ESC-Songcheck kompakt (39) – Niederlande: „Grow“ von Jeangu Macrooy

Quelle: Instagram @jeangu_macrooy

Nachdem den Niederlanden im vergangenen Jahr mit einer Direktnominierung der groß Wurf gelang, setzte man auch in diesem Jahr auf den altbewährten Modus. Seit 2013 wählt das Gastgeberland von 2020 und 2021 seinen Beitrag intern aus und war damit erfolgreich. In diesem Jahr sollte Jeangu Macrooy mit dem Lied „Grow“ die Niederlande im eigenen Land vertreten, bevor das Event bekanntlich aufgrund der Corona-Krise abgesagt wurde. Macrooy wurde jedoch bereits als Teilnehmer für den Contest 2021 in Rotterdam bestätigt.

Der aus Surinam stammende Sänger Jeangu Macrooy wurde in Paramaribo geboren und zog erst im Jahr 2014 in die Niederlande. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Xillan trat er bereits 2011 als Soul-Duo auf. In den Niederlanden studierte er an der Kunsthochschule in Enschede Songwriting. Seine als Solokünstler veröffentlichten Singles und Alben waren nie Chartstürmer, fanden jedoch immer ihr Publikum und wurden von Kritikern gelobt. In den vergangen Jahren tourte er durch einige Staaten Europas sowie durch Surinam und trat etwa auch in Deutschland beim Reeperbahn Festival auf.

Der Song 

Jeangus Beitrag „Grow“ ist eine eher ungewöhnliche Pop-Soul Nummer mit Gospel-Einflüssen. Etwas abweichend vom klassischen Mainstream-Songaufbau, beginnt das Lied erst langsam mit dem Fokus auf Jeangus Stimme und nur leisen, minimalistischen Klängen. Zunehmend steigen Gospel-artige Chöre ein, mit denen auch das Lied endet.

In dem Lied, das zu Deutsch „Wachsen“ heißt, besingt Jeangu das Älterwerden und die Fragen, die man sich mit zunehmenden Alter stellt. Er will mit dem Song zeigen, dass Emotionen eine universelle Sprache sind und dass die Menschen mit ihrer Suche nach Glück nicht alleine sind.

Der Check

Song: 3/5 Punkte
Stimme: 4/5 Punkte
Instant-Appeal: 2/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: „Grow“ musste bei mir wirklich erst wachsen, gefällt mir mittlerweile aber sehr gut. Das einzige, was mir nicht so gut gefällt, ist der sehr auf „große Bühne“ getrimmte Schluss, das hätte der Song – zumindest in dieser Intensität – gar nicht nötig. Jeangus Album ist übrigens absolut top, da solltet Ihr mal reinhören. 10 Punkte.

Berenike: Vielleicht der authentischste Song in diesem Jahr. Ich habe wirklich den Eindruck, dass Jeangu in dem Stück einfach nur erzählen möchte, was ihn bewegt. Das Lied will einfach nur das Lied sein, was es ist. Hier ist überhaupt keine „ESC-Anbiederung nach Schablone“ zu erkennen. Ich mag sehr, wie unprätentiös das Stück textlich und musikalisch ist: kein Kitsch, kein Schreien, kein überbordendes Streicherarrangement. Außerdem finde ich Jeangus weiche Stimme sehr angenehm. 12 Punkte.

Douze Points: Das klassische ESC-Problem: zwei Lieder in einem. Bei „Grow“ weiß man einfach nicht, was man da musikalisch bekommt bzw. bekommen soll: eine zerbrechliche Ballade oder einen Gospel-Midtempo-Song. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Und dann auch noch ohne klaren Anker in Form eines richtigen Refrains. Da hilft auch die schöne Stimme von Jeangu wenig. 6 Punkte.

Florian: Auch als Gastgeberland scheut die Niederlande nicht davor, ihre kreative Musikszene beim ESC zur Schau zu stellen. Zwar ist „Grow“ nicht ganz mein Geschmack, jedoch ist es ein respektabler Beitrag, der von einigen sicher unterschätzt wurde. Jedenfalls ist Jeangu Macrooy ein würdiger Vertreter der Niederlande, der sicher auch im kommenden Jahr eine tolle Nummer für den ESC präsentieren wird. 6 Punkte.

Manu: Und nun halten mich wahrscheinlich viele für verrückt… aber ich glaube die Niederlande hätten mit diesem Beitrag eine gute Chance gehabt, den ESC erneut zu gewinnen – mindestens aber die Top 5 zu erreichen. Auch wenn auf dem Papier eigentlich alles dagegen spricht. „Grow“ ist der einzige Titel in diesem Jahr, bei dem ich schlagartig Gewinnervibes spürte (ähnlich zu Duncan Laurence, Salvador Sobral und Jamala). Ein Beitrag, den man ohne große Mühe sehr eindrucksvoll hätte inszenieren können. „Grow“ mag für viele langweilig sein, aber andere hätte er emotional sehr berührt. 12 Punkte.

Max: Ein Lied, das vielleicht etwas unter dem Radar geflogen ist. Der Aufbau des Songs ist etwas außergewöhnlich, aber er verfolgt einen roten Faden und steigert sich immer weiter. Klar hätte der Gastgeber den Contest damit nicht im eigenen Land halten können, das war auch bestimmt nicht die Absicht. Aber mit „Grow“ hätte sich die Niederlande nicht verstecken müssen. Ich mag es zwar, aber ich höre es nicht so oft wie andere Lieder, zugegebenermaßen. In Rotterdam wäre es wahrscheinlich ein super Auftritt geworden, angepeitscht vom Heimvorteil. 7 Punkte.

Peter: Jeangu hat eine der eindringlichsten Stimmen des aktuellen Jahrgangs, tief, klar, harmonisch, und er interpretiert „Grow“ mit Stil und Feingefühl. Der Song selbst liegt im oberen Mittelfeld der zahlreichen Balladen im diesjährigen Titelportfolio. Ganz persönlich hat mich dann noch der Diaprojektor im Video geflasht. Hoch leben die 70er. 8 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 61/84 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „Grow“ auf Platz 20 von 41.

Wie hätte der niederländische Beitrag "Grow" von Jeangu Macrooy abgeschnitten?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Don’t Break Me“ von Montaigne
(2) Irland: „Story Of My Life“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „On Fire“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „You“ von Vasil
(5) Russland: „UNO“ von Little Big
(6) Schweden: „Move“ von The Mamas
(7) Slowenien: „Voda“ von Ana Soklič
(8) Weißrussland: „Da Vidna“ von VAL

Zweite Hälfte des ersten Semis

(9) Aserbaidschan: „Cleopatra“ von Efendi
(10) Belgien: „Release Me“ von Hooverphonic
(11) Israel: „Feker Libi“ von Eden Alene
(12) Kroatien: „Divlji Vjetre“ von Damir Kedžo
(13) Malta: „All Of My Love“ von Destiny
(14) Norwegen: „Attention“ von Ulrikke
(15) Rumänien: „Alcohol You“ von Roxen
(16) Ukraine: „Solovey“ von Go_A
(17) Zypern: „Running“ von Sandro

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Estland: „What Love Is“ von Uku Suviste
(19) Griechenland: „SUPERG!RL“ von Stefania
(20) Island: „Think About Things“ von Daði Freyr
(21) Moldau: „Prison“ von Natalia Gordienko
(22) Österreich: „Alive“ von Vincent Bueno
(23) Polen: „Empires“ von Alicja
(24) San Marino: „FREAKY!“ von Senhit
(25) Serbien: „Hasta La Vista“ von Hurricane
(26) Tschechien: „Kemama“ von Benny Cristo

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(27) Albanien: „Fall From The Sky“ von Arilena Ara
(28) Armenien: „Chains On You“ von Athena Manoukian
(29) Bulgarien: „Tears Getting Sober“ von VICTORIA
(30) Dänemark: „YES“ von Ben & Tan
(31) Finnland: „Looking Back“ von Aksel
(32) Georgien: „Take Me As I Am“ von Tornike Kipiani
(33) Lettland: „Still Breathing“ von Samanta Tīna
(34) Portugal: „Medo de sentir“ von Elisa
(35) Schweiz: „Répondez-moi“ von Gjon’s Tears

Gesetzt fürs Finale

(36) Deutschland: „Violent Thing“ von Ben Dolic
(37) Frankreich: „Mon alliée (The Best In Me)“ von Tom Leeb
(38) Italien: „Fai Rumore“ von Diodato


35 Kommentare

  1. Schade, toller Musiker, tolle Stimme, aber irgendwie habe ich vom Song mehr erwartet. Er erreicht mich nicht wirklich. Sehr schwer einzuschätzen, wie er abgeschnitten hätte. Ich würde mal hinteres Mittelfeld tippen.

  2. Zuerst fand ich das Lied eigentlich nur langweilig, aber mit der Zeit habe ich „Grow“ mehr und mehr schätzen gelernt. Allerdings mag ich den Anfang deutlich mehr als das Ende, da wird’s mir viel zu gospelig. Die Niederländer wollten nicht wieder gewinnen und sie hätten nicht wieder gewonnen, aber sie hätten ein sehr respektables, ehrliches Stück Musik auf die Bühne gebracht. Ich bin gespannt, was wir nächstes Jahr von Jeangu Macrooy präsentiert bekommen.

  3. Glaub ja schon,das der Beitrag ein kleines „dark horse“ gewesen wäre.Entsprechend inszeniert wäre vielleicht schon eine Top-10 Paltz möglich gewesen.Mehr aber auch nicht..aber immerhin.

  4. Victorias ähnlich gelagerter Mutmachersong „Tears Getting Sober“ hat mich noch recht geärgert: Den Stehsatz „die Zeit heilt alle Wunden“ drückt man Menschen in schwierigen Gefühlslagen nicht ins Gesicht, wie ich finde. Es ist kindisches Hörensagen, auf fürchterliche Weise unwahr obendrein.

    Kommen wir also zum Erwachsenenprogramm. Und das klingt gleich ganz anders. Der Text spricht aus Erfahrung, kommt ohne rhetorisch aufgehübschte Platitüden aus. In Struktur und Dramatik sind sich die Beiträge aus Bulgarien und den Niederlanden recht ähnlich, Jeangu setzt in „Grow“ aber auf folkloristisch-analogen Appeal.

    Alles an diesem Song ist höchst sorgsam. Jede einzelne Frequenzschwingung ist exakte Handarbeit, mit viel Hingabe ausgeführt. Wunderschön, wie sich der Song aus der Mono- in die Polytonie entfaltet. Herzzerreißend, wie das Lied nach dem „Aufgehen“ unvermittelt endet.
    Könnte ich jetzt stundenlang darüber theoretisieren.
    Ein Werk ohne Verfalldatum, wahrhaftig und intim. Alles in einem einzigen Take gesungen, kein Autotune. Tontechnisch echte Ingenieurskunst, dreidimensionales Mastering.

    Für mich das größte Geschenk dieses Jahrgangs, mein tatsächlich liebster Eurovisionsbeitrag aller Zeiten.
    Vielen Dank, Jeangu!
    Platz eins für „Grow“. Und dann kommt sehr, sehr, oh! – sehr lange nichts.

    • Sehr wahre Worte zu diesem unsinnigen „Die Zeit heilt alle Wunden“-Quatsch. Aus Wunden werden Narben und die platzen immer wieder auf.

      Aber ein Hauch von Widerspruch zu „Grow“ und dem Text: ich finde den auch gut und sehe es wie du, dass der sehr behutsam und erwachsen ist. Aber mit der Zeile „Don’t take it personally“ kann ich dann leider auch nix anfangen. Wie soll man es sonst nehmen? Die richtige Lösung ist: man muss es persönlich nehmen und als Persönlichkeit daran wachsen. Man kann ja zum Beispiel dann auch sagen: „Nö, es betrifft mich nicht, ich bin nicht so, wie die andere Person mich sieht.“

      • @Andi Interessanter Zugang, völlig richtig natürlich. Muss mir den Song unter diesem Aspekt noch einmal geben und schauen, was es mit mir macht. – Ich liebe es, wenn die Lesarten zu Texten auseinander gehen 😊
        Ich verstand „don’t take it personally, don’t be offended“ in etwa so: Als Abbitte ans Umfeld für sein mitunter schwieriges Auftreten („unreasonable, just like a little kid, mad at the world (…) my mood changing like the weather“). Als die berühmte Selbsterkenntnis; den (im Idealfall) ersten Schritt, aus dem dann was wachsen kann.

      • @Eurovisionismus, der:
        Ach so. Okay, so hatte ich das tatsächlich noch nie gesehen. Aber ja, so macht die Zeile (auch mit dem offended-Zusatz) wieder mehr Sinn.
        Ich hatte den Text so verstanden, dass er erzählt, wie scheiße es ihm ging und was das alles mit ihm gemacht hat und so und dann praktisch den anderen Mut machen will (da gibts ja im Video so ’ne Selbsthilfegruppe, jedenfalls interpretier ich das so): „Hallo, ich bin der Jeangu, mir gehts jetzt besser, ich bin gewachsen an all dem, was da auf mich eingeprasselt ist im Leben. Und ihr könnt das auch. Wenn euch jemand dumm kommt, nehmt’s nicht persönlich. Lebbe gehd weidä und so. Tschö mit Ö, euer Jeangu.“

        Und in dem Zusammenhang wirkt „Don’t take it personally“ auf mich wie eine Plattitüde. Was ja auch erstmal richtig ist: nennt dich jemand dumme Schwuchtel, meint er nicht dich damit, er kennt dich ja nicht und weiß nicht, was für ein netter, loyaler Freund du bist zum Beispiel. Solche plumpen Beleidigungen sollte man natürlich nicht persönlich nehmen. Aber wenn dich jemand „charakterloser Arrogantling“ oder so nennt,sollte man das vielleicht schon persönlich nehmen. Um an sich zu arbeiten, so oder so.
        So gehts mir jedenfalls.Mir hat heute ein Freund gesagt, dass ich manchmal mit meiner sarkastischen Art etwas penetrant bin. Und wenn er das so wahrnimmt und es ihn stört, muss ich das vielleicht ändern, weil ich ja meinen Freunden nicht auf den Sack gehen will. Also hab ich das persönlich genommen.

        Aber gut, vielleicht interpretier ich in einen ESC-Song auch einfach nur zu viel rein.
        Lass uns über „Fuego“ sprechen. 😀

      • Oh Mann! Die tiefenpsychologischen Aspekte von Fuego!! Wo soll ich anfangen und wie viel Zeit haben wir 😀

    • Ganz meine Worte (die ich selbst vielleicht nicht ganz so gut in Form bringen hätte können 😁). Platz 1 auch bei mir, allerdings nicht im Alltimeranking.

    • Du hast schon recht. „Die Zeit heilt alle Wunden“ ist schon sehr platt, und stimmt eigentlich auch nicht wirklich, weil meistens irgend etwas zurückbleibt. Trotzdem mag ich Viktoria und ihren Song sehr gerne, wobei ich jetzt auch nicht immer so sehr auf den Text achte (Asche auf mein Haupt). Mir geht es hauptsächlich um die Stimme und die Melodie.🙂 Die Melodie sagt mir bei Jeangu halt nicht so zu, wobei ich die Qualität so manchen Songs in früheren Jahren sogar erst nach dem ESC zu schätzen gewußt habe. Auf jeden Fall freue ich mich, dass Jeangu nächstes Jahr wieder eine Chance bekommt, und vielleicht überzeugt mich ja dann auch sein Song.

      Nichts für ungut, ich lese Deine Texte sehr gerne🙂.

      • Oh @Gaby, in deinen Kommentaren habe ich noch nie etwas Ungutes gelesen 🙂 Ich wollte auch wirklich niemandem die Freude an „Tears Getting Sober“ verderben, bin aber einsichtig, dass meine Kommentare schon oft grenzwertig sind. Ich finde „Tears“ selber ausgesprochen nett („Nett“ ist bei mir ein Einzelkind!).
        Ich stoße mich eher daran, dass Victoria mit der Message „Lied über Menschen mit mentalen Gesundheitsproblemen“ ins Rennen geht. Wenn ich mir den Text unter diesem Gesichtspunkt anhöre, dann habe ich das Gefühl, sie wisse nicht wovon sie singt. Solch „gut gemeinte“ Sachen machen mich dann grantig.
        Wenn ich die angebliche Message weglasse, passt der Text für mich wieder. In meiner Review zu „Tears“ hatte ich geschrieben, es wäre (ohne die Botschaft) ein „juveniler Trostsong“ – und als solchen finde ich ihn vollkommen legitim und auch durchaus gelungen 🙂

  5. Gefällt mir etwas besser als der schweizerische Beitrag, der ja in der gleichen Kategorie „Slow Burner“ spielt. Trotzdem muss ich sagen, dass mir irgendetwas fehlt an dem Lied um mich wirklich zu begeistern. Knapp außerhalb meiner Top Ten.

  6. Ich hab versucht, mir den song schönzuhören. Vergeblich! Hätte wohl das übliche gastgeber-schicksal erlitten….platz 20-26.

  7. Mich hat hier wieder mal das Home Konzert Live mehr umgehauen wie das Video. Kam mir der Song zuerst ein wenig unscheinbar und langweilig rüber bin ich jetzt Feuer und Flamme für diesen Song und vor allem von diesem begnadeten Sänger. Ich denke Jeangue Makrooy muss in einem Satz erwähnt werden mit Gjon Tears und Diodato. 12 Punkte

  8. Ein sehr erwachsener Beitrag und der wahrscheinlich anspruchsvollste Beitrag des Jahrgangs. Aufrichtig, berührend und überzeugend gebaut. Bravo!

  9. Sehr stimmungsvolle Melodie und verträumt gemacht. Wäre nicht Letzter geworden, hätte aber für mich auch nicht um den Sieg mitgekämpft.
    Mein Platz 22 mit 7/10

  10. Ich muss zugeben, dass mir dieser Song ein wenig ZU erwachsen ist, da sehne ich mich ja richtig nach einem verspielten Song mit Kindersingstimme wie „Barbie girl“, „UNO“ oder „Schnappi, das kleine Krokodil“. Ich kann zwar schon positive Aspekte an diesem Lied erkennen (z.B. finde ich in manchen Passagen die Stimme des Sängers wirklich sehr schön), aber im Großen und Ganzen tendiere ich eher zu dem, was 4porcelli und Rainer 1 geschrieben haben.

    5 Punkte (von 12)

      • Och, ich mag die drei genannten Lieder wirklich (besonders „Schnappi“), also eigentlich war’s doch ganz lieb von mir, diesen Zusammenhang herzustellen. Komisch nur, dass ich beim Schreiben tatsächlich Anflüge von Gewissensbissen zu verspüren meinte 😉

      • Ach ja, die Anflüge von Gewissensbissen 🙂 Ich habe sie, wenn ich wieder mal zu moralisch werde. das ist ja nur gaaanz, ganz selten

      • Ist mir bisher gar nicht so aufgefallen, aber ab jetzt werde ich natürlich darauf achten 🙂

    • Den Zwinkersmiley habe ich am Ende meines Replys auch vergeigt gehabt, stattdessen auf Senden gedrückt. Egal, wir verstehen uns schon. Aber jetzt wirklich: 😉 und natürlich 🙂

  11. Hier lohnt es sich mal wieder zu kommentieren. „Grow“ von Jeangu Macrooy überzeugt mich textlich am meisten. Eine eigene Geschichte kommt immer gut an beim ESC, siehe Michael Schulte in Lissabon.
    Die Melodieführung eher solala, aber in Kombination mit den zerfledderten Stimmbändern in den ruhigen Passagen sehr wirkungsvoll soulig. Im Weiteren verliert sich der Song ein wenig, würde aber vermutlich beim Liveauftritt sehr gewinnen. Ich mag „Grow“, denke aber der Song würde nicht so gut abschneiden im Wettbewerb. Bei mir Top10, 10/12; Platz 16 -20.

  12. Noch mehr Persönlichkeit & Gefühl in ein Lied reinzulegen, geht eigentlich gar nicht mehr. Jeangu singt von Herzen und es geht auch zu Herzen. Für mich einer der emotionalsten Momente in diesem Jahr – durchaus vergleichbar in der textlichen Intensität wie Michael Schultes Beitrag (wie oben ja @mellofanberlin auch schon geschrieben hat). Sehr schön☺️ 10 Punkte

  13. In den letzten 10 Jahren waren die niederländischen Beiträge ausgesprochen gut. 2014 ist die Niederlande um den Sieg betrogen worden. Ein Mega-Hit bis heute, ganz im Gegensatz zum Siegertitel der Wurst. Dieses Jahr scheint die Niederlande keinen würdigen Nachfolgetitel gefunden zu haben. Mittelfeld-Platzierung im Finale. Schade :‘-(

  14. Mir gefällt die Formulierung „ZU erwachsen“ von @Thomas M. weiter oben sehr gut. Diese extreme nicht nur textliche sondern auch musikalische Seriosität empfinde besonders am Anfang des Songs als unglaublich anstrengend. Bis am Ende der Teil kommt, der mir gefällt (und der dann leider sehr abrupt endet), habe ich den Song deswegen schon geskippt. Wäre sehr wahrscheinlich im Mittelfeld gelandet, wo genau dann abhängig vom Liveauftritt. Jeangus Stimme gefällt mir aber sehr gut, insofern bin ich auf nächstes Jahr gespannt.

    Platz 39 von 41 (da war ich vielleicht etwas hart, aber für den ersten Teil gilt das schon)

  15. Für „Grow“ muss man sich Zeit nehmen und sich „einfühlen“. Und die Zeit nehme ich mir gerne, Jeangu kommt mir wirklich authentisch rüber. Das Lied steigert sich dann langsam zum Höhepunkt hin (den ich richtig gut finde) – und dann hört er auf zu singen. Am 16. Mai hätten sich wohl Millionen Zuschauer gefragt: Was kommt jetzt? Warum geht der jetzt von der Bühne? Holt der sich was zu trinken? Oh, die nächste Postkarte, dann war das schon der Schluss. Das Lied verfällt ein wenig durch das „Angel Si Ti“-Syndrom am Ende. Trotzdem ist das ein -fast- rundes und gelungenes Werk. Und selbst wenn man damit verkackt hätte – halb so schlimm. Ich finde es schön, wenn der Gastgeber seine 3 Minuten für so einen Heimbeitrag aufwändet. 🙂

    Prognose: Platz 16-20 (ich glaube dennoch nicht, dass das beim Publikum angekommen wäre)
    Meinung: Platz 18/41 (7 Punkte)

  16. Gesang: Angenehm ++ Dunkel und warm ++ Sauber ++ Zurückhaltend
    Melodie: Gospelballade ++ Sanft ++ Anspruchsvoller als es sich anhört ++ Originell
    Gesamt: Minimalistisch ++ Was fehlt hier? ++ Sparsam komponiert ++ Mehr wäre besser
    Chancen: Nur mit den Hintergrundsängern auf der Bühne ++ Was ist die Zielvorgabe? ++ Top 20 ++ Das sollte drin sein
    Optik: Sie sind der neue Erzieher? ++ Keine schwarze Klamotten! ++ Nur weiße Klamotten! ++ So gar nicht mein Typ

  17. Es hat etwas gedauert bis ich den Song gemocht habe, aber mittlerweile gefältl mir das alles verdammt gut. Denke aber dass der Song eher so zwischen Platz 16-20 gelandet wäre, einfach weil er nicht beim ersten Hören zündet.

    Dennoch der beste Gastgeberbeitrag in den letzten fünf Jahren.

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