ESC-Songcheck kompakt 2022 (40) – Spanien: „SloMo“ von Chanel

Chanel – Foto: TVE

In diesem Jahr hat Spanien einen Neuanfang gewagt: der spanische Sender TVE hat sich entschlossen, wieder einen öffentlichen Vorentscheid zu veranstalten. In Anlehnung an das frühere Festival de Benidorm fand Ende Januar das Benidorm Fest statt. Insgesamt nahmen 13 Acts daran teil, acht davon überstanden ihr Halbfinale und traten im Finale auf. Dort konnte Chanel mit „SloMo“ am meisten Punkte sammeln und löste so das Ticket nach Turin.

In Spanien sorgte der Sieg von Chanel für einiges an Drama. Im Vorfeld galten Rigoberta Bandini und das galizische Trio Tanxuguieras als große Favoriten. Mit ihrem furiosen Auftritt und dem Sieg im ersten Halbfinale galt Chanel im Finale dann ebenfalls als heiße Anwärterin auf den Sieg, konnte sich aber letztendlich nur aufgrund der starken Unterstützung innerhalb der Jury die Trophäe holen. „SloMo“ erhielt von den Juroren dreimal die Zwölf-Punkte, Rigoberta immerhin einmal und zweimal zehn Punkte, Tanxuguieras hingegen wurden von den Juroren heruntergewertet. Ganz anders war das Bild beim Televoting: Geradezu absurde 70,75% der Stimmen sind auf den Beitrag „Terra“ von Tanxugueiras entfallen. Rigoberta erhielt 18,08%, Chanel nur 3,97%. Auch beim demoskopischen Panel lagen Tanxugueiras vorn – aber nur mit etwas mehr als einem halben Prozentpunkt vor Chanel. Weil das Jury-Voting 50% des Gesamtergebnisses ausmachte, konnte sich am Ende „SloMo“ durchsetzen.

Chanel wurde 1991 in Kuba geboren und zog mit vier Jahren nach Barcelona, weil sich ihre Mutter dort unsterblich verliebt hatte. Schon früh wusste sie, dass sie vor Menschen singen, tanzen und auftreten wollte. So begann ihre Karriere bereits mit sieben Jahren. Später konnte sie sich in der spanischen Musical-Szene etablieren, wo sie Rollen in Stücken wie „Bodyguard“, „Flashdance“, „König der Löwen“ und „Mamma Mia“ ergattern konnte. Zudem war sie auch schon in vielen spanischen Fernsehserien und Filmen zu sehen. Bei den MTV Europe Music Awards 2010 tanzte sie für Shakira auf der Bühne.

Der Song

Geschrieben wurde „SloMo“ von Leroy Sanchez, Keith Harris, Ibere Fortes, Maggie Szabo und Arjen Thonen. Dieses Songwriter-Team hat auch schon mit Madonna, den Black Eyed Peas, Britney Spears, Ricky Martin, Mariah Carey und Nicki Minaj zusammen gearbeitet.

Für die Choreografie zeichnet sich der aus LA stammende Kyle Hanagami verantwortlich, der hauptsächlich für seine Arbeit mit Jennifer Lopez bekannt ist. Für diese wurde der Song übrigens ursprünglich geschrieben. Weil Jennifer Lopez aber nie auf die Songeinreichung reagierte, gelangte der Titel in den spanischen Vorentscheid.

„SloMo“ ist ein Dance-Pop-Titel mit Latino-Pop und Urban-Music-Einflüssen. Der Track ist vom Rhythmus her hervorragend zum twerken geeignet, was Chanel dann auch intensiv auf der Bühne macht. Charakteristisch sind außerdem rhythmische Lautmalereien, die von Drums unterstützt werden. In der Studioversion interagieren verschiedene Stimmspuren Chanels miteinander, sodass in Turin wahrscheinlich recht viele Backingvocal-Stimmen vom Band kommen werden.

Der Text von „SloMo“ ist abgesehen vom Refrain und von einigen Anglizismen vollkommen auf Spanisch. Er beschreibt eine Frau, die auf einer Party mit ihren körperlichen Reizen spielt und diese gezielt zur Schau stellt. Gerne kann ihre Show dabei auch gefilmt und in Slomotion angeschaut werden. Die Lyrics sind dabei mit anzüglichen Anspielungen gespickt.

Der Text soll dabei aber keine (Selbst-)Reduzierung rein auf physische weibliche Reize darstellen. In einer Pressekonferenz erklärte Chanel, dass es in dem Song um Empowerment geht, darum sich im eigenen Körper wohlzufühlen, sich kräftig und groß vorzukommen, auszubrechen, seine Krone aufzusetzen und alles in Grund und Boden zu twerken.

Der Check

Song: 2/5 Punkten

Stimme: 1,5/5 Punkten

Darbietung: 4,5/5 Punkten

Instant Appeal: 5/5 Punkten

Benny: „SloMo“ ist für mich der Inbegriff von „Gesamtpaket“. Das Lied hatte ich vor der Vorentscheidung überhaupt nicht auf dem Zettel, aber die Performance ist einfach so auf den Punkt, dass der Song ganz vorne landen musste. Musikalisch ist das jetzt nichts Neues, aber das muss es ja auch nicht unbedingt immer sein. „SloMo“ ist ein okayer Song, aber top produziert, Chanel hat eine top Ausstrahlung und liefert eine top Performance. 7 Punkte.

Berenike: „SloMo“ ist jetzt nicht unbedingt mein Genre, der Song gewinnt auch nicht den Latino-Pop-Originalitätspreis. Live kam das im Vorentscheid aber richtig gut rüber, Chanel hat dort die perfekte Choreo aufs Parkett gezaubert. Und beim ESC zählt ja das Gesamtpaket. Das erinnert mich dann auf jeden Fall an Eleni Foureira: ein an sich mittelmäßiger Song, der live auf einmal sehr viel dazu gewinnt. Eine Position wie Zypern 2018 wird am Ende sicher nicht herauskommen, aber Spanien dürfte damit die beste Platzierung seit langem erreichen. Persönlich von mir 6 Punkte.

Douze Points: Spanien hatte in diesem Jahr mindestens drei sehr würdige ESC-Beiträge im Benidorm-Finale. Dass sich Chanel nur dank der Jury-Stimmen durchsetzen konnte, ist ein kleines Manko. Letztlich sollten die Spanier darüber aber froh sein. Denn in diesem Jahr hat „SloMo“ ein Alleinstellungsmerkmal als hochprofessioneller Tanzbeitrag, der von einer Frau gesungen wird. Für mich lief der Titel vor dem ersten Auftritt beim Vorentscheid im Mittelfeld, schoss mit dem Live-Auftritt aber direkt an die Spitze. Da sieht man einfach, was man mit einer taltentierten Künstlerin alles aus einem Song rausholen kann. Ja, klar, das ist ein Komponistenwettbewerb. Die Zuschauer/innen wird aber die Nummer als Ganzes begeistern. Es müsste schon mit dem „Diabolo“ zugehen, wenn das nicht Top 10 wird. 12 Punkte.

Flo: Ich mache mich jetzt vielleicht ein wenig unbeliebt, aber so richtig werde ich mit „SloMo“ nicht warm. Klar, Chanel hat auf der Bühne abgeliefert und ihre Inszenierung perfekt umgesetzt. Wenn ich mir aber nur den Song anschaue, sind da vor allem Füllwörter und eine standardisierte Popmelodie. Ihr Pluspunkt ist allerdings, dass es auf Spanisch charismatischer wirkt und live allein durch ihr Aussehen gut ablenken kann… Ich glaube schon, dass Spanien damit ein ordentliches Ergebnis einfährt, den teilweise divenhaften Hype in der ESC-Bubble kann ich aber nicht nachvollziehen – da präferiere ich mitunter auch den deutschen Beitrag, der zwar auch kein Meisterwerk ist, aber die Botschaft von Malik holt mich mehr ab. 6 Punkte.

Manu: Spanien serviert uns in diesem Jahr endlich das Lied, auf das wir seit Jahren warten. Ich mochte das perfekt produzierte „SloMo“ vom ersten Hören, doch seien wir ehrlich – nicht das Lied hat den hochkarätig besetzten Vorentscheid gewonnen. Chanel beeindruckte über ihre energiegeladene Bühnenshow, auf die sich auch in Turin viele ESC-Fans schon jetzt freuen. Doch genau da liegt die Gefahr – anders als bei der oft mit Chanel verglichenen Eleni Foureira, kennen nun viele die Choreographie zu „SloMo“ schon. Um erneut zu überraschen, müsste Chanel ihrem Auftritt etwas noch nicht gesehenes geben. Ich bin gespannt, drücke die Daumen und vergebe gut gelaunte 8 Punkte.

Max: Ich hätte nicht gedacht das Spanien so weit oben in meinem Ranking sein wird in diesem Jahr – vor der Saison wohlgemerkt. Benidorm Fest hat mich jedoch überzeugt und mit dem neuen Vorentscheid auch Chanel und „SloMo“, das ich von den feststehenden ESC-Beiträgen definitiv am häufigsten höre. Spanien hat zum ersten Mal seit vielen, wirklich vielen Jahren ein gutes Gesamtpaket und mir bleibt trotzdem nur zu hoffen, dass in Turin mal eine Platzierung auf der linken Tabellenhälfte herausspringt. 12 Punkte von mir, wer weiß, wann ich Spanien wieder so viele Punkte geben kann…

Peter: Ich hebe ein gutes Glas Garnacha auf das Benidorm Festival. Klar, da gab es Kinderkrankheiten, aber das war ein ausgewachsener ESC-Restart nach enttäuschenden Vorjahren. Gleich mehrere Songs entwickelten sich schon jetzt zu ESC-Kultsongs – das bleibt für immer. So etwas hätte ich mir für Deutschland gewünscht. Ich erspare mir irgendwelche Vergleiche oder Referenzen von Lopez bis Foureira, Chanel hat ihren eigenen Stil und ihre aus Kuba importierten musikalischen und tänzerischen Zitate sind einfach nur ultimativ sexy. „SloMo“ ist positiv, aufregend, groovy, stimulierend und so wird Spanien in ’22 ein weiteres Big Five Land weit oben auf der Agenda sein. 12 Punkte .

Rick: Seit dem ersten Hören hat mich das rein musikalisch gesehen umgehauen. Reggaeton und Latin sind weltweit beliebte Genres, die definitiv viele Menschen ansprechen – inklusive mir. Chanels Performance ist das i-Tüpfelchen. Sie wirkt authentisch trotz dieser aufwendigen Choreo und erinnert mich an Camilla Cabello. Wahnsinns Ausstrahlung – so sieht für mich ein potentieller Weltstar aus. Spanien sorgt endlich für einen Banger, der perfekt inszeniert wird. Das gibt fette 12 Punkte von mir.

Gesamtpunktzahl: 75/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „SloMo“ auf Platz 19 von 40.

Wie schneidet der spanische Beitrag "SloMo" von Chanel ab?

View Results

Loading ... Loading ...

Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X und Pia Maria
(17) Portugal: „saudade, saudade“ von MARO

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Finnland: „Jezebel“ von The Rasmus
(19) Israel: „I.M“ von Michael Ben David
(20) Serbien: „In corpore sano“ von Konstrakta
(21) Aserbaidschan: „Fade To Black“ von Nadir Rustamli
(22) Georgien: „Lock Me In“ von Circus Mircus
(23) Malta: „I Am What I Am“ von Emma Muscat
(24) San Marino: „Stripper“ von Achille Lauro
(25) Australien: „Not The Same“ von Sheldon Riley
(26) Zypern: „Ela“ von Andromache

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(27) Irland: „That’s Rich“ von Brooke
(28) Nordmazedonien: „Circles“ von Andrea
(29) Estland: „Hope“ von Stefan
(30) Rumänien: „Llámame“ von WRS
(31) Polen: „River“ von Ochman
(32) Montenegro: „Breathe“ von Vladana
(33) Belgien: „Miss You“ von Jérémie Makiese
(34) Schweden: „Hold Me Closer“ von Cornelia Jakobs
(35) Tschechien: „Lights Off“ von We Are Domi

Big 5

(36) Deutschland: „Rockstars“ von Malik Harris
(37) Frankreich: „Fulenn“ von Alvan & Ahez
(38) Großbritannien: „SPACE MAN“ von Sam Ryder
(39) Italien: „Brividi“ von Mahmood & BLANCO


88 Kommentare

  1. Na ja, ich bin da etwas befangen, da ich immer noch Rigoberta, Tanxugeiras oder Rayden hinterhertrauere.🥲

    Aber der Song ist nicht schlecht, und Chanel macht ihre Sache auch ganz gut. Das Gesamtpaket ist auch nicht so riskant, wie die drei obigen Acts. Spanien wird das beste Ergebnis seit Jahren einfahren, würde sagen, ein Platz zwischen 10 und 15 ist locker drin.

    • Wenn man selbst mal so eine Auswahl hätte, dann würde man das Trauern doch gerne in Kauf nehmen. Das Benidorm Fest war wirklich sehr gelungen! Und auch Chanel gehört definitiv dazu. Absolut professionell produziert und performt.

      • Stimmt schon, auf der anderen Seite, wenn man jetzt an die maue Auswahl in der deutschen VE denkt, muss man sich nicht ärgern. Denn Malik war die beste Wahl, wenn auch auf niedrigem Niveau.

        Aber wenn ich Spanierin wäre, hätte ich mich anfangs schon ein bißchen geärgert. Aber klar, das Benidorm Fest war schon sehr unterhaltsam und gut gemacht.🙂

  2. Meine Nr 4, landet wahrscheinlich 6-10; eine der wenigen Fun-Nummern zwischen den ganzen Schreiballaden. Sie kann anscheinend weder singen noch lipsyncen, aber klingt gut und das Staging sieht (bis auf die Gymnastik am Anfang) top aus und reisst mit. Sie haben, wenn man sich mehrere Auftritte anguckt, anscheinend Probleme, sich für die richtigen Klamotten zu entscheiden. Chanel bitte in ein kurzes rotes oder weißes KLeid, die Jungs im IMRI-Look, dann passt das.

    • „kann nicht singen“
      Ich möchte mal einen Sam Ryder oder Ochman während so einer Tanzperformance singen hören 😉

      • Thomas guck dir mal die Akustikversion ganz ohne Tanzeinlage bei der House Party letze Woche an. Da merkt man das sie nur eine mittelmäßige Sängerin ist und der Song auch nur mittelmäßig ist

      • Thilo,
        da ist doch kein falscher Ton dabei?
        Also mir hat der Auftritt dort als Akustikversion gefallen.
        Gesanglich ist sie im Mittelfeld, ja, aber ist doch völlig OK gesungen

      • Das ist das ja Thomas sie hat jeden Ton getroffen und gut gesungen weil sie nicht getanzt hat. Du hast weiter oben recht. Der Ochman und der Ryder könnten ihre Töne nie sauber treffen wenn sie so tanzen müssten und darum ist Chanel so geschrieben das sie ihn beim tanzen gerade so singen kann also eine ganz einfache Komposition. Wenn das funktioniert in Turin chapeau. Ich möchte aber lieber gute Songs vorne haben die mich abholen

  3. Hab mit Platz 6-10 gewertet, weil Sex sells

    Der Song alleine hätte Probleme, bei einem etwaigen Halbfinale überhaupt die Qualifikation zu schaffen.
    Aber mit der super Tanzeinlage und viel nackter Haut wird sich kaum jemand erinnern, welcher Song da eigentlich im Hintergrund lief.
    Wird zwar kaum Höchstwertungen im Televoting erhalten, aber wohl regelmäßig im Mittelfeld landen.

  4. Eins steht fest: Slomo ist wohl das beste aus Spanien seit vielen Jahren. Ich muss mich noch outen, dass ich 2012,2014,2016 und 2019 gut bis sehr gut fand. Aber so gut, dass ich mich Slomo als Gewinner vorstellen kann, ist es auch nicht. Man sieht an Slomo, dass man mit einem durchschnittlichen Song, dafür aber eine gute Performens alles herausholen kann (wie Belgien2016, Australien2019 oder Serbien2015)

    Mein Platz 16 und 7Punkte

    • Zustimmung bei 2012 und (mit Abstrichen) 2019, da ich hier die Livepräsentation nicht so gelungen fand. Den Song höre ich mir aber immer noch gerne an.🙂

  5. Sicher, der Song ist modern und wird professionell dargeboten. Aber eine wichtige Zutat fehlt: Die Melodie !
    Mir bleibt nach 3 Minuten einfach nichts in Erinnerung.
    4/10

  6. Ich bin da bei Flo sorry. Das Benidorm war richtig richtig gut. Aber der falsche Song hat gewonnen. Ganz Spanien hatte doch aufgeschrieen nach dem Ergebnis. Tanxugueiras und Rigoberta hatten fantastische Songs.
    Ich gebe gerne zu das Chanel Megagut tanzen kann und das den Beitrag nach vorne bringt und das gönne ich auch Spanien. Aber der Song und Gesang holen mich nicht ab

  7. Spanien ist einer der Länder, die bei den Votings der OGAE Fanclubs gut bepunktet wird iund bei den Odds liegt das Land derzeit in dem Top Ten. Allerdings sehe ich aber auch die Gefahr, daß der Song zum FFF werden könnte.

  8. Ich werde mit dem Song nach wie vor nicht so superwarm, er ist okay, aber für mich nicht mehr. Da er aber im Pool der Damen Foureira, Tamta und Tsagrinou fischt und Chanel angeblich Tag und Nacht an ihrer Darbietung feilt, wird das ziemlich gut kommen und Spaniens bestes Ergebnis seit 2014 einfahren. Überhaupt, alle Big 5 erwarte ich auf der linken Seite – mit einer Ausnahme. Ratet mal welche …

    Bei diesem Mo-mo-mo-mo-mo denk ich immer „hey hey hey hey hey every time you need my love love love love love before you enter in my world world world world world ….“ was jetzt gar nicht mal so eine richtig gute Assoziation ist (aber eingängig!). Chanel wird aber auf der Bühne auf jeden Fall besser aussehen und sich besser bewegen. Das wird einen drastischen Unterschied machen!

    Da heuer weder ein Lehrerkollegium noch so richtig ausgefeilte Burgberichte am Start sind (was ich beides vermisse!), hier für Amüsemang, Kopfschütteln und Rätseln noch mein Gesamtranking im Stile des letzten Jahres:

    1. der Druidenzirkel
    2. die Zugfahrer
    3. die drei Gitarrenelfinnen
    4. der Cowboy
    5. die Tiefsinnige
    6. der lyrische Tenor, alles im Fluss
    7. die Canini Lupi, denen man Südfrüchte geben sollte
    8. der, der auf dem Sessel durch den Weltraum schwebt
    9. die Sehnsuchtsvolle
    10. die, die ihre Mami besingen
    11. die mit dem Heiligenschein
    12. die, die das Licht ausmachen
    13. die, die nur mit dem Finger schnippen muss (stärkster Grower des Jahrgangs!)
    14. die mit Haut von Gans
    15. die Zusammensterbende
    16. die, die von Uhu und Borussia Dortmund gesponsert wurden
    17. die, deren Titel es 2005 doppelt gab
    18. die, die Luft braucht
    19. der, der sich auszieht (Prädikat Guilty Pleasure)
    20. die mit dem Strassgebamsel am Körper
    21. die, die ihre Hände wäscht (in Unschuld?)
    22. die, die lieber alles in Zeitlupe guckt
    23. die, deren Gefallen an dir ihr Schuldgefühle macht
    24. das Streetkid
    25. das Rock’n’Roll Kid
    26. die Veggies
    27. die Rockopas (leider ohne Simon Phillips, sonst wesentlich weiter oben)
    28. die Gefühlige
    29. die, die du einsperren sollst
    30. die, die immer im Kreis rumrennt
    31. die, die gerufen werden wollen
    32. die Geheimnisvolle mit der krassen Frise (WAS? ERLAUBEN? ZAHNARZT? Wo sein? Warum nicht da sein? Wann endlich wiederkommen?)
    33. der Weinende
    34. das Letzte Pizza Stück [sic!]
    35. der sich ausblendende (and rightly so, hab ich immer noch nicht im Ohr!)
    36. das starke Stück! (nicht)
    37. das höhere Töchterchen, leider nicht Gloria Gaynor inspiriert
    38. der mit dem Strassgebamsel vorm Gesicht
    39. Ihre Majestät
    40. die mit dem heftigsten Songpuzzle der ESC-Geschichte

    • Ich feiere sowas ja Tamara aber da sind doch einige Sachen bei da muss ich zu Hause noch mal grübeln. Das meiste ist einfach

    • Danke Tamara, ich rätsele noch mit Freude bei einigen (ist z.B. die Tiefsinnige = das Deprimädchen).

      Dass wir bei der Nummer 1 beisammen sind, weiß ich ja längst, aber die mit der Drehscheibe ist bei mir nur halb soweit wie bei dir, nämlich auf dem letzten Platz, zusammen mit deinem starken Stück, das nicht mit Geld umgehen kann.

      • Jupp, genau, richtig erkannt.

        Die mit der Drehscheibe find ich jetzt nicht soooo schlecht, überhaupt, mit den meisten könnte ich als Sieger einigermaßen leben. Die, die ich nicht mag, kommen eh nicht ins Finale.

      • Wenn mit „Druidenzirkel“ Frankreich gemeint ist (ist für mich die einzige Möglichkeit), dann habe ich auch dieselbe Nr.1. 😃

  9. Und jetzt das Grande Finale, meine klare Nummer eins: mit „SloMo“ und viel mehr Chanel ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen: eine Latina-Nummer im Stil von Anitta oder der hierzulande ungleich bekannteren J.Lo. für eines der beiden Länder der iberischen Halbinsel!
    Dabei liegt das nicht mal so sehr an dem Song, obwohl er toll ist. Aber originell ist er auch nicht. Es ist einfach Chanel, wie sie aussieht, wie sie sich bewegt, wie sie Sex mit der Kamera hat. Beim Festival da Canção, wo sie als Gast auftrat, war das sehr gut zu sehen.
    Chanels Sieg hat ja für mächtig Wirbel gesorgt, aber ich hoffe, dass man wenigstens in Spanien, wenn schon nicht in Portugal, so langsam erkennt, welchen Vorteil man durch den kulturellen Bezug zu Lateinamerika hat, zumal diese Region viele Klischees erfolgreich bedienen kann, genauso wie Chanel. Auch wenn die Spanier zu ihrem Glück gezwungen wurden, kann man sie nur um diese Traumfrau beneiden.
    Und zum Text: da, wo Chanel herkommt, ist man halt freizügiger. In Rio de Janeiro oder eben Havanna findet man mit der Aufforderung „Woki mit deim Popo“ mehr Anklang als in Baku. Beispiel der Song „Combatchy“ (Schlacht), bei dem die Brasilianerinnen Anitta, Lexa, Luísa Sonda und Rebecca um die Wette mit dem Allerwertesten wackeln (https://youtu.be/-YTeFMxUOAU): „jetzt beginnt die Schlacht, es wird kein Unentschieden geben, mein Arsch wird alle k.o. schlagen, möchtest du von meinem Arsch eine Ohrfeige kassieren?“
    Chanel ist nicht unbedingt ESC-typisch und ein Sieg wäre auch eher eine Überraschung, aber sie wird abgehen, da bin ich mir sicher!

  10. Ich kann mit dem Song überhaupt nichts anfangen. Ich gebe zu, die Inszenierung ist absolute Spitze und würde es nur darum gehen, wäre Spanien wohl auch ganz oben mit dabei ABER der Song selbst ist halt einfach nicht der große Renner. Zudem hab ich beim Auftritt auch jedes Mal das Gefühl das sie irgendwann so außer Atem ist, dass ich nur noch das Vollplayback des Backgroundgesangs höre und erzeugt bei mir einen ganz unangenehmen Nebeneffekt. Dann wäre weniger vielleicht doch mehr gewesen.

  11. Ich mag ja dieses Piano Cover von SloMo sehr gerne. Das hat mich erst so richtig für den Song eingenommen, nachdem ich auch erst vom Benidorm-Ergebnis etwas enttäuscht war.

  12. In jedem Fall ein viel schöneres Gesamtpaket von Spanien als 2021. In diesem Jahr sind die Sexy-Dancenummern nicht so zahlreich, da fällt Chanel positiv auf. Ich persönlich mag dieses aufdringliche Getanze nicht, verstehe aber, dass es viele mitreisst. Könnte in den Top 10 landen, ganz bestimmt aber Top 15.

  13. Ich mag den Song sehr. Endlich mal etwas Bewegung und eine Show. Man(n) wird bei ihrem Auftritt auf der Esc Bühne keine Sekunde verpassen wollen. Und mir bleibt die Melodie auch noch lange im Hinterkopf. I love it

  14. Puh, das ist leider überhaupt nichts für mich. Latinostangenware garniert mit Powackeln, Haarchoreographie und viel nackter Haut. Viel Glück!

  15. Ich hätte nicht gedacht, das SloMo das BenidormFest gewinnt. Aber ich dort erst gemerkt, das eine Performence alles ändern. Ich denke das Spanien beim Televoting hoch im Kurs sein wird (auch nicht so hoch). Aber bei der Jury bin ich mir unsicher, daher sage ich: 11 – 15. Platz.

  16. Jetzt noch was anderes. Ich denke das alle Big 5 – Länder sich wieder nach oben katapultiert haben. Aber ich befürchte, das Deutschland von allen 5 am schlechsten abschneidet.

  17. Für mich ein sieger-tip. Vor allem weil sie, im krassen gegensatz zum letzten jahr, die einzige ist die dieses genre bedient. Und ihr ganzer auftritt ist natürlich schon hochprofessionell

  18. Man guckt gerne zu. Aber auf CD würde ich bei dem Lied weiterschalten. Für mich klar der FFF. Schätze das Ergebnis wird etwa um Platz 15 herum sein. Ähnlich wie Serbien im Vorjahr.

  19. Ich habe ja gestern bereits unter dem Songcheck vom UK geschreiben, dass ich in diesem Jahr vom UK wahnsinnig enttäuscht bin, weil der inoffizielle Wettbewerb, wer Letzter und wer Vorletzter wird, nicht stattfinden wird, da das UK einen richtig guten Song ins Rennen schickt.
    Spanien hätte Deutschland noch „auffangen“ können, aber auch daraus wird nichts, da „SloMo“ auch ein guter Song ist! Lyrisch natürlich nicht, aber rhytmisch und die Performance wird uns auch in Turin umhauen.
    Ja, 4 der Big 5 werden dieses Jahr alle gute bzw. bessere Platzierungen erzielen.

    • Das 2. Semi ist recht schwach. Möglich, dass ein oder zwei langweilige Songs „durchrutschen“. Wären vielleicht auch Anwärter für die Rote Laterne.😉

      P. S. Es ist so schade, dass der NDR sich nicht ein bißchen mehr Mühe gibt.

      • *singt*
        „Wunder gibt es immer wieder
        Heute oder Morgen
        Können sie geschehn
        Wunder gibt es immer wieder
        Wenn sie dir begegnen
        Musst du sie auch sehn!“

    • Ähem, diese Prognose ist ziemlich realistiisch. Wobei Frankreich leider Absturzpontezial besitzt, könnte die Jury abstrafen.

      Tja, Malik ist leider nunmal Roman und Michael reloaded (vielleicht auch bewußt) und das funktioniert leider nicht immer

      • Schön wärs, wenn Malik doch tatsächlich die beiden reloaded wäre, aaaber: „Leider Verloren!“

      • Wobei Roman vor allem mit Charisma punkten konnte, und Michael vor allem auch mit dem berührenden Auftritt. Man hat ihm abgekauft, was er da sang.
        Nicht böse gemeint, aber ich finde, Malik fehlt es ein bißchen an Ausstrahlung. Wünsche ihm natürlich trotzdem alles Gute und vor allem viel Spaß.🙂

  20. Also Spanien mags ganz gerne mal nass. Nach 2014 tanzt also das nächste Girl im Regen.
    Ist jetzt nicht ganz so meins , trotz das ich Wasser an sich liebe.
    „Baden“ wird sie sicherlich damit nicht gehen aber die Goldmedaille ist nicht drin.
    12 Punkte gibts von meinem Bruder, sollte es auf der Bühne regnen und Sie beim singen sich an einem Auto räkelt …. (auch genannt der Efendi – Cleopatra -Effekt )
    Von mir gibst trockene 3 Punkte und den 11 Platz.

  21. Wow, schon vorbei die Songchecks?? Das ging aber wirklich schnell.

    Nun zu Spanien: Im Vergleich zu den letzten Jahren ist das schon mal ein Schritt nach vorne, so ganz werde ich aber auch 2022 nicht warm mit Spanien. Finde ihre Stimme auf Dauer irgendwie ziemlich nervig und an der Choreo habe ich mich ehrlich gesagt auch schnell sattgesehen.

    Wird wohl in die Top 10 kommen, aber mit dem Sieg nix zu tun haben. Aber nach all den miserablen Ergebnissen in den letzten Jahren wäre das ja schon mal ein riesiger Erfolg für Spanien, und das würde ich ihnen trotz meiner begrenzten Begeisterung auch gönnen. 🙂

  22. Buenas tardes a todos y todas….

    Ich als Hobbyhispanist kann in den letzten Jahren mit den spanischen Beiträgen wenig anfangen, auch dieses gehypte Teil aus Miami ändert daran nichts. Perdon, für mich klingt das viel zu laut und unmelodisch und dazu noch dieser dämliche Kauderwelschtext. Ist mir zu sehr auf optische Reize getrimmt.

    Allerdings gönne ich Spanien einen möglichen Achtungserfolg, knapp die vordere Hälfte dürfte drin sein.

    Ich werte lediglich mit 3,5 von 12 Punkten.

  23. Hätte Jennifer Lopez sich für SloMo“ entschieden, dann wäre die Single sowohl in den US-Billboard-Charts als auch in den UK-Charts und in den deutschen Single-Charts mindestens jeweils auf Platz 5 eingestiegen und hätte sich auch für mehrere Wochen in den Top 5 gehalten.

    Daher meine Vermutung: Chanel wird es im ESC-Finale nicht anders gehen und irgendwo zwischen Platz 2 und Platz 5 landen. Wenn da nur Italien nicht wäre … .. 😉

      • @Andi:

        Das stimmt. Aber andererseits, den Vorwurf, dass Chanel nicht wirklich gut singen kann – und dem stimme ich ausdrücklich zu – kann man Jennifer Lopez ebenso vorhalten.

        Also zumindest mir ist Jennifer Lopez jetzt noch nicht als Stimmwunder aufgefallen. Ich war jetzt noch nie auf einem JLo-Konzert. Aber sollte ich mal hingehen, dann bestimmt nicht wegen ihrer gesanglichen Qualitäten, sondern wegen ihres Aussehens und ihrer Show 😀

  24. Aufdem youtube Kanal Say Eurovision hat Spanien die Fanabstimmung gewonnen, danach dicht hintereinander Niederlande und Schweden.
    Zweitletzter Deutschland😶 Schlusslicht Lettland.

  25. SloMo ist für mich der langweiligste Big 5 Beitrag. Weiss nicht wie oft ich sowas schon gehört habe. Sie sieht allerdings bombig aus. Könnte schon weit kommen.
    .
    1. Frankreich.
    2. UK
    3. Italien
    4. Deutschland
    5. Spanien

  26. Ich versuche vom Begriff FFF ein bisschen wegzukommen, weil man den ja doch immer nur für Songs benutzt die einem selbst im Gegensatz zur Mehrheit nicht gefallen, aber Spanien wäre in diesem Jahr mein Kandidat dafür. Der Song ist echt sehr durchschnittlich, ich war extrem überrascht als ich die guten Wettquoten zum ersten Mal gesehen hatte. Natürlich ist die Performance toll, aber ob das reicht? Top 5 kann ich mir jedenfalls wirklich nicht vorstellen, hab jetzt als Kompromiss auf Platz 6-10 gesetzt.

  27. „Chanel, pack deine Brüste ein“ mag man ihr zurufen… Dünnes Stimmchen, viel Gehoppel und Gepose, wenig bis gar kein Sinn. Warum sowas ausgerechnet von einer Jury so gut bewertet worden ist, wirft dann doch auch einige Fragen auf… Denn eigentlich sieht man hier einen Beitrag, den nicht mal 4% der Zuschauer in Turin sehen wollten. Ich gehe ziemlich sicher davon aus, dass das abschmiert, wie man es von Spaniens künstlich erzeugten Hypes gewohnt ist. Hoffen wir, sie stellen die Wertung in ihrer neuen Vorentscheidung um, die richtigen Songs hatte man ja (Die dann selbst in den spanischen Charts weit vor Chanels Tralala landeten).

  28. Mit dem Benidorm-Festival gibt es wenigstens ein ausbaufähiges und zukunftsweisenden Konzept. Nachdem ich viel Musik aus Spanien höre, werde ich vielleicht auch mal richtig „beglückt“ und könnte das für mich ein richtiger Höhepunkt der VE-Saison werden. Nächstes Jahr soll es ja noch mehr Lieder geben.

  29. Beim ESC werden ja solche H&M-Schüttlerinnen geliebt, und da sie dieses Jahr die Einzige ist, kommt das ziemlich sicher in die mittleren Top 10.

    Und auch wenn ich das Gesamtpaket etwas langweilig und mittelmäßig finde, muss ich zugeben, dass sie eine Professionelle ist…

  30. Also ich mag Chanel und SloMo . Passt sehr gut zu Spanien und bringt Stimmung nach Turin.
    Trotzdem glaube ich nicht an eine Top 5 Platzierung, eher Top 10.

  31. Wie hier schon etliche Male geschrieben wurde: „SloMo“ ist ein stark produzierter Latino-Popsong, der auch genauso im Radio laufen könnte (Anmerkung: Radio muss nicht immer schlecht sein, meistens ist es das aber). Mit dem Live-Auftritt gewinnt der Song natürlich nochmal einiges, aber ich glaube mehr als das untere Ende der linken Seite wird Spanien nicht erreichen können. Zudem muss ich sagen, der Song läuft bei mir Gefahr mich zu nerven, da ich ihn jetzt schon so oft gehört habe (durch etliche YT Top 10-Videos).
    Von mir gibt’s 8 Punkte, Platz 9.

  32. Heute gab es bei der Umfrage The Euro Jury 2022 wieder Top Tens, und zwar aus Rumänien, San Marino, Serbien, Slowakei und Slowenien:

    https://eurovoix.com/2022/04/26/the-euro-jury-2022-romania-san-marino-serbia/

    https://eurovoix.com/2022/04/26/the-euro-jury-2022-slovakia-slovenia/

    Auch Deutschland darf sich mal wieder freuen, denn Serbien hat Malik in seinen Top Ten.

    Außerdem gab es auch heute wieder im Rahmen der OGAE-Umfrage neue Votings, und zwar aus Belgien, Estland und Ungarn:

    https://eurovoix.com/2022/04/26/belgium-estonia-hungaryogae-poll-2022/

    Im aktuellen Gesamtranking liegt Italien mit einem Punkt vor Schweden, Deutschland ging bei allen drei Wertungen leer aus.

  33. Ich wollte nochmal in einem extra Kommentar auf die Songchecks generell eingehen.
    Wie immer haben mich die Songchecks gut durch die (recht ereignisarme) Zeit zwischen VEs und Probenbeginn begleitet. Zudem war der Austausch mit der Community wie immer sehr interessant und fast immer auch auf einem angemessenem Niveau.
    So sehr ich die Songchecks auch mag, noch eine wirklich kleine (hoffentlich konstruktive) Kritik an den Songchecks: In diesem Jahr ist mir besonders aufgefallen, dass der Check (mit Song, Stimme, Darbietung und Instant Appeal) nur noch sehr selten objektiv ist und meistens die Meinung des Autoren / der Autorin des Artikels wiedergibt. Meiner Meinung nach ergibt eine generelle Einordnung des Song allerdings wenig Sinn, wenn sie nicht objektiv ist. Es kann auch sein, dass ich den Ansatz hinter dieser „Rubrik“ falsch verstehe, wollte aber einfach mal meine Gedanken dazu hierlassen.
    Wie gesagt ist es nur ein winziges Detail, bitte nicht als generelle Kritik an den Songchecks wahrnehmen, die mag ich wirklich sehr gerne.

    • Heyhey, alles gut, freuen uns über Feedback 🙂 Tatsächlich ist es aber sogar so, dass alles was ab „Der Check“ kommt sogar explizit subjektiv sein soll. Der obere Teil liefert eher die Fakten, unser Check dann die Meinung des Autors bzw. der Blogger.

  34. Ich finde, der Song zeigt ganz gut auf, wie schwach der Jahrgang doch ist. Ich habe ihn ob seiner eklatanten Unoriginalität nach dem spanischen VE direkt in die Schublade „belanglos“ gesteckt und ihn – wie auch die spanischen ESC-Hools – zunächst nicht weiter beachtet. Aber irgendwie blieben die wesentlich besseren Beiträge dieses Jahr schlichtweg aus – und „SloMo“ hat zumindest einen sehr effektiven, infektiösen Rhythmus.

    Normalerweise sollte man über so ein durchschnittliches Lied gar nicht weiter reden müssen. 2022 wird’s aber wohl sogar für irgendwas zwischen Platz 6 und 10 langen.

  35. Bei den Big 5 habe ich einen klaren Favoriten: Frankreich.

    Die restlichen 4 sind alle so im Mittelfeld, der deutsche Beitrag mit leichter Tendenz zum vorderen, die anderen drei eher im hinteren Mittelfeld.

    Dem spanischen Beitrag fehlt dieser Kontrast zwischen schöner Strophe und schrecklichem Refrain, den ich bei Italien und dem UK feststelle, was jetzt erst mal weder positiv noch negativ ist. Was mir sehr gefällt, ist der Beat, der bei „more more more“ einsetzt. Allerdings ist Latinpop nicht so mein Fall, und den hochgelobten Auftritt (in Benidorm, aber auch ihre Bewegungen im Video) mag ich überhaupt nicht, daher setze ich Spanien jetzt spontan auf 5 bei den Big 5, das UK auf 4 und Italien auf 3, alle sehr nah beieinander (und wahrscheinlich ändert sich das bis zum ESC noch ein paar Mal …)

  36. Jetzt werde ich in meinem geliebten Spanien vielleicht dafür gehasst: Ich mag den spanischen Beitrag überhaupt nicht. Also so gar nicht. 😉 Nein, Max, natürlich wird hier nicht gehasst. 🙂

    Wenn Chanel und ihr „SloMo“ Spanien nach einer langen Durststrecke wieder in die Top 10 katapultieren, dann haben sie meinen Segen. Wäre es nach mir gegangen, hätte ich 4 anderen Liedern den Vorzug gegeben.

  37. Ich glaube, das geht durch die Decke. Luca Hänni ist mit der gleichen Nummer in Rot 4. geworden und das hier ist eigentlich noch ein bisschen mehr auf den Punkt. Hängt wahrscheinlich davon ab, ob es einen Startplatz weit hinten hat, so wie Luca.

  38. Kurz bei Spotify nachgeschaut…. 🧐
    Gestern:
    Ay mama = 87. Platz – 73.000 Aufrufe
    SloMo = 186 Platz – 42.000 Aufrufe
    🙄🙄🙄

    Okay.. jetzt aber ernst: SloMo ist überhaupt nicht mein Ding, ich mag und höre kein Latino-pop, aber ich kann gut verstehen, dass das Lied hoch gehandelt wird. Die Produktion ist toll, die Frau ist eine echte Profi, alles ist stimmig.
    Hauptsache, nächstes Jahr ist das Benidorm-Festival zumindest so toll wie dieses Jahr!

  39. Ich glaube man ist sich einig, Spanien wird nicht gewinnen. Meiner Meinung nach macht UK das Ding. Sehr viele glauben an Italien. Aber machen wir uns umsonst Gedanken, weil die Ukraine siegen wird? Die Quoten, die ohnehin schon extrem gut sind, werden immer besser.

  40. Mein Ding ist „SloMo“ nicht.
    Mir fehlt das so eine gewisse Leichtigkeit.
    Sowohl im Song,als auch beim Staging.
    Gerade letzteres wirkt auf mich total überladen.
    Und der Song catcht mich zu keinen Zeitpunkt.
    Kein Wunder,das Jennifer Lopez diesen Song liegengelassen hat.
    Also für mich macht Rumänien dieses Jahr besseren Latinopop.

    Spanien wird aber dieses Jahr, Top 10.
    Da bin ich mir sicher.
    Für ganz oben wird es nicht reichen.
    Trauere ja immer noch ein wenig Rigoberta hinterher.
    Aber so langsam dämmert es mir,das es wirklich nicht die beste Wahl gewesen wäre.

    Insgesamt sehe ich Spanien mit Benidorm auf einen guten Weg,
    der auch nachhaltiger als der britische Weg ist.
    Bei denen bleibt es abzuwarten,ob Sam ein „One-Hit -Wonder “ war..
    Die werden viellleicht auch merken,das es zu Hause. am schönsten ist.
    Und zu uns in den Tabellenkeller zurückkehren.

    • Du weißt doch gar nicht, ob der Ryder wirklich gut abschneiden wird. Ich finde UK 2022 genauso grässlich wie die Jahre davor. Für mich ein Favorit für den letzten Platz im Finale.

    • Für mich dieses Jahr ganz klar meine Favoritin. Bin etwas über die Kommentare hier überrascht, aber nun gut – Geschmäcker sollen ja verschieden sein. Für mich hat Chanel eigentlich alles was man braucht: Diesen ESC-Esprit, ein rhytmisches Lied was irgendwie Lust auf Sommer macht, sie ist vermutlich die beste Performerin dieses Jahr, sie sieht super aus und wird Outfits gemacht von Carmen Farala (Gewinnerin Dragrace España) tragen. Mehr brauche ich nicht um die Gewinnerin vor mir zu sehen (wobei ich das auch Litauen gegönnt hätte.)

    • Da möchte ich mich Tamara gerne anschließen. Vielen, lieben Dank.😊

      Irgendwie schade, dass die Songchecks schon rum sind, habe mich jeden Tag drauf gefreut.

  41. Das spanische Fernsehen RTVE und die spanischen Fanclub haben heute 1-stündiges Verabschiedungskonzert für Chanel vor ihrer Abreise nach Turin organisiert. Auch ihre Tänzerinnen und Tänzer hatten einen eigenen Auftritt.

    Teilgenommen haben und aufgetreten sind u.a. Azúar Moreno, Rosa und Ruth Lorenzo. Und deren persönlichen Gespräche und Wünsche kamen echt von Herzen. Also insgesamt

    Echt klasse zu sehen, wie die spanische ESC Community hier hinter ihr steht.

    Anschauen kann man sich das bei RTVE oder bei YouTube

    https://youtu.be/WYtgFiojR00

  42. Im letzten Jahr, wäre dieser Song wohl kaum einer der Favoriten gewesen. Da aber dieses Jahr wirklich schwach ist, ist dieser 08/15 Dancesong wirklich einer der besten Songs in diesem Jahr. Bei allen Voting und Ranking im internationalen Bereich ist dieser Song ganz weit vorne. Warum auch immer. Sogar Madrid 2023 scheint möglich. Der Song ist zwar jetzt nix besonderes, aber in diesem schwachem Jahrgang mit das beste. Traurig, aber war.

    • Olvidalo (vergiß es)

      Na ja, für mich ist dieses nervige Liedchen mittlerweile ein klarer Fall für die Skip-Taste….

      Ich vermute zudem, daß es ausgerechnet von den Fans hochgejubelt wird, die sich für Netta und Destiny begeistern konnten und den krassen Widerspruch der „Botschaft“ anscheinend nicht mitbekommen haben. Bei den Erstgenannten ging es bekanntlich um Selbstbestimmung und bei Chanel ist wieder die komplette Hingabe das Thema…. Beides geht meines Erachtens nicht.

      Wenn es halbwegs gerecht zugeht (ist leider beim ESC nicht immer möglich), dann landet dieses Latinozeug klar hinter dem deutschen Radiosong.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.