ESC-Songcheck kompakt (41) – Vereinigtes Königreich: „My Last Breath“ von James Newman

James Newman Vereinigtes Königreich Großbritannien My Last Breath ESC 2020 Eurovision
Bild: BMG/Victor Frankowski

Bereits im September des vergangenen Jahres hatte Großbritannien bekanntgegeben, dass es seine Vorentscheidung „Eurovision: You Decide“ nicht fortsetzen und den Beitrag für Rotterdam stattdessen intern auswählen wird. Dazu wollte die BBC mit dem Plattenlabel BMG zusammenarbeiten. Wie genau der interne Auswahlprozess ablief, ist auch im Nachhinein nicht bekannt gegeben worden.

Die Wahl von BMG und der BBC fiel auf James Newman, der (bislang) hauptsächlich als Songwriter erfolgreich ist. Neben Hits für seinen ungleich bekannteren Bruder John hat er auch einige Stücke für Musikgrößen wie Toni Braxton, Kaiser Chiefs, Calvin Harris oder Australiens Guy Sebastian geschrieben. Darüber hinaus verfügt er schon über ESC-Erfahrung: 2017 war er als Songwriter für den irischen Beitrag „Dying To Try“ von Brendan Murray mitverantwortlich.

Der Song 

James Newman hat seinen ESC-Beitrag „My Last Breath“ zusammen mit den ebenfalls international erfolgreichen Komponisten Iain Farquharson, Adam Argyle und Edward Drewet geschrieben. Bei dem Lied handelt es sich um einen marsch-artigen Midtempo-Song mit Gospel-Elementen, der hauptsächlich auch von James‘ rauer Stimme lebt.

„My Last Breath“ ist letztendlich eine Liebeserklärung, in der James mit pathetischen Worten nicht nur das auch in Deutschland geläufige „bis zum letzten Atemzug“ verspricht, sondern auf diesen sogar zugunsten der anderen Person verzichten will. Auf einer weniger dramatischen Ebene kann man den Song aber auch weniger wörtlich lesen, dann ist der Sänger schlicht und einfach bereit, alles menschenmögliche in die besungene Beziehung einzubringen, gerade auch in schwierigen Zeiten.

Der Check

Song: 3,5/5 Punkte
Stimme: 5/5 Punkte
Instant-Appeal: 4/5 Punkte
Optik: 4/5 Punkte

Benny: „My Last Breath“ hat auf dem Papier alles, um es zumindest in einer Liga mit John Lundviks „Too Late For Love“ aus dem letzten Jahr mitspielen zu lassen, und das sogar in einem etwas moderneren Gewand. Dieses Gefühl hält sich bis zum ersten Refrain, der dann einfach nicht zündet und nach dem sich das Lied im Ungefähren verliert. Eigentlich gefällt mir das aber ganz gut und deshalb hoffe ich, dass“My Last Breath“ ein netter erster Versuch war und James im nächsten Jahr mit einem besseren Titel zurückkommen darf. 6 Punkte.

Berenike: Hier rechne ich den Briten an, dass sie endlich einmal einen Beitrag senden, der wie aktuelle britische Popmusik klingt. „My Last Breath“ hätte auch gut von einem Sänger aus der Riege der in Castingshows bekannt gewordenen Singer-Songwriter veröffentlicht werden können. Das Singer-Songwriter-artige gefällt mir dann auch sehr gut, dass es trotzdem wie britischer X-Faktor und dadurch etwas beliebig klingt, weniger. Gleichwohl ist es keine Austauschware, auch durch die interessante Pausenführung innerhalb der Melodie zwischen „last“ und „breath“. 7 Punkte.

Douze Points: Eigentlich nichts Falsches. Aber das ist auch schon das eigentliche Problem: denn das ist zu wenig für den ESC. Angenehmer Song, schöne Stimme, schlimme Pause vor dem „Breath“.  Am Ende bleibt es zu unauffällig. 6 Punkte.

Florian: Mit einer interessanten Strophe beginnt „One Last Breath“ als vielversprechender Titel. Leider flacht der Refrain total ab und enttäuscht auf ganzer Linie. James Newman hat eine tolle Stimmfarbe und hat den Song bereits bei Graham Norton super live performt. Allerdings reicht das nicht aus, um diese wirklich unterdurchschnittlich produzierte Nummer zu retten. Ich sehe durchaus Potenzial in dem Song, nur leider reichte das anscheinend nur bis zum Refrain. Danach vergeht mir die Lust an dem Titel und ich kann nur hoffen, dass es für das Mutterland der Popmusik im nächsten Jahr besser läuft. 4 Punkte.

Manu: James Newman ist meiner Meinung nach ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für United Kingdom. Die haben ja das Problem, dass der ESC – ähnlich wie in Deutschland – vom allgemeinen Publikum nicht ernst genommen und wertgeschätzt wird. So sucht die BBC jedes Jahr aufs neue nach dem Ausweg, um an alte Erfolge anzuknüpfen und Interesse für den Contest neu zu wecken, kann dann aber meist nur auf Nachwuchskünstler oder Comebackversuche zurückgreifen. James Newman ist zwar ebenfalls ein Newcomer als Soloartist, hat dabei aber eine sehr moderne Stimmfarbe und bedient auch den aktuellen Sound vieler momentan erfolgreicher Musiker. „My Last Breath“ erinnert mich etwas an „Rolling In The Deep“ von Adele, hat aber genug eigenen Charakter, um nicht zu ähnlich zu sein. Ich glaube nicht, dass das ganz hinten gelandet wäre, aber auch nicht, dass das schon der große Wurf gewesen wäre. 6 Punkte.

Max: James Newman kann Lieder schreiben. Keine Frage. Das merkt man bereits beim Intro und es wird in den Strophen bekräftigt. Nur leider flacht der Refrain etwas ab für meinen Geschmack, das steckt leider kein Wums dahinter. Ebenfalls bleibt der Refrain bei mir nicht wirklich im Kopf. Schade, denn das Lied, oder die Idee dahinter, hätte eigentlich ziemlich viel Potential. Mich lässt die Nummer leider insgesamt etwas kalt, wie etwa die Schnee-Landschaft im offiziellen Video. 3 Punkte.

Peter: „Gefällig“ ist die erste Charakterisierung, die mir zu „My Last Breath“ einfällt. Der Song hat einen schönen treibenden Refrain mit starkem Chorus, aber drumherum bleibt der Titel eher farblos. Vergleichbares gilt für James. Er kommt supersympathisch rüber, man hört ihm gerne zu (weit nach Mitternacht nach drei großen Lager auf der Minibühne in einen englischen Pub) und er wäre sicher ein Top-Kumpel zum Doppelkopf spielen, aber die ESC Bühne ist gefühlt (noch) zu groß für ihn. Das Video ist albern, diese Yeti-Endzeitstimmung überhöht den Text unpassend übertrieben. 6 Punkte

Gesamtpunktzahl: 38/84 Punkte

Beim ESC-kompakt-Index landet „My Last Breath“ auf Platz 33 von 41.

Wie hätte der britische Beitrag "My Last Breath" von James Newman abgeschnitten?

View Results

Loading ... Loading ...

Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Don’t Break Me“ von Montaigne
(2) Irland: „Story Of My Life“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „On Fire“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „You“ von Vasil
(5) Russland: „UNO“ von Little Big
(6) Schweden: „Move“ von The Mamas
(7) Slowenien: „Voda“ von Ana Soklič
(8) Weißrussland: „Da Vidna“ von VAL

Zweite Hälfte des ersten Semis

(9) Aserbaidschan: „Cleopatra“ von Efendi
(10) Belgien: „Release Me“ von Hooverphonic
(11) Israel: „Feker Libi“ von Eden Alene
(12) Kroatien: „Divlji Vjetre“ von Damir Kedžo
(13) Malta: „All Of My Love“ von Destiny
(14) Norwegen: „Attention“ von Ulrikke
(15) Rumänien: „Alcohol You“ von Roxen
(16) Ukraine: „Solovey“ von Go_A
(17) Zypern: „Running“ von Sandro

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Estland: „What Love Is“ von Uku Suviste
(19) Griechenland: „SUPERG!RL“ von Stefania
(20) Island: „Think About Things“ von Daði Freyr
(21) Moldau: „Prison“ von Natalia Gordienko
(22) Österreich: „Alive“ von Vincent Bueno
(23) Polen: „Empires“ von Alicja
(24) San Marino: „FREAKY!“ von Senhit
(25) Serbien: „Hasta La Vista“ von Hurricane
(26) Tschechien: „Kemama“ von Benny Cristo

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(27) Albanien: „Fall From The Sky“ von Arilena Ara
(28) Armenien: „Chains On You“ von Athena Manoukian
(29) Bulgarien: „Tears Getting Sober“ von VICTORIA
(30) Dänemark: „YES“ von Ben & Tan
(31) Finnland: „Looking Back“ von Aksel
(32) Georgien: „Take Me As I Am“ von Tornike Kipiani
(33) Lettland: „Still Breathing“ von Samanta Tīna
(34) Portugal: „Medo de sentir“ von Elisa
(35) Schweiz: „Répondez-moi“ von Gjon’s Tears

Gesetzt fürs Finale

(36) Deutschland: „Violent Thing“ von Ben Dolic
(37) Frankreich: „Mon alliée (The Best In Me)“ von Tom Leeb
(38) Italien: „Fai Rumore“ von Diodato
(39) Niederlande: „Grow“ von Jeangu Macrooy
(40) Spanien: „Universo“ von Blas Cantó


38 Kommentare

    • Und wieder merkt man dem britischen Beitrag an, dass in Wirklichkeit das United Kingdom (gefühlt) seit der Sprachenfreiheit 1999, auf den ESC im Grunde kein Interesse mehr hat. Die UK-Beiträge schweben Jahr für Jahr irgendwo im hinteren Finalendbereich. Schade, sehr Schade.

  1. ganz übel billige Austauschware dargeboten von einem uncharismatischen nicht besonders attraktiven Sänger…Die Stimme ist ok aber auch nicht weltbewegend …0 Chancen auf vordere Plazierung …ich rechnete mit Platz 25 von 26 bei mir immerhin 34/41

  2. Die Pause finde ich am originellsten am ganzen Song. Ansonsten ist er sehr solide, da wäre aber mehr drin gewesen. Für mich nicht auf Augenhöhe mit Molly 2014 und Lucie 2017 (robbed queens 🤷🏻‍♂️). Aber die Tendenz zeigt für das UK nach oben…

    Und schon sind wieder 41 Songchecks vorbei? Wahnsinn! Aber: Genau rechtzeitig zu den Proben… oh wait! 😮

  3. „My Last Breath“ höre ich eigentlich ganz gerne. Aber das ist so ein typischer Song, der regelrecht um einen hinteren Platz bettelt. Er ist einfach zu unauffällig, wenn auch wesentlich besser als UK 2019.

  4. 13/41 mit 8 Punkten, Finale 21-26

    Danke für die Songchecks, war interessant wie (meist) unterschiedlich die Meinungen waren.
    Hat jemand bei den Punkten mitgerechnet, wer hier Waterloo und wer Robinson ähm Beiler war 🙂

    Witzig fand ich übrigens auch die Kommentare von Marko und seinen Musikern, gibts da Reaktionsvideos vom ersten Hören/Sehen der Beiträge 🙂

  5. Das ist zwar nicht so schrecklich wie die deutschen, französischen und spanischen Beiträge, aber für die große Popnation Großbritannien trotzdem enttäuschend. Ja, es klingt halbwegs nach 2019/2020, ist schlussendlich aber wenig mehr als B- und Stangenware. Hätte sich wahrscheinlich unverdient mit Frankreich (in diesem Falle verdient) um den letzten Platz gestritten. Oh Mann, Großbritannien, seit 1998 hat es keiner Deiner Beiträge mehr in meine Playlist geschafft.

  6. Tja, das wäre der übliche schlechte Platz für das UK geworden… Dabei ist der Song sogar ganz gut und echt hörbar… Aber eben auch beliebig… Und die BBC hat ja ein Händchen für schlechte Inszenierungen… Siehe letztes Jahr…

  7. Klingt für mich, als ob man nach einem arbeitsreichen tag noch schnellschnell etwas zusammengeschustert hat. Nicht wirklich schlecht aber jetzt auch nicht der überflieger. Man kann entfernt sein talent erkennen hat sich aber gar keine mühe mit dem song gegeben. Mir gefällt seine stimme tiptop ich glsube aber, er wäre im backing besser aufgehoben.

  8. Wie letztes Jahr völlig vergessenswert, keine Ahnung, wer dafür angerufen hätte. Ein paar exil-Briten auf Malta vielleicht.

  9. Ich muss gleich zwei Bloggern widersprechen.
    @Peter: Ich nehme da keine Endzeitstimmung im Video wahr. Ganz im Gegenteil. Es ist Aufbruch.
    @Florian: Die Nummer ist vielleicht nicht wummsig genug, weil dir der Refrain abflacht. Aber ganz sicher ist die Nummer nicht unterdurchschnittlich produziert. Das geht mir als Kritik echt zu weit.

  10. Ich finde diese Nummer super. Einer der wenigen Songs dieses Jahrgangs, den ich überhaupt nochmal hören möchte. Sicher ist das weit entfernt von Meisterwerk. Aber finde, der Typ hat Ausstrahlung und ’ne starke Stimme. Ich kann mir schon vorstellen, dass das bei einer stimmigen Inszenierung aufgefallen wäre. Ich hätte dafür in jedem Fall angerufen, weil das für mich ehrlich gemachter Pop ist. Ohne viel Schnickschnack, aber schon auch noch kantig genug, um in Erinnerung zu bleiben.
    Würde ich ein Ranking erstellen, wäre der gute James knapp vor Dadi auf Platz 2. So.

  11. Mit Spanien zusammen einer meiner letzten Plätze sorry , geht völlig an mir vorbei und will es auch garnicht mehr als einmal hören müssen .

  12. „My Last Breath“ ist eine ressourcenschonende Komposition mit Ad-libs als Refrain und Mit-dir-sterben-Text. Ein Albumfüller.
    Das hat neben Merkmalen, bei denen ich zwanghaft die Augen verdrehen muss, eine sehr liebenswerte Seite. Im Gegensatz zu anderen bläht sich der britische Beitrag nicht auf, bleibt kurz und klein.

    Unvermeidlich gebe ich Pluspunkte für Sand auf den Stimmbändern. Extrasternchen, weil man James‘ kräftige Atemzüge hört – der lebt, ist kein Autotune-Zombie. Sehr erdig vorgebracht.
    Alles zusammen wirkt auf mich – auch live – entspannt und unverstellt. Dies hat eine Qualität, die ich öfter beim ESC sehen will, gerne in Verbindung mit einem substanzielleren Song.

    Wahrscheinlich hätte das ein fatales (Tabellen-)Ende genommen. Ein Beitrag, der gegen null Punkte tendiert – was auch an der zusehends veraltenden Wahlarithmetik liegt.
    Als Substitut für einen abwesenden Folksong ist „My Last Breath“ bei mir solide in den oberen 20, bisweilen 15, beim Autofahren 10.
    Die Songcheck-Saison ist damit vorüber, James – I give you my last points 🤗

  13. Tja, jedes Jahr hoffe ich dass Großbritannien die Kurve kriegt, und immer werde ich enttäuscht, 2020 bietet da leider keine Ausnahme.

    Der Anfang ist noch ganz nett, aber der Refrain ist leider ziemlich flach und langweilig, die Pause vor dem Wort „breath“ finde ich auch ziemlich nervig um ehrlich zu sein. Danach passiert irgendwie gar nichts mehr und der Song verliert sich ausnahmsweiter nicht in den Nebeln von Norwegen sondern in den schneebedeckten Wäldern Finnlands. Das James leider auch in etwa so charismatisch wie ein feuchtes Küchentuch ist hilft da auch nicht weiter.

    Insgesamt haben die Kommentare der Blogger gut zusammengefasst warum UK auch dieses Jahr wieder Teil der Bottom 5 geworden wäre, nett, aber leider auch nicht mehr. Kann mir vorstellen dass der Song vielleicht von den Juries ein paar Punkte bekommen hätte, in den nationalen Televotings wäre der Song aber sehr oft auf Platz 13-16 gelandet, was im Endeffekt auch 0 Punkte bedeutet. So wäre es am Ende vielleicht kein letzter oder vorletzer Platz sondern etwas zwischen 21-24 geworden,also nur eine minimale Besserung.

    Einfach nur „nett“ reicht halt beim ESC nicht, davon kann Deutschland ja in den letzten Jahren mehr als nur ein Lied singen, oder?? 😉

  14. Ja schade, wenn ich das mal in die Runde werfen darf. Da verstellt sich einer nicht, schon ist er uncharismatisch. Ich behaupte das Gegenteil.
    Oder ist „uncharismatisch“ der neue Code für übergewichtig, weil es auffallend oft in Verbindung mit Interpreten wie Michael Rice, Aksel Kankaanranta und James Newman verwendet wird? Auch hierzu mein Widerspruch.

    • @Eurovisionismus

      Also jetzt interpretierst du aber ein bisschen viel rein!! Das Aussehen eines Künstlers ist mir völlig schnuppe, und wenn der Künstler 180 Kilo wiegt, solang er eine tolle Bühnenpräsenz hat ist das nebensächlich. Aretha Franklin war z.B. wirklich kein Topmodel von der Figur her, und dennoch hatte die soo eine Ausstrahlung dass wenn sie auf die Bühne kam alle Augen auf sie gerichtet waren. Dass sehe ich bei James Newman leider nicht.

      • Nun ist der Vergleich mit Aretha Franklin aber auch auf mehreren Ebenen unfair. 🙂
        Ich muss zugeben, dass ich James Newman noch nie live gesehen und gehört habe. Aber allein vom Video und von dem, was ich über ihn las, wirkt er auf mich sehr charismatisch und als jemand, der eine schöne weiche warme Ausstrahlung hat. Aber gut. Vielleicht stimmt ja was mit meiner Wahrnehmung nicht und du greifst mich gleich wieder an, weil ich angeblich andere Meinungen nicht akzeptieren kann. Hold your breath, bro.

      • @Andi

        Aretha Franklin war ja nur ein Beispiel für eine Künstlerin die vielleicht vom optischen nicht dem „Standard“ entspricht, dafür aber eine tolle Ausstrahlung hat. Und die finde ich hat Herr Newman einfach nicht meiner Meinung nach.

        Ach ja, sofern du nicht mit Vornamen Simon heißt und aus der Nähe von Regensburg kommst verkneif dir das „Bro“. So darf mich nur eine Person nennen 😉

        Trotz der kleinen Meinungsverschiedenheit wünsche ich dir ein schönes, verlängertes Wochende.

      • Naja, das ist mir schon klar, dass Aretha Franklin nur ein Beispiel war. Aber den Vergleich verliert halt echt fast jeder. 😉

        Dir auch ein schönes Wochenende. 🙂

      • @ESC1994 Keine Aufregung, ich habe nur etwas geäußert, das mir schon lange und häufig auffällt. Heißt ja nicht, dass es so sein muss.
        Es ist übrigens ein Irrtum und ein Missbrauch des Wortes „Charisma“, dass zurückgenommene, introvertierte Persönlichkeiten nicht charismatisch seien. Mit Charisma (wörtlich in etwa: [gottgegebene] Gnade; heute eher: Ausstrahlung) verhält es sich oft so, dass es vom Betrachter nur einfach nicht erkannt wird. Und es bestimmt ja immer der Standpunkt das Geschehen, nicht nur in der Psychologie, sondern auch in der Physik 😉
        „Uncharismatisch“ / „kein Charisma“ / „charismatisch wie ein feuchtes Küchentuch“ – das sind (ab-)wertende Zuschreibungen, die über das Wesen des Objekts meist weniger aussagen als über jenes des Subjekts. – Es lassen übrigens auch meine Songreviews oft tief blicken, ich hoffe bloß immer, es sieht keine/r 😉
        Lass‘ uns ein bisschen vorsichtiger miteinander umgehen, ich sage das auch und vor allem an meine Adresse. Ich bin ja mitunter ein sehr zynischer Stinkefinger.

      • @Eurovisionismus

        Also wenn du dich selber als Stinkstiefel bezeichnest dann solltendich solche leicht überspitzten Kommentare eigentlich nicht stören. Außerdem gibt es da in dem Feld noch deutlich schlimmere Zeitgenossen. *Hust*escfan05*Hust

    • Na ja, Charisma liegt sicher im Auge des Betrachters. Ich glaube jetzt aber auch nicht, dass dies am Gewicht festgemacht wird. Wenn ich nach meinem Geschmack gehe, sind für mich Aksel, James Newman, oder aus früheren Jahren Marija Serifovic oder die serbische Künstlerin von 2015 (weiss leider den Namen nicht mehr) wesentlich charismatischer als z. B. ein durchtrainierter Victor Crone.
      Daran habe ich jetzt auch nicht wirklich gedacht, weil die Optik der Künstler bei mir eher eine sekundäre Rolle spielt, und die Figur sowieso.
      Ich finde, UK 2020 ist eine solide Nummer, die ich mir gerne anhöre, der ich jetzt aber auch leider keinen vorderen Platz zutrauen würde, einfach, weil der Song Gefahr läuft, leicht überhört zu werden. 🙂

  15. Also das ist für mich der langweiligste Titel der Big Five. Bleibt bei mir überhaupt nicht hängen. Das einzige was mir von dem Song hängengeblieben ist ist der alte Mann im Wald. Sorry 4 Punkte

  16. Leider ist der Titel „My Last Breath“ in Zeiten des Coronavirus etwas unglücklich, aber als das Lied veröffentlicht wurde, wusste man ja noch nicht, was der Welt bevorsteht. 🙁

  17. Ich finde den Song nicht „nett“, denn dann würde mir doch noch Einiges daran gefallen. Es ist in der Tat nicht ALLES schlecht, aber das einzige, was mir wirklich gefällt, ist der Chorgesang am Ende des Refrains. Die Stimme des Sängers ist gar nicht nach meinem Geschmack und das Lied insgesamt finde ich ziemlich ärgerlich. Die letzten beiden britischen Beiträge haben mir deutlich besser gefallen.

    3,5 Punkte (von 12).

  18. Kann man sich eingentlich ganz gut anhören, aber zwingend nötig ist es nicht. Nett und solide bringen leider keine Punkte, so dass ich für den guten James ziemlich schwarzgesehen hätte. Durchschnitt landet eben leider häufig deutlich hinter den richtig fiesen Dingern (so die ins Finale kommen).

  19. Also ich höre dieses Lied total gerne – auch James Stimme ist sehr angenehm. Ich vermute auch, dass er das live sehr überzeugend und sympathisch rübergebracht hätte. Ich muss mich da @Andi anschließen, das wirkt auf mich einfach ehrlich und auf dem Punkt😊 dafür: 8 Punkte

  20. Also mal davon abgesehen, das „My Last Breath“ ein weitere Kandidat Uks für den letzten Platz im Finale ist, finde ich den Namen des Songs, angesichts der aktuellen Lage ziemlich makaber. Aber das war ja auch nicht so geplant. Meine Fresse, Uk hat so viel Tradition beim ESC, fünfmal gewonnen, meine güte BBC, wenn ihr keine Lust mehr habt darauf, dann spart euch das Geld und nimmt nicht mehr daran teil. Es ist doch nur noch peinlich, wie sich die größte Popnation jedes Jahr beim ESC präsentiert.

  21. Mein etwas verspätetes letztes Urteil. Der Song fängt gut an – und dann kommen 2 Minuten heiße Luft. Irgendwie schafft es der Song nicht, einen Spannungsbogen oder etwas in der Art zu erzeugen. Am Ende ist es ein Heißluftballon, der ganz kurz abhebt, aber nach ein paar Sekunden wieder landet. Schade, denn James Newman hätte durchaus das Potenzial für eine Platzierung in den Top 20. Wäre ja für die Briten schon was…

    Prognose: Platz 21-26
    Meinung: 31/41 (5 Punkte)

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.