, sollten die meisten Acts lieber nochmal zum Vocalcoach).
1 Punkt von mir, aktuell Platz 38.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Republik Sakartvelo.

Scheidet wohl aus und der Mut wird leider nicht belohnt.

Immerhin haben die Jungs ihre Identität preisgegeben, mit dem anonymen Videoclip kann ich nichts anfangen. Musikalisch allerdings gefällt mir das durchaus, auch wenn es eine Spur zu monoton klingt. Da hat wohl der Computer die Töne vorgegeben.

Ich werte mit 6,5 von 12 Punkten.

ag9
ag9
4 Jahre zuvor

In der Regel funktioniert ja auch bei mir Schönhören. Bei Circus Mircus passierte allerdings das Gegenteil: Ich mochte anfangs das etwas Irre und Durchgedrehte, aber inzwischen nervt mich das ewig Repetetive nur noch. Ich lasse ja immer bei den Songchecks, während ich Artikel und Kommentare durchlese, das besprochene Lied in Dauerschleife laufen, aber heute musste ich echt abschalten, dabei bin ich da sonst immer recht eisern…

War bis vor kurzem in meinem Mittelfeld, ist heute auf Platz 38. Mal sehen, ob ich mich damit nochmal versöhnen kann?

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es – unabhängig davon – ins Finale kommt.

Nils
Nils
4 Jahre zuvor
Reply to  ag9

Ist auch bei mir der erste Song dieses Jahrgangs, an dem ich mich „satt“ gehört habe – dabei lief der bei mir nun auch nicht so oft. Aber auf der positiven Seite gehört er zumindest zu den Titeln, die ich mir überhaupt freiwillig und aktiv noch mal angehört habe. Gibt ja auch immer genug Lieder, bei denen es keiner Wiederholung bedarf.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Serbien 11/12
Finnland 8/12
Georgien 6,5/12
Aserbaidschan 3,5/12
Israel 1/12

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

OK, den direkten Vergleich mit dem Schwedenteil der Aseris gewinnt Georgien aber definitiv !

Jan Wehner
Jan Wehner
4 Jahre zuvor

Und direkt nach Georgien kommt dann wieder so ein Schwedenteil (Malta), da heben sich Circus Mircus wohltuend ab.

Jan Wehner
Jan Wehner
4 Jahre zuvor

Georgien bleibt sich mal wieder treu und sendet was Lässiges ohne auf Biegen und Brechen den Sieg zu erzwingen. Da fühlt man sich wirklich wie auf einem Roadtrip durch Georgien, der nach Sonnenuntergang an irgendeinem geheimen Weltraumbahnhof endet, an dem man ein Raumschiff besteigt. Da verzeiht man auch die Verwendung der Worte „Lock me down“, in denen das Unwort der letzten zwei Jahre drinsteckt („Lockdown“).
Georgien ist und bleibt eine echte Bereicherung für den ESC, aber ich befürchte, dass es auch in diesem Jahr wieder nicht für das Finale reichen wird. Leider ist diese Art von Kunst nicht gefragt. Ich hoffe aber sehr, Unrecht zu behalten.

eurovision-berlin
4 Jahre zuvor

Bin ja eigentlich für schräge Sounds zu haben. Der Beitrag fängt auch ganz gut an, aber wird mir nach kurzer Zeit zu eintönig, es wird nur noch wiederholt. Dadurch wird der Song zum typischen Stimmungskiller oder „Rausschmeißer“. Wenn sie diese Eintönigkeit auf der Bühne visuell auffangen, ist es ok, wenn nicht… tschüss.

TG5
TG5
4 Jahre zuvor

Georgien – 7/12 Punkte

Erik
Erik
4 Jahre zuvor

> „Lock Me In“ ist nur knapp 2:30 Minuten lang

Eigentlich ist es 2:36 Minuten lang.

schorschiborsch
schorschiborsch
4 Jahre zuvor

Klasse. Bitte Finale.

floppy1992
Mitglied
4 Jahre zuvor

Song ist ganz nett, für den Anspruch, der offenbar dahintersteckt, aber arg konventionell geraten. Da fand ich „Three Minutes to Earth“ aber um längen innovativer; dazu hatten The Shin & Mariko auch so ein prätentiöses „Wir sind das ach so tolle Künstlerkollektiv!“-Getue nicht nötig.

ag9
ag9
4 Jahre zuvor
Reply to  floppy1992

Jau, The Shin & Mariko fand ich ganz, ganz, wirklich ganz großartig. Finde das immer noch völlig unbegreiflich, dass das so gut wie niemand mochte…

ESC1994
ESC1994
4 Jahre zuvor
Reply to  ag9

@ag9

Zu Georgien 2014 habe ich auf ESCYounited einen Kommentar geschrieben. Hier bitte, wobei dir wohl nicht gefallen wird was ich geschrieben habe.

https://www.escunited.com/forum/threads/georgia-2014-mariko-ebralidze-and-the-shin-three-minutes-to-earth.10146/page-33

togravus ceterum
Mitglied
4 Jahre zuvor
Reply to  ag9

The Shin & Mariko mochte ich auch gerne. Hippies im 21. Jahrhundert. 🙂

ag9
ag9
4 Jahre zuvor
Reply to  ag9

@ESC1994: schreib ich doch, gefiel fast niemandem…

Der gute Toggie ist wiede mal eine der rühmlichen Ausnahmen.

Lissi
Lissi
4 Jahre zuvor

Ein megacooler Track , der ins Finale kommen wird 10/10 Punkten

ESC1994
ESC1994
4 Jahre zuvor

Also Georgien und ich werden beim ESC einfach keine Freunde, dieser Song ist da leider keine Ausnahme. Für mich ist das ein nerviges Durcheinander, der Text wiederholt sich auch ständig und allgemein wirkt der Song wie eine unfertige Demo auf mich, manche finden das vielleicht charmant, meins ist es nicht. Fühlt sich auch deutlich länger an als 2:36.

Ne, ich brauche das nicht im Finale und da sehe ich es auch nicht.

JoBi
JoBi
4 Jahre zuvor

DEr Song ist bei mir so lala. Ich glube auch das sie im Halbfinle scheitern. Denke aber auch an Plätze 16 – 20 im Finale.

Nils
Nils
4 Jahre zuvor

Als Indie- und Georgien-Fan müsste ich das Lied eigentlich sehr viel mehr mögen. Aber so ganz will das halt nicht zünden – und das Intro geht mir sogar auf den Geist. Daher muss ich leider sagen: ganz charmant und mal wieder herrlich mutig von Georgien, aber leider wohl kein probates Mittel gegen die georgische Qualifikations-Durststrecke.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

Was für ein himmlischer Refrain! Dafür erdulde ich die Strophe gerne, ich finde sie inzwischen auch gar nicht mehr schlimm und seh‘ sie vor allem als Phase zur Steigerung der Vorfreude auf „Lock me up, lock me down, lock me in, lock me out, lock me sideways“ 🙂

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

Ich sollte bei der Strophe differenzieren. Den „Take me to the space craft, take me to dance club“-Teil mag ich inzwischen wirklich gerne, worauf ich am ehesten verzichten könnte (aber was ich immerhin nicht mehr schlimm finde) ist der „langweilige-Rocksong“-Anfang (das habe ich von Edelweiss weiter unten 🙂 ).

goynen67
4 Jahre zuvor

Gefällt mir sehr gut und wäre eine Bereicherung im Finale. Verstehe garnicht das der Song so schlecht ankommt. Gefällt mir viel besser als z. Bsp. Serbien.

4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4porcelli stands with Ukraine 🇺🇦
4 Jahre zuvor

Sollte ich mehr mögen, nervt aber leider schnell. Sehr amüsant dafür die Kommentare hier, der Chat zwischen Alki und 05 ist super und zum ersten Mal überhaupt ein positiver Kommentar von cars10!

Karin
Karin
4 Jahre zuvor

Nach dem erstmaligem Hören hatte ich mir in mein rotes Büchlein einen dicken Pfeil nach unten notiert, heute beim zweiten Anlauf muss ich den dick durchstreichen.
Ohne das Video zubeachten (Kabarett oder Kindertheater?) ist das ein ganz passabler Song. Hittiger Refrain, witzige Synthies, neue georgische Welle? Wird nicht mein Lieblingssong, aber i like

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Hm, ich muß es ein klein wenig nach oben werten und es könnte live funktionieren.

Bislang folgende Tipps

eher Q Serbien, Finnland
Borderline Georgien
eher NQ Aserbaidschan
sicher NQ Israel

Tjure
Tjure
4 Jahre zuvor

In dem langweiligen zweiten Semi muss das doch ins Finale.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

An mir soll es nicht scheitern. Nur ich bin noch skeptisch, weil es bislang keinerlei Liverperformance gibt.

Thilo mit Bobby
Mitglied
4 Jahre zuvor

Doch, gestern in Israel

togravus ceterum
Mitglied
4 Jahre zuvor

Ich habe gelesen, dass CM in Israel live durchaus überzeugen konnten. 🙂

Edelweiss
4 Jahre zuvor

Meisterwerk! Der Song beginnt wie ein ziemlich langweiliger Rocksong der 80er-Jahre mit einer Art Sprechgesang und Stakkato-Akkorden. Dann kommt die Strophe, die auf nur einem Ton gesungen wird. Sie kommt mit einer einzigen (!) Note aus. Rhythmisch aber geht die Post ab. Vertrackt, hektisch, getrieben, einige „Now“s im Quartsprung abwärts und gesanglich geschliffen, lockern den Minimalismus auf. Der simple Refrain kommt in bester Beat-Manier daher, er ist eingängig, mit Hall versehen und hat eine Modulation in der Toart, die das Ganze samt dem Teppich hebt! Grandios! Georgia – 12 Points.

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  Edelweiss

Gab es denn langweilige Rock.Songs in den 80ern? 😉 Ich denke eher an Kraftwerk und das war 70er und auch nicht langweilig.

Edelweiss
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Ja, die gab es. Von Bon Jovi zum Beispiel

Italojeck
Italojeck
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

@Edelweiss
…bei den Stakkato-Akkorden am Anfang spüre ich eher eine Gong (oder „Canterbury“) -Stimmung, was für mich ein großer Kompliment ist

murzel2003
Mitglied
4 Jahre zuvor

Ich hoffe, was da aus Israel kam, ist nicht repräsentativ, sonst sehe ich für einige ziemlich schwarz. Die Videos sind aber auch unterirdisch (oder außerirdisch) schlecht.
Für Georgien sehe ich aber sowieso EndeGelände im Semi.

Indigo
Indigo
4 Jahre zuvor

Irgendwie ein besonders schräger Beitrag Georgiens. Bin gespannt, wie es abschneiden wird. Ich höre es mir jetzt nicht extra an, aber wenn ich es höre, dann ganz gerne.

Thomas O.
Thomas O.
4 Jahre zuvor

Mein Lichtblick im zweiten Semi neben Konstrakta und Achille Lauro
Circus Mircus sehe ich ziemlich sicher im Finale, das ist doch megaeingängig und hebt die Stimmung

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Vielleicht gibt es wie 2016 12 Punkte von der UK-Jury…

italojeck
italojeck
4 Jahre zuvor

Nun….. das wäre theoretisch etwas für mich…. Progressive hoch Zehn… tolle Musiker, tolle Ideen, alles was ich gerne gehört habe und immer noch gerne höre.
Aber am Ende bin ich irgendwie enttäuscht…
Ich glaube, mir fehlt eine schlüssige Melodie. Die Melodie dreht sich wie im Kreis, sowohl in der Strophe als auch in der Bridge. Eine Art musikalischer Koitus interruptus.

Schade. Trotzdem würde ich sie sehr gerne im Finale haben!

Christliches
Christliches
4 Jahre zuvor

Soooo cool, I like!

ESC1975
ESC1975
4 Jahre zuvor
Reply to  Christliches

Toll, das Lied funktioniert live noch viel besser

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  Christliches

Very cool ! Es sieht so aus, als mischten sich die Karten für Turin neu. DIeses schrille Dinge, ein zu jedem Fick mit dem Publikum bereiter lettischer Sänger und die offenbar drogenabhängig gewordene Mireille aus Litauen kann man noch nicht abschreiben, während die gelangweilte und amateurhafte Sängerin aus Österreich gesten wohl das Leuchtturm-Feuer ausgeblasen hat.

MarcoK
MarcoK
4 Jahre zuvor

Mein aktueller Lieblingssong des 2. Semis. Und dennoch befürchte ich, dass es fürs Finale nicht reichen wird. Kein Juryfutter.

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  MarcoK

Bei den westlichen Juries, wenn die zeitgenössisch und nicht mit Radio-Funktionären besetzt sind, schon. Im Osten dann die Televoter

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
4 Jahre zuvor

Der Refrain gefällt mir hier recht gut, mit dem Rest bin ich noch in der Schönhörphase – vielleicht gelingt es ja noch bis Mai😉

Cali
Mitglied
Cali
4 Jahre zuvor

Normalerweise zähle ich hier zu den Leuten, die die georgischen Beiträge in der Regel sehr schätzen (Ich fand zum Beispiel „You“ echt super – naja, jedenfalls bis zum ESC-Auftritt…), aber dieses Jahr muss ich passen. Das ist nix. Ich kann da irgendwie keine Substanz ziehen, keine interessante Melodie, Botschaft, irgendwas. Es ödet mich eigentlich nur an. Bei Aserbaidschan konnte man vermehrt lesen, dass es sich für manche die Kaugummi 3 Minuten lang zieht und das kann ich verstehen. Mein persönlicher Kaugummi in diesem Jahr ist aber dieser Beitrag – und das ist eine ordentliche Leistung für ein 150-Sekunden-Werk. Warum sich Nika das antut, nachdem „Midnight Gold“ doch so gut war? Keinen Schimmer. Nach Mahmoods Auftritt in der ersten Nacht beim Sanremo definitiv die größte Enttäuschung für mich.

Prognose: Halbfinale 17/18 (30%)
Meinung: Platz 38/40 (3 Punkte)

kuestensocke
kuestensocke
4 Jahre zuvor

Der Song ist so drüber, dass er schon wieder richtig gut ist. Beim ersten mal hören ist es etwas irritierend, definitv ein Song mit dem man sich anfreunden muss….. das könnte knapp werden mit dem Finaleinzug.

Frank D.
Frank D.
4 Jahre zuvor

Der Refrain erinnert mich ein bisschen an die Erkennungsmelodie von „Big Bang Therory“ aber abgesehen davon tritt der Song doch ziemlich auf der Stelle und man hat das Gefühl, dass die Vinylplatte hakt. Insgesamt doch ein bisschen mager und das ganze Gedöns mit dem Manifest und der Identität kann das Ganze auch nicht mehr aufbauschen, um zu begeistern.

Tamara
Mitglied
Tamara
4 Jahre zuvor

Eigentlich sehr cool, aber so richtig warm werde ich nicht damit. Zumal es rein audio auch leider trotz wilder Akkordwechsel irgendwie langweilig ist. Dennoch, die Live-Performance wird es richten. Für einen einmaligen Auftritt, versteht sich.