Am 26. Februar wurde Sheldon Riley, der bereits im Vorfeld als Favorit gehandelt worden war, bei der australischen Vorentscheidung „Eurovision – Australia Decides“ knapp zum Sieger gekürt. Dafür reichte ihm ein zweiter Platz bei den Juroren und ein ebensolcher bei den Televotern.
Bis Ende September 2021 konnten interessierte Songwriter ihre Beiträge für die Vorentscheidung beim australischen Fernsehen SBS einreichen. Über ein internes Auswahlverfahren wurden zehn Teilnehmer/innen für die Vorentscheidung bestimmt. Die Künstler/innen wurden von Ende Oktober bis Mitte Dezember nach und nach bekanntgegeben. Ein weiterer Act wurde über einen TikTok-Wettbewerb bestimmt. Bei der Vorentscheidung in Gold Coast hatten Jury und Televoter je 50% Stimmenanteil.
Sheldon Riley Hernandez ist in Australien eine starke Stimme für die LGBTIQ+ Community. Er ist 23 Jahre alt und kommt aus Sydney. Seine Mutter ist aus Australien, sein Vater stammt von den Philippinen. Sheldon hat 2016 an „X Factor Australia“ teilgenommen und gelang in Australien zu großer Bekanntheit und Beliebtheit durch seine zweimalige Teilnahme an „The Voice Australia“, wo er 2018 Dritter wurde. 2020 nahm er sogar an „America’s Got Talent“ teil, wo er das Viertelfinale erreicht hat und wo speziell Kylie (Minogue) ihn in ihr Herz schloss.
Der Song
Seinen Song „Not The Same“ hat Sheldon Riley selbst geschrieben und das schon 2015. Seitdem hat er sechs Jahre an dem Track gearbeitet, bis er sich mit einer stark überarbeiteten Version des Titels für „Australia Decides“ beworben hat. Auf Eurovision.tv ist außerdem Cam Nacson als Komponist des Titels mit angegeben.
Über seinen Eurovisionsbeitrag sagt der Sheldon selbst: „Es ist die Geschichte, von der ich nie gedacht hätte, dass ich sie jemals erzählen könnte. Geschrieben aus den Erinnerungen eines Kindes, bei dem im Alter von 6 Jahren das Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde. Ich wuchs in Sozialwohnungen auf, zog von Haus zu Haus, wusste nichts von meiner Sexualität und lebte in einer tief religiösen Familie. Die Weichen waren bereits gestellt, dass ich nie in der Lage sein würde, andere Menschen richtig zu verstehen oder mit ihnen zu interagieren“.
Inhaltlich geht es entsprechend um das Außenseiterdasein und wie schwer einem das Leben mitspielt, wenn man nicht so ist wie die anderen. Man versucht so zu sein wie die anderen, dann versteckt man sich und erkennt im besten Fall sein wahres Ich. So endet auch das Lied einigermaßen versöhnlich, dass man selbst nicht der einzige „andere“ ist, sondern dass wir alle nicht gleich sind.
Die klassisch-moderne Bühnenballade beginnt mit ruhiger Klavieruntermalung, die Stimme ist entspannt und für einen Tenor vergleichsweise tief. Das ändert sich mit der zunehmenden Dramatik zum – nunja – Refrain. Da präsentiert der Sänger seine Stimme auch in den höheren Tonlagen. Nach dem zweiten Refrain erhält das Lied einen anklagenden und treibenden Charakter. Nach einem hochdramatischen Break kommt mit erst zerbrechlicher Stimme, anschließend umso stärker das Finale.
Bei all dem lebt das Lied ganz wesentlich von der gleichermaßen zurückgekommenen sowie kitschig-überhöhten Präsentation. Der Perlenschleier vor dem Gesicht, die riesige schwarze Schleppe und der Industrieventilator im Hintergrund sind wesentlichen Elemente der Inszenierung, die man mit viel gutem Willen auch in Bezug auf das Lied interpretieren kann.
Der Check
Song: 2/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten
Instant Appeal: 3/5 Punkten
Benny: Ich kann leider gar nicht sagen, ob mir das Lied gefällt, weil ich vor lauter Stimmakrobatik die Melodie nicht finde und vor lauter Theatralik das Gefühl verloren geht. Dazu gefällt mir Sheldons Stimme leider gar nicht. Für mich der schlechteste australische Beitrag ever. 3 Punkte.
Berenike: Auf mich wirkt „Not The Same“ stimmlich überperformt. Sheldon erschlägt mich mit seiner Stimme, die einzige Botschaft, die bei mir beim Anhören ankommt, ist: „Hört her, was ich für eine tolle Stimme habe, wie lange ich die Töne ziehen kann und wie laut ich singen kann“. Die Message des Texts und die emotionale Authentizität ertrinken in der Melodramatik. 2 Punkte.
Douze Points: Bill Ramsey sang seinerzeit von „der kleinen, süßen Biene mit der Tüllgardine vor dem Babydoll-Gesicht“. Australien schickt statt Suleika (so hieß die Biene) Sheldon Riley mit seinem Insekten-Perlen-Türvorhang vom Sommerhaus im Umland von Sydney. Übertrieben theatralische Selbstmitleid-Selbstbestätigungsballade, die es so nur auf der ESC-Bühne gibt. Aufgesetzt, stimmlich dahingeknödelt und unendlich repetitiv. 3 Punkte (3 für die Botschaft).
Flo: Eigentlich gefallen mir oft Balladen beim ESC besser, besonders, wenn sie von stimmlich starken Künstlerinnen und Künstlern gesungen werden. Letzteres ist bei Sheldon Riley absolut der Fall. Dennoch gefällt mir „Not The Same“ nur bedingt. Die Botschaft dahinter ist sehr persönlich und es ist mutig, dass er diese so auf der Bühne transportiert. Mir ist jedoch vor allem die Performance zu stark dramatisiert, zudem ist der Song für mich eindeutig auf die Bühnenperformance ausgelegt, als Song für sich würde ich mir ihn eher nicht anhören. 4 Punkte.
Manu: Schon vor 2 Jahren erwartete ich Sheldon Riley im australischen Vorentscheid, in diesem Jahr war es dann „endlich“ soweit. Sheldon kann ohne Frage fantastisch singen, besitzt dazu ein gutes Händchen bei seinem auffälligen, aber passenden Staging inkl. seiner Klamotten. Textlich müsste mich „Not The Same“ ansprechen – und doch empfinde ich nichts dabei. Weder als Audio noch beim Auftritt im Vorentscheid erreicht mich sein Lied. Wenn er sich, nachdem er seine Maske lüftet, dreimal die Haare richtet, anstatt pur bei sich und seiner Emotion zu sein, bin ich sogar genervt. Sorry, ich kann da leider nur 3 Punkte geben.
Max: Ich habe bereits in anderen Kurzkommentaren erwähnt, dass ich kein Balladen-Fan bin. „Not The Same“ wird nicht mehr zu meinem Lieblingslied, aber der Song reißt doch schon mit. Der Refrain ist sehr stark und wird durch Sheldons besondere Stimme getragen. Die Dramatik kommt auch bei der Inszenierung gut rüber und wird in Turin noch einmal eindrucksvoller sein. Es ist für mich einer der stärksten Balladen im Jahrgang. 7 Punkte von mir nach Down Under.
Peter: Drama bis zum Anschlag – inklusive der Swarovski-Style Gesichtsverhüllung von Sheldon, die objektiv affig ist und subjektiv so gaycamp-überzogen wirkt, dass man ihn in den Arm nehmen will als Botschafter der LGBTIQ+ Community, für die er sich in Australien stark macht. Seine fantastische Tenor-Stimme, der identifikationsstarke Songtext mit sehr persönlichen Elementen und die pathetisch-kraftvolle musikalische Inszenierung lassen „Not The Same“ strahlen, obwohl der Song selbst nicht so catchy ist, wie es für den ESC wünschenswert wäre. 10 Punkte.
Rick: Cool, dass die Inszenierung nicht zu überladen ist, denn Sheldon alleine ist ja schon eine Erscheinung. Die Lyrics sind stellenweise zwar eintönig, allerdings mag ich die Message und vor allem die letzte Minute des Songs, in der alles an Emotionen ausgepackt wird. Im Großen und Ganzen denke ich aber, dass man Sheldon einen interessanteren Song (von der Produktion und dem Stil her) hätte geben können. Mir ist es insgesamt etwas zu dramatisch – ich gebe gute 4 Punkte.
Gesamtpunktzahl: 36/96 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Not The Same“ auf Platz 20 von 40.
Wie schneidet der australische Beitrag "Not The Same" von Sheldon Riley ab?
- bleibt im Halbfinale hängen (29%, 121 Stimmen)
- Platz 16-20 (25%, 106 Stimmen)
- Platz 11-15 (18%, 75 Stimmen)
- Platz 6-10 (12%, 48 Stimmen)
- Platz 21-25 (11%, 45 Stimmen)
- Platz 1-5 (5%, 22 Stimmen)
Total Voters: 417
Bisher erschienene Songchecks:
Erste Hälfte des ersten Semis
(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra
Zweite Hälfte des ersten Semis
(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X und Pia Maria
(17) Portugal: „saudade, saudade“ von MARO
Erste Hälfte des zweiten Semis
(18) Finnland: „Jezebel“ von The Rasmus
(19) Israel: „I.M“ von Michael Ben David
(20) Serbien: „In corpore sano“ von Konstrakta
(21) Aserbaidschan: „Fade To Black“ von Nadir Rustamli
(22) Georgien: „Lock Me In“ von Circus Mircus
(23) Malta: „I Am What I Am“ von Emma Muscat
(24) San Marino: „Stripper“ von Achille Lauro
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Nee, was für eine Dramaqueen. Gute Stimme, das Lied naja. Balladenhausmannskost aus Australien. Da schläft das Känguru ein.
Aufgrund seiner guten Stimme, gebe ich mal ne 04/12 Punkten. Es sind mir aber in diesem Jahr viel zu viel von diesen weinerlichen Songs dabei.
Ich könnte zwar persönlich darauf verzichten, kommt aber ins Finale und da zwischen 16-20.
Mit Down Under beim ESC bin ich noch nie warm geworden, das hätte sich aber mit Voyager geändert. Wurde leider von der Jury verhindert.
Das Thema Asperger interessiert mich sehr, ich habe in meinem Umfeld damit zu tun. Aber leider sind sowohl Optik als auch Stimme für mich schwer zu ertragen und mein Bedarf nach Conchita-Nachahmern ist nach Bilal in der Tat gedeckt.
Da ich Malta und Israel noch weniger mag, werte ich mit 1,5 von 12.
Serbien 11/12
Finnland 8/12
Georgien 7/12
San Marino 6/12
Aserbaidschan 3/12
Australien 1,5/12
Israel 1/12
Malta 0/12
Das Lied lebt vorallem von Sheldon Riley als Person und auch der Text kann ich durchaus auf mich übertragen
ganz übles Castingshow-Drama Gesülze
So lernt man es leider zur Zeit in den diversen TV-Formaten.
Vielleicht steckt ja ein brauchbares Lied unter dem ganzen Pathos wenn man tief gräbt
Leider nimmt diese Art von Beiträgen beim ESC wieder zu. Neben Australien gibt es da noch Aserbaidschan und Polen. Von einem Castingformat zur internationalen Karriere – da nimmt man gerne den ESC als Sprungbrett… Langweilig
Ich finde, dass der polnische Beitrag in einer ganz anderen Liga als Aserbaidschan und Australien spielt. Da steht nicht Stimmakrobatik sondern eine wunderschöne Melodie im Zentrum.
Ich sehe und höre das ähnlich wie die Blogger: Eine selbstverliebte und melodramatisch-gekünstelte Jammer- und Schreiballade. Ich glaube ihm keinen Ton. Sheldon Riley kann allerdings singen und hätte ein besseres Lied verdient. Schade. Viel Glück!
Das hast Du wieder mal exzellent formuliert, vielen Dank !
Also bei Sheldons Geschichte ihn / seinen Song als selbstverliebt zu bezeichnen, finde ich schon sehr unangebracht bzw. respektlos.
Zum Song:
Selten hat mich ein Song so berührt wie „Not The Same“. Ein so imposanter und gefühlvoller Song mit einer wichtigen Message, die glaubwürdig präsentiert wird – der stärkste Song aus Down Under ever. Ich kann die massive Kritik hier überhaupt nicht nachvollziehen (zumal der Song international durchaus gut ankommt), das Einzige, was mich daran hindert Douze Points zu zücken, ist sein Weinen kurz nachdem er die Maske abgenommen hat. So gibt’s 10 Punkte von mir = Platz 3
@Jofan
Weißt du was respektlos ist?? Wenn man die Meinungen anderer nicht akzeptieren kann wie du gerade schön gezeigt hast.
@ESC1994 Danke für die Belehrung! Übrigens: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.😉
@Jofan
Wenigstens sitze ich noch im Glashaus, du hast deins schon längst zum Einsturz gebracht.
@ESC1994 Eine Meinung zu akzeptieren impliziert nicht damit einverstanden zu sein
Ich liebs auf anhieb und ich hab selten einen esc-song gehört, dessen lyrics mich so berührt hat. Hinter sam ryder mein zweiter platz
Na ja, eine gute Stimme hat er ja, und Sheldon kann offenbar auch singen. Allerdings mag ich keine überzogene Stimmakrobatik. Nicht wirklich mein Geschmack.
Schon ein wichtiges Thema, und er spricht mir schon aus der Seele, wahrscheinlich nicht nur mir.
Aber für den Text interessieren sich die Leute eigentlich weniger bei einer Unterhaltungsshow, von daher denke ich, wird er zumindest beim Publikum „durchrasseln“.
Wenn der Song ins Finale kommt, dann dank der Jurys, glaube ich. Aber sollte Australien das Finale erreichen, wird Sheldon allerhöchstens im hinteren Mittelfeld landen.
So langsam veraltet auch mein „neues“ Ranking uns ich stelle immer häufiger fest, dass ich einzelne Titel inzwischen höher oder niedriger einstufen würde.
Zu letzteren gehört leider auch der australische Beitrag. In diesem Jahr gibt es mAn fünf Titel mit mehr oder weniger klarem LGBTQ-bezug (IT, IL, RSM, RO und halt AUS). Während die Rumänen und Italiener (inkl. Achille) aber einen Interpretationsspielraum lassen, keulen Israel und Australien um so mehr rein.
Und das ist für mich das Problem bei diesem Song. Ja, natürlich ist es irgendwie authentisch und ich glaube Sheldon die Geschichte (wie auch bei Michael Ben David), aber irgendwie wird es dann wie im israelischen Beitrag durch die Überinszenierung dann too much. Die Blogger haben es oben gut beschrieben.
Man möchte Sheldon gerne zurufen: „Weniger ist einfach mehr“, wenn er nach dem Abnehmen des Schleiers (was ich noch OK finde) in gespielt Tränen erstickter Stimme „I’m not the same“ haucht. Puuuh.
Bei meiner Bewertung habe ich 7,5 (?) von 10 Punkten vergeben. Das reicht für Platz 13 insgesamt und Platz 5 im zweiten Semi. Aber inzwischen ziehe ich doch Beiträge wie die von Konstrakta irgendwie vor, die ich im Ranking noch deutlich hinter Sheldon eingeordnet habe.
Dennoch wird es fürs Finale reichen und da kommt er dann ins Mittelfeld.
Den Text finde ich durchaus interessant, aber da hätte man mehr daraus machen können.
Gute Stimme, alberne Maskerade, mittelmäßiger Song.
5/10
Ich hab bisher gefühlt 80% aller Beiträge das Aus im Semi gewünscht und auch hier kann und will ich mir nicht vorstellen, das im Finale ertragen zu müssen. Das Lied ist völlig nichtssagend, ohne jede nachvollziehbare Melodie nervt es nach 30 Sekunden (spätestens) und auch optisch gehts es für mich in Richtung Geisterbahn. Dann doch lieber tuckige Israelis oder billige Spanierinnen.
Bei dem Beitrag gefällt mir gar nichts. Nicht die Musik, nicht die überspannte Bühnenshow mit dem Mundvorhang, nicht die aufgesetzt wirkende Diversität Botschaft, muß ich nur einmal am Donnerstag sehen.
Ich stelle gerade fest, daß mir lediglich zwei Balladen gefallen und die sind beide in meinen Top 5.
Welche sind das denn?
Niederlande und Italien. OK, Portugal mag ich auch…
Ich denke mal Niederlande und Portugal😉😊
Ich finde, der Song ist von vorne bis hinten ein einziges gejammere, und weiss nicht, wie man sowas als schön empfinden kann
27/40 mit 4 Punkten, Finale 21-25
Ich bin sehr überrascht, wie negativ er hier wegkommt und sogar geglaubt wird, dass er nicht ins Finale kommt. Australien ist ein Kandidat auf den Jurysieg. Alleine deswegen ist eine Top 10-Platzierung ziemlich garantiert. Auch das Argument, dass es viele Balladen in dem Jahr gibt, zählt nicht, denn 1. sind die alle im anderen Halbfinale und 2. sind die alle minimalistisch und gehen daher in eine ganz andere Richtung als Australien. Auch die Startnummer ist sehr gut am Ende der 1. Hälfte nach dem Stripper und vor der Wackelkandidatin aus Zypern.
Australien-Affinität der Jury + stärkste Männerstimme des Jahres + emotionale Ballade = geiles Ergebnis.
Na wenn das sich mal nicht als Milchmädchen-Rechnung entpuppt.
@Tobiz: Ich kann Deine Rechnung nicht nachvollziehen.
Im ersten Halbfinale ist mit Marius Bear nur eine Männerballade plus Amanda Tenfjord, S10 und vielleicht noch Mia Dimsic als Frauenballaden.
Im zweiten Semi gibt es aber neben Sheldon mit Ochmann und Nadir Rustamli zwei weitere Männerballaden (vielleicht sogar noch Jeremie Makiese), sowie ebenfalls drei Fauenballaden (Andrea, Vladana, Cornelia Jakobs). Also ist die Balladendichte im zweiten Semi eher größer.
Eine Australien-Affinität der Jurys gibt es meistens, wenn auch nicht immer (siehe Vorjahr).
Der Rest ist eher Geschmackssache. Ich halte Sheldons Stimme nicht für die beste des Jahrgangs, oder vielmehr gibt es dieses Jahr so viele starke Männerstimmen, das auch dieser Vorteil möglicherweise nicht zieht.
Das geschrieben, glaube ich trotzdem, dass er das Finale erreichen wird, nur halt nicht mit einem „geilen Ergebnis“ 😉
Leider einer von zwei Songs in 2022.,den ich keine dreißig Sekunden ertragen kann
Die Gründe wurden hier schon genannt(Stimmakrobatik,Theatralik.etc.)
Aber ne gute Stimme hat er ja,deswegen für mich persönlich nicht der schlimmste Beitrag des Jahrgangs.
Der kommt noch im zweiten Semi,und ist um einiges schlimmer.
Hoffentlich nicht Zypern….
Och Mann,das liegst du falsch.Zypern ist es nicht..
Verdammte Tastatur.
Meinte natürlich „da liegst du falsch“.
Der Song berührt mich irgendwie. Ich finde den Song OK. Aber werde mit seiner Stimme irgendwie nicht warm. Ich denke das Australien dank der Jury es ins Finale schafft und vielleicht 16 – 20 wird.
In dem asiatischen Kulturkreis seiner Herkunft spielt das Tragen einer Maske und deren Ablegen eine signifikante Rolle bei der Identitätsfindung. Daher ist die Performance und die Stimme ein starker Ausdruck dieses Kampfes und in diesem Rahmen bedeutungstragend.
Leider wird das in den hiesigen Kommentaren wahrscheinlich aus Unwissenheit und Ignoranz nicht ausreichend gewürdigt und führt zu einer schiefen Beurteilung. Hoffe, dass eine Jury mit Professionellen und kulturell aufgeschlossenen Televotern das Anliegen von Sheldon eher berücksichtigen und eine Finalteilnahme möglich machen.
Zu behaupten, man wäre kulturell nicht aufgeschlossen, nur weil man den australischen Song nicht mag, ist schon ein starkes Stück. Der Song ist für viele einfach halt langweilig. Die Performance mit der Maske ist kitschig und lächerlich. Ich bin mir nicht sicher ob Australien ins Finale schafft. Da der Mann aber ganz gut singen kann, könnte es knapp reichen. Fürs Finale wäre ich überrascht, wenn es mehr als Platz 20 werden würde.
Die übliche internet-Faktenverdrehung, weil es besser passt und bei der Menge der Postings nicht mehr hinterfragt wird.
Ich habe geschrieben, dass kulturell aufgeschlossene Televotern einen Finaleinzug möglich machen können. Den hiesigen Negativ-Kommentatoren habe ich Unwssenheit und Ignoranz zugeschrieben. Gegen eine persönliche Meinung habe ich nichts geschrieben.
Lied und Auftritt müssen sich in den drei Minuten von selbst tragen ohne dass von den „Unwissenden und Ignoranten“ ein Einsammeln von Hintergrundwissen erwartet werden soll.
@Festivalknueller
Das Tragen/Ablegen einer Maske/Schleier spielt in fast allen Kulturen eine riesige Rolle (Aufklaerung hin oder her) und insofern ist das Symbol ziemlich offensichtlich, wenn man ein bisschen Mitgefuehl hat/haben will.
Ich meine… selbst bei Ay Mama habe ich Kommentare gelesen oder gehoert (auf Youtube) wo man sich fragte, warum Rigoberta am Anfang des Liedes eine Schleier traegt… Dabei war doch alles ziemlich klar…
Aber, aber… wenn man ein LIed oder einen Kuenstler nicht mag hat man auch keine Augen fuer die ganze Symbolik.
Bei Konstrakta ist das Haendewaschen schon eher schwieriger zu interpretieren, wenn man den Text nicht kennt, aber wenn man (so wie ich) sich vom LIed angezogen fuehlt, da gibt man sich die Muehe, ein bisschen zu recherchieren.
Na, wenn das alles so bedeutungsschwanger ist, kann er ja einen Aufsatz darüber schreiben und ihn die 3 Minuten laut vorlesen, ist mitunter genauso (un)spannend wie der eigentliche Song.
Danke für die Erklärung – nur asiatische Länder sind bekanntlich nicht stimmberechtigt beim ESC
Es gibt zahlreiche Voter im EBU-Raum mit asiatischer Herkunft.
Meine Tante Bomi ist aus Korea und lebt im EBU-Raum. 🙂
Sehr witzig !🙄
Ist nicht witzig, sondern wahr. Sie ist Lehrerin für koreanischen Trommeltanz. 💃💃💃
Mir gefällt das gut , denke auch das es mit einen Finaleinzug klappt .
Australien – 4/12 Punkte
Sheldon Riley kann gut singen, keine Frage. Er erinnert stimmlich etwas an Sam Smith oder möchte gern an ihn erinnern. Doch mir ist da zu viel Hall drübergelegt. Auch hat das Lied einfach keinen dramatischen Bogen und ist von Anfang an voll Pathos auf die 12. Letztendlich nehm ich ihm das ganze Gejammer und Klagen nicht ab und es ist nur kurz davor, in den unfreiwillig komischen Kitsch eines Kobi Marimi abzugleiten.
Bei dem Song ist mir von allem zu viel. Zuviel Drama, zuviel Kostüm, zuviel Maske, zuviel Schmerz… im letzten Jahr gab es ähnliche Titel (Amen aus Österreich und Slowenien, Nordmazedonien, Georgien) mit zuviel Pathos…. die sind im Semi geblieben. So gern ich Australien im Finale hätte, bitte nächstes Jahr mit einem anderen Song. Dieser scheint direkt für ein Musical geschrieben zu sein am Ende fehlt noch die Erlösung durch den Prinzen, die Sonne oder ein magisches Wesen….
Ach Australien ist in diesem Jahr auch wieder dabei? Mir ist die Existenz von „Not the same“ kaum bewusst. Sheldon Riley versucht auf einem kaum definierbaren Klangteppich Duncan Laurence zu imitieren und kriegt das sogar ganz gut hin.
Aber es bleibt überhaupt nichts hängen, da reißt auch die Stimmakrobatik nicht mehr viel heraus. In meiner persönlichen Rangliste befindet sich Australien in diesem Jahr auf dem letzten Platz und wird, wenn nicht noch ein Wunder geschieht, auch in diesem Jahr das Finale verpassen, zumindest kann ich persönlich auf Australien im Finale verzichten.
Ok, hier muss ich etwas weiter ausholen.
Ich habe selber das Asperger-Syndrom, daher weiß ich wie es sich anfühlt damit zu leben. Mir fällt es schwer auf andere Leute zuzugehen und ihnen vor allem in die Augen zu schauen. Viele halten mich vielleicht für unhöflich deshalb, aber ich schaffe das wirklich nur bei wenigen Leuten, hauptsächlich bei Familienangehörigen und selbst dort nicht immer. Auch in der Arbeit fällt es mir nicht immer leicht mich auf anere einzulassen und zu vertrauen da ich mich nicht gut einschätzen kann und oft denke ich habe völlig versagt. Ich kann von Glück reden dass ich einen sehr verständnisvollen Chef habe.
Von daher kann ich mir gut vorstellen dass es für Shelon nicht einfach ist auf der Bühne zu stehen, ich selber zolle ihn dafür großen Respekt.
Nun ist es aber nun mal so dass wir immer noch über den Eurovsion „Song“ Contest sprechen, und wenn ich meine persönliche Sympathie und Anerkennung beiseite lasse muss ich sagen dass dies für mich einer der schlimmstens Songs dieses Jahr und mit großem Abstand der schlechteste australische Beitrag bisher ist!!
Für mich waren dass drei wirklich schwer zu ertragende Minuten. Der einzige Sinn und Zweck dieser öden Castingshow-Ballade meiner Meinung nach ist zu zeigen wie lange er die Töne halten kann und wie gut er im Jaulen ist. Gefühle?? Zero!! Nada!! Das ist der absolute Todesstoß für jede Ballade.
Auch seine Stimme ist leider gar nicht mein Geschmack, viel zu weinerlich vom Klang her und stellenweise hatte ich wirklich Gänsehaut, aber eher die Art von Gänsehaut wenn Fingernägel an einer Tafel schleifen!!
Auch die ganze Performance ist mir persönlich viel zu theatralisch. Der Moment wo die Maske entfernt wird kann ich aufgrund meiner Geschichte zwar irgendwie nachvollziehen, auf mich wirkt es dennoch eher cringy bzw. unfreiwillig komisch als berührend.
Ich fürchte leider dass die Australien-Lobby unter den Juries dafür sorgen wird dass dieses vertonte Nichts ins Finale kommen und dort auch ins vordere Mittelfeld kommen wird, was es aber nicht verdient hat. Für mich gehört das auf Nimmerwiedersehen ins ESC-Nirvana!!
Sorry für den sehr langen Text, aber hier musste das einfach raus.
Lieber ESC1994, vielen Dank für diesen Kommentar und für Deine Offenheit.
+1
@Gaby
Danke sehr. 🙂
Sorry für die Rechtschreibfehler. Ich gebe mir immer sehr Mühe es fehlerfrei zu schreiben, aber dass musste ich auf dem Smartphone schreiben da auf meinem Laptop einige Tasten geklemmt haben.
Alles gut, ist doch nicht so schlimm.
Passiert mir auch genug, vor allem bei den Formulierungen, wenn ich im selben Absatz zwei- oder dreimal dieselben Worte benutze…. Denke mir manchmal: „Hm, hätte man auch anders schreiben können“. Aber hey, wir sind ja alle auch nur Menschen.🙂
🫶 für diesen Kommentar @ ESC1994
@Thilo mit Bobby
Ich erkenne leider nicht was du am Anfang schicken wolltest.
Meinst du das Emoji? Das sind zwei Hände die ein Herz bilden
@Thilo mit Bobby
Ah okay. Wird leider auf meinem Laptop nicht angezeigt. 🙁
Gut möglich. Das Emoji ist noch sehr neu.
Oh Lordy…..man kann ja immer nur vom eigenen Musikgeschmack aus bewerten. Schwierig. Ich habe mir alle 17 Titel aus dem Semi noch einmal angeschaut bzw angehört und würde schon 12 Songs ins Finale schicken wollen und dennoch ist Australien für mich leider nicht dabei. Vielleicht würde ich mich anders entscheiden, wenn einer von meinen derzeitigen Favoriten seine Live Performance verkackt. 🙈
Drama pur, i like, ausser den Vorhang vor der Latüchte
Übrigens – das angebliche Gejaule ist von einer ganzen Meute Australiern gewählt worden, die das wohl alle anders empfinden als die einhellige Meinung hier
@Karin
Und wenn er mit 99,9 % gewählt worden wäre wäre es keine Verpflchtung für uns es toll zu finden. Trump haben ja auch viele Amerikaner gewählt.
„Übrigens – das angebliche Gejaule ist von einer ganzen Meute Australiern gewählt worden, die das wohl alle anders empfinden als die einhellige Meinung hier“
….die leben“down under“.Die müssten doch mit den Kopf auf den Boden stehen.
Kein Wunder,das die dann verkehrt hören.
Ich weiss gar nicht was ihr alle habt. Der klingt doch um Welten besser und ist nur halb so lächerlich wie der Brite (obwohl ich dessen Fähigkeiten nicht klein reden möchte, er setzt sie nur albern ein).
Ich finde Australien dieses Jahr gar nicht schlecht, daher 06/10.
In die Begeisterungsstürme von dem Beitrag aus UK kann ich auch nicht einstimmen. Find’s eher nervig.
Ich mag Space Man sehr. Hat eine wunderbare melodische Linie – ziemlich britisch, ca va sans dire, trotzdem ganz gut gelungen.
Der Song ist in meiner ESC-Top 5 (und Top 10 des Jahrgangs -einschl. VE).
ich muss dazu sagen: ESC-Songs (Lieder) hoere ich hauptsaechlich im Auto und unter der Dusche (bis auf Rigoberta. Ich kann sie ueberall hoeren). Vielleicht spielt das eine Rolle, warum ich Space Man und Ram Pam Pam mag… ? Keine Ahnung.
Bei 40 Beiträgen à 3 Mnuten musst Du dann ja 2 Stunden duschen. Das ist aber nicht gut für die Haut.
Man muss nicht jede Befindlichkeit „künstlerisch“ auszudrücken versuchen, insbesondere wenn man es nicht kann.
Na gut, auch Australien darf beim ESC mal falsch abbiegen – sie hatten ja auch schon einige hübsche Pop-Perlen in den ersten Jahren. Ich hoffe, dieses Œuvre scheidet aus und der Künstler, der ja was kann, kommt irgendwann mit einem besseren Song zurück.
Etwas off-topic…..
von Slowenien gibt es ein neues Video.
Macht den Song nicht besser,aber das Video ist ganz nice.
Ich habe jenseits von niedlich auch noch keinen wirklichen Zugang zu SVN22 gefunden, aber mir ist aufgefallen, dass all jene, die auf YT die ESC-Beiträge besprechen und einen professionellen Hintergrund im Musikgeschäft haben, das Lied ganz klasse finden. Da muss wohl etwas sein, das uns Laien entgeht … 🤔
Mal sehen, was jene Länder denken, die tatsächlich Musikmenschen und keine B-Prominenz in ihre Jurys stecken.
Ich war auch total erstaunt, dass Groot so begeistert davon ist und bestätigt deine Beobachtung:
Groot 😍
Das gleiche gilt für eine klassische Musikerin, über deren Reaktionsvideo (TOP 40) ich vor ein paar Tagen gestolpert bin.
Um es auf den Punkt zu bringen reicht 1 Wort . UNERTRÄGLICH . Ich gebe mal 0punkte
Die nächsten Votings der beiden derzeit statfindenden Umfragen von OGAE und INFE liegen vor und bei beiden gab es für Australien keine Punkte. Bei der INFE-Poll war Weißrußland an der Reihe und vergab seine 12 Punkte an Norwegen:
https://eurovoix.com/2022/04/11/infe-poll-2022-belarus/
Norwegen wiederum vergab seine Wertung für die OGAE-Umfrage und bei dieser erhielt Gastgeberland Italien die 12 Punkte:
https://eurovoix.com/2022/04/11/norway-ogae-norway-reveals-points-for-ogae-poll-2022/
Österreich erhielt von Weißrußland und Norwegen Punkte während Deutschland weiterhin unbepunktet bleibt.
12 Punkte aus Weißrussland für Norwegen … hoffentlich ist einfach immer noch der Rybak-Bonus.
Leider falsch, Matty!
Deutschland hat aus Lettland zwei Punkte erhalten, was du auch bereits hier vermeldet hast.
Ist viel Drama und der Song ist doch recht repetitiv. Aber er fängt mich schon ein. Hat eine tolle Stimme. Es fällt aber sehr schwer den Song einzuschätzen. Da wird der gesamte Eindruck in Turin zeigen ob es mit den Top10 vielleicht klappt.
Ich reihe mich hier gerne in die Minderheit ein, die Sheldons Song mag. Mich berührt das sehr – manch einem ist das zu viel Schmerz und zu viel Drama, aber genau das singt er sich ja mit diesem Lied aus dem Leib und das ist für mich absolut glaubwürdig. Das einzige worauf ich verzichten könnte, wäre sein „Gesichts-Vorhang“, aber auch der hat wohl seine tiefere Bedeutung, wie ich oben in den Kommentaren gelesen habe.
Ich drücke Sheldon ganz fest die Daumen, dass er beim ESC besser ankommt, als es hier den Anschein hat.
Auch mich berührt das Lied sehr und um ehrlich zu sein bin ich etwas überrascht dass es hier doch so viele gibt die mit Sheldon nicht fühlen.
Ich hoffe und wünsche ihm von ganzem Herzen dass er ins Finale kommt und da eine gute Platzierung erreicht
Sein Gesichts-Vorhang ist rein affiges Getue und zum Schluss die Frisur durcheinander bringen. Furchtbar dieses abgehobene Plemm-Plemm.
@ESCforETERNITY Das deckt sich zu 100% mit meiner Meinung, schöner Kommentar.👍
Übrigens der ‚Gesichts Vorhang‘ könnte, abgesehen vom kulturellen Hintergrund auch eine einfache praktische Rolle spielen als Schutz vor äußerlichen Reizen.. das zumindest aus der Sicht meines Mannes der selber Aspie ist.
Leute wie dieser Sheldon Riley gehören inzwischen beim ESC zum Inventar und dann dieses laute Gejaule dabei, meine Güte…das hat nichts mit Eurovision SONG Contest zu tun. Nennen wir doch das Ganze in Eurovision Performance Contest / EPC um. Hart erprobt hatten wir das mit den Gewinnern 2002, 2014 und 2015. Eh alles Songs, die ins Nichts oder wie Peter sagen würde „im Nebel von Norwegen“ verschwanden.
Ich muss sagen, das ich die Kritik für diesen Song nicht so verstehe. Ja klar mit „Not The Same“ gewinnt man kann Blumentopf, aber im direkten vergleich zu Aserbaidschan, die Schweiz und Polen gefällt mir persönlich Australien viel mehr. Ist natürlich alles Ansichtssache. Mein Support hat Sheldon sicher.
7Punkte für Australien
1.Serbien 12Punkte
2.Australien 07Punkte
3.Georgien 07Punkte
4.San Marino 05Punkte
5.Finland 03Punkte
6.Malta 01Punkt
7.Aserbaidschan 01Punkt
8.Israel 01Punkt
Ich kann da leider auch nicht viel mit anfangen. Doize Points spricht mir aus der Seele.
Typische X-Factor Ballade, was etwas ironisch ist, da es die einzige Castingshow zu sein scheint, durch die er noch nicht getingelt ist. Die Maske finde auch ich kontraproduktiv, der ESC ist kein Musical mit selbsterklärender Storyline.
Find’s erstaunlich, dass er hier so schlecht wegkommt. Hätte eigentlich mit dem Gegenteil gerechnet.
Aber ja, mir ist die Nummer auch zu kalkuliert und in allen Belangen zu „drüber“. Eigentlich reicht das Gimmick der Maske zur Veranschaulichung: Ja, sie funktioniert irgendwo – aber man hat sowas gefühlt halt auch schon viel zu oft gesehen, um da wirklich etwas zu empfinden. Ist halt dann doch schlichtweg zu effekthascherisch. Genau wie seine persönliche Leidensgeschichte, der Gesang, die Wahl des Outfits. Man denkt sich bei allem instinktiv: Wäre es nicht alles auch eine Nummer kleiner gegangen?
Zumindest ist es insgesamt trotzdem aber noch recht würdevoll und geschmackssicher, gerade wenn man es mit TIX vergleicht.
Vor knapp zehn Jahren wäre der Song sicherlich sehr, sehr weit, wenn nicht sogar ganz vorne gelandet. Nun muss man aber eher davon ausgehen, dass sich schon nächstes Jahr niemand mehr an Sheldon Riley erinnern wird. Und das vermutlich nicht trotz, sondern gerade wegen der Maske.
Im Süden nichts Neues. Das erinnert mich total an einen winselnden Straßenköter, der einen verfolgt und bei dem man versucht, Mitleid zu haben, es aber irgendwie nicht schafft. Wenn Sheldon seine Maske zitternd ablegt, bin ich komplett raus und gar peinlich berührt. Das sind immer Momente, bei denen ich mich ein wenig schäme, ESC-Fan zu sein. *seufz* Die Juroren werden es essen, weil Australien (und Story und Stimme und so), bei den Zuschauern sehe ich ähnlich wie bei Malta komplett schwarz. Wer will dafür schon anrufen?
Prognose: Halbfinale 11/18 (50%)
Meinung: Platz 34/40 (4 Punkte)
Im zweiten Halbfinale ist wirklich viel Juryfutter: Malta, Australien, Aserbaidschan, Schweden, Belgien und z.T. Polen. Ich kann mir vorstellen, dass 1-2 davon über die Klinge springen müssen, weil sie am Ende nicht genug vom Kuchen abbekommen und die Zuschauer sie komplett links liegen lassen. Schweden und Polen werden es nicht sein, Belgien mit guter Performance auch nicht, deswegen wird es spannend um Australien, Aserbaidschan & Malta…
Ähem, rein objektiv gesehen kann ich Dir nur zustimmen.
Im Gegensatz zu den meisten hier:
Also ich nehme ihm alles ab. Klar isses drüber, aber das macht es ja in dem Fall gerade aus (dieser Satz könnte bei Israel genauso stehen).
Und seine Stimme erinnert mich sehr an Anohni, ehemals Antony von Antony and the Johnsons.
Ich glaub an ein Finale…
Alles etwas prätentiös. Das lässt den gesamten Auftritt trotz ernsthafter und authentischer Message doch ein wenig krampfhaft wirken. Aber wegen meinem soft spot für Drama-Balladen drücke ich ihm trotzdem die Daumen für einen Finaleinzug.
Mir gefällt der australische Beitrag auch in diesem Jahr leider Null. Der Song ist hochgradig nervtötend, Die Darstellung auf der Bühne ist ja mal so richtig zum weggucken. Live finde ich singt der deutlich schwächer als bei der Tonaufnahme.
Gut ok, er ist gay (und Gays auf der Bühne sind ja immer alle ‚over the top‘, andere Gays gibt’s ja nicht in der Vorstellung der Leute, die nunmal dringend bedient werden will) und er hat das Asperger Syndrom. Ein ganz schreckliches Schicksal. Vor allem beides zusammen und dann auch noch in Australien. Ein Glück, dass er nicht auch noch fettleibig ist und faulige Zähne hat. Dann würde die Bühne so richtig gewässert werden. Heul Heul (a la Anke Engelke..) . Obwohl, ich glaub mit fauligen Zähnen und Zahnlücken hätte er den VE in Down Under 100% sicher nicht gewonnen, denn er wäre gar nicht eingeladen worden…
Das ist, glaube ich, der schlimmste Kommentar, den ich auf diesem Blog gelesen habe.
Mehr habe ich nicht zu sagen
@trevoristos
Der Kommentar ist einfach nur boshaft und dumm.🙁
@Gaby
Nicht nur der Kommentar, der Sender auch.
Ignorier ihn einfach, erspart einem jede Menge schlechte Laune.
@ESC1994
Ja, Du hast recht, versuche ich auch, aber es ärgert mich immer wieder, so einen menschenverachtenden Mist zu lesen.😡
Der zweite Pinoy beim ESC überhaupt und das zweite Jahr in Folge mit einem Pinoy als Teilnehmer. Wer hätte das gedacht? Den Titel zu beurteilen vermag ich nicht, ich habe ihn mir ein paar Mal angehört, aber kann mich nicht mehr an ihn erinnern.
Zum Thema Asperger noch ein persönlicher Gedanke: ich frage mich, ob ich das nicht auch habe. Viele Leute sagen zu mir, ich hätte das ganz bestimmt nicht, aber es gibt oft Momente wo ich mich frage, ob ich das nicht vielleicht doch mit mir rumtrage. Insofern ein wichtiges und interessantes Thema.
Nein. Einfach nur: Nein. Das ist in jeder Hinsicht so drüber, dass ich mich mit Grausen abwende. Beiträge, die mit voller Wucht auf meine Emotionen zielen wollen, haben es bei mir immer schwer. Ich will umworben werden und nicht den Hammer ins Gesicht kriegen. Dat is nix für meine Töchter ihre Mutter.
Okay, ich kannte beim ersten Hören die ganzen Hintergrundgeschichten nicht, aber mal ehrlich: Sollte ein Beitrag nicht auch aus sich selbst heraus ohne das Wissen um die Hintergründe funktionieren? Und bevor jetzt wieder der Vergleich mit TIX kommt: Ja, das hat damals funktioniert, sogar sehr gut! Die Stimme ist sehr gut, das könnte ihn noch retten. Ansonsten wird es mit dem Finale sehr eng.
Die umtriebige Sacha Jean-Baptiste wird Australiens Auftritt beim ESC-Halbfinale in Szene setzen:
https://eurovoix.com/2022/04/18/sheldon-riley-sacha-jean-baptiste/
Auch die Schweiz wird von Frau Jean-Baptiste künstlerisch auf die ESC-Bühne geklöppelt.